•  

     FAQ

    In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten.

    Für Begriffserklärungen können Sie unser Glossar nutzen.

    FAQ
  •  

     Kontaktformular

    Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Kontaktformular
  •  

     E-Mail

    Kontaktieren Sie uns per E-Mail.

    wertpapiere@dzbank.de

    Mail schreiben
  •  

     Live-Chat

    Kontaktieren Sie uns über den Live-Chat.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Chat
  •  

     Anruf

    Montags bis Freitags von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr sind wir unter der Nummer (069)-7447-7035 für Sie da.

    Anruf

Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trader,  

die Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sorgt derzeit vor allem in der Reise- und Touristik-Branche für Schwung. Nach der mehr als zweijährigen Zwangspause sehnen sich viele Menschen nach einer Auszeit fernab der eigenen vier Wände, weshalb Reiseveranstalter für die Sommer- und Wintersaison neue Buchungsrekorde zu verzeichnen haben. Zu den großen Profiteuren des "Grand-Reopening" im Touristik-Sektor gehört auch der französische Mischkonzern Vinci, der sich aktuell auf Rang 9 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX50 befindet. 

 

Konzessions-Geschäft mit Flughäfen profitiert massiv von Reiseboom 

Vinci gehört mit Beteiligungen und Konzessionen an 49 Flughäfen in Europa, Asien und Süd- und Lateinamerika zu den weltweit führenden Flughafenbetreibern und profitiert aktuell massiv von der Erholung bei den Fluggastzahlen. Vinci hat die Pandemie-bedingte Auszeit genutzt, um sein Beteiligungsportfolio durch den Erwerb von Konzessionen an Regionalflughäfen in Brasilien (Manaus International Airport) oder in Frankreich (Annecy Mont-Blanc) weiter auszubauen, was sich nun für Vinci bezahlt macht: So wurden im ersten Halbjahr an den von Vinci betriebenen Flughäfen rund 80 Millionen Fluggäste abgefertigt. Damit lag die Fluggastzahl zwar immer noch knapp 36 % unter Vorkrisenniveau, gegenüber dem von der Coronavirus-Pandemie geprägten Vorjahreszeitraum konnte die Zahl der Fluggäste jedoch mehr als verdreifacht werden. Der kräftige Anstieg bei den Passagierzahlen machte sich auch positiv beim Segmentergebnis bemerkbar. Nachdem die Konzernsparte in den beiden Vorjahren aufgrund der Corona-Pandemie tiefrote Zahlen geschrieben hatte, gelang im ersten Halbjahr mit einem EBIT von 380 Mio. Euro der Sprung in die operative Gewinnzone. Neben dem starken Abschneiden bei Vinci Airports präsentierte sich auch das Konzessionsgeschäft mit Mautautobahnen im ersten Halbjahr deutlich fester. Vinci gehört nicht nur in Frankreich zu den führenden Betreibern von gebührenpflichtigen Autobahnen und Schnellstraßen, sondern ist auch in Brasilien, Portugal und Deutschland präsent. Auch Vinci Autoroutes überzeugte in der ersten Jahreshälfte dank der Erholung im Reise- und Frachtverkehr trotz der deutlich angestiegenen Spritpreise mit einem deutlichen Anstieg von 18,2 % beim Verkehrsaufkommen, womit man sogar um 2,1 % über dem im ersten Halbjahr 2019 markierten Vorkrisenniveau lag.  

 

Starke Entwicklung im Baugeschäft und Übernahme von ACS-Sparte sorgen für Schwung! 

Neben dem Konzessionsgeschäft mit Flughäfen und Mautautobahnen trug auch die solide Entwicklung der Hoch- und Tiefbausparte des französischen Mischkonzerns maßgeblich zum starken Abschneiden von Vinci auf Konzernebene bei. Hier profitiert Vinci nach wie vor von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen der öffentlichen Hand, wobei Vinci Constructions mit einem deutlichen Umsatzplus von 11 % aufwarten konnte. Bezahlt macht sich für Vinci auch der knapp 4,9 Mrd. Euro schwere Zukauf der Energy-Sparte des spanischen Konkurrenten ACS. Die mittlerweile unter Cobra IS firmierende Vinci-Konzernsparte verbuchte in der ersten Jahreshälfte ein sattes Umsatzplus von 46 % auf 2,7 Mrd. Euro und erzielte einen operativen Gewinn von 190 Mio. Euro. Da die auf Energie-Infrastruktur-Lösungen und die Realisierung von Wind- und Solarparks spezialisierte Konzernsparte Cobra IS massiv vom Ausbau der weltweiten Ökostromkapazitäten profitiert, dürfte dieses Segment auch in den kommenden Quartalen einen nachhaltig positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten.  

 

Vinci überzeugt mit sehr starken Halbjahreszahlen und mit günstigem KGV von 13,6 

Mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 26 % auf 28,52 Mrd. Euro verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn (EBIT) im Vorjahresvergleich überproportional um 85,1 % auf 2,89 Mrd. Euro, womit man nicht nur die Konsenserwartungen der Analysten deutlich übertreffen konnte. Auch im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (EBIT: 2,29 Mrd. Euro) verbuchte Vinci ein deutliches Ergebnisplus von 26,1 %, womit Vinci die Durststrecke nach der Corona-Pandemie endgültig abgehakt hat. Auch unter dem Strich überzeugte man mit einem deutlichen Anstieg beim Nettogewinn von 682 auf 1,90 Mrd. Euro. Nach dem deutlich besser als erwarteten Abschneiden im ersten Halbjahr sieht sich Vinci auf Kurs, die Corona-Krise endgültig abzuhaken, und rechnet für 2022 mit einem Nettogewinn über dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 (5,88 Euro je Aktie).  

Fazit: Aktuell geht der Marktkonsens für 2022 laut FactSet von einem Gewinn von 6,75 Euro je Aktie aus. Daraus errechnet sich ein KGV von 13,6. Für einen Infrastrukturbetreiber mit starker Marktstellung ist das eine attraktive Bewertung. Die Aktie ist vor allem für Anleger interessant, die nicht von weiteren Lockdowns im Herbst und Winter ausgehen. Denn dann für die Erleichterung darüber, dass der Geschäftsbetrieb fortgesetzt werden kann, die Aktie nach oben treiben.  

 

Viele Grüße 
Simon Betschinger 

TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

 

 

Liebe Trader,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Pernod-Ricard, die sich aktuell auf Rang 10 im EURO STOXX50 befindet. Der französische Traditions-Konzern gehört mit seinen insgesamt mehr als 200 Premium-Marken und einem Jahresumsatz von mehr als 8 Mrd. Euro zu den führenden Herstellern bei Whisky, Wodka, Likör-Spezialitäten und anderen hochprozentigen Spirituosen und ist in mehr als 160 Ländern präsent.

Strategische Neuaufstellung legt Grundstein für erfolgreiches Comeback nach der Krise!

Der französische Branchenprimus hatte in den vergangenen beiden Jahren wie viele andere Wettbewerber massiv unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu leiden gehabt. Pernod-Ricard hat die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise jedoch erfolgreich genutzt, um sich strategisch neu aufzustellen. Neben dem Ausbau des Direct-to-Consumer-Vertriebs, durch die Übernahme der britischen eCommerce-Plattform "The Whisky Exchange" hat man die Gunst der Stunde genutzt, um sich durch gezielte Akquisitionen weiter zu verstärken. Mit der Übernahme des italienischen Premium-Gin-Herstellers Malfy oder der bekannten US-Whisky-Destillerien Rabbit Hole, TX und Castle Brands gelang es Pernod-Ricard seine Marktposition im margenträchtigen Hochpreis-Segment weiter auszubauen. In Verbindung mit Fokussierung auf das strategische Kernmarkenportfolio und der Optimierung der Kostenbasis im Rahmen des frühzeitig eingeleiteten Transformationsprogramms "Transform and Accelerate" hat Pernod-Ricard während der Coronavirus-Pandemie den Grundstein für ein erfolgreiches Comeback gelegt.

 

Reopening sorgt für kräftige Absatzerholung in der Systemgastronomie und im Duty-Free-Geschäft!

Da Restaurants, Kneipen und Bars nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie wieder geöffnet sind, zieht auch der Absatz bei hochprozentigem Alkoholika in der Systemgastronomie seit geraumer Zeit wieder merklich an. Als weiterer Umsatztreiber erweist sich bei Pernod-Ricard das Reopening in der Reise- und Touristik-Branche. Da hochpreisige Premium-Spirituosen als Mitbringsel oder als Geschenk für Freunde und Bekannte hoch im Kurs stehen, zieht der Absatz im Duty-Free-Geschäft an Flughäfen seit geraumer Zeit merklich an, was auch Pernod-Ricard in die Karten spielt. Allein im abgelaufenen Q3 konnte Pernod-Ricard im Duty-Free-Segment dank der Erholung in der Reise- und Touristik-Branche ein sattes Umsatzplus von 33 % vorweisen.

 

Pernod-Ricard überzeugt mit kräftigem Umsatz- und Ergebnisplus in Q3

In den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres 2021/22 überraschte Pernod-Ricard trotz der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts mit einem deutlich zweistelligen organischen Umsatzplus von 18 % auf 8,41 Mrd. Euro, womit man deutlich besser als von Analysten erwartet abgeschnitten hatte. Profitieren konnte Pernod-Ricard vom Absatzerfolg bei bekannten Megasellern wie Absolut Vodka, Ramazotti, Chivas Regal, Jameson oder Ballentines, womit das Kernsegment "Strategic International Brands" nicht zuletzt dank kräftiger Preiserhöhungen ein sattes organisches Umsatzplus von 20 % vorzuweisen hatte. Noch deutlichere Zuwächse hatte man bei den sogenannten „Speciality Brands“ zu verzeichnen, wobei man dank höherer Absätze bei US-Premium-Whisky-Marken oder der Edel-Gin-Marke Malfy allein im abgelaufenen Q3 mit einem satten Umsatzplus von 45 % aufwarten konnte.

 

Pernod-Ricard sieht sich trotz China-Lockdown auf Kurs zu den Jahreszielen!

Für das Schlussquartal rechnet Pernod-Ricard nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Lockdowns in China, mit einer Abschwächung der Umsatzdynamik gegenüber dem Vorquartal aus. Zwar hatte man im Reich der Mitte in den ersten neun Monaten mit einem organischen Umsatzplus von 12 % sehr respektabel abgeschnitten. Da China jedoch weiter an seiner Zero-Covid-Politik festhält, rechnet das Konzernmanagement mit einer eher verhaltenen Umsatzentwicklung in diesem wichtigen Kernabsatzmarkt. Da man in den übrigen Kernmärkten wie Europa und vor allem in den USA dank höherer Absätze und kräftiger Preiserhöhungen auch in Q4 auf satte zweistellige Umsatzzuwächse hoffen kann, sieht sich Pernod-Ricard weiter auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen. Entsprechend erwartet der Spirituosenhersteller für das laufende Fiskaljahr weiterhin eine Verbesserung beim bereinigten operativen Gewinn von rund 17 %. Da man zuletzt weitere Preiserhöhungen durchsetzen konnte und man im Premium-Segment weitere Marktanteile gewinnen konnte, dürfte die operative Gewinnmarge leicht über dem im Vorjahr 2020/21 erreichten Spitzenwert von 27,5 % liegen.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt

 

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

 

Liebe Trader,

Automobilhersteller haben aktuell einen schweren Stand: Rekordhohe Rohstoff- und Energiepreise drücken auf die Margen, während Lieferengpässe bei wichtigen Chip- und Halbleiterkomponenten die Produktion erheblich beeinträchtigen, was trotz der nach wie vor robusten Nachfrage in vielen Kernmärkten für erhebliche Absatzrückgänge sorgt. Dass man auch in einem derart schwierigen Marktumfeld erfolgreich bestehen kann, hat zuletzt Mercedes-Benz, der sich aktuell auf Rang 14 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet, eindrucksvoll bewiesen.

 

Fokus auf Premium- und Oberklasse-Modelle sorgt bei Mercedes-Benz trotz Krise für Schwung!

Da angesichts der angespannten Lieferketten wichtige Halbleiter- und Chip-Komponenten nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen, werden hochmargige Modelle bei der Fertigung gezielt priorisiert. Dies sorgt zwar bei Entry- und Mittelklasse-Modellen wie der C- und E-Klasse für noch längere Wartezeiten. Dadurch ist man jedoch in der Lage, Premium-Modelle schneller an die Kunden auszuliefern, was trotz sinkender Absatzzahlen für höhere Erträge und steigende Margen sorgt. Da die Nachfrage bei hochpreisigen Modellen aus der G- und S-Klasse, Mercedes-AMG oder der Edelmarke Mercedes Maybach in den Kernmärkten weiter hoch bleibt, ist Mercedes-Benz vor allem im neu formierten "Top-End-Luxury"-Segment in der Lage, satte Preiserhöhungen durchzusetzen und damit trotz steigender Kosten die Gewinnmargen zu verbessern.

 

Mercedes-Benz überrascht trotz Absatzrückgang mit starken Q2-Zahlen

Die Strategie, sich bei der Produktion auf hochpreisige Modelle aus dem Top- End- und Core-Luxury-Segment zu fokussieren, geht für Mercedes-Benz voll auf. So verzeichnete man angesichts der Lieferengpässe bei Chips und Halbleitern im abgelaufenen zweiten Quartal zwar einen deutlicheren Absatzrückgang von 7 % auf 487.400 Modelle. Da sowohl die hochpreisigen Mercedes-Flagschiff-Modelle aus der S-Klasse, das vollelektrische Pendant EQS als auch die Nobelmarke Maybach deutliche Absatzzuwächse vorzuweisen hatten, verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn (EBIT) um 8 % auf 4,94 Mrd. Euro. Da man mit der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen gut vorankommt, konnte die operative Gewinnmarge im Autosegment im Vorjahresvergleich deutlich um 1,4 Prozentpunkte auf 14,2 % verbessert werden. Auch beim Konzernergebnis überraschten die Schwaben in Q2 positiv, wobei man trotz kräftig gestiegener Energie- und Rohstoffkosten und milliardenschweren Investitionen in den Umbau des Modellportfolios mit einem leichten Anstieg von knapp 2 % auf 3,2 Mrd. Euro die Konsenserwartungen übertraf.

 

Margen-Prognose nach starkem erstem Halbjahr angehoben!

Nach dem besser als erwarteten Abschneiden im ersten Halbjahr zeigt sich der Stuttgarter Autobauer auch für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Da die Nachfrage laut CFO Harald Wilhelm trotz China-Lockdowns und Russland-Krise weiter anziehen dürfte und sich die Perspektiven bei der Versorgung mit Chips - und Halbleitern langsam aufhellen, rechnet man gegenüber dem ersten Halbjahr nicht nur mit einem höheren Fahrzeugabsatz. Auch die operative Gewinnmarge bei Mercedes-Benz-Cars soll sich dank Preiserhöhungen und Effizenzsteigerungen weiter verbessern, wobei man nun für das Gesamtjahr von einer operativen Marge in der Spanne von 12 bis 14 % ausgeht. Zuvor hatte man lediglich eine operative Gewinnmarge in der Spanne von 11 bis 13,5 % anvisiert.

 

Fokus auf Oberklasse und Luxus-Segment soll Margen mittelfristig deutlich verbessern

Fokussieren will sich der Stuttgarter Premium-Autobauer im Rahmen der strategischen Neuaufstellung vor allem auf die neu geschaffenen Top-End Luxury- und Core Luxury-Segmente. Dies macht strategisch Sinn, da Mercedes-Benz damit nicht nur sein Markenimage als Premiumhersteller schärft, sondern gleichzeitig sein Margenprofil deutlich verbessert. Im Top-End-Luxury-Segment will man das Modell-Portfolio bei bekannten Premium-Marken wie der S- und G-Klasse, Mercedes-AMG oder EQS gezielt erweitern und gleichzeitig die Elektrifizierung der Modellpalette vorantreiben. Exklusive, limitierte Sonder-Editionen mit begrenzter Stückzahl und Cross-Over-Modelle, etwa bei der Nobelmarke Mercedes-Maybach, sollen die Margen im oberen Preissegment weiter verbessern. Ähnlich sieht die Strategie im Core-Luxury-Segment aus, in dem Konzernchef Källenius vor allem beim Rollout neuer Elektrofahrzeuge in der C- und E-Klasse aufs Tempo drücken will. Da man bei der Umsetzung seiner E-Autoplattform-Strategie gut vorankommt, hat CEO Källenius gute Chancen, dass sich seine Vision, Mercedes-Benz bis zum Dekadenende zum weltweit führenden und zugleich profitabelsten E-Autohersteller im Luxus-Segment umzubauen, erfüllt.

 

Entry Luxury-Segment soll komplett umgebaut werden

Komplett umkrempeln will Konzernchef Ola Källenius im Zuge der neu postulierten Konzernstrategie von Mercedes-Benz das Entry-Luxury-Segment. Zwar wurde das Aus für die A- und B-Klasse vom Konzernmanagement noch nicht offiziell verkündet. Medienberichten zufolge scheint das Auslaufen dieser beiden vergleichsweise geringmargigen Modellreihen ab 2025 bereits beschlossene Sache zu sein. Fokussieren will sich Mercedes-Benz in diesem Segment vor allem auf die Entwicklung neuer vollelektrischer Modellreihen, mit denen Bestandsmodelle aus der EQA und EQB-Reihe ergänzt werden sollen. Gut informierten Kreisen zufolge will Mercedes-Benz hier ab 2024 mit neuen, höherpreisigen Modellreihen wie einer Sport-Utility-Limousine oder einem Makeover des populären Mercedes CLA durchstarten. Die Einführung der neuen MMA-Produktions-Plattform und vier anstelle von bisher sieben Karosserie-Varianten soll für mehr Effizienz und deutlich geringere Kosten bei der Fertigung im Entry-Luxury-Segment sorgen, das künftig nur noch mit 25 % des gesamten Investitionsetats auskommen muss.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

 

 

Liebe Trader,

stabil in einem herausfordernden Marktumfeld präsentiert sich die Aktie des Pharma- und Life-Sciences-Spezialisten Merck KGaA, die sich aktuell auf Rang 6 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet. Dank seiner Drei-Säulen-Strategie rund um die drei Kerngeschäftsfelder Pharma, Life Sciences und Electronics ist der Darmstädter Traditionskonzern in der Lage, sich auch in einem schwierigen Marktumfeld erfolgreich zu behaupten. Zuletzt überraschte Merck im Auftaktquartal des laufenden Fiskaljahres mit einem deutlichen Umsatzplus von 12 % auf 5,2 Mrd. Euro, während der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) von 1,50 auf 1,63 Mrd. Euro verbessert werden konnte, womit man leicht oberhalb der Konsenserwartungen gelegen hatte. Während man im Healthcare-Segment dank der soliden Absatzentwicklung bei Blockbustern wie den beiden Onkologie-Präparaten Erbitux und Bavencio sowie dem MS-Präparat Mavenclad mit einem soliden organischen Umsatzplus von 6,5 % aufwarten konnte, überzeugte man im Life Sciences-Segment erneut mit einem kräftigen Umsatzplus von 14,7 % und einem kräftigen Anstieg beim bereinigten operativen Ergebnis um 16,9 %.

 

Life-Sciences-Segment profitiert weiter von Biotech-Boom und Covid-19-Impfstoffkampagne!

Mittelfristig bieten sich für die Life-Sciences-Sparte von Merck weiterhin exzellente Aussichten. Da man dank der Übernahme von Sigma-Aldrich zu den weltweit führenden Anbietern bei Labortechnik-Equipment und Verbrauchsmaterialien zur Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen gehört, profitiert Merck nicht nur von steigenden F&E-Ausgaben in der Pharma- und Biotechbranche. Angesichts weiter steigenden Neuinfektionszahlen dürften die Darmstädter auch weiterhin von der Impfstoff-Kampagne zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie profitieren. Merck gehört zu den wenigen Anbietern, die für die Herstellung von mRNA-Impfstoffen benötigten Lipide im industriellen Maßstab herzustellen. Dieser essentielle Bestandteil von mRNA-basierten Covid-19-Impfstoffen, sorgt dafür, dass der mRNA-Impfstoff in die Körperzellen gelangt und somit seine volle Wirkung entfalten kann. Hier hatte man sich zuletzt u.a. mit der Übernahme des mRNA-Spezialisten Exelead verstärkt. Dies dürfte sich mittelfristig als kluger Schachzug erweisen, da u.a. das Impfstoff-Konsortium Pfizer/Biontech zum Kundenkreis von Merck gehört. Pfizer/Biontech hatte zuletzt die Zulassung für den neu angepassten Omikron-Impfstoff in den USA erhalten, wobei die US-Regierung bereits 105 Millionen Dosen des neuen Vakzins geordert hat. Da die neu angepasste Impfstoff-Variante auch in Europa kurz vor der Zulassung steht, dürfte die Nachfrage bei Lipiden weiter hoch bleiben, was Merck in diesem Segment weitere Zuwächse bescheren dürfte.
 

Electronics-Segment profitiert von Chip-Boom

Vielversprechende Aussichten bieten sich bei Merck auch im neu formierten Unternehmensbereich Electronics. Während man im Segment Display-Solutions unter dem Wettbewerbsdruck asiatischer Billig-Hersteller zu leiden hat, verzeichnet man im Segment Semiconductor Solutions seit geraumer Zeit deutlich zweistellige Umsatzzuwächse. Dank der Übernahme des US-Herstellers Versum Materials avanciert Merck zu den führenden Anbietern bei hochreinen Prozesschemikalien und -Gasen für die Chip- und Halbleiterfertigung. Damit profitiert Merck in diesem Segment vom aktuellen Boom in der Halbleiterbranche, wobei dieses Segment mit einem Umsatzplus von 15,9 % im ersten Quartal maßgeblichen Anteil am starken Abschneiden auf Konzernebene hatte.

 

Spannung vor den Quartalszahlen - Insiderkäufe im sechsstelligen Bereich!

Nachdem man bereits im ersten Quartal mit einem leicht besser als erwarteten Ergebnis aufwarten konnte, stehen die Chancen gut, dass Merck auch im zweiten Quartal positiv überraschen dürfte. Dank der soliden Aussichten im Pharma- und Life-Sciences-Segment und der starken Nachfrage bei Spezialmaterialien zur Chipherstellung rechnen viele Analysten damit, dass Merck im zweiten Quartal erneut die Prognosen übertreffen wird und im Anschluss seine Jahresprognose nach oben revidiert. Merck hatte zuletzt trotz des schwierigen Gesamtmarktumfelds einen optimistischen Ausblick für 2022 gegeben und rechnet bei einem Umsatz von 21,6 bis 22,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 19,69 Mrd. Euro) mit einer Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis auf 6,6 bis 7,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,1 Mrd. Euro). Mögliche Versorgungsengpässe in Zusammenhang mit einem Gaslieferstopp hat der Pharma- und Life-Sciences-Spezialist ebenfalls nicht zu fürchten. Nach Aussage von Konzernchefin Belén Garcia-Lopez hat man sich rechtzeitig eingedeckt und ist in der Lage, Produktionsprozesse gegebenenfalls auf Erdöl umzustellen. Auch das Konzernmanagement scheint von den positiven Aussichten beim Pharma- und Life Sciences-Spezialisten überzeugt zu sein. So hatte Konzernchefin Belén Garcia-Lopez Mitte Mai Anteilsscheine im Gesamtwert von rund 239.944 Euro erworben.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!

 

Wochenbericht / 22.07.2022 | 15:46:27

Airbus überrascht mit neuen Großaufträgen aus China!

Liebe Trader,

nachdem die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie inzwischen aufgehoben haben, feiert die Reise- und Touristikbranche ein glänzendes Comeback. Da viele Menschen ihre Ferien nach knapp zweijähriger Zwangspause wieder im Ausland verbringen wollen, können sich nicht nur Reiseveranstalter und Touristik-Unternehmen zur Sommersaison über Rekordbuchungszahlen freuen. Auch die schwer gebeutelte Luftfahrtbranche verzeichnet nach der langen Durststrecke wieder steigende Passagierzahlen. Daher stocken viele Carrier ihre während der Corona-Pandemie zusammengestrichenen Kapazitäten wieder auf und ersetzen alte Flugzeugmodelle durch neue emissionsarme Maschinen. Der neue Aufschwung in der Branche führt auch dazu, dass sich die Airbus-Aktie in den Trendstabilitäts-Ranglisten wieder nach oben schiebt.

 

Airbus überrascht mit neuen Großaufträgen aus China!

Für Flugzeugbauer wie Airbus, der sich aktuell auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet, bieten sich daher gute Aussichten, die Corona-Krise endgültig hinter sich zu lassen. Bis vor Kurzem war bei Airbus von einer deutlichen Erholung der Bestelleingänge bei neuen Flugzeugen wenig zu spüren. In den ersten sechs Monaten wurden erst 297 neue Passagiermaschinen ausgeliefert, womit das von Airbus zu Jahresbeginn ausgegebene Jahresziel von 720 Flugzeugen bislang noch in weiter Ferne liegt. Allerdings hellen sich die Perspektiven beim führenden europäischen Flugzeugbauer seit Kurzem spürbar auf. So konnte man Anfang Juli Großaufträge über insgesamt fast 300 Passagierflugzeugen vom Typ A320neo aus China an Land ziehen. Die chinesischen Flugzeug-Gesellschaften China Southern, China Eastern, Shenzen Airlines und Air China orderten insgesamt 292 Modelle des Flaggschiff-Modells von Airbus. Dass die Wahl der chinesischen Fluggesellschaften auf das vergleichsweise hochpreisige Mittelstrecken-Modell von Airbus fiel, dürfte vor allem den zuletzt deutlich gestiegenen Kerosin-Preisen im Zuge der Hausse bei den Ölpreisnotierungen geschuldet sein. Denn die A320neo-Reihe ermöglicht im Vergleich zu herkömmlichen Modellen Kraftstoff-Einsparungen von bis zu 20 %.

 

Luftfahrtmesse in Farnborough sollte Airbus neue Großaufträge bescheren!

Frische Impulse verspricht bei Airbus die seit Anfang der Woche gestartete Flugzeugmesse im britischen Farnborough. Der Auftakt der ersten großen Flugzeugmesse seit Ende der Corona-Pandemie, die am Montag ihre Pforten öffnete, fiel für Airbus bisher eher verhalten aus. So konnte Airbus zu Beginn einen Auftrag über 12 kleine Passagiermaschinen vom Typ A220 von der US-Fluglinie Delta Air Lines an Land ziehen, während die britische Billigfluglinie eine zuvor platzierte Kauforder über 56 Mittelstrecken-Modelle vom Typ A320neo bestätigt hatte. Im weiteren Verlauf der Flugzeugmesse kann sich Airbus aufgrund der hohen Nachfrage seitens vieler Airlines berechtigte Hoffnungen auf neue Großaufträge machen. Denn dank Megasellern wie dem spritsparenden A320neo hat man gegenüber dem US-Rivalen Boeing nach Einschätzung von Analysten im Passagierflugzeugsegment eindeutig die besseren Karten, da Boeing hier nichts Vergleichbares entgegenzusetzen hat. Da viele Flugzeugbauer alte Modelle gegen Treibstoff-effiziente Modelle austauschen, dürfte Airbus hier mit seinen Modellen aus der neo-Reihe die Nase vorne haben, zumal Boeing weiterhin unter dem 737MAX-Debakel zu leiden hat.

 

Defense und Aerospace - Zwei weitere Wachstumstreiber für Airbus!

Neben dem Segment für Passagiermaschinen bieten sich für Airbus im operativen Kerngeschäft weitere vielversprechende Wachstumstreiber. Da viele NATO-Länder ihre Verteidigungsetats im Zuge des noch eskalierenden Russland-Ukraine-Konflikts weiter nach oben fahren, bieten sich für die Defense-Sparte von Airbus mittelfristig gute Chancen auf lukrative Großaufträge. Airbus partizipiert hier nicht nur mit seinem Eurofighter-Programm von steigenden Ausgaben für die Verteidigung vor allem bei den EU-NATO-Staaten. Mit dem A400M und dem A330 MRTT liefert Airbus auch Transport- und Tankflugzeuge für die NATO-Streitkräfte, während man auch bei der Entwicklung moderner Drohnen und militärischer Satelliten-Kommunikationssysteme zu den technologisch führenden Anbietern gehört. Auch beim Space-Race mischt Airbus unter anderem bei Großprojekten wie dem Galileo-Programm der europäischen Weltraumbehörde ESA ganz vorne mit und liefert hier unter anderem sechs baugleiche Satelliten für das Satelliten-Navigationssystem. Auch bei der Weltraumstation ISS oder dem US-Raumfahrzeug Orion, das im Rahmen des Artemis-Programms zum Mond fliegen soll, ist Airbus als Zulieferer mit an Bord. Damit adressiert man einen attraktiven Wachstumsmarkt, dem Analysten bis 2040 aufgrund der zahlreichen Weltraumprogramme bis 2040 ein Gesamtvolumen von rund 40 Mrd. USD zutrauen.

 

Airbus - Operativ wieder im Steigflug!

Auch operativ laufen die Geschäfte bei Airbus nach der durch die Corona-Pandemie verursachten Delle wieder besser. So verbuchte Airbus im Auftaktquartal dank höherer Auslieferungen bei Passagiermaschinen ein deutliches Umsatzplus von 15 %, während der bereinigte operative Gewinn (EBIT) trotz Belastungen aus dem Russland-Geschäft im Vorjahresvergleich von 694 Mio. Euro auf 1,26 Mrd. Euro fast verdoppelt werden konnte. Im Anschluss wurde die Jahresprognose, die einen Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn auf 5,5 Mrd. Euro vorsieht, bestätigt. Da sich die Aussichten im Reise- und Flugverkehr weiter aufhellen und Airbus in den kommenden Jahren massiv von steigenden NATO-Verteidigungsetats profitieren dürfte, dürfte der Gewinn je Aktie laut Konsens bis 2024 auf 8,09 Euro ansteigen, womit das KGV von Airbus auf 12,8 sinkt.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

     BLEIBEN SIE AUCH IN DEN SOZIALEN MEDIEN AUF DEM LAUFENDEN UND FOLGEN SIE UNS AUF INSTAGRAM!