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Besser Traden mit System - Der Blog

Blog Wochenberichte

Liebe Trader,

Automobilzulieferer hatten zuletzt einen schweren Stand. Neben den anhaltenden Lieferkettenproblemen drückten in den vergangenen Monaten vor allem die kräftig gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise auf die Margen und verursachten bei vielen Herstellern deutliche Bremsspuren bei Umsatz und Ergebnis. Dies bekam zuletzt auch Stabilus, aktuell Rang 10 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX, zu spüren. Vor allem in der ersten Jahreshälfte belasteten deutlich gestiegene Kosten und die anhaltenden Lieferkettenprobleme. Sie sorgten für Rückgänge beim operativen Ergebnis. Der Spezialist für Gasfedern und hydraulische Dämpfer generiert den Löwenanteil seiner Umsatzerlöse im Automobilsegment. Hier hat man dank sogenannter Powerise-Systeme für das Komfort-Öffnen der Heckklappe und passenden Gasfeder-Lösungen für die Motorhaube vor allem im Hochpreis-Segment als Zulieferer etabliert. Denn die Powerise-Systeme zum Komfort-Öffnen des Kofferraums werden praktisch in allen SUV-Modellen verbaut, während viele Auto-OEMs entsprechende Lösungen mittlerweile auch bei Modellen im mittleren und gehobenen Preissegment anbieten.

 

Starker Jahresschlussspurt -Stabilus knackt erstmals Umsatzmilliarde!

Nachdem vor allem in der ersten Jahreshälfte deutlich gestiegene Kosten und die anhaltenden Lieferkettenprobleme für Rückgänge beim operativen Ergebnis gesorgt hatten, konnte Stabilus in der zweiten Jahreshälfte wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Zuletzt überraschte Stabilus mit einem unerwartet deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg, wobei man laut vorläufigen Berechnungen im Gesamtjahr ein organisches Umsatzplus von 14,2 % auf 1,116 Mrd. Euro vorzuweisen hatte. Deutliche Zuwächse hatte man auch beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) vorzuweisen, wobei man hier mit einem Anstieg von 135,0 auf 156,2 Mio. Euro besser als erwartet abgeschnitten hatte. Als Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr das Powerise-Segment, das mit einem deutlichen Umsatzplus von 42,3 % erneut maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene beigetragen hatte. Solide Zuwächse hatte auch die neu formierte Business Unit Industrial Solutions vorzuweisen, das passende Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Anwendungen, von Gasfedern für Büromöbel bis hin zu Dämpfern, mit denen Solaranlagen vor Windschäden und Erschütterungen schützen sollen, offeriert. Dank des starken Absatzwachstums in Schlüsselbranchen wie der Solarindustrie verzeichnete die Konzernsparte Industrial Solutions ein organisches Umsatzplus von 10,3 %.

 

Ambitionierte Mittelfrist-Ziele Stabilus will Erlöse bis zum Dekadenende verdoppeln!

Auch mittelfristig sieht sich Stabilus auf einem nachhaltig profitablen Wachstumskurs. Wie der in Koblenz ansässige Hersteller im Rahmen seiner im Juli vorgestellten Zukunftsstrategie "STAR 2030" verkündete, will man die Umsatzerlöse bis 2030 auf rund 2 Mrd. Euro gegenüber dem Fiskaljahr 2021/22 verdoppeln. Mehr als 25 % der Erlöse will Stabilus künftig durch Produktinnovationen vor allem bei mechanischen und elektronischen Komponenten generieren, wobei man sich gleichzeitig als System-Partner im Wachstumsmarkt für sogenannte intelligente "Motion-Control-Gesamtlösungen" positionieren will. Um an diesem Trend erfolgreich zu partizipieren, forciert das Unternehmen seine bereits eingeleitete Transformation vom Komponentenlieferanten zum Systempartner, wobei Stabilus die eigene Lösungs- und Software-Kompetenz weiter ausbauen will. Durch die Fokussierung auf höhermargige Segmente will man die Profitabilität weiter verbessern, wobei Stabilus die bereinigte operative Gewinnmarge bis zum Dekadenende nachhaltig auf 15 % heben will.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Wochenbericht / 18.11.2022 | 15:29:01

Warum ich in die Value-Aktie Mercedes investiert habe!

Liebe Leser,

Mercedes möchte wie Porsche sein. Mercedes-CEO Ola Källenius richtet die Marke komplett auf das Premiumsegment aus. Die Umbenennung der Aktiengesellschaft in Mercedes, die Abspaltung von Daimler-Trucks, der Bruch mit dem Taxigeschäft: All das sind notwendige Schritte, um die Wahrnehmung von „Mercedes“ als Luxusmarke zu zementieren.

Mercedes muss wie Porsche sein. In den unteren Preissegmenten werden die etablierten Autohersteller langfristig keine Freude haben, denn dort werden sie im Preiskampf von Tesla und den chinesischen Anbietern regelrecht zerquetscht. Tesla hat das Auto als Massenprodukt neu gedacht. Weniger Bauteile, weniger Arbeitsschritte, keine Autohändler. Das reine Onlinevertriebsmodell sticht den Verkauf von Autos über ein Händlernetzwerk bei den Kosten aus.

Elon Musk hat den deutschen Autoherstellern aufgezeigt, dass sie schon immer zu klein gedacht haben. Den höchsten Automatisierungsgrad der Branche kann man nur erreichen, wenn ein Modell millionenfach gebaut wird. Tesla wird von der Baureihe Model 3 und Y schon im Jahr 2023 vermutlich mehr als 2 Mio. Stück produzieren. Davon kann Volkswagen nur träumen. Für jedes produzierte Auto benötigt Volkswagen die 2,5-fache Anzahl an Mitarbeitern. Tesla zeigt den Deutschen, wie Skalierung funktioniert.

Die Luxusmarkenstrategie von Ola Källenius war deshalb wohl aus der Defensive heraus geboren, könnte sich für Mercedes-Aktionäre aber langfristig als Glücksfall entpuppen. Die Porsche-Aktie wird dem vierfachen KGV von Mercedes bewertet. Wenn die Gewinnmarge von Mercedes zwei oder drei Prozentpunkte zulegt, dürfte sich die Bewertung der Aktie eher an Porsche orientieren als an Volkswagen. Das Kurspotenzial beträgt dann 50 bis 100 %. Ich habe in die Aktie investiert. Ich gebe dem Szenario etwa zwei Jahre Zeit. Entscheidend ist, dass die operative Gewinnmarge anspringt.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Trader,

nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verzeichnet die Reise- und Touristikbranche derzeit Rekord-Buchungszahlen. Doch nicht nur Reiseveranstalter und Hotelkettenbetreiber profitieren von der kräftigen Erholung im Reise- und Flugverkehr nach der mehr als zweijährigen Zwangspause infolge der Lockdown-Maßnahmen. Auch der Flugzeug-Turbinen-Bauer MTU Aero Engines, der sich derzeit auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet, kann vom "Grand-Reopening" im internationalen Reise- und Flugverkehr profitieren.

 

MTU Aero Engines - Triebwerkshersteller profitiert von Reopening im Luftfahrtsektor!

Nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stocken viele Carrier ihre Kapazitäten nicht nur deutlich auf, sondern ersetzen alte Passagiermaschinen durch neue, treibstoff-effiziente Modellreihen. MTU Aero Engines profitiert als einer der führenden Hersteller von spritsparenden und geräuscharmen Triebwerkslösungen ebenfalls von der steigenden Nachfrage bei modernen, treibstoff-effizienten Passagiermaschinen. Unter anderem liefert der Münchener Branchenprimus gemeinsam mit dem Triebwerkshersteller Pratt & Whitney passende Triebwerks-Lösungen für Megaseller wie den A320neo von Airbus. Die GTF-Triebwerksfamilie (Getriebefan), die bei Airbus neben dem A320neo auch bei anderen Modellreihen wie dem A220 eingesetzt wird, sorgt dabei nicht nur für eine knapp 20%ige Reduzierung der klimaschädlichen CO₂-Emissionen und einer Verringerung des Lärm-Pegels um bis zu 75 %. Auch der Treibstoffverbrauch lässt sich mit den Getriebefan-Lösungen wie dem PW1100G-JM gegenüber herkömmlichen Modellen um bis zu 20 % reduzieren. Daher beschert der Verkaufserfolg des A320neo auch MTU Aero Engines seit geraumer Zeit Rekorderlöse, zumal man dank der steigenden Zahl installierter Getriebefan-Triebwerke auch von höheren Erlösen im margenstarken Wartungs- und Ersatzteilgeschäft profitiert. Neben der Treibstoff-effizienten GTF-Triebwerksfamilie ist MTU Aero Engines bei Airbus auch mit dem V2500, das bei klassischen A320-Modellen zum Einsatz kommt, beim europäischen Flugzeugbauer mit an Bord, während US-Konkurrent Boeing etwa mit dem "Dreamliner"-Antrieb GEnx oder der CF6-Turbine, die bei der Boeing 747 zum Einsatz kommt, ebenfalls seit Jahrzehnten zum Kundenkreis von MTU Aero Engines gehört.

 

MTU Aero Engines überzeugt mit starken Zahlen - Jahresprognose angehoben!

Auch operativ läuft es bei den Münchenern rund, was die kürzlich vorgelegten Geschäftszahlen für das abgelaufene Q3 eindrucksvoll belegen. So verbesserten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um mehr als ein Drittel auf 1,35 Mrd. Euro, während der bereinigte operative Gewinn von 117 auf 158 Mio. Euro verbessert werden konnte. Neben der soliden Absatzentwicklung bei Triebwerks-Lösungen für die zivile Luftfahrt konnte MTU Aero Engines vor allem in der Instandhaltung und im Ersatzteilgeschäft mit deutlichen Zuwächsen punkten. Nach dem besser als erwarteten Abschneiden in den ersten neun Monaten revidierte MTU Aero Engines im Anschluss seine Jahresprognose nach oben. Demnach peilt man nun einen Umsatz von 5,4 bis 5,5 Mrd. Euro (zuvor: 5,2 bis 5,4 Mrd. Euro) an, während man beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) nun von einem Zuwachs im niedrigen 30er-Prozentbereich ausgeht. Hier hatte man zuvor beim bereinigten operativen Ergebnis mit einem Anstieg um mittleren Zwanziger-Prozentbereich gerechnet.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

angesichts der weiteren Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt haben die europäischen NATO-Staaten ihre Verteidigungsausgaben kräftig erhöht und feilen derzeit an einer gemeinsamen Defense-Strategie. Eines der zentralen Projekte ist der Aufbau eines europäischen Luftverteidigungs-Systems, um sich vor möglichen Angriffen durch Kampfflugzeuge, Drohnen oder Interkontinental-Raketen zu schützen. Mit der European Sky Shield Initiative (ESSI), an der sich neben Deutschland auch 14 weitere Staaten des Verteidigungs-Bündnisses beteiligen, wollen die Bündnispartner nicht nur Lücken in der Luft- und Raketenabwehr schließen, sondern gleichzeitig die Basis für eine weitere, länderübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der NATO-Partnerländer zu schaffen.

 

Radar- und Sensorik-Spezialist Hensoldt profitiert von steigenden NATO-Etats!

In diesem Zusammenhang bieten sich für Defense-Contractor wie Hensoldt, derzeit Rang 4 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste, gute Chancen auf lukrative Großaufträge. Denn für die Realisierung des European Sky Shield werden nicht nur moderne Raketen- und Luftabwehrsysteme benötigt. Um Bedrohungen frühzeitig erkennen und neutralisieren zu können, sind auch moderne Hochleistungs-Radar- und Sensorik-Systeme erforderlich. Hier gehört Hensoldt zu den technologisch führenden Anbietern, wobei sich der in Taufkirchen ansässige Defense-Spezialist als Systemlieferant für Radar- und Sensorik-Systeme für die NATO-Partner etabliert hat. Hier liefert man u. a. spezielle TRS-3D- und TRS-4D-Radarantennen für Fregatten und Schlachtschiffe der Deutschen Marine und andere NATO-Partner, die unter anderem für die Luft- und Seeraumüberwachung eingesetzt werden.

 

Hensoldt liefert neue High-Tech-Systeme für die europäischen Luftstreitkräfte!

Auch im Bereich Luftaufklärung und -überwachung ist Hensoldt bei zahlreichen Großprojekten der EU-NATO-Staaten involviert und ist unter anderem als Zulieferer für das elektronische Signalaufklärung-System "Pegasus" federführend beteiligt. Gemeinsam mit dem italienischen Defense-Spezialisten und Hensoldt-Großaktionär Leonardo arbeitet man derzeit an der Entwicklung einer serienreifen Version des neuen ECRS-Systems für den Eurofighter. Das neue Radarsystem mit der Bezeichnung "ECRS-Mk1" ist mit einem digitalen Mehrkanal-Empfänger und neuen Breitband-Sende-Empfangsmodulen ausgestattet, was im Vergleich zum Vorgängermodell für mehr Reichweite und eine höhere Auflösung sorgt. Dank neu entwickelter High-Tech-Systeme bieten sich für Hensoldt als Systemlieferant im Bereich Luftverteidigung neue Perspektiven. Mit dem Ende April vorgestellten "Kalaetron Attack"-System ist es möglich, feindliche Radarsysteme aufzuspüren und gezielt zu stören. Laut Hensoldt hat sich das KI-basierte Radar-Störsystem, das sich aus einem voll-digitalisierten, breitbandigen Sensor und Effektor und einem elektronisch steuerbaren Störsender zusammensetzt, in ausgedehnten Bodentests auch bei der Neutralisierung der neuesten Generation russischer Radarsysteme als effektiv erwiesen. Dank des durch 3D-Metall-Druck verdichteten Aufbaus der Elektronik-Bauteile lässt sich das Radar-Störsystem auch auf See- und Land-Anwendungen skalieren, was mittelfristig neue Anwendungsmöglichkeiten verspricht.

 

Hensoldt führend bei moderner Radar-Technologie!

Dass Hensoldt bei moderner Radartechnik eine technologisch führende Marktposition einnimmt, hat die ehemalige Airbus-Tochter bereits in der Vergangenheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So hat Hensoldt ein Passiv-Radarsystem entwickelt, mit dem sich auch die für herkömmliche Radarsysteme unsichtbaren Tarnkappen-Bomber aufspüren lassen. Das Passiv-Radarsystem "Twinvis" arbeitet im Vergleich zu konventionellen Radarsystemen mit elektromagnetischen Wellen. Diese werden im Gegensatz zu herkömmlichen Radarstrahlen nicht von der "Stealth"-Flugzeughülle des Tarnkappen-Bombers teilweise absorbiert und in andere Richtungen abgelenkt, sondern "umhüllen" den Flugzeug-Körper. Die dadurch entstehenden Echos der elektromagnetischen Wellen lassen sich via Antenne empfangen und mithilfe komplexer Big-Data-Analytik-Software dezentral an anderer Stelle auswerten. Damit lässt sich die Flugbahn und die aktuelle Position des Stealth-Kampfflugzeugs eindeutig lokalisieren, ohne dass das mobile Radarsystem selbst vom Feind entdeckt werden kann. Früheren Medienberichten zufolge sind die US-Streitkräfte an einem Kauf des unter der Bezeichnung "Stealth-Killer" bekannten Hensoldt-Radarsystems interessiert. Daneben hat Hensoldt weitere vielversprechende Vorhaben in der Pipeline, die speziell für das "European Sky Shield"-Projekt eine wertvolle Ergänzung beim Aufbau einer lückenlosen Luft- und Raketenabwehr spielen werden. Gemeinsam mit dem italienischen Partner Leonardo entwickelt Hensoldt ein Ortungssystem für sogenannte "Hyperschall-Raketen" wie die russische "Kinschall", die mit 10-facher Schallgeschwindigkeit von konventionellen Radarsystemen nicht rechtzeitig entdeckt werden können und derzeit eine ernsthafte Bedrohung für die NATO-Staaten darstellen.

 

Hensoldt überzeugt mit starken Q2-Zahlen!

Die zuletzt deutlich gestiegenen Verteidigungsetats der NATO-Staaten machen sich bei Hensoldt auch beim Konzernergebnis positiv bemerkbar. So verbuchte man im ersten Halbjahr einen unerwartet deutlichen Umsatzanstieg von rund 40 % auf 682 Mio. Euro, während der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) um rund 38 % auf 61 Mio. Euro zugelegt hatte. Dank des von der Bundesregierung beschlossenen Sondervermögens über 100 Mrd. Euro und dem erhöhten Verteidigungshaushalt rechnet sich Hensoldt zurecht gute Chancen auf weitere lukrative Großaufträge aus. Entsprechend erwartet man für das laufende Fiskaljahr nun eine Book-to-Bill-Ratio von 1,1 bis 1,2, nachdem man hier beim Verhältnis Auftragseingang/Umsatz von einem Wert von 1,0 ausgegangen war. Auch bei Umsatz und Ergebnis will Hensoldt nach dem starken Abschneiden im Jahr 2021 neue Bestmarken erreichen. So rechnet man im Jahr 2022 mit einem Umsatzanstieg von 15 % auf 1,7 Mrd. Euro, während der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) in der Spanne von 285 bis 300 Mio. Euro (Vorjahr: 261 Mio. Euro) erwartet wird.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

Früherkennung spielt bei gefährlichen Krankheitserregern eine entscheidende Rolle, um eine flächendeckende Ausbreitung gefährlicher Infektionserkrankungen zu verhindern oder diese erfolgreich einzudämmen. Passende Test-Kits von Diagnostik-Spezialisten wie dem niederländischen Venlo beheimateten Anbieter QIAGEN, der sich aktuell auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet, liefern nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

QIAGEN zählt zu den weltweit führenden Anbietern molekulardiagnostischer Testverfahren für die Human- und Veterinärmedizin und verfügt in diesem Bereich über eine breite Auswahl so genannter Test-Kits. Nicht nur bei Schnelltests zum verlässlichen Nachweis von Covid-19 gehört QIAGEN zu den weltweit führenden Anbietern. Einer der Hauptumsatzträger von QIAGEN ist der Bluttest QuantiFERON, der als Goldstandard zum Nachweis von Tuberkulose gilt. Dieses in mehr als 130 Ländern zugelassene Testverfahren gilt als wichtigste Waffe zur Eindämmung der gefährlichen Lungenerkrankung und gilt mit mehr als 100 Millionen durchgeführten QuantiFERON-Tests als einer der Hauptumsatzträger bei QIAGEN außerhalb des Covid-19-Segments. Auch bei Test-Verfahren zum schnellen und verlässlichen Nachweis von anderen gefährlichen Krankheitserregern wie dem Marburg-Virus, Pocken, Diphterie oder Tierseuchen wie Geflügel- oder Schweinepest gehört QIAGEN zu den weltweit führenden Anbietern.

 

QIAGEN überzeugt mit sehr starken Q2-Zahlen!

Nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich das Momentum bei Test-Kits zum Nachweis von Covid-19 mittlerweile zwar deutlich abgeschwächt, wobei man hier in Q2 einen deutlichen Umsatzrückgang von 39% hinnehmen musste. Im Nicht-Covid-Segment, das neben Test-Kits zum Nachweis schwerer Erkrankungen wie Tuberkulose, auch Bioinformatik-Software-Suites oder Technologien zur Aufreinigung und Verarbeitung von DNS, RNS und Proteinen aus Blut, Gewebe und anderen Stoffen umfasst, konnte QIAGEN hingegen mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 10% überzeugen. Entsprechend schnitt man bei den Umsatzerlösen auf Konzernebene trotz eines Rückgangs von -9% auf 516 Mio. USD leicht besser als erwartet ab. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie konnte QIAGEN mit 53 Cents (Vorjahreswert: 63 Cents) die konzerneigene Prognose von 46 Cents übertreffen.

 

Aussichten im Non-Covid-Segment hellen sich weiter auf - Jahresprognose angehoben.

Da sich die Aussichten im Non-Covid-Segment nach dem Abebben der Corona-Pandemie weiter aufhellen, rechnet Konzernchef Thierry Bernard für das zweite Halbjahr mit einer weiter verbesserten Geschäftsentwicklung. Entsprechend wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert. Dabei rechnet QIAGEN nun mit einem Gesamtumsatz von mindestens 2,20 Mrd. USD (zuvor: mindestens 2,12 Mrd. USD), während der bereinigte Gewinn je Aktie nun bei mehr als 2,30 USD (zuvor: mehr als 2,14 USD) erwartet wird. Neben einer weiter anziehenden Nachfrage seitens vieler Unternehmen aus den Bereichen Life Science und Molecular Diagnostics dürften auch neue Produkte das Wachstum bei QIAGEN in der zweiten Jahreshälfte wie der Abwassertest QIAcuity das Wachstum weiter anschieben. Dank QIAcuity lassen sich Daten von breiten Bevölkerungsgruppen sammeln und mit Hilfe der QIAcuity-Geräteserie schnell und effizient auswerten. Dieser neue Abwassertest eignet sich nicht nur zum Nachweis von Covid-19-Erregern und neuer Mutanten der hochansteckenden Lungenerkrankung.Dank des digitalen PCR-Systems von QIAGEN lassen sich auch andere durch Viren und Bakterien verursachte Infektionskrankheiten wie Cholera oder Krebsmutationen nachweisen. Damit leistet QIAcuity einen wertvollen Beitrag zur Früherkennung von Infektionsketten und anderen Krankheitserregern in bestimmten Regionen, zumal die neueste Generation von QIAcuity nach nur zwei Stunden belastbare Ergebnisse liefert. Damit bieten sich für QIAGEN gute Chancen auf lukrative Folgeaufträge, nachdem die US-Gesundheitsbehörde Ende Mai Grünes Licht für den Einsatz des digitalen PCR-System QIAcuity gegeben hatte. QIAGEN hatte in diesem Zusammenhang einen Großauftrag zur Nutzung des digitalen PCR-Systems durch öffentliche Gesundheitslabore in 70 Prozent aller US-Bundesstaaten erhalten.

 

QIAGEN rückt erneut als Übernahmekandidat ins Visier!

Die starken Aussichten im operativen Kerngeschäft bei QIAGEN wecken offenbar auch bei Big-Playern aus dem Medizintechnik- und Diagnostk-Segment Begehrlichkeiten. Nachdem der US-Medizintechnikkonzern Thermo Fisher Ende 2020 mit einem Übernahmeangebot für QIAGEN gescheitert war, scheint sich Medienberichten zufolge nun mit Bio-Rad Laboratories ein neuer Kaufinteressent für den Diagnostik-Konzern eingefunden zu haben. Wie unter anderem das "Wall Street Journal" unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet, laufen zwischen dem US-Konzern und QIAGEN seit geraumer Zeit Verhandlungen über einen Zusammenschluss.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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