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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trader,

Consumer-Stocks mit starken Kernmarken bleiben im aktuell schwierigen Marktumfeld weiter gefragt. In diesem Zusammenhang ist Beiersdorf, aktuell Rang 9 der Gesamtauswahl auf der Trendstabilitäts-Rangliste, ein interessanter Kandidat. Der Hamburger Traditionskonzern gehört mit seiner Hautpflegemarke Nivea zu den bekanntesten Playern in diesem Segment und hat sein Markenportfolio im Consumer-Segment in den vergangenen Jahren u.a. durch Produktinnovationen wie der dermatologischen Hautpflege-Serie Eucerin oder der im gehobenen Preissegment angesiedelten Premium-Kosmetik-Marke "La Prairie" gezielt ausgebaut. Auch im Klebstoff-Segment mischen die Hamburger mit "Tesa" ganz vorn mit, wobei sich der Schwerpunkt in den vergangenen Jahren zunehmend auf Klebstoff-Anwendungen im industriellen Bereich verlagert hat, während man im klassischen Consumer-Segment durch neue Produktvariationen wie beispielsweise Tesa-Power-Strips für das Befestigen von Bildern höhermargigen Segmente adressiert. Trotz des renommierten Markenportfolios hatte auch Beiersdorf im Zuge der Coronapandemie nicht zuletzt aufgrund rückläufiger Absätze bei Luxus-Kosmetika wie "La Prairie" und Einbrüchen im Klebstoff-Segment deutliche Bremsspuren bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen müssen.

 

Beiersdorf überzeugt mit zweistelligem Umsatzplus in den ersten neun Monaten!

Mittlerweile haben sich die Perspektiven bei Beiersdorf wieder deutlich aufgehellt, was die jüngst vorgelegten Umsatzzahlen für die ersten neun Monate eindrucksvoll belegen. So kletterten die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen um 16,9 % auf 6,73 Mrd. Euro, während man auf wechselkursbereinigter Basis einen Anstieg um 11,1 % zu verzeichnen hatte. Maßgeblichen Anteil an den unerwartet deutlichen Zuwächsen hatte dabei vor allem das Consumer-Segment, wobei man hier mit einem organischen Umsatzplus von 11,8 % erneut zweistellig zulegen konnte. Neben dem Flaggschiff-Produkt Nivea (+10,8 %) konnte erneut das Segment mit dermatologischen Hautpflegeprodukten mit überdurchschnittlich hohen Zuwächsen überzeugen. Da sowohl Eucerin als auch die Derma-Marke Aquaphor dank Marktanteilsgewinnen in allen Regionen zweistellige Zuwächse zu verzeichnen hatten, überzeugte man hier in den ersten neun Monaten mit einem kräftigen organischen Umsatzplus von 25,3 %. Auch die Luxus-Kosmetik-Marke "La Prairie" feierte nach der zuletzt etwas verhaltenen Entwicklung im ersten Halbjahr ein beeindruckendes Comeback. Dank des Reopenings im Reise- und Touristiksektor verzeichnete die Luxus-Kosmetik-Marke im dritten Quartal vor allem im Duty-Free-Segment deutliche Zuwächse, während sich auch das China-Geschäft zuletzt wieder deutlich belebt hatte. Entsprechend konnte La Prairie in den ersten neun Monaten ein solides organisches Umsatzplus von 5,5 % vorweisen. Solide Zuwächse hatte auch das unter der Kernmarke "Tesa" gebündelte Klebstoff-Segment vorzuweisen, wobei man in den ersten drei Quartalen mit einem organischen Umsatzplus von 8,3 % eine solide Performance erzielt hatte. Dass die Klebstoffsparte trotz der weiter bestehenden Lieferkettenprobleme mit einem soliden Abschneiden überzeugen konnte, hatte man vor allem höheren Absätzen im Industrial-Segment zu verdanken, zumal die Nachfrage vor allem in der Druck- und Automobilindustrie deutlich angezogen hatte.

 

Beiersdorf hebt nach starken Neun-Monats-Zahlen Jahresprognose an!

Nach dem besser als erwarteten Abschneiden in den ersten neun Monaten zeigte sich Beiersdorf für das Gesamtjahr optimistischer. So rechnet man nun auf Konzernebene mit einem organischen Umsatzplus von 9 bis 10 %, nachdem man hier zuvor auf Konzernebene von einem Umsatzplus am oberen Ende des mittleren einstelligen Prozentbereichs ausgegangen war. Vor allem im Consumer-Segment traut sich Beiersdorf mit einem organischen Umsatzplus von 9 bis 10 % deutliche Zuwächse zu, wobei man dank Preiserhöhungen und einem weiter verbesserten Produkt-Mix auch von einer leichten Verbesserung beim operativen Segment-Ergebnis ausgeht. Etwas verhaltener präsentiert sich der Ausblick im Klebstoff-Segment. Hier rechnet Beiersdorf bei der Traditions-Marke Tesa zwar mit einem soliden Umsatzplus von 7 bis 9 %, allerdings dürfte die operative Gewinnmarge bei Tesa aufgrund der nach wie vor hohen Rohstoff- und Logistikkosten leicht unter Vorjahr liegen. Entsprechend rechnet Beiersdorf auf Konzernebene mit einer operativen Gewinnmarge auf Vorjahresniveau. Da das Geschäft gerade in höhermargigen Segmenten wie bei der Luxusmarke "La Prairie" oder bei dermatologischen Hautpflegeprodukten weiter anzieht, und die Klebstoffsparte Tesa dank der Nachfrageerholung in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie weiter an Fahrt gewinnt, bietet die Jahresprognose durchaus Spielraum für positive Überraschungen. Auch die jüngsten Insiderkäufe belegen, dass das Konzernmanagement mittelfristig von einer Fortsetzung der starken Ergebnisentwicklung ausgeht. So hat Vorstand Patrick Rasquinet Anfang November Anteilsscheine im Gesamtwert von mehr als 47.000 Euro erworben.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

nach der mehr als zweijährigen Zwangspause können sich Veranstalter von Konzerten und Liveevents wieder über volle Hallen und ausverkaufte Festivals freuen. Nachdem sich die gesamte Liveevent- und Festivalszene vor nicht allzu langer Zeit aufgrund der strikten Coronaregeln mit herben Umsatzeinbrüchen in einer existenzbedrohenden Lage befand, steuert die Branche nach dem Reopening in 2022 auf ein Rekordjahr zu. Denn internationale Top-Acts wie Lady Gaga, Imagine Dragons, Dua Lipa oder Alicia Keys locken Fans trotz teilweise saftiger Preiserhöhungen wieder in die Arenen. Dies sorgt auch beim Branchenprimus CTS Eventim, der sich derzeit auf Rang 10 der Trendstabilitätsrangliste im MDAX befindet, für gute Stimmung. Denn Europas Nummer Eins im Bereich Ticketvermarktung sowie bei Konzerten und Liveevents hat die Krise aufgrund seiner insgesamt soliden Basis gut überstanden und hat damit gute Chancen auf ein beeindruckendes Comeback, während viele kleine und mittelgroße Konkurrenten während der Krise aus dem Markt gespült wurden.

 

CTS Eventim - Unerwartet starke Q3-Zahlen überzeugen!

Dass CTS Eventim die Krise mittlerweile erfolgreich abgehakt hat, belegen die jüngst vorgelegten Neunmonatszahlen. So konnte der Gesamtumsatz im abgelaufenen Quartal nicht nur gegenüber dem durch die Pandemieeinschränkungen geprägten Vorjahreszeitraum (115 Mio. Euro) auf 694 Mio. Euro vervielfacht werden. Auch den entsprechenden Vergleichswert aus dem Jahr 2019 (378 Mio. Euro) konnte CTS Eventim deutlich übertreffen. Beim bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) verzeichnete CTS Eventim im Vorjahresvergleich ebenfalls einen deutlichen Anstieg von 26 auf 130 Mio. Euro, wobei man den vor dem Ausbruch der Coronapandemie markierten Vergleichswert von 65 Mio. Euro ebenfalls deutlich übertreffen konnte. Als Wachstumstreiber erwies sich vor allem das Liveentertainmentsegment. Dank zahlreicher Livekonzerte und Musikfestivals mit internationaler Starbesetzung konnten die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich auf 563 Mio. Euro mehr als verzehnfacht werden, während man deutlich über Vorkrisenniveau (Q3 2019: 277 Mio. Euro) gelegen hatte. Auch im Ticketingsegment überzeugte CTS Eventim mit einem kräftigen Umsatzanstieg von 61 auf 137 Mio. Euro, während man den Wert aus dem Vergleichszeitraum 2019 (107 Mio. Euro) ebenfalls deutlich übertreffen konnte.

 

Zukäufe machen sich bezahlt - CTS Eventim überrascht mit optimistischer Jahresprognose!

Das unerwartet starke Abschneiden hatte CTS Eventim neben dem Neustart der Konzert- und Festivalsaison nach der Coronapandemie vor allem der weitsichtigen strategischen Akquisitionspolitik zu verdanken. Denn CTS Eventim hat die Krise genutzt, um durch gezielte Übernahmen, wie dem Kauf der beiden Ticketvermarkter BonnTicket und Kölnticket oder der Konzertagentur "Dreamhouse", mit der man gemeinsam bekannte Festivals wie "Rock am Ring" und "Rock im Park" organisiert und ausrichtet, seine Position nicht nur in Deutschland deutlich auszubauen. Auch in wichtigen Auslandsmärkten wie Italien oder der Schweiz hat sich CTS Eventim durch kleinere Übernahmen und Kooperationen weiter verstärkt. Als strategisch weitsichtig dürfte sich der Einstieg in den Ticketvertrieb in Nordamerika erweisen, zumal CTS Eventim auf dem weltweit bedeutendsten Markt seit September 2021 über die Ticketingplattform Eventim.com Onlinetickets und Konzertkarten für Show- und Liveevents in den USA und Kanada vertreibt. Damit hat CTS Eventim gute Chancen, seine dynamische Umsatz- und Ergebnisentwicklung auch nach dem Boom-Jahr 2022 dynamisch fortzusetzen. Hier rechnet CTS Eventim mit einem Umsatz von 1,7 Mrd. Euro und einem operativen Gewinn von 330 Mio. Euro, ein neues Rekordergebnis an, nachdem man im Vorcorona-Jahr 2019 einen Umsatz von 1,44 Mrd. Euro und einen operativen Gewinn von rund 286 Mio. Euro eingefahren hatte.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

zu den positiven Überraschungen der Q3-Berichtssaison gehört der Versicherungskonzern Talanx, der sich derzeit auf Rang 9 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX befindet. Trotz Schadensbelastungen in Höhe von 350 Mio. Euro in Zusammenhang mit dem Hurricane "Ian" und den Auswirkungen der Russland/Ukraine-Krise überraschte Talanx im abgelaufenen Q3 mit einem unerwartet deutlichen Anstieg von 27 % auf 225 Mio. Euro beim Konzernüberschuss. Neben einem starken Kapitalanlageergebnis profitierte man vor allem von einem unerwartet deutlichen Anstieg bei den Brutto-Prämieneinnahmen. Dank deutlich mehr Neugeschäft in den Bereichen Schaden- und Unfall sowie teilweise kräftigen Preiserhöhungen vor allem im Industrieversicherungs-Segment der Konzerntochter HDI verzeichnete man hier ein deutliches Plus von 203 % auf 13,33 Mrd. Euro. Im Anschluss bestätigte Talanx seine zuletzt angehobene Jahresprognose und rechnet mit einem Konzernüberschuss am oberen Ende der zuletzt angehobenen Jahresprognose von 1,05 bis 1,15 Mrd. Euro. Auch im kommenden Fiskaljahr hat Talanx gute Chancen, seine dynamische Gewinnentwicklung weiter fortsetzen zu können. Denn angesichts der deutlich erhöhten Risiken durch Überschwemmungen, Hurricanes und andere Großschadensereignisse dürften die Versicherungsprämien in vielen Teilsegmenten deutlich steigen. Hinzu kommt, dass sich die Versicherungsschäden durch die rekordhohen Verbraucherpreise ebenfalls deutlich verteuern. Entsprechend sollen die Beiträge zur Kfz-Versicherung nach Aussage von Talanx ab dem kommenden Jahr um mindestens 10 % und im Bereich Wohngebäudeversicherungen um mindestens 15 % steigen.

 

Strategie 25 -Talanx überzeugt mit optimistischer Mittelfrist-Prognose!

Nach dem unerwartet starken Abschneiden in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres überraschte Talanx zuletzt mit einem optimistischen Mittelfrist-Ausblick. Wie Talanx im Rahmen des Capital Markets Day Anfang Dezember verkündete, will man den profitablen Wachstumskurs der vergangenen Jahre trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen und steigenden Risiken in Zusammenhang mit Großschadensereignissen im Zuge des Klimawandels weiter fortsetzen. So peilt Talanx im Zuge der auf dem im Rahmen des Kapitalmarkttages vorgestellten Agenda "Strategie 25" bis Ende 2025 eine Verbesserung beim Nettogewinn auf rund 1,6 Mrd. Euro an, womit das neue Planziel beim Konzernergebnis rund 25 % über der im Bestfall für 2022 angepeilten Zielmarke von 1,15 Mrd. Euro liegt.

 

Eigenkapital-Rendite soll bis 2025 auf mehr als 10 % verbessert werden!

Um diese ehrgeizigen Planziele erfolgreich umsetzen zu können, will Talanx seine Profitabilität auf Konzernebene deutlich verbessern und will die Eigenkapital-Rendite bis 2025 auf mehr als 10 % verbessern. Dabei gilt das ehrgeizige neue Rendite-Ziel nicht nur für den Gesamtkonzern. Auch die einzelnen Kerngeschäftsbereiche von Talanx sollen nach Aussage von Konzernchef Thorsten Leue bis zur Dekaden-Mitte jeweils eine mindestens zweistellige Eigenkapital-Rendite erreichen. Während die Konzerntochter Hannover Rück, an der Talanx mit über 50 % die Mehrheit hält, dank der jüngst umgesetzten Preiserhöhungen und steigenden Rückversicherungs-Einnahmen im Kerngeschäft bereits im Jahr 2022 eine Eigenkapital-Rendite von rund 11 %% erreichen dürfte, hinken die übrigen Kerngeschäftsfelder im Erstversicherungs-Segment hinterher. Um die Rendite-Vorgaben in den kommenden drei Jahren erfolgreich umsetzen zu können, setzt Talanx neben weiteren Kostensenkungsmaßnahmen und Restrukturierungen in den einzelnen Teilsegmenten vor allem auf weitere Prämienerhöhungen. Dies gilt insbesondere für das Kerngeschäft mit Privat- und Firmenversicherungen in Deutschland, das im laufenden Fiskaljahr mit einer Eigenkapital-Rendite von rund 6,5 % deutlichen Nachholbedarf hat. Deutlich besser unterwegs ist Talanx im hochprofitablen Geschäftsfeld mit Industrieversicherungen, in dem man für 2022 bereits eine Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital von rund 8 % erwartet. Auch der hochprofitable Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung international, der dank der erfolgreichen Expansion in Schlüsselmärkten wie Polen, Türkei, Brasilien, Mexiko und Chile im laufenden Fiskaljahr mit einer EK-Rendite von mehr als 9 % zu den erfolgreichsten Talanx-Segmenten gehört, soll seinen profitablen Wachstumskurs in den kommenden drei Jahren weiter fortsetzen.

 

Dividende soll kräftig steigen - Talanx überzeugt mit moderater Bewertung!

Von den weiterhin starken Ertragsaussichten im Erst- und Rückversicherungs-Geschäft und den ehrgeizigen Rendite-Zielen des Talanx-Konzerns werden auch die Aktionäre in Form steigender Ausschüttungen profitieren. So wird Talanx die Dividende für das abgelaufene Fiskaljahr von 1,60 auf 2,00 Euro je Aktie anheben, was deutlich über den Konsenserwartungen von 1,88 Euro je Aktie liegt. Damit errechnet sich für 2022 eine attraktive Dividendenrendite von 4,5 %. Bis 2025 peilt Talanx gegenüber dem Referenzwert für 2022 im Zuge der "Strategie 25" eine Dividendenerhöhung von 25 % auf 2,50 Euro je Aktie an. Auch fundamental ist Talanx sehr attraktiv bewertet. Nach einem EPS von 4,34 Euro im Jahr 2022 rechnet der Analystenkonsens für 2023 bereits mit einem Gewinnsprung auf 5,47 Euro je Aktie. Damit wird Talanx auf Basis der Schätzungen für 2023 mit einem KGV von lediglich 8 bewertet, was auch im Branchenvergleich moderat erscheint. Auch technisch präsentiert sich Talanx in einer starken Ausgangsposition, zumal die Aktie in einem zuletzt schwierigen Marktumfeld im Bereich ihres 52-Wochenhochs befindet.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

Anbieter für Video-Konferenzlösungen und professionelle Collaboration-Tools erlebten während der Coronavirus-Pandemie einen wahren Boom. Da viele Unternehmen für den Großteil ihrer Belegschaft Home-Office verordneten, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schonen und um auch während der Pandemie einen geregelten Arbeitsablauf zu gewährleisten, verzeichneten Anbieter wie Zoom Video Communications oder Remote-Tools wie Microsoft Teams, Cisco WebEx oder Slack teilweise dreistellige Zuwächse bei den Nutzerzahlen. Nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie ist auch im Arbeitsalltag wieder Normalität eingekehrt, weshalb auch die Nachfrage bei Remote-Working-Tools deutlich nachgelassen hat. Dies bekam zuletzt auch Teamviewer, aktuell Rang 13 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX, zu spüren.

 

Teamviewer - Ergebnisentwicklung schwächt sich nach Coronapandemie deutlich ab!

Der Software-Konzern verzeichnete nach dem Ausbruch der Coronapandemie Anfang 2020 Rekordergebnisse. Denn mit seinem Portfolio rund um die Video-Konferenzlösung "Teamviewer Meetings" und bei Fernwartungs-Software, mit denen sich Maschinen und Anlagen via Smartphone aus der Ferne problemlos steuern und überwachen lassen, traf man nach dem Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung den Nerv der Zeit, was Teamviewer Rekorde bei Umsatz und Ergebnis beschert hatte. Zuletzt hat sich das Umfeld für den erfolgsverwöhnten Software-Konzern deutlich eingetrübt. So sah sich Teamviewer nach einem schwächer als erwarteten Ergebnis im ersten Halbjahr 2022 gezwungen, seine Jahresprognose nach unten zu korrigieren. Da sich viele Unternehmenskunden angesichts der schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen zuletzt mit größeren Investitionen zurückhielten, rechnet Teamviewer bei den sogenannten Billings nun mit einem Wert am unteren Ende der Spanne von 630 bis 650 Mio. Euro. Im zweiten Quartal hatte sich das Wachstum bei den in Rechnung gestellten Umsatzerlösen deutlich abgeschwächt und lag mit +12 % auf 136,1 Mio. Euro unterhalb der Konsenserwartungen der Analysten.

 

Starke Q3-Zahlen deuten auf Stabilisierung hin!

Mittlerweile scheint sich das Umfeld wieder deutlich aufzuhellen, was die kürzlich vorgelegten Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. So verzeichnete man bei den Billings im abgelaufenen Q3 einen deutlichen Anstieg von 15 % auf 144,6 Mio. Euro. Besonders deutliche Zuwächse hatte man hier im margenstarken Enterprise-Segment zu verzeichnen, wobei man hier mit einem Anstieg von 47 % aufwarten konnte. Auch bei der Zahl der Enterprise-Kunden verzeichnete man mit einem Plus von 877 auf 3.296 ein unerwartet deutliches Wachstum. Auch beim Konzernergebnis verzeichnete Teamviewer in Q3 nach der verhaltenen Entwicklung im ersten Halbjahr wieder deutlichere Zuwächse. So legte das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) um 42 % auf 60,1 Mio. Euro zu, womit die bereinigte operative Marge um satte 800 Basispunkte auf 41,6 %% verbessert werden konnte.

 

AR-Lösungen sollten Ergebnis deutlich anschieben!

Als einer der mittelfristigen Wachstumstreiber dürften sich bei Teamviewer sogenannte Augmented Reality-Lösungen erweisen. Hier hatte man sich bereits Mitte 2020 mit der Übernahme des AR-Werable-Spezialisten Ubimax verstärkt. Mittlerweile hat Teamviewer sein Portfolio mit passenden Soft- und Hardware-Lösungen ergänzt und bietet mit Teamviewer FrontLine eine vollständig integrierte AR-Software-Plattform an, die Unternehmen dabei hilft, Prozesse deutlich effizienter zu gestalten. Da sich mithilfe der AR-Lösungen von Teamviewer Routine-Aufgaben wie das Kommissionieren, Wartungs- und Reparatur-Arbeiten erheblich schneller und deutlich effizienter erledigen lassen, stoßen die AR-Applikationen von Teamviewer auch bei renommierten Unternehmen auf große Resonanz. So können Inspektionen beim Flugzeugbauer Airbus dank Teamviewer FrontLine mit einer Zeitersparnis von 40 % durchgeführt werden, während Coca-Cola Hellenic Bottling dank Teamviewer FrontLine die Umrüstzeiten für seine Anlagen um 20 % verkürzt hat. Mittlerweile nutzen auch der Abfüllanlagenhersteller Krones, BMW und die Deutsche Post sowie der Chip-Auftragshersteller GlobalFoundries die Expertise von Teamviewer in diesem Segment. Da Teamviewer mit renommierten Branchengrößen wie SAP bei der Weiterentwicklung von FrontLine zusammenarbeitet und die AR-Plattform mittlerweile auch bei Google Cloud-Marketplace als Download verfügbar ist, sollte sich die starke Neukundenentwicklung in diesem Segment weiter fortschreiben.  

 

Möglicher Ausstieg aus teurem Sponsoring-Vertrag mit Manchester United - Insiderkäufe im sechsstelligen Bereich!

Neben der Aussicht auf eine nachhaltige Stabilisierung im operativen Geschäft könnte auch ein möglicher Ausstieg aus dem millionenschweren Sponsoring-Vertrag mit dem englischen Premier-League-Club Manchester United für frische Impulse bei Teamviewer sorgen. Teamviewer ist seit März 2021 der Hauptsponsor des bekannten britischen Fußball-Erstligisten. Der Prestige-trächtige Sponsoring-Vertrag ist zwar gut fürs Renommee, schlägt jedoch jährlich mit mehr als 50 Mio. USD zu Buche. Daher drängen viele Großaktionäre wie der Finanzinvestor Petrus Advisers auf eine rasche Beendigung des bis 2026 laufenden kostspieligen Sponsoring-Vertrags. Auch das Konzernmanagement hat bereits eine Kehrtwende in Aussicht gestellt und nach der Vorlage der Halbjahreszahlen angekündigt, seine langfristige Marketing-Strategie vor dem Hintergrund des aktuellen makroökonomischen Umfelds überprüfen zu wollen. Da "ManU" mittlerweile zum Verkauf steht, dürften auch die Chancen für Teamviewer, den teuren Sponsoring-Vertrag vorzeitig zu beenden, deutlich steigen, zumal bei einem Eigentümerwechsel des britischen Fußball-Clubs nach Einschätzung von Experten die Chance auf eine vorzeitige Beendigung der Vereinbarung besteht. Sofern es Teamviewer gelingt, den Sponsoring-Vertrag mit ManU vorzeitig zu beenden, bieten die Konsenserwartungen der Analysten dank der starken Aussichten im operativen Geschäft Spielraum für positive Überraschungen. Aktuell rechnet der Analystenkonsens für 2022 mit einem EPS von 74 Cent, während der Gewinn je Aktie bis 2023 auf 87 Cent steigen soll. Die jüngsten Insiderkäufe von CFO Michael Wilkens über 293.162 Euro belegen, dass auch das Konzernmanagement von den langfristigen Perspektiven bei Teamviewer überzeugt ist.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

angesichts der durch die Russland-/Ukraine-Krise entstandenen Verwerfungen bei den Energie- und Erdgaspreisen hat sich die EU auf ein weitreichendes Gesetzespaket zur Abschöpfung sogenannter Übergewinne bei Energieversorgern verständigt.

 

Strompreise dürften ab Anfang kommenden Jahres weiter deutlich zulegen!

Auch die Bundesregierung will im Zuge der geplanten Entlastung von Haushalten und Unternehmen Energieversorger mit der Abschöpfung sogenannter "Zufallsgewinne" an der Finanzierung des geplanten milliardenschweren Entlastungspakets beteiligen, was zuletzt vor allem bei Energieversorgern wie RWE, aktuell Rang 6 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste, auf die Stimmung gedrückt hatte. Da die sogenannte Übergewinnsteuer voraussichtlich nur zeitlich begrenzt bleibt und die Strompreise angesichts der aktuellen Kapazitätsengpässe bei Primärenergie-Trägern wie Kohle oder Erdgas weiter steigen, bieten sich für Branchenprimus RWE mittelfristig weiterhin exzellente Perspektiven. Laut einer Erhebung diverser Strom-Vergleichsportale wie Verivox stehen vielen Verbrauchern in Deutschland ab Anfang kommenden Jahres teilweise deutliche Preiserhöhungen von mehr als 50 % ins Haus.

 

RWE überzeugt mit starker Performance in den ersten neun Monaten!

Die deutlich gestiegenen Strompreise bescherten dem Energieversorger RWE zuletzt weitere Rekordergebnisse, was die jüngsten Zahlen für die ersten neun Monate eindrucksvoll belegen. So konnte der Essener Branchenprimus in den ersten drei Quartalen den bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) im Kerngeschäft mit 3,5 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1,7 Mrd. Euro) mehr als verdoppeln. Maßgeblichen Anteil hatte dabei einmal mehr das starke Abschneiden im margenstarken Ökostromsegment, zumal man hier dank des weiter forcierten Ausbaus des Wind- und Solarparkportfolios mit einem deutlichen Anstieg der Stromproduktion um 22 % aufwarten konnte. Deutliche Zuwächse hatte RWE auch im Energiehandels-Segment vorzuweisen, wobei man hier erneut einen kräftigen operativen Ergebnisanstieg von 54 % auf 942 Mio. Euro verbuchen konnte.

 

RWE treibt Ausbau von Ökostrom-Portfolio weiter voran - Milliarden-Übernahme in den USA

Da RWE jährlich rund 5 Mrd. Euro in den Ausbau seiner Solar- und Windkraftkapazitäten investiert, kommt man mit dem Ausbau des margenstarken Ökostromgeschäfts gut voran, was sich auch positiv bei der Profitabilität niederschlägt. Denn mit Energie aus regenerativen Quellen lassen sich deutlich höhere Margen erzielen als mit konventionell erzeugtem Strom. Da RWE seine Ökostromkapazitäten bis zum Dekadenende auf 50 GW ausbauen und gleichzeitig veraltete Kohlekraftwerke vom Netz nehmen will, dürfte sich auch die Gewinnentwicklung aufgrund des höheren Ökostromanteils am Gesamt-Erzeugerportfolio mittelfristig nachhaltig verbessern. Gut ins Konzept passt dabei die Anfang Oktober angekündigte Übernahme des US-Anbieters Con Edison Clean Energy Businesses, der in Nordamerika mit einer installierten Gesamtkapazität von 3 GW zu den führenden US-Anbietern bei Solar- und Onshore-Windenergie gehört. Mit dem knapp 7,2 Mrd. Euro schweren Zukauf kann RWE sein Ökostromportfolio in den USA mit einem Schlag auf mehr als 7 GW erweitern. Damit rückt RWE nicht nur zum viertgrößten US-Anbieter bei erneuerbaren Energien auf, sondern kann sein Portfolio auf dem wichtigen US-Markt gleichzeitig profitabel ergänzen. Nach Aussage von RWE rechnet man bereits im ersten Jahr nach Abschluss der Übernahme mit einem positiven Beitrag zum bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 600 Mio. Euro. Da Con Edison außerdem mit dem Ausbau seiner gut gefüllten Entwicklungspipeline mit einer Gesamt-Projektkapazität von rund 7 GW gut vorankommt, dürfte sich der Zukauf für RWE auch mittelfristig bezahlt machen. Entsprechend dürften auch die Konsenserwartungen für RWE trotz der zu erwartenden kurzfristigen Belastungen in Zusammenhang mit der geplanten Abschöpfung von Übergewinnen tendenziell steigen. Aktuell rechnet der Analystenkonsens für 2023 mit einem EPS von 2,91 Euro, während für 2022 ein EPS von 3,80 Euro erwartet wird. Für 2024 rechnen die Markterwartungen angesichts der geplanten hohen Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien lediglich mit einem EPS von 2,37 Euro. 

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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