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Besser Traden mit System - Der Blog

Blog Wochenberichte

Liebe Leser,

Veranstalter von Konzerten und Live-Events waren wie kaum eine andere Branche von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Aufgrund der weitreichenden Lockdown-Maßnahmen kam das Geschäft im vergangenen Jahr fast vollständig zum Erliegen, was vor allem kleine und mittelgroße Veranstalter nach der mehr als einjährigen unfreiwilligen Zwangspause in eine existenzbedrohende Lage brachte. Mittlerweile hat sich die Lage nach dem Reopening für die gesamte Branche spürbar aufgehellt. Dank steigender Impfquoten und der Anwendung der 2G-Regel sind Konzert-Veranstaltungen, Messen, Sport-Events und andere Großveranstaltungen nicht nur In Deutschland wieder möglich, womit sich die Aussichten für die gesamte Branche wieder deutlich aufgehellt haben. Damit bieten sich für Branchengrößen wie den Ticketing- und Live-Event-Spezialisten CTS Eventim, der sich aktuell auf Rang 11 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX befindet, gute Chancen auf ein erfolgreiches Comeback!

CTS Eventim nutzt Krise für Expansion in den USA

Während viele Konkurrenten während der Coronavirus-Pandemie aus dem Markt gespült wurden, hat CTS Eventim die Pandemie-bedingte Auszeit genutzt, um seine Marktposition durch Zukäufe und strategische Partnerschaften gezielt auszubauen. Neben mehreren kleineren Übernahmen wie dem Erwerb der Mehrheit an der deutschen Konzertagentur DreamHaus fokussiert sich CTS Eventim vor allem auf das US-Geschäft. Gut ins Konzept passt dabei der kürzlich angekündigte Einstieg in den Ticketing-Vertrieb in Nordamerika. Hier geht man bereits ab Ende September mit der Ticket-Vermarktungsplattform eventim.com an den Start. Der Ausbau der Präsenz in Nordamerika dürfte das Geschäft von CTS Eventim nach dem Ende der Krise kräftig ankurbeln, was die jüngsten Vorverkaufszahlen für die im November startende Genesis-Tournee eindrucksvoll belegen. So wurden im Vorfeld des Tourneestarts der legendären Rockband in den USA und Kanada mehr als 300.000 Tickets abgesetzt. Damit dürfte das Genesis-Comeback für das im vergangenen Jahr gegründete Live-Entertainment-Joint-Venture von CTS Eventim mit dem US-Konzertveranstalter Michael Cohl ein voller Erfolg werden.

CTS Eventim vor Olympia-Großauftrag im Ticketing-Segment

Frische Impulse verspricht bei CTS Eventim auch ein potentieller neuer Großauftrag in Zusammenhang mit der im Jahr 2024 stattfindenden Olympiade in Frankreich. Ein aus CTS Eventim und den beiden französischen Partnerunternehmen France Billet und Orange Business bestehendes Konsortium kann sich gute Chancen ausrechnen, als "Ticketing System Provider" für das Mega-Sport-Event nominiert zu werden. Erhält man vom Olympischen Komitee den Zuschlag für den Prestige-trächtigen Großauftrag für die Ticketing-Vermarktung für die Olympiade und die zwei Wochen später stattfindenden Paralympics in Frankreich, wäre dies auch ein bedeutender wirtschaftlicher Erfolg. Da CTS Eventim seine Ticketing-Software für das Großereignis zur Verfügung stellen wird, rechnet der deutsche Branchenprimus in diesem Fall mit einen Umsatzbeitrag im zweistelligen Millionen-Bereich.

CTS Eventim überrascht mit kräftigen Umsatzplus und deutlicher Ergebnisverbesserung in Q2

Nach dem herben Umsatz- und Ergebniseinbruch im abgelaufenen Fiskaljahr haben sich die Aussichten im operativen Geschäft mittlerweile wieder deutlich verbessert. Dies belegen die Ende August vorgelegten Q2-Zahlen von CTS Eventim. Dabei lag der Gesamtumsatz mit 45,7 Mio. Euro zwar immer noch deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus von knapp 400 Mio. Euro. Die Konsenserwartungen konnten jedoch mit einem Anstieg von 228% gegenüber dem Vorjahr dennoch deutlich übertroffen werden, Auch beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) gelang CTS Eventim mit +99 Mio. Euro der Sprung in die Gewinnzone, was man jedoch vor allem staatlichen Corona-Beihilfen in Höhe von 102 Mio. Euro zu verdanken hatte.

CTS Eventim rechnet mit deutlicher Belebung in der zweiten Jahreshälfte

Nach dem insgesamt soliden Abschneiden im ersten Halbjahr dürften sich die Perspektiven für CTS Eventim in der zweiten Jahreshälfte deutlich aufhellen. Neben weiter kräftig anziehenden Ticket-Verkäufen dürfte sich vor allem das Krisen-geschüttelte Live-Entertainment-Segment deutlich erholen. Sofern es zu keinem erneuten flächendeckenden Lockdown kommt, rechnet Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg bei Konzerten Festivals und anderen Live-Events auch in Deutschland wieder mit prall gefüllten Konzerthallen. Während der Veranstaltungskalender für das laufende Jahr mit Nico Santos und Roland Kaiser angesichts der Corona-Problematik recht überschaubar bleibt, will man im kommenden Jahr mit Top-Acts wie Andrea Berg oder der Europa-Tournee von Ed Sheeran hier wieder voll durchstarten. Daher sollte CTS Eventim spätestens im kommenden Fiskaljahr wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen können, während man sich für 2021 trotz der kräftigen Belebung bei den Ticket-Absätzen keine konkrete Prognose zutraut. Auch die Analystengemeinde zeigt sich trotz der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten mittlerweile weniger skeptisch. Zwar hat die Berenberg Bank ihre Einstufung in einer jüngst veröffentlichten Studie auf "Hold" belassen. Angesichts der sich weiter aufhellenden Langfrist-Perspektiven wurde das Kursziel jedoch von 58 auf 66,5 Euro nach oben revidiert.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Wochenbericht / 15.10.2021 | 15:57:12

GEA will mit veganen Lebensmitteln kräftig wachsen!

Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie der GEA Group, die sich aktuell auf Rang 7 im MDAX befindet. Der Anlagenbauer überraschte zuletzt auf seinem Kapitalmarkttag mit einer optimistischen Mittelfrist-Prognose. So will man die Gesamterlöse bis 2026 von zuletzt knapp 4,5 Mrd. Euro auf mehr als 6 Mrd. Euro steigern und dabei gleichzeitig die bereinigte operative Marge auf mehr als 15% (Vorjahr. 11,5%) verbessern. Mit der neu aufgelegten Strategie "Mission 26" will Konzernchef Stefan Klebert den auf Abfüllanlagen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie spezialisierten Anlagenbauer zu einem der profitabelsten Player der gesamten Branche machen. Erreichen will der 55-jährige Manager diese ehrgeizigen Planziele neben der konsequenten Fortsetzung des überaus erfolgreichen Restrukturierungs-Kurses der vergangenen Jahre vor allem durch die Erschließung neuer margenstarker Segmente.

"New Food"-Segment soll Wachstum bei GEA Group künftig kräftig ankurbeln.

Vielversprechende Wachstumsaussichten verspricht sich der Bochumer Anlagenbauer vom Megatrend zu pflanzen-basierten Nahrungsmitteln. Seit geraumer Zeit erobern vegane und vegetarische Burger oder andere Fleischersatz-Produkte auf pflanzlicher Basis die Supermarktregale und gehören mittlerweile auch in fast jedem Fast-Food-Restaurants zum festen Bestandteil der Menu-Auswahl. GEA Group liefert hier die passenden Anlagen zur Herstellung dieser "Plant-based Meat"-Spezialitäten, die sich nicht nur bei Vegetariern oder Veganern wachsender Beliebtheit erfreuen. Dieser neue Megatrend verspricht beim Bochumer Anlagenbauer neue Perspektiven, da viele Hersteller aus der Lebensmittel-Branche auf das bewährte Know-How des Weltmarktführers bei der Umsetzung passender, integrierter Produktions-Linien vertrauen. Dies belegt ein kürzlich vom dänischen Life-Sciences-Spezialisten Novozymes vergebener Großauftrag. Dabei wurde GEA Group mit der Lieferung einer kompletten Prozess-Linie zur Herstellung von Pflanzen-basierten Proteinen beauftragt, die zur Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel benötigt werden. Mit einem Auftragsvolumen im hohen zweistelligen Mio. Euro-Bereich konnte GEA Group damit einen der größten Einzelaufträge in der Unternehmensgeschichte an Land ziehen. Da Novozymes rund 2 Mrd. Euro in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten für die Herstellung von Enzymen, Aromen und Proteinen für pflanzen-basierte Nahrungsmittel investieren will, kann sich GEA Group gute Chancen auf weitere Folgeaufträge von Novozymes ausrechnen.

GEA Group profitiert von Nachzieheffekten - Ordereingang zieht in Q2 kräftig an!

Auch operativ haben sich die Aussichten bei der GEA Group nach der Coronavirus-Pandemie wieder deutlich aufgehellt. Nach der Coronavirus-Pandemie fahren vor allem Nahrungsmittel- Produzenten in Schwellenländern aus der Region Asien/Pazifik ihre Produktionskapazitäten massiv nach oben. GEA Group kann von diesen Nachzieheffekten als technologisch führender Anbieter in diesem Segment stark profitieren. So verbuchte man in Q2 mit 1,25 Mrd. Euro (+30,2%) den höchsten Anstieg seit dem Abflauen der Coronavirus-Pandemie. Auch beim Konzernergebnis schnitt GEA Group trotz des nach wie schwierigen Marktumfelds respektabel ab. Angesichts der nach wie vor anhaltenden Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen im Zuge der Coronavirus-Pandemie musste man zwar einen leichten Umsatzrückgang von 0,8% hinnehmen. Das bereinigte operative Ergebnis konnte hingegen nicht zuletzt dank der konsequenten Umsetzung der frühzeitig eingeleiteten Restrukturierungen um 9,4% zulegen, wobei man deutlich oberhalb der Konsenserwartungen der Analysten gelegen hatte.

Jahresausblick angehoben - Citigroup bestätigt mit Buy und sieht Aufwärtspotential bis 48 Euro!

In der zweiten Jahreshälfte rechnet GEA Group mit einem deutlich anziehenden Momentum im operativen Geschäft. Entsprechend legt man die Latte für das Gesamtjahr nun deutlich höher und rechnet mit einem organischen Umsatzplus von 5 bis 7%, während der bereinigte operative Gewinn auf EBITDA nun in der Spanne von 600 bis 630 Mio. Euro (zuvor: 530 bis 580 Mio. Euro erwartet wird. Entsprechend optimistisch meldeten sich zuletzt die Experten der Citigroup zu den weiteren Aussichten bei der GEA Group zu Wort. Die Experten sehen den Anlagenbauer als einen ihrer Branchenfavoriten und bestätigten in diesem Zusammenhang ihre Einstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 48 Euro.

Viele Grüße
Simon


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Liebe Trader,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Eckert & Ziegler, die sich derzeit auf Rang 4 der Gesamtauswahl befindet. Der Berliner Spezial-Pharma-Konzern hat sich auf den Bereich Nuklearmedizin spezialisiert und adressiert damit einen vielversprechenden Wachstumsmarkt. Der Berliner Medizintechnikkonzern gilt dank seiner langjährigen Expertise auf diesem Gebiet als einer der weltweit führenden Anbieter. Neben klassischen Radiodiagnostika, die vor allem zur Markierung erkrankter Zellgewebe oder der Visualisierung von Tumoren und anderen bösartigen Geschwüren eingesetzt werden, ist man auch bei so genannten Theranostika-Präparaten stark positioniert. Hierzu zählen u.a schwach radioaktive Substanzen wie Lutetium-177, Germanium-68 oder Yttrium-90, die sowohl beim Nachweis genetischer Defekte und Erkrankungen als auch bei der Entwicklung neuer Therapieansätze in der modernen Medizin eine immer größere Rolle spielen.

Strategische Neuausrichtung soll Wachstum mittelfristig beschleunigen!

Nachdem zu Jahresbeginn erfolgten Verkauf seiner Tumor-Bestrahlungs-Sparte will sich Eckert & Ziegler stärker auf das margenstarke Kerngeschäft mit Theranostika und Radiodiagnostika fokussieren. Strategisch macht dieser Schritt Sinn, zumal die Experten vom Marktforschungsinstitut ReportConsultant dem Marktsegment für Theranostika aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Präparate bis 2027 jährliche Zuwachsraten von mehr als 10% attestieren. Der Berliner Nuklear-Medizin-Spezialist ist in diesem Segment ein gefragter Partner, was das kürzlich mit dem australischen Strahlentherapie-Spezialisten Sirtec Medical geschlossene Liefer-Abkommen für Radio-Isotope wie Yttriuum-90 zur Behandlung von Leberkrebs belegt. Mit der Anfang August erteilten Genehmigung zur Herstellung und dem Vertrieb von Thorium- und Lutetiumpräparaten in den Niederlanden eröffnen sich für Eckert & Ziegler weitere vielversprechende Absatzchancen. Da diese beiden Isotope bei der Entwicklung neuartiger Onkologie-Präparate eine zentrale Rolle spielen, dürfte die Nachfrage in den kommenden Jahren kräftig anziehen, was Eckert & Ziegler exzellente Wachstumschancen verspricht

Neues Radiodiagnostikum Pentixafor bietet Milliarden-Umsatzpotential!

Gut ins Konzept passt dabei die Anfang April getätigte Übernahme des auf Radio-Diagnostik-Präparate spezialisierten deutschen Herstellers Pentixapharm. Damit sichert sich Eckert & Ziegler die Rechte an dem Ga-68 basierten Radiodiagnostikum Pentixafor, das sich derzeit in der Phase-III der klinischen Erprobung befindet. Verlaufen die kürzlich gestarteten klinischen Tests des Universitätsklinikums Nantes erfolgreich, wäre dies ein wichtiger Schritt zur Zulassung des Diagnostikums zum Nachweis seltener Blutkrebserkrankungen. Da bei Pentixafor Fehldiagnosen bei der Erkennung von Myelomen und Lymphomen im Gegensatz zu konventionellen Diagnoseverfahren quasi ausgeschlossen sind, trauen die Experten von Hauck & Aufhäuser Pentixafor ein Umsatzpotential von rund 1 Mrd. USD zu.

Starke Zuwächse im ersten Halbjahr, Jahresprognose angehoben - H&A sieht Aufwärtspotential bis 172 Euro!

Auch operativ läuft es bei Eckert & Ziegler rund, was die jüngsten Halbjahreszahlen eindrucksvoll belegen. Bei einem Umsatzplus von 7% auf 89,5 Mio. Euro wurde beim operativen Gewinn mit 29,5 Mio. Euro ein neues Rekordergebnis erzielt. Bereinigt um Einmaleffekte aus dem Verkauf des 51%igen Anteils an der Tumorbestrahlungs-Sparte lag der bereinigte operative Gewinn mit 24 Mio. Euro immer noch knapp 26% über dem Vorjahreswert. Da die Nachfrage nach Radioisotopen und Theranostik-Präparaten weiter kräftig zulegt, legt man die Latte beim Jahresüberschuss nun mit 35 Mio. Euro (zuvor 29 Mio. Euro) deutlich höher. Neben den exzellenten Aussichten im operativen Geschäft dürfte vor allem das Radiodiagnostikum Pentixafor mittelfristig für frische Impulse sorgen. Diese Einschätzung vertreten die Analysten von Hauck & Aufhäuser in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Angesichts des Blockbuster-Potentials für Pentixafor rechnen die Experten mit einem möglichen Verkauf oder einer Lizenzvereinbarung mit einem großen Pharmaunternehmen. Daher wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt, wobei man Eckert & Ziegler ein Aufwärtspotential bis 172 Euro zubilligt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von AIXTRON, der sich derzeit auf Rang 7 im TecDAX befindet. Spezialisiert hat sich der in Herzogenrath beheimatete Technologiekonzern auf so genannte MOCVD-Anlagen, die über ein breites Anwendungsspektrum verfügen. Gefragt sind die Depositionsanlagen von AIXTRON vor allem zur Herstellung von elektronischen und optoelektronischen Bauelementen, die beispielsweise im Bereich Unterhaltungselektronik, aber auch in Zukunftstechnologien wie dem neuen Mobilfunkstandard 5G, optische Datenübertragung oder die Herstellung von OLED´s für Smartphones oder Tablets verwendet werden. Den Löwenanteil seiner Umsatzerlöse generiert der Technologiekonzern mit der Chip- und Halbleiterindustrie, womit AIXTRON derzeit massiv von den milliardenschweren Investitionen in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten profitieren kann. Da Schwergewichte wie Samsung, NEC, Avago, LG Electronics oder Infineon zum Kundenkreis von AIXTRON gehören, sind die Orderbücher von AIXTRON derzeit prall gefüllt.

AIXTRON hebt Jahresprognose beim Ordereingang an!

Im ersten Halbjahr konnte man neue Aufträge im Gesamtwert von 263,3 Mio. Euro (+90%) an Land ziehen, womit AIXTRON den höchsten Ordereingang seit mehr als zehn Jahren verbuchen konnte. Besonders gefragt waren dabei Anlagen für Anwendungen im Bereich Galliumnitrid-Anwendungen, die vor allem für den 5G-Mobilfunkstandard, aber auch im Bereich optischer Datenübertragung eingesetzt werden. Deutliche Zuwächse beim Auftragseingang hatte man auch bei Depositionsanlagen zur Herstellung von LED´s für so genannte Fine Pitch Displays, die etwa für hochauflösende Video-Wand-Displays verwendet werden. Auch für die zweite Jahreshälfte rechnet AIXTRON mit einer Fortsetzung der dynamischen Entwicklung beim Ordereingang. Vorstandschef Felix Grawert verwies in diesem Zusammenhang auf die weiterhin "sehr hohe Kundennachfrage in allen relevanten Endmärkten". Entsprechend wurde die Prognose beim Ordereingang für das laufende Fiskaljahr auf 440 bis 480 Mio. Euro nach oben revidiert, nachdem man bislang von einem Auftragseingang von bis zu 460 Mio. Euro ausgegangen war.
 

Nachfrage bei SiC-Chips bietet für AIXTRON neue Wachstumsperspektiven!

Aktuell kann AIXTRON vor allem von der starken Nachfrage bei Anlagen zur Herstellung von Galliumnitrid-Leistungselektronik-Bauteilen profitieren. Mittelfristig bieten sich für AIXTRON dank des Siegeszugs bei Silizium-Carbid-Leistungshalbleitern neue Wachstumsperspektiven. Die neue Generation dieser so genannten SiC-Chips weisen im Vergleich zu herkömmlichen Chip-Lösungen aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften eine deutlich höhere elektrische Leitfähigkeit auf, was enorme Vorteile in punkto Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz mit sich bringt. Da sich bei SiC-Chips auf vergleichbarer Fläche aufgrund der höheren Energiedichte 10 mal mehr Rechenpower als bei herkömmlichen Chips unterbringen lässt, sehen viele Experten mittelfristig attraktive Chancen für diese neue Halbleitergeneration. Vor allem bei komplexen Anwendungen wie im Bereich Elektromobilität werden mittlerweile verstärkt SiC-Chip-Lösungen verbaut, da sich damit die durchschnittliche Reichweite von Elektro-Fahrzeugen um bis zu 6% erhöhen lässt. Hier gilt AIXTRON mit seiner neuen AIX G5 WW-C-Anlagengeneration als einer der technologisch führenden Anbieter bei Depositionsanlagen zur Herstellung von SiC-basierter Leistungselektronik. Nachdem AIXTRON bereits mit dem deutschen Automobilzulieferer Bosch und dem chinesischen Halbleiter-Hersteller EpiWorld bereits zwei hochkarätige Referenzkunden für seine neue Anlagengeneration vorzuweisen hatte, kann sich AIXTRON aufgrund der starken Nachfrage bei SiC-Chip-Lösungen berechtigte Hoffnungen auf weitere Großaufträge in diesem Segment machen.
 

Überzeugende Performance im ersten Halbjahr - Deutsche Bank bestätigt mit Buy und sieht Aufwärtspotential bis 27 Euro!

Auch operativ konnte AIXTRON zuletzt mit einem sehr starken Ergebnis überzeugen, was die zuletzt vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal eindrucksvoll belegen. Bei einem Umsatzplus von 21% konnte das bereinigte operative Ergebnis im Vorjahresvergleich auf 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) mehr als verdoppelt werden, womit man deutlich besser als erwartet abgeschnitten hatte. Die Deutsche Bank zeigte sich im Anschluss an das besser als erwartet ausgefallene Ergebnis im ersten Halbjahr weiterhin optimistisch zu den weiteren Aussichten bei AIXTRON. Dabei rechnen die Experten mit einer Fortsetzung der starken Geschäftsentwicklung im laufenden dritten Quartal, wobei man sich dabei auf Aussagen des Konzernmanagements beruft. Daher wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt, wobei die Deutsche Bank bei AIXTRON Aufwärtspotential bis 27 Euro sieht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

der Einsatz von Artificial Intelligence eröffnet in der modernen Medizin vor allem in der Diagnostik und der Entwicklung neuer, individuell auf den Patienten zugeschnittenen Behandlungsmethoden, vielversprechende neue Möglichkeiten. Einer der Protagonisten im Zukunftsfeld für AI-basierte Anwendungen ist der Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers, der sich aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. So lassen sich mit der von Siemens Healthineers entwickelten Software-Suite AI-RAD-Companion beispielsweise MRT-Aufnahmen dank AÍ-basiertem Datenscreening und integrierten Deep-Learning-Funktionen gezielt auf Anomalien überprüfen. Neue Chancen im Kampf gegen den Brustkrebs bietet die Mammographie-Befundungs- und Berichterstellungs-Software "syngo.Breast Care", die ebenfalls auf KI-Anwendungen basiert. Dank der integrierten Scoring-Funktion lassen sich Mammographien gezielt auf bösartige Tumore auswerten, was die Trefferquote bei der Früherkennung und damit auch die Heilungschancen signifikant erhöht. Die passende Ergänzung liefert die seit Kurzem verfügbare Software-Suite AI-Pathway-Companion. Diese hilft dem behandelnden Ärzteteam, mit Hilfe eines KI-basierten, digitalen Assistenten die für jeden Patienten am besten geeignete Therapiemethode auf Basis aller verfügbaren Daten zu ermitteln.

Siemens Healthineers/Varian Medical: Neues Power-Haus im Kampf gegen den Krebs!

Vielversprechende Möglichkeiten bietet der Einsatz von Artificial Intelligence bei der Behandlung von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs. In den Bereichen Onkologie und Krebsvorsorge avanciert Siemens Healthineers nach der Übernahme des US-Konzerns Varian Medical zu einem der weltweit führenden Anbieter. Die knapp 16 Mrd. Euro schwere Übernahme dürfte sich als cleverer Schachzug erweisen, da sich die Expertise von Siemens Healthineers in den Bereichen medizinischer Bildgebung, KI- basierter Analytik-Software und perfekt mit der führenden Marktposition von Varian Medical im Bereich Strahlentherapie ergänzen.

Bestes Beispiel ist die neuste Version des Strahlen-Therapie-Systems Halycon. Dank neuer Imaging-Features, hochauflösender Kamera-Systeme und der Implementierung KI-basierter Steuerungs-Algorithmen lassen sich Krebszellen nicht nur gezielt behandeln, ohne gesundes Gewebe zu beschädigen. Gleichzeitig wird auch die Behandlungsdauer gegenüber herkömmlichen Strahlentherapie-Verfahren, etwa bei Brustkrebs oder Prostata-Karzinomen, um die Hälfte verkürzt. Damit hat man gute Chancen, seine Marktposition in diesem margenstarken Segment weiter auszubauen. Da die Zahl der Krebserkrankungen vor allem in den Industrieländern weiter zunimmt, dürfte der Markt für medizintechnische Geräte im Onkologie-Segment laut einer Studie der Business Research Company bis 2030 um jährlich rund 14,6% zulegen.

Starke Performance in Q3 - Jahresprognose angehoben!

Operativ konnte Siemens Healthineers zuletzt überzeugen, was die besser als erwartet ausgefallenen Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. Bei einem Umsatzplus von knapp 39% konnte der operative Gewinn im Vorjahresvergleich auf 945 Mio. Euro (+103%) mehr als verdoppelt werden. Hier profitierte man neben Nachzieh-Effekten im Kerngeschäft Medical Imaging und Diagnostik von Synergien durch die Integration von Varian Medical. Der Onkologie-Spezialist trug mit einem Umsatz von 591 Mio. Euro und einer bereinigten operativen Marge von 16,6% maßgeblich zum starken Abschneiden bei. Kräftige Zuwächse hatte auch das Geschäft mit Covid-19-Schnelltests vorzuweisen, das in Q3 dank der weiter forcierten Testkampagnen mit rund 600 Mio. Euro (+100%) einen Rekordumsatz einfahren konnte. Trotz der nachlassenden Dynamik im Geschäft mit Covid-19-Tests rechnet Siemens Healthineers dank des dynamischen Ordereingangs in den Bereichen Medical Imaging, Advanced Therapies   nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 17 bis 19% (zuvor: 14 bis 17%).    

Siemens Healthineers stellt Anhebung der Mittelfrist-Ziele in Aussicht - Berenberg hebt den Daumen!

Auch mittelfristig bleiben die Ertragsperspektiven für Siemens Healthineers vielversprechend. Im Zuge der Übernahme von Varian Medical rechnet Siemens Healthineers für die kommenden Jahre aktuell mit einem organischen Umsatzplus von durchschnittlich rund 5% pro Jahr, während der bereinigte Gewinn je Aktie um durchschnittlich rund 10% verbessert werden soll. Da man mit der Integration von Varian Medical schneller als erwartet vorankommt, und die US-Tochter bereits jetzt einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis liefert, dürfte das Gewinn- und Umsatzwachstum mittelfristig höher ausfallen. In einem kürzlich veröffentlichten Zeitungsinterview ließ CEO Bernd Montag durchblicken, dass man im Rahmen des am 17, November stattfindenden Kapitalmarkttages die mittelfristige Wachstumsprognose nach oben anpassen wird. Auch die Experten der Berenberg Bank hatten sich zuletzt in einer Studie optimistisch zu den mittelfristigen Aussichten bei Siemens Healthineers zu Wort gemeldet. In diesem Zusammenhang wurde das Kursziel von 56 auf 64 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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