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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet TraderFox-CEO und Diplom-Volkswirt Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

die Notierungen beim Ölpreis kennen seit Jahresbeginn nur eine Richtung und markierten zuletzt mit Notierungen oberhalb der Marke von 90 USD ein neues 5-Jahres-Hoch. Da der Absatz bei Kraftstoffen und Kerosin dank der Lockerungen der Corona-Einschränkungen im Reise- und Flugverkehr weiter kräftig zulegt, rechnen Experten auch in den kommenden Monaten mit einer Fortsetzung der Ölpreis-Rally. Hiervon profitieren können vor allem Ölkonzerne wie TotalEnergies, der sich aktuell auf Rang 11 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet.

Umbau zu einem integrierten Energiekonzern soll für frischen Schwung sorgen!

Da sich die Ära von "Big Oil" im Zuge strengerer gesetzlicher Vorgaben zum Klimaschutz und steigender CO2-Abgaben langsam, aber sicher dem Ende neigt, investiert der französische Ölmulti massiv in den Ausbau neuer Geschäftsfelder. Mittelfristig will sich TotalEnergies von einem reinen Öl- und Erdgaskonzern zu einem integrierten Energiekonzern wandeln, da man spätestens ab 2030 von einer weltweit deutlich sinkenden Ölnachfrage ausgeht. Eine zentrale Rolle bei der strategischen Neuausrichtung von TotalEnergies soll der Ausbau der Erzeugerkapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien spielen, der dank milliardenschwerer Investitionen weiter an Fahrt aufnimmt. Damit konnte die Gesamtleistung bei Wind- und Solarparks durch Kapazitätserweiterungen und neuen Großprojekten, vor allem in Indien; mittlerweile auf insgesamt knapp 10 Gigawatt erhöht werden. Der neue Geschäftsbereich ist nicht nur gut für das Öko-Image von TotalEnergies, sondern liefert gleichzeitig eine profitable Ergänzung zum Kerngeschäft mit Öl und Erdgas. In den ersten neun Monaten steuerten die unter der Konzernsparte "Renewables and Electricity" gebündelten Aktivitäten einen Ergebnisbeitrag von knapp 950 Mio. USD zum bereinigten operativen Konzernergebnis bei.

Netzwerk mit Elektro-Tankstellen wird konsequent erweitert

Neben dem Ausbau der Ökostrom-Kapazitäten will TotalEnergies auch im Zukunftsmarkt Elektromobilität eine Schlüsselrolle einnehmen, Einer der Kernpunkte der neuen Unternehmensstrategie in diesem Segment ist der Aufbau eines flächendeckenden Elektrotankstellen-Netzwerks, wobei man den Großteil seiner mehr als 12.000 Total-Tankstellen in Europa mit Schnelllade-Säulen ausstatten will. Da der Ausbau des E-Tankstellen-Netzwerks durch großzügige Subventionen gefördert wird und TotalEnergies durch fixe Grundgebühren beim Laden von Elektro-Autos kräftig mitverdient, werden sich die milliardenschweren Investitionen für den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur für TotalEnergies langfristig bezahlt machen. Daher will man sich auch in Asien in diesem margenträchtigen Segment stärker positionieren, um am E-Auto-Boom in Asien zu partizipieren. So hat TotalEnergies kürzlich ein Joint Venture mit zwei lokalen Partnern in China gegründet, das den Aufbau von insgesamt 11.000 Schnell-Ladestationen vorsieht. während man in Singapur mit der Übernahme des von der Bollore Group betriebenen Netzwerks mit insgesamt 1,500 Ladestationen zum führenden Player des Landes aufsteigt.

TotalEnergies will mit Joint-Venture bei Lithium-Ionen-Batterien durchstarten!

Neben der Fokussierung auf den Ausbau des Lade-Infrastruktur will TotalEnergies im Zukunftsmarkt Elektromobilität künftig auch als Zulieferer für Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos ganz vorne mitmischen. Das gemeinsam mit dem Autobauer Stellantis gegründete Joint Venture Automotive Cell Company (ACC) gehört schon jetzt zu den führenden europäischen Herstellern von Lithium-Ionen-Batterien. Mit dem deutschen Premium-Hersteller Daimler konnte man im vergangenen Jahr einen weiteren hochkarätigen Partner zur Verwirklichung der ehrgeizigen Produktions-Ziele von ACC gewinnen. Bis zum Ende der Dekade sollen die Produktionskapazitäten von ACC auf mehr als 120 Gigawatt-Stunden pro Jahr ausgebaut werden. ACC Dabei wird ACC nicht nur passende Lithium-Ionen-Akkus für die E-Modelle von Mercedes-Benz liefern, sondern auch einen Großteil des Batterie-Bedarfs der neuen Stromer-Modelle für die unter dem Dach von Stellantis gebündelten Kernmarken Peugeot, Citroen Opel und Fiat abdecken.

Starke Ergebnisentwicklung in Q3 - Attraktive Dividendenrendite

Der kräftige Anstieg der Öl- und Erdgaspreise beschert dem französischen Ölmulti aktuell Rekordergebnisse, was TotalEnergies nicht nur den notwendigen Spielraum zum Ausbau der Regenerativen Energien liefert. Auch die Aktionäre können sich angesichts der aktuellen Rekordergebnisse wohl auf weiter steigende Ausschüttungen freuen. Nachdem TotalEnergies den bereinigten Nettogewinn in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreswert auf 11,24 Mrd. USD mehr als vervierfachen konnte, rechnen viele Analysten wohl zurecht mit einer weiteren Anhebung der ohnehin üppigen Dividende. Dies dürfte der Aktie von TotalEnergies, die mit einer Dividendenrendite von 6,1% zu den attraktivsten Dividendenwerten im Ölsektor gehört, neuen Schwung verleihen.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Leser,

trotz rasant steigender Neuinfektionszahlen werden die Forderungen nach einer Abschaffung der Maßnahmen zur Eindämmung Coronavirus-Pandemie immer lauter. Hintergrund sind nachlassende Sorgen bezüglich der sich rasch ausbreitenden Omikron-Mutante. Diese gilt zwar als erheblich ansteckender als vergleichbare Mutationen, jedoch ist die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich geringer. Da einige Länder wie Österreich, Dänemark, Großbritannien oder Spanien bereits entsprechende Schritte angekündigt haben, stehen die Chancen gut, dass das Regelwerk zur Eindämmung der Pandemie spätestens Ende des Frühjahrs nicht nur in Europa flächendeckend gelockert wird. Daher dürfte sich das Reise- und Flugaufkommen im Jahresverlauf kräftig erholen, zumal die Touristikindustrie nach der Corona-bedingten Zwangspause spätestens ab der Sommersaison von neuen Rekord-Buchungszahlen ausgeht.

Vinci - Konzessions-Geschäft bei Flughäfen und Mautstraßen erholt sich deutlich!

Profitieren dürfte von einer Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch der französische Mischkonzern Vinci, der sich aktuell auf Rang 13 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX50 befindet. Vinci gehört mit seinen Mehrheitsbeteiligungen an insgesamt 45 internationalen Drehkreuzen in 12 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika zu den weltweit führenden Flughafenbetreibern und war daher besonders stark vom Einbruch durch die Coronavirus-Pandemie betroffen. Mittlerweile hat sich das Umfeld seit dem Reopening im Flug- und Reiseverkehr für das Flughafen-Konzessionsgeschäft von Vinci wieder deutlich aufgehellt. Zwar verzeichnete man beim Passagieraufkommen im Schlussquartal 2021 im Vergleich zum Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 immer noch einen deutlichen Rückgang von knapp 46%. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert konnte die Zahl der abgefertigten Fluggäste jedoch trotz deutlich höherer Neuinfektionszahlen um mehr als 130% auf knapp 32 Millionen zulegen. Deutlich dynamischer als im Flughafensegment fällt die Erholung im Konzessionsgeschäft mit Maut-Autobahnen aus. Hier ist Vinci Autoroutes nicht nur in Frankreich, sondern auch in den USA, Russland, Brasilien, Portugal und Deutschland als Betreiber von gebührenpflichtigen Autobahnen und Schnellstraßen präsent. Da der Berufs- und Reiseverkehr seit dem Abebben der Coronavirus-Pandemie wieder deutlich anzieht, zog das Verkehrsaufkommen im November im Vorjahresvergleich um 85,3% an, wobei das entsprechende Vorkrisenniveau sogar um 6,7% übertroffen werden konnte.

Q3-Umsatzzahlen deutlich besser als erwartet - Solide Entwicklung im Bausegment stützt!

Die jüngst veröffentlichten Q3-Zahlen belegen, dass Vinci mittlerweile trotz der nach wie vor spürbaren Auswirkungen der Krise gut unterwegs ist. So konnten die Umsatzerlöse auf Konzernebene um 7,8% auf 13,2 Mrd. Euro verbessert werden, wobei man gegenüber dem Vorkrisenniveau 2019 einen Umsatzanstieg von 0,8% zu verzeichnen hatte. Neben der deutlichen Erholung im Konzessionsgeschäft mit Mautautobahnen (+7,8%) und Flughäfen (+79,9%) sorgte einmal mehr das Baugeschäft von Vinci für Stabilität. Vinci Constructions gehört zu den weltweit führenden Anbietern bei der Realisierung von Hoch- und Tiefbauprojekten und profitierte damit auch während der Pandemie von den milliardenschweren Investitionsprogrammen zur Modernisierung und dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Europa, Nordamerika und Asien. Dank zahlreicher neuer Großaufträge, unter anderem in Zusammenhang mit dem Neubau mehrerer U-Bahnstationen für das prestigeträchtigen Metro-Groß-Projekt Grand Paris Express in der französischen Hauptstadt, verbuchte Vinci Construction erneut ein sattes Umsatzplus von 17,7%

Vinci will Krise zeitnah abhaken - Übernahme von ACS-Sparte soll Wachstum weiter ankurbeln!

Nach dem unerwartet starken Abschneiden in den ersten neun Monaten rechnet Vinci für 2021 mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserung gegenüber dem Krisenjahr 2020. Spätestens im Jahr 2022 will Vinci die Krise jedoch endgültig abhaken. Dazu dürfte nicht nur die zu erwartende Erholung im Konzessions-Geschäft mit Flughäfen und Mautautobahnen beitragen. Frische Impulse verspricht die kürzlich abgeschlossene 4,9 Mrd. Euro schwere Übernahme der Energie-Infrastruktur-Sparte des spanischen Bauriesen ACS. Damit steigt man mit einem Schlag zu einem der führenden Player im Projektgeschäft im Bereich Erneuerbare Energien auf, zumal man sich mit der Übernahme eine attraktive Projektpipeline zur Realisierung von Wind- und Solarparks mit einer installierten Leistung im Gigawatt-Bereich sichert. Dies dürfte die Ergebnisentwicklung im Kerngeschäft weiter anschieben, da das Projektgeschäft bei regenerativen Energien im Zuge der Ökostrom-Wende in den kommenden Jahren exzellente Wachstumsaussichten verspricht. In Verbindung mit einer deutlichen Erholung im Konzessionsgeschäft mit Flughäfen und Mautautobahnen stehen die Zeichen bei Vinci in den kommenden Jahren wieder auf Wachstum. Auch das Konzernmanagement scheint bezüglich der weiteren Aussichten optimistisch gestimmt zu sein, was ein kürzlich angekündigtes Aktienrückkaufprogramm über 600 Mio. Euro belegt.

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Trader.

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von E.ON, die sich zuletzt auf Rang 3 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat.

E.ON - Konzernumbau zahlt sich aus!

Der Energieversorger E.ON hat sich nach dem von der Bundesregierung angekündigten Atomenergieausstieg komplett neu aufgestellt. Nach dem Verkauf der Erzeugerkapazitäten im Bereich Ökostrom an den Wettbewerber RWE fokussiert sich E.ON im Deutschland-Geschäft vor allem auf das Netzgeschäft und den Vertrieb, womit man sich unabhängiger von der volatilen Entwicklung bei den Strom- und Erdgaspreisen macht. Deutlich verstärkt hat sich E.ON dabei durch die im Zuge des Asset-Tauschs mit RWE vereinbarte Übernahme der Vertriebs-Aktivitäten der ehemaligen RWE-Tochter Innogy, mit der man im Strom- und Erdgasvertrieb zur Nummer Eins in Deutschland avanciert.

Zukäufe im Ausland machen sich bezahlt - Restrukturierung in Großbritannien macht Fortschritte.

Ein gutes Gespür bewies E.ON bei seinen jüngsten Zukäufen, mit denen man sich zuletzt im Auslandsgeschäft weiter verstärkt hat. So leistet die im vergangenen Jahr abgeschlossene Übernahme des führenden slowakischen Energieversorgers und Netzbetreibers VSEH mittlerweile einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis. Auch bei der Restrukturierung der im Zuge des Asset-Tauschs mit RWE übernommenen britischen Tochtergesellschaft N-Power kommt man gut voran. Die britische E.ON-Tochter N-Power hatte aufgrund ihrer hohen Kostenbasis und der ineffizienten Vertriebsstruktur das Ergebnis in den vergangenen Jahren nachhaltig belastet. Nach der Zusammenlegung mit den bereits bestehenden E.ON-Vertriebsaktivitäten in Großbritannien und konsequent umgesetzter Restrukturierungen konnte das einstige Sorgenkind zuletzt wieder erfolgreich auf Kurs gebracht werden, wobei das Großbritannien-Geschäft zuletzt einen dreistelligen Millionen-Gewinn zum operativen Konzernergebnis beisteuern konnte.

Starke Ergebnisentwicklung in Q3 - Jahresprognose dank Ausgleichszahlungen angehoben!

Im abgelaufenen Q3 überzeugte man nicht zuletzt dank des erfolgreichen Turnarounds in Großbritannien mit einem besser als erwarteten Zahlenwerk. Bei einem Umsatzanstieg von 17% verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn (EBIT) im Kerngeschäft überdurchschnittlich stark um 39% auf 622 Mio. Euro, womit die Konsenserwartungen deutlich übertroffen werden konnten. Neben einer robusten Entwicklung im Stromnetzgeschäft überzeugte vor allem das Segment Kundenlösungen dank höherer Strom-, Gas- und Fernwärmeabsätze insbesondere aufgrund der kühleren Witterung und einer Nachfragebelebung in allen Endmärkten mit einem kräftigen operativen Gewinnplus von knapp 75% auf 901 Mio. Euro. Auch für das Gesamtjahr zeigte sich E.ON weiterhin optimistisch und rechnet mit einem deutlichen Ergebnisanstieg gegenüber dem Krisenjahr 2020. Dabei dürfte der Konzernüberschuss dank Ausgleichszahlungen der Bundesregierung in Zusammenhang mit dem Atom-Ausstieg mit 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro deutlich höher ausfallen als die ursprünglich angepeilten 1,7 bis 1,9 Mrd. Euro.

Milliardenschweres Investitionsprogramm soll E.ON fit für die Zukunft machen!

Mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm will E.ON die Weichen bis Mitte der Dekade weiter auf Wachstum stellen. Der Löwenanteil fließt dabei in den Ausbau und die Optimierung der Stromnetze. Insgesamt rund 22 Mrd. Euro will E.ON investieren, um die Stromnetz-Infrastruktur fit für die Ökostrom-Wende zu machen. Da in den kommenden fünf Jahren neue Ökostromkapazitäten von rund 40 Gigawatt integriert werden müssen, liegt der Fokus von E.ON neben dem Ausbau der Netz-Infrastruktur vor allem auf der Optimierung des Netzbetriebs. Durch intelligente cloud-basierte Plattformlösungen will man die Steuerung und Überwachung der Stromnetze komplett digitalisieren, was neben mehr Effizienz auch erhebliche Vorteile auf der Kostenseite verspricht. Auch im Segment mit Kundenlösungen will sich E.ON künftig breiter aufstellen. Neben dem Ausbau des klassischen Produktvertriebs will E.ON hier vor allem mit neuen Produkten und Services für mehr Energie-Effizienz bei Wohnungen und Gebäuden punkten, mit denen sich gleichzeitig die CO2-Emissionen nachhaltig verringern lassen. Ein vielversprechender Ansatz, zumal E.ON in Europa über mehr als 50 Millionen Privat- und Gewerbekunden verfügt, was erhebliches Cross-Selling-Potential für intelligente Energie-Management-Systeme oder Wallboxen für Privat- und Firmenkunden eröffnet. Stärker positionieren wird sich E.ON außerdem im Zukunftsmarkt eMobility. Hier will man bis Ende 2026 ein flächendeckendes Netz mit insgesamt 5.000 Schnellladesäulen in Europa aufbauen, und damit seine Marktposition in diesem margenträchtigen Segment deutlich ausbauen.

E.ON stellt Weichen auf profitables Wachstum - Insiderkäufe im sechsstelligen Bereich!

Mit dem insgesamt knapp 27 Mrd. Euro schweren Investitionsprogramm stellt Konzernchef Leonhard Birnbaum die Weichen bei E.ON nach der erfolgreichen Neustrukturierung endgültig auf Wachstum. Bis 2026 will E.ON den Gewinn je Aktie im operativen Kerngeschäft auch dank Kosteneinsparungen in Höhe von 500 Mio. Euro nachhaltig um 8 bis 10% pro Jahr steigern. Auch die Aktionäre sollen am profitablen Wachstum bei E.ON partizipieren, wobei man die Dividende durchschnittlich um bis zu 5% erhöhen will. Damit bietet E.ON für langfristig orientierte Investoren in der aktuellen Niedrigzins-Phase eine interessante Alternative, zumal E.ON aktuell auf Basis der geplanten Ausschüttung von 49 Cent für 2021 eine Dividendenrendite von knapp 4% aufweist. Auch das Konzernmanagement ist von den langfristigen Perspektiven bei E.ON überzeugt, was die jüngsten Insiderkäufe von Vorstandschef Leonhard Birnbaum über rund 296.000 Euro belegen.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Trader,

steigende Neuinfektionszahlen, der für dieses Jahr angekündigte Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer ultralockeren Geldpolitik und nicht zuletzt der weiter eskalierende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wirbeln das Geschehen an den internationalen Leitbörsen derzeit kräftig durcheinander. Profitieren dürfte von der zuletzt deutlich erhöhten Volatilität an den internationalen Leitindizes vor allem die Deutsche Börse, die sich aktuell auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet. Gerade kurzfristig orientierte Marktteilnehmer schichten ihre Positionen in derartigen Marktphasen erfahrungsgemäß besonders häufig um, was nicht für deutlich anziehende Handelsumsätze an den Aktien- und Derivate-Handelsplätzen der Deutschen Börse sorgen dürfte.

Freundliche Börsenstimmung sorgt für deutliche Zuwächse in Q3

Operativ konnte die Deutsche Börse zuletzt dank der anhaltenden Hausse an den internationalen Leitbörsen zuletzt überzeugen. Dies belegen die zuletzt vorgelegten Q3-Zahlen, wobei man bei einem deutlichen Umsatzplus von 18% beim operativen Gewinn einen überdurchschnittlich starken Zuwachs von rund 25% vorzuweisen hatte. Mit einem EBIT von knapp 500 Mio. Euro lag man damit deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten. Neben der robusten Entwicklung beim Handelsvolumen mit Aktien und Derivaten profitierte der Börsenbetreiber vor allem von höheren Handelsumsätzen bei börsennotierten ETF- und Fondsprodukten. Da Festgeldanlagen angesichts des historisch niedrigen Leitzinsniveaus kaum vernünftige Renditen abwerfen, investieren viele Sparer lieber in Fonds oder ETFs, anstatt auf dem Sparbuch mögliche Strafzinsen auf ihre Einlagen zu riskieren. Entsprechend ziehen auch die Handelsumsätze bei börsennotierten Altersvorsorgeprodukten seit geraumer Zeit deutlich an. Entsprechend verzeichnete man im Segment Investment Funds Services ein deutliches operativen Gewinnplus von knapp 150%,

Strombörse EEX und ISS-Übernahme sorgen neben solidem Kerngeschäft für Schwung!

Sehr stark präsentierte sich auch das Segmentergebnis bei der Strom- und Energiebörse EEX. Angesichts des kräftigen Preisanstiegs bei Strom und Erdgas verzeichnete die Strombörse aufgrund der erhöhten Volatilität ein überdurchschnittlich hohes Handelsvolumen bei entsprechenden Terminkontrakten, was der EEX in Q3 ein deutliches operatives Gewinnplus von 25% beschert hatte. Bezahlt macht sich für die Deutsche Börse die Ende 2020 abgeschlossene 1,9 Mrd. Euro schwere Übernahme des US-Anbieters Institutional Shareholder Services (ISS), mit der die Deutsche Börse zu einem der weltweit führenden Anbieter Corporate Governance-Lösungen und passenden Daten und Analytic-Angeboten für institutionelle Investoren avanciert. Die Milliarden-Übernahme erweist sich als kluger Schachzug. Denn für Banken und andere institutionelle Investoren sind bei Investments die Einhaltung von Mindestanforderungen hinsichtlich Umwelt, Unternehmensführung und Sozialer Aspekte verpflichtend vorgeschrieben, weshalb die Experten von Business Markets Insights bei so genannten ESG-Software-Produkten und Services bis 2028 von jährlichen Zuwachsraten von rund 13,6% ausgehen. Mit einem Ergebnisbeitrag von rund 41,5 Mio. Euro in den ersten neun Monaten hat ISS die Erwartungen der Deutschen Börse mehr als erfüllt und steuerte in Q3 knapp 23 Mio. Euro zum operativen Konzernergebnis bei.

Einstieg in neue Marktsegmente soll Wachstum deutlich ankurbeln!

Frische Impulse erhofft sich die Deutsche Börse auch von den jüngsten Zukäufen, mit denen man sich in Wachstumssegmenten außerhalb des klassischen Kerngeschäfts stärker positionieren will. Ausbauen will man nach Aussage des für das Ressort Trading & Clearing verantwortlichen Vorstands Thomas Book vor allem das Angebot im Bereich Krypto-Assets, Mitte des vergangenen Jahres hatte sich die Deutsche Börse die Mehrheit an der schweizerischen Swiss Crypto Finance AG, einem der führenden Anbieter rund um den Handel und die Verwahrung von Krypto-Währungen und anderer digitaler Assets für institutionelle Investoren gesichert. Angesichts des Booms bei Kryptowährungen will die Deutsche Börse ihre Marktposition in diesem Segment auch künftig durch strategische Zukäufe weiter ausbauen.   

Deutsche Börse sieht sich weiter auf profitablem Wachstumskurs - Clearstream profitiert von Zinswende der US-Notenbank!

Nach dem unerwartet starken Abschneiden in Q3 dürfte der operative Gewinn der Deutschen Börse im Jahr 2021 erstmals die Marke von 2 Mrd. Euro übersteigen, nachdem man im Vorjahr mit einem operativen Gewinn von 1,9 Mrd. Euro bereits sehr stark abgeschnitten hatte. Dank der soliden Aussichten im Kerngeschäft und des weiter forcierten Ausbaus margenstarker Segmente rund um Financial- und Analytic-Solutions dürfte die Deutsche Börse ihre starke Entwicklung im operativen Geschäft auch im neuen Fiskaljahr fortschreiben können. Neben den guten Aussichten im operativen Kerngeschäft sollte die Deutsche Börse auch vom Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer ultralockeren Geldpolitik profitieren, was der Konzerntochter Clearstream eine nachhaltige Trendwende beim operativen Segmentergebnis verspricht. Da Wertpapierverwahrungs-Tochter der Deutschen Börse über Clearstream im Zuge der von der US-Notenbank Fed in Aussicht gestellten Anhebung der Leitzinsen deutlich erholen. Daher hat die Deutsche Börse gute Aussichten, die Konsenserwartungen der Analysten auch im neuen Fiskaljahr deutlich zu übertreffen.

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Trader,

Flutkatastrophen, Hagel- und Sturmschäden und Überschwemmungen haben der Versicherungswirtschaft im Jahr 2021 rekordhohe Schadensbelastungen beschert. Allein in Deutschland summierte sich die Schadenssumme für die Assekuranzen im vergangenen Jahr auf rund 12,5 Mrd. Euro, während die Hurricane-Season und die heftigen Schneestürme in den USA ebenfalls Rekordschadensbelastungen zur Folge hatten. Entsprechend summierte sich die Gesamt-Schadenssumme für die Versicherungswirtschaft in 2021 laut einer Erhebung der Swiss Re weltweit auf umgerechnet rund 93 Mrd. Euro - dem bislang vierthöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1970.

Hannover Rück profitiert von Aussicht auf steigende Rückversicherungsprämien!

Angesichts der Auswirkungen des weltweiten Klimawandels rechnet die Rating-Agentur Standard & Poors auch in den kommenden Jahren mit deutlich steigenden Schadensbelastungen für die Versicherungsbranche durch Sturmschäden und Umweltkatastrophen. Um diese milliardenschweren Risiken abzufedern, dürften die Prämien zur Absicherung von Erstversicherungs-Policen für Elementarschäden nach Einschätzung von Standard & Poors im Jahr 2022 erneut kräftig anziehen, was Anbietern wie der Hannover Rück, die sich aktuell auf Rang 7 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX befindet, in die Karten spielt. Mit einer erwarteten Dividendenrendite von 3,5 % in diesem Geschäftsjahr gehört Hannover Rück zur oberen Reihe der Dividendenzahler am deutschen Markt.

Hannover Rück überrascht dank klugem Risk-Management mit starken Q3-Zahlen!

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer hatte bereits in 2021 dank Beitragserhöhungen von durchschnittlich rund 5,5% bei Neuverträgen in der Schaden-Rückversicherung trotz Corona-Krise solide abgeschnitten, was die zuletzt vorgelegten Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. Zwar sank der Nettogewinn im Vorjahresvergleich um mehr als 30% auf 185,3 Mio. Euro. Analysten hatten im Vorfeld jedoch mit 108 Mio. Euro deutlich weniger erwartet. Dass der Rückversicherer trotz rekordhoher Schäden durch Naturkatastrophen vergleichsweise glimpflich davonkam, hat man neben höheren Prämien im Neugeschäft vor allem dem weitsichtigen Risk-Management des Konzernmanagements zu verdanken. Denn die Hannover Rück platziert traditionell einen Teil seines Rückversicherungs-Exposures über Swaps oder so genannte Cat-Bonds aus, oder sichert Großrisiken via Retro-Zession durch den Erwerb von Rückversicherungs-Policen bei anderen Anbietern ab. Dies geht zwar zu Lasten der Marge, minimiert jedoch das Verlustpotential im Fall von Naturkatastrophen erheblich. Entsprechend belasteten Großschadens-Ereignisse wie der Hurricane "Ida" in den USA oder die durch das Sturmtief "Bernd" verursachte Flutkatastrophe in Westeuropa das Konzernergebnis lediglich mit insgesamt knapp 520 Mio. Euro. Ohne die im Vorfeld getätigten Risikoabsicherungen hätte nach Aussage von CFO Clemens Jungsthöfel allein Hurricane "Ida" in Q3 einen Schaden von knapp 500 Mio. Euro verursacht, während die durch die Flutkatastrophe verursachten Großschäden mit knapp 650 Mio. Euro mehr als dreimal so hoch ausgefallen wären.

Prämieneinnahmen ziehen deutlich an - Jahresprognose bestätigt!

Auch im Kerngeschäft konnte die Hannover Rück mit einer soliden Performance überzeugen. Dank der zuletzt durchgesetzten Prämienerhöhungen und der höheren Nachfrage vor allem bei Rückversicherungen für Elementarschäden kletterten die Brutto-Prämieneinnahmen in den ersten neun Monaten um knapp 12% auf 21,6 Mrd. Euro. Profitieren konnte die Hannover Rück wie bereits im ersten Halbjahr, auch von der starken Stimmung an den internationalen Leitbörsen, was dem Rückversicherer beim Kapitalanlageergebnis in Q3 ein sattes Plus von 25% auf knapp 500 Mio. Euro beschert hatte. Nach dem unerwartet starken Abschneiden in Q3 sieht sich die Hannover Rück trotz weiterer Großschadensereignisse im Winterquartal auf Kurs, das zuletzt mehrfach bestätigte Planziel von 1,15 bis 1,25 Mrd. Euro beim Nettogewinn sicher erreichen zu können.

Hannover Rück peilt für 2022 Rekordergebnis an!

Auch für 2022 zeigt sich das Konzernmanagement der Hannover Rück optimistisch und stellte mit einem Nettogewinn in der Spanne von 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro ein neues Rekordergebnis beim Nettogewinn in Aussicht. Neben einem zu erwartenden weiteren Anstieg der Bruttoprämien-Einnahmen sieht die Hannover Rück nach den jüngsten Großschadensereignissen zurecht Spielraum für deutlich höhere Rückversicherungsprämien, was die Entwicklung im operativen Kerngeschäft stützen dürfte. Sofern sich die Stimmung an den internationalen Kapitalmärkten nicht deutlich eintrübt, hat die Hannover Rück damit gute Chancen, in 2022 das obere Ende der Gewinnprognose zu erreichen.

 

Viele Grüße
Simon Betschinger


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