Blog Wochenberichte

Liebe Trendfolge-Trader,

ich frage mich natürlich oft, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, dass derzeit die Marktentwicklung fast ausschließlich vom Ausgang des Handelskonflikts dominiert wird. Heute gab es einen weiteren Hinweis darauf, dass es so ist, denn unmittelbar nach einer Aussage des US-Finanzministers, dass die Verhandlungen „produktiv“ verliefen, schoss der DAX um +1,8 % in die Höhe. Der Markt giert nach positiven Nachrichten zum Handelsstreit und ich halte das auch für sachlogisch begründet, weil ich den konjunkturellen Einbruch in Q4 ausschließlich auf die Investitionszurückhaltung in China zurückführe. Die anderen potenziellen Bremsfaktoren für den Markt wie Ängste über steigende Zinsen sind mittlerweile wieder verschwunden.

Mit meiner Meinung, dass der DAX im Falle einer Einigung zwischen China und USA schon 2019 wieder auf Allzeithochs vorstoßen kann, ecke ich derzeit noch überall an. Und das ist ein gutes Zeichen. Wenn man mit der eigenen Marktmeinung komplett gegen den Konsens argumentiert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man damit richtig liegen könnte.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten? Zumindest lässt sich schon einmal feststellen, dass jetzt wieder Bewegung in die Ranglisten reinkommt. Durch die freundliche Börsenentwicklung in den letzten Wochen rücken wieder neue Titel nach vorne. Monatelang waren die Trendstabilitäts-Ranglisten ja von denjenigen Aktien geprägt, die am wenigsten verloren haben. Nun ändert sich das Bild und die ersten Bullenaktien im eigentlichen Sinne erobern sich ihren Platz zurück!

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Airbus aufgefallen, die sich derzeit auf Rang 10 im MDAX befindet. Der Flugzeugbauer überzeugte zuletzt mit einer starken Jahresbilanz und übertraf dabei die Konsenserwartungen beim operativen Gewinn deutlich. Auch für das laufende Fiskaljahr zeigte sich Airbus weiter optimistisch und geht dank steigender Flugzeugauslieferungen von einem operativen Gewinnanstieg von 15% aus. Dank seiner spritsparenden NEO-Reihe ist Airbus gut positioniert, um von der anziehenden Nachfrage bei Passagiermaschinen profitieren zu können. In den kommenden 20 Jahren rechnet Airbus angesichts anziehender Passagierzahlen mit einem Bedarf von weltweit 34.000 Verkehrsflugzeugen. Neue Impulse versprechen bei Airbus außerdem steigende Rüstungsausgaben der NATO-Staaten. Hier winken dem europäischen Luftfahrtkonzern Medienberichten zufolge Neuaufträge der Bundeswehr für bis zu 120 Eurofighter-Modelle im Gesamtwert von 10 Mrd. Euro. Die Experten von Goldman Sachs haben das Kursziel für die Aktie nach der Zahlenvorlage von 142 auf 148 Euro angehoben und die Einstufung mit "Conviction Buy" bestätigt.

​Ebenfalls weit vorne in den Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Merck KGaA, die sich aktuell auf Rang 6 im DAX30 befindet. Der Darmstädter Traditionskonzern will seine Marktposition in margenstarken Segmenten konsequent erweitern und legt den Fokus dabei im Kerngeschäftsfeld Pharma auf die Entwicklung neuer Präparate im Kampf gegen Krebs. Anfang Februar hatte Merck in diesem Zusammenhang eine bedeutende Forschungskooperation mit dem britischen Pharmahersteller GlaxoSmithKline zu vermelden. Beide Partner wollen bei der Entwicklung neuer Medikamente für besonders schwer zu behandelnde Krebsarten auf Basis einer neuen Variante des Immunonkologie-Verfahrens zusammenarbeiten.

Für Merck zahlt sich die Partnerschaft schon jetzt aus, zumal man von GSK eine Vorauszahlung von 300 Mio. Euro erhält. Werden alle Ziele der Forschungskooperation erreicht, winken dem Darmstädter Konzern Zahlungen im Gesamtvolumen von knapp 3,7 Mrd. Euro. Merck hat damit gute Chancen, nach einem durch hohe Integrations- und Restrukturierungskosten geprägten Geschäftsjahr 2018 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Neben den guten Aussichten im Pharmageschäft profitiert man dank seiner Life Sciences-Sparte von der anziehenden Nachfrage nach Labor- und Analytikequipment aus der Pharma- und Biotechbranche. Die Experten von Kepler Chevreux haben zuletzt ihre Einstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 108 Euro für die Aktie von Merck KGaA bekräftigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Liebe Leser,

was ist los am deutschen Aktienmarkt? Ich schaue mir allein die Kursveränderungen der letzten 3 Tage an. Wirecard -31% nach einem erneuten Bericht in der Financial Times. Leoni -26% nach schlechten Quartalszahlen. TUI -22% nach schlechten Zahlen. GEA Group -19% nach einem katastrophalen Ausblick. Irgendetwas ist aus den Fugen geraten. Wenn in China die Konjunktur einmal hustet, so wie im 4. Quartal, dann bekommt unsere exportlastige Volkswirtschaft sofort einen grippalen Infekt. Mir wird angst und bange angesichts dieser Abhängigkeiten.

Ich vertrete ja die Erwartungshaltung, dass eine Lösung im Handelsstreit die nächste Rallye am Aktienmarkt einleiten wird. Aber dennoch bin ich heute wieder einmal froh darüber, dass unsere Marktampel im Trendfolge-System weiterhin von uns verlangt, passiv zu bleiben. Die Marktampel verhindert weiterhin neue Käufe im realen 100.000 € Trendfolge-Depot. Solche Phasen gab es in der Vergangen schon regelmäßig. Nach dem Platzen der Internet-Bubble im Jahr 2000 blieb unser Marktampel-System über ein Jahr lang an der Seitenlinie, genauso wie ab der Finanzkrise im Januar 2008. Es ist also alles gut so wie es ist. Wenn sich die ganzen Turbulenzen gelegt haben, wird der Markt auch irgendwann seinen GD 200 zurückerobern.

Heute bespreche ich unter anderem die Aktie der Münchener Rück. Ein Titel, bei die ich schon seit langer Zeit investiert bin. Ich bin ein treuer und zufriedener Aktionär. Die Dividendenperle überzeugt derzeit auch mit einem trendstabilen Verhalten.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 3 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 vorgerückt ist L´Oréal. Der französische Branchenprimus hat sich mit seinen mehr als 40 Marken eine Ausnahmestellung bei hochwertigen Kosmetik- und Beauty-Produkten aufgebaut. Dies beschert dem Beauty-Konzern in schöner Regelmäßigkeit nicht nur Rekordabsätze, sondern auch überdurchschnittlich hohe Margen. Dabei macht auch das abgelaufene Fiskaljahr 2018 keine Ausnahme, in dem L´Oréal mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 7,7% der stärkste Zuwachs seit zehn Jahren gelang. Maßgeblichen Anteil hatte dabei die zielstrebig umgesetzte Online-Offensive im Vertrieb, wobei die über das Internet vertriebenen Kosmetik-und Beauty-Produkte Zuwächse von 40,6% zu verzeichnet hatten und damit knapp 11% zum Gesamtumsatz beitrugen. Auch unter dem Strich überzeugte L´Oréal dank rekordhoher Margen mit einem deutlich besser als erwarteten Ergebnis und toppte damit die Konsenserwartungen der Analysten. Dank der kräftig anziehenden Konsumnachfrage vor allem in den Emerging Markets geht L´Oréal  auch für das laufende Fiskaljahr von deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn aus und peilt damit ein weiteres Rekordergebnis an.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten auch die Aktie der Münchener Rück, die sich auf Rang 7 im DAX 30 befindet. Der Rückversicherer überraschte zuletzt mit einem starken Zahlenwerk für das abgelaufene Fiskaljahr und übertraf dabei trotz zahlreicher Großschadensereignisse die Analystenerwartungen. Neben steigenden Prämieneinnahmen trug vor allem die erfolgreich verlaufende Restrukturierung der Erstversicherungstochter ERGO zur starken Ergebnisentwicklung bei. Das einstige Sorgenkind der Münchener Rück konnte das selbst gesteckte Ergebnisziel dank Digitalisierungsoffensive und konsequent umgesetzten Sparmaßnahmen deutlich übertreffen. Auch operativ bleiben die Aussichten des führenden deutschen Rückversicherers weiter positiv, zumal man bei der jüngsten Vertragserneuerungsrunde das Neugeschäftsvolumen um knapp 10% steigern konnte. Preiserhöhungen konnte man zwar nicht durchsetzen, jedoch stellte der Vorstand für die kommenden Vertragserneuerungsrunden höhere Prämien beim Neugeschäft in Aussicht. Von der unerwartet starken Ergebnisentwicklung im Jahr 2018 und den guten Aussichten im operativen Geschäft werden auch die Aktionäre profitieren, wobei die Dividendenerhöhung kräftiger als von Analysten erwartet ausfiel. Mit einer Dividendenrendite von 4,6% gehört die Münchener Rück zu den attraktivsten Dividendenwerten im DAX. Die Experten von Jefferies haben die Einstufung für die Aktie nach den besser als erwartet ausgefallenen Zahlen mit „Buy“ und einem Kursziel von 205 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Liebe Leser,

seltener war Weltwirtschaft spannender als in diesen Tagen. Ich lese gerade täglich ausgiebig die Zeitungen, um informiert zu bleiben, was sich im Handelsstreit tut. Das Thema hat für die Börse hohe Brisanz. Eine große Freihandelszone zwischen USA und China würde aus meiner Sicht eine goldene Dekade der Weltwirtschaft begründen. Haussierende Aktienmärkte wären die Folge. Und für mich als Investor und Trader ist es darum natürlich entscheidend, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob eine Einigung möglich ist.

Nachdem die chinesischen Unterhändler schon vor zwei Wochen angeboten haben – ich berichtete hier darüber – zusätzlich für 1 Billionen US-Dollar bis 2024 amerikanische Produkte zu kaufen, schicken sie sich nun an, einer Kernforderung der Amerikaner nachzukommen. Diese sind: Erstens soll China den notorischen Diebstahl geistigen Eigentums beenden. Zweitens darf China von ausländischen Firmen keinen Technologietransfer gegen Marktzugang erzwingen und drittens soll ausländischem Kapital der Zugang zu Chinas Markt ermöglich werden.

Um den Amerikanern entgegen zu kommen, hat eine eigens angesetzte Ausschusssitzung des Volkskongresses nun einen Gesetzentwurf zur Gleichbehandlung einheimischer wie ausländischer Investoren auf den Weg gebracht. Bereits am 5. März soll es zur Abstimmung gebracht werden. Es sieht so aus als ob Donald Trump seinen großen Deal bekommen könnte. China möchte eine Beilegung des Konflikts. Auch wir Europäer würden sehr davon profitieren.

Was ist meine Erwartungshaltung? Wenn eine Einigung im Handelsstreit erzielt wird, dann halte ich im DAX in diesem Jahr neue Allzeithochs für möglich. Die ganzen heftigen Kursverluste in den letzten 3 Monaten stehen aus meiner Sicht in direktem Zusammenhang mit der Konjunkturabkühlung in China nach Verhängung der amerikanischen Importzölle. Wenn der Handel wieder aufblüht, dann würde das auch die Geschäftserwartungen schlagartig nach oben treiben und steigender Optimismus ist bekannterweise ein guter Treibstoff für die Börse.

In meinem realen 100.000 € Trading-Depot kann ich derzeit Aktien aus DAX, MDAX und EuroStoxx 50 handeln. Ich werde in den nächsten Tagen einmal mit dem Team von dzbank-derivate.de diskutieren, ob wir die Liste der handelbaren Aktien erweitern können. Wenn es nun wirklich nach einer Einigung im Handelsstreit zu einer breit angelegten Rally kommt, dann würde es aus meiner Sicht Sinn machen, den führenden Bullen-Aktien in einem breiten Universum zu folgen. Derzeit befindet sich der DAX übrigens noch immer -7 % unter dem Gleitenden Durchschnitt 200. Der EuroStoxx ist mit -4,9 % Abstand immerhin nicht ganz soweit von dem Trigger entfernt, der unsere Marktampel von rot auf grün umstellen würde.

Fazit: Wichtig ist, dass man an der Börse seine eigene Meinung nur dann handelt, wenn sie von den Märkten auch bestätigt wird. Sich gegen die Marktkräfte zu stemmen, ist meistens nicht sehr erfolgsversprechend. Meine Marktmeinung ist, dass eine Beilegung des Handelsstreit zu einer Rally führen würde. Über mein Trendfolge-System handle ich aber erst danach, wenn der Markt wieder seinen GD 200 zurückerobert hat. Dann konzentriert sich mein Trendfolge-System ausschließlich auf die trendstabilsten Aktien, die die Bewegung anführen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Wochenbericht / 25.01.2019 | 16:05:00

Reales 100.000 € Trading-Depot: Kaufpanik!

Liebe Leser,

so eindeutig wie heute zeigte der Weg des geringeren Widerstands bei deutschen Aktien schon lange nicht mehr nach oben. Durch die Bank weg klettern die Aktienkurse empor. In meiner letzten Kolumne hier im Blog kam ich auf den Reuters-Artikel zu sprechen, der nach meinem Verständnis große Sprengkraft hatte. Und ich glaube, dass die Märkte in der Tat feiern, dass sich USA und China im Handelsstreit weiter angenähert haben. Gestern erschien auf welt.de ein großer Artikel, der vor dem Verkauf amerikanischer Staatsanleihen durch China warnte. Aber das gehört nach meinem Verständnis zum Plan dazu. China wird die eigenen USD-Reserven von etwa 3 Billionen USD nutzen, um in den nächsten 5 Jahren zusätzlich amerikanische Produkte in Höhe von über 1 Billion USD zu kaufen und dann zu importieren. Bereits nächste Woche am 31. Januar dürften wir wissen, ob meine Interpretation der Dinge richtig ist. Spannend.

Mein Endlos Turbo Bull Zertifikat auf die Aktie von TAG Immobilien steht mittlerweile über 50 % im Plus. Darum beobachte ich mit Interesse die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. In Berlin wird ja derzeit lautstark von einigen Politikern gefordert, Immobilienbesitzer zu enteignen und Immobilien zu verstaatlichen. Eine super Idee – Vorsicht Ironie – denke ich, dann baut bald überhaupt niemand mehr Immobilien. Die Diskussion wirkt für mich so absurd, weil die Lösung aus meiner Sicht doch so einfach wäre: Gebt endlich die Höhen frei. Auf der ganzen Welt entstehen in den großen Städten wunderschöne Skylines mit modernen Wolkenkratzern. Auch Berlin würde eine solche neue Skyline nicht schaden, ist meine Meinung. Also, baut einfach nach oben. Dann gibt es auch mehr Wohnungen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 11 der Trendstabilität-Rangliste im MDAX aufgerückt ist MTU Aero Engines. Der Triebwerkshersteller profitiert vom weltweiten Touristikboom und günstigen Ticketpreisen, da viele Fluggesellschaften ihre Kapazitäten angesichts steigender Passagierzahlen erweitern müssen. In den kommenden beiden Dekaden sollen laut einer Schätzung von Airbus mehr als 37.400 neue Passagiermaschinen in Dienst gestellt werden. Als Zulieferer für Branchengrößen wie Airbus und Boeing profitiert MTU Aero Engines überdurchschnittlich stark von dieser Entwicklung. Besonders beliebt sind spritsparende Triebwerkslösungen wie der PW1100G-JM, das unter anderem beim Mittelstreckenmodell A320 NEO von Airbus zum Einsatz kommt. Die steigende Zahl der installierten Triebwerkslösungen macht sich auch positiv beim Konzernergebnis bemerkbar, da dadurch der Umsatzanteil des margenstarken Wartungs- und Ersatzteilgeschäfts steigt. Entsprechend optimistisch äußerte sich das Konzernmanagement und stellte im Rahmen des jüngsten Kapitalmarkttages bis 2025 stetig steigende Gewinne in Aussicht. Besonders stark zulegen soll nach Einschätzung des Triebwerksherstellers im kommenden Fiskaljahr das Geschäft mit neuen Triebwerken und Ersatzteilen für Verkehrsflugzeuge. Die Experten von Hauck & Aufhäuser hatten die Aktie von MTU Aero Engines zuletzt auf ihre "Top Pick Liste 2019" gesetzt und die Einstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 210 Euro bestätigt.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie der Hannover Rück, die sich aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl befindet. Der Rückversicherer ist einer der führenden Anbieter in diesem Segment und erzielt mit der Absicherung von Risiken attraktive Prämieneinnahmen. Angesichts der wachsenden Zahl von Schadensfällen durch Naturkatastrophen und andere Großschadensereignisse kam das Konzernergebnis des nach der Munich Re zweitgrößten deutschen Rückversicherers zuletzt etwas unter Druck. Daher bemüht sich die Hannover Rück um die Erschließung neuer Geschäftsfelder und nimmt dabei vor allem die Absicherung von so genannten Cyberrisiken ins Visier. Der internationale Versicherungsmakler AON rechnet in den kommenden Jahren mit einer deutlich steigenden Nachfrage nach passenden Policen zur Risikoabsicherung von Schäden, die in Zusammenhang mit Cyberkriminialität verursacht werden. Die Experten von Goldman Sachs hatten zuletzt ihr Kursziel für die Aktie mit 120 Euro und der Einstufung "Neutral" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Liebe Trendfolge-Trader,

als diskretionärer Trader suche ich gerne nach einer Harmonie zwischen einer Zukunftsvision und der Entwicklung an der Börse. Wenn ich persönlich zum Beispiel der Meinung bin, dass sich Virtual Reality durchsetzen wird, dann würde ich trendstabile Aktien kaufen, die im Bereich Virtual Reality Produkte veröffentlichen. Früher, vor fast schon 20 Jahren, kaufte ich Unternehmen, die in Zukunftstrends aktiv sind, unabhängig von der Kursentwicklung. Heute ist für mich eine zwingende Voraussetzung, dass Aktien stark sind und nach oben streben. Die ewigen Verliereraktien, die tief unten vor sich hin- und herzappeln, meide ich komplett. Da kann die vermeintliche Story noch so verlockend sein.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft, sieht man überall Möglichkeiten für Effizienzverbesserungen. Am Mittwoch wartete ich zum Beispiel wieder einmal zehn Minuten an einer Hotelrezeption. Ich hatte im Residence Inn (Marriott) in Frankfurt über HRS ein Zimmer gebucht und alle Daten von der Kreditkarte bis zur Firmenanschrift hinterlegt. Und dann musste ich doch noch einmal alle Daten ausfüllen. Das geht doch bestimmt effizienter. Warum kann ich nicht einfach online buchen und bezahlen und im Hotel dann direkt zu dem reservierten Zimmer laufen? Über einen Buchungscode oder meinen Fingerabdruck könnte ich dann die Tür öffnen.

Wie in der Steinzeit fühle ich mich auch immer, wenn ich einen Arzttermin vereinbaren muss. Im Gesundheitssektor hat die Digitalisierung immer noch nicht so richtig Einzug erhalten. Aber gerade hier ist das Potenzial für Qualitäts- und Effizienzverbesserungen riesig. In 10 Jahren werden vermutlich die meisten Patienten eine digitale Patientenaktie in der Cloud liegen haben, die spezifische Auswertungen zum eigenen Genom und zum Blutbild enthält, auf die alle Ärzte zugreifen können. Firmen, die sich darauf spezialisiert haben Erbgut und Blutbilder auszuwerten, haben meiner Einschätzung nach eine glänzende Wachstumsperspektive.

Angesichts dieser Zukunftserwartung habe ich heute mit Interesse verfolgt, dass die QIAGEN-Aktie in den Trendstabilitäts-Ranglisten nach oben klettert. Denn Qiagen ist für den Zukunftsmarkt der personalisierten Medizin gut positioniert.

QIAGEN ist auf Rang 5 der Trendstabilitäts-Rangliste vorgerückt. Was den niederländischen Konzern interessant macht, ist die starke Positionierung in wichtigen Schlüsselfeldern, mit denen QIAGEN wichtige Themenbereiche der modernen Medizin adressiert. QIAGEN bietet ein breites Spektrum an Testverfahren, mit denen sich lebensbedrohliche Erkrankungen wie Tuberkulose schnell und sicher nachweisen lassen. Mit Analytik-Plattformen, Bioinformatik- und Datenbanklösungen und Gensequenzierungssystemen wie dem GeneReader GNS liefert QIAGEN die Basis für neue, individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlungsmethoden und adressiert damit den Megatrend „Personalisierte Medizin“. Dies macht QIAGEN zu einem gefragten Partner für die Pharma-Forschung. Die Jahresprognose passte man nach leicht besser als erwarteten Q3-Zahlen leicht nach oben an. Von Analystenseite gab es zuletzt positive Kommentare von der Berenberg Bank, welche das Kursziel von 32 auf 36 Euro erhöht und die Einstufung mit "Buy" bestätigt hatte.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten auch die Aktie von Merck KGaA, die sich aktuell auf Rang 7 im DAX 30 befindet. Der in Darmstadt beheimatete Traditionskonzern hat sich in den vergangenen Jahren dank zahlreicher Übernahmen zu einem der führenden Life Sciences-Anbieter mit Schwerpunkt auf modernes Labortechnik- und Analytik-Equipment gemausert. Damit bietet man Pharma- und Biotechunternehmen das passende Equipment zur Entwicklung neuer Medikamente und Therapien und profitiert vom Siegeszug neuer Technologien wie beispielsweise der Genschere CRISPR. Auch im Kerngeschäftsfeld Pharma ist Merck stark positioniert und verfügt neben zahlreichen Kernumsatzträgern über eine interessante Pipeline mit chancenreichen Medikamenten-Kandidaten. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelten Onkologie-Präparat Avelumab, das bereits für einige seltene Krebserkrankungen zugelassen wurde. Nachdem man in 2018 aufgrund der Integration zahlreicher Zukäufe und Einmalbelastungen schwächer abgeschnitten hatte, zeigte sich das Konzernmanagement zuletzt wieder optimistischer. Dank neuer Medikamente und der anhaltend positiven Dynamik im Life Sciences-Segment geht man für 2019 von einer Rückkehr auf den Wachstumspfad aus. Die Experten von Bernstein Research haben die Einstufung für die Aktie zuletzt mit "Outperform" bestätigt und das Kursziel bei 105 Euro belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Weiter Blogbeiträge

Wochenberichte | Trades | Kommentare