Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

als Trader lasse ich mir immer Kursalarme zuschicken, wenn Aktien auf neue 52-Wochenhochs ausbrechen. Mit dieser einfachen Funktion bekomme ich ein gutes Gefühl für die Marktverfassung. Ich merke sofort welche Aktien und welche Branchen gerade stark sind und gespielt werden. In diesen Tagen ist ein Blick auf den Alarm-Ticker eine Offenbarung. Während US-Aktien von Hoch zu Hoch laufen, geht am deutschen Markt so gut wie gar nichts. Im Gegenteil. Hier gibt es sogar zahlreiche Aktien, die abstürzen und neue Tiefs markieren. BASF, Daimler, Deutz oder Krones. Man will gar nicht hinschauen.

In meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot habe ich mit den ganzen oben genannten Problemfällen am deutschen Markt zum Glück nichts zu tun, denn das Regelwerk setzt ausschließlich auf trendstabile Aktien, die nach oben laufen.

Party an der Wall Street, Trauerspiel am deutschen Aktienmarkt. Irgendwie lässt mich das Gefühl nicht los, dass Deutschland innerhalb von wenigen Jahren sämtliche Wettbewerbsvorteile verspielt hat. Der Zeitraum 2000 bis 2017 war eine schöne Zeit für die deutsche Industrie. Die chinesische Wirtschaft insbesondere und der asiatische Wirtschaftsraum im Allgemeinen wuchsen und dafür wurden Maschinen und Anlagen aus Deutschland benötigt. Doch mittlerweile können chinesische Firmen die vielen Produktionsanlagen selbst herstellen. Das Knowhow der deutschen Betriebe wird auf einmal nicht mehr benötigt.

Am deutschen Aktienmarkt hagelt es Gewinnwarnungen. Das Familienunternehmen Krones halbierte mal kurz die Margenerwartungen für das Gesamtjahr. Es wird kaum noch Geld verdient. Die Aktie reagierte mit -20 %. Im Chemie- und Autosektor sieht es auch nicht besser aus. Früher erlebten wir so etwas in Rezessionszeiten, aber dieses Mal herrscht keine globale Rezession. Die Amerikaner feiern eine Party und wir erleben die kollektive Schwäche eines Wirtschaftsstandortes, an dem Verteilungs- und Regulierungsfragen wichtiger geworden sind als das Streben nach Fortschritt und Wachstum.

Donald Trump wird für seine Handelspolitik hierzulande oft scharf kritisiert. Aber die Kritik ist meist inhaltsleer. China blockiert fairen Handel und freien Wissensaustausch. Das Ziel der kommunistischen Partei ist die Technologie-Weltherrschaft. Das schreiben sie sogar offen in ihre Agenda. Das zu ignorieren, ist naiv. Spitzentechnologie wie Robotik (Kuka) nach China abziehen zu lassen, führt langfristig zu Bedeutungslosigkeit. Die USA handeln also richtig, wenn sie die Technologie der amerikanischen Konzerne vor dem chinesischen Einfluss schützen wollen.

Daimler hat für das zweite Quartal einen operativen Verlust in Höhe von 1,6 Milliarden Euro gemeldet. Dabei hat der Transformationsprozess zu neuen Mobilitätstechnologien erst begonnen. Jetzt kann Daimler die bestehenden Produktionsstraßen noch auslasten, sollte man meinen und gutes Geld verdienen. Aber offenbar ist dem nicht so. Wenn die deutsche Autoindustrie jetzt schon kriselt, will man sich gar nicht vorstellen was passiert, wenn Tesla die Produktion wirklich auf 1.000.000 Elektroautos pro Jahr ausgebaut hat.

Fazit: Der DAX legt den Finger in die Wunde. Im Vergleich zu den USA zeigt er die Probleme des deutschen Wirtschaftsstandortes schonungslos auf. Ich bin wirklich froh, dass sich unser regelbasiertes Trendfolge-System nur auf trendstabile Aktien konzentriert. So bleiben wir von den ganz großen Katastrophen im Depot zumindest verschont.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

es kommt Schwung in die Märkte. Eine Trendphase hat sich eingestellt. L`Oreal habe ich soeben mit einem Gewinn von knapp 10 % verkauft. Warum? Weil es Aktien gibt, die noch trendstabiler sind und die daher gemäß dem Regelwerk bevorzugt werden. Wenn eine Aktie unter Ranglistenplatz 12 der Gesamtrangliste abgefallen ist, wird sie verkauft. Am Montag war Umschichtungstermin. Die Trendstabilitäts-Rangliste am Ende dieses Tages war entscheidend. Nach dem Verkauf war im Depot Platz für 2 neue Positionen. Laut Trendstabilitäts-Rangliste kommen Enel und Dialog Semiconductor neu ins Depot. Ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung. Mit Enel spiele ich den Trend bei den Energieversorgern, der derzeit europaweit läuft. Mit Dialog Semiconductor spiele ich den Aufschwung bei den Halbleitern, der in den USA gerade Fahrt aufnimmt.

Ich habe folgende Käufe durchgeführt:

 

Der Hebel der Zertifikate liegt derzeit bei etwa 2,7.

Es handelt sich um ein Realgeld-Depot. Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank:

Fazit: Es hat sich an den Märkten eine neue Trendphase eingestellt. Das Regelwerk entfaltet nun seine Stärke. Ich bin sehr glücklich mit den neuen Depotaufnahmen. Ich melde mich morgen mit einem ausführlichen Beitrag.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

nachdem mein Verkaufslimit bei der Compugroup-Aktie ausgeführt wurde und ich den Trade mit einem Plus von +20 % in den sicheren Hafen gebracht habe (das Regelwerk sieht vor, dass bei ungehebelten Positionen eine Take-Profit bei +20 % erfolgt), ist im Depot nun wieder Platz für eine neue Aktie. Welcher Titel neu ins Depot kommt, bestimme ich am Montag auf Basis der Trendstabilitäts-Ranglisten. Derzeit hat Dialog Semiconductor die besten Chancen im Depot zu landen, denn die Aktie befindet sich auf Ranglistenplatz Nr. 1 und führt den gesamten Markt in Sachen Trendstabilität an. Aber auch eine Wiederaufnahme von Compugroup ist möglich, denn die Aktie zeigt sich weiterhin trendstabil und folgt in der Trendstabilitäts-Rangliste aktuell direkt nach Dialog Semiconductor. Seit meinem Verkauf zu 72,30 € ist die Compugroup-Aktie gefallen und notiert aktuell bei 69,80 €. Ich würde den Titel dann wieder günstiger zurückkaufen.

Wenn ich in diesen Tagen die Zeitungen aufschlage, dann springen mir sofort Klima-Schlagzeilen über Hitzewellen und Dürren in den Blick. Das Thema Klimawandel dürfte bei der nächsten Wahl wahlentscheidend sein. Ich gehe davon aus, dass sich die Parteien mit Vorschlägen für eine schnellere Umsetzung der Energiewende überbieten werden. Dass dann die ganzen Technologien rund um die Wasserstoff-Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen dürften, habe ich in den letzten Blog-Artikeln bereits angesprochen. Aber auch andere erneuerbare Energieträger rund um Wind- und Sonnenenergie dürften von Gesetzesänderungen profitieren. Ich bespreche daher heute die Aktie von Nordex, die ein Gewinner einer solchen beschleunigten Energiewende sein könnte.

Nordex verzeichnet hohe Nachfrage für die neuen Windturbinen Delta4000

Nordex befindet sich derzeit auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX. Der Windenergieanlagenbauer überraschte kürzlich mit einem kräftigen Anstieg beim Ordereingang im ersten Halbjahr, wobei man mit Neuaufträgen über Windenergieanlagen im Gesamtvolumen von 3,038 Gigawatt knapp 50% über dem Vorjahreswert lag. Besonders deutliche Zuwächse hatte man auf dem US-Markt zu verzeichnen, was vor allem an der starken Nachfrage bei der neuen Turbinen-Generation Delta400 gelegen hatte. Diese vor allem auf Regionen mit schwachen und mittleren Windgeschwindigkeiten ausgelegte Turbinen-Klasse machte mehr als ein Drittel des gesamten US-Auftragseingangs im ersten Halbjahr aus und bescherte Nordex auch in anderen Regionen deutliche Zuwächse. Nordex profitiert als Spezialist für Onshore-Windenergieanlagen von der Energiewende, da sich der Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Braunkohle nur durch den Ausbau regenerativer Energien realisieren lässt. Entsprechend positiv fielen die jüngsten Analystenkommentare zur Aktie von Nordex aus. So hat unter anderem die Commerzbank ihr Kursziel von 14 auf 16 Euro nach oben revidiert und die Einstufung von "Hold" auf Buy" aufgestuft.

Danone profitiert von der Nachfrage nach fleischlosen Lebensmitteln

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Danone, die sich derzeit auf Rang 7 im EURO STOXX 50 befindet. Der französische Lebensmittelkonzern hat sich mit der Übernahme von White Wave Foods frühzeitig im Megamarkt für alternative pflanzliche Nahrungsmittel positioniert. Da der Verzicht auf Fleisch und Milch nicht nur bei Veganern, sondern auch bei gesundheitsbewussten Verbrauchern voll im Trend liegt, dürfte der Markt für Soja-Produkte bis 2025 laut einer Analyse von Hexa Research jährlich um 5,6% zulegen. Mittelfristig bieten sich für Danone damit attraktive Wachstumsaussichten, da man mit bekannten Marken wie Alpro Soja zu den Premium-Anbietern bei Soja-basierten Milch- und Joghurt-Spezialitäten gehört. Im Auftaktquartal erzielte man in diesem Segment ein solides Umsatzplus, wobei das leicht bedingt rückläufige Absatzvolumen durch Preiserhöhungen mehr als kompensiert werden konnte. Auch auf Konzernebene überzeugte Danone mit einem leicht besser als erwarteten Umsatzplus und sieht sich damit auf Kurs, im laufenden Fiskaljahr ein organisches Umsatzplus von mindestens 3% erreichen zu können. Die Experten der UBS haben sich zuletzt weiter optimistisch zu den Aussichten von Danone zu Wort gemeldet und das Kursziel von 76 auf 81 Euro angehoben. Die Einstufung wurde auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

bei ungehebelten Positionen sieht das Regelwerk vor, dass ich ein Verkaufslimit bei +20 % Kursgewinn seit dem Einstand in den Markt lege. Dieser Take-Profit wurde nun bei der Compugoup-Aktie am Montag ausgeführt. Ich verzeichne einen Gewinn in Höhe von 20 %. Endlich ist wieder eine Marktphase, die für Trendfolge-Trading geeignet ist. Am Montag, wenn der neue Umschichtungstermin stattfindet, ist dann wieder Platz für eine neue Depotposition.

Hier finden Sie die Orderausführungs-Bestätigung meiner Volksbank!

Meine neueste Trendfolge-Position bezieht sich auf Aktien der Hannover Rück. Ich habe die Position über ein Endlos Turbo Long Zertifikat mit einem Hebel von knapp über umgesetzt. Untenstehend berichte ich noch etwas ausführlicher über die aktuellen Entwicklungen bei Hannover Rück. Aktien wie Hannover Rück gehören zu den sogenannten Low-Volatility-Stocks. Das sind Titel, die sich durch eine sehr niedrige Schwankungsfreudigkeit auszeichnen. Solche Low-Volatility-Stocks heble ich besonders gerne, denn hier können Hebelprodukte ihre vollen Vorteile ausspielen. Ich habe einen Finanzierungsvorteil gegenüber dem Direktkauft der Aktie und profitiere zudem mit einem Hebel von den mit niedriger Volatilität verlaufenden Trendbewegungen – natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung.

Ich finde die derzeitige Marktentwicklung gerade extrem spannend. Es ist eine Hausse inmitten eines gewaltigen Handelskrieges. Ich hätte mit so einer Hausse gerechnet, wenn sich USA und China auf freien Handel geeinigt hätten, aber dass diese Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten so stattfindet, obwohl heftige Zölle in Kraft sind, hätte ich vor einem halben Jahr so nicht kommen sehen. Und hier kommt jetzt die Stärke unseres regelbasierten Trendfolge-Systems ins Spiel. Ich bin derzeit mit 5 Positionen investiert und am Montag kann eine sechste dazugekauft werden, obwohl ich für den Markt eher skeptisch war. Das Regelwerk hat meine persönliche Meinung überstimmt und die Marktampel hatte Recht behalten.

Hannover Rück bietet immer noch 3,9 % Dividendenrendite

Hannover Rück befindet sich derzeit auf Ranglistenplatz 3 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX. Der zweitgrößte deutsche Rückversicherer hatte im Auftaktquartal wie seine Konkurrenten unter einer erhöhten Schadensbelastung durch Naturkatastrophen wie Hochwasserschäden in Australien oder dem Sturmtief Eberhard in Deutschland zu leiden. Dank der von der Hannover Rück praktizierten Strategie, die eine Absicherung der versicherten Großschadensereignisse bei anderen Anbietern beinhaltet, hielt sich die Schadensbelastung im Vergleich zu Konkurrenten wie der Swiss Re jedoch in Grenzen. Dank der soliden Entwicklung im Personen-Rückversicherungsgeschäft stand im ersten Quartal unter dem Strich ein unerwartet deutliches Gewinnplus von 7% zu Buche, womit die Konsenserwartungen übertroffen werden konnten. Da die Hannover Rück im Rahmen der jüngsten Vertragserneuerungsrunden Prämienerhöhungen in wichtigen Kernmärkten wie Japan und Nordamerika durchsetzen konnte, sollte man das Jahresziel, das eine leichte Verbesserung beim bereinigten Konzernergebnis vorsieht, bequem erreichen können. Profitieren werden auch die Aktionäre, da die Hannover Rück ihre Anteilseigner über steigende Ausschüttungen am Unternehmenserfolg beteiligt. Für 2019 rechnet der Konsens mit einer leichten Dividendenerhöhung auf 5,75 Euro je Aktie, was eine ansehnliche Dividendenrendite von 3,9% ergibt. Zuletzt hatte die UBS ihr Kursziel für die Aktie von 123 auf 135 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

am Samstag wird es mal wieder spannend für die Zukunft der Globalisierung, denn dann treffen sich US-Präsident Trump und der chinesische Staatschef Xi. Jede Einigung in Richtung mehr freier Handel würde ich begrüßen, aber ich mag irgendwie nicht mehr so richtig daran glauben. Die amerikanische Wirtschaft zeigt sich stabil trotz der vielen Zölle, die gleichzeitig die amerikanische Staatskasse füllen. Um eine Einigung herbeizuführen, müssten die Chinesen wohl ihr Land nahezu komplett für US-Konzerne öffnen, so dass US-Konzerne in China mehrheitlich kontrollierte Tochterfirmen starten dürfen. Das wäre für die Chinesen eine Abkehr von der bisherigen Politik der kompletten Kontrolle. Wenn ein großer Deal kommen sollte, würde ich sofort deutsche Zykliker aus den Bereichen Anlagen- und Maschinenbau übergewichten, denn diese Firmen litten zuletzt am stärksten unter der Investitionszurückhaltung aus China.

Weiter unten schreibe ich ausführlich über den Luxuskonzern LVMH. Der Umsatz wächst mit +11 %. Man liest in der Presse oft von einer angeblichen Konsumzurückhaltung, oder dass die Leute weniger Interesse an Statussymbolen haben. Ich glaube aber persönlich, dass das nicht stimmt. Zwar hat das Auto an Stellenwert eingebüßt, dafür kaufen sich die Menschen jetzt Grills mit Sizzle Zone für über 1.000 €, um diese dann stolz bei der nächsten Gartenparty zu präsentieren. Der Wunsch, Luxus zu konsumieren, ist nicht kleiner geworden. Lediglich die angesagten Produkte haben sich geändert.

In dieser Woche war wieder Umschichtungstermin. Bechtle habe ich verkauft, weil die Aktie unter Ranglistenplatz 12 abgefallen war. Hannover Rück habe ich basierend auf dem Stand der Trendstabilitäts-Ranglisten am Montag neu ins Depot aufgenommen. Ich habe den Trade über einen Endlos Turbo Long auf die Hannover Rück (WKN DF2XMP) mit einem Hebel von etwa 2 getätigt. Hier finden Sie nähere Informationen zum Produkt. Zu einem Kurs von 6,38 € bin ich long gegangen.
https://www.dzbank-derivate.de/product/detail/index/sin/14655996

Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank. Bitte beachten Sie, dass bei Compugroup ein Verkaufslimit 20 % über dem Einstand platziert ist. Diese Regel ist in unserem Regelwerk verankert.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Die Deutsche Telekom ist wohl der große Gewinner der 5G-Auktion

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie der Deutschen Telekom aufgefallen, die sich derzeit auf Rang 4 im DAX30 befindet. Der führende deutsche Telekommunikations- und Internet-Anbieter hat sich im Rahmen der jüngst zu Ende gegangenen 5G-Mobilfunkauktion erwartungsgemäß für 2,17 Mrd. Euro den größten Teil des ausgeschriebenen Mobilfunkspektrums gesichert. Nach Abschluss des 5G-Netzausbaus ist die Deutsche Telekom damit in der Lage, Privat- und Geschäftskunden gegen entsprechenden Aufpreis ein breites Spektrum an High-Speed Daten- und Mobilfunkverbindungen anzubieten. Wachstumschancen lauern für den 5G-Standard jedoch vor allem Industrie-Bereich und kommerziellen Anwendungen. Hier eröffnen sich beispielsweise bei der Steuerung systemkritischer Prozesse in Industrieanlagen neue Einsatzmöglichkeiten. Auch bei Selbstfahrenden Autos oder im Bereich der Telemedizin wird der neue 5G-Standard nach Einschätzung von Experten eine große Rolle spielen. Aufgrund der geringen Latenzzeit können beispielsweise Selbstfahrenden Autos praktisch ohne Verzögerung auf ein unvorhergesehenes Bremsmanöver des Vordermanns reagieren, während Notfallsanitäter bei einem Unfall in Echtzeit auf lebenswichtige Patientendaten zugreifen können. Damit dürften sich die milliardenschweren Investitionen in den 5G-Netzausbau und die Ersteigerung der Lizenzen auf lange Sicht für die Deutsche Telekom bezahlt machen und die Ergebnisentwicklung in den kommenden Jahren deutlich beflügeln. Nicht ganz so rund läuft es bei der geplanten Übernahme des US-Rivalen Sprint durch die US-Tochter T-Mobile. Hier hat das zuständige US-Justizministerium zwar seine Zustimmung signalisiert. Einige US.Bundesstaaten haben jedoch Klage gegen den Zusammenschluss zum drittgrößten US-Mobilfunkkonzern angekündigt. Kommt die Übernahme von Sprint durch T-Mobile am Ende dennoch ohne größere wettbewerbsrechtliche Zugeständnisse zustande, würde die Deutsche Telekom als größter Einzelaktionär profitieren. Die Experten der HSBC haben die Einstufung zuletzt mit „Buy“ bestätigt und das Kursziel auf 17 Euro belassen.

LVMH: Die weltweite Nachfrage nach Luxuartikeln wächst ungebrochen weiter

Ins Auge gestochen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX50 die Aktie von LVMH die sich derzeit auf Rang 5 befindet. Der Luxusgüterkonzern gilt mit seinen mehr als 70 Marken zurecht als der weltweit führende Anbieter für edle Weine und Spirituosen, Mode und Lederwaren, Parfüm und Kosmetik sowie Uhren und Schmuck. Das der französische Branchenprimus seine Pole-Position im Luxusgütersegment in den vergangenen Jahrzehnten trotz namhafter Konkurrenz erfolgreich verteidigen konnte, liegt nicht nur am kaufkräftigen Stammklientel der sprichwörtlichen oberen Zehntausend. Maßgeblichen Anteil hatte die weitsichtige Strategie von Konzernchef Bernard Arnaud, der es in seiner fast dreißigjährigen Amtszeit geschafft hat, LVMH durch neue trendige Markenlabels aufzupeppen und damit für neue Käuferschichten attraktiv zu machen. Jüngster Coup von LVMH war die Verpflichtung der US-Pop-Ikone Rihannna, die Ende Mai gemeinsam mit dem französischen Luxusgüterkonzern ihr neues Modelabel „Fenty“ in Paris präsentierte. Operativ läuft es bei LVMH weiterhin rund, was ein Blick auf die Umsatzentwicklung im Auftaktquartal beweist Hier übertraf man mit einem organischen Umsatzplus von 11% die Erwartungen deutlich. Entsprechend sollte LVMH auch in 2019 ein weiteres Rekordergebnis einfahren. Kürzlich haben sich die Experten von HABC mit einer Kurszielanhebung von 400 auf 425 Euro zu Wort gemeldet. Die Einstufung wurde mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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