•  

     FAQ

    In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten.

    Für Begriffserklärungen können Sie unser Glossar nutzen.

    FAQ
  •  

     Kontaktformular

    Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Kontaktformular
  •  

     E-Mail

    Kontaktieren Sie uns per E-Mail.

    wertpapiere@dzbank.de

    Mail schreiben
  •  

     Live-Chat

    Kontaktieren Sie uns über den Live-Chat.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Chat
  •  

     Anruf

    Montags bis Freitags von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr sind wir unter der Nummer (069)-7447-7035 für Sie da.

    Anruf

Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trader,

US-Präsident Joe Biden hat die Ökostromwende in den USA längst zur Chefsache erklärt. Durch milliardenschwere Subventionen und Steuererleichterungen will Biden den Ausbau der Ökostromkapazitäten in den USA bis zum Dekadenende massiv vorantreiben. Ein weiterer Meilenstein zur Umsetzung dieser Herkules-Aufgabe war der kürzlich vom Senat verabschiedete "Inflation Reduction Act", der neben Beitragssenkungen für die staatlichen Gesundheitsvorsorgeprogramme oder Preisobergrenzen für verschreibungspflichtige Medikamente vor allem milliardenschwere Beihilfen für den Ausbau der Ökostromkapazitäten beinhaltet. Vor allem die Solarindustrie dürfte von den knapp 370 Mrd. USD, die im Zuge des in dieser Woche verabschiedeten Gesetzespakets für den Ausbau der regenerativen Energien bereitgestellt werden, profitieren. So werden unter anderem die Steuergutschriften für Solarprojekte sowohl für den gewerblichen als auch für den privaten Sektor von zuletzt 26 auf 30 % angehoben - wobei die Steuergutschrift bei der Verwendung von in den USA produzierter Solar-Hardware auf 40 % steigt.

 

Wechselrichter-Hersteller SMA Solar profitiert massiv von Solarboom!

Massiv vom Solarboom in den USA profitieren, werden Anbieter wie der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar, der sich derzeit auf Rang 9 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. SMA Solar gehört zu den technologisch führenden Anbietern in diesem Segment, was dem Technologiekonzern vor allem im lukrativen Projektgeschäft gute Aussichten beschert, zumal man hier mit Modellen wie Sunny Tripower X inklusive passender cloudbasierter Software gegenüber Billiganbietern aus Fernost die Nase vorn hat.

 

SMA Solar verbreitert Portfolio - Wallboxen und Hardware für die Herstellung von Grünem Wasserstoff!

SMA Solar hat sein Portfolio in den vergangenen Jahren konsequent erweitert und ist mittlerweile auch bei Energiespeicher-Lösungen, mit dem SMA EV-Charger, positioniert. Dank der von SMA Solar entwickelten Wallbox-Lösung eröffnen sich attraktive Cross-Selling-Chancen für das eigentliche Kerngeschäft mit Wechselrichtern. Denn viele Hausbesitzer nutzen die aus der heimischen Solar-Dachanlage gewonnene Energie, um den hauseigenen Strombedarf zu decken und vor allem für das Aufladen von Elektrofahrzeugen. Hier bietet die von SMA Solar entwickelte Wallbox, die für alle gängigen E-Fahrzeuge geeignet ist, die passende Alternative, zumal der Einbau im Zuge der Ökostromwende gerade in Deutschland und anderen Ländern durch staatliche Beihilfen und Steuervergünstigungen gefördert wird. Neue Wachstumschancen verspricht der Einstieg von SMA Solar im Marktsegment Grüner Wasserstoff. Mit dem SMA Electrolyzer Converter liefert SMA Solar dabei eine Schlüsselkomponente für eine besonders netzfreundliche Energieumwandlung. Dank der voll integrierten Containerlösung inklusive Mittelspannungstransformator und Schaltanlage erlaubt der SMA Electrolyzer Converter die Installation hocheffizienter Systeme und ist damit auch perfekt für Großanlagen zur Herstellung von Grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab geeignet. Da der Ausbau der Produktionskapazitäten bei Grünem Wasserstoff vor allem in der EU im Zuge der Energiewende massiv vorangetrieben wird, adressiert SMA Solar einen weiteren attraktiven Wachstumsmarkt.

 

Lieferkettenprobleme bremsen SMA Solar aus!

Operativ läuft es bei SMA Solar aktuell alles andere als rund. Da aufgrund der aktuellen Lieferkettenprobleme vor allem Elektronik-Komponenten und Chips fehlen, kommt es vor allem bei Wechselrichtern für das Home-Solutions-Segment zu erheblichen Produktionsverzögerungen, da die hohe Nachfrage aufgrund des aktuellen Materialmangels nicht bedient werden kann. Entsprechend verzeichnete man im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 488,3 auf 471,9 Mio. Euro, wobei der Wechselrichterabsatz von 6,8 auf 5,8 GW zurückging. Auch beim operativen Ergebnis musste SMA Solar einen deutlichen Gewinnrückgang von 38,0 auf 16,0 Mio. Euro hinnehmen, wobei die entsprechende EBITDA-Marge von 7,8 auf 3,4 % sank. Unter dem Strich musste SMA Solar einen Verlust von -10,6 Mio. Euro ausweisen, während man im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 13,3 Mio. Euro verbucht hatte. Sehr stark entwickelte sich hingegen nach Aussage von SMA Solar der Ordereingang im ersten Halbjahr, wobei man zum Ende des zweiten Quartals mit 1,29 Mrd. Euro einen Rekordwert beim Auftragsbestand in den Büchern stehen hat.

 

SMA Solar sieht sich auf Kurs zu den Jahreszielen

Trotz der eher verhaltenen Entwicklung im ersten Halbjahr sieht sich SMA Solar auf Kurs, die Jahresziele bequem erreichen zu können. In diesem Zusammenhang rechnet SMA Solar weiterhin mit einem Umsatz in der Spanne von 900 Mio. Euro bis 1,05 Mrd. Euro, während der bereinigte operative Gewinn bei 10 bis 60 Mio. Euro erwartet wird. Da SMA Solar die Lieferkettenprobleme mit einer Neustrukturierung der Supply-Chain wohl langsam in den Griff bekommt und man für die zweite Jahreshälfte von einer weiterhin dynamischen Nachfrageentwicklung im Kerngeschäft ausgeht, sollte SMA Solar gute Chancen haben, das obere Ende der Prognosespanne erreichen zu können. In diesem Zusammenhang spielt SMA Solar auch die aktuelle Euro-Schwäche in die Hände, zumal man rund 25 % seiner Umsatzerlöse in den USA generiert. Mittelfristig sollte sich die Margensituation bei SMA Solar wieder verbessern, zumal man spätestens ab 2023 von einer deutlichen Verbesserung der Lieferkettenproblematik ausgeht.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

 

 

Liebe Trader,

Zykliker haben im derzeitigen Marktumfeld einen schweren Stand. Neben weiter aufkeimenden Rezessionsängsten drücken vor allem hohe Energie- und Rohstoffkosten und nicht zuletzt rasant steigende Löhne auf die Margen und sorgen damit für Bremsspuren beim Konzernergebnis. Der Anlagenbauer GEA Group, der sich derzeit auf Rang 10 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX befindet, gehört hier zu den wenigen Ausnahmen. Der in Bochum ansässige Mischkonzern hat sich in den vergangenen Jahren nach dem Verkauf von defizitären Randbereichen und einem harten Restrukturierungs- und Sanierungskurs zu einem der technologisch führenden Anbieter im Bereich Anlagentechnik für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie gemausert.

 

GEA Group - Nachzieheffekte halten weiter an!

Aktuell profitiert der Anlagenbauer weiterhin von Nachzieheffekten vieler Branchengrößen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die ihre Produktionskapazitäten während der Coronavirus-Pandemie teilweise deutlich zurückgefahren hatten. Da sich der Investitionsstau seit dem Reopening in der Systemgastronomie sukzessive auflöst, hellt sich auch die Ausgangssituation beim Bochumer Anlagenbauer seit geraumer Zeit wieder deutlich auf. Dies belegen die zuletzt vorgelegten Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal. Mit einem organischen Umsatzanstieg von +8,9 % auf 1,27 Mrd. Euro und einer Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis von 8,6 % auf 167 Mio. Euro schnitt man deutlich besser als vom Konsens erwartet ab. Auch unter dem Strich konnte die GEA Group trotz höherer Restrukturierungs-Aufwendungen mit 76,7 Mio. Euro auf Vorjahresniveau abschließen, während der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn je Aktie mit 0,53 Euro über Vorjahresniveau (0,48 Euro) gelegen hatte.

 

Starke Nachfrageentwicklung im Kerngeschäft - New Food-Segment verspricht deutliche Zuwächse!

Deutliche Zuwächse hatte GEA Group auch beim Ordereingang zu verzeichnen, wobei man hier mit einem Plus von 8,5 % auf 1,4 Mrd. Euro erwartungsgemäß nicht ganz an den starken Jahresauftakt (Q1: Ordereingang +20,4 % auf 1,54 Mrd. Euro) anknüpfen konnte. Das positive Auftrags-Momentum hält jedoch nach Aussage von CEO Stefan Klebert weiter an, was u.a. zwei Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 52 Mio. Euro aus dem deutschsprachigen und dem asiatischen Raum belegen. Sehr stark präsentierte sich in diesem Zusammenhang einmal mehr die Absatzentwicklung in den Bereichen Dairy Farming und Dairy Processing, wobei die GEA Group zu den international führenden Anbietern bei Equipment für die Milchwirtschaft und die milchverarbeitende Lebensmittel-Industrie gehört. Vielversprechende Wachstumsaussichten eröffnen sich bei GEA Group im neu formierten "New Food"-Segment. Hintergrund ist der Erfolg von veganen und vegetarischen Gerichten wie Veggieburgern oder anderen Plant-Based-Meat-Spezialitäten, die mittlerweile nicht nur in vielen großen Fast-Food-Ketten auf der Speisekarte stehen, sondern auch in Supermärkten immer stärker Einzug halten. GEA Group liefert hier die notwendigen Produktionslinien, zur Extraktion von pflanzlichem Eiweiß, das zur Herstellung von veganen oder vegetarischen Fleischersatzprodukten wie Veggieburger u. v. m. benötigt wird. Daneben deckt das Portfolio von GEA Group außerdem Mischer, Kutter, Formanlagen usw., die zur Weiterverarbeitung zum fertigen Produkt benötigt werden, ab. Welches Potenzial das New-Food-Segment hat, belegt ein Großauftrag des dänischen Life-Sciences-Konzerns Novozymes, den GEA Group Ende vergangenen Jahres an Land ziehen konnte. GEA Group wird demnach am US-Standort Blair im US-Bundesstaat Nebraska eine schlüsselfertige Anlage zur Herstellung von pflanzenbasierten Proteinen errichten, wobei das Gesamtvolumen im oberen zweistelligen Mio. Euro-Bereich liegt.

 

GEA Group sieht sich weiter auf Kurs - Oberes Ende der Jahresprognose angepeilt!

Nach dem besser als erwartet ausgefallenen Q2-Ergebnis sieht sich GEA Group auf Kurs, seine Jahresziele zumindest bequem erfüllen zu können. So rechnet man mit einem organischen Umsatzplus von mindestens 5 %, während der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) mit 630 bis 690 Mio. Euro deutlich über Vorjahresniveau erwartet wird. Auch beim Auftragseingang sieht Konzernchef Klebert in den kommenden Quartalen keine nachlassende Dynamik. So dürfte der Ordereingang in Q3 nicht zuletzt dank des wachstumsstarken "New-Food"-Segments zwischen 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro liegen. Damit dürfte GEA Group gute Chancen haben, sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis das obere Ende der konzerneigenen Prognosespanne zu erreichen.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

 

 

Liebe Trader,

die Aussicht auf weiter steigende Zinsen sorgt derzeit in der Baubranche für erhebliche Bremsspuren. Angesichts steigender Baufinanzierungs-Zinsen werden viele Bauvorhaben aktuell auf Eis gelegt, während Lieferkettenprobleme und das sich eintrübende konjunkturelle Umfeld zusätzlich auf die Stimmung drücken. Von der Eintrübung der Baukonjunktur ist aktuell beim Software-Spezialisten Nemetschek, der sich aktuell auf Rang 7 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX befindet, wenig zu spüren. Viele Architekten, Bauträger und Bau-Unternehmen greifen auf die von Nemetschek entwickelte BIM-Software-Suite zurück, um komplexe Bauvorhaben von der interaktiven Planung am virtuellen 3D-Modell bis hin zur Fertigstellung schnell und effizient realisieren zu können. Da die von Nemetschek angebotene 5-BIM-Software im Vergleich zu vergleichbarer BIM-Software auch wichtige Faktoren wie Zeit und Kosten berücksichtigt, lassen sich teure Projektverzögerungen vermeiden, was Nemetschek einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil im Wachstumsmarkt für Digitalisierungslösungen in der Baubranche beschert.

 

Starke Q2-Zahlen bestätigen Wachstumstrend - SaaS-Umstellung sorgt für steigende Margen!

Im zweiten Quartal überraschte Nemetschek erneut mit einem sehr starken Zahlenwerk. Mit einem Umsatzplus von 22,9 % auf 203,8 Mio. Euro und einem kräftigen Plus von 21,7 % auf 68,6 Mio. Euro konnte der BIM-Software-Spezialist erneut deutlich zweistellige Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis vorweisen. Gut voran kommt Nemetschek auch bei der Umstellung auf ein Abo-basiertes Vertriebsmodell gut voran. So verzeichnete man bei den Software-as-a-Service-Erlösen ein kräftiges Plus von 56,5 % auf 47,3 Mio. Euro, womit die SaaS und Subscription-Erlöse nun bereits für 63,2 % der Gesamterlöse stehen. Da sich mit dem Vertrieb von zeitlich befristeten Software-Paketen langfristig deutlich höhere Margen erzielen lassen, als mit dem Verkauf von Lifetime-Software-Suites, schlägt sich dies auch nachhaltig positiv auf die Profitabilität nieder. Entsprechend konnte Nemetschek seine operative Marge im ersten Halbjahr um 2,2 Prozentpunkte auf 34,9 % verbessern. Auch unter dem Strich überzeugte Nemetschek im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Anstieg beim Nettogewinn von 42,4 % auf 89,1 Mio. Euro.

 

Solide Entwicklung im Kerngeschäft - Media-Segment überrascht mit Umsatzplus von mehr als 60 %!

Das starke Abschneiden im ersten Halbjahr hatte Nemetschek erwartungsgemäß der soliden Entwicklung in dem auf Bau- und Architektur-Software ausgerichteten Kernsegment "Build" zu verdanken, das im ersten Halbjahr ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von 36,5 % vorzuweisen hatte. Noch deutlichere Zuwächse hatte man im Media-Segment zu verzeichnen. Das neu formierte Kerngeschäftsfeld gehört dank der Übernahme des Animation-Software-Spezialisten Maxon zu den gefragtesten Anbietern für Grafik- und Animationssoftware im Bereich Gaming, wobei Schwergewichte wie Activision Blizzard oder Electronic Arts seit Jahren zum Kundenkreis der Nemetschek-Tochter gehören. Als Gamechanger erweist sich die Übernahme des US-Anbieters Pixologic, mit der man sich den Zugriff auf die Software-Suite Zbrush einverleibt hat. Dank der Digital Sculpting und 3D-Modelling verhalf Zbrush nicht nur Oscar-prämierten Megablockbustern wie "Star Wars", Dune - Der Wüstenplanet" oder "Avatar" zum Erfolg auf der Kinoleinwand. Auch bei AAA-Gaming-Blockbustern wie "Assassins Creed" "Fortnite" oder "God of War" sorgt die von Pixologic entwickelte Software für atemberaubende Special Effekts. Die 2021 abgeschlossene Übernahme von Pixologic macht sich für Nemetschek mittlerweile bezahlt, denn dank dem Pixologic-Zukauf konnte das Media-Segment mit +60 % nicht nur das höchste Umsatzwachstum im ersten Halbjahr vorweisen, sondern war auch in puncto Profitabilität mit einer operativen Marge von 43,3 % einer der Highlights in der Halbjahresbilanz.

Jahresprognose bestätigt - CEO Padrines will 1 Mrd. Euro beim Umsatz früher als erwartet erreichen!

Trotz des unerwartet starken Abschneidens in der ersten Jahreshälfte bestätigte Nemetschek angesichts des zuletzt weiter eingetrübten Marktumfelds seine Jahresprognose. Demnach rechnet der Software-Spezialist für 2022 weiterhin mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 12 bis 14 % sowie einer bereinigten operativen Gewinnmarge von 32 bis 33 %. Mittel- bis langfristig bleiben die Aussichten für Nemetschek jedoch vielversprechend, da die Nachfrage nach BIM-Software im Zuge des Digitalisierungstrends in der Baubranche rasant anzieht. Laut einer Erhebung der Marktforscher von Fortune Business Insights dürfte der Markt für BIM-Software bis 2028 um durchschnittlich 11,1 % pro Jahr zulegen, was Marktführer Nemetschek exzellente Wachstumsperspektiven beschert. Auch der CEO von Nemetschek, Yves Padrines rechnet sich dank der starken Marktposition des BIM-Software-Spezialisten mittelfristig gute Wachstumschancen aus. In einem Interview erklärte der Manager kürzlich, dass Nemetschek bereits im Jahr 2024 die Umsatzmarke von 1 Mrd. Euro knacken dürfte, während der Analystenkonsens für 2024 aktuell laut FactSet von 975 Mio. Euro ausgeht.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

Liebe Trader,

für die Rückversicherungsbranche dürfte das 2021 als eines der schadenreichsten Kalenderjahre in die Annalen eingehen. Sturmschäden, Überflutungen und eine der schlimmsten Hurrikane-Saisons in den USA sorgten branchenweit für eine rekordhohe Schadensbilanz. Dies bekam auch die Hannover Rück, die sich aktuell auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet, zu spüren.

 

Hannover Rück überzeugt trotz milliardenschwerer Schadensbelastungen im Jahr 2021 mit Rekordergebnis!

Der weltweit drittgrößte Rückversicherungsanbieter verbuchte im Jahr 2021 aufgrund von Flutschäden im Kontext des Tiefdruckgebietes „Bernd“ in Europa oder dem Hurrikan "Ida“ in den USA Schadensbelastungen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro. Dass die Hannover Rück im abgelaufenen Fiskaljahr dennoch mit einem kräftigen Anstieg beim 39 % auf 1,23 Mrd. Euro am oberen Ende der konzerneigenen Gewinnprognose von 1,15 bis 1,25 Mrd. Euro abgeschlossen hatte, war unter anderem der Hausse an den internationalen Kapitalmärkten geschuldet, was dem Rückversicherer ein außerordentlich gutes Kapitalanlagenergebnis beschert hatte. Deutliche Zuwächse hatte der Rückversicherer auch bei den Brutto-Prämieneinnahmen zu verzeichnen, wobei man hier mit +12,1 % auf 27,8 Mrd. Euro unerwartet stark abgeschnitten hatte.

 

Häufung von Großschadensereignissen sorgt für rekordhohe Einnahmen und steigende Preise!

Angesichts der Häufung von Großschadensereignissen durch Naturkatastrophen dürfte auch die Nachfrage bei Policen zur Abdeckung von Elementarschäden weiter kräftig anziehen. Ohnehin wird derzeit aufgrund der verheerenden Hochwasserschäden in einigen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen in Deutschland über die Einführung einer Versicherungspflicht zur Abdeckung von Elementarschäden für Hauseigentümer in besonders gefährdeten Regionen diskutiert. Angesichts dieser Entwicklungen kann die Hannover Rück gerade bei Elementar-Versicherungen bei den anstehenden Vertragserneuerungen auf weitere signifikante Preiserhöhungen hoffen, nachdem man im Jahr 2021 in einigen Segmenten prozentual zweistellige Prämienerhöhungen durchsetzen konnte. Da der Rückversicherer gerade in der Schadens-Rückversicherung eine defensive Strategie fährt und Risiken durch die Ausplatzierung via Swaps oder Cat-Bonds gezielt minimiert, ist man daher in der Lage, trotz steigender Belastungen durch Naturkatastrophen starke Ergebnisse im Kerngeschäft zu erzielen.

 

Hannover Rück überzeugt im zweiten Quartal erneut trotz hoher Einmaleffekte mit starken Zahlen!

Auch im laufenden Fiskaljahr konnte die Hannover Rück trotz des nach wie vor schwierigen Marktumfelds im operativen Geschäft überzeugen. Dies belegen die jüngst vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal. Hier hatte man zwar aufgrund hoher Rückstellungen in Zusammenhang mit dem Russland/Ukraine-Konflikt einen Rückgang beim operativen Gewinn (EBIT) von 552,3 auf 522,9 Mio. Euro ausgewiesen, dabei jedoch die Analystenerwartungen deutlich getoppt. Auch unter dem Strich konnte man nicht zuletzt dank einer starken Performance beim Kapitalanlageergebnis mit einer Verbesserung beim Nettogewinn von 364,7 auf 385,1 Mio. Euro überzeugen. Da die Hannover Rück ihr Neugeschäft in vielen Segmenten deutlich ausbaut und man auch bei den jüngsten Vertragserneuerungsrunden erneut Prämienerhöhungen durchsetzen konnte, verzeichnete man bei den Brutto-Prämieneinnahmen im zweiten Quartal einen kräftigen Anstieg von 20 % auf 8,01 Mrd. Euro.

 

Jahresprognose bestätigt - Brutto-Prämieneinnahmen sollen stärker steigen als erwartet!

Im Anschluss bestätigte die Hannover Rück ihre Jahresprognose und geht dabei weiterhin von einem Nettogewinn in der Spanne von 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro aus.  Da Konzernchef Jean-Jacques Henchoz beim Kapitalanlageergebnis nun für das Gesamtjahr von einer Rendite von mehr als 2,5 % (zuvor: 2,3 %) ausgeht, dürfte die Hannover Rück gute Chancen haben, das obere Ende der konzerneigenen Gewinnprognose zu erreichen. Auch bei den Brutto-Prämieneinnahmen rechnet die Hannover Rück nach der starken Entwicklung im ersten Halbjahr nun mit einem wechselkursbereinigten Anstieg von 7,5 %, nachdem man hier zuvor eine Verbesserung von lediglich 5 % in Aussicht gestellt hatte.  Neben den guten Aussichten im operativen Kerngeschäft kann die Hannover Rück im aktuell schwierigen Marktumfeld auch mit defensiven Qualitäten punkten. So weist die Aktie auf Basis der Analystenschätzungen von FactSet für 2023 (15,15 Euro je Aktie) ein KGV von 9,8 auf, während die Dividendenrendite bei 4,2 % liegt.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

Liebe Trader,  

die Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sorgt derzeit vor allem in der Reise- und Touristik-Branche für Schwung. Nach der mehr als zweijährigen Zwangspause sehnen sich viele Menschen nach einer Auszeit fernab der eigenen vier Wände, weshalb Reiseveranstalter für die Sommer- und Wintersaison neue Buchungsrekorde zu verzeichnen haben. Zu den großen Profiteuren des "Grand-Reopening" im Touristik-Sektor gehört auch der französische Mischkonzern Vinci, der sich aktuell auf Rang 9 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX50 befindet. 

 

Konzessions-Geschäft mit Flughäfen profitiert massiv von Reiseboom 

Vinci gehört mit Beteiligungen und Konzessionen an 49 Flughäfen in Europa, Asien und Süd- und Lateinamerika zu den weltweit führenden Flughafenbetreibern und profitiert aktuell massiv von der Erholung bei den Fluggastzahlen. Vinci hat die Pandemie-bedingte Auszeit genutzt, um sein Beteiligungsportfolio durch den Erwerb von Konzessionen an Regionalflughäfen in Brasilien (Manaus International Airport) oder in Frankreich (Annecy Mont-Blanc) weiter auszubauen, was sich nun für Vinci bezahlt macht: So wurden im ersten Halbjahr an den von Vinci betriebenen Flughäfen rund 80 Millionen Fluggäste abgefertigt. Damit lag die Fluggastzahl zwar immer noch knapp 36 % unter Vorkrisenniveau, gegenüber dem von der Coronavirus-Pandemie geprägten Vorjahreszeitraum konnte die Zahl der Fluggäste jedoch mehr als verdreifacht werden. Der kräftige Anstieg bei den Passagierzahlen machte sich auch positiv beim Segmentergebnis bemerkbar. Nachdem die Konzernsparte in den beiden Vorjahren aufgrund der Corona-Pandemie tiefrote Zahlen geschrieben hatte, gelang im ersten Halbjahr mit einem EBIT von 380 Mio. Euro der Sprung in die operative Gewinnzone. Neben dem starken Abschneiden bei Vinci Airports präsentierte sich auch das Konzessionsgeschäft mit Mautautobahnen im ersten Halbjahr deutlich fester. Vinci gehört nicht nur in Frankreich zu den führenden Betreibern von gebührenpflichtigen Autobahnen und Schnellstraßen, sondern ist auch in Brasilien, Portugal und Deutschland präsent. Auch Vinci Autoroutes überzeugte in der ersten Jahreshälfte dank der Erholung im Reise- und Frachtverkehr trotz der deutlich angestiegenen Spritpreise mit einem deutlichen Anstieg von 18,2 % beim Verkehrsaufkommen, womit man sogar um 2,1 % über dem im ersten Halbjahr 2019 markierten Vorkrisenniveau lag.  

 

Starke Entwicklung im Baugeschäft und Übernahme von ACS-Sparte sorgen für Schwung! 

Neben dem Konzessionsgeschäft mit Flughäfen und Mautautobahnen trug auch die solide Entwicklung der Hoch- und Tiefbausparte des französischen Mischkonzerns maßgeblich zum starken Abschneiden von Vinci auf Konzernebene bei. Hier profitiert Vinci nach wie vor von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen der öffentlichen Hand, wobei Vinci Constructions mit einem deutlichen Umsatzplus von 11 % aufwarten konnte. Bezahlt macht sich für Vinci auch der knapp 4,9 Mrd. Euro schwere Zukauf der Energy-Sparte des spanischen Konkurrenten ACS. Die mittlerweile unter Cobra IS firmierende Vinci-Konzernsparte verbuchte in der ersten Jahreshälfte ein sattes Umsatzplus von 46 % auf 2,7 Mrd. Euro und erzielte einen operativen Gewinn von 190 Mio. Euro. Da die auf Energie-Infrastruktur-Lösungen und die Realisierung von Wind- und Solarparks spezialisierte Konzernsparte Cobra IS massiv vom Ausbau der weltweiten Ökostromkapazitäten profitiert, dürfte dieses Segment auch in den kommenden Quartalen einen nachhaltig positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten.  

 

Vinci überzeugt mit sehr starken Halbjahreszahlen und mit günstigem KGV von 13,6 

Mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 26 % auf 28,52 Mrd. Euro verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn (EBIT) im Vorjahresvergleich überproportional um 85,1 % auf 2,89 Mrd. Euro, womit man nicht nur die Konsenserwartungen der Analysten deutlich übertreffen konnte. Auch im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (EBIT: 2,29 Mrd. Euro) verbuchte Vinci ein deutliches Ergebnisplus von 26,1 %, womit Vinci die Durststrecke nach der Corona-Pandemie endgültig abgehakt hat. Auch unter dem Strich überzeugte man mit einem deutlichen Anstieg beim Nettogewinn von 682 auf 1,90 Mrd. Euro. Nach dem deutlich besser als erwarteten Abschneiden im ersten Halbjahr sieht sich Vinci auf Kurs, die Corona-Krise endgültig abzuhaken, und rechnet für 2022 mit einem Nettogewinn über dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 (5,88 Euro je Aktie).  

Fazit: Aktuell geht der Marktkonsens für 2022 laut FactSet von einem Gewinn von 6,75 Euro je Aktie aus. Daraus errechnet sich ein KGV von 13,6. Für einen Infrastrukturbetreiber mit starker Marktstellung ist das eine attraktive Bewertung. Die Aktie ist vor allem für Anleger interessant, die nicht von weiteren Lockdowns im Herbst und Winter ausgehen. Denn dann für die Erleichterung darüber, dass der Geschäftsbetrieb fortgesetzt werden kann, die Aktie nach oben treiben.  

 

Viele Grüße 
Simon Betschinger 

TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!