Blog Trades

Liebe Leser,

nun ist auch mein Depotwert MTU dem Crash am Aktienmarkt zum Opfer gefallen. Ich musste die Aktie bzw. den Discounter auf die Aktie verkaufen, weil MTU am Montag zu Börsenschluss nicht mehr auf den ersten drei Plätzen der Trendstabilitäts-Rangliste verweilte.  Gemäß dem Regelwerk müssen Aktien das Depot verlassen, wenn sie ihr trendstabiles Verhalten im Vergleich zum restlichen Markt verlieren. Hier ist die Verkaufsbestätigung aus dem Orderbuch meiner Volksbank.



Damit verbleiben nur noch 2 Depotwerte. Nämlich jeweils ein Hebel-Zertifikat auf die Deutsche Börse AG und auf TAG Immobilien. Das Trendfolge-Regelwerk sieht vor, dass neue Positionen nur dann aufgenommen werden können, wenn der jeweilige Markt über seinem GD 200 notiert (Marktampel grün). Davon sind wir aktuell meilenweit entfernt. Der DAX notiert -11,9% unter seinem GD 200. Anstelle von MTU wird daher kein neuer Wert mit aufgenommen.

Rückblickend auf das Börsenjahr 2018 kann ich sagen, dass die Marktampel der beste Schutzmechanismus überhaupt war, um mein Depot vor den immensen Kursverlusten zu bewahren, die in den letzten Wochen stattgefunden haben. Ohne die Marktampel wären die Verluste vermutlich verheerend gewesen. Sie hat ihren Zweck damit gut erfüllt.

Vorausschauend auf das Jahr 2019 kann es für mein Trendfolge-Depot optimal laufen, insbesondere dann, wenn die Märkte noch eine Etage tiefer gehen. Das Regelwerk würde wieder Positionen zulassen, wenn die Indizes DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ihre gleitenden Durschnitte 200 zurückerobern. Dann würde ich wieder bei den trendstabilsten Aktien einsteigen. Nach so einer intensiven Marktbereinigung, wie sie derzeit stattfindet, dürfte dann der Weg für neue stabile Rallyebewegungen geebnet sein.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir bei der Durchsicht der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Scout24, die sich aktuell auf Rang 8 der Gesamtauswahl befindet. Scout24 ist ein typischer Digitalisierungsprofiteur. Denn viele Konsumenten nutzen mittlerweile lieber den heimischen PC oder das Tablet und gehen bei Vergleichsportalen wie Autoscout24 auf die Suche nach dem passenden fahrbaren Untersatz. Damit muss man sich nicht stundenlang durch zahlreiche Autohäuser auf der Suche nach einem passenden Neu- oder Gebrauchtwagen quälen. Auch bei der Suche nach einer neuen Wohnung oder der passenden Immobilie bietet man mit Immobilienscout24 den passenden Online-Marktplatz, auf dem sich Interessenten Online das passende Objekt aus einer Vielzahl verschiedener Inserate auswählen können. Passend dazu hat sich Scout24 mit der Übernahme des Kreditvergleichsportals Finanzcheck im Bereich Immobilienfinanzierungen und Privatkundenkredite verstärkt und damit sein Angebot bei Finanzierungsangeboten weiter ausgebaut und ergänzt. Dies scheint auch bei anderen Interessenten Begehrlichkeiten zu wecken. Medienberichten zufolge sind demnach Finanzinvestoren wie Silver Lake Partners an einer Übernahme von Scout24 interessiert Die Analysten von Exane BNP haben das Kursziel für die Aktie zuletzt von 34 auf 41 Euro angehoben und die Einstufung von "Underperform" auf "Neutral" erhöht.

Vonovia ist auf Rang 5 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 vorgerückt. Der Wohnimmobilienkonzern hat sich in den vergangenen Jahren durch gezielte Übernahmen mit mehr als 400.000 Wohneinheiten als führender Anbieter auf dem deutschen Markt etabliert. Dank der Übernahme der österreichischen Buwog und der schwedischen Victoria Park Holding ist Vonovia mittlerweile auch im europäischen Ausland präsent und fokussiert sich auch hier auf bevölkerungsreiche Metropolen und Großstädte. Dies macht sich für den deutschen Branchenprimus bezahlt, da man zuletzt dank höherer Miteinnahmen in 3. Quartal besser als erwartet abgeschnitten hatte. Für 2018 und das kommende Fiskaljahr zeigte man sich optimistisch und peilt jeweils dank steigender Mieteinnahmen eine weitere Verbesserung beim bereinigten operativen Konzernergebnis an. Dabei setzt man weiter auf Zukäufe und will sein Portfolio vor allem im Ausland weiter ausbauen. Bei den Analysten kommt die Strategie von Vonovia gut an. Kürzlich hatten die Experten von Kepler Chevreux das Kursziel mit 53 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Liebe Trendfolge-Trader,

unglaublich. Ich habe gerade meinen Augen nicht getraut. Die Marktampeln im DAX und EuroStoxx 50 stehen tatsächlich weiterhin auf Rot. Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht, weil ich derzeit sehr aktiv am US-Markt handle. Dort spielt die Musik. US-Aktien wie AMD befinden sich im entfesselten Rally-Modus und erklimmen nahezu täglich neue Hochs. In Europa und am deutschen Markt spielt die Musik derzeit definitiv nicht, es herrscht eher eine Totenstille. Die beiden Leitindizes notieren unter ihren 200er gleitenden Durchschnitten.

Es gibt drei Änderungen in meinem realen 100.000 € Trading-Depot. AMSL und der Discounter auf Rocket Internet werden gemäß unserem Regelwerk verkauft, weil die Aktien nicht mehr auf den vorderen 3 Plätzen der Trendstabilitäts-Ranglisten verweilen. MTU steigt als Basiswert neu ins Depot auf, weil die Aktie im MDAX den zweiten Ranglisten-Platz erobert hat. Der MDAX ist der einzige der 3 Indizes, die eine grüne Marktampel vorweisen können. Ich habe diesen Trade über ein Discount-Zertifikat (WKN DDE905) abgebildet, das mir einen Nachlass in Höhe von etwa 3 % auf den aktuellen Kurs gibt. Das Cap bei 225 € lässt genügend Luft nach oben. Liebe Leser, wie Sie sicher gemerkt haben, habe ich mich mit den Transaktionen dieses Mal 2 Tage später als üblich gemeldet. Das liegt daran, dass ich im Urlaub bin und auf Tagesausflügen war. Ich schreibe diesen Text gerade von der Terrasse meine Suite, die sich nur etwa 100 Meter von der spanischen Atlantikküste entfernt befindet. Mich stört die Arbeit im Urlaub nicht. Das Schreiben gefällt mir sogar. Ich denke viel eher darüber nach wie ich eine so entspannende und inspirierende Kulisse während der Arbeit dauerhaft haben kann…Ich könnte hier ganze Romane schreiben.

Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank

Was gibt es sonst noch für spannende Entwicklungen in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Beim Screening der Trendstabilitätsranglisten sind mir vor allem Ölwerte aufgefallen. So haben sich zuletzt TOTAL und ENI auf Rang 2 und 3 im EuroStoxx 50 nach vorne gearbeitet. Ein Blick auf die Entwicklung der Ölpreisnotierungen der vergangenen Monate macht klar, warum das so ist. Der Ölpreis kann seit mehr als zwei Jahren deutlich zulegen und konsolidiert seit einigen Monaten im Bereich seines Jahreshochs Dies beschert Schwergewichten wie der französischen TOTAL hohe Gewinnzuwächse. Im abgelaufenen Q2 konnten die Franzosen mit einem Plus von 44% beim bereinigten Nettogewinn auf 3,6 Mrd. USD überzeugen. Mit zum unerwartet starken Ergebnisanstieg beigetragen hatte neben höheren Ölpreisen auch höhere Fördermengen. Dank der Erschließung neuer Öllagerstädten und Zukäufen gelang es, die Ölproduktion um 8,7% zu steigern. Für das Gesamtjahr peilt TOTAL ebenfalls eine deutliche Steigerung der Fördermenge an. Die Aktionäre werden von der starken Erholung der Ölpreise profitieren. Bis 2020 will TOTAL seine Dividendenausschüttungen jährlich um 10% erhöhen und gleichzeitig eigene Aktien im Wert von bis zu 5 Mrd. USD zurückkaufen. Mit 4,1% weist TOTAL ohnehin eine attraktive Dividendenrendite auf und ist mit einem KGV (18(e) von 13,4 außerdem moderat bewertet.

In der Trendstabilitätsauswahl-Rangliste im DAX hat sich mein Realgelddepotwert Deutsche Börse an die Spitze vorgearbeitet. Ich bin über einen Mini-Future (WKN DGQ7TE) long. 6 % beträgt nun das Plus. Einer der fundamentalen Treiber bleiben die Aussichten im Euro-Clearing-Segment, da ein ungeregeltes Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union immer wahrscheinlicher wird. Bei einem „harten Brexit“ wäre London als zentraler Standort für das Euro-Clearing nicht mehr zu halten. Damit ist Frankfurt als führender Finanzplatz in der Eurozone der Favorit für die Clearing-Abwicklung von Euro-Wertpapieren. Das würde der Deutsche Börse-Tochter Eurex-Clearing einen signifikanten Anstieg des täglichen Clearing-Volumens von derzeit rund 40 Mrd. Euro auf etwa 250 Mrd. Euro bescheren, so die internen Schätzungen. Auch sonst bleiben die Aussichten für die Deutsche Börse vielversprechend. Denn die vom neuen CEO Weimer implementierte neue Wachstumsstrategie trägt Früchte, was die zuletzt besser als erwartet ausgefallenen Q2-Zahlen belegen. Die UBS sieht bei der Deutschen Börse weiteres Aufwärtspotential und hat das Kursziel für die Aktie mit 130 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Discount 225 2019/06: Basiswert MTU Aero Engines

DDE905 /
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Liebe Trendfolge-Trader,

am Montag habe ich die Trendstabilitäts-Ranglisten nach Börsenschluss dahingehend geprüft, ob ich Änderungen am Depot vornehmen muss. Die bestehenden Depotwerte bleiben erst einmal im Depot drin. Sie befinden sich alle auf den Ranglistenplätzen 1 bis 3 der jeweiligen Indizes. Der einzige Index, dessen Marktampel grünes Licht zeigt, ist der MDAX. TAG Immobilien führt die Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX an. Die Aktie befindet sich bereits über einen Endlos-Turbo-Long in meinem Depot, der seit Aufnahme mittlerweile um +25% zulegen konnte. Auf Ranglistenplatz 2 der Trendstabilitäts-Rangliste folgt Rocket Internet. Gemäß dem Regelwerk muss ich diesen Basiswert nun kaufen. Ich bilde die Rocket Internet Position über das Discount-Zertifikat mit der WKN DD9345 ab, das mir den Einstieg in die Rocket Internet Aktie um etwa 4% vergünstigt. Der Cap liegt bei 35 Euro.

An Oliver Samwer, dem Gründer und CEO von Rocket Internet, scheiden sich die Geister. Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass er als Plagiator begann. Mit seinen Brüdern konzentrierte sich Samwer darauf, erfolgreiche Internet-Geschäftsmodelle aus den USA zu kopieren und auf dem deutschen Markt einzuführen. Bekanntheit erlangten die Samwer-Brüder mit der Gründung von Alando im Jahr 1999. Es handelte sich um einen Ebay-Klon, den sie 100 Tage später für 50 Millionen Euro an Ebay verkaufen konnten. Die von den Samwer-Brüdern im August 2000 gegründete Jamba GmBH, die über die Musikkanäle MTV und VIVA massenhaft Handy-Klingeltöne an die Hauptzielgruppe Teenager vertrieb, konnte 2004 für 273 Millionen Euro an Verisign abgestoßen werden. Rocket Internet hat als sogenannter „Company-Builder“ Firmengründungen als Prozess systematisiert. Neue Unternehmen zieht Rocket wie am Fließband hoch und stattet sie bei Erfolg mit weiterem Kapital aus.

Die Kritik, die auf Rocket Internet einprasselt, ist nicht immer ganz fair, finde ich. Die Samwer-Brüder werden oft als Totengräber des Unternehmertums bezeichnet, weil sie bestehende Geschäftsmodelle mit knallharter Effizienz aufgreifen und weiterentwickeln. Betroffene Firmen, die von Rocket Internet überrollt werden, bellen dann natürlich. Die Kritiker übersehen, dass Rocket Internet ein hochinnovatives Unternehmen ist. Denn auch die Prozessinnovation ist eine wichtige Komponente des Unternehmertums. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das Mind-Set von Rocket Internet genau das ist, was Deutschland derzeit in der Summe fehlt. Eine Geschäftsidee ist erst einmal wertlos. Erst wenn ein Unternehmer die Idee umsetzt und ein Produkt daraus entwickelt, findet Wertschöpfung statt.  All die tollen Erfindungen, Gedankenspiele und Produktideen von deutschen Ingenieuren und Erfindern werden wieder in der Vergessenheit verschwinden, wenn sich nicht ein Unternehmer findet, der die Idee zu einem marktreifen Produkt entwickelt. Weil Rocket Internet den Prozess, aus Ideen große Geschäfte zu machen, perfektioniert hat, bin ich mittlerweile Fan der Firma geworden.

Stärke zeigte zuletzt auch die Aktie von LVMH, die aktuell auf Rang 6 in der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste zu finden ist. Zuletzt stellte der französische Luxusgüterkonzern seine Ausnahmestellung im Luxusgütersegment mit einem kräftigen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr eindrucksvoll unter Beweis. Bei einem Umsatzplus von 10% (organisch: +12%) auf 21,80 Mrd. Euro überzeugte man unter dem Strich mit einem kräftigen Anstieg von 41% auf 3,00 Mrd. Euro beim Nettogewinn. Treiber bei LVMH bleibt ganz klar der chinesische Markt. Denn hier sorgt die stark wachsende Oberschicht für hohe Absätze bei Luxusgütern aller Art. Vor allem junge, gutverdienende Chinesen leisten sich hochpreisige Mode- und Fashionartikel, Parfums und Kosmetikprodukte. Auch Luxusuhren und Schmuck sind als Statussymbol oder als Präsent bei besonderen Anlässen beliebt. LVMH ist hier mit seinen mehr als 70 Premiummarken bestens aufgestellt und bemüht sich, mit neuen Produktlinien bei der kaufkräftigen Kundschaft zu punkten. Unter anderem will man gemeinsam mit dem italienischen Label Marcolin ins Luxus-Brillensegment einsteigen. Auch die Analysten der Credit Suisse sehen bei LVMH noch weiteres Aufwärtspotenzial und haben das Kursziel für die Aktie deutlich von 290 auf 350 Euro angehoben. Die Einstufung wurde mit "Outperform" bestätigt. Ich persönlich halte die Aktie von LVMH für sehr aussichtsreich.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Discount 35 2019/06: Basiswert Rocket Internet

DD9345 /
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Liebe Trader,

es sind spannende Zeiten. Die internationalen Beziehungen und Handelsregeln zwischen den großen Wirtschaftsmächten werden neu ausgelotet. Unser Trendfolge-System zieht sich nun wieder zurück und erhöht den Investitionsgrad, denn die Marktampeln stehen für alle 3 Indizes auf Rot. Am Montag war wieder Stichtag für die neuen Depotumschichtungen. Neue Aktien können nicht ins Depot aufgenommen werden, wegen der roten Marktampel. Aber bestehende Depotwerte, die unter Rang 3 fallen, werden verkauft. Mein Depotwert Infineon befindet sich nicht mehr unter den Top-3 der trendstabilsten Aktien im DAX. Also ich habe ich bei meiner Volksbank eine Verkaufsorder für die Position aufgegeben.



Die Performance unseres Trading-Systems ein Jahr nach dem Start beträgt knapp 4 %. Das ist nicht sehr eindrucksvoll, aber auch der DAX hat stagniert, von daher ist die Performance auch nicht tragisch. Seit mehr als einem Jahr läuft der Gesamtmarkt seitwärts. Es gibt keine nachhaltigen Trends, die sich ausbilden. Unserem Trendfolge-Konzept sind somit die gewissermaßen die Hände gebunden.

Der Ausgang des Handelskonflikts ist ungewiss. Für den Fall, dass China nicht nachgibt und den eigenen Markt öffnet, hat Trump heute weitere Strafzölle in Höhe von 200 Mrd. USD auf chinesische Importe angekündigt. Der DAX hat sofort mit Kursverlusten reagiert. Ähnlich kritisch sieht es bei den deutsche-amerikanischen-Wirtschaftsbeziehungen aus. Trump fordert Deutschland dazu auf, die Verteidigungsausgaben auf 2 % des BIPs zu erhöhen. Wenn sich Deutschland weigert, könnte die Antwort Strafzölle auf Autoimporte sein. Es bleibt festzuhalten, dass der Markt innerhalb von Minuten durch politische Statements massiv bewegt werden kann.

Die Lage mag verworren erscheinen, jedoch gilt die Regel: Je länger ein Markt konsolidiert hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wieder stabile, neue Trends entstehen können. Das ist dann auch meine Hoffnung für den Herbst 2018. In meiner perfekten Wunschwelt hat China dann den eigenen Markt für ausländische Konzerne geöffnet und Europa hat dem Trump-Vorschlag einer G7-Freihandelszone zugestimmt. Dann könnte die Weltwirtschaft voll an Fahrt aufnehmen. Und dann würde auch wieder ein Marktumfeld vorherrschen, das für unser Trendfolge-Konzept vielversprechend ist.

Bis dahin macht es für Trader Sinn, sich auf Aktien zu konzentrieren, die vom Handelskrieg kaum betroffen sind. Die Internet-Portal-Aktien rund um Hellofresh, Zalando, Rocket Internet oder Scout 24 hatte ich bereits genannt.

Kaum betroffen sein dürfte auch das Luxusgütersegment. Strafzölle haben hier kaum negative Auswirkungen. Wer sich eine Luxus-Uhr, sündhaft teuren Schmuck oder die neueste Haut-Couture für die Frau Gemahlin für umgerechnet mehrere tausend Euro leisten kann, für den sind höhere Importzölle kein Hindernis. LVMH profitiert mit seinen mehr als 70 Marken überdurchschnittlich vom Luxus-Boom. Die Aktie im Euro Stoxx 50 derzeit auf Rang 2 unserer Trendstabilitäts-Rangliste. Laut einer Studie von Bain Capital ist vor allem die kaufkräftige jüngere Generation in China für den globalen Absatzboom bei hochpreisigen Luxusartikeln verantwortlich. Dabei nutzen junge kaufkräftige Chinesen laut Bain Capital bevorzugt Urlaubstrips, um im Ausland bei Luxusartikeln auf Shopping-Tour zu gehen.

Fazit: Im Seitwärtstrend der letzten Monate konnte unser Trendfolge-System keinen Blumentopf gewinnen. Wir Trendfolger müssen auf einen stabilen Markt mit klaren Trends warten.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Hallo Trader,

ich bin gerade hin- und hergerissen, ob ich jetzt gleich um 16:00 Uhr lieber der Börse oder doch lieber den Fußballern zuschauen soll. Als Zuschauer wartet auch mich beides Mal Nervenkitzel, Spaß und Spannung. Ich werde mich natürlich für das Fußballspiel entscheiden, denn an der Börse habe ich heute bereits eine fulminante Intraday-Rally erlebt. Mein Unterhaltungsbedarf im Bereich Börse ist damit für heute gedeckt. Was war geschehen?

Heute Morgen ging der DAX sofort wieder in den freien Fall über. Es sind weiterhin vor allem die zyklischen Sektoren, zum Beispiel Autowerte, die für die höchsten Verluste verantwortlich zeichnen. Selten ließ sich die Ursache für Kursverluste so klar benennen wie in diesen Tagen. Es sind die Spielzüge der großen Wirtschaftsnationen in Sachen Handelskonflikt, die die Kurse maßgeblich bestimmen. Und so kam es heute, dass der DAX von etwa -1% am Vormittag wieder auf +1% anzog, nachdem über die Nachrichten-Ticker lief, dass US-Präsident Trump von starken Maßnahmen gegen chinesische Investitionen in den USA erst einmal absieht.

Am Montag war auch wieder der Umschichtungstermin und basierend auf den Trendstabilitäts-Ranglisten habe ich die Zusammensetzung meines realen 100.000 € Trendfolge-Depots überprüft. Die Marktampeln waren für alle 3 Indizes DAX, MDAX und Euro Stoxx 50 auf Rot, so dass ich schon vorab wusste, dass keine neuen Titel aufgenommen werden können. Es stand also nur zur Disposition welche Aktien verkauft werden müssen.

Verkauft werden muss die Aktie der Norma Group, weil der Titel nicht mehr in der Top 3 der trendstabilsten Aktien im MDAX vertreten ist. Zudem ist das Discount-Zertifikat auf LVMH abgelaufen. Ich erhielt eine Geldgutschrift auf das Konto meiner Volksbank. Weil die Marktampeln auf Rot stehen, wird die Position nicht neu besetzt. Hier sehen Sie die entsprechenden Depotumsätze:



Unser Trendfolge-System kommt mit den heftigen Ausschlägen der politischen Börse gerade nicht gut klar. Die Gesamtperformance ist auf +3,6% gefallen. Die genaue Performance-Angabe kann ich erst am Freitag machen, wenn alle Abrechnungen vorliegen. Es bilden sich derzeit keine nachhaltigen Trends heraus, die über mehrere Wochen und Monate anhalten. Das torpediert die Performance.

Gut schlagen sich in meinem Trendfolge-Depot TAG Immobilien und die Deutsche Börse AG. Beide Titel verteidigen ihre führende Stellung in den Ranglisten. In der volatilen Marktphase kam es innerhalb der Trendstabilitäts-Ranglisten zu teilweise heftigen Verwerfungen. Vor allem Zykliker aus dem Automobilsektor rutschten angesichts des drohenden Handelskonflikts deutlich ab. Eine positive Ausnahme ist jedoch die Aktie von Scout24, die sich zuletzt auf Rang 2 der Gesamtauswahl vorgearbeitet hat. Scout24 ist ein Anbieter von Online-Vergleichsportalen rund um Autos und Immobilien und nimmt mit Autoscout24 und Immobilienscout24 auf dem deutschen Markt die führende Position ein. Geld verdient Scout24 vor allem durch Gebühren für Verkaufsanzeigen gewerblicher Autoverkäufer und Immobilienanbieter. Umfangreiche Zusatzangebote wie Bonitätschecks oder Auto- und Immobilienfinanzierungsangebote sowie das Werbeanzeigengeschäft machen Scout24 zu einem typischen Digitalisierungsprofiteur. Nach der jüngst erfolgten Aufnahme in den MDAX rückt die Aktie nun verstärkt in den Fokus institutioneller Anleger.

Fazit: Es ist eine unangenehme Zeit für uns Trendfolge-Trader. Der von politischen Entscheidungen ausgelöste Zickzack-Kurs der Märkte belastet derzeit mein Depot.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Weiter Blogbeiträge

Wochenberichte | Trades | Kommentare