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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Wochenbericht / 22.07.2022 | 15:46:27

Airbus überrascht mit neuen Großaufträgen aus China!

Liebe Trader,

nachdem die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie inzwischen aufgehoben haben, feiert die Reise- und Touristikbranche ein glänzendes Comeback. Da viele Menschen ihre Ferien nach knapp zweijähriger Zwangspause wieder im Ausland verbringen wollen, können sich nicht nur Reiseveranstalter und Touristik-Unternehmen zur Sommersaison über Rekordbuchungszahlen freuen. Auch die schwer gebeutelte Luftfahrtbranche verzeichnet nach der langen Durststrecke wieder steigende Passagierzahlen. Daher stocken viele Carrier ihre während der Corona-Pandemie zusammengestrichenen Kapazitäten wieder auf und ersetzen alte Flugzeugmodelle durch neue emissionsarme Maschinen. Der neue Aufschwung in der Branche führt auch dazu, dass sich die Airbus-Aktie in den Trendstabilitäts-Ranglisten wieder nach oben schiebt.

 

Airbus überrascht mit neuen Großaufträgen aus China!

Für Flugzeugbauer wie Airbus, der sich aktuell auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet, bieten sich daher gute Aussichten, die Corona-Krise endgültig hinter sich zu lassen. Bis vor Kurzem war bei Airbus von einer deutlichen Erholung der Bestelleingänge bei neuen Flugzeugen wenig zu spüren. In den ersten sechs Monaten wurden erst 297 neue Passagiermaschinen ausgeliefert, womit das von Airbus zu Jahresbeginn ausgegebene Jahresziel von 720 Flugzeugen bislang noch in weiter Ferne liegt. Allerdings hellen sich die Perspektiven beim führenden europäischen Flugzeugbauer seit Kurzem spürbar auf. So konnte man Anfang Juli Großaufträge über insgesamt fast 300 Passagierflugzeugen vom Typ A320neo aus China an Land ziehen. Die chinesischen Flugzeug-Gesellschaften China Southern, China Eastern, Shenzen Airlines und Air China orderten insgesamt 292 Modelle des Flaggschiff-Modells von Airbus. Dass die Wahl der chinesischen Fluggesellschaften auf das vergleichsweise hochpreisige Mittelstrecken-Modell von Airbus fiel, dürfte vor allem den zuletzt deutlich gestiegenen Kerosin-Preisen im Zuge der Hausse bei den Ölpreisnotierungen geschuldet sein. Denn die A320neo-Reihe ermöglicht im Vergleich zu herkömmlichen Modellen Kraftstoff-Einsparungen von bis zu 20 %.

 

Luftfahrtmesse in Farnborough sollte Airbus neue Großaufträge bescheren!

Frische Impulse verspricht bei Airbus die seit Anfang der Woche gestartete Flugzeugmesse im britischen Farnborough. Der Auftakt der ersten großen Flugzeugmesse seit Ende der Corona-Pandemie, die am Montag ihre Pforten öffnete, fiel für Airbus bisher eher verhalten aus. So konnte Airbus zu Beginn einen Auftrag über 12 kleine Passagiermaschinen vom Typ A220 von der US-Fluglinie Delta Air Lines an Land ziehen, während die britische Billigfluglinie eine zuvor platzierte Kauforder über 56 Mittelstrecken-Modelle vom Typ A320neo bestätigt hatte. Im weiteren Verlauf der Flugzeugmesse kann sich Airbus aufgrund der hohen Nachfrage seitens vieler Airlines berechtigte Hoffnungen auf neue Großaufträge machen. Denn dank Megasellern wie dem spritsparenden A320neo hat man gegenüber dem US-Rivalen Boeing nach Einschätzung von Analysten im Passagierflugzeugsegment eindeutig die besseren Karten, da Boeing hier nichts Vergleichbares entgegenzusetzen hat. Da viele Flugzeugbauer alte Modelle gegen Treibstoff-effiziente Modelle austauschen, dürfte Airbus hier mit seinen Modellen aus der neo-Reihe die Nase vorne haben, zumal Boeing weiterhin unter dem 737MAX-Debakel zu leiden hat.

 

Defense und Aerospace - Zwei weitere Wachstumstreiber für Airbus!

Neben dem Segment für Passagiermaschinen bieten sich für Airbus im operativen Kerngeschäft weitere vielversprechende Wachstumstreiber. Da viele NATO-Länder ihre Verteidigungsetats im Zuge des noch eskalierenden Russland-Ukraine-Konflikts weiter nach oben fahren, bieten sich für die Defense-Sparte von Airbus mittelfristig gute Chancen auf lukrative Großaufträge. Airbus partizipiert hier nicht nur mit seinem Eurofighter-Programm von steigenden Ausgaben für die Verteidigung vor allem bei den EU-NATO-Staaten. Mit dem A400M und dem A330 MRTT liefert Airbus auch Transport- und Tankflugzeuge für die NATO-Streitkräfte, während man auch bei der Entwicklung moderner Drohnen und militärischer Satelliten-Kommunikationssysteme zu den technologisch führenden Anbietern gehört. Auch beim Space-Race mischt Airbus unter anderem bei Großprojekten wie dem Galileo-Programm der europäischen Weltraumbehörde ESA ganz vorne mit und liefert hier unter anderem sechs baugleiche Satelliten für das Satelliten-Navigationssystem. Auch bei der Weltraumstation ISS oder dem US-Raumfahrzeug Orion, das im Rahmen des Artemis-Programms zum Mond fliegen soll, ist Airbus als Zulieferer mit an Bord. Damit adressiert man einen attraktiven Wachstumsmarkt, dem Analysten bis 2040 aufgrund der zahlreichen Weltraumprogramme bis 2040 ein Gesamtvolumen von rund 40 Mrd. USD zutrauen.

 

Airbus - Operativ wieder im Steigflug!

Auch operativ laufen die Geschäfte bei Airbus nach der durch die Corona-Pandemie verursachten Delle wieder besser. So verbuchte Airbus im Auftaktquartal dank höherer Auslieferungen bei Passagiermaschinen ein deutliches Umsatzplus von 15 %, während der bereinigte operative Gewinn (EBIT) trotz Belastungen aus dem Russland-Geschäft im Vorjahresvergleich von 694 Mio. Euro auf 1,26 Mrd. Euro fast verdoppelt werden konnte. Im Anschluss wurde die Jahresprognose, die einen Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn auf 5,5 Mrd. Euro vorsieht, bestätigt. Da sich die Aussichten im Reise- und Flugverkehr weiter aufhellen und Airbus in den kommenden Jahren massiv von steigenden NATO-Verteidigungsetats profitieren dürfte, dürfte der Gewinn je Aktie laut Konsens bis 2024 auf 8,09 Euro ansteigen, womit das KGV von Airbus auf 12,8 sinkt.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Trader,

die Deutsche Telekom, die aktuell auf Rang 6 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX zu finden ist, präsentierte sich zuletzt in einem schwierigen Marktumfeld mit relativer Stärke und gehört mit einem Abstand von weniger als 2 % vom Jahreshoch zu den technisch stärksten Standardwerten. Das freut mich besonders, weil die Aktie der Deutschen Telekom zu meinen konservativen Kerninvestments in meinem Dividenden-Depot zählt. Neben der starken Marktposition im Kerngeschäft und im Mobilfunk, Internet und Festnetz, die der Deutschen Telekom auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Marktumfeld stabile Einnahmen und hohe Free-Cash-Flows garantiert, sorgt insbesondere die starke Entwicklung bei T-Mobile US für Schwung.

 

Starkes Abschneiden von T-Mobile US sorgt für Schwung im Auftaktquartal!

Die US-Mobilfunktochter verfügt mit einer Netzabdeckung von mehr als 95 % über das am besten ausgebaute 5G-Mobilfunknetz in den USA, was T-Mobile US ein dynamisches Neukundenwachstum beschert. Allein im ersten Quartal verbuchte der zweitgrößte US-Mobilfunkanbieter ein kräftiges Plus von insgesamt rund 1,3 Millionen Neukunden - davon rund 589.000 Mobilfunknutzer im margenstarken Post-Paid-Segment - was sich auch positiv beim Konzernergebnis niederschlug. Mit einem bereinigten Gewinn von 57 Cents je Aktie übertraf die US-Tochter die Konsenserwartungen von 37 Cents im Auftaktquartal deutlich. Die starke operative Entwicklung der US-Mobilfunktochter sorgt auch bei der Deutschen Telekom im ersten Quartal für Schwung, wobei man mit einem bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) von 2,39 Mrd. Euro (+4 %) leicht über dem Konsens lag. Da T-Mobile US dank höherer Synergien aus der Übernahme des US-Konkurrenten Sprint seine Jahresprognose beim bereinigten operativen Ergebnis nach oben revidiert hatte, setzt sich die Deutsche Telekom mit einem bereinigten operativen Gewinn von mehr als 39 Mrd. Euro (zuvor: bis zu 38,5 Mrd. Euro) höhere Ziele.

 

Verkauf der Funkturmsparte eröffnet Spielraum für Aufstockung der Beteiligung an T-Mobile US

Aufgrund der exzellenten Perspektiven bei T-Mobile US hat die Deutsche Telekom ihre Beteiligung an der US-Mobilfunktochter in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Erst kürzlich hatte die Bonner Konzernmutter ihre Beteiligung an T-Mobile US durch den Kauf von weiteren 21,2 Millionen Anteilsscheinen auf 48,4 % aufgestockt. In den kommenden Jahren soll der Anteil weiter ausgebaut werden. Dank des kürzlich erfolgten Verkaufs der Mehrheitsbeteiligung an der Funkturmsparte verfügt die Deutsche Telekom über den notwendigen finanziellen Spielraum, um sich noch vor 2024 die Mehrheit an der US-Mobilfunktochter zu sichern. Zwar erlöste die Deutsche Telekom aus dem Verkauf von 51 % der Anteile der Funkturmsparte GD Towers an das Bieterkonsortium Brookfield/DigitalBridge mit einem Enterprise Value von 17,5 Mrd. Euro etwas weniger als erhofft. Dennoch dürfte sich der Verkauf für die Deutsche Telekom bezahlt machen. Zum einen werden die Netto-Finanzverbindlichkeiten dadurch um 6,5 Mrd. Euro reduziert. Zum anderen partizipiert man gleichzeitig mit seinem 49 %igen Anteil an der starken operativen Entwicklung des Funkturmgeschäfts, das 2021 einen bereinigten operativen Gewinn von 640 Mio. Euro eingefahren hatte.

 

T-Mobile mit weiterhin exzellenten Wachstumsaussichten - Internet Freedom verspricht frische Impulse!

Strategisch ergibt die weitere Aufstockung der Beteiligung an T-Mobile US Sinn. Neben den exzellenten Aussichten im Mobilfunk-Kerngeschäft bieten sich für T-Mobile US dank neuer Angebote bei High-Speed-Internet-Zugängen für Privatnutzer und Unternehmenskunden interessante Wachstumsperspektiven. Mit der Anfang Mai eingeführten 5G-Alternative "Internet Freedom" bietet T-Mobile US genervten Verbrauchern und kleinen und mittelgroßen Unternehmen eine kostengünstige Alternative zu teuren Internet-Providern. Da sich die Kosten für High-Speed-Internet-Zugänge gegenüber Anbietern wie Verizon oder AT&T um durchschnittlich mehr als 20 % reduzieren lassen, dürfte "Internet Freedom" angesichts rasant steigender Verbraucherpreise vor allem bei Privatkunden auf große Resonanz stoßen.

 

Deutsche Telekom überzeugt mit starken Fundamentaldaten und attraktiver Dividendenrendite!

Aufgrund der starken Aussichten bei der US-Mobilfunktochter und der soliden Entwicklung in Europa und dem deutschen Heimatmarkt dürfte die Deutsche Telekom ihren Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Entsprechend rechnet der Analystenkonsens für das laufende Fiskaljahr mit einem EPS von 1,47 Euro, während die Analystenschätzungen für 2024 bereits von einem EPS von 1,80 Euro je Aktie ausgehen. Damit fällt das KGV auf Basis der Schätzungen für 2024 mit 11 vergleichsweise moderat aus. Attraktiv ist die Deutsche Telekom vor allem aufgrund ihrer aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik. Da das operative Kerngeschäft hohe Free-Cash-Flows abwirft, dürften die Aktionäre auch in den kommenden Jahren von steigenden Ausschüttungen profitieren. Laut Analystenkonsens dürfte die Deutsche Telekom ihre Dividende im laufenden Fiskaljahr von 64 auf 68 Cent je Aktie anheben, womit sich eine attraktive Dividendenrendite von rund 3,5 % errechnet.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt

 

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Liebe Trader,

dem aktuell schwachen Marktumfeld können sich nur wenige Einzelwerte erfolgreich entziehen. Einer der markantesten Ausnahmen ist HUGO BOSS, die sich aktuell auf Rang 10 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. Der neue CEO Daniel Grieder hat mit großen Ankündigungen sein Amt angetreten. Manche hielten ihn für angeberisch und großspurig. Erfreulicherweise lässt sich konstatieren: Ein Mann, ein Wort!

 

Fokus auf Casual Wear und Social-Media-Werbekampagnen bringt neuen Schwung

Unter der Ägide des seit Juni 2021 amtierenden neuen Vorstandschefs Daniel Grieder kehrte HUGO BOSS wieder auf den Erfolgspfad zurück. Im Gegensatz zu seinem glücklosen Vorgänger Mark Langer setzte der ehemaligen Top-Manager beim US-Fashion Label Tommy Hilfiger anstelle von steifen Business-Outfits auf flippige, neue Designs und verhalf dem angestaubten Modelabel damit zu neuem Glanz. Der Ansatz, mit der Fokussierung auf Casual-Wear neue Kundensegmente zu erschließen, machte sich für HUGO BOSS bezahlt. Denn mit trendigen Sneakern, Poloshirts, Hoodies und sportlich-lässigen Freizeit-Outfits generiert der Metzinger Modekonzern mittlerweile mehr als 50 % seiner Umsatzerlöse. Dass die gemeinsam mit hippen US-Markenlabels wie Russel Athletics oder der NBA vermarkteten Casual-Kollektionen so gut beim jungen Publikum ankommen, hat man auch der neuen Marketing-Strategie von HUGO BOSS zu verdanken. Anstelle von klassischen Werbeanzeigen in Print-Medien oder im Internet setzt HUGO BOSS gezielt auf Social-Media-Kampagnen, um die Zielgruppe 16+ besser erreichen zu können. Der Erfolg gibt HUGO BOSS recht, denn Mega-Events wie die Präsentation der zweiten "Boss X Russell Athletic Capsule" in einem Baseball-Stadion in Mailand wurden live via Tik-Tok, Instagram und andere Social-Media-Kanäle übertragen und weltweit mehr als 3,9 Milliarden geklickt. Ähnlich stark fiel die Resonanz auf neue Social-Media-Challenges wie "BOSS-MOVES" auf dem bekannten Kurz-Video-Portal TikTok aus, zumal die neuen Kollektionen von bekannten Instagram- und TikTok-Stars und Sternchen präsentiert wurden und damit für hohe Klickraten sorgten.

 

HUGO BOSS überrascht mit Rekordergebnis im zweiten Quartal!

Der Erfolg gibt Konzernchef Grieder recht, was die kürzlich vorgelegten vorläufigen Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal eindrucksvoll belegen. So überraschte HUGO BOSS mit einem satten Umsatzplus von 40 % (wechselkursbereinigt: +34 %) auf 878 Mio. Euro, womit man den bisher höchsten Quartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte einfahren konnte. Damit konnte HUGO BOSS die Coronapandemie endgültig abhaken, zumal man gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 auf wechselkursbereinigter Basis mit +29 % ebenfalls deutlich mehr erlöst hatte. Auch operativ überzeugte HUGO BOSS auf ganzer Linie, wobei man hier mit 100 Mio. Euro beim bereinigten EBIT nicht nur deutlich über Vorjahr (42 Mio. Euro), sondern auch über dem im zweiten Quartal 2019 erreichten Niveau von 80 Mio. Euro gelegen hatte. Zu verdanken hatte HUGO BOSS das deutlich besser als erwartete Abschneiden hauptsächlich der starken Absatzentwicklung in den Kernmärkten Europa und den USA, womit die durch die Pandemie-bedingten Lockdowns in China verursachten Absatzrückgänge mehr als kompensiert werden konnten.

 

Jahresprognose angehoben - US-Geschäft und Damenmode sollen Wachstum weiter ankurbeln!

Nach dem besser als erwarteten Abschneiden im zweiten Quartal hob HUGO BOSS im Anschluss auch die Jahresprognose an. So rechnet man nun mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 20 bis 25 % (zuvor: 10 bis 15 %), während man sich beim bereinigten operativen Gewinn EBIT mit einem Anstieg von +25 bis +35 % (zuvor: +10 bis +25 %) auf 285 bis 310 Mio. Euro ebenfalls deutlich mehr zutraut. Damit liegt HUGO BOSS voll im Plan, um die ambitionierten Mittelfrist-Ziele der "CLAIM 5"-Agenda, die bis 2025 einen Umsatzanstieg auf rund 4 Mrd. Euro und eine stabile zweistellige operative Marge im Bereich der 12%-Marke vorsehen, erreichen zu können. In diesem Zusammenhang möchte der neue Vorstandschef sein Engagement auf dem US-Markt ausbauen, zumal man hier zuletzt dank der erfolgreichen Social-Media-Kampagnen gegenüber bekannten US-Labels deutlich Boden gut machen konnte. Auch das Damenmode-Segment, das mit einem Jahresumsatz von rund 200 Mio. Euro eine eher unbedeutende Rolle spielt, soll für frische Impulse sorgen. Mit neuen Kollektionen und Accessoires will HUGO BOSS das Segmentergebnis bis 2025 auf rund 400 Mio. Euro verdoppeln.

Fazit: Ein gutes Management kann den entscheidenden Unterschied machen.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt

 

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Liebe Leser,

Lieferengpässe bei Öl- und Erdgas sowie bei Kohle im Zuge der Sanktionen der internationalen Staatengemeinschaft gegen Russland lassen derzeit nicht nur die Strompreise in astronomische Höhen schnellen. Angesichts der Gefahr möglicher Stromausfälle im Zuge der aktuellen Energiekrise steht auch das Thema Versorgungssicherheit hauptsächlich bei Unternehmenskunden mittlerweile ganz oben auf der Agenda. Aufgrund drohender Engpässe bei der Stromversorgung beispielsweise durch Erdgaskraftwerke gewinnt Ökostrom beim Energie-Mix im Firmenkundensegment stärker an Bedeutung, zumal sich damit auch die steigenden CO₂-Abgaben deutlich reduzieren lassen. Dies beschert Anbietern wie Encavis, der sich aktuell auf Rang 10 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet, glänzende Aussichten.

 

Steigende CO₂-Abgaben sorgen für höhere Nachfrage bei Ökostrom

Als Betreiber von Wind- und Solarparks ist Encavis nicht von den aktuellen Lieferengpässen bei fossilen Brennstoffen betroffen, sondern profitiert gleichzeitig als einer der führenden europäischen Betreiber von Wind- und Solarparks von der steigenden Nachfrage bei Ökostrom vor allem im Firmenkundensegment. Dank gezielter Akquisitionen und Fortschritten beim Ausbau der Pipeline mit neuen Wind- und Solarpark-Projekten verfügt Encavis aktuell mit einer installierten Gesamtleistung von 3,2 GW (konzerneigene Erzeugerkapazitäten + Beteiligungen an Wind- und Solarparks mit Partnerunternehmen) über eine kritische Größe. Dies macht Encavis als Ökostromlieferant auch für Großkunden wie den US-Technologiekonzern Amazon attraktiv. Der US-Online-Branchenprimus deckt den Strombedarf seiner spanischen Konzerntochter durch ein auf 10 Jahre ausgelegtes Power-Purchase-Agreement. Der Ökostrom für die Amazon-Tochter kommt vom Ende 2020 fertiggestellten spanischen Solarpark Carbera, der über eine Gesamtleistung von rund 200 Megawatt verfügt. Da viele Großkunden hauptsächlich aus der Industrie auf lang laufende Stromabnehmer-Verträge, sogenannte Power-Purchase Agreements (PPA) setzen, um ihren Energiebedarf zu decken, eröffnen sich für Encavis exzellente Aussichten. Dank der rekordhohen Strompreise ist man in der Lage, die auf mehrere Jahre ausgelegten Lieferverträge für Wind- und Solarenergie mit Industriekunden zu attraktiven Konditionen abzuschließen, was über die gesamte Laufzeit hohe planbare Erträge und gleichzeitig attraktive Margen garantiert.

 

Encavis überrascht mit starken Q1-Zahlen!

Auch operativ läuft es bei Encavis rund, was ein Blick auf die jüngsten Q1-Zahlen eindrucksvoll belegt. So verbesserten sich die Umsatzerlöse im Auftaktquartal deutlich um 53 % auf 90,4 Mio. Euro, während der bereinigte operative Gewinn (EBIT) überproportional um 168 % auf 34,8 Mio. Euro verbessert werden konnte. Neben den rekordhohen Strompreisen profitierte Encavis auch vom erfolgreich umgesetzten Ausbau seiner Erzeugerkapazitäten in Deutschland und Dänemark, womit die Stromproduktion im ersten Quartal um 33 % auf 710 Gigawattstunden gesteigert werden konnte. In Verbindung mit den rekordhohen Strompreisen verbesserte sich das Segment-Ergebnis bei den Wind- und Solarparks von Encavis deutlich und trug damit maßgeblich zum besser als erwarteten Abschneiden im ersten Quartal bei.

 

Jahresprognose bestätigt - Kapazitätsausbau wird weiter vorangetrieben!

Nach dem besser als erwarteten Abschneiden im ersten Quartal bestätigte Encavis im Anschluss seine Planziele für das Gesamtjahr. So rechnet man mit einem Gesamtertrag von mehr als 380 Mio. Euro, während der bereinigte operative Gewinn (EBIT) mit mehr als 166 Mio. Euro deutlich über Vorjahresniveau (140 Mio. Euro) liegen soll. Auch mittelfristig sieht sich Encavis weiter auf Wachstumskurs und will seine konzerneigenen Produktionskapazitäten bei Wind- und Solarenergie bis Ende 2025 von derzeit knapp 2,0 GW auf 3,4 GW ausbauen. Dank der jüngst von der EU und der Bundesregierung beschlossenen Direktiven zum Ausbau der regenerativen Energien im Rahmen des RePowerEU-Programms dürfte Encavis bei der Realisierung seiner Planziele beim Kapazitätsausbau deutlich schneller vorankommen. Da die Genehmigungsverfahren für neue Windpark-Projekte vor allem im Heimatmarkt Deutschland deutlich vereinfacht und beschleunigt werden sollen, dürfte Encavis bei der Realisierung neuer Projekte schneller vorankommen. Allein im laufenden Fiskaljahr will man die installierten Erzeugerkapazitäten um 500 Megawatt ausbauen, wobei rund 250 Megawatt auf die aktuell laufenden 12 strategischen Entwicklungspartnerschaften entfallen sollen. Da Encavis mit 340 Mio. Euro über eine prall gefüllte Kriegskasse verfügt, hat man genügend Spielraum, um die restlichen Erzeugerkapazitäten von 250 Megawatt durch die Übernahme von weiteren Wind- und Solarparkprojekten abzudecken. Entsprechend dürfte sich die Ergebnisentwicklung bei Encavis in den kommenden Jahren dynamischer gestalten. Die jüngsten Insiderkäufe belegen, dass auch das Konzernmanagement von den mittelfristigen Wachstumschancen bei Encavis überzeugt ist. So erwarb Manfred Küper zuletzt Anteilsscheine im Gesamtwert von rund 36.100 Euro.

 

Viele Grüße
Martin Springmann

 

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Liebe Leser,

ich habe früh gelernt, an der Börse zwischen zwei Disziplinen zu unterscheiden. Es gibt erstens die Disziplin Trading, bei der Positionen einem Risikomanagement unterliegen und Einstiege von technischen Faktoren abhängen. Dann gibt es zweitens die Disziplin des Investierens. Als Investor betrachte ich Aktien als Unternehmensanteile und verkaufe eine Beteiligung nicht aufgrund von kurzfristigen Turbulenzen.

In meinem Investment-Depot bin ich in auch in diesen schwierigen Börsenzeiten nahezu 100 % investiert. Ich stelle meine Unternehmensbeteiligungen nicht aufgrund einer konjunkturell schwierigen Zeit infrage. Entscheidend ist für mich bei einem Investment, ob ich davon ausgehe, dass die Firma in 10 Jahren deutlich besser dastehen wird als heute. Solange ich das bejahen kann, bleibe ich investiert.

 

Auf Euro-Basis notieren viele US-Aktien auf Allzeithoch

Bemerkenswert ist, dass die Portfolios deutscher Anleger, wenn sie verstärkt in US-Aktien investiert haben, zum Beispiel über den MSCI Index, von der Euro-Abwertung stark abgefedert wurden. Der Euro hat seit Jahresbeginn etwa 13 % verloren. Konservative Aktien wie McDonald’s, die auch im DZ Bank Magazin als Idee der Woche besprochen wurden, notieren in Euro umgerechnet auf Allzeithoch. Eine kluge, internationale Diversifikationsstrategie hat sich also ausgezahlt.

 

Die Aktienmärkte in China und Indien zeigen eine Outperformance

Der BSE Sensex, der die 30 größten Unternehmen der Börse in Mumbai beinhaltet, bewegt sich weiterhin in einem primären Bullenmarkt und durchläuft seit etwa einem Jahr eine stabile Konsolidierung. Auch chinesische Aktien, zum Beispiel repräsentiert über den CSI 300 Aktienindex, haben sich Mitte April einen neuen Aufwärtstrend eingeschlagen und koppeln sich von westlichen Indizes wie dem DAX ab.

Indien und China begreifen den Russland-Ukraine-Konflikt als Chance, lukrative Verträge über Rohstofflieferungen abzuschließen. Sie teilen die Sichtweise der USA und Europa nicht, Russland zu sanktionieren. Im Gegenteil. Unter der Federführung von China formiert sich in Asien und Südamerika eine neue Wirtschaftszone, die 3 Mrd. Menschen umfasst.

Insgesamt halte ich es für realistisch, dass der US-Aktienmarkt im Herbst einen Boden finden wird. Mein Szenario für 2023 geht weiterhin davon aus, dass es keine Knappheit beim globalen Rohstoffangebot geben wird. China und Indien werden verstärkt Rohöl aus Russland beziehen und andere Länder, die nicht auf den Sanktionslisten stehen, werden verstärkt USA und Europa beliefern. Der starke gestrige Einbruch beim Ölpreis deutet darauf hin, dass andere Marktakteure auch auf dieses Szenario setzen.

 

Die richtige Strategie für das zweite Halbjahr

Den Boden genau zu treffen, ist ein aussichtsloses Unterfangen. Ich warte in meinem Trading-Depot darauf, dass Aktien, die enorm gefallen sind, wieder in einen Aufwärtstrend übergehen. Einen Aufwärtstrend mache ich zum Beispiel daran fest, dass der Kurs über dem gleitenden Durchschnitt 100 notiert. Starke Aktien kann man auch über unsere Trendstabilitäts-Ranglisten finden.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt

 

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