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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trader,

Automobilzulieferer hatten zuletzt einen schweren Stand. Neben den anhaltenden Lieferkettenproblemen drückten in den vergangenen Monaten vor allem die kräftig gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise auf die Margen und verursachten bei vielen Herstellern deutliche Bremsspuren bei Umsatz und Ergebnis. Dies bekam zuletzt auch Stabilus, aktuell Rang 10 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX, zu spüren. Vor allem in der ersten Jahreshälfte belasteten deutlich gestiegene Kosten und die anhaltenden Lieferkettenprobleme. Sie sorgten für Rückgänge beim operativen Ergebnis. Der Spezialist für Gasfedern und hydraulische Dämpfer generiert den Löwenanteil seiner Umsatzerlöse im Automobilsegment. Hier hat man dank sogenannter Powerise-Systeme für das Komfort-Öffnen der Heckklappe und passenden Gasfeder-Lösungen für die Motorhaube vor allem im Hochpreis-Segment als Zulieferer etabliert. Denn die Powerise-Systeme zum Komfort-Öffnen des Kofferraums werden praktisch in allen SUV-Modellen verbaut, während viele Auto-OEMs entsprechende Lösungen mittlerweile auch bei Modellen im mittleren und gehobenen Preissegment anbieten.

 

Starker Jahresschlussspurt -Stabilus knackt erstmals Umsatzmilliarde!

Nachdem vor allem in der ersten Jahreshälfte deutlich gestiegene Kosten und die anhaltenden Lieferkettenprobleme für Rückgänge beim operativen Ergebnis gesorgt hatten, konnte Stabilus in der zweiten Jahreshälfte wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Zuletzt überraschte Stabilus mit einem unerwartet deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg, wobei man laut vorläufigen Berechnungen im Gesamtjahr ein organisches Umsatzplus von 14,2 % auf 1,116 Mrd. Euro vorzuweisen hatte. Deutliche Zuwächse hatte man auch beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) vorzuweisen, wobei man hier mit einem Anstieg von 135,0 auf 156,2 Mio. Euro besser als erwartet abgeschnitten hatte. Als Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr das Powerise-Segment, das mit einem deutlichen Umsatzplus von 42,3 % erneut maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene beigetragen hatte. Solide Zuwächse hatte auch die neu formierte Business Unit Industrial Solutions vorzuweisen, das passende Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Anwendungen, von Gasfedern für Büromöbel bis hin zu Dämpfern, mit denen Solaranlagen vor Windschäden und Erschütterungen schützen sollen, offeriert. Dank des starken Absatzwachstums in Schlüsselbranchen wie der Solarindustrie verzeichnete die Konzernsparte Industrial Solutions ein organisches Umsatzplus von 10,3 %.

 

Ambitionierte Mittelfrist-Ziele Stabilus will Erlöse bis zum Dekadenende verdoppeln!

Auch mittelfristig sieht sich Stabilus auf einem nachhaltig profitablen Wachstumskurs. Wie der in Koblenz ansässige Hersteller im Rahmen seiner im Juli vorgestellten Zukunftsstrategie "STAR 2030" verkündete, will man die Umsatzerlöse bis 2030 auf rund 2 Mrd. Euro gegenüber dem Fiskaljahr 2021/22 verdoppeln. Mehr als 25 % der Erlöse will Stabilus künftig durch Produktinnovationen vor allem bei mechanischen und elektronischen Komponenten generieren, wobei man sich gleichzeitig als System-Partner im Wachstumsmarkt für sogenannte intelligente "Motion-Control-Gesamtlösungen" positionieren will. Um an diesem Trend erfolgreich zu partizipieren, forciert das Unternehmen seine bereits eingeleitete Transformation vom Komponentenlieferanten zum Systempartner, wobei Stabilus die eigene Lösungs- und Software-Kompetenz weiter ausbauen will. Durch die Fokussierung auf höhermargige Segmente will man die Profitabilität weiter verbessern, wobei Stabilus die bereinigte operative Gewinnmarge bis zum Dekadenende nachhaltig auf 15 % heben will.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

die Münchener Rück, aktuell Rang 9 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste, gehört bis dato zu den absoluten Top-Peformern des Börsenjahres 2022. Die Aktie des nach Prämieneinnahmen weltweit führenden Rückversicherungs-Konzerns konnte sich in den vergangenen Wochen und Monaten dem schwierigen Marktumfeld erfolgreich widersetzen und rangiert aktuell auf Allzeithoch. Zu verdanken hat die Münchener Rück das starke Abschneiden, vor allem den exzellenten Aussichten im operativen Kerngeschäft. Wie andere Schwergewichte aus dem Rückversicherungs-Sektor profitieren die Münchener aufgrund der jüngsten Großschadensereignisse von der Aussicht auf saftige Preiserhöhungen. Im Zuge der anstehenden Neuvertragsrunden zu Beginn des kommenden Jahres dürften die Prämien nicht nur im Schadens- und Unfallsegment kräftig steigen. Da viele Erstversicherer nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Nachfrage und des inflationären Umfelds auch beispielsweise bei Kfz- und Wohngebäudeversicherungen satte Prämienerhöhungen von teilweise bis zu 15 % angekündigt haben, werden auch die entsprechenden Tarife für Rückversicherungs-Policen ab dem 1. Januar deutlich anziehen.

 

Rückversicherungs-Preise dürften langfristig weiter kräftig zulegen!

Unwetter, Hurrikans, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen verursachen jährlich Schäden in dreistelliger Milliarden-Höhe, wobei viele Experten aufgrund der Auswirkungen des weltweiten Klimawandels in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Zunahme der durch Wirbelstürme, Überschwemmungen und langanhaltenden Dürreperioden verursachten Schäden rechnen. Damit dürften nicht nur die Rückversicherungs-Prämien in den Bereichen Elementar- und Unfallschäden mittelfristig deutlich steigen. Hinzu kommt, dass einige kleinere Rückversicherungsanbieter zuletzt angesichts des herausfordernden Marktumfelds die Segel streichen mussten und etablierte Anbieter ihr Angebot in einigen Segmenten deutlich zurückgefahren hatten. Da gleichzeitig die Nachfrage gerade bei der Abdeckung von Elementarschäden aufgrund der jüngsten Sturm-Schäden und Überschwemmungen deutlich anzieht. Denn nach wie vor ist ein Großteil der durch Naturkatastrophen verursachten Schäden nicht durch entsprechende Policen abgedeckt. Jüngsten Schätzungen zufolge waren im Jahr 2021 lediglich 120 Mrd. USD der weltweit durch Naturkatastrophen verursachten Gesamtschäden von rund 280 Mrd. USD abgedeckt.

 

Münchener Rück überrascht trotz milliardenschwerer Belastungen mit sehr starken Q3-Zahlen!

Auch die Münchener Rück bekam zuletzt die Auswirkungen des Klimawandels schmerzhaft zu spüren. So musste man im Kontext der Auswirkungen des Hurrikans "Ian", der weite Teile der Ostküste in Florida verwüstet hatte, allein im abgelaufenen dritten Quartal eine Nettoschadens-Belastung von 1,6 Mrd. Euro verbuchen. Dass die Münchener Rück im abgelaufenen Quartal beim Nettoergebnis dennoch mit einem Gewinn von 527 Mio. Euro deutlich über Vorjahresniveau (366 Mio. Euro) lag, hatte man unter anderem auch positiven Wechselkurseffekten in Höhe von 850 Mio. Euro im Kontext der Stärke des US-Dollars zu verdanken. Dass die Münchener Rück trotz der milliardenschweren Schadensbelastungen in der Rückversicherungssparte besser als erwartet abgeschnitten hatte, hatte man auch dem unerwartet deutlichen Anstieg bei den Bruttoprämieneinnahmen zu verdanken, die mit 18,23 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 15,48 Mrd. Euro) deutlich stärker gestiegen waren, als vom Marktkonsens erwartet.

 

Jahresprognose bestätigt - Münchener Rück überzeugt mit attraktiver Bewertung!

Nach dem unerwartet starken Abschneiden in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres sieht sich die Münchener Rück trotz des insgesamt schwierigen Marktumfelds auf Kurs, die Jahresziele sicher erreichen zu können. So geht man weiterhin beim Nettoergebnis von einem deutlichen Anstieg auf 3,3 Mrd. Euro aus, nachdem man im Vorjahr knapp 2,93 Mrd. Euro eingefahren hatte. Bei den Bruttoprämieneinnahmen setzt man sich dank Preiserhöhungen im Schaden- und Unfallsegment und der steigenden Nachfrage in vielen Kernsegmenten mit 67 Mrd. Euro mittlerweile höhere Ziele, nachdem man hier zuvor lediglich 64 Mrd. Euro in Aussicht gestellt hatte. Sofern es im Schlussquartal zu keinen weiteren bedeutenden Großschadensereignissen kommt, sollte die Münchener Rück neben weiter anziehenden Prämieneinnahmen dank der hohen Überschussliquidität auch von höheren Zinserträgen im Zuge der stärkeren Straffung der Geldpolitik durch die EZB und die US-Notenbank Fed profitieren. Da die Preise für Rückversicherungen ab Anfang kommenden Jahres deutlich zulegen werden, dürfte rechnet der Analystenkonsens für 2023 mit einem deutlichen Anstieg auf 28,18 Euro je Aktie, nachdem für 2022 ein EPS von 18,45 Euro erwartet wird. Damit wird die Münchener Rück auf Basis der Schätzungen für 2023 mit einem KGV von lediglich knapp 10,3 bewertet, wobei die Aktie außerdem eine attraktive Dividendenrendite von knapp 4 % aufweist.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Wochenbericht / 18.11.2022 | 15:29:01

Warum ich in die Value-Aktie Mercedes investiert habe!

Liebe Leser,

Mercedes möchte wie Porsche sein. Mercedes-CEO Ola Källenius richtet die Marke komplett auf das Premiumsegment aus. Die Umbenennung der Aktiengesellschaft in Mercedes, die Abspaltung von Daimler-Trucks, der Bruch mit dem Taxigeschäft: All das sind notwendige Schritte, um die Wahrnehmung von „Mercedes“ als Luxusmarke zu zementieren.

Mercedes muss wie Porsche sein. In den unteren Preissegmenten werden die etablierten Autohersteller langfristig keine Freude haben, denn dort werden sie im Preiskampf von Tesla und den chinesischen Anbietern regelrecht zerquetscht. Tesla hat das Auto als Massenprodukt neu gedacht. Weniger Bauteile, weniger Arbeitsschritte, keine Autohändler. Das reine Onlinevertriebsmodell sticht den Verkauf von Autos über ein Händlernetzwerk bei den Kosten aus.

Elon Musk hat den deutschen Autoherstellern aufgezeigt, dass sie schon immer zu klein gedacht haben. Den höchsten Automatisierungsgrad der Branche kann man nur erreichen, wenn ein Modell millionenfach gebaut wird. Tesla wird von der Baureihe Model 3 und Y schon im Jahr 2023 vermutlich mehr als 2 Mio. Stück produzieren. Davon kann Volkswagen nur träumen. Für jedes produzierte Auto benötigt Volkswagen die 2,5-fache Anzahl an Mitarbeitern. Tesla zeigt den Deutschen, wie Skalierung funktioniert.

Die Luxusmarkenstrategie von Ola Källenius war deshalb wohl aus der Defensive heraus geboren, könnte sich für Mercedes-Aktionäre aber langfristig als Glücksfall entpuppen. Die Porsche-Aktie wird dem vierfachen KGV von Mercedes bewertet. Wenn die Gewinnmarge von Mercedes zwei oder drei Prozentpunkte zulegt, dürfte sich die Bewertung der Aktie eher an Porsche orientieren als an Volkswagen. Das Kurspotenzial beträgt dann 50 bis 100 %. Ich habe in die Aktie investiert. Ich gebe dem Szenario etwa zwei Jahre Zeit. Entscheidend ist, dass die operative Gewinnmarge anspringt.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Trader,

Werte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien profitieren aktuell vom weiter forcierten Ausbau der Ökostromkapazitäten im Zuge der Energiewende. Vor allem in Europa wird die Erweiterung bei Wind- und Solarenergie mit milliardenschweren Subventionen und Steuererleichterungen gefördert, um die Abhängigkeit von Primärenergie-Trägern aus Russland wie Kohle, Öl und Erdgas bis zum Dekadenende deutlich zu verringern. Auch das von der EU geplante temporäre Maßnahmenpaket zur Abschöpfung von "Zufallsgewinnen" im Zuge der zuletzt deutlich gestiegenen Strompreisnotierungen, das faktisch eine Deckelung der Strompreise auf 180 Euro/Megawattstunde vorsieht, dürfte Erzeuger von Erneuerbaren Energien kaum ernsthaft belasten.

 

Wind- und Solarparkbetreiber baut seine Kapazitäten gezielt aus!

Entsprechend bleiben die Aussichten von Anbietern Encavis, der sich derzeit auf Rang 7 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX befindet, mittel- bis langfristig weiter vielversprechend. Der in Hamburg ansässige Wind- und Solarparkbetreiber gehört mit einer installierten Gesamterzeugerkapazität von rund 3,3 GW zu den führenden Playern in Europa und ist im laufenden Fiskaljahr auf gutem Weg, dank der günstigen Witterungsbedingungen ein Rekordergebnis einzufahren. Aufgrund der Hitzewelle in den Sommermonaten und der Rekordzahl an Sonnenstunden dürften die Solarparks von Encavis im Jahr 2022 Rekorderträge einfahren. Auch im Windparksegment kann Encavis mit einem soliden Anstieg beim Stromertrag rechnen, zumal man seine Erzeugerkapazitäten hier weiter ausgebaut hat. In den vergangenen Monaten hat sich Encavis vor allem durch Zukäufe im Ausland weiter verstärkt. So erwarb man unter anderem zwei Solarparks in den Niederlanden mit einer Gesamtkapazität von rund 48 MW, während man in Großbritannien einen im Bau befindlichen Solarpark mit einer Gesamtleistung von 26 MW übernommen hat. Das jüngste Engagement von Encavis im Solarpark-Segment beinhaltet eine Projektfinanzierung in Höhe von 32 Mio. Euro für zwei Solarparks in Dänemark mit einer Gesamtleistung von 34 MW.

 

Encavis überzeugt mit starken Halbjahreszahlen - Jahresprognose angehoben!

Der in den vergangenen Jahren konsequent forcierte Ausbau der Erzeugerkapazitäten macht sich für Encavis bezahlt, was ein Blick auf die Halbjahreszahlen eindrucksvoll belegt. Dank der rekordhohen Stromausbeute und dem kräftigen Strompreisanstieg konnte der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) im Vorjahresvergleich von 122,3 auf 170,6 Mio. Euro zulegen, während der Gesamtumsatz um 40 % auf 226,4 Mio. Euro verbessert werden konnte. Entsprechend konnte man auch beim Ergebnis je Aktie einen deutlichen Anstieg von 18 auf 33 Cent einfahren. Im Anschluss bestätigte Encavis die zuletzt nach oben revidierte Jahresprognose, die einen Umsatz von mehr als 420 Mio. Euro (zuvor: mehr als 380 Mio. Euro) sowie einen bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von über 185 Mio. Euro (zuvor: 166 Mio. Euro) vorsieht.

 

Zukauf verspricht interessante Perspektiven!

Interessante Perspektiven verspricht bei Encavis die kürzlich erfolgte Mehrheitsübernahme an der italienischen Stern Energy S.p.A. Bei dem im italienischen Parma ansässigen Unternehmen handelt es sich um einen O&M-Anbieter, der seit Jahren für den technischen Betrieb eines wesentlichen Teils des europäischen Solar-Portfolios von Encavis verantwortlich zeichnet. Den Löwenanteil seiner Umsatzerlöse erzielt Stern Energy jedoch mit knapp 70 % mit O&M-Solardienstleitungen, mit externen Unternehmen in ganz Europa. Dieses Geschäft will Encavis gemeinsam mit Stern Energy mit neuen Service-Verträgen weiter ausbauen. Strategisch macht die Aufstockung der Beteiligung an Stern Energy auf 80 % für Encavis Sinn, zumal man sich nicht nur breiter aufstellt, sondern sich gleichzeitig in einem neuen margenstarken Segment positioniert. Auch operativ scheinen die Aussichten bei Encavis weiterhin vielversprechend. Dies belegen die jüngsten Insiderkäufe, zumal Aufsichtsrat Alfred Büll Mitte Oktober Anteilsscheine im Gesamtwert von 8,65 Mio. Euro erworben hat.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie profitieren nicht nur Unternehmen aus der Reise- und Touristik-Branche von einem deutlichen Anstieg der Buchungszahlen. Da viele Menschen nach der mehr als zweijährigen Pandemie-bedingten Auszeit die schönste Zeit des Jahres außerhalb der eigenen vier Wände verbringen wollen, hat sich das Umfeld für viele Schwergewichte aus der Luftfahrtbranche ebenfalls spürbar aufgehellt. Zu den Favoriten in diesem Segment gehört vor allem die Deutsche Lufthansa, die derzeit auf Rang 9 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste zu finden ist.

 

Coronakrise sorgt bei der Lufthansa für Rekordverlust

Der führende europäische Luftfahrtkonzern hatte während der Corona-Pandemie massiv unter dem Einbruch der Fluggastzahlen zu leiden gehabt, wobei die Kranichlinie im ersten Coronajahr 2020 mit -6,7 Mrd. Euro nicht nur den bislang höchsten Nettoverlust in der Firmengeschichte ausweisen musste. Trauriger Höhepunkt der Corona-Pandemie war für die Lufthansa das von der Bundesregierung geschnürte knapp 9 Mrd. Euro schwere staatliche Rettungspaket, mit der man die Lufthansa vor einer möglichen Schieflage im Zuge der Auswirkungen der Corona-Pandemie bewahren wollte. Mittlerweile haben sich die Aussichten für die Deutsche Lufthansa wieder deutlich aufgehellt, was die jüngst vorgelegten Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen.

 

Sommer-Reise-Saison beschert Lufthansa Rekorderlöse!

Mit einem Gesamtumsatz von 10,07 Mrd. Euro erlöste die Kranichlinie dank des rekordhohen Reiseaufkommens in der Sommer-Saison knapp doppelt so viel, wie im entsprechenden Vorjahresquartal (5,21 Mrd. Euro). Neben einem deutlichen Anstieg der Passagierzahlen auf 33 Millionen (Vorjahreszeitraum: 20 Millionen Fluggäste) profitierte man vor allem von einer deutlich verbesserten Auslastung im Passagier-Flugsegment. Mit einem Sitzladefaktor von gut 86 % konnte die Deutsche Lufthansa nicht nur an das Rekordniveau vor dem Ausbruch der Pandemie anknüpfen. Gefragt waren nach Aussage der Deutschen Lufthansa vor allem höherpreisige Flugangebote in der First Class und in der Business-Class, wobei die Sitz-Auslastung hier teilweise deutlich über Vorkrisen-Niveau gelegen hatte. Nach der knapp zweijährigen Zwangspause waren viele Verbraucher trotz des inflationären Umfelds auch bereit, für ihren lange ersehnten Ferienaufenthalt etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Da es der Deutschen Lufthansa gelang, bei den Flugtickets deutliche Preiserhöhungen durchzusetzen, lagen die Durchschnittserlöse in Q3 rund 23 % über dem Niveau von 2019, womit man ein neuer Rekordwert erreicht wurde.

 

Kranichlinie überrascht mit deutlichem Gewinnanstieg in Q3!

Dank der höheren Ticketpreise und der deutlich verbesserten Auslastung der Lufthansa-Passagiermaschinen konnte die Kranichlinie nach dem herben Einbruch der vergangenen Jahre bei allen Konzerntöchtern wieder in die operative Gewinnzone zurückkehren. Auf Konzernebene trug das Kerngeschäft mit einem bereinigten EBIT von +709 Mio. Euro dabei maßgeblich zum überraschend starken Abschneiden auf Konzernebene bei, nachdem man hier im Vorjahresquartal noch einen Verlust von -193 Mio. Euro verbucht hatte. Auch in den übrigen Teilsegmenten konnte die Lufthansa mit teilweise deutlichen Ergebniszuwächsen überzeugen. So verbuchte Lufthansa Technik dank der anziehenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparatur-Services im Zuge des Reopenings im Flug- und Reiseverkehr mit 177 Mio. Euro (Vorjahr: 149 Mio. Euro) ein neues Rekordergebnis. Überzeugen konnte auch das Luftfrachtsegment, wobei man hier vor allem dank der weiterhin hohen Durchschnittserlöse mit einem operativen Gewinnplus von 10 % auf 331 Mio. Euro überzeugen konnte. Entsprechend konnte das bereinigte operative Konzernergebnis im Berichtsquartal auf 1,1 Mrd. Euro vervielfacht werden, nachdem man im Vorjahreszeitraum hier mit +251 Mio. Euro deutlich schwächer abgeschnitten hatte. Auch unter dem Strich gelang der Deutschen Lufthansa mit einem Nettogewinn von 809 Mio. Euro ein beeindruckendes Comeback (Vorjahreszeitraum: -72 Mio. Euro).

 

Lufthansa peilt operativen Milliarden-Gewinn für das Gesamtjahr an!

Da die Buchungszahlen trotz rekordhoher Verbraucherpreise weiter in die Höhe schießen, rechnet Konzernchef Carsten Spohr optimistisch, dass die Kranichlinie auch im Gesamtjahr überzeugen kann. So rechnet man beim bereinigten operativen Gewinn (EBIT) nach dem besser als erwarteten Abschneiden in Q3 nun für 2022 mit einem Ergebnis von mehr als 1 Mrd. Euro, nachdem man zum Ende des ersten Halbjahres einen operativen Gewinn von mehr als 500 Mio. Euro in Aussicht gestellt hatte. Neben den exzellenten Aussichten im Passagierflug-Segment dürften auch die übrigen Konzerntöchter maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene beitragen. In diesem Zusammenhang geht man sowohl bei Lufthansa Technik als auch im Frachtsegment für das Gesamtjahr von neuen Ergebnisrekorden aus. Auch mittelfristig rechnet sich die Deutsche Lufthansa gute Chancen aus, die Corona-Pandemie erfolgreich abhaken zu können. So will man seine Kapazitäten in den kommenden Jahren deutlich nach oben fahren und plant den Erwerb von 200 neuen Flugzeugen.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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