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Besser Traden mit System - Der Blog

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Liebe Leser,

Elektromobilität ist das "Next Big Thing" in der Automobilbranche. Dank großzügiger staatlicher Förderungen für den Kauf eines Elektroautos verzeichnet die Automobilbranche im E-Autosegment deutlich zweistellige Absatzzuwächse. Angesichts hoher F&E-Ausgaben sowie der notwendigen kostspieligen Produktions-Umstellungen gilt Elektromobilität jedoch nach wie vor als Zuschuss-Geschäft. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der renommierten Unternehmensberatung McKinsey scheint jedoch die von vielen Autoexperten vertretene These "Gut für das Klima - Schlecht für die Rendite" zu widerlegen. Laut McKinsey gelingt es den meisten Herstellern bereits jetzt, im E-Autosegment dank steigender Absatzpreise und Skalen-Effekten ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis einzufahren. Mittelfristig werden Elektro-Automodelle dank kosteneffizienter Plattform-Technologien und neuer Software-Features laut McKinsey sogar deutlich höhere Margen abwerfen als die derzeit gängigen Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Premium-Hersteller wie Daimler profitieren besonders stark vom Übergang zur Elektromobilität!

Laut der Analyse von McKinsey dürften vor allem Hersteller aus dem Oberklasse-Segment besonders stark vom Übergang zur Elektromobilität profitieren, da viele Modelle aus der gehobenen Preisklasse laut der Studie bereits jetzt ordentliche Gewinne abwerfen. Damit bieten sich vor allem für den Stuttgarter Premium-Hersteller Daimler, der sich aktuell auf Rang 9 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet, mittelfristig exzellente Aussichten. Daimler treibt unter der Ägide des seit Mai 2019 amtierenden Konzernchefs Ola Källenius den Übergang zur Elektromobilität zielstrebig voran. Einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Modell-Offensive lieferte Daimler auf der letzten IAA, wobei der Stuttgarter Premium-Hersteller mit vier neuen E-Automodellen am Start war. Zu den Highlights der internationalen Automobilmesse in München gehörte dabei neben den drei neu vorgestellten EQS-Modellen, die als Stromer-Alternativen für die S-Klasse von Mercedes-Benz im oberen Preissegment angesiedelt sind, eindeutig der neue Mercedes EQE. Mit seiner gewohnt luxuriösen Innenausstattung, einer Reichweite von 660 Kilometern und ungewohnt futuristischem Design will Daimler mit seiner voll-elektrischen Version der populären E-Klasse auch im mittleren bis gehobenen Preissegment voll durchstarten.

Electricity Only - Daimlers Roadmap für den Zukunftsmarkt Elektromobilität

Konzernchef Källenius hat die E-Offensive bei Daimler generalstabsmäßig vorbereitet. Nach dem kürzlich erfolgten Spin-Off der Nutzfahrzeugsparte Daimler Trucks haben die Stuttgarter nun die Hände frei, um sich voll und ganz auf den neuen Zukunftsmarkt Elektromobilität zu fokussieren. Allein bis Ende kommenden Jahres wird Daimler 10 weitere voll-elektrische Modelle auf den Markt bringen, wobei man bis 2025 für jedes Verbrenner-Modell eine emissionsfreie E-Variante anbieten will. Damit soll der Absatzanteil bei E-Fahrzeugen bis zur Dekaden-Mitte auf bis zu 50% steigen. Flankiert wird die E-Modell-Offensive bei Daimler durch den Ausbau der Fertigungskapazitäten für die hauseigenen, standardisierten Batteriezellen-Module. Bis zum Dekadenende will Daimler gemeinsam mit Partnerunternehmen acht Giga-Factories mit einer Gesamtleistung von 200 Gigawatt-Stunden aufbauen, um den Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus vollständig abzudecken.

Daimler strebt auch in punkto Profitabilität die Pole-Position im E-Autosegment an!

Alles in allem will Daimler inklusive des Ausbaus des konzerneigenen Ladestations-Netzwerks bis Ende 2030 knapp 40 Mrd. Euro investieren, um seine ehrgeizigen Planziele im Zukunftsmarkt E-Mobility zu erreichen. Dabei strebt Konzernchef Källenius nicht nur die Pole-Position im Premium-Segment an, sondern will auch in punkto Profitabiltät neue Maßstäbe in diesem Zukunftsmarkt setzen. So soll die operative Marge im E-Autosegment zunächst durch gezielte Preisanpassungen weiter verbessert werden. Mit der ab 2025 geplanten Einführung von drei neuen, speziell auf reine E-Modelle ausgelegten zentralen Plattform-Architekturen will man die Serienproduktion deutlich effizienter und vor allem kostengünstiger gestalten. Damit will Daimler auch nach der noch vor dem Dekadenende anvisierten Transformation zu einem reinen E-Autoanbieter operativ zweistellige Gewinnmargen einfahren.

Chip-Krise bremst Daimler kurzfristig aus - UBS sieht dreistelliges Kursziel!

Operativ läuft es bei Daimler wie bei vielen anderen Autobauern derzeit alles andere als rund. Angesichts der globalen Lieferengpässe bei Chips und anderen Elektrobauteilen musste man in Q3 aufgrund von Produktions-Ausfällen trotzt prall gefüllter Auftragsbücher bei den Fahrzeugverkäufen der Kernmarke Mercedes-Benz einen deutlichen Absatzrückgang von rund 30% hinnehmen. Sehr stark entwickelten sich jedoch der Absatz im E-Auto-Segment, wobei man hier im Vorjahresvergleich ein deutliches Absatzplus von 34,1% einfahren konnte. Trotz der zuletzt schwachen Absatzentwicklung in Q3 und der anhaltenden Probleme in der Supply-Chain ist Daimler dank der starken Nachfrage vor allem bei hochpreisigen Modellen und kräftig gestiegenen Absatzpreisen auf gutem Weg, in 2021 einen Milliarden-Gewinn einzufahren. Die Experten der UBS gehen davon aus, dass Daimler die aktuellen Chip-Lieferprobleme zeitnah in den Griff bekommen wird und bescheinigt dem Stuttgarter Premiumhersteller nicht zuletzt dank seiner überzeugenden E-Mobility-Strategie für 2022 glänzende Aussichten. Daher wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 79 auf 100 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von HUGO BOSS, die sich aktuell auf Rang 4 der Gesamtauswahl befindet.

CEO Daniel Grieder will HUGO BOSS wieder auf den Erfolgspfad führen

Für frischen Wind sorgt beim Metzinger Edelschneider der seit Juni amtierende neue Vorstandschef Daniel Grieder, der HUGO BOSS mittelfristig zu einem der führenden europäischen Player im Premium-Segment formen will. Der 60-jährige Manager gilt als erfahrener Turnaround-Spezialist in Sachen Mode, zumal Grieder als Europa-Manager von Tommy Hilfiger maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Comeback des trendigen US-Modelabels hatte. Nachdem HUGO BOSS im vergangenen Jahr massiv unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu leiden hatte, will der neue Vorstandschef HUGO BOSS mit einer neuen Strategie wieder zurück auf den Erfolgspfad führen.

Neues Image soll jüngere Kunden anlocken

Erreichen will Grieder dieses Ziel vor allem durch eine Neupositionierung der beiden Kernmarken BOSS und HUGO. Dabei will HUGO BOSS man vor allem im Herrensegment mit neuen trendigen Designkonzepten, bei denen beispielsweise Anzüge mit T-Shirts oder Sneakers kombiniert werden, bei der modebewussten jüngeren Kundschaft punkten. Weiter ausgebaut werden soll auch das zuletzt überaus erfolgreiche Casual-Segment. Hier trifft HUGO BOSS mit neuen Kollektionen, die man gemeinsam mit bekannten US-Fashion-Labels wie Russel Athletics oder der National Basketball Association (NBA) entwirft, den Nerv der Zeit. Neue Kollektionen wie die Casualwear-Kapseln "BOSS x NBA" oder „BOSS x Russell Athletic" konnten dank sportlich-lässiger neuer Designs bei Poloshirts, Sweatshirts oder Sneaker zuletzt deutlich zweistellige Zuwächse vorzuweisen. Mittlerweile erzielt HUGO BOSS mit lässiger Freizeitbekleidung mehr als 50% der Gesamterlöse und ist damit auf gutem Weg, sich als eine der führenden Premium-Markenanbieter im trendigen Casual-Segment zu etablieren.

Fokus auf eCommerce und eigene Shops sollen Umsatz und Margen deutlich verbessern!

Eine zentrale Rolle in der neuen Konzernstrategie soll künftig auch eine Neupositionierung im Vertrieb der eigenen Modelabels spielen. Hier will Grieder vor allem den Produkt-Verkauf über über die mittlerweile in mehr als 60 Ländern verfügbare Online-Shopping-Plattform hugoboss.com forcieren. Durch den Ausbau der internationalen Online-Präsenz in weiteren Ländern und dem Launch neuer eCommerce-Portale soll der Umsatzanteil im Online-Handel von derzeit knapp 11% auf bis 2025 Erlöse auf rund 25% steigen. In Verbindung mit dem geplanten Ausbau des konzerneigenen Filial- und Outlet-Netzwerk will sich HUGO BOSS stärker auf das Direct-to-Consumer-Segment fokussieren, was sich auch positiv beim Ergebnis bemerkbar machen wird. Da man beim Verkauf über konzerneigene Vertriebskanäle keine Zwischenhändler benötigt, fallen die Margen im Direct-to-Consumer-Geschäft deutlich höher aus als im Großhandel.

HUGO BOSS will Erlöse bis 2026 mehr als verdoppeln und Margen deutlich verbessern!

Im Zuge der auf dem Capital Markets Day Anfang August vorgestellten neuen Konzernstrategie will Daniel Grieder HUGO BOSS bis 2025 zu einem der führenden europäischen Modelabels im Premium-Segment machen und dabei gleichzeitig Umsatz und Profitabilität nachhaltig verbessern. Erreichen will Grieder diese ehrgeizigen Planziele neben dem Ausbau des Direct-to-Consumer-Geschäfts und neuen Designs auch durch Investitionen in Digitalisierung und strategische Zukäufe. Die hierfür notwendigen Investitionen in Höhe von rund 750 Mio. Euro sollten sich jedoch auszahlen. Geht das ehrgeizige Konzept auf, wird HUGO BOSS demnach die Erlöse von 2 Mrd. Euro in 2020 bis 2026 auf rund 5 Mrd. Euro mehr als verdoppeln. Auch die operative Marge, die in Q2 des laufenden Fiskaljahres lediglich bei 6,7% gelegen hatte, soll nachhaltig auf mehr als 12% gehoben werden.

Massive Insiderkäufe zeugen von Vertrauen in die Zukunft - RBC Capital äußert sich optimistisch!

Die jüngsten Insiderkäufe zeigen, dass das Konzernmanagement an einen erfolgreichen Turnaround des Metzinger Modekonzerns glaubt. So deckte sich der langjährige Markenchef von HUGO BOSS, Ingo Wilts, zuletzt im Bereich der aktuellen Jahreshochs mit Anteilsscheinen im Gesamtwert von mehr als 200.000 Euro ein. Auch Daniel Grieder ist vom Erfolg seiner langfristigen neuen Strategie für den Modekonzern überzeugt, zumal der neue Vorstandschef kurz vor seinem Amtsantritt Anteilsscheine im Gesamtvolumen von rund 4,9 Mio. Euro erworben hatte. Auch die Experten von RBC Capital sind von den langfristigen Erfolgsaussichten der neuen Konzernstrategie bei HUGO BOSS überzeugt und bestätigten zuletzt ihre Einstufung mit "Outperform" und einem Kursziel von 65 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir Merck KGaA aufgefallen, die sich zuletzt auf Rang 4 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat.

Merck überzeugt mit starken Q2-Zahlen!

Der Darmstädter Pharmakonzern und Life Sciences-Spezialist überraschte zuletzt in Q2 erneut mit einem sehr starken Ergebnis . Bei einem Umsatzplus von 18% konnte der bereinigte operativen Gewinn im Vorjahresvergleich überproportional stark um 47,7% auf 1,58 Mrd. Euro zulegen, was deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten gelegen hatte. Zu verdanken hat Merck das starke Abschneiden der soliden Performance in den Kerngeschäftsfeldern. So verzeichnete man im Healthcare-Segment dank starker Absätze bei Onkologie-Präparaten wie Bavencio (Umsatzplus 290%) ein operatives Gewinnplus von 50%. Auch die Konzernsparte Special Materials überzeugte dank kräftig der gestiegenen Nachfrage bei Materialien zur Herstellung von Halbleitern mit einem soliden zweistelligen Zuwachs beim operativen Gewinn.

Life-Sciences-Sparte überzeugt mit Rekordzuwächsen!

Maßgeblichen Anteil am deutlich besser als erwarteten Abschneiden hatte vor allem die Life-Sciences-Sparte. Dank der Übernahme des US-Anbieters Sigma-Aldrich avanciert Merck KGaA in diesem Segment zu einem der führenden Anbieter bei Labortechnik-Equipment, Analytic- und Datenbank-Lösungen sowie Verbrauchsmaterialien für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen. Damit profitiert man aktuell nicht nur stark von anziehenden F&E-Ausgaben der Pharma- und Biotech-Branche, sondern ist auch ein gefragter Partner in der laufenden Covid-19-Impfstoffkampagne. Entsprechend trug die Life Sciences-Sparte mit einem organischen Umsatzplus von 28,2% und einem kräftigen operativen Gewinnplus von mehr als 45% maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene bei.

Merck - Innovator bei der Herstellung von mRNA-Impfstoffen!

Gefragt ist die Expertise des Darmstädter Pharmakonzerns vor allem bei der Entwicklung von Grundstoffen, die für die Produktion von Covid-19-Impfstoffen benötigt werden. Essentieller Bestandteil dieser mRNA-Vakzine sind sogenannte Lipide, mit denen eine Freisetzung der mRNA-Substanz in der Körperzelle ermöglicht wird. Hier setzt Merck mit einem vollsynthetisch hergestellten Cholesterin-Produkt neue Maßstäbe. Dank der Übernahme von AmpTec, einem auf mRNA spezialisierten Auftragsentwickler und -hersteller, konnte das neue Lipid mit der Bezeichnung SAFC fast ein Jahr früher als geplant zur Marktreife gebracht werden. Im Vergleich zu tierischen und anderen synthetisch hergestellten Lipiden überzeugt SAFC durch einen hohen Reinheitsgrad von mehr als 99%, was eine konstant gleichbleibende Produktqualität garantiert. Inzwischen hat Merck die seine SAFC-Produktionskapazitäten um das 50-fache erhöht, womit man dem steigenden Lipid-Bedarf des Konsortiums Pfizer/Biontech Rechnung trägt. Daneben ist die Life Sciences-Sparte von Merck in mehr als 50 weiteren Covid-19-Impfstoffprojekten weltweit involviert. Hier liefert man neben Lipiden und anderen Grundstoffe wie Proteasen oder Antikörpern auch komplexe Plattform-Lösungen für die Entwicklung und Herstellung von Covid-19-Vakzinen und unterstützt Pharma- und Biotech-Hersteller mit umfangreichem Know-How.

Jahresprognose erneut angehoben - Zulassung für Booster-Impfungen bieten Spielraum nach oben!

Nach dem starken Abschneiden im ersten Halbjahr revidierte Merck seine Ergebnisprognose für 2021 erneut nach oben. So rechnet Merck nun mit einem Umsatz in der Spanne von 18,8 bis 19,7 Mrd. Euro, während der bereinigte operative Gewinn bei 5,6 bis 6,0 Mrd. Euro (zuvor: 5,4 bis 5,8 Mrd. Euro) erwartet wird. Nach Aussage von CFO Marcus Kühnert bietet die neue Gewinnprognose weiteren Spielraum für positive Überraschungen. Sofern die zuständigen Behörden Grünes Licht für regelmäßige Auffrischungs-Impfungen zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion geben, sieht Kühnert dank der zu erwartenden höheren Absätze bei Wirkstoffen zur Impfstoff-Herstellung weiteren Spielraum bei der aktuellen Jahresprognose. Entsprechend optimistisch meldeten sich zuletzt die Experten der Deutschen Bank zu den weiteren Aussichten bei Merck KGaA zu Wort. Dabei wurde das Kursziel von 155 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Augmented Reality (AR) gilt als das "Next Big Thing" im Bereich Consumer Electronic, wobei die neue Technologie, mit der sich digitale Dateninhalte oder virtuelle Stadtpläne auf der Windschutzscheibe oder anderen Display-Oberflächen projizieren lassen. Den großen Durchbruch für Augmented Reality-Anwendungen verspricht die Einführung von so genannte Smart-Glasses, wobei hier unter anderem Big-Player wie Facebook in Kooperation mit dem Optik-Konzern Essilor/Luxottica in Kürze mit Alltags-tauglichen Modellen den Massenmarkt erobern wollen. Als Zulieferer für die passende Hardware für die neuen Smart-Glasses und andere AR-Gadgets hat sich der deutsche Halbleiter-Spezialist Infineon, der sich aktuell auf Rang 4 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet, in eine gute Ausgangsstellung gebracht.

Infineon - Neue MEMS-Scanner-Technologie setzt Maßstäbe bei AR-Gadgets!

Der deutsche Halbleiterspezialist präsentierte Anfang August eine neue MEMS-Scanner-Lösung, die nicht nur deutlich kleiner, sondern auch deutlich leistungsfähiger als vergleichbare Systemdesigns oder MEMS-Scanner-Lösungen der Konkurrenz ausfällt. Der von Infineon entwickelte Chipsatz basiert auf einem schwenkbaren Spiegel, der die Grundlage für eine neue Generation von deutlich leistungsfähigeren Laser-Beam-Scanner-Projektoren bildet. Aufgrund ihres geringen Gewichts lassen sich die mikroskopisch kleinen MEMS-Bauteile problemlos und unauffällig in die Brillen-Fassung integrieren. Da die MEMS-Scanner-Lösung von Infineon außerdem extrem energieeffizient arbeitet, kann man die Brille ohne Lade-Pause den ganzen Tag über tragen. Damit haben AR-Brillen gute Chancen, dank Infineon zu einer echten Erfolgsstory im Megamarkt für intelligente Datenbrillen zu avancieren. Denn AR-Smart-Glasses eignen sich nicht nur als stylisches Gadget für Technik-Freaks, sondern bieten dank digital abrufbarer Straßenkarten oder den Zugriff auf Echtzeit-Nachrichten für jeden Nutzer einen erheblichen Mehrwert. Daher gehen die Experten von MarketsandMarkets davon aus, dass AR-Smartglasses in den kommenden Jahren vor dem großen Durchbruch stehen und rechnen bis 2026 hier mit durchschnittlichen Zuwachsraten von jährlich knapp 31,5%.

MEMS-Scanner-Technologie liefern Basis für Heads-Up-Display für das Auto!

Die neue MEMS-Scanner-Technologie bietet außerdem die Grundlage für eine neue Generation von modernen Fahrassistenz- und Navigationssystemen. Dank so genannten Heads-Up-Displays lassen sich wichtige Informationen wie beispielsweise Unfallwarnungen, Staumeldungen oder interaktive Straßenkarten via AR-Animation auf der Windschutzscheibe einblenden. Das ermöglicht eine deutlich komfortablere Ansicht als bei herkömmlichen kleinen Displays auf dem Armaturenbrett. Dank minimalem Platzbedarf lassen sich die AR-Head-Up- (HUD)-Displays quasi in jeden Fahrzeug-Typ einbauen. Da sich Laser-Beam-Scanner auf Basis der MEMS-Technologie von Infineon im Vergleich zu Konkurrenzprodukten deutlich kostengünstiger herstellen lassen, sind diese neuen AR-HUD-Systeme nicht nur für Fahrzeuge aus der Oberklasse eine Option. Damit bietet die MEMS-Technologie von Infineon die perfekte Ergänzung für das Automotive-Portfolio des Chip- und Halbleiterherstellers. Hier gehört Infineon dank der Übernahme von Cypress Semiconductor ohnehin zu den weltweit führenden Anbietern, was Infineon derzeit aufgrund der kräftigen Absatzbelebung in allen Endmärkten in die Karten spielt.

Automotive-Segment sorgt für Schwung - Stifel hebt auf Buy an!

Aktuell verzeichnet man als Systemlieferant für Leistungshalbleiter, Micro-Controller und so genannten Treiber-IC-Lösungen für Schwergewichte aus der Automobilbranche angesichts der kräftigen Absatzerholung in allen Endmärkten Rekordabsätze. Da das Automotive-Segment für knapp 40% der Gesamterlöse steht, läuft es bei Infineon trotz Kapazitätsengpässen bei der Chip-Produktion auch im operativen Geschäft rund. In Q3 überzeugte man mit einem sequenziellen Anstieg beim operativen Ergebnis von 6%, wobei man die bereinigte operative Marge im Kerngeschäft unerwartet deutlich auf 18,2% verbessern konnte. Da Infineon seine Kapazitätsengpässe in der Chip-Herstellung durch den Bau neuer Fabriken nach Aussage von Konzernchef Reinhardt Ploss spätestens zum Ende des vierten Quartals m Griff haben wird, dürfte sich die starke Ergebnisentwicklung weiter fortsetzen. Entsprechend rechnet Infineon für das Schlussquartal neben einer deutlichen Umsatzverbesserung auch mit einer operativen Rekord-Marge von 19%. Die Experten vom Analystenhaus Stifel sehen Infineon daher als einen ihrer Top-Picks im Sektor und haben zuletzt ihre Einstufung von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 32 auf 43 Euro nach oben revidiert.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Adyen, die sich aktuell auf Rang 11 der Gesamtauswahl befindet. Die Niederländer gehören zu den international führenden Anbietern im Bereich Payment-Processing-Lösungen, mit denen sich sowohl Zahlungen via EC- oder Kreditkarte im stationären Einzelhandel, aber auch Online-Einkäufe via PC oder Smartphone-App schnell und sicher abwickeln lassen. Jährlich werden über die Payment-Processing-Plattform von Adyen Zahlungs-Transaktionen im Gesamtvolumen von mehr als 440 Mrd. Euro abgewickelt - Tendenz weiter steigend. Da Adyen an jeder über das Payment-Processing-Netzwerk abgewickelten Zahlung dank Gebühren mitverdient, partizipiert man überdurchschnittlich stark am dynamischen Wachstum des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Damit adressiert Adyen einen vielversprechenden Wachstumsmarkt, der laut einer Analyse von Grandview Research bis 2026 um durchschnittlich knapp 19,4% pro Jahr zulegen dürfte.

Adyen liefert die passenden Lösungen für Online Shops!

Als eigentlicher Wachstumstreiber erweist sich für die gesamte Branche der Trend zum Online-Shopping. Nicht erst seit der Coronavirus-Pandemie kaufen viel Verbraucher vor allem Konsum- und Elektronik-Artikel bevorzugt über das Internet ein. Seit dem Ausbruch der Pandemie hat sich das Bestellvolumen nicht nur bei vielen etablierten Online-Branchengrößen vervielfacht. Immer mehr Einzelhändler setzen angesichts der Flaute im stationären Filialgeschäft auf der Suche nach neuen Absatzkanälen auf den Vertrieb über das Internet. Hier bietet Adyen passende, individuell konfigurierbare Lösungen, mit denen sich beispielsweise Zahlungen via Pay-per-Link oder Online-Checkout dank integrierter Verifizierungs-Lösungen und Fraud-Protection schnell und sicher durchführen lassen. Da Adyen seine Präsenz in wichtigen Kernmärkten wie Asien und vor allem in den USA ausgebaut hat, vertrauen Branchengrößen wie eBay, Zalando, Facebook, Spotify oder Delivery Hero seit Jahren auf die Kompetenz von Adyen bei der Zahlungsabwicklung über das World Wide Web. Als Anbieter von Omni-Channel-Lösungen, mit denen sich Zahlungen bei Online-Shops und im stationären Filialgeschäft über eine zentrale Plattform abwickeln und verwalten lassen, ist Adyen als Partner für international agierende Unternehmen, die ihre Online-Präsenz ausbauen wollen, gefragt. Entsprechend konnte man zuletzt zahlreiche prominente Neukundengewinne, wie etwa den US-Modekonzern American Eagle, das Online-Vermietungs-Portal AirBNB oder die US-Schnellrestaurant-Kette Slice (16.000 Niederlassungen), vorweisen.   

Adyen mischt beim Zukunftstrend Mobile-Payment ganz vorne mit!

Auch beim Zukunftstrend Mobile-Payment mischen die Niederländer seit geraumer Zeit ganz vorne mit. Über die von Adyen für den stationären Einzelhandel offerierten Point-of-Sale-Terminals oder mobile Zahlungs-Tablets, wie sie vor allem in der Gastronomie üblich sind, lassen sich nach entsprechendem Software-Upgrade auch Zahlungen via Smartphone- oder Smartwatch schnell und zuverlässig abwickeln. Da vor allem jüngere Konsumenten beim ihre Einkäufen im stationären Einzelhandel oder im World Wide Web immer öfter per Smartphone begleichen, weist Mobile-Payment seit Jahren die mit Abstand höchsten Zuwachsraten im bargeldlosen Zahlungsverkehr auf. Dieser Trend dürfte sich auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Laut einer Erhebung von Mordor Intelligence dürfte das Mobile Payment-Segment bis 2026 durchschnittliche Zuwachsraten von jährlich rund 24,5% aufweisen.

Starke Halbjahreszahlen bestätigen Turnaround - Jefferies mit neuem Spitzenkursziel!

Adyen hatte, wie viele andere Branchengrößen, während der Coronavirus-Pandemie unter teilweise herben Umsatz- und Ergebniseinbrüchen zu leiden. Denn der Boom im Online-Handel konnte die durch den Lockdown verursachten Rückgänge bei Kredit- oder EC-Kartenzahlungen im stationären Einzelhandel oder in der Hotellerie und Gastronomie nur teilweise kompensieren. Nach dem Reopening haben sich die Aussichten bei Adyen zuletzt spürbar aufgehellt, was die kürzlich vorgelegten Halbjahreszahlen belegen. Bei einem Umsatzplus von 46% kletterte der operative Gewinn überproportional stark um knapp 65% und lag damit deutlich über den Konsenserwartungen.  Nach dem unerwartet starken Abschneiden im ersten Halbjahr rechnet das US-Analystenhaus Jefferies für die zweite Jahreshälfte mit einer Fortsetzung der dynamischen Ergebnisentwicklung und revidierten seine Gewinnschätzungen nach oben. Daher wurde das Kursziel von 2.560 auf 2.960 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt. 

Viele Grüße
Simon Betschinger


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