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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

der Einsatz von Artificial Intelligence eröffnet in der modernen Medizin vor allem in der Diagnostik und der Entwicklung neuer, individuell auf den Patienten zugeschnittenen Behandlungsmethoden, vielversprechende neue Möglichkeiten. Einer der Protagonisten im Zukunftsfeld für AI-basierte Anwendungen ist der Medizintechnik-Konzern Siemens Healthineers, der sich aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. So lassen sich mit der von Siemens Healthineers entwickelten Software-Suite AI-RAD-Companion beispielsweise MRT-Aufnahmen dank AÍ-basiertem Datenscreening und integrierten Deep-Learning-Funktionen gezielt auf Anomalien überprüfen. Neue Chancen im Kampf gegen den Brustkrebs bietet die Mammographie-Befundungs- und Berichterstellungs-Software "syngo.Breast Care", die ebenfalls auf KI-Anwendungen basiert. Dank der integrierten Scoring-Funktion lassen sich Mammographien gezielt auf bösartige Tumore auswerten, was die Trefferquote bei der Früherkennung und damit auch die Heilungschancen signifikant erhöht. Die passende Ergänzung liefert die seit Kurzem verfügbare Software-Suite AI-Pathway-Companion. Diese hilft dem behandelnden Ärzteteam, mit Hilfe eines KI-basierten, digitalen Assistenten die für jeden Patienten am besten geeignete Therapiemethode auf Basis aller verfügbaren Daten zu ermitteln.

Siemens Healthineers/Varian Medical: Neues Power-Haus im Kampf gegen den Krebs!

Vielversprechende Möglichkeiten bietet der Einsatz von Artificial Intelligence bei der Behandlung von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs. In den Bereichen Onkologie und Krebsvorsorge avanciert Siemens Healthineers nach der Übernahme des US-Konzerns Varian Medical zu einem der weltweit führenden Anbieter. Die knapp 16 Mrd. Euro schwere Übernahme dürfte sich als cleverer Schachzug erweisen, da sich die Expertise von Siemens Healthineers in den Bereichen medizinischer Bildgebung, KI- basierter Analytik-Software und perfekt mit der führenden Marktposition von Varian Medical im Bereich Strahlentherapie ergänzen.

Bestes Beispiel ist die neuste Version des Strahlen-Therapie-Systems Halycon. Dank neuer Imaging-Features, hochauflösender Kamera-Systeme und der Implementierung KI-basierter Steuerungs-Algorithmen lassen sich Krebszellen nicht nur gezielt behandeln, ohne gesundes Gewebe zu beschädigen. Gleichzeitig wird auch die Behandlungsdauer gegenüber herkömmlichen Strahlentherapie-Verfahren, etwa bei Brustkrebs oder Prostata-Karzinomen, um die Hälfte verkürzt. Damit hat man gute Chancen, seine Marktposition in diesem margenstarken Segment weiter auszubauen. Da die Zahl der Krebserkrankungen vor allem in den Industrieländern weiter zunimmt, dürfte der Markt für medizintechnische Geräte im Onkologie-Segment laut einer Studie der Business Research Company bis 2030 um jährlich rund 14,6% zulegen.

Starke Performance in Q3 - Jahresprognose angehoben!

Operativ konnte Siemens Healthineers zuletzt überzeugen, was die besser als erwartet ausgefallenen Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. Bei einem Umsatzplus von knapp 39% konnte der operative Gewinn im Vorjahresvergleich auf 945 Mio. Euro (+103%) mehr als verdoppelt werden. Hier profitierte man neben Nachzieh-Effekten im Kerngeschäft Medical Imaging und Diagnostik von Synergien durch die Integration von Varian Medical. Der Onkologie-Spezialist trug mit einem Umsatz von 591 Mio. Euro und einer bereinigten operativen Marge von 16,6% maßgeblich zum starken Abschneiden bei. Kräftige Zuwächse hatte auch das Geschäft mit Covid-19-Schnelltests vorzuweisen, das in Q3 dank der weiter forcierten Testkampagnen mit rund 600 Mio. Euro (+100%) einen Rekordumsatz einfahren konnte. Trotz der nachlassenden Dynamik im Geschäft mit Covid-19-Tests rechnet Siemens Healthineers dank des dynamischen Ordereingangs in den Bereichen Medical Imaging, Advanced Therapies   nun für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 17 bis 19% (zuvor: 14 bis 17%).    

Siemens Healthineers stellt Anhebung der Mittelfrist-Ziele in Aussicht - Berenberg hebt den Daumen!

Auch mittelfristig bleiben die Ertragsperspektiven für Siemens Healthineers vielversprechend. Im Zuge der Übernahme von Varian Medical rechnet Siemens Healthineers für die kommenden Jahre aktuell mit einem organischen Umsatzplus von durchschnittlich rund 5% pro Jahr, während der bereinigte Gewinn je Aktie um durchschnittlich rund 10% verbessert werden soll. Da man mit der Integration von Varian Medical schneller als erwartet vorankommt, und die US-Tochter bereits jetzt einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis liefert, dürfte das Gewinn- und Umsatzwachstum mittelfristig höher ausfallen. In einem kürzlich veröffentlichten Zeitungsinterview ließ CEO Bernd Montag durchblicken, dass man im Rahmen des am 17, November stattfindenden Kapitalmarkttages die mittelfristige Wachstumsprognose nach oben anpassen wird. Auch die Experten der Berenberg Bank hatten sich zuletzt in einer Studie optimistisch zu den mittelfristigen Aussichten bei Siemens Healthineers zu Wort gemeldet. In diesem Zusammenhang wurde das Kursziel von 56 auf 64 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Evotec, die sich derzeit auf Rang 7 der Gesamtauswahl befindet. Der in Martinsried ansässige Biotech-Konzern profitiert aktuell von kräftig steigenden Investitionen in der Pharma- und Biotechbranche. Evotec liefert das passende Equipment zur Entwicklung neuer Medikamente und hat sich als einer der technologisch führenden Player bei Plattform-Lösungen zur Wirkstoff-Entwicklung etabliert. Da die Grundlagenforschung im Bereich Wirkstoffentwicklung sehr aufwändig und personalintensiv ist, profitiert Evotec vom Outsourcing-Trend in der Pharma- und Biotech-Branche, Schwergewichte wie Bayer, Takeda, Roche, Sanofi, Novo-Nordisk oder Bristol-Myers vertrauen seit Jahren auf die Expertise von Evotec bei der Suche nach neuen Wegen zur Behandlung von Stoffwechsel- und Infektionserkrankungen, Diabetes oder neuen Verfahren im Kampf gegen Krebs. Evotec partizipiert von den Fortschritten bei der Medikamentenentwicklung in Form von Meilensteinzahlungen oder - im Falle einer erfolgreichen Zulassung - von Umsatzbeteiligungen aus der Kommerzialisierung von Medikamenten.

Solide Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr - Jahresprognose bestätigt

Nach den durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Rückgängen im vergangenen Jahr hat sich die Ausgangssituation bei Evotec mittlerweile wieder deutlich aufgehellt. Die viele Big-Player in der Pharma- und Biotech-Branche wieder mehr Geld für Forschung und Entwicklung neuer Medikamente ausgeben, zieht auch das Geschäft bei Evotec wieder an. Dies belegen die zuletzt vorgelegten Halbjahreszahlen. So erhöhten sich die Einnahmen aus Meilensteinzahlungen und Kundenverträgen im Vorjahresvergleich deutlich um knapp 18% auf rund 271 Mio. Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis verzeichnete man jedoch aufgrund hoher Investitionen einen deutlicheren Rückgang von knapp 25% auf 36 Mio. Euro. Angesichts der prall gefüllten Projektpipeline bestätigte Evotec im Anschluss seine Jahresprognose, die für 2021 einen Umsatzanstieg von bis zu 14% auf 550 bis 570 Mio. Euro sowie einen operativen Gewinn von 105 bis 120 Mio. Euro (Vorjahr: 107 Mio. Euro) vorsieht. Da man kürzlich neben Meilensteinzahlungen von Bayer und Takeda vom Pharmamulti Bristol-Myers-Squibb eine Zahlung über 20 Mio. USD in Zusammenhang mit der Lizenzierung einer Prüfsubstanz zur Behandlung verschiedener neuro-degenerativer Erkrankungen erhielt, dürfte Evotec gute Chancen haben, das obere Ende der Jahresprognose zu erreichen.  

Evotec will sich als Auftrags-Hersteller im Bereich Biopharmazeutika positionieren!

Die hohen Investitionen sollten sich für Evotec mittelfristig bezahlt machen. Neben höheren F&E-Ausgaben fließt der Löwenanteil in den Aufbau von neuen Produktionsanlagen in den USA. Hier sollen künftig Bio-Pharmazeutika mit Hilfe, der von der US-Tochter Just-Evotec Biologics entwickelten JPOD-Technologie hergestellt werden. Bei diesem Verfahren erfolgt die Produktion in autonomen Reinräumen mit kleinen, hochverdichteten Produktionsprozessen, was erhebliche Kostenvorteile ermöglicht. Erst kürzlich wurde die erste dieser neuen JPOD-Anlagen in Delaware im US-Bundesstaat Washington in Betrieb genommen. Mit dem US-Verteidigungsministerium hat Evotec einen bedeutenden Referenzkunden vorzuweisen, für den man ab November 2021 Bio-Pharmazeutika in dieser Anlage produzieren wird. Damit will sich Evotec neue Wachstumsfelder außerhalb des klassischen Kerngeschäfts erschließen und sich als Auftragshersteller für Bio-Pharmzeutika positionieren. Eine weitere Schlüsselrolle in der langfristigen Konzernstrategie von Evotec spielt der Ausbau der Co-Owned-Pipeline, die mittlerweile mehr als 200 Forschungsprojekte umfasst. Bis zur Dekadenmitte könnten bis zu 5 Programme in die Kommerzialisierung überführt werden. Da Evotec als federführender Entwicklungspartner jeweils eine Umsatzbeteiligung von durchschnittlich 8% erhält, dürfte dieses Segment die Ergebnisentwicklung bei Evotec deutlich anschieben.

Ehrgeizige mittelfristige Planziele - Evotec will Umsatz bis 2025 auf 1 Mrd. Euro verdoppeln und operativen Gewinn verdreifachen!

Durch den Ausbau der neuen, höhermargigen Geschäftsfelder rund um die Produktion von Bio-Pharmazeutika und der Co-Owned-Pipeline will Konzernchef Werner Lanthaler das Wachstum bei Evotec in den kommenden Jahren weiter ankurbeln. Demnach sollen die Umsatzerlöse des Biotech-Konzerns bis 2025 auf mehr als 1 Mrd. Euro verdoppelt werden, während das bereinigte operative Konzernergebnis gegenüber 2020 auf mindestens 300 Mio. Euro verdreifacht werden soll. Die Experten von Warburg Research haben vor diesem Hintergrund kürzlich das Kursziel für Evotec von 40 auf 48 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Wochenbericht / 13.09.2021 | 08:56:34

BMWs E-Auto-Offensive: 100 % recyclebares Elektroauto!

Liebe Leser,

die Automesse IAA lockt trotz Coronavirus-Pandemie wieder zahlreiche Messebesucher und Fachjournalisten nach München. Dabei steht die weltgrößte Automesse wohl nicht zuletzt aufgrund der angekündigten Demonstrationen vieler Umweltverbände und Klimaaktivisten dieses Mal ganz im Zeichen des Zukunftstrends E-Mobility! Vor allem deutsche Premium-Hersteller wie Daimler, der mit seiner EQE-Limousine mit einer Reichweite von 660 Kilometern Branchenprimus ein Pendant zum Model S von Branchenprimus Tesla Motors präsentierte, gehören zu den Highlights der Automesse. Der wohl spektakulärste Entwurf auf der diesjährigen IAA kam jedoch vom bayrischen Premium-Hersteller BMW, der sich aktuell auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet. 

BMW überrascht mit Konzeptstudie iVision Circular!

Das von BMW als Konzeptstudie für das "Elektroauto der Zukunft" vorgestellte neue E-Modell "iVision Circular" besticht mit seinem Onebox-Design nicht nur durch sein futuristisches Aussehen. Die knapp vier Meter lange Kompakt-Limousine bietet Platz für vier Personen und eignet sich mit einer Reichweite von 300 Kilometern perfekt für den Stadtverkehr. Auch das Interieur des neuen "iVision Circular" lässt dank der Verwendung hochwertiger Materialien wie Holz und edler Textilien in punkto Wertigkeit und  Komfort aber auch bei der technischen Ausstattung keine Wünsche offen. So lassen sich beispielsweise Fahrt-Routen oder wichtige Daten wie Geschwindigkeit, Abstand zu anderen Fahrzeugen oder die Ladeanzeige der Feststoff-Batterie via Heads-Up-Display auf der Windschutzscheibe einblenden. Eines der technischen Highlights der Innenausstattung ist die Instrumententafel, die als schwebende, in den Innenraum hineinragende kristalline Skulptur nicht nur optische Akzente setzt. Über das im 3D-Druckverfahren hergestellte interaktive Control-Center lassen sich sämtliche Funktionen innerhalb des Fahrzeugs via Touch-Screen bedienen, was maximalen Bedien- und Fahrkomfort ermöglicht.

iVision Circular zu 100% recyclebar - BMW setzt in punkto Nachhaltigkeit neue Maßstäbe!

Neue Maßstäbe will BMW mit seiner Konzeptstudie im Bereich E-Mobility vor allem in punkto Nachhaltigkeit setzen. So werden für die Produktion des "iVision Circular" ausschließlich Recycling-Materialien und Sekundärrohstoffe verwendet. Dass ist nicht nur deutlich Ressourcen-schonender als die Verwendung von Primär-Rohstoffen, sondern senkt auch den CO2-Abdruck im gesamten Produktionszyklus nachhaltig. Ein weiteres Novum bei der von BMW vorgestellten Konzeptstudie ist, dass sich das komplette Fahrzeugmodell, inklusive der Feststoff-Batterie, zu 100% recyclen lässt. Um dies zu ermöglichen, verzichtet BMW beispielsweise bei der Herstellung auf sonst gängige Verbundwerkstoffe, die sich im Vergleich zu Mono-Materialien kaum wiederverwerten lassen, während Verklebungen, etwa im Fahrzeug-Interieur, durch intelligente Verbindungslösungen wie Schnellverschlüsse ersetzt werden.

Circular Design - Konzept als Blaupause für künftige E-Automodelle!

Mit der neuen Konzeptstudie für das Elektroauto der Zukunft gibt BWM die strategische Marschrichtung für die Entwicklung neuer Modellreihen im Zukunftsmarkt Elektromobilität vor. Im Zuge des neuen Circular-Design-Konzepts soll der Anteil von Sekundär-Materialien bei der Fahrzeugproduktion von derzeit 30% sukzessive auf 50% erhöht werden, während die Zahl der verwendeten Komponenten und Materialien auf ein Minimum beschränkt werden soll.. Durch den Übergang zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft bei der Automobil-Produktion erhofft sich BMW durch den Einsatz von Sekundär-Rohstoffen nicht nur erhebliche Kostenvorteile bei der Fertigung.  Auch die CO2-Emissionen sollen dadurch auf Konzernebene bis zum Dekaden-Ende im Vergleich zu 2019 mindestens halbiert werden. 

BMW will E-Auto-Offensive weiter forcieren!

Bei der Umsetzung seiner E-Mobility-Strategie drückt der Münchener Premium-Hersteller mächtig aufs Gas und will die Elektrifizierung der gesamten Modell-Palette in den kommenden Jahren forcieren. Den Startschuss geben die ebenfalls auf der IAA vorgestellten neuen E-Modelle BMW iX und BMW i4, wobei man bis Ende 2023 nach Aussage von CEO Oliver Zipse mehr als ein Dutzend neuer Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen will. Dadurch will BMW ab 2025 den Gesamtabsatz im E-Autosegment auf mehr als 2 Millionen Modelle pro Jahr steigern. Auch das langfristige Planziel, wonach BMW mindestens die Hälfte seiner Umsatzerlöse durch den Verkauf von E-Fahrzeugen erzielen will, hat man weiter fest im Blick. Bei der Analystengemeinde stößt die langfristig ausgelegte E-Auto-Strategie von BMW auf ein positives Echo, So sehen die Experten vom US-Analystenhaus Jefferies BMW beim Thema Nachhaltigkeit als führend in der gesamten Automobilbranche an. Entsprechend wurde die Einstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 125 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir Merck KGaA aufgefallen, die sich zuletzt auf Rang 4 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat.

Merck überzeugt mit starken Q2-Zahlen!

Der Darmstädter Pharmakonzern und Life Sciences-Spezialist überraschte zuletzt in Q2 erneut mit einem sehr starken Ergebnis . Bei einem Umsatzplus von 18% konnte der bereinigte operativen Gewinn im Vorjahresvergleich überproportional stark um 47,7% auf 1,58 Mrd. Euro zulegen, was deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten gelegen hatte. Zu verdanken hat Merck das starke Abschneiden der soliden Performance in den Kerngeschäftsfeldern. So verzeichnete man im Healthcare-Segment dank starker Absätze bei Onkologie-Präparaten wie Bavencio (Umsatzplus 290%) ein operatives Gewinnplus von 50%. Auch die Konzernsparte Special Materials überzeugte dank kräftig der gestiegenen Nachfrage bei Materialien zur Herstellung von Halbleitern mit einem soliden zweistelligen Zuwachs beim operativen Gewinn.

Life-Sciences-Sparte überzeugt mit Rekordzuwächsen!

Maßgeblichen Anteil am deutlich besser als erwarteten Abschneiden hatte vor allem die Life-Sciences-Sparte. Dank der Übernahme des US-Anbieters Sigma-Aldrich avanciert Merck KGaA in diesem Segment zu einem der führenden Anbieter bei Labortechnik-Equipment, Analytic- und Datenbank-Lösungen sowie Verbrauchsmaterialien für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen. Damit profitiert man aktuell nicht nur stark von anziehenden F&E-Ausgaben der Pharma- und Biotech-Branche, sondern ist auch ein gefragter Partner in der laufenden Covid-19-Impfstoffkampagne. Entsprechend trug die Life Sciences-Sparte mit einem organischen Umsatzplus von 28,2% und einem kräftigen operativen Gewinnplus von mehr als 45% maßgeblich zum starken Abschneiden auf Konzernebene bei.

Merck - Innovator bei der Herstellung von mRNA-Impfstoffen!

Gefragt ist die Expertise des Darmstädter Pharmakonzerns vor allem bei der Entwicklung von Grundstoffen, die für die Produktion von Covid-19-Impfstoffen benötigt werden. Essentieller Bestandteil dieser mRNA-Vakzine sind sogenannte Lipide, mit denen eine Freisetzung der mRNA-Substanz in der Körperzelle ermöglicht wird. Hier setzt Merck mit einem vollsynthetisch hergestellten Cholesterin-Produkt neue Maßstäbe. Dank der Übernahme von AmpTec, einem auf mRNA spezialisierten Auftragsentwickler und -hersteller, konnte das neue Lipid mit der Bezeichnung SAFC fast ein Jahr früher als geplant zur Marktreife gebracht werden. Im Vergleich zu tierischen und anderen synthetisch hergestellten Lipiden überzeugt SAFC durch einen hohen Reinheitsgrad von mehr als 99%, was eine konstant gleichbleibende Produktqualität garantiert. Inzwischen hat Merck die seine SAFC-Produktionskapazitäten um das 50-fache erhöht, womit man dem steigenden Lipid-Bedarf des Konsortiums Pfizer/Biontech Rechnung trägt. Daneben ist die Life Sciences-Sparte von Merck in mehr als 50 weiteren Covid-19-Impfstoffprojekten weltweit involviert. Hier liefert man neben Lipiden und anderen Grundstoffe wie Proteasen oder Antikörpern auch komplexe Plattform-Lösungen für die Entwicklung und Herstellung von Covid-19-Vakzinen und unterstützt Pharma- und Biotech-Hersteller mit umfangreichem Know-How.

Jahresprognose erneut angehoben - Zulassung für Booster-Impfungen bieten Spielraum nach oben!

Nach dem starken Abschneiden im ersten Halbjahr revidierte Merck seine Ergebnisprognose für 2021 erneut nach oben. So rechnet Merck nun mit einem Umsatz in der Spanne von 18,8 bis 19,7 Mrd. Euro, während der bereinigte operative Gewinn bei 5,6 bis 6,0 Mrd. Euro (zuvor: 5,4 bis 5,8 Mrd. Euro) erwartet wird. Nach Aussage von CFO Marcus Kühnert bietet die neue Gewinnprognose weiteren Spielraum für positive Überraschungen. Sofern die zuständigen Behörden Grünes Licht für regelmäßige Auffrischungs-Impfungen zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion geben, sieht Kühnert dank der zu erwartenden höheren Absätze bei Wirkstoffen zur Impfstoff-Herstellung weiteren Spielraum bei der aktuellen Jahresprognose. Entsprechend optimistisch meldeten sich zuletzt die Experten der Deutschen Bank zu den weiteren Aussichten bei Merck KGaA zu Wort. Dabei wurde das Kursziel von 155 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nemetschek, die sich derzeit auf Rang 11 im TecDAX befindet. Der auf Architektur-Software-Lösungen spezialisierte Anbieter gilt als einer der führenden Player im Bereich Building Information Modelling (BIM)-Software. Mit Hilfe dieser BIM-Software-Suites lassen sich komplexe Bau- und Infrastruktur-Projekte von der Planung über die Konzeption bis hin zur Fertigstellung effizient und Ressourcen-schonend umsetzen. Architekten Bauunternehmen und Bauträger können sich dank 3D-Modelling und komplexen Visualisierungs- und Animations-Lösungen via Nemetschek-Software-Suite in Echtzeit über die jeweiligen Fortschritte des Bauprojekts informieren. Da man auch wichtige Faktoren wie Zeit und Kosten stets im Blick hat, lassen sich Projektverzögerungen oder teure Fehlkalkulationen vermeiden, was höchste Planungssicherheit vor allem bei komplexen Bauprojekten garantiert. Entsprechend zieht die Nachfrage nach BIM-Software-Lösungen seit geraumer Zeit deutlich an, wobei die Marktforscher von Market Reports World bei BIM-Software-Lösungen bis 2027 von einem durchschnittlichen Marktwachstum von jährlich rund 13,77% ausgehen.

Nemetschek - Ganzheitliches Lösungsportfolio sorgt für hohes Kundenwachstum.

Nemetschek zählt mit bekannten Marken wie Allplan seit knapp 50 Jahren zu den Innovatoren bei der Digitalisierung von Bauprojekten, wobei man Funktionalität und Leistungsumfang konsequent durch neue Features ausgebaut hat. Beispielsweise sorgt die integrierte Software-Lösung SDS2 dank 3D-Modelling und KI-gestützter Planung für die Optimierung von Projektabläufen. Komplettiert wird die Software-Suite von Nemetschek durch intelligente Smart-Building-Plattformlösungen wie Spacewell, mit der sich Gebäude-Portfolios dank integrierter IoT-Sensoren und Big-Data Analytic-Lösungen effizient und vor allem umweltschonend bewirtschaften lassen. Dank der Cloud-basierten Plattformlösung lässt sich nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch der CO2-Abdruck der bewirtschafteten Gebäude nachhaltig reduzieren - was die perfekte Ergänzung für so genannte Smart-Buildings liefert. Mittlerweile vertrauen weltweit mehr als 6 Millionen Kunden der Expertise von Nemetschek bei BIM-Software, wobei man zuletzt vor allem in Kernmärkten außerhalb Europas wie beispielsweise in den USA, ein kräftiges Neukundenwachstum zu verzeichnen hatte.

Nemetschek glänzt mit starken Q2-Zahlen und hebt Jahresprognose an!

Dank der solide wachsenden Kundenbasis konnte Nemetschek auch während der Coronavirus-Pandemie mit soliden Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis aufwarten. Mittlerweile zieht das Geschäft dank hoher Investitionen vieler Unternehmen aus der Baubranche in Digitalisierungs-Lösungen kräftig an, was Nemetschek als Marktführer in diesem Segment zugutekommt. Dies belegen die kürzlich vorgelegten Q2-Zahlen, die mit einem organischen Umsatzplus von 21,5% und einem Anstieg von 43,3% beim bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) deutlich über den Konsenserwartungen gelegen hatten. Neben höheren Produktabsätzen trug auch die weiter forcierte Umstellung auf ein Cloud-basiertes Vertriebsmodell zur starken Ergebnisentwicklung bei. So liegt der Anteil der wiederkehrenden Subskriptions-/SaaS-Erlöse am Gesamtumsatz mittlerweile bei 18,0%. Dies macht sich auch positiv bei der Profitabilität bemerkbar, da sich mit Cloud-Software-Lösungen, die via Software-Update regelmäßig erneuert werden, deutlich höhere Margen erzielen lassen als mit dem Vertrieb von so genannten Lifetime-Suites.

Nemetschek hebt Jahresprognose an - Barclays hebt Kursziel auf 85 Euro an und bestätigt mit Overweight!

Nach dem starken Abschneiden in Q2 hob Nemetschek angesichts der kräftigen Nachfragebelebung in allen Endmärkten seine Jahresprognose an. So rechnet man nun mit einem organischen Umsatzplus von 12 bis 14%, nachdem man hier zuvor lediglich mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet hatte. Da der Anteil der cloudbasierten Subskriptions-Erlöse in der zweiten Jahreshälfte weiter zulegen wird, legt man die Latte auch bei der operativen Gewinnmarge mit 30 bis 32% (zuvor: 27 bis 29%) deutlich höher. Auch die Analysten von Barclays bescheinigen Nemetschek nach dem unerwartet starken Abschneiden im ersten Halbjahr und den guten Wachstumsaussichten weiteres Aufwärtspotential. So wurde das Kursziel zuletzt von 75 auf 85 Euro angehoben und die Einstufung mit "Overweight" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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