Blog Kommentare

Liebe Leser,

ich bin gerade im Frankreich-Urlaub an der Côte d`Azur. Ich finde es eigentlich sehr angenehm, wenn ich meine Texte abseits der Büroalltags-Hektik schreiben kann, aber heute verdirbt mir das DAX mit einem 1,75 %igen Rücklauf ein wenig die Laune. Verantwortlich sind wieder einmal Nachrichten rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Insgesamt scheinen die Handelsgespräche aber positiv zu verlaufen. Als der Markt das letzte Mal deswegen kräftig zappelte, notierte der DAX bei rund 12.000 Punkten. Jetzt stehen wir fast 1.000 Punkte höher.

Es ist auch für die deutsche Wirtschaft wichtig, dass China jetzt einlenkt und die eigenen Märkte für ausländische Investoren komplett öffnet. Die Welt hat lange genug zugeschaut, wie China von Konzernen Technologie- und Know-how-Transfers als Gegenleistung für den Marktzugang verlangte. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass US-Präsident Trump hier jetzt die Initiative ergriffen hat, um die Chinesen zu einem fairen Handel zu bewegen. Die ersten positiven Resultate zeigt die Trump-Initiative bereits. China wird die Zölle auf Auto-Importe ab Juli von 25 % auf 15 % reduzieren. Davon werden auch die deutschen Autobauer profitieren.

In meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot hat sich in den letzten Monaten die Aktie von LVMH am besten entwickelt. LVMH ist schon seit Monaten die führende Aktie im Trendstabilitäts-Ranking im Euro Stoxx 50. LVMH profitiert vom Wohlstands-Konsum, der immer weiter in die Mittelschicht hineinreicht.

Hier an der Côte d`Azur wird einem das ständig vor Augen geführt, aber der noch bessere Indikator für den zunehmenden Wohlstandskonsum sind immer noch die Baumärkte, finde ich. Vor 20 Jahren gab es in den Grill-Abteilungen von Obi eine bescheidene Auswahl einfacher Grills. Heute haben die Grill-Abteilungen in den Baumärkten riesige Ausmaße angenommen. Ein Weber Holzkohle-Kugelgrill für derzeit 99 € zählt zu den absoluten Sonderangeboten. Wer möchte, findet komplexe Grill-Systeme für weit mehr als 1.000 €. Würde es keine Abnehmer geben, wäre die Auswahl in den Baumärkten nicht so groß. Ich glaube, dass diese Art von Wohlstandskonsum, der sich um Dinge dreht, die man eigentlich nicht wirklich benötigt, in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen wird. LVMH wäre mit über 70 Luxus-Marken unter dem eigenen Dach einer der großen Gewinner.

Der wesentliche Treiber beim französischen Branchenprimus für Luxusartikel bleibt die kräftig anziehende Nachfrage aus den Emerging Markets. Hier spielt vor allem China mit seiner schnell wachsenden Mittel- und Oberschicht eine bedeutende Rolle. In 2017 kletterte der Luxusartikelabsatz in Festland-China laut einer Analyse von Bain Capital um satte 15% auf knapp 20 Mrd. USD, wobei sich dieser Trend nach Einschätzung der Experten auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen sollte. LVMH hat sich mit seinem breiten Markenportfolio rund um Luxus-Uhren und Schmuck, Lederwaren und Fashion, Parfumes & Fragrances als Marktführer im Hochpreis-Segment etabliert.

Was mich bei LVMH weiter optimistisch stimmt ist die Tatsache, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern sich gezielt um die Erschließung neuer Marktsegmente bemüht. Gut ins Bild passt dabei das kürzlich mit der italienischen Marcolin-Gruppe geschlossene Joint Venture Thelios, mit dem man in das Segment mit hochpreisigen Luxus-Brillen einsteigt. Dieser Schritt macht Sinn, da man nicht nur ältere Konsumenten, sondern auch die kaufkräftige jüngere Generation als Zielgruppe für trendige Eyewear ins Visier nimmt. LVMH hat beste Voraussetzungen, dank seines breit diversifizierten Produkt-Mix überdurchschnittlich vom weltweiten Luxus-Boom zu profitieren. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten der Société Générale, die LVMH mit Blick auf die starke Entwicklung in Q1 eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche operative Entwicklung attestierten. Entsprechend wurde das Kursziel von 281 auf 311 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt. 

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trendfolge-Trader,

ich bin mit Hebel 2 long in TAG Immobilien. Der Grund für meine Long-Positionierung ist, dass die Aktie von TAG die trendstabilste Aktie im MDAX ist und darum gemäß unserem Regelwerk im Depot landete. Ich habe zum Immobilienmarkt aber auch eine klare Meinung, die ich Ihnen nun gerne mitteilen möchte, denn mein Szenario könnte einen sehr positiven Einfluss auf den gesamten Immobilienmarkt haben, wenn es denn eintritt.

Der Grund für die hohen Immobilienpreise liegt meiner Beobachtung nach vor allem darin, dass in Großstädten nicht genügend Neubauprojekte freigegeben werden. Das Kapital steht wartend am Seitenrand. Neue Immobilienprojekte finden erfahrungsgemäß sofort ihre Käufer. Mit Blick auf die Stadt Stuttgart, ich komme ja direkt aus der Gegend, kann ich sagen, dass das ein hausgemachtes Problem ist. Aus irgendeinem Grund wollen die Verantwortlichen in Stuttgart keine Skyline wie in Frankfurt oder London. Ich frage mich immer, warum sich deutsche Städte weigern in die Höhe zu bauen. In Frankfurt bekomme ich super Büroqualitäten zu akzeptablen Preisen, weil ein großes Angebot vorhanden ist, das daher stammt, dass in die Höhe gebaut werden darf.

Meine Zukunftsthese ist, dass irgendwann auch in den meisten deutschen Städten die Höhenbeschränkungen fallen und Neubauprojekte wie „The Shard“ in London freigegeben werden. Luxuswohnungen sorgen dafür, dass sich der restliche Immobilienmarkt entspannt, weil die zahlkräftige Klientel in die neu gebauten Skyscraper einzieht und dadurch Wohnungen im Umfeld frei werden. Wenn in deutschen Städten viele große Bauprojekte freigegeben werden und endlich in die Höhe gebaut werden darf, könnte für etablierte Immobiliengesellschaften wie TAG ein attraktives Zusatzgeschäft entstehen. Man sollte das im Hinterkopf behalten.

Beim routinemäßigen Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von ASML aufgefallen. Aktuell rangiert die Aktie des niederländischen Technologiekonzerns auf Rang 14 der Gesamtrangliste, ist zuletzt aber mit einem Trendstabilitätswert von 7,00 auf Rang 3 im EuroStoxx50 aufgerückt. Für mich als Trader ein Grund mehr, mich näher mit der fundamentalen Story bei ASML auseinanderzusetzen. Das Kerngeschäft von ASML umfasst Lithographie-Systeme, die vor allem in der Chip- und Halbleiterfertigung eingesetzt werden. Da neue Trends und Technologien wie Cloud, Big Data, Artificial Intelligence oder Roboterautos neue und leistungsfähigere Chip-Lösungen benötigen, sind Chip-Hersteller gezwungen, ihre Fertigung entsprechend aufzurüsten. Dies beschert ASML wie anderen Chip-Ausrüstern volle Auftragsbücher und satte Ergebniszuwächse.

Als Trader stelle ich mir bei solchen Werten immer die Frage, welche spezifischen Alleinstellungsmerkmale gerade diese Aktie attraktiv machen. Auch bei ASML bin ich dieser Thematik näher auf den Grund gegangen und bin dabei auf einige interessante Fakten gestoßen, über die ich Sie an dieser Stelle informieren will. ASML hat sich mit einer neuen Produktlinie gegenüber anderen Anbietern offensichtlich einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil herausgearbeitet. Die Rede ist von so genannten EUV-Systemen. Die Abkürzung EUV steht für "Extreme Ultraviolett", wobei diese neue Generation der Lithographie-Systeme in der Lage ist, Integrierte Schaltkreise (IC) mit extrem kleinen Geometrien herzustellen. Damit bietet ASML den Chip-Herstellern passende Lösungen, mit denen man den Miniaturisierungs-Trend erfolgreich umsetzen kann. Gleichzeitig bieten die neuen EUV-Systeme die Möglichkeit, große Stückzahlen zu deutlich günstigeren Kosten herzustellen, was für Schwergewichte wie Samsung, Intel oder TSMC, die allesamt zum Klientel von ASML gehören, attraktiv ist.

Auch operativ läuft es bei ASML rund, was ein Blick auf die jüngst veröffentlichten Q1-Zahlen beweist. Bei einem Umsatzanstieg von knapp 25% auf 2,29 Mrd. Euro verbesserte sich der operative Gewinn von 531,5 auf 658,0 Mio. Euro. Auch unter dem Strich überzeugte man mit einem Anstieg beim Nettogewinn auf 580,5 Mio. Euro (Vorjahr: 460,9 Mio. Euro). Stark präsentierte sich auch der Auftragseingang der mit 2,44 Mrd. Euro zwar saisonal bedingt unter dem Niveau des Schlussquartals 2017 (2,94 Mrd. Euro) lag, das Vorjahresniveau von 1,89 Mrd. Euro jedoch deutlich übertreffen konnte. Dabei konnte ASML neun weitere Aufträge für die neueste EUV-Generation an Land ziehen, wobei ASML im weiteren Jahresverlauf von einer deutlich dynamischeren Absatzentwicklung bei diesen hochpreisigen neuen Lithographiesystemen ausgeht. Allein in Q2 dürften EUV-Systeme bei ASML rund 600 Mio. Euro zum Umsatz beitragen, wobei ASML insgesamt von einem sequenziellen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber Q1 auf 2,5 bis 2,6 Mrd. Euro ausgeht.

Mittelfristig gehört ASML damit zu den Top-Profiteuren des Chip- und Halbleiterbooms, zumal man mit den neuen EUV-Systemen über einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Konkurrenten verfügt. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten von Goldman Sachs, die ASML in einer kürzlich veröffentlichten Studie mit "Conviction Buy" bestätigten und weiterhin ein Kursziel von 221 Euro für die Aktie sehen!

Fazit: ASML könnte bald wieder in meinem Trendfolge-Depot landen. Schon am Montag wird das Regelwerk darüber entscheiden.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Endlos Turbo Long 8,735 open end: Basiswert Tag Immobilien

Endlos Turbo Long 8,735 open end: Basiswert Tag Immobilien

DD25PW / //
Quelle: DZ BANK: Geld 25.05. 21:58:02, Brief 25.05. 21:58:02
DD25PW // Quelle: DZ BANK: Geld 25.05. 21:58:02, Brief 25.05. 21:58:02
9,46 EUR
Geld in EUR
9,56 EUR
Brief in EUR
2,71%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 18,170 EUR
Quelle : Xetra, 17:35:43
  • Basispreis 8,735 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 51,93%
  • Knock-Out-Barriere 8,735 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 51,93%
  • Hebel 1,90x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Liebe Trader,

wir schreiben Dienstag, den 24. April 2018. Auf einmal startet wieder eine neue Verkaufswelle an den US-Märkten, die den DAX am heutigen Mittwoch zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Zeilen um -1,7 % in die Tiefe drückt. Ich werfe auf der Infoseite unseres Trading-Systems einen Blick auf die Marktampel. DAX und Euros Stoxx 50 notieren nun wieder unterhalb ihres GD 200. Nur der MDAX befindet sich mit einem Abstand von +0,6 % darüber und die MDAX-Marktampel zeigt daher noch grünes Licht.

Im Jahr 2018 scheint Mr. Market vor allem den Jungbullen eine Lektion erteilen zu wollen. Nach 9 Jahren Bullenmarkt setzt zwangsläufig eine Art Gewöhnungseffekt ein. Anleger haben sich daran gewöhnt, dass die Kurse im Zeitverlauf immer weiter nach oben wandern. Viele kommen nun nicht damit klar, dass der Markt derzeit die andere Richtung eingeschlagen hat. Seit einem Jahr etwa stagnieren die Kurse im DAX. Die einschlägigen Börsenforen und Facebook-Gruppen sind voll mit dem sinngemäß immer gleichen Ausruf „Was ist da los?“, der immer dann laut herausgeschrien wird, wenn ein Publikumsliebling wie Tesla einmal stark im Minus notiert.

Die größte Zeitverschwendung, mit der man sich als Trader beschäftigen kann, ist die Vorhersage des Gesamtmarktes. Der Star-Fondsmanager Peter Lynch brachte das einmal gekonnt auf den Punkt: „Wenn Sie 13 Minuten im Jahr damit verbringen, die Konjunktur vorherzusagen, haben Sie 10 Minuten verschwendet.“ Anleger sollten sich auf die vorherrschenden Fakten konzentrieren anstatt über die Zukunft zu spekulieren.

Unsere Marktampel bringt genau diese Philosophie auf den Punkt. Wir gehen dann neuen Trading-Positionen ein, wenn ein bullischer Markttrend vorliegt und wenn die Märkte nach oben laufen. Wir gehen keine neuen Trading-Positionen ein, wenn ein bärischer Markttrend vorliegt und die Aktien unterm Strich an Wert verlieren. Die Marktampel schützt uns in gewisser Weise davor, selbst wild über die Zukunft zu philosophieren. Wenn sie grünes Licht gibt, ist das ein Fakt, an den sich unser regelbasiertes System auszurichten hat.

In solchen Phasen begehen viele Börsianer den Fehler, zu aktiv zu sein. Nach 3 freundlichen Tagen springen sie in den Markt, weil sie Angst haben eine Erholungsbewegung zu verpassen und nach 3 schwachen Tagen werfen sie ihre Positionen wieder, weil der Markt auf einmal stockdüster aussieht. Die Lektion, die in solchen Phasen gelernt werden muss, ist folgende: Bleibe auch mal passiv, wenn die Märkte nichts hergeben. Manchmal verhält sich die Börse so als ob es Brei vom Himmel regnen würde und man nur die Hand mit einer Schüssel ausstrecken muss, um etwas davon abzuhaben. Und wiederum manchmal gibt es einfach nichts zu holen.

Fazit: Ich kann jedem Trader nur empfehlen, den Markt in verschiedene Phasen zu unterteilen. Als Trendfolge-Trader ist es für uns absolut sinnvoll, nur dann zu handeln, wenn die Märkte freundlich sind. Unsere Marktampel erfüllt genau diesen Sinn und Zweck.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trendfolge-Trader,

am Freitag und Samstag hat die Invest in Stuttgart stattgefunden. Die Reihe der Aussteller hatte sich im Verlaufe der letzten Jahre immer weiter gelichtet und so kam es, dass eine große Masse von 12.000 wissbegierigen Börsianern die Messestände und Vorträge stürmten. Die Messe war rammelvoll. Es hat Spaß gemacht.

Ich habe mit vielen Börsianern über unsere Trendstabilität-Ranglisten und mein reales 100.000 € Depot gesprochen. Der Trading-Event hier auf dzbank-derivate.de hat eine hohe Bekanntheit erreicht. Unser Grundprinzip, auf trendstabile Aktien zu setzen, überzeugt die meisten Anleger. Ich verstehe das, denn die Sachlogik ist greifbar. Unternehmerischer Erfolg führt zu steigenden Kursen und auch der Umkehrschluss, dass wir aus stabil steigenden Kursen unternehmerischen Erfolg ableiten, ergibt Sinn.

Vor allem hat mich gefreut, dass viele Trader die Trendstabilitäts-Ranglisten mittlerweile schon selbstständig verfolgen und einen Blick darauf werfen, welche Aktien ein trendstabiles Verhalten zeigen. Genau das ist der richtige Ansatz. Ich sehe meinen Blog rund um mein reales 100.000 Trendfolge-Depot als Ideengeber und Motivator. Wenn Sie, liebe Leser, das Prinzip der Trendstabilität selbst auch als Faktor für Ihre Anlageentscheidungen heranziehen, freut mich das natürlich.

Am Montag war ja wieder einmal Umschichtungstermin, aber die Marktampeln für alle 3 Auswahl-Indizes EuroStoxx50, DAX und MDAX waren noch rot. Insgesamt ist mein Eindruck, dass der Markt freundlicher wird. Er reagiert nicht mehr so stark auf externe Ereignisse wie politisches Säbelrasseln und eine Vielzahl von Aktien macht neue Hochs. Es kann gut sein, dass die Marktampeln in zwei Wochen beim nächsten Umschichtungstermin wieder auf grün stehen und dass ich dann gemäß dem Regelwerk beginne, mein Depot wieder aufzufüllen.

Beim wöchentlichen Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Rocket Internet aufgefallen. Aktuell rangiert die Aktie der Internet-Beteiligungsholding mit einem Trendstabilitätswert von 7,90 auf Rang 7 der Gesamtauswahl. Für mich als Trader Grund genug, mich näher mit der fundamentalen Story bei Rocket Internet zu beschäftigen.

Das Geschäftsmodell von Rocket Internet basiert darauf, sich an chancenreichen Start-Up-Unternehmen aus dem eCommerce-Segment zu beteiligen und diese dann nach umfangreichen Neustrukturierungen zu einem späteren Zeitpunkt an die Börse zu bringen. Die Aussichten von Rücket Internet haben sich zuletzt dank der Renaissance am IPO-Markt weiter aufgehellt, was das Konzernmanagement kürzlich zu einem Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund 371 Mio. Euro bewogen hat. Dabei will man knapp 9,37% der ausstehenden Anteilsscheine zu einem fixen Preis von 24,00 Euro je Aktie erwerben

In den vergangenen Monaten machte Rocket Internet nach langer Sendepause mit zwei gelungenen IPO´s von sich reden. Hierbei handelt es sich um die beiden Food-Delivery-Spezialisten Delivery Hero und HelloFresh. Nach dem überaus erfolgreichen Börsengang von Delivery Hero im Juli vergangenen Jahres nutzte Rocket Internet die zuletzt starke Performance zur Realisierung von Gewinnen. Ende Februar sank der Rocket Internet-Anteil durch den Verkauf von 3,1% am Grundkapital von Delivery Hero auf nunmehr 9,0%. Bei HelloFresh ist man mit 43,81% nach dem Anfang November erfolgten IPO nach wie vor größter Anteilseigner. Die Pipeline von Rocket Internet ist gut gefüllt, wobei die Berliner in naher Zukunft weitere Kandidaten an die Börse bringen wollen. Medienberichten zufolge könnte das Emissionsvolumen von Home24 bei rund 500 bis 600 Mio. Euro liegen, womit sich auch hier ein überaus erfolgreiches Börsendebut abzeichnet. 

Fazit: Der Trendstabilitäts-Indikator deutet an, dass die lange Durststrecke bei Rocket Internet bald vorbei sein könnte.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trader,

derzeit ist mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot nur mit 3 von 6 möglichen Positionen bestückt. Am kommenden Montag könnte erstmals wieder ein vierter Wert in das Trendfolge-Depot aufgenommen werden, denn die Marktampel im MDAX zeigt seit heute wieder grünes Licht. Aktuell notiert der Index 0,1 % über dem gleitenden Durchschnitt (GD) 200. In den letzten Wochen hat mir die Marktampel gute Dienste erwiesen. Ich habe mich deshalb während der Korrekturbewegung nicht in neue Aktien eingekauft. Meine 3 verbleibenden Depotwerte sind im Depot geblieben, weil sie auf ihren jeweiligen Trendstabilitäts-Ranglisten auf den Plätzen 1 bis 3 notieren.

Für mich sind 2 Erkenntnisse wichtig. Erstens haben die trendstabilen Aktien, die schon vor 2 oder 3 Monaten trendstabil waren, ihr trendstabiles Kursverhalten beibehalten. Es ist schön zu sehen, dass hier in den Ranglisten eine gewisse Kontinuität besteht und dass die Aktien mit der höchsten Trendstabilität nicht wild fluktuieren. Zweitens – und das verdeutlicht das Funktionieren unserer Strategie – hatte im Falle von LVMH die Trendstabilität erneut eine Bedeutung. Das trendstabile Verhalten der Aktie war der Vorläufer einer außergewöhnlich guten Geschäftsentwicklung.

Ich berichte nun über das Zahlenwerk der LVMH-Aktie. Fundamentale Daten haben keine Bedeutung für unser Trendfolge-System. Die Kennzahl „Trendstabilität“, die letzten Endes über eine Depotaufnahme entscheidet, basiert rein auf Kursinformationen. Für mich ist es dennoch wichtig, die operative Entwicklung der Firmen zu verfolgen, weil es Rückschlüsse zulässt, ob unsere Trendfolge-Philosophie funktioniert. Unsere Philosophie hat den Ansatz, dass Aktien mit guter Geschäftsentwicklung, dies auch im Kursverhalten zeigen. Aktien von Firmen mit guten Zukunftsperspektiven und stabilen Geschäftsmodellen entwickeln sich erfahrungsgemäß weniger volatil als Aktien von hochspekulativen Gesellschaften. Indem wir gezielt auf trendstabile Aktien setzen, wollen wir Firmen mit einer guten, operativen Geschäftsentwicklung im Depot haben. Die Börse ist hierbei die Qualitätskontrolle, die die Spreu vom Weizen trennt.

Mit den am Montag nach Börsenschluss veröffentlichten Umsatzzahlen für das erste Quartal stellte LVMH zuletzt eindrucksvoll seine führende Marktposition im Luxussegment unter Beweis. So konnte LVMH im Auftaktquartal des Fiskaljahres mit einem organischen Umsatzplus von 13% auf knapp 11 Mrd. Euro aufwarten, womit die Konsenserwartungen übertroffen werden konnten. Maßgeblichen Anteil hatte dabei das starke Ergebnis im Bereich Uhren und Schmuck, wobei man hier einen organischen Umsatzanstieg von 20% erzielen konnte. Auch in anderen Produktkategorien wie Lederwaren und Fashion (+16%) sowie Parfumes & Cosmetics (+17%) gelang es LVMH, bei den Umsatzerlösen deutlich überproportional zuzulegen. Nachdem LVMH in 2017 auf Jahressicht ein organisches Umsatzplus von 12% bei einem Plus von 29% beim Nettoergebnis besser als erwartet abgeschnitten hatte, zeigen die jüngsten Umsatzzahlen, dass LVMH in 2018 gute Chancen hat, hier noch eine weitere Schippe draufzulegen.

Neben der robusten Absatzentwicklung in Kernmärkten wie den USA und Europa treibt bei LVMH vor allem die dynamisch wachsende Nachfrage im Luxusgütersegment in den Emerging Markets in der Region Asien/Pazifik. Gerade in China wächst die Mittel- und Oberschicht angesichts der boomenden Binnenkonjunktur rasant an, was die Nachfrage nach prestigeträchtigen und hochpreisigen Produkten weiter anheizt. Da LVMH in allen Kategorien über ein breites Portfolio mit bekannten Marken verfügt, wird der französische Branchenprimus hiervon überdurchschnittlich stark profitieren. Entsprechend hellen sich die Ertragsperspektiven für LVMH weiter auf, was nach den besser als erwartet ausgefallenen Q1-Umsatzzahlen auch von Analystenseite gewürdigt wird. So wurde das Kursziel von den Experten der UBS von 285 auf 305 Euro angehoben. Noch optimistischer meldete sich Goldman Sachs zu LVMH zu Wort, wobei das Kursziel von 303 auf 312 Euro erhöht wurde.

Fazit: Die Entwicklung meines Depotwertes LVMH bestätigt erneut, dass die Trendstabilität ein gutes Selektionskriterium für Aktien ist. Es lohnt sich daher, die Trendstabilitäts-Ranglisten regelmäßig zu verfolgen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Weiter Blogbeiträge

Wochenberichte | Trades | Kommentare