Besser Traden mit System - Der Blog

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Liebe Trendfolge-Trader,

das war kein schönes Timing. Kaum ging ich gemäß unserem Trendfolge-Regelwerk long über den Mini-Future mit der WKN DF3P9S, schon setzte einen Tag später eine neue Abwärtswelle ein. Ich bin nun fast 30% im Minus. Wenn ich die Nachrichtenlage auswerte, gibt es für den Kursabsturz im Wesentlichen folgenden Grund:  Varta hat mit Patentverletzungen und Produktimitationen aus China zu kämpfen.

All diejenigen, die bis jetzt gedacht haben, der Handelskrieg zwischen USA und China sei eine Sache, die uns nichts angeht, sollten ihre Meinung so langsam überdenken. Wenn europäische Firmen gegen einen Staat wie China konkurrieren, der technologische Überlegenheit als nationale Agenda ausgibt und chinesische Firmen dabei gezielt unterstützt, Technologien zu akquirieren, stehen wir auf verlorenem Posten.

Präsident Donald Trump hat die Spielregeln für US-Firmen beim Geschäftemachen mit China nach einer harten Auseinandersetzung nun verbessert. China überlegt sich wohl eher zweimal, ob sie sich mit bedeutenden US-Konzernen anlegen, denn die Amerikaner lassen sich Fair-Play-Verstöße nicht so einfach gefallen.  Europäische Firmen haben von politischer Seite de facto keine Unterstützung.  

MTU hat sich beim Zukunftsmarkt für Flugtaxis gut positioniert

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von MTU Aero Engines, die sich auf Rang 6 der Gesamtauswahl befindet. Der Triebwerkshersteller ist bekannt für seine spritsparenden Triebwerkslösungen, mit denen sich der Münchener Luftfahrt-Spezialist als Haus- und Hoflieferant bei Branchengrößen wie Airbus seit Jahren einen Stammplatz als Zulieferer erobert hat. Als Kassenschlager erweist sich für MTU Aero Engines die Triebwerkslösung PW1100G, die beim Airbus-Megaseller A320NEO für Kerosin-Einsparungen von bis zu 20% gegenüber vergleichbaren Mittelstreckenmaschinen sorgt.

Für frische Impulse könnte bei MTU Aero Engines der neu entstehende Megamarkt für Flugtaxis sorgen. Im Rahmen der US-Technologiemesse CES haben kürzlich der Autobauer Hyundai und der US-Mobilitätsdienstleister Uber neue Prototypen für Flugtaxi-Modelle vorgestellt. Auch der Flugzeugbauer Airbus will in diesem Megamarkt der Zukunft mit dem Mitte vergangenen Jahres vorgestellten CityAirbus ganz vorne mitmischen. Profitieren sollten von diesem neuen Zukunftsmarkt auch Zulieferer wie MTU Aero Engines, zumal man bereits passende Triebwerkslösungen für das hybrid-elektrische Flugtaxi Silent Air des in Aachen ansässigen Start-Ups SAT GmbH entwickelt.

Der Markt für Lufttaxis soll bis 2030 konstant und stark wachsen

Damit eröffnen sich für MTU Aero Engines mittelfristig attraktive Wachstumsaussichten, zumal die Experten vom Marktforschungsinstitut Allied Market Research dem Zukunftsmarkt für Urban Air Mobility bis 2030 jährliche Zuwachsraten von 26,2% zutrauen. Daneben bieten sich für MTU Aero Engines auch im Rüstungssegment vielversprechende Aussichten. Gemeinsam mit dem französischen Aerospace-Konzern Safran entwickelt man ein Triebwerkskonzept für den neuen europäischen Kampfjet Next European Fighter Engine (NEFE), der spätestens ab 2040 die älteren Tornado-Kampfflugzeuge ablösen soll.

Entsprechend positiv sehen die Experten von JPMorgen die Zukunftsaussichten bei MTU Aero Engines und hoben zuletzt dank der zu erwartenden deutlichen Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis das Kursziel von 256 auf 300 Euro an. Die Einstufung wurde dabei mit "Overweight" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Mini-Future Long 50,5847 open end: Basiswert Varta

DF3P9S / //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.01. 21:58:06, Brief 23.01. 21:58:06
DF3P9S // Quelle: DZ BANK: Geld 23.01. 21:58:06, Brief 23.01. 21:58:06
3,70 EUR
Geld in EUR
3,77 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
  • Basispreis
    (Stand 23.01. 04:10 Uhr)
    48,1274 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %

    43,25%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 23.01. 04:10 Uhr)
    50,5847 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %

    40,35%
  • Hebel 2,26x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

Liebe Leser,

ich hoffe Sie sind erfolgreich ins neue Jahrzehnt gestartet. Es ist schon der Wahnsinn, wie schnell die Zeit voranschreitet. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie im Jahr 1999 die Angst umging, dass mit dem Start des neuen Millenniums zahlreiche Computersysteme ausfallen würden. Als am 01. Januar alles wie gewohnt weiterlief, feierten die Börsen das zum Jahresauftakt mit kräftigen Kursgewinnen.

In den letzten 20 Jahren hat sich zwar irgendwie wahnsinnig viel getan, aber irgendwie blieb alles auch im überschaubaren Rahmen. Vielleicht war die größte technologische Innovation, dass jetzt nahezu jeder Mensch ein Smartphone bei sich trägt. Apple setzte als Pionier mit dem iPhone den Grundstein für einen neuen Megatrend und wurde zum erfolgreichsten Unternehmen der Welt.

Im neuen Jahrzehnt 2020 bis 2030 dürften erstmals neue Technologien das Licht der Welt erblicken, die an Science-Fiction-Filme erinnern. Konkret denke ich dabei an folgende Produkte:

  1. Flugtaxis werden über den Himmeln der Städte auftauchen. Boeing und Airbus testen schon die Prototypen. Der Marktstart wird vermutlich 2022 erfolgen.
  2. Autonom fahrende Autos werden die Mobilität revolutionieren. Tesla plant den Marktstart noch in diesem Jahr, was vermutlich nicht hinhauen wird, aber spätestens 2023 rechne ich mit dem ersten autonom fahrenden Auto. Ich freue mich sehr auf diese Roboter-Autos. Dann setze ich mich am Freitagabend nach Feierabend ins Auto, schlafe auf den bequemen Sesseln und bin am Samstagmorgen irgendwo in Italien. Eine Vorstellung, die mir gefällt.
  3. Die erste fotorealistische virtuelle Welt wird das Licht der Welt erblicken, in der sich Menschen gerne aufhalten. Ich rechne sogar damit, dass der Betreiber einer solchen virtuellen Realität zu einer der größten Firmen überhaupt aufsteigen wird.
  4. Haushaltsroboter der nächsten Generation werden vermutlich Ende des Jahrzehnts auf den Markt kommen. Sie haben humanoide Gestalt und erledigen für uns Haushaltstätigkeiten wie Wäsche waschen und bügeln, Geschirr in die Spülmaschine einräumen, Getränkekästen in den Keller schleppen und so weiter…


Idee: Trendstabilitäts-Rangliste für Megatrends der Zukunft

Eines ist sicher. Es wird viele neuen Börsentrends geben, an denen wir partizipieren können. Wir müssen uns überlegen, ob wir das Universum unserer Trendstabilitäts-Ranglisten erweitern, so dass mehr potenzielle Aktien in Frage kommen, die laut Regelwerk im Depot landen können. Meine Idee ist, dass wir eventuell eine Trendstabilitäts-Rangliste einrichten, in der gezielt Aktien aus Megatrends wie den oben beschriebenen gerankt werden. Ich werde diese Idee in den nächsten Tagen mit dem Team von dzbank-derivate.de besprechen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Einiges. Es wird zu Depotänderungen kommen. Sie erhalten die Umschichtungen morgen in einem separaten Beitrag.

ASML ist Zulieferer von nahezu der gesamten Chip-Industrie

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitätsranglisten die Aktie von ASML, die sich derzeit auf Rang 2 der Gesamtauswahl befindet. Der niederländische Lithographie-Spezialist ist als Zulieferer bei Schwergewichten aus der Chip- und Halbleiterbranche gefragt. Denn mit der EUV-Technologie von ASML ist es möglich, Chips mit einer Größe von weniger als 10 Nanometern schnell und kostengünstig herzustellen. Diese neue Generation von Hochleistungs-Halbleitern werden aufgrund ihrer überlegenen Rechenpower für Big Data-, Cloud- AI-Anwendungen, dem neuen High-Speed Mobilfunkstandard 5G eingesetzt und sind auch für High-End Smartphones und den Automotive-Sektor wie geschaffen. Da Schwergewichte aus der Chip-Industrie wie Intel, TSMC und Samsung zum Kundenkreis von ASML bei EUV-Systemen zählen, sollte der niederländische Technologiekonzern auch weiterhin wie bereits im abgelaufenen Q3 von steigenden Abrufen dieser hochmargigen EUV-Systeme profitieren. Zuletzt zeigte sich das Konzernmanagement nach der Zahlenvorlage für das abgelaufene Q3 optimistisch und sieht sich trotz des herausfordernden Marktumfelds weiter auf Wachstumskurs. Auch die Experten von Goldman Sachs sehen bei der Aktie von ASML weiteres Aufwärtspotential und haben kürzlich ihr Kursziel von 278 auf 310 Euro nach oben revidiert. Dabei wurde die Einstufung mit „Buy“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

ein alter Studienfreund hat mir erzählt, dass er auf dem Girokonto 100.000 Euro liegen hat. Ich verstehe das nicht. Er erhält keine Rendite für seinen Cash-Schatz. Dabei braucht er das Geld nicht und kann durchaus 10 bis 20 Jahre Zeit mitbringen. Die Börse wäre ideal. Er müsste nicht einmal in heiße Wachstumsaktien investieren. Es gehen auch konservative Dividendenperlen oder eben trendstabile Aktien. Mit ihnen im Depot kann man ruhig schlafen. Ein gutes Beispiel für ruhige Nächte ist derzeit mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot.

Mein Trendfolge-Depot entwickelt sich sehr gemütlich. Es schwankte nicht sehr stark in den letzten Wochen und Monaten. Heute hat es nun, angetrieben von Kursgewinnen bei Münchener Rück und Enel, neue Rekordhochs erreicht. Es sind in den Zeiten genau diese konservativen und dividendenstarken Aktien, die ohne große Aufregung nach oben marschieren und mir am meisten Freude bereiten.

Das Thema „Energieversorgung der Zukunft“ fesselt weiterhin meine Aufmerksamkeit. Sicher ist, dass erstens die Energiewende und zweitens eine CO2-neutrale Energieerzeugung noch dramatische Umwälzungen mit sich bringen werden. Meine Investment-These ist, dass die Energieversorger aus Spanien und Italien zu den großen Gewinnern zählen werden. Hier lässt sich Solarstrom günstig produzieren, der dann in den Norden geleitet wird.

Red Electrica bietet 6% Dividenden-Rendite

Diesbezüglich überlege ich, in Red Electrica zu investieren. Der spanische Versorger hat ein Monopol. Das Imperium betreibt in erster Linie das spanische Stromnetz, hält aber auch Vermögenswerte in Portugal, Peru und Bolivien. Es liegt ein Burggraben vor. Der Grund ist einfach: Neben ein bestehendes Leitungsnetz dürfte kaum ein neues gebaut werden. Die Markteintrittsbarrieren sind enorm, obgleich der Anbieter Dritten zum Netz zu gleichen Bedingungen schaffen muss. Es lockt eine Dividende von 6%. Das KGV ist mit knapp 14 moderat. Schauen Sie sich die Aktie einmal genauer an, liebe Leser!

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Schneider Electric aufgefallen, die sich derzeit auf Rang 9 der Gesamtauswahl befindet. Der französische Mischkonzern hat sich in den vergangenen Jahren von einem Elektrotechnik-Konzern zu einem modernen Technologieunternehmen für industrielle Automations-Lösungen gewandelt. Dabei bietet Schneider Electric ganzheitliche Lösungen, mit denen Industrieunternehmen, Betreiber von Rechenzentren oder Immobilien-Gesellschaften Prozesse und Abläufe effizient planen, steuern und optimieren können. Schneider Electric liefert dabei mit intelligenten cloud-basierten Plattformlösungen wie "EcoStruxure" nicht nur die passende Grundlage für die Umsetzung neuer Konzepte rund um "Industrie 4.0".

Mit Hilfe der EcoStruxure-Plattformlösung lassen sich auf Basis von Analytic-Tools, die gezielt auf alle relevanten Datenströme zugreifen, hohe Einsparpotentiale beim Energieverbrauch von bis zu 30% identifizieren. Durch tragbare Smart Panels, lässt sich die Lastenverteilung beispielsweise bei Produktionsanlagen oder im Gebäudemanagement vor Ort optimal kalibrieren und überwachen, wobei die Daten in Echtzeit dezentral über das Cloud-Netzwerk abgerufen werden können. Die smarten Energy-Management-Solutions von Schneider Electric sorgen dabei nicht nur für deutlich geringere Stromkosten, sondern leisten auch dank einer Reduktion der CO2-Emissionen um bis zu 50% einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Da die CO2-Abgaben vieler Industriestaaten in den kommenden Jahren zur Einhaltung der ambitionierten Klimaziele weiter steigen, adressiert Schneider Electric einen attraktiven Wachstumsmarkt.

Im abgelaufenen 3. Quartal trug die starke Nachfrage nach den intelligenten Energy-Management-Lösungen maßgeblich zum besser als erwartet ausgefallenen Umsatzplus von 4,2% auf Konzernebene bei, womit die Konsenserwartungen übertroffen werden konnten. Da man bei der Umsetzung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen und der Einführung neuer Produkte und Services gut vorankommt, zeigte sich das Konzernmanagement optimistisch, die bereinigte operative Marge bis Ende 2021 wie geplant um 200 Basispunkte steigern zu können. Die Experten von Barclays haben Schneider Electric kürzlich in einer Ersteinschätzung mit "Overweight" eingestuft und sehen ein Kursziel von 103 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

in seiner großen Weisheit hat Finanzminister Olf Scholz nun einen Vorstoß zur Ausgestaltung der Finanztransaktionssteuer gewagt. 0,2 % sollen für Transaktionen auf Aktien fällig werden, aber Derivate und synthetische Anlageprodukte sollen von der Besteuerung ausgenommen werden. Cool, jetzt bin ich erleichtert. Als Trader kaufe ich dann einfach Hebelprodukte und für meine Langfrist-Investments zahle ich notgedrungen die 0,2 % Transaktionssteuer.

Ich finde eine Transaktionssteuer unsinnig. Der Handel ist ein unverzichtbares Element freier Gesellschaften. Man sollte den Handel nicht beschränken, sondern für die Menschen so einfach wie möglich ausgestalten. In Ländern wie den USA, wo es entwickelte Kapitalmärkte gibt, boomen Unternehmen und neue Start-Ups schießen wie Pilze aus dem Boden. Junge Unternehmer mit pfiffigen Ideen bekommen im Silicon Valley ausreichend Kapital, um innerhalb kürzester Zeit riesige Unternehmen zu erschaffen. In Deutschland gibt es kaum Anschlussfinanzierungen von Start-Ups im siebenstelligen Bereich, denn der Börsen-Exit ist hierzulande kaum möglich und darum kann die Venture-Capital-Szene nicht mit ihren Pendants in den USA konkurrieren. Eine bessere Entwicklung des Kapitalmarktes, und wenn viel mehr Bürger an der Börse mitmachen, würde das innovative und disruptive Potenzial der gesamten Wirtschaft deutlich verbessern. Ich hoffe die Politik kommt hier noch zur Vernunft.

Wenn die Finanztransaktionssteuer auf Aktien kommen sollte, bin ich wirklich froh, wenn Derivate von der Besteuerung ausgenommen sind. Und das ist überhaupt nicht ironisch gemeint. Ich sehe dann für mich als Trader kaum einen Nachteil, wenn ich für Trades verstärkt auf derivative Produkte zurückgreifen kann. Der hohe Konkurrenzdruck unter den Emittenten hat dazu geführt, dass die Produkte günstig und fair gepreist sind. Anstatt einer Siemens-Aktie werde ich dann irgendwann 2021 ein Siemens-Zertifikat mit einem geringen Hebel von vielleicht 1,2 handeln. Wenn Olaf Scholz dann 2022 irgendwann merkt, dass seine Finanztransaktionssteuer eigentlich ein Derivate-Subventionsprogramm war, ist er vermutlich nicht mehr an der Macht.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Carl Zeiss: Ein Weltmarktführer aus dem TecDAX!

Beim Screening der Trendstabilitätsranglisten ist mir die Aktie von Carl Zeiss Meditec aufgefallen, die sich derzeit auf Rang 8 der Gesamtauswahl befindet. Der Medizintechnikkonzern hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der führenden Anbieter bei Interokularlinsen zur Behandlung vor allem altersbedingter Augenerkrankungen wie dem Grauen Star und Laser-Refraktiv-Systemen zur Sehschärfekorrektur gemausert. Vor allem bei so genannten Lasik-OP-Systemen gilt der in Jena ansässige Medizintechnikkonzern als Innovator der Branche. Dank Zulassungen für neue Laser-Korrektursysteme wie dem RetEx SMILE, das eine besonders schonende Behandlung ermöglicht, konnte Carl Zeiss Meditec vor allem in Auslandsmärkten wie Nordamerika und China bedeutende Absatzerfolge vorweisen. Angesichts der demographischen Entwicklung bieten sich für Carl Zeiss Meditec mittelfristig attraktive Wachstumschancen, zumal die Experten von Grand View Research diesem Marktsegment bis 2026 durchschnittliche Zuwachsraten von jährlich 5,3% zutrauen.

Neue Geschäftsbereiche kurbeln langfristig die Wachstumsfantasie an

Frische Impulse verspricht auch der vergleichsweise neue Geschäftsbereich Microsurgery-Solutions. Hier bietet Carl Zeiss Meditec neben modernen Operationsmikroskopen für minimalinvasive Eingriffe auch komplexe, dreidimensionale Bildgebungsverfahren und Videotechnologien an. Damit ist es möglich, während des Eingriffs diagnostische Daten und Informationen okular oder auf Bildschirmen bereitzustellen, was die Durchführung der meist sehr komplexen Eingriffe erheblich vereinfacht und gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.

Um seine technologisch führende Position erfolgreich zu verteidigen, investiert Carl Zeiss Meditec hohe Summen in die Entwicklung neuer Produkte. Dabei liegt der F&E-Etat mit durchschnittlich knapp 12% der Umsatzerlöse deutlich über dem Budget anderer Wettbewerber. Außerplanmäßig hohe F&E-Ausgaben im Kerngeschäftsbereich Augenheilkunde machten sich zuletzt in Q4 negativ bemerkbar. Dabei konnte Carl Zeiss Meditec seine zuvor nach oben revidierte Prognose bei der operativen Gewinnmarge von 18,5% im abgelaufenen Fiskaljahr trotz einer deutlichen Verbesserung von 15,9 auf 18,1% nicht ganz erfüllen. Da man auch für das laufende Geschäftsjahr aufgrund hoher F&E-Ausgaben lediglich eine operative Gewinnmarge von 17 bis 19% erwartet, reagierten Investoren bei der Vorlage der endgültigen Jahresergebnisse etwas verschnupft, was zunächst für herbe Kursabschläge gesorgt hatte.

Die Experten der Deutschen Bank äußerten sich im Anschluss an die etwas konservative Margenprognose dennoch optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Carl Zeiss Meditec. Die Analysten sehen Carl Zeiss Meditec gut aufgestellt, um den profitablen Wachstumskurs auch in den kommenden drei bis vier Jahren weiter fortzusetzen. Dabei wurde unter anderem auf die jüngsten Produkteinführungen und Neuzulassungen in attraktiven Auslandsmärkten wie China und den USA verwiesen. Entsprechend wurde die Einstufung von "Hold" auf "Buy" aufgestuft und das Kursziel von 89 auf 123 Euro erhöht. Auch die Aktie von Carl Zeiss Meditec zeigte sich im Anschluss an die positiven Analystenstudie der Deutschen Bank deutlich erholt und rangiert auf Allzeithoch!

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

es gibt an der Börse verschiedene Disziplinen. Man kann zum Beispiel als Anleger sein Geld verdienen oder als Trader. Die Disziplin der Aktienanlage ist im Allgemeinen so definiert, dass man Aktien als Firmenbeteiligungen betrachtet, die sich langfristig gut entwickeln werden, wenn sich die Firma gut entwickelt. Bei der Disziplin Trading werden Aktien oft als eigenständige Instrumente gesehen, die kurzfristig von den Angebots- und Nachfrageschwankungen am Markt bewegt werden.

In manchen Jahren bin ich als Anleger erfolgreicher und manchmal laufen meine Trading-Depots besser. Ich habe einen recht guten Überblick über den Erfolg der einzelnen Disziplinen, denn ich setze diese in verschiedenen Depots um. In diesem Jahr verbuche ich den größeren Erfolg in meinen Aktienanlage-Depots und nicht in meinen Trading-Depots, denn in der Summe laufen die Märkte nun nach oben. Sie tun dies zwar begleitet von nervösen Rückschlägen, zum Beispiel nach Trump-Tweets zum Handelskrieg, aber in der Tendenz es nach oben.

Und so war auch der DAX-Einbruch am Montag mal wieder auf neue Reibereien bei den Handelsstreitigkeiten zurückzuführen. Für Trader ist das eine schwierige Situation, denn dass einen Tag später wieder Entspannungssignale kommen, weiß man in diesem Moment nicht. Der Markt wird ständig von politischen Einflüssen hin- und hergeworfen und es ist unmöglich, darauf mit Gewissheit zu antworten.

Ich lese ja viel. In irgendeiner Tageszeitung habe ich einen guten Kommentar darüber gelesen, warum diese Hausse von so vielen Börsianern gehasst wird. Und ich empfinde das ähnlich. Nettes am Rande: Auf der Suche nach der Quelle zu dem geflügelten Ausspruch „meistgehasste Hausse“ bin ich auf zahlreiche Artikel mit der gleichen Überschrift gestoßen, und zwar auf Artikel aus den verschiedensten Jahren. Das Handelsblatt hatte diese Überschrift der meistgehassten Hausse zum Beispiel im Jahr 2013 als Schlagzeile. Was folgern wir daraus? Politische Börsen sind schwierig. Sie täuschen uns, Nachrichten treffen uns oft unerwartet. Es ist kein schönes Gefühl, wenn man vom Mittagessen zurück an den Schreibtisch kommt und der DAX dann auf einmal wegen politischen Statements eingebrochen ist.

Insgesamt wirken die Aktienmärkte bullisch. Schreckensnachrichten zum Handelskonflikt werden gut weggesteckt.

Scout24 startet in den Trendstabilitäts-Ranglisten durch

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Scout24, die sich derzeit auf Rang 7 der Gesamtauswahl befindet. Der führende europäische Betreiber von Vergleichsportalen ist ein typischer Profiteur des eCommerce-Trends. Viele Verbraucher informieren sich mittlerweile online auf Vergleichsportalen wie Autoscout24 über Neu- und Gebrauchtwagen-Angebote oder ziehen bei der Suche nach der passenden Miet- oder Eigentumswohnung das gut sortierte Angebot bei Immobilenscout24 zu Rate. Damit spart man sich nicht nur den Besuch beim Autohändler an der Ecke oder zeitaufwändige Wohnungsbesichtigungen, sondern erhält dank umfangreicher Vergleichsangebote und passender Filtereinstellungen via PC oder Smartphone einen schnellen Überblick, welches Angebot den jeweiligen Bedürfnissen am ehesten entspricht. Reicht das Budget für das neue Traumauto oder die neue Eigentumswohnung nicht aus, hat Scout24 dank seines im vergangenen Jahr erworbenen Kredit-Vergleichsportals Finanzcheck die passenden Finanzierungsangebote parat.

Mittelfristig will sich Scout24 vor allem auf das hochprofitable Immobilien-Vermittlungsportal Immobilienscout24 fokussieren. Hier hatte man in den ersten neun Monaten mit einer operativen Marge von 68,9% im Vergleich zum Autovermittlungs-Segment (operative Marge von 57,9%) deutlich besser abgeschnitten. Mittlerweile hat Scout24 den Verkauf von Autoscout24 eingeleitet und kann dabei laut Schätzungen der Analysten von JPMorgan auf einen stattlichen Erlös von 2,5 Mrd. Euro hoffen. Geht der Verkauf planmäßig über die Bühne, hätte Scouz24 genügend Spielraum für den Ausbau seines Immobilienvergleichsportals und neue, wert-schaffende Akquisitionen. Das Management von Scout24 zeigte sich im Rahmen des jüngsten Kapitalmarkttages entsprechend optimistisch, und stellte bis 2022 eine Verbesserung der operativen Gewinnmarge von 52 bis 54% in 2019 auf rund 58% in Aussicht. Die optimistischen Mittelfrist-Ziele dürften nach Einschätzung der Experten von JPMorgan zu höheren Konsensschätzungen für Scout24 führen. Daher haben die Analysten von JPMorgan ihre Einstufung für die Aktie zuletzt mit "Overweight" und einem Kursziel von 66 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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