Besser Traden mit System - Der Blog

Blog Wochenberichte

Liebe Leser,

als Trader stelle ich Szenarien auf und teste, ob sie Wirklichkeit werden. Viele Börsianer verwechseln dieses Aufstellen von Thesen mit dem Wissen über die Zukunft. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, sie ist flüchtig und kaum greifbar. Wenn ich mit einem Szenario richtig liege, kann ich damit viel Geld verdienen. Weil ich nach dem Corona-Markteinbruch auf die V-Wende an den Aktienmärkten spekulierte, konnte ich dieses Jahr mein Trading-Depot um über 50% in die Höhe katapultieren.

Ein neues Szenario, das ich aufgestellt habe, ist der „Nasdaq-Biden-Bear-Case“. Es lautet folgendermaßen: Wenn Joe Biden neuer US-Präsident wird, dann preist der Markt Steuererhöhungen ein und die hoch bewertete Nasdaq-Aktien wie Apple werden auf Talfahrt geschickt. Apple wird mit einem 40er-KGV bewertet. Wenn diese hohe Bewertung auf sinkende Nettogewinne trifft (wegen der Steuern), könnte das der Startschuss zu einer größeren Korrektur sein.

Wie gehe ich vor? Wenn zwei Tage vor den US-Wahl die Umfragewerte immer noch deutlich zu Gunsten von Joe Biden ausfallen, werde ich vermutlich eine Shortposition auf Apple eröffnen. Wenn die Umfragewerte nur leicht gegen Trump sprechen, dann denke ich, dass Trump die Wahl gewinnen wird und ich verzichte auf diese Short-Spekulation.

Dreht die Daimler-Aktie nach der V-förmigen Erholung nun wieder nach unten?

Hier im DZ Bank Blog schreibe ich zwei Beiträge in der Woche. Ich kann sie, liebe Leser, immer nur an Bruchstücken meiner Gedanken teilhaben lassen. Meine Aussagen haben darum keine unbegrenzte Laufzeit. Es kann sein, dass die Welt nach zwei Handelstagen schon wieder komplett anders aussieht. Meine Hinweise zu Aktien sind darum niemals als Empfehlungen zu verstehen. Ich gebe keine Empfehlungen. Ich bin hier lediglich ein Journalist, der seine Gedanken teilt.

Vorhin habe ich zum Beispiel, als Daimler bei +3,5% stand, eine Shortposition auf die Aktie über den Mini Future der DZ Bank mit der WKN DD420Q eröffnet. Ich kaufte 10.000 Stück zu 1,59 € in Stuttgart. Daimler hat gute Zahlen für das dritte Quartal gemeldet. Die guten Zahlen liefern im Nachhinein eine plausible Erklärung für die V-förmige Erholung, die die meisten Börsianer nur vom Seitenrand aus mit einem Staunen verfolgten. Ich teste mit dieser Shortposition nun an, ob der Markt angesichts steigender COVID-19-Infektionszahlen nun einen erneuten Wirtschaftseinbruch für möglich hält und ob es wieder eine Tendenz unter Börsianern gibt, gute Zahlen zum Aufbau von Cash zu nutzen. Wenn Daimler nächste Woche weiter nach oben durchzieht, kann es auch sein, dass ich die Position bereits wieder am Dienstag glattstellen muss. So teste ich Szenarien an. Wenn sie nicht aufgehen, versabschiede ich mich schnell wieder. Wenn sie aufgehen, versuche ich die Gewinne laufen zu lassen.

Teamviewer ermöglicht die Steuerung von IT-Systemen, ohne anwesend zu sein!

Die Rückkehr der COVID-19-Pandemie begünstigt Geschäftsmodelle von Firmen, die Menschen in der Pandemie eine große Hilfe sind. Aufgefallen ist mir bei Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Teamviewer, die sich derzeit auf Rang 10 der Gesamtauswahl befindet. Die Coronavirus-Pandemie führt zu einschneidenden Veränderungen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag. Immer mehr Mitarbeiter verlegen ihren Arbeitsplatz in die eigenen Vier Wände, während Business-Meetings, Konferenzen und Team-Meetings mittlerweile größtenteils Online via Videokonferenz abgewickelt werden. Damit erspart man sich nicht nur lange Anfahrtswege und Reisekosten, sondern setzt sich auch nicht der Gefahr einer möglichen Coronavirus-Infektion aus,

Trend zum dezentralen Arbeiten beschert Teamviewer dynamisches Wachstum!

Teamviewer profitiert als einer der führenden Anbieter von Videokonferenz-Software-Lösungen besonders stark vom "New Normal" im Arbeitsalltag in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Dank der Cloud-basierten Plattformlösung kann man über das weltweite Router-Netzwerk von Teamviewer von überall aus und zu jeder Zeit auf Daten zugreifen oder sich via Video- oder Telefonkonferenz mit anderen Mitarbeitern austauschen. Angesichts der aktuellen Krise forcieren Unternehmen und Öffentliche Behörden den Roll-Out von Remote-Network-Lösungen, was Teamviewer aktuell dynamische Zuwachsraten beschert. Weltweit sind mehr als 2,2 Milliarden Geräte über die cloudbasierte Software-Lösung von Teamviewer miteinander verknüpft, während die Zahl der Lizenz-Vertragskunden zum Ende des zweiten Quartals mittlerweile auf über 534.000 angestiegen ist.

Mit Teamviewer IoT adressiert man den Wachstumsmarkt für Fernwartungslösungen!

Neben der Videokonferenz-Lösung Teamviewer Meetings mit ihren weltweit 200 Millionen aktiven Nutzern, ist Teamviewer auch bei Fernwartungs-Lösungen einer der führenden Anbieter. Mit Teamviewer IoT können Maschinen und Anlagen problemlos via Smartphone PC oder Tablet dezentral gesteuert und überwacht werden. Störungen und Probleme lassen sich meist via Remote Assistance ohne einen Techniker vor Ort aus der Ferne beheben, während man via Remote Alarming über Störungen, die ein schnelles Eingreifen erfordern, automatisch informiert wird. Damit adressiert Teamviewer einen attraktiven Wachstumsmarkt, der aufgrund neuer Trends rund um Industrie 4.0 und IoT laut den Experten von Quince Market Insights bis 2028 jährlich um durchschnittlich 28% zulegen dürfte.

Ubimax - Übernahme eröffnet neue Perspektiven!

Gut ins Gesamtkonzept passt die Übernahme von Ubimax, mit der sich Teamviewer kürzlich im Unternehmenskunden-Segment weiter verstärkt hat. Ubimax hat sich auf Wearable-Computing-Technologien und Augmented-Reality-Lösungen für Facharbeiter in der Industrie spezialisiert. Damit lassen sich Routineaufgaben deutlich schneller und effizienter erledigen. Beispielsweise verwendet Airbus Helicopters die Ubimax-Lösung xInspect  bei der Wartung und Überholung von Getrieben. Mit der Kombination von xInspect und einer intelligenten Datenbrille können Mitarbeiter alle relevanten Arbeitsanweisungen sehen, Fotos machen, Bilder in SAP hochladen, jeden Schritt lückenlos dokumentieren. Auch bei der Kommissionierung von Waren oder bei Montagevorgängen und Instandhaltung ist Ubimax mit standardisierten Applikationen wie "xPick" oder "xInspect" gut aufgestellt, wobei hier unter anderem renommierte Unternehmen wie Coca-Cola, BMW, oder die Deutsche Post auf diese Lösungen zurückgreifen.

Commerzbank stuft auf Buy hoch und hebt Kursziel deutlich an!

Bei der Analystengemeinde kommt das attraktive Gesamtkonzept von Teamviewer gut an. So hat die Commerzbank die Einstufung kürzlich von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 45 auf 53 Euro erhöht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Mini-Future Short 61,1846 open end: Basiswert Daimler

DD420Q / //
Quelle: DZ BANK: Geld 29.10. 21:58:02, Brief 29.10. 21:58:02
DD420Q // Quelle: DZ BANK: Geld 29.10. 21:58:02, Brief 29.10. 21:58:02
1,98 EUR
Geld in EUR
2,02 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
  • Basispreis
    64,0875 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %
    44,91%
  • Knock-Out-Barriere
    61,1846 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %
    38,35%
  • Hebel 2,19x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Liebe Leser,

gestern hat Big Blue IBM bekanntgegeben, die Sparte für Sparte für Managed Infrastructure Services abzuspalten. IBM wird zur wachstumsstarken Cloud-Company. Ein Pure-Play für die Internet-Strukturen der Zukunft. Ich halte das für eine gute Idee und habe die Aktie gestern gekauft. Schlankere Firmenstrukturen bieten in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld oft den entscheidenden Vorteil. Ich erwarte, dass die Börse meine Sichtweise bald teilt. Das gestern aufgerissene Gap muss verteidigt werden. Sonst würde ich die Position wieder schließen.

Irgendwann wird fast jeder Konzern vom Tiger zum Bettvorleger. Sie entwickeln sich zu schwerfälligen Tankern, die unfähig sind, neuartige Produkte zu entwickeln. Konzerne spezialisieren sich irgendwann auf adaptive Verbesserungen. Warum das so ist, kann ich als Ökonom einfach beantworten. Über meine Antwort könnte ich auch eine mehr als hundertseitige Herleitung schreiben, aber ich konzentriere mich hier auf das Fazit.

a) Innovationen werden von einzelnen Menschen angetrieben. Beispiele sind Elon Musk, Jeff Bezos oder auch Marc Zuckerberg. Wenn Konzerne innovativ sein wollen, müssen sie einzelnen talentierten Menschen sehr viel Geld und sehr viel Macht geben. Weil in Konzernen aber ein ständiger Kampf um Kompetenzen und Hierarchie-Ebenen tobt, findet das in der Regel nicht statt. Kein Manager gibt einem Entwickler, der erst seit einem Jahr dabei ist, Entscheidungsgewalt über zweistellige Millionen-Budgets und dutzende Mitarbeiter

b) Der Kündigungsschutz ist ein wichtiges soziales Instrument und der Traum jedes Arbeitnehmers mit vorhandener Festanstellung. Ein Konzern, der nur schwer Leute entlassen kann, startet ungern innovative Projekte. Eine Abteilung mit 100 Mitarbeitern aufbauen, um eine neue Technologie zu entwickeln und wenn es nicht funktioniert, die Mitarbeiter dann einfach wieder entlassen? Geht in Deutschland nicht. Der Kündigungsschutz ist der Feind von disruptiven Innovationen in Konzernen.

Wenn sich IBM nun aufspaltet, dann bedeutet das zumindest ein bisschen mehr Flexibilität. Manager werden im Cloud-Geschäft agiler agieren können als in dem derzeitigen Konzernkonstrukt. Dass diese Flexibilität für Aktionäre sehr wertsteigernd sein kann, hat zum Beispiel die Paypal-Abspaltung von eBay bewiesen.

Das neue IBM wird vom Start weg mit wiederkehrenden Umsatzerlösen von 50 % arbeiten können. Die Cloud-Ökonomie begünstigt die Abo-Ökonomie. Ein Modell, das Firmen wie Microsoft und Adobe zur Perfektion getrieben haben. Wer mit Produkten wie Adobe Photoshop oder Microsoft Teams flüssig arbeiten möchte, kommt an monatlichen Zahlungen nicht vorbei. Weil wiederkehrende Zahlungsströme Aktionären hohe Sicherheit bieten, werden Aktien mit Abo-Geschäftsmodellen in der Regel hoch bewertet. Der Gigant Microsoft wird mit einem 37er KGV bewertet. IBM mit einem KGV von 12,5. Und genau hier liegt die große Chance!

Andere Aktie: Nemetschek ist noch ein Tiger!

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nemetschek, die sich derzeit auf Rang 10 im TecDAX befindet. Der Spezialist für Bau-Software ist ein typischer Profiteur des Digitalisierungs-Trends, der seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie massiv an Fahrt aufnimmt.

BIM-Software von Nemetschek liefert alles aus einer Hand

Mit der BIM-Software von Nemetschek lassen sich große Bauprojekte auch vom Laptop oder vom Home-Office aus effizient planen, koordinieren und überwachen. Mit Hilfe der Nemetschek-Software können Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen und Gebäudemanager Standort-unabhängig Informationen austauschen und eng bei der Umsetzung des gesamten Bauvorhabens zusammenarbeiten. Von der interaktiven Planung am virtuellen 3D-Modell bis zur Fertigstellung behält man dabei stets den Überblick über den Stand der einzelnen Planungs- und Projektabschnitte. Da man dank der 5-BIM-Software-Suite von Nemetschek auch Schlüssel-Faktoren wie Zeit und Kosten stets im Blick behält, lassen sich außerdem teure Fehlkalkulationen vermeiden.

Nachfrage nach BIM-Software zieht weiter an -Robuste Ergebnisentwicklung in Q2

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen neuen Anforderungen bei der Umsetzung von Großprojekten dürften viele Bauunternehmen und Architekten vom klassischen Reißbrett auf BIM-Software und digitale Lösungen umsteigen. Neben deutlichen Effizienz- und Kostenvorteilen bei der Umsetzung von Bau- und Infrastrukturprojekten spricht der nach wie vor geringe Digitalisierungs-Grad in der Baubranche für dieses Szenario. Daher trauen die Experten von Markets&Markets dem Markt für BIM-Software bis 2025 jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich 14,5% zu. Auch Nemetschek blieb zuletzt von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht verschont. Mit einem leichten Umsatzanstieg und einem operativen Ergebnisplus von knapp 2% schnitt man im abgelaufenen Q2 dennoch leicht besser als vom Marktkonsens erwartet ab. Sehr stark entwickelten sich die wiederkehrenden Erlöse aus Software-Serviceverträgen und Subskription, die im abgelaufenen Q2 um satte 21,5% verbessert werden konnten.

Umstellung auf Software-Abo-Modell soll Profitabilität verbessern - Barclays hebt den Daumen!

Nemetschek treibt unter der Ägide des seit Jahresbeginn amtierenden neuen CEO Axel Kaufmann die Umstellung auf ein Abo-basiertes Vertriebsmodell konsequent voran. Damit macht man sich dank planbarer, wiederkehrender Umsatzerlöse unabhängiger vom eher zyklischen Geschäft mit dem Verkauf von Software-Lizenzen und steigert gleichzeitig die Profitabilität. Denn mit einem Abo-basierten Vertriebsmodell lassen sich auf lange Sicht deutlich höhere Margen erzielen als mit dem Verkauf von Lifetime-Software-Suites. Aktuell generiert Nemetschek knapp 60% seiner Erlöse aus abo-basierter Software, was Nemetschek trotz der aktuellen Krise in Q2 mit 28,8% eine stabile operative Marge knapp unter Vorjahresniveau bescherte. Da der Anteil der wiederkehrenden Software-Umsätze im zweiten Halbjahr weiter zulegen wird, sieht sich Nemetschek trotz der aktuellen Unsicherheiten auf Kurs, seine Jahresziele erfüllen zu können. Die Analysten von Barclays sehen daher bei Nemetschek weiter Spielraum nach oben und haben kürzlich die Einstufung von "Equal-Weight" auf "Overweight" angehoben. Das Kursziel wurde dabei von 60 auf 70 Euro erhöht.  

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trader,

Unternehmen, die es schaffen eine digitale Plattform als Anlaufstelle für bestimmte Konsumwünsche zu etablieren, verdienen sich dumm und dusslig – wie man so schön sagt. Google.de ist das strahlende Paradebeispiel für eine Plattform rund um die Internetsuche. Amazon ist eine Plattform für das Online-Shopping und Netflix für Filme. Es hat sich gezeigt, dass Konsumenten eine sehr hohe Treue zu digitalen Plattformen entwickeln, wenn sie mit dem gebotenen Service zufrieden sind. Das Mantra der Internet-Gründerjahre „die Konkurrenz ist nur einen Mausklick entfernt“ hat sich als falsch entpuppt.

Am deutschen Markt gibt es wenige Unternehmen, die eine Plattform-Strategie verfolgen. Positiv-Beispiel sind Zalando, Delivery Hero oder Scout24. Letztere möchte ich heute vorstellen, weil mir die Aktie beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten aufgefallen ist.

Der Online-Vergleichsportal-Betreiber hat sich mit seinem Kerngeschäft rund um das Immobilien-Vergleichsportal Immobilienscout24 in einer attraktiven Nische mit hohem Wachstumspotential positioniert.

Attraktives Gesamtkonzept überzeugt und stößt auf hohe Resonanz!

Angesichts der weiter grassierenden Coronavirus-Pandemie gehen Miet- und Kaufinteressenten bei der Suche nach einem passenden Wohnobjekt neue Wege und informieren sich verstärkt online über passende Angebote. Immobilienscout24 bietet hier eine passende und zeitgemäße Alternative. Mit wenigen Maus-Clicks können sich Interessenten bequem von zu Hause aus der passenden Mietwohnung oder das neue Traumhaus via PC oder Tablet aussuchen. Mit einem interaktiven Rundgang via VR-360°-Animation erspart man sich zeitaufwändige Besichtigungen und kann sich online einen perfekten Überblick über sein neues Domizil verschaffen, ohne sich der Gefahr einer Covid-19-Infektion auszusetzen. Das attraktive Gesamtkonzept und die große Reichweite machen Immobilienscout24 mit mehr als 14,8 Millionen Besuchern pro Monat zu einem der beliebtesten Immobilien-Vergleichsportale in Europa. Dies beschert Scout24 nicht nur hohe Einnahmen aus Premium-Angeboten für Makler und Immobilienverkäufer, sondern macht Scout24 auch als Werbepartner für Anzeigenkunden attraktiv.

Coronavirus-Pandemie hinterlässt ihre Spuren - Profitabilität auf hohem Niveau

Auch Scout24 blieb im ersten Halbjahr trotz der weiterhin robusten Immobiliennachfrage nicht ganz von den Auswirkungen der Krise verschont. Bei einem leichten Umsatzplus von knapp 1% verbuchte man einen operativen Ergebnisrückgang von knapp 6%, womit man jedoch im Rahmen der Erwartungen lag. Auch die Profitabilität der neuen Scout24, die sich nach dem Verkauf der gering-margigen Vergleichsportal-Angebote rund um Autoscout24 voll auf das Immobilien-Vergleichs-Portal-Angebote fokussiert, kann sich sehen lassen. Mit einer bereinigten operativen Marge von 60% arbeitet man auch in Krisenzeiten hoch profitabel.

Scout 24 will mit digitalen Immobilien- Transaktionen voll durchstarten

Da die Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen oder den eigenen Vier Wänden auch in der aktuellen Coronavirus-Krise weiter ungebrochen hoch bleibt, hat Scout24 allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Nach einem Übergangsjahr 2020, für das man einen Umsatz auf Vorjahresniveau bei einer operativen Gewinnmarge von 60% in Aussicht stellt, will man künftig mit digitalen Services für Makler, Kaufinteressenten und Immobilienverkäufer voll durchstarten Mit neuen Angeboten und Produkten will Scout24 Immobilien-Transaktionen rund um Miete, Kauf oder Vermarktung weitestgehend digitalisieren und strebt dabei eine führende Position in diesem attraktiven Zukunftsmarkt an.

Prall gefüllte Kriegskasse - Milliardenschwere Aktienrückkäufe geplant

Da man aus dem Verkauf seiner Randbereiche rund um Autoscout24 an den Finanzinvestor Hellman & Friedman für 2,9 Mrd. Euro über eine prall gefüllte Kriegskasse verfügt, hat man genügend Spielraum, um sich in diesem Segment auch durch Zukäufe zu verstärken. Auch die Aktionäre werden hiervon durch Dividendenerhöhungen und einen 1,7 Mrd. Euro schweren Aktienrückkauf profitieren. Die Experten von Goldman Sachs sehen bei Scout24 daher weiter Luft nach oben und haben kürzlich die Einstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 78,30 Euro bestätigt!

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die steigenden Corona-Neuinfektions-Zahlen lassen die Aktienmärkte erbeben. Ich setze derzeit verstärkt auf Aktien von Firmen, die mit ihren Geschäftsmodellen den Menschen in COVID-19-Zeiten helfen. Am Montag stellte ich unsere Hebelposition auf Qiagen vor. Heute schreibe ich über Shop Apotheke. Auch dieses Geschäftsmodell bietet den Menschen in Pandemie-Zeiten eine große Hilfe, denn sie müssen nicht mehr Apotheken besuchen, sondern können sich Arzneimittel direkt nach Hause schicken lassen.

Shop Apotheke: Boom ausgelöst durch Corona!

Auf dem Spitzenplatz der Trendstabilitäts-Rangliste befindet sich die Aktie der Shop Apotheke. Versandapotheken kristallisieren sich als die großen Gewinner des eCommerce-Booms in Zeiten der Coronavirus-Pandemie heraus. Viele Verbraucher kaufen angesichts der Gefahr einer möglichen Ansteckung durch die neuartige Lungenerkrankung verstärkt über das Internet ein. Neben Mode, Fashion, Elektronikartikeln oder Fertiggerichten stehen seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie auch Medikamente, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken ganz oben auf der virtuellen Einkaufsliste.

Shop Apotheke in vielen europäischen Schlüsselmärkten präsent

Der im niederländischen Venlo ansässige Anbieter hat sich in den vergangenen Jahren durch gezielte Übernahmen in vielen europäischen Kernmärkten positioniert und ist mittlerweile auch in Österreich, Frankreich, Belgien, Italien, Deutschland und der Schweiz mit einem gut sortierten Produktangebot und einem gut ausgebauten Liefernetzwerk präsent. Mit seinem breiten Sortiment mit mehr als 100.000 Markenartikeln, darunter vor allem frei verkäufliche OTC-Präparate und rezeptpflichtige Medikamente, bietet die Shop Apotheke dank zahlreicher Rabatt-Aktionen oft auch eine preiswertere Alternative zum Einkauf in überfüllten Apothekenfilialen.

Rasantes Neukundenwachstum sorgt für Marktanteilsgewinne

Auch bei Desinfektionslösungen, Atemschutzmasken und Schutzhandschuhen, ist man gut sortiert und lieferte auch zu Beginn der Pandemie dank Expressversand schnell und zuverlässig, während viele Wettbewerber gerade bei Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln mit Lieferengpässen zu kämpfen hatten. Dies bescherte der Shop Apotheke seit Beginn der Pandemie nicht nur deutliche Marktanteilsgewinne, sondern auch ein sattes Neukundenwachstum von mehr 1,3 Millionen Nutzern, womit der Kundenbestand zum Ende des ersten Halbjahres mit 5,5 Millionen einen neuen Rekordwert erreichte.

Rekordergebnisse im ersten Halbjahr - Sprung in die operative Gewinnzone!

Dies machte sich für den europäischen Branchenprimus auch beim Konzernergebnis bezahlt. Höhere Absätze bei Grippe-Medikamenten, Vitamin- und Immunpräparaten aber auch bei Atemschutzmasken, Schutzhandschuhen und Desinfektionsmitteln sorgten im ersten Halbjahr für ein deutliches Umsatzplus von 37%. Dank verbesserter Einkaufskonditionen, höherer Nettoverkaufspreise und der Optimierung des Produktvertriebs gelang es außerdem, die Profitabilität nachhaltig zu verbessern. Dies machte sich auch beim Konzernergebnis bezahlt, wobei man in Q2 mit einem Gewinn von 6,3 Mio. Euro erstmals die operative Gewinnzone erreichen konnte und damit deutlich besser als von Analysten erwartet abschnitt.

Jahresprognose angehoben - eRezept sollte Wachstum weiter antreiben!

Nach dem starken Umsatz- und Ergebnisplus im ersten Halbjahr setzt sich das Konzernmanagement auch für das Gesamtjahr höhere Ziele. So rechnet die Shop Apotheke für 2020 mit einem Umsatzplus von mindestens 30% (zuvor: mindestens 20%), während man auch im Gesamtjahr erstmals in der knapp 20-jährigen Firmengeschichte einen operativen Gewinn erreichen will. Auch mittelfristig bieten sich für die Shop Apotheke glänzende Perspektiven. Angesichts weiter steigender Neuinfektionszahlen dürfte sich das Neukundenwachstum auch in den kommenden Quartalen weiter dynamisch entwickeln. Zusätzliche Impulse verspricht die Einführung des eRezepts, mit dem der Online-Kauf von rezeptpflichtigen Medikamenten ab Mitte 2021 deutlich vereinfacht wird. Vor diesem Hintergrund haben die Experten der Berenberg Bank zuletzt ihr Kursziel für die Shop Apotheke mit 175 Euro bestätigt und die Einstufung weiter auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

früher handelte ich hauptsächlich deutsche Aktien. Vor 15 Jahren waren die Kurslisten noch mit vielen spannenden Titeln gefüllt. Wer heute als Aktionär Firmen sucht, die ganz vorne bei der Gestaltung der Zukunft mitmischen, wird eigentlich nur noch auf dem US-Markt fündig. Eine der wenigen Ausnahmen ist LPKF Laser. Ich stelle die Aktie in meinem heutigen Beitrag ausführlich vor.

Gestern hat sich Marc Zuckerberg vor die Kamera gestellt und im Live-Stream über seine Visionen für Virtual -und Augmented Reality gesprochen. Er betrachtet Virtual Reality als die nächste große Welle der Computertechnologie, die sich nach Desktop und Smartphone nun ebenfalls bald exponentiell verbreiten wird. Facebook investiert massiv in diese Technologie.

In dem Live Stream wurde von einem Facebook-Entwickler eine Brille mit einem Augmented-Reality-Navigationssystem vorgestellt. Der zu gehende Weg wird einfach in die reale Welt eingezeichnet. Das sieht cool aus. Ich halte Marc Zuckerberg für einen herausragenden CEO und bin in der Aktie investiert. Nach der Korrektur der letzten Tage liebäugle ich auch damit, eine Trading-Position zu eröffnen.

LPKF Laser: Eine der wenigen Lichtblicke am deutschen Hightech-Himmel

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von LPKF Laser, die sich mittlerweile auf Rang 14 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat. Der Technologiekonzern hat sich in den vergangenen Jahren als Spezialist für laserbasierte Systemlösungen im Technologiesektor einen Namen gemacht. Eingesetzt werden die Lasersysteme vor allem zur Herstellung von Solarmodulen, in der Chip- und Halbleiterindustrie aber auch im Bereich Consumer Electronic und hier speziell bei der Herstellung von Smartphones zum Einsatz kommt.

LIDE-Verfahren eröffnet neue Wachstumsperspektiven!

Frische Impulse verspricht bei LPKF Laser ein neues Verfahren zur Bearbeitung von Glas- und Displayoberflächen, das der Konzern vor einiger Zeit entwickelt hat. Mit der so genannten Laser Induced Deep Etching -(LIDE) Technologie lassen sich Glasoberflächen mit Hilfe von Laserimpulsen nicht nur schnell und präzise bearbeiten. Durch den Einsatz der LIDE-Technologie sind beim Bearbeitungsprozess im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren Beschädigungen wie Mikrorisse oder Kratzer ausgeschlossen, was deutliche Kostenvorteile bei der Display-Herstellung ermöglicht. Gleichzeitig eröffnet das LIDE-Verfahren ein breites Spektrum an neuen Gestaltungsmöglichkeiten für Dünnglas-Anwendungen speziell im Display-Segment. So lassen sich mit Hilfe der LIDE-Technologie faltbare Smartphone-Displays realisieren, die im Gegensatz zu herkömmlichen Displays nicht nur deutlich robuster sind, sondern im aufgeklappten Zustand, über ein deutlich größere Display-Fläche als herkömmliche Smartphones verfügen. Smartphone-Hersteller wie Samsung Electronics haben dieses attraktive neue Segment bereits für sich entdeckt, wobei die neuen Modellreihen wie das Galaxy Fold II oder Galaxy Z-Flip, die mit bis zu 2.000 USD im oberen Preissegment angesiedelt sind, vor allem bei kaufkräftigen jüngeren Kunden gefragt sind. Auch andere Hersteller wie Motorola, ZTE, Xiaomi oder Huawei haben mittlerweile nachgezogen und werden in den kommenden Monaten weitere faltbare Smartphone-Modelle auf den Markt bringen.

Positioniert sich LPKF dank LIDE-Verfahren als Systemlieferant für die Display- und Halbleiterindustrie?

LPKF Laser hat damit gute Chancen, sich mit seiner LIDE-Technologie als Systemlieferant für die Display-Industrie zu positionieren. In diesem Zusammenhang konnte man Mitte Mai dieses Jahres mit einer Lizenzpartnerschaft mit Nippon Electric Glass einen wichtigen Meilenstein erzielen. Nippon Electric Glass, einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialglas, wird das neue LIDE-Verfahren zur Herstellung von Deckglas, Substratglas und anderen Glaskomponenten für die Display-Fertigung verwenden. Bewährt sich dieses Verfahren, dürfte der japanische Display-Spezialist weitere Vitrion-Systeme, über die das LIDE-Verfahren realisiert wird, bei LPKF Laser ordern. Auch in anderen Bereichen wie beispielsweise in der Halbleiterindustrie stößt das neue Verfahren auf große Resonanz. So lassen sich mit Hilfe des LIDE-Verfahrens auch Glaswafer für die Chipfertigung schnell und effizient bearbeiten. In diesem Zusammenhang hatte LPKF Laser bereits im Dezember vergangenen Jahres einen ersten Auftrag eines weltweit führenden Chipherstellers an Land ziehen. LPKF-Laser-Vorstandschef Götz Bendele rechnet sich daher gute Chancen aus, dass sich LPKF Laser auch in der Halbleiterindustrie als Systemlieferant etablieren kann, da das LIDE-Verfahren bedeutende Vorteile für die Massenfertigung von Halbleiterkomponenten aus Dünnglas bietet.

Coronavirus-Krise belastet temporär

Trotz der starken Aussichten in Zusammenhang mit der neuen LIDE-Technologie hat auch LPKF Laser im aktuellen Marktumfeld mit Problemen zu kämpfen. So musste man in Q2 einen Umsatzrückgang von knapp 16% hinnehmen. Dank konsequent umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen gelang es LPKF Laser jedoch, den operativen Gewinn um 30% zu verbessern, womit man besser als erwartet abgeschnitten hatte. Angesichts der nach wie vor anhaltenden Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie rechnet man auch für das laufende Q3 mit einem deutlicheren Umsatzrückgang, sieht sich jedoch angesichts der sich abzeichnenden breiten Wirtschaftserholung auf Kurs, um im Gesamtjahr schwarze Zahlen schreiben zu können.

Ambitionierte Mittelfristprognose - Hauck & Aufhäuser bestätigt mit Buy!

Mittelfristig dürfte sich die neue LIDE-Technologie für LPKF Laser als Game-Changer erweisen und Umsatz und Ergebnis in den kommenden Jahren deutlich ankurbeln. So hat LPKF Laser seine ambitionierte Mittelfrist-Prognose trotz der zuletzt eher gedämpften Aussichten für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Demnach peilt man bis 2024 Umsatzerlöse von mehr als 360 Mio. Euro an, während die bereinigte operative Gewinnmarge bei knapp 25% liegen soll. In 2019 hatte LPKF Laser einen Konzernumsatz von knapp 140 Mio. Euro erlöst, während die operative Marge im Vorjahr lediglich bei 13,7% gelegen hatte. Die Experten von Hauck & Aufhäuser haben die Einstufung zuletzt mit "Buy" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 40 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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