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Liebe Leser,

es gibt nun einen WhatsApp-Service von dzbank-derivate.de. Über diesen WhatsApp-Service erhalten Sie in Zukunft, liebe Leser, unter anderem auch neue Trades meines realen 100.000 € Trendfolge-Depots sofort zugeschickt. Ich finde, dass das ein sinnvolles Feature ist. Das Smartphone hat man ständig mit dabei. Und somit wird man sofort auf neue Trades aufmerksam. Hier können Sie sich kostenlos für den WhatsApp-Service registrieren:
https://www.dzbank-derivate.de/WhatsApp

Wann gibt es wieder neue Trades? Derzeit befindet sich der DAX 7,1% unter seinem gleitenden Durchschnitt 200. Es kann also noch eine Weile dauern bis die Marktampel wieder auf grün springt. Wenn das wieder der Fall sein sollte, werden Sie über den WhatsApp-Dienst sofort informiert.

Das Erstaunliche ist gerade, dass ich in diesem schwierigen Börsenumfeld mit unserem Trading-System sogar etwas Geld verdiene. Mein Depotwert TAG Immobilien startet durch und zieht auf neue Hochs durch. Mein Open End Turbo Long, über den ich die Position abgebildet habe, ist bereits 45% im Plus. Auch meine beiden anderen Depotwerte MTU und Deutsche Börse AG schlagen sich sehr gut. Die Aktien performen beide besser als der Markt. Die Trendfolge-Philosophie, auf die trendstabilsten Aktien zu setzen, hat in den letzten Monaten überzeugend funktioniert.

In jeder Börsenphase gibt es Aktien und Branchen, die das Geschehen dominieren. Es ist daher falsch, bei schlechtem Börsenwetter komplett den Kopf einzuziehen. Neue führende Aktien entwickeln sich oft ganz schnell und wenn man nicht aufpasst, hat man einen neuen Trend verschlafen. Indem ich immer nur auf die trendstabilsten Aktien des Marktes setze, kann ich mir sicher sein, bei den neuen Trends mit dabei zu sein, die im Anschluss an diese Korrektur anlaufen werden.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Hannover Rück, die aktuell auf Rang 6 der Gesamtauswahl rangiert. Der zweitgrößte deutsche Rückversicherer konnte zuletzt mit einem starken Zahlenwerk für das 3. Quartal aufwarten und übertraf dabei dank geringerer Schadensbelastungen durch Naturkatastrophen die Konsenserwartungen deutlich. Daher zeigte sich der Konzernvorstand optimistisch, die Gewinnprognose von mehr als 1 Mrd. Euro beim bereinigten Konzernergebnis sicher erreichen zu können. Von den guten Aussichten im operativen Geschäft werden auch die Aktionäre profitieren. So soll die Ausschüttungsquote mit 35 bis 45% des bereinigten Nettogewinns nicht nur stabil gehalten werden. Die Aktionäre dürfen sich dank der üppigen Kapitalausstattung der Hannover Rück nach Aussage des Finanzvorstands Roland Vogel auch im kommenden Fiskaljahr 2019 auf eine Sonderausschüttung freuen. Für 2018 wird man nach Aussage des Finanzvorstands, inklusive einer Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie, rund 5 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre zahlen. Das entspricht einer Dividendenrendite von immerhin 4%. Die Experten von RBC Capital haben die Einstufung zuletzt mit „Neutral“ und einem Kursziel von 122 Euro bestätigt.

Auf Rang 4 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 befindet sich aktuell Merck KGaA. Die Darmstädter sind in den vergangenen Jahren durch milliardenschwere Zukäufe wie der Übernahme von Sigma-Aldrich zu einem der weltweit führenden Life-Sciences-Spezialisten aufgestiegen. Mit dem breit aufgestellten Produktportfolio bei Labortechnik und Analytik-Systemen profitiert man von der starken Nachfrage aus der Pharma- und Biotechindustrie. Auch im Kerngeschäftsfeld Pharma ist man gut aufgestellt und verfügt neben umsatzstarken Medikamenten wie dem Fruchtbarkeitspräparat Gonal-F und dem MS-Medikament Cladribin über eine vielversprechende Pipeline mit zahlreichen Blockbuster-Kandidaten. Als einer der Hoffnungsträger gilt Avelumab, das bereits für die Behandlung von Blasenkrebs und einer seltenen Hautkrebserkrankung zugelassen wurde. Nachdem man kürzlich vielversprechende Ergebnisse einer klinischen Phase-III-Studie bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom veröffentlicht hatte, könnte eine US-Zulassung in dieser Indikation neues Umsatzpotential für das Krebsmedikament freisetzen. Zuletzt überzeugte man mit soliden Zahlen im 3. Quartal, wobei man trotz negativer Wechselkurseffekte beim operativen Ergebnis leicht über den Erwartungen abschneiden konnte. Obwohl man die Ergebnisprognose für 2018 leicht nach unten korrigiert hatte, sieht man sich weiter auf Kurs, ab 2019 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Die Commerzbank hat ihr Kursziel im Anschluss an die Zahlen im 3. Quartal mit 100 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Verpassen Sie mit unserem WhatsApp-Service keine Trading-Chance mehr!

Hallo Trader,

am 30 November und 1. Dezember findet der G20-Gipfel in Buenos Aires statt. Dann werden sich Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping zusammensetzen, um über eine Lösung des Handelsstreits zu beraten. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld bereits auf Erholungskurs. Trump hat sich optimistisch bezüglich einer Einigung gezeigt.

Ich muss diesbezüglich an den Brexit denken, aus dem ich eine wichtige Lehre mitgenommen habe. Es war keine schmerzhafte Lehre, denn ich hatte im Trading-Depot einen Cashbestand von 90% vor der Brexit-Abstimmung, aber ich fand die Geschehnisse so einschneidend, dass ich mir das Muster für immer und ewig merken werde. In den 6 Tagen vor der Bekanntgabe der Brexit-Abstimmung am 24. Juni 2016 zog der DAX von 9.500 auf 10.300 Punkte nach oben. Und zwar weitgehend deswegen, weil britische Buchmacher Indikationen dafür hatten, dass die Abstimmung zu Gunsten eines Verbleibens von Großbritannien in der EU ausfallen würde. Es gab wohl selten in der Börsengeschichte eine Kursrally, die auf so dünnen Fakten basierte.

Was ist meine Schlussfolgerung aus der Brexit-Lehre? Wenn im Vorfeld des G20-Gipfels, die Kurse schon sehr stark anziehen sollten, dann würde ich als diskretionärer Trader meinen Cashbestand erhöhen. Ich würde nicht die Gefahr auf mich nehmen, vollinvestiert in eine Situation hineinzulaufen, in der USA und China weiterhin auf Konfrontationskurs bleiben. Denn auch dieses Szenario ist möglich.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Puma, die sich mittlerweile auf Rang 10 im MDAX vorgeschoben hat. Der Sportartikelhersteller hat sich dank gezielter Umstrukturierungen und einer konsequent umgesetzten Offensive im hochmargigen Freizeit-Segment zu einem der wachstumsstärksten Player der Branche gemausert. Dies belegen die jüngst vorgelegten Q3-Zahlen, wobei man beim bereinigten operativen Ergebnis mit einem Gewinnanstieg von 28% auf knapp 130 Mio. Euro die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte. Passend zum 70-jährigen Firmenjubiläum zeigen sich die Herzogenauracher für das laufende Fiskaljahr nun etwas optimistischer und peilen nun mit einem operativen Gewinnanstieg auf 325 bis 335 Mio. Euro und einem Umsatzanstieg von 14 bis 16% ein neues Rekordergebnis an. Zuvor hatte man einen operativen Gewinn von 310 bis 330 Mio. Euro sowie ein Umsatzplus von 12 bis 14% in Aussicht gestellt. Die Experten der Berenberg Bank zeigten sich nach der Zahlenvorlage optimistischer zu den weiteren Aussichten bei PUMA und hoben das Kursziel von 530 auf 545 Euro an, wobei die Einstufung mit „Buy“ bestätigt wurde.

Auf Rang 2 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste hat sich Sartorius vorgearbeitet. Der Labortechnik-Spezialist profitiert vom Boom in der Pharma- und Biotechbranche. Denn neue Verfahren wie CRISPR oder Immunonkologie erfordern modernste Analysesysteme, mit denen sich relevante Daten aus Gewebe- und DNA-Proben auswerten und visualisieren lassen. Sartorius hat sich hier durch zahlreiche Übernahmen zu einem technologisch führenden Anbieter in diesem Segment gemausert und bietet außerdem das passende Labortechnik-Equipment. In den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres konnte Sartorius mit einem Plus von 15% beim bereinigten operativen Gewinn ein respektables Ergebnis vorweisen. Allerdings blieb man im Bereich Lab Products & Services der schwächeren Nachfrage aus Europa hinter den Erwartungen zurück. Besser lief es im umsatzstärksten Geschäftsbereich Bioprocess-Solutions, der mit Verbrauchsmaterialien für die Herstellung von Biopharmazeutika ein sattes Umsatzplus von 14,8% vorzuweisen hatte. Die nach dem starken Halbjahresergebnis angehobene Jahresprognose wurde trotz der trüberen Aussichten in der Labortechniksparte bestätigt, Die Experten von Mainfirst haben die Aktie zuletzt von „Neutral“auf „Outperform“ angehoben, das Kursziel jedoch leicht von 150 auf 145 Euro nach unten revidiert.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Leser,

ich habe mir gerade noch einmal den DAX-Chart von 1998 angeschaut. Im Sommer 1998 begann die Asienkrise. Von Juli bis November brach der DAX von über 6.000 Punkte auf unter 4.000 Punkte ein. Dann ging die Hausse weiter als ob nichts gewesen wäre. Wenn Sie mich fragen, liebe Leser, ob ich eher an ein Finanzkrise-Szenario wie 2008 glaube oder eher an ein Asien-Krise-Szenario wie 1998, dann würde ich eher darauf tippen, dass es läuft wie 1998 und nach einer schnellen, aber heftigen Bereinigung der Markt wieder bullisch wird. Ich erkenne einfach kein Ende der langfristigen Wachstumstrends. In Indien liegt das BIP pro Kopf bei etwa 2.000 USD. In den USA liegt es 20 Mal so hoch. Die Globalisierungswelle ist damit noch lange nicht zu Ende. Was in China passiert ist, wird sich in Indien wiederholen. Das Land wächst um etwa 6 % pro Jahr. Es öffnet sich für ausländische Investitionen. Das Wachstum ist ein Selbstläufer. Mit 1,3 Milliarden Menschen entsteht ein riesiger Wirtschaftsraum.

Die MTU-Aktie schießt heute um +5,2 % nach oben. Der Titel ist ein Bulle aus dem Bilderbuch. Während der schwachen Marktphase ist MTU kaum gefallen und jetzt nimmt die Aktie die erste Erholungsbewegung im DAX sofort überproportional an. Die Aktie befindet sich in meinem Depot, denn sie zählt schon seit Wochen und Monaten regelmäßig zu den trendstabilsten Aktien am Markt und wurde darum gemäß unserem Regelwerk ins Depot aufgenommen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 1 der Trendstabilitätsrangliste im DAX30 hat sich die Aktie der Deutschen Börse vorgearbeitet. Die Aktie befindet sich in meinem Realgelddepot. Zuletzt präsentierte der Börsenbetreiber solide Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal, wobei man beim bereinigten operativen Ergebnis die Konsenserwartungen mit einem Anstieg von 292,8 auf 351,3 Mio. Euro leicht übertreffen konnte. Dank der zuletzt gestiegenen Volatilität an den Aktienmärkten legten die Handelsumsätze vor allem an den Derivatebörsen deutlich zu, während man in den übrigen Kerngeschäftsfeldern rund um Marktdaten, im Indexgeschäft oder im Devisenhandel ebenfalls solide Zuwächse vorzuweisen hatte. Da der Start ins Schlussquartal vielversprechend verlief, sieht sich der Börsenbetreiber auf Kurs, die Jahresziele, die unter anderem eine Steigerung von mindestens 10% beim Nettoergebnis vorsehen, bequem erreichen zu können. Frische Impulse erhofft man sich durch neue Geschäftsfelder und Serviceangebote für die Finanzbranche, weshalb man gleichzeitig massiv in moderne Technologien rund um Blockchain, Cloud und Künstliche Intelligenz investiert. In Verbindung mit den eingeleiteten Umstrukturierungen, die ab 2020 für Einsparungen von rund 100 Mio. Euro pro Jahr sorgen sollen, ist die Deutsche Börse auf Kurs, unter der Ägide des seit Jahresanfang amtierenden Konzernchefs Theodor Weimer nach jahrelanger Stagnation wieder profitabel zu wachsen. Die Experten der Deutschen Bank bestätigten im Anschluss an die leicht besser als erwartet ausgefallenen Q3-Zahlen ihre Einstufung mit „Buy“ und einem Kursziel von 126 Euro.

Aufgefallen ist mir beim Sreening der Trendstabilitätsranglisten die Aktie von Nokia, die mittlerweile auf Rang 10 im EURO STOXX 50 rangiert und über die während des Depots-Events bislang noch nicht berichtet hatte. Der Technologiekonzern hat sich nach der Abspaltung des traditionellen Handy- und Smartphone-Geschäfts voll auf den Bereich Netzwerktechnik fokussiert und profitiert nun vom Rollout des neuen 5G-Mobilfunkstandards. Hier bietet Nokia passende Soft- und Hardware für Mobilfunkbetreiber, die massiv in den Rollout der neuen Technologie investieren. Dies bescherte Nokia eine Reihe bedeutender Großaufträge, wobei man unter anderem von T-Mobile US einen mehrjährigen 5G-Rahmenvertrag im Gesamtvolumen von 3,5 Mrd. USD erhielt. Daneben gehören mittlerweile auch andere führende Mobilfunkanbieter wie Telecom Italia Mobile, der US-Anbieter Verizon oder die japanische NTT Docomo zum Kundenkreis der Finnen bei 5G-Netzwerklösungen. In Q3 musste Nokia angesichts höherer Kosten einen leichten Gewinnrückgang beim bereinigten Konzernergebnis hinnehmen, womit man allerdings im Rahmen der Erwartungen blieb. Mit Kostensenkungsmaßnahmen will Nokia seine Profitabilität weiter verbessern und will damit bis 2020 jährlich 700 Mio. Euro einsparen. Die Experten von JPMorgan bestätigten zuletzt das Kursziel mit 6,50 Euro und der Einstufung „Overweight“.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Leser,

wir haben gestern bei uns in der Redaktion über die brutalen Kursverluste deutscher Aktien diskutiert. Die Frage war was hier an der Börse eigentlich gespielt wird. Eine Dürr zum Beispiel ist von 60 € auf 28 € gefallen und es gibt immer noch kaum Gegenwehr. Die Aktie des so erfolgsverwöhnten Anlagenbauers fällt wie ein Stein. Unsere letztendliche Antwort war, dass gerade eine komplette Neubewertung der deutschen Autobranche inklusive der gesamten Zuliefererkette stattfindet. Der Markt ist zu der Erkenntnis gelangt, dass den Autobauern inklusive Zulieferern Jahre des Siechtums bevorstehen. Ich halte diese Einschätzung auch für realistisch.

Amazon hat dem Buchhandel die Geschäftsgrundlage entzogen. Der Online-Vertrieb von Autos wird dem Autoverkauf über Vertragshändler das Garaus machen. Kein Hersteller kann sich langfristig leisten, 15% bis 25% des Verkaufspreises mit einem Vertragshändler zu teilen. Der Mut, eine revolutionäre Änderung der Vertriebsstruktur herbeizuführen, ist nicht vorhanden. Ich verurteile das nicht. Die Konflikte, die es mit den Autohändlern herbeiführen würde, wenn Daimler ab morgen Autos auch komplett online verkaufen würde, mit Lieferung des bestellten Autos an die Haustür, wären zu groß. Kein Vorstand könnte sie unbeschadet überstehen. Aber diese Unentschlossenheit öffnet den Markt für neue Anbieter wie Tesla. Tesla setzt auf den Online-Vertrieb und muss das Geld nicht mit zwischengeschalteten Händlern teilen.

Mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot bleibt derweil weiter stabil oben liegen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn der Markt um einen herum kollabiert und wenn das eigene Depot stabil oben liegen bleibt. Ich werte das als strategischen Vorteil. Irgendwann, wenn von den niedrigen Niveaus aus die neuen Aufwärtstrends starten, kann ich mich gemäß meinem Trendfolge-Regelwerk wieder systematisch in den Markt einkaufen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten? Neue Aktien kommen nach vorne, die wir schon lange nicht mehr oben in den Ranglisten gesehen haben.

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Linde aufgefallen, die mittlerweile auf Rang 2 im DAX 30 rangiert. Der Industriegashersteller hat kürzlich endgültig grünes Licht von den zuständigen US-Kartellbehörden für den Zusammenschluss mit dem US-Wettbewerber Praxair erhalten. Dabei halten sich die kartellrechtlichen Vorgaben für die Durchführung der milliardenschweren Fusion im Rahmen und sehen lediglich die Veräußerung einiger Randbereiche vor. Nach Vollzug des Zusammenschlusses winken jährliche Synergien in Höhe von 1,1 bis 1,2 Mrd. USD, wobei Linde außerdem seine Position auf dem wichtigen US-Markt bedeutend verstärken kann. Gemeinsam werden Linde und Praxair mit einem Gesamtumsatz von 28 Mrd. Euro zur weltweiten Nummer Eins im Bereich Industriegase aufsteigen und damit den französischen Konkurrenten Air Liquide von der Spitzenposition verdrängen. Die Experten der Société Générale zeigten sich nach der Meldung über die Genehmigung der Fusion weiter optimistisch und hoben das Kursziel für die Aktie von Linde von 225 auf 234 Euro an.

Merck KGaA rückte zuletzt im DAX 30 auf Rang 9 der Trendstabilitäts-Rangliste nach vorne. Der deutsche Traditionskonzern hat sich in den vergangenen Jahren dank gezielter Übernahmen zu einem modernen Life-Science-Unternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Pharma, Display-Lösungen und moderne Labor- und Medizintechnik gewandelt. Frische Impulse verspricht die gut sortierte Pharmapipeline der Darmstädter, wobei die Hoffnungen hier unter anderem auf dem gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelten, neuartigen Krebspräparat Avelumab ruhen. Kürzlich präsentierten beide Kooperationspartner vielversprechende Daten einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellenkarzinom. Hier wurde eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Überlebens bei einer Kombinationstherapie mit Avelumab und einem weiteren Präparat erreicht. Gelingt hier eine erfolgreiche Zulassung, wäre dies ein bedeutender Durchbruch für das neuartige Krebspräparat, das bislang für die beiden Indikationen Blasenkrebs und die Behandlung einer seltenen Hautkrebserkrankung zugelassen wurde. Gestützt auf die guten Aussichten im Pharmageschäft zeigte sich Vorstandschef Stefan Oschmann zuletzt optimistisch, nach einem Übergangsjahr 2018 ab 2019 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren zu können. Vor diesem Hintergrund bestätigte die UBS zuletzt ihre Einstufung für die Aktie von Merck mit „Buy“ und sieht weiterhin ein Kursziel von 115 Euro.           

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Leser,

wenn das eigene Depot unter Druck ist, würde man am liebsten die Augen schließen und die Börse erst einmal ausblenden. Jeder Börsianer kennt diese Art von Motivationsschwankungen. Aber gerade in einer ausgeprägten Korrekturphase können die ganz großen Kaufsignale auftreten, die den Startpunkt neuer Rallyebewegungen markieren. Aktien, die mitten in der Krise auf neues Jahreshochs steigen, sind oft die neuen Gewinner des folgenden Aufschwungs.

Um Ihnen das Ganze bildhaft zu veranschaulichen, erzähle ich nun über einen Trade von mir aus dem Jahr 2009, den ich heute noch so vor Augen habe, als wäre es gestern gewesen. Im März 2009 tobte die Finanzkrise ja auf ihrem Höhepunkt. Fast alle Aktien notierten rund um ihre Jahrestiefs. Eine Aktie jedoch widersetzte sich der schlechten Stimmung. Es handelte sich um Dialog Semiconductor. Dialog Semiconductor befand sich seit Jahresanfang 2009 in einer starken Rallyebewegung und erreichte Ende März 2009 dann bereits neue Jahreshochs. Eine Rallyebewegung inmitten der Finanzkrise. Das war damals die absolute Ausnahme im Jahr 2009. Ich kaufte die Dialog-Aktie zu 0,82 € und freute mich riesig über einen 50%igen Kursgewinn, den ich dann im Bereich bei etwa 1,20 € realisieren konnte. Dass sich die Aktie im Anschluss noch vervielfachen würde, ahnte ich damals noch nicht. Aber das entscheidende Muster, also das Kursverhalten der Aktie im Gesamtmarkt-Kontext, blieb mir für immer im Gedächtnis. Dialog war einer der frühen Bullenaktien und konnte vor nahezu allen anderen Titeln neue Jahreshochs markieren. Dieses technische Verhaltensmuster gehört zu den Königssignalen des Marktes.

In den nächsten Wochen dürfte die Marktampel unseres Trendfolge-Systems irgendwann wieder auf Grün stehen und dann wird sich das Trendfolge-System in den Bullenaktien eines neuen Aufschwungs einkaufen. So ist meine Idealvorstellung.  

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Philips, die aktuell auf Rang 8 der Auswahlrangliste im EURO STOXX 50 rangiert. Der niederländische Mischkonzern hat sich in den vergangenen Jahren durch die Abspaltung von Randbereichen in der Elektroniksparte und dem Spin-Off des Beleuchtungsgeschäfts zu einem Healthcare-Spezialisten gewandelt. Im Kerngeschäftsfeld Professional Healthcare fokussiert man sich auf Lösungen rund um bildgebende Systeme für Radiologie und Ultraschall, Diagnostik und digitale Lösungen, mit denen sich ein lückenloses Patienten-Monitoring in Krankenhäusern und Fachkliniken realisieren lässt. Auch in Zukunftsbereichen rund um eHealth, Telemedizin oder Healthcare-Software-Solutions ist Philips mittlerweile einer der technologisch führenden Anbieter. Die Fokussierung auf professionelle Healthcare-Lösungen zahlt sich aus, zumal man im 2. Quartal beim bereinigten operativen Gewinn mit einem deutlichen Plus von 10% auf 482 Mio. Euro aufwarten konnte. Auch beim Auftragseingang verbuchte man einen überraschend deutlichen Anstieg von 9%. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten von HSBC, die das Kursziel für die Aktie von 44 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung mit „Buy“ bestätigt haben.

Volkswagen hat sich in der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 auf Rang 5 nach vorne gearbeitet. Der Wolfsburger Autobauer hatte zuletzt im September angesichts neu in Kraft getretener strengerer Abgasnormen und den Nachwehen des Dieselskandals auf Konzernebene einen deutlichen Absatzrückgang von 18,1% hinnehmen müssen. Mit neuen, schadstoffärmeren Modellen und einer Offensive im Elektroauto-Segment will man die Weichen in den kommenden Jahren wieder auf Wachstum stellen. Basierend auf dem kürzlich vorgestellten neuen modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) sollen ab Ende 2022 insgesamt 27 verschiedene Elektroautomodelle vom Band rollen. Dabei hat sich VW mit dem geplanten Verkauf von 3 Millionen Elektrofahrzeugen pro Jahr bis 2025 auch beim Absatz ehrgeizige Ziele gesetzt. Neue Wege will der Volkswagen-Konzern auch beim Autovertrieb einschlagen und plant ab 2020, das klassische Händlervertriebsmodell durch eine digitale Plattformlösung zu ersetzen. Über die neue Internet-Plattform, die VW gemeinsam mit seinen mehr als 5.400 Vertragshändlern und Servicepartnern aufbauen will, soll ab 2020 künftig der gesamte Verkaufsprozess inklusive Finanzierung und Inzahlungnahme von Altfahrzeugen abgewickelt werden. Damit will VW den Autovertrieb nicht nur deutlich effizienter, sondern auch kostengünstiger gestalten. So sollen künftig dank einer individuellen Kunden-ID automatische Software-Updates ohne Werkstattbesuch möglich sein. Außerdem sollen über die neue Internet-Vertriebsplattform weitere Dienstleistungen und Angebote rund um Carsharing und Lade- und Abrechnungsdienste für E-Autos angeboten werden. Volkswagen hat die Zeichen der Zeit erkannt und ist damit auf gutem Weg, wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Kürzlich haben die Experten der Société Générale das Kursziel für die Aktie mit 208 Euro und der Einstufung "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

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