Besser Traden mit System - Der Blog

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Liebe Leser,

der Aktienmarkt ist wieder im Panik-Modus. Zu Recht. Wir haben bei TraderFox in unseren Trading-Depots die Cashquoten auf etwa 70% nach oben gefahren und halten nur noch Aktien von Firmen, die mit ihren Geschäftsmodellen den Menschen in der Pandemie helfen können.

Ein zweiter Lockdown würde vielen Wirtschaftsakteuren das Genick brechen. Zweitrunden-Effekte spielen nun eine wichtige Rolle. Der Einzelhändler, der seit vielen Monaten keine Miete bezahlt, bedroht nun auch die Existenz des Immobilien-Besitzers. Industrie-Firmen, die leere Auftragsbücher haben, stornieren oder verschieben nun ihre IT-Projekte. SAP und Cancom musste schwache Ausblicke melden.

Wie letzte Woche geschrieben: Cash ist King! Es gibt wenige Titel, die als Long-Position interessant sind. Qiagen gehört dazu. Aber es ist kein Selbstläufer mehr. Auch bei den COVID-19-Tests werden bald Produktions-Überkapazitäten aufgebaut sein. Die Chance bei Qiagen ist, dass man zu den Technologieführern gehört und von einer Modernisierung der gesamten Test-Labor-Ausstattung profitieren kann.

QIAGEN liefert das passende Equipment zur Durchführung von COVID-Massentests!

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von QIAGEN, die sich derzeit auf Rang 6 der Gesamtauswahl befindet. Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Wochen weltweit dramatisch an, was eine zweite Coronavirus-Welle mit einem weiteren flächendeckenden Lockdown immer wahrscheinlicher macht. Um die Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung möglichst schnell einzudämmen, setzen viele Staaten auf eine die Durchführung flächendeckender Coronavirus-Tests. Passende Lösungen zum Nachweis der neuartigen Lungenerkrankung liefert der Gen-Diagnostik-Spezialist QIAGEN, der über eine breite Auswahl von Covid-19-Test-Kits verfügt.

Ziel sind schnelle Testergebnisse!

Mit dem erst Anfang Oktober vorgestellten Testkit QIAprep& Viral RNA UM lässt sich die Durchführung von PCR-Tests nicht nur erheblich vereinfachen und beschleunigen. Dank eines deutlich verbesserten Workflows lässt sich mit dem neuen PCR-Testkit die Auswertung von 3 Stunden bei herkömmlichen PCR-Tests auf 1 Stunde verkürzen, wobei im Schichtbetrieb bis zu 2.600 Proben pro Cycler verarbeitet werden können. Damit lassen sich Massentests in einem überschaubaren Zeitrahmen durchführen, zumal das neue Test-Kit von QIAGEN eine vergleichbare oder sogar höhere Erkennungsrate aufweist, als reguläre PCR-Workflows. Dieses neue Verfahren ist damit bestens geeignet, um Massentests bei großen Personengruppen schnell und effizient durchzuführen womit eine flächendeckende Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung verhindert werden kann.

Neuer portabler Schnelltest verspricht enormes Potential!

Auch bei portablen Schnelltests zum Nachweis von Covid-19 setzt QIAGEN mit einem Anfang September vorgestellten neuen QIAreach SARS-CoV-2 Antigentest neue Maßstäbe. Mit Hilfe des Schnelltest-Kits lässt sich eine Coronavirus-Infektion bereits nach 3 Minuten feststellen. Mit dem neuen Schnelltest-Verfahren lassen sich bis zu 30 Proben pro Stunde auswerten, womit sich das neue Test-Kit vor allem für den Einsatz an stark frequentierten Orten wie Flughäfen, Hotels, oder Sportstadien interessant macht Dadurch können infizierte Personen rasch isoliert werden, womit eine Ansteckung anderer Personen effizient vermieden werden kann. QIAGEN will dieses Schnelltestverfahren noch im vierten Quartal auf den Markt bringen und plant in diesem Zusammenhang die Einreichung einer Eilzulassung bei der zuständigen Gesundheitsbehörde in den USA und Europa.

Starke Q3-Ergebnisse - Kepler Chevreux bestätigt mit Buy!

Die starke Nachfrage nach Covid-19-Testkits bescherte QIAGEN zuletzt ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus in Q3. Mit einem Umsatzplus von knapp 26%, übertraf man sowohl die konzerneigenen Erwartungen von 16 bis 21% als auch die Analystenschätzungen. Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie überzeugte man mit einem kräftigen Anstieg von 61% und lag damit am oberen Rand der Prognosespanne. Nach dem starken Abschneiden und der weiter dynamisch anziehenden Nachfrage nach Covid-19-Test revidierte QIAGEN im Anschluss seine Jahresziele nach oben und peilt nun ein Umsatzplus von 20% (zuvor: 15 bis 18%) an. Auch beim Konzernergebnis setzt man sich nun höhere Ziele, wobei der bereinigte Gewinn je Aktie um rund 45% auf 2,07 bis 2,09 USD (zuvor: 2,00 USD) zulegen soll. Die Analysten von Kepler Chevreux zeigten sich von dem besser als erwartet aufgefallenen Q3-Zahlenwerk beeindruckt und bestätigten ihre Einstufung mit "Buy", wobei das Kursziel auf 51 Euro belassen wurde.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die Kraft der wirtschaftlichen Erholung wurde unterschätzt. Die Daimer-Q3-Zahlen sorgten bei all jenen für entsetztes Staunen, die zuvor den Aktienmarkt-Aufschwung verpasst hatten. Und das sind sehr viele Marktakteure. Vermögensverwalter und Family Offices schichteten ihre Kundendepots in hohe Cashbestände um und warnten ihre Mandanten vor dem totalen wirtschaftlichen Kollaps.

Das astronomisch starke Q3 in der Autobranche entlarvt diese Skepsis dann endgültig als Fehleinschätzung. Eine Fehleinschätzung die teuer war, denn wer das Potenzial der wirtschaftlichen Erholung im März und April nicht erkannte, verzichtete auf einen gewaltigen Renditeturbo. Bei TraderFox befindet sich zum Beispiel unser Trading-Depot USA seit Jahresanfang 50% im Plus, weil wir die irrationale Übertreibung im März und April als solche erkannten.

Der richtige Zeitpunkt für hohe Cashbestände

In den nächsten Wochen und Monaten bin ich vorsichtig. Es ist der richtige Zeitpunkt, um ein paar Gewinne einzusacken und mit genügend Munition an der Seitenlinie zu warten. Die erneuten regionalen Lockdowns und strenge Vorschriften machen das Leben für Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers zur Hölle. Wenn Politiker Solidarität fordern meinen sie meistens nicht die Solidarität mit den Einzelunternehmern. Gleichzeitig höre ich in der Branche, dass nun auch bei IT- und Softwareunternehmen eine wahrnehmbare Zurückhaltung bei der Projektvergabe einsetzt.

Aufgefallen ist mir bei Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Delivery Hero, die sich derzeit auf Rang 5 der Gesamtauswahl befindet. Der Food-Delivery-Spezialist profitiert vom "New Normal" in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Der Food-Delivery-Service-Anbieter ist ein typischer Profiteur des "New Normal" in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Viele Verbraucher verzichten aus Angst vor einer Ansteckung durch die neuartige Lungenerkrankung auf den Besuch von Gaststätten und Restaurants und lassen sich stattdessen ihre Lieblingsgerichte lieber nach Hause liefern. Mit täglich bis zu 4 Millionen ausgelieferten Gerichten avanciert Delivery Hero zu einem der beliebtesten Anbieter in diesem Segment. Dies macht Delivery Hero auch als Vertriebspartner für Restaurants und Gastronomiebetriebe attraktiv, die derzeit aufgrund der strikten Quarantäne-Bestimmungen händeringend nach neuen Absatzmöglichkeiten suchen. Mittlerweile haben sich weltweit mehr als 630.000 Restaurants und Gaststätten auf der Online-Plattform von Delivery Hero registriert, wobei man allein im abgelaufenen Q2 130.000 Neuzugänge zu verzeichnen hatte. Dies beschert Delivery Hero eine solide Umsatzbasis, da man an jeder Bestellung dank Umsatz-abhängiger Gebühren mitverdient.

Neues Segment Quick-Commerce eröffnet enormes Wachstumspotential!

Delivery Hero versteht es geschickt, sein gut ausgebautes Liefernetzwerk in Schlüsselmärkten wie Süd- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Südostasien für neue, attraktive Lieferservice-Angebote zu nutzen. Seit Jahresbeginn ist Delivery Hero im Zukunftsmarkt Quick-Commerce präsent. Hier bietet man seinen Kunden die Möglichkeit, Lebensmittel, Hygiene- und Konsumartikel online zu bestellen und sich binnen weniger als 20 Minuten nach Hause liefern zu lassen. Ein Geschäftsmodell, dass gerade in Zeiten rasant ansteigender Neuinfektionszahlen enormes Wachstumspotential verspricht. Allein im abgelaufenen Q2 verzeichnete man hier gegenüber dem Vorquartal ein sattes Plus von 98% auf 10,5 Millionen Bestellungen. Delivery Hero will daher sein Angebot im Quick-Commerce-Segment deutlich erweitern. Angedacht sind neben rezeptfreien Medikamenten oder Blumen auch Supermarkt-Bestellungen, mit denen man seinen Nutzern gegen entsprechende Gebühren künftig auch eine Alternative zum Wochenendeinkauf anbieten möchte.

Strategischer Zukauf erschließt neue Märkte - RBC Capital sieht deutliches Aufwärtspotential!

Neben dem Ausbau der Quick-Commerce-Infrastruktur, setzt Delivery Hero in diesem schnell wachsenden Segment auch auf strategische Übernahmen. Hier wurde Ende August der im Nahen Osten und Nordafrika tätige Lebensmittel-Lieferdienst InstaShop übernommen, der mit einem Außenumsatz von knapp 300 Mio. USD zu den führenden Anbietern in dieser Region gehört. InstaShop konnte im abgelaufenen Q2 mit einem satten Erlösplus von 330% aufwarten und arbeitet außerdem operativ profitabel. Mit dem knapp 360 Mio. USD schweren Zukauf erschließt sich Delivery Hero neue attraktive Märkte wie Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain, denen man mittelfristig hohe Zuwachsraten bescheinigt. Der weiter forcierte Ausbau des Quick-Commerce-Segments sollte sich mittelfristig bezahlt machen. Denn laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) nutzen mittlerweile rund 31% der Mehrpersonenhaushalte Online-Händler und Lieferdienste für den Einkauf von Lebensmitteln.

Die Analysten von RBC Capital haben sich kürzlich optimistisch zu den weiteren Aussichten von Delivery Hero zu Wort gemeldet. Die Experten sehen Delivery Hero als ihren Favoriten im Megamarkt Food-Delivery-Services an und gehen nach dem starken Abschneiden in Q2 auch in der zweiten Jahreshälfte von einer Fortsetzung des dynamischen Umsatzwachstums aus.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

in schlechten Wirtschaftszeiten zeigt sich wer seinen Laden im Griff hat bzw. die Kosten unter Kontrolle. Aufgrund der Corona-Pandemie sind Umsatzeinbrüche in vielen Branchen nicht selbstverschuldet. Es ist wie eine Naturgewalt, die über die Firmen hereinbricht. Dennoch ist es interessant zu beobachten, wie schnell es manchen Firmen gelingt, wieder auf die Erfolgsspur zurück zu finden. Oft sind die Aktien, die sich während einer Krise am besten schlagen auch die zukünftigen Gewinner, wenn der neue Aufschwung beginnt.

Merck KGaA gehört zu den trendstabilsten Aktien im DAX

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Merck KGaA, die sich derzeit auf Rang 4 im DAX 30 befindet. Der Pharma- und Life Sciences-Konzern konnte sich bislang in einem schwierigen Marktumfeld recht gut behaupten und schnitt im abgelaufenen Q2 trotz eines leichten operativen Gewinnrückgangs von knapp 6% leicht besser als erwartet ab. Zu verdanken hat der Darmstädter Traditionskonzern seine insgesamt robuste Performance während der Covid-19-Pandemie seiner breit diversifizierten Aufstellung. Mit seinen Kerngeschäftsfeldern Pharma, Life Sciences und Performance Materials verfügt man über eine solide Basis, mit der es Merck wie bereits in früheren Krisen gelang, sich in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich zu behaupten

Breite Aufstellung macht sich bezahlt - Pharmageschäft leidet unter Covid-19-Krise

Schwächer präsentierte sich in der ersten Jahreshälfte erwartungsgemäß das Pharmasegment, das vor allem unter rückläufigen Absätzen bei Fruchtbarkeits-Therapie-Präparaten wie dem Blockbuster Gonal-F zu leiden hatte. Dies konnte durch höhere Absätze bei Krebs-Präparaten wie Bavencio, das für verschiedene Hautkrebserkrankungen und Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellenkarzinom zugelassen ist, nicht vollständig kompensiert werden. Auch bei anderen Medikamenten wie dem Multipler Sklerose-Präparat Cladribin oder im Diabetes-Segment verzeichnete man trotz der aktuellen Krise teilweise solide Umsatzzuwächse. Alles in allem fiel der Umsatzrückgang im Pharmasegment mit einem Minus von 10,5% nicht ganz so stark aus, wie von einigen Analysten im Vorfeld erwartet.

Life Sciences-Sparte profitiert von steigenden Produktabrufen im Zuge der Coronavirus-Pandemie!

Deutlich besser lief es für Merck hingegen in der umsatzstärksten Konzernsparte Life Sciences. Dank der milliardenschweren Übernahme des US-Konzerns Sigma-Aldrich gehört die Konzernsparte zu den weltweit führenden Labortechnik-Anbietern und liefert der Pharma- und Biotechbranche daneben auch eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen zur Herstellung von Medikamentenherstellung. Auch bei der Entwicklung von modernen Impfstoffen gilt die Life Sciences-Sparte von Merck als einer der technologisch führenden Anbieter, was Merck zu einem gefragten Kooperationspartner bei der Suche nach einem Vaccine für das Covid-19-Virus macht. Aktuell arbeitet man hier mit führenden Pharma- und Biotechkonzernen an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoff-Kandidaten für die neue Lungenerkrankung zusammen und ist bei 45 verschiedenen Impfstoff-Projekten involviert. Entsprechend konnte die Konzernsparte Life Sciences von deutlich höheren Produktabrufen in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie profitieren und überzeugte mit einem deutlichen operativen Ergebnisplus von knapp 7%.

Performance Materials - Zukäufe und Erholung der Chipindustrie bescheren deutliches Umsatz- und Ergebnisplus!

Sehr stark entwickelt sich die Konzernsparte Performance Materials. Während man im Segment Display-Herstellung erwartungsgemäß unter einer krisenbedingt geringeren Nachfrage und dem anhaltenden Preisdruck im Flüssigkristallgeschäft zu leiden hatte, konnte man im Segment Semiconductor Solutions deutliche Zuwächse verzeichnen. Hier hatte man sich bereits Ende 2019 mit dem knapp 8,5 Mrd. USD schweren Zukauf des US-Anbieters Versum verstärkt. und damit sein Portfolio für die Chip- und Halbleiterindustrie strategisch klug ergänzt. Der US-Spezialchemiehersteller Versum stellt u.a. hochreine Prozesschemikalien und -Gase her, die zur Herstellung von Chips und Halbleitern sowie von Elektronikkomponenten benötigt werden und liefert damit die perfekte Ergänzung zum bestehenden Portfolio im Teilsegment Semiconductor Solutions. Dies macht sich nun bezahlt, da sich die Chip- und Halbleiterindustrie seit dem krisenbedingten Einbruch zu Jahresbeginn mittlerweile wieder kräftig erholt hat. Entsprechend überzeugte das Teilsegment Semiconductor Solutions mit einem sehr starken organischen Umsatzwachstum und verhalf der Konzernsparte Performance Materials zu einem satten operativen Ergebnisplus von 25%.

Merck blickt optimistisch in die Zukunft - Angehobene Jahresprognose bestätigt

Nachdem man im ersten Halbjahr trotz der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie solide abgeschnitten hatte, sieht man sich auch für das Gesamtjahr auf Kurs. Im Rahmen des Kapitalmarkttages Ende September wurde die zuletzt leicht nach oben angepasste Jahresprognose bestätigt, wobei Merck nun für das Gesamtjahr leichte Zuwächse bei Umsatz und bereinigtem operativen Ergebnis erwartet. Frische Impulse im zweiten Halbjahr erwartet Merck vor allem dank des Versum-Zukaufs, dessen Integration schneller als gedacht vorankommt, wobei sich das Geschäft mit Halbleitermaterialien derzeit als stärkster Wachstumstreiber des gesamten Geschäftsbereichs erweist. Auch im Life-Sciences-Segment profitiert man nach Aussage von Konzernchef Stefan Oschmann weiterhin von starken Auftragseingängen im Zuge der Coronavirus-Pandemie.

Pharmasparte mit starken Perspektiven - Neue Präparate sollen Spartenumsatz bis 2022 um 2 Mrd. Euro erhöhen!

Auch im Pharmasegment hat Merck weiterhin allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Hier ruhen die Hoffnungen im Kernportfolio vor allem auf neu zugelassenen Präparaten wie Mavenclad (Multiple Sklerose) und dem Krebsmedikament Bavencio. Auch die Pharma-Pipeline von Merck ist gut bestückt, wobei hier die Hoffnungen vor allem auf dem in der fortgeschrittenen Phase der klinischen Erprobung befindlichen MS-Medikament Evobrutinib und dem Onkologie-Wirkstoff Tepotinib ruhen. Tepotinib wurde bereits in Japan zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom zugelassen und hat darüber hinaus gute Chancen auf eine Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA. Hier wird das Präparat aktuell in einem beschleunigten Zulassungsverfahren in dieser Indikation geprüft. Da man über weitere vielversprechende Kandidaten in einem fortgeschrittenen Stadium der klinischen Erprobung verfügt, wurde das ehrgeizige Planziel, die Umsatzerlöse durch Neuzulassungen bis zum Jahr 2022 um 2 Mrd. Euro zu verbessern, bestätigt.

Analysten heben den Daumen - Deutsche Bank mit neuem Spitzenkursziel!

Nach Aussage von Konzernchef Stefan Oschmann ist Merck KGaA dank der starken Aufstellung in den Kerngeschäftsfeldern Pharma, Life Sciences und Performance Materials trotz des aktuell herausfordernden Marktumfelds bestens aufgestellt und rechnet daher auch für die kommenden Jahre mit einem profitablen Wachstum. Ähnlich positiv lautet die Einschätzung der Deutschen Bank zu den weiteren Zukunftsaussichten des Darmstädter Pharma- und Life Sciences-Konzerns. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde die Einstufung daher von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 110 auf 146 Euro erhöht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Nike hat gestern mit den nachbörslich gemeldeten Zahlen selbst die Erwartungen der größten Optimisten deutlich pulverisiert. Der Umsatz im digitalen Geschäft schnellte um 82 % nach oben. Die Konsumenten kaufen Schuhe und Kleidung während der Corona-Pandemie zwar nicht mehr in den Ladengeschäften, dafür aber direkt online beim Hersteller. Das Digitale ist das „neue Normal“, sagt der Nike-CEO dazu. Der Online-Handel ist in eine Art Dauer-Boom eingetreten.

Online bestellte Waren müssen ausgeliefert werden. Das dürfte auch dem Paketgeschäft der Deutschen Post AG kräftigen Rückenwind verschaffen. Die Aktie befindet sich derzeit auf Platz 5 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX.

Der Brief- und Logistikkonzern gehört zu den führenden internationalen Anbietern und ist neben dem Kernmarkt Europa auch in Asien und Nordamerika stark aufgestellt. Damit ist die Deutsche Post bestens positioniert, um vom aktuellen eCommerce-Boom profitieren zu können. Viele Verbraucher meiden aufgrund der Ansteckungsgefahr durch die neuartige Lungenerkrankung überfüllte Ladengeschäfte und beschränken sich beim Wochenendeinkauf meist auf Lebensmittel oder Getränke. Elektronikartikel, Schuhe, Bekleidung werden von vielen Verbrauchern mittlerweile mit Vorliebe online eingekauft, was nicht nur Online-Händlern wie Amazon & Co. Rekordergebnisse beschert. Auch der Post- und Logistikdienstleister profitiert aktuell im Zuge der Coronavirus-Pandemie von einem überdurchschnittlich hohen Paketaufkommen.

eCommerce-Boom sorgt für Paket-Boom!

Nach Aussage von Konzernchef Ralf Appel, wurden während der Coronavirus-Pandemie zeitweise so viele Pakete verschickt, wie sonst nur zu Weihnachten. In der Spitze lag das Paketaufkommen zum Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie bei rund 9 Millionen Paketen pro Tag und damit knapp 50% über dem Durchschnittsvolumen. Da der Anteil des Online-Handel trotz des aktuellen eCommerce-Booms gemessen am gesamten Einzelhandel immer noch verhältnismäßig gering ausfällt, rechnet Konzernchef Appel auch mittelfristig mit einem deutlich erhöhten Paketaufkommen. Aktuell spricht einiges dafür, dass Appel mit seiner These recht behält, da die Online-Bestellungen angesichts weiter steigender Neuinfektionszahlen seit einiger Zeit wieder kräftig anziehen. Damit bieten sich für die Konzernsparte Post & Paket Deutschland, die im abgelaufenen Q2 mit einem operativen Gewinnplus von fast 50% maßgeblich zum besser als erwarteten Abschneiden auf Konzernebene beigetragen hatte, auch für das Gesamtjahr glänzende Aussichten.

Coronavirus-Pandemie treibt Luftfrachtraten in die Höhe!

Auch für das unter dem Dach der Konzernsparte Global Forwarding Freight gebündelte Luft- und Seefrachtgeschäft bieten sich nach dem zunächst herben Einbruch der Fracht-Volumina im Zuge der Coronavirus-Pandemie mittelfristig exzellente Chancen. Dank des globalen Wirschafts-Ramp-Ups hat sich das Luftfracht-Aufkommen zu Beginn der zweiten Jahreshälfte mittlerweile wieder deutlich erholt. Da knapp die Hälfte der weltweiten Luftfracht mit Passagiermaschinen transportiert wird, haben sich die verfügbaren Kapazitäten aufgrund der aktuellen Krise in der Luftfahrtbranche mehr als halbiert, was Spielraum für kräftige Preiserhöhungen eröffnet. Dies bescherte der Konzernsparte Global Forwarding Freight bereits im abgelaufenen Q2 trotz geringerer Frachtmengen deutliche Zuwächse. Der Deutschen Post gelang es dabei, die Kapazitätsengpässe im Luftfrachtsegment durch den Einsatz von Maschinen der konzerneigenen Express-Sparte und gecharterte Frachtmaschinen erfolgreich zu kompensieren. Dank kräftiger Preiserhöhungen konnten die Margen im Luftfrachtsegment deutlich verbessert werden, was maßgeblich zum kräftigen operativen Ergebnisplus der Konzernsparte von mehr als 50% beigetragen hatte.

Analystenhaus Bernstein sieht die Deutsche Post als einen ihrer Favoriten im Luftfracht-Sektor!

Da sich die Lage im internationalen Flugverkehr vor allem bei Langstreckenverbindungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich erst ab 2024 wieder normalisieren wird, sehen die Analysten von Bernstein Research für Luftfracht-Anbieter mittelfristig glänzende Perspektiven. Einer ihrer Favoriten in diesem Segment ist dabei die Aktie der Deutschen Post, wobei die Experten spätestens nach der Vorlage der Q3-Zahlen mit einer Anhebung der Konsenserwartungen rechnen. Vor diesem Hintergrund wurde die Einstufung mit "Outperform" und einem Kursziel von 45 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Sartorius, die sich derzeit auf Rang 2 der Gesamtauswahl befindet. Angesichts weiter steigender Neuinfektionszahlen vor allem in Europa und den USA wächst die Furcht vor einer möglichen zweiten Pandemiewelle. Entsprechend laufen die Bemühungen von Pharma- und Biotechunternehmen zur Entwicklung eines erfolgreichen Impfstoffs für die neuartige Lungenerkrankung auf Hochtouren. Die Zeit drängt, da die Infektionszahlen und die Zahl der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Todesfälle weltweit rasant zunehmen.

Sartorius liefert die Ausrüstung für die Suche nach Corona-Impfstoffen

Mit von der Partie ist bei der Suche nach einem erfolgversprechenden Impfstoff auch der Biopharma- und Labortechnik-Spezialist Sartorius. Der Göttinger Konzern gilt als technologisch führender Anbieter für passendes Equipment und Verbrauchsmaterialien zur Herstellung und Entwicklung von Impfstoffen. Hier liefert man neben Bioreaktoren, Filtersysteme, Zellanalytik-Plattformen inklusive passender Software sowie Materialien zur Aufreinigung von Grund- und Verbrauchsmaterialien. Zum Kundenkreis von Sartorius gehören quasi alle namhaften Impfstoffhersteller weltweit, wobei nach Aussage von Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg weltweit kaum ein Impfstoff ohne Sartorius entwickelt oder produziert wird. Entsprechend hoch fallen derzeit die Produktabrufe vieler Pharma- und Biotechhersteller aus, die aktuell an der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs arbeiten, wobei Sartorius nach Aussage von Vorstandschef Kreuzberg auch zusätzliche Aufträge seitens vieler Forschungseinrichtungen erhält.

Starke Entwicklung in den Kerngeschäftsfeldern

Von der starken Nachfrage bei Sartorius-Produkten zur Herstellung von Impfstoffen und antiviralen Medikamenten profitierte vor allem die mit Abstand umsatzstärkste Konzernsparte Bioprocess Solutions, die mit einem Umsatzplus von 21,3% und einem überproportional starken Zuwachs von 29,3% beim bereinigten operativen Segmentergebnis maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene beigetragen hatte. Auch in der Labortechniksparte zeigten sich nach einem schwächeren Jahresauftakt Anzeichen einer Stabilisierung, wobei man bei einem Umsatzplus von 8,1% und einem Segmentergebnis auf Vorjahresniveau im Rahmen der konzerneigenen Erwartungen abgeschnitten hatte.

Prognose angehoben - Zukäufe versprechen neue Dynamik!

Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich Sartorius optimistisch, die zuvor angehobene Jahresprognose, die ein Umsatzwachstum von 22 bis 26% (zuvor: 15 bis 19%) sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 28,5% (zuvor: 27,5%) vorsieht, erfüllen zu können. Frische Impulse für die zweite Jahreshälfte erhofft man sich dabei vor allem von der Erstkonsolidierung des israelischen Anbieters Biological Industries, der sich auf die Entwicklung von Zellkulturmedien für Zell- und Gentherapie-Anwendungen und anderer neuartiger Therapieansätze in der modernen Medizin spezialisiert hat. Durch den Ende April abgeschlossenen Kauf großer Teile der Life-Sciences-Sparte des US-Medizintechnik- und Diagnostikspezialisten Danaher will Sartorius seine Kompetenz bei der Entwicklung und Produktion von Biotech-Medikamenten und neuer Impfstoffe erweitern und sich dadurch neue Wachstumschancen erschließen. Da der mehr als 800 Mio. USD schwere Zukauf sowohl die Bioprocess-Sparte als auch das Labortechnik-Segment optimal ergänzt, rechnet Sartorius mit einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag aus der Übernahme.

Umsatzverdoppelung bis 2025 erwartet - Commerzbank mit neuem Spitzenkursziel!

Auch mittelfristig sieht sich Sartorius weiter auf Wachstumskurs und hat seine mittelfristigen Prognosen, die bis 2025 eine Umsatzverdoppelung auf 4 Mrd. Euro bei einer operativen Marge von 28% vorsehen, bestätigt. Die Experten der Commerzbank haben kürzlich ihr Kursziel für die Aktie von 327 auf 410 Euro erhöht und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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