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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

die Luxusartikel-Branche hat sich in Rekordzeit von der Schock-Starre der Coronavirus-Pandemie erholt. Laut einer Studie von Bain Capital verzeichnete der gesamte Sektor im ersten Quartal 2021 wieder ein leichtes Wachstum von immerhin knapp 1% gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2019. Nach Einschätzung von Bain Capital hat die Luxusgüterbranche damit gute Chancen, bereits im laufenden Fiskaljahr wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen zu können, da die Luxusgüternachfrage seit Jahresbeginn vor allem in den Kernmärkten China und Nordamerika wieder kräftig anzieht. Damit eröffnen sich für den französischen Branchenprimus LVMH, der sich aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet, exzellente Perspektiven!

LVMH - Tiffany-Übernahme macht sich bezahlt!

Der weltweit führende Luxusartikelhersteller ist mit seinem breit diversifizierten Markenportfolio bestens aufgestellt, um von den kräftig anziehenden Konsumausgaben vor allem junger, zahlungskräftiger Millenials überdurchschnittlich stark profitieren zu können. Neben Haute Couture, exklusiven Parfums, edlen Weinen und Spirituosen gehören auch Schmuck und Luxusuhren zu den begehrtesten Status-Symbolen dieser kaufkräftigen Käuferschicht. Dank der im Januar dieses Jahres abgeschlossenen Übernahme der US-Juwelierkette Tiffany´s hat sich LVMH in diesem margenträchtigen Segment bedeutend verstärkt. Tiffany´s liefert mit seinen edlen Schmuckkreationen und exklusiven Diamant-besetzten Luxusuhren für Sie und Ihn nicht nur die perfekte Ergänzung zu bekannten Kernmarken wie TAG Heuer, Hublot oder Bulgary. Auch strategisch passt der knapp 15,8 Mrd. USD schwere Zukauf gut ins Gesamtkonzept von Konzernchef Bernard Arnault, da Tiffany´s den Löwenanteil seiner Erlöse in Nordamerika und in China generiert. Die der Übernahme der renommierten US-Juwelierkette verhalf der LVMH-Sparte Watches & Jeweleries im ersten Halbjahr zu einem beeindruckenden Turnaround. Mit rund 4 Mrd. Euro konnten die Erlöse im Vorjahresvergleich dank neu überarbeiteter Kollektionen mehr als verdreifacht werden. Auch beim Segmentergebnis überraschte man mit +794 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum hier noch einen Verlust im zweistelligen Mio.-Euro-Bereich ausgewiesen hatte.

LVMH überrascht mit starker Halbjahresbilanz und hakt Krise ab!

Auch auf Konzernebene lieferte LVMH im ersten Halbjahr eine überzeugende Performance ab. Mit einem organischen Umsatzplus von 53% konnte der bereinigte Nettogewinn im Vorjahresvergleich um mehr als das Vierfache auf 7,6 Mrd. Euro zulegen, womit man nicht nur die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte. Auch im Vergleich zum Rekordjahr 2019 verbuchte LVMH deutliche Zuwächse, wobei das bereinigte Konzernergebnis mit 44% über Vorkrisenniveau lag. Das starke Abschneiden hatte LVMH nicht nur der Übernahme von Tiffany´s zu verdanken. So konnte LVMH in allen Produktkategorien im Vorjahresvergleich deutlich zweistellige Umsatzzuwächse vorweisen, wobei das Segment Fashion & Leather mit +81% überdurchschnittlich stark zulegen konnte. Trotz der bestehenden Unsicherheiten rechnet LVMH für die zweite Jahreshälfte mit einer Fortsetzung der dynamischen Geschäftsentwicklung, womit LVMH in 2021 wohl neue Rekorde bei Umsatz und Ergebnis ausweisen dürfte.

UBS hebt Kursziel für LVMH nach starken Zahlen deutlich an und bestätigt mit Buy!

Die Experten vom Analystenhaus UBS zeigten sich vom unerwartet starken Abschneiden bei LVMH im ersten Halbjahr positiv überrascht, In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde der französische Branchenprimus erneut als einen ihrer "Top-Picks" im gesamten Luxusgütersektor herausgestellt, wobei die Analysten von einer Fortsetzung der starken Ergebnisentwicklung in der zweiten Jahreshälfte ausgehen. Entsprechend wurde das Kursziel von 746 auf 795 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

nach der Lockerung der Lockdown-Maßnahmen sind nicht nur Kneipen und Biergärten, sondern auch Restaurants Hotels und Gaststätten wieder gut besucht. Davon profitieren wird nicht nur das durch die Coronavirus-Pandemie gebeutelte Hotellerie- und Gaststättengewerbe, sondern auch der Profiküchen-Hersteller RATIONAL, der sich aktuell auf Rang 10 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet.

Profiküchen-Spezialist startet mit neuen Produkt-Reihen wieder voll durch!

RATIONAL hat die durch die Pandemie verursachte Zwangspause zu einem Make-Over seiner bekannten Flagschiff-Produktreihe VarioCooking Center genutzt. Mit den seit Mitte 2020 erhältlichen Kombi-Modellen iVario Pro oder der neuen iCombi Pro-Serie dürfte RATIONAL nach der Krise wieder voll durchstarten. Das neue Profi-Küchen-Equipment vereint die Vorzüge der bewährten RATIONAL-Technologie mit neuen Features, die für mehr Effizienz bei deutlich geringerem Energieverbrauch sorgen. So lassen sich unterschiedliche Vorgänge wie Braten, Garen, Frittieren, Blanchieren oder Grillen wie gewohnt gleichzeitig auf einem Gerät durchführen. Das spart nicht nur Platz, sondern sorgt auch dank intelligenter Software dafür, dass sich die Zubereitung der einzelnen Gerichte lediglich auf ein Viertel der sonst üblichen Zeit verkürzt.

Dank modernster Heiztechnologie und intelligenter Sensorik lässt sich der Energieverbrauch bei den neu eingeführten Modellen wie dem iVarioPro um bis zu 40% verringern. Das neue intelligente Kochassistenz-System ICooking-Control erlaubt außerdem eine rasche Auswahl der Menu-Programme via Touchscreen, wobei sich der gesamte Prozess dank integrierter WiFi-Schnittstelle via Smartphone oder Tablet verfolgen lässt. Das sorgt für hohe Produktivität und maximale Effizienz und hilft gleichzeitig, die Kosten nachhaltig zu senken. Da sich der Investitons-Stau in der Systemgastronomie und im Hotel- und Touristikgewerbe langsam auflöst, dürfte RATIONAL Chancen haben, dank der neuen Produktlinien seinen Weltmarktanteil von mehr als 50% weiter ausbauen zu können.

RATIONAL überzeugt mit starken Halbjahreszahlen - Q2-Ergebnis über Vorkrisenniveau!

Da Restaurants, Gaststätten, Hotels aber auch Kantinen aufgrund der Lockdown-Maßnahmen im vergangenen Jahr größtenteils geschlossen blieben, hielten sich Großkunden aus der Systemgastronomie während der Coronavirus-Pandemie mit Neuanschaffungen zurück. Daher musste der erfolgsverwöhnten Marktführer für Profiküchen-Equipment in 2020 nicht nur deutliche Absatzrückgänge im hochmargigen Kerngeschäft, sondern auch herbe Einbußen bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Die kürzlich vorgelegten Zahlen für das erste Halbjahr belegen eindrucksvoll die Trendwende bei RATIONAL. Bei einem Umsatzplus von rund 27% konnte der Profiküchenhersteller das operative Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten mit 84,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert mehr als verdreifachen.

Noch eindrucksvoller präsentierte sich das Q2-Ergebnis auf Stand-Alone-Basis. Hier lag RATIONAL beim Umsatz knapp 3% über dem Vergleichszeitraum des Fiskaljahres 2019, während das operative Konzernergebnis im Zwei-Jahresvergleich ebenfalls um knapp 1% zulegen konnte. Auch die operative Gewinnmarge lag zum Ende des zweiten Quartals mit 24,7% erstmals seit Ausbruch der Krise wieder einen Wert oberhalb der 20%-Marke. Nach dem unerwartet starken Abschneiden vor allem im zweiten Quartal schlug das Konzernmanagement zuletzt optimistischere Töne an. Dabei rechnet man nun im günstigsten Fall bereits für 2022 - und damit ein Jahr früher als erwartet - mit einer Rückkehr auf das Vorkrisenniveau.

Analysten sehen Perspektiven bei RATIONAL nach starkem Halbjahresergebnis wieder optimistischer!

Nach dem unerwartet starken Abschneiden im ersten Halbjahr und den Aussagen des Profiküchenherstellers bezüglich einer früher als erwarteten Rückkehr auf das Vorkrisenniveau sehen viele Analysten die Perspektiven bei RATIONAL nicht mehr ganz so pessimistisch, wie noch zu Jahresbeginn. So haben die Analysten von Kepler Chevreux nach der Zahlenvorlage angekündigt, ihre pessimistische Haltung zu RATIONAL überprüfen zu wollen. Zuletzt hatte Kepler Chevreux das Kursziel zwar von 485 Euro auf 670 Euro angehoben, die Einstufung jedoch weiterhin auf "Reduce" belassen. Auch die Experten von Warburg Research haben das Kursziel kürzlich von 800 auf 840 Euro nach oben revidiert, die Einstufung jedoch nach der zuletzt starken Performance jedoch auf "Hold" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die Corona-Krise führt zu interessanten Kapriolen im Wirtschaftskreislauf. Während des ersten Lockdowns haben insbesondere Autokonzerne ihre Produktion heruntergefahren, sehr pessimistisch geplant und zu wenig Bauteile bei ihren Zulieferern bestellt. Der globale Chip-Mangel sorgt reihenweise für Produktions-Stopps bei den Autobauern und erhöht die Lieferzeiten für Neufahrzeuge. Daher haussiert der Gebrauchtwagen-Markt! 

Die Preise für Gebrauchtwagen schießen in die Höhe!

Die Situation am US-Gebrauchtwagen-Markt nahm zuletzt aufgrund der Engpässe bei Neuwagen groteske Züge an. Zwei Jahre alte Autos wechselten den Besitzer zu einem höheren Preis als zum Zeitpunkt, als die Autos vom Band rollten. Die Preise schießen förmlich durch die Decke. Zwischen Mai und Juni stiegen die Preise um 10,5 %. Der höchste Monatsanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen des "Bureau of Labor Statistics" im Jahr 1953. Auf Jahressicht stiegen die Preise um 45,2 %. Hinzukommt, dass das durchschnittliche Alter der Fahrzeuge in den USA bei über 12 Jahren liegt, so dass mittelfristig mit weiterer Nachfrage gerechnet werden kann. Dies veranlasste die Analyten der Bank of America (BofA) am Freitag (16. Juli) dazu, die Kursziele einiger Gebrauchtwagen-Händler nach oben anzupassen. Die BofA geht davon aus, dass die Erwartungen und Ausblicke der Analysten für die Aktien aus der Automobil-Industrie zu konservativ sind und dieser Trend noch mehrere Jahre anhalten könnte. Einige Unternehmen lieferten in dieser Woche starke Zahlen ab. Das Momentum in der Branche ist hoch. Wichtig ist ein positives Gesamtmarktumfeld. Es handelt sich um einen zyklischen Sektor, daher sollten kurzfristige Trader immer einen Blick auf die Risikoaffinität der Marktteilnehmer werfen.

Welche Aktien profitieren von steigenden Gebrauchtwagenpreisen?

AutoNation (AN) betreibt als US-Automobilhändler 315 Neufahrzeug-Franchisebetriebe in 230 Geschäften. Die meisten befinden sich in Großstädten. Bis Ende 2022 sollen weitere 16 US-Filialen eröffnet werden. Hinzu kommen zahlreiche Gebrauchtwagengeschäfte, Auktionsbetriebe und Vertriebszenten für Autoteile. AN pulverisierte am Montag (19. Juli) mit einem Umsatz von 6,98 Mrd. USD (Konsens: 6,07 Mrd. USD) und einem Gewinn/Aktie von 4,83 USD (Konsens: 2,61 USD) die Analystenerwartungen. Der Umsatz stieg damit um 54,1 % zum Vorjahresquartal. Der Same-Store-Umsatz stieg um 33 % im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019. Der Same-Store-Bruttogewinn stieg um 68 % im Vergleich zu Q2/2020 und um 52 % im Vergleich zu Q2/2019. Zudem kündigte das Unternehmen weitere Aktienrückkäufe von 1 Mrd. USD an. AutoNation (ISIN: US05329W1027): Die Aktie ist in den letzten Monaten der Leader in der Branche. Die Aktie bleibt mit einem KGV21e von 11 und einem KUV21e von 0,4 attraktiv. Die Bewertung macht die Aktie für Investoren auf Sicht von zwei bis drei Jahren kaufenswert, vorausgesetzt das konjunkturelle Umfeld bleibt freundlich. Charttechnisch erfolgte der Ausbruch auf ein neues Hoch, hier können Trader folgen.

Auch Lithia Motors (LAD) konnte am Mittwoch (21. Juli) mit starken Zahlen glänzen:

Der Umsatz im zweiten Quartal stieg um 118 % auf 6,0 Mrd. USD (Konsens: 5,1 Mrd. USD) gegenüber von 2,8 Mrd. USD im zweiten Quartal 2020. Der Einzelhandelsumsatz mit Neufahrzeugen stieg um 130,0 %. Der Verkauf von Gebrauchtwagen stieg um 95,7%. Service-, Karosserie- und Teileumsätze stiegen um 89,1%. Das robuste, nachfragegetriebene Einzelhandelsumfeld im zweiten Quartal führte zu einem Same-Store-Umsatzwachstum von 20 % für Neufahrzeuge, 49 % für Gebrauchtwagen, 39 % für F&I und 3 % für Service, Karosserie und Teile im Vergleich zu 2019. Der Gewinn/Aktie stieg um 199 % von 3,72 USD auf 11,12 USD. Der Konsens hatte lediglich 6,17 USD erwartet.

Online-Plattform kurbelt das Geschäft an

Mit der Online-Handelsplattform Driveway ermöglicht LAD es Verbrauchern, ihre Fahrzeuge einfach und transparent zu kaufen, zu verkaufen und zu warten, und zwar bequem von zu Hause aus. Driveway generierte im Juni über 350.000 monatliche Besucher, 550 Transaktionen wurden im Juni nur sechs Monate nach dem Start bereits abgewickelt. 98 % der Driveway-Kunden im zweiten Quartal waren Neukunden. Zudem bietet LAD über Driveway Financial oder über 180 Finanzinstitute Finanzierungen an. In Q2 wurden 1.500 Kredite pro Monat vergeben, was zu einem Anstieg des Geschäfts um 400 % im Vergleich zu 2020 führt. Zum Quartalsende überstieg das Kreditportfolio 370 Mio. USD. Hinzu kommt das Versicherungsgeschäft.

Der 5-Jahresplan sieht dynamische Gewinnsteigerungen vor!

Vor einem Jahr kündigte LAD einen 5-Jahres-Plan an und ist diesem mit einem Umsatz von 20 Mrd. USD seit der Verkündung bereits deutlich voraus: 50 Mrd. USD beim Umsatz und 50 USD beim Gewinn/Aktie sollen es bis 2025 werden. Möglicherweise könnte der Gewinn höher ausfallen, denn LAD will keine weiteren Kapitalerhöhungen mehr vornehmen, die den Gewinn/Aktie verwässern könnten. Helfen sollen aggressive Akquisitionen: In Q1 wurden zahlreiche Übernahmen abgeschlossen, die insgesamt 3,7 Mrd. USD zum jährlichen Umsatz beitragen sollen. Diese Akquisitionen haben strategisch die Dichte in wichtigen geografischen Märkten erhöht und die landesweite Präsenz vergrößert.

Trotz eines etwas wettbewerbsintensiveren Umfelds strebt LAD weiterhin eine Nachsteuerrendite von >15 % und das Drei- bis Siebenfache des EBITDA an. 65 % sollen in Akquisitionen fließen, 25 % in interne Investitionen und 10 % sollen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückzugeben.

Lithia Motors (ISIN: US5367971034): Die Aktie handelt mit einem 16er-KGV für das laufende Jahr, das ist angesichts der Wachstumsraten attraktiv. Das KUV21e liegt bei 0,5. Das Unternehmen setzt Maßstäbe in Sachen datengetriebener Angebote entlang des Lebenszyklus eines Autos. Wachstums-Investoren können hier auf Sicht mehrerer Jahre zugreifen. Charttechnisch nimmt die Aktie Anlauf auf ein neues Hoch. Trader können dem Impuls folgen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

mit der Zulassung der Covid-19-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna dürfte nach Einschätzung von Experten der Startschuss für eine neue Generation von mRNA-basierten Impfstoffen und Medikamenten gefallen sein. Dem Konzept von mRNA- Impfstoffen und -Medikamenten, das darauf basiert, den Bauplan eines bestimmten Erregers in die menschlichen Zellen einzubringen, um das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern zu bewegen, trauen viele Mediziner nicht nur bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie erhebliches Potential zu. Medikamente, die auf diesem neuen Verfahren basieren, dürften künftig auch eine bedeutende Rolle im Kampf gegen meist tödlich verlaufende Erkrankungen wie Krebs, HIV oder auch seltenen Erberkrankungen wie spinale Muskel-Atrophie spielen.

Konzernsparte Biosolutions positioniert sich als Contract Manufacturing-Partner für mRNA-basierte Vakzine und Medikamente!

Wacker Chemie, aktuell auf Rang 11 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Ranglisten, hat das Potential der neuen mRNA-Technologie frühzeitig erkannt und will sich mit seiner Konzernsparte Biosolutions in diesem neuen Wachstumsmarkt langfristig positionieren. Wacker Biosolutions ist als einer der wenigen Anbieter in der Lage, mRNA-basierte Impfstoffe herzustellen und hat die entsprechenden Kapazitäten zuletzt systematisch ausgebaut. Ein mögliches Scheitern der mit dem Tübinger Biotech-Konzern CureVac vereinbarten Kooperation, die die Herstellung von jährlich rund 100 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs vorsieht, dürfte nach Aussage von Spartenchefin Susanne Leonhartsberger kaum ins Gewicht fallen. Da die Konzernsparte ihre Produktionskapazitäten für mRNA-basierte Impfstoffe nicht nur in Amsterdam, sondern auch an Standorten in Jena und Halle hochgefahren hat, ist Wacker Biosolutions als Contract Manufacturing-Partner auch für andere Covid-19-Impfstoffproduzenten attraktiv. Außerdem sieht man sich für die Herstellung von mRNA-basierten Medikamenten bestens positioniert. Aktuell ist der Gesamtmarkt für derartige Präparate und Impfstoffe noch vergleichsweise klein. Jedoch dürfte sich dies nach dem Durchbruch in der Covid-19-Impfstoffherstellung schon bald ändern. Die Experten von Brand-Essence-Marketresearch rechnen hier bis 2026 mit jährlichen Zuwachsraten von 28,51%

Neue Produkte sollen Sparten-Umsatz bis zum Dekadenende vervierfachen!

Neben dem Ausbau der Aktivitäten im Bereich Contract Manufacturing, bei denen Wacker Biosolutions Pharma- und Biotech-Unternehmen die gesamte Bandbreite von der Entwicklung von Produktionstechnologien bis hin zur Medikamentenherstellung abdeckt, will man das Portfolio durch neue margenstarke Produkte ergänzen. Stärker positionieren will sich Wacker Biosolutions als Zulieferer für die Pharmabranche, wobei hier der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Inhaltsstoffe und Feinchemikalie für die Medikamentenherstellung liegen soll. Eine margenstarke Ergänzung sieht man bei Zusatzstoffen für Nahrungsergänzungsmittel. Hier setzt man vorzugsweise auf Herstellungsverfahren, die ohne tierische Produkte auskommen. Damit will man sich im Wachstumsmarkt für vegetarische und vegane Nahrungsmittel positionieren, der zuletzt überdurchschnittlich hohe Zuwächse zu verzeichnen hatte und außerdem hohe Margen verspricht. Bis zum Dekadenende sollen die Umsatzerlöse der bisher kleinsten Konzernsparte von Wacker Chemie, die in 2020 einen Umsatz von knapp 246 Mio. Euro generierte, auf rund 1 Mrd. Euro gesteigert werden. Auch die operative Marge soll bis zum Dekadenende dank eines verbesserten Produkt-Mix auf mindestens 25% steigen, nachdem diese in 2020 bei 15,5% gelegen hatte.

 

Polysilizium-Geschäft bleibt weiterhin einer der Wachstreiber bei Wacker Chemie!

Im Kerngeschäft verspricht bei Wacker Chemie vor allem die Polysilizium-Sparte neue Wachstumsimpulse. Angesichts der kräftig anziehenden Chipnachfrage und des weiter forcierten Ausbaus der Photovoltaik-Kapazitäten zieht die Nachfrage für den in der Chip- und Solarindustrie benötigten Grundstoff deutlich an, was mit massiven Preiserhöhungen einhergeht. Nachdem die USA kürzlich ein Export-Verbot für Polysilizium aus einigen Regionen in China verhängt hatte, dürften die Polysilizium-Preise nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer auch in den kommenden Quartalen kräftig anziehen. Wacker Chemie als einer der weltweit führenden Anbieter wird hiervon stark profitieren und hatte kürzlich vor dem Hintergrund der exzellenten Aussichten in diesem Segment seine Jahresprognose nach oben revidiert.

UBS kürt Wacker Chemie zu einer der Favoriten im Chemiesektor und hebt Kursziel auf 170 Euro an!

Die Experten der UBS haben sich kürzlich in einer Branchenstudie optimistisch zu den weiteren Aussichten im Chemiesektor zu Wort gemeldet. Dabei wurde Wacker Chemie als einer der Favoriten herausgestellt, da die Experten dem Spezialchemiekonzern gegenüber anderen Wettbewerbern ein überdurchschnittliches Wachstum zutrauen. Entsprechend wurde das Kursziel von 160 auf 170 Euro nach oben revidiert und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

heiß diskutiert wird von der Bundesregierung derzeit die Einführung einer verbindlichen Solardachpflicht in Deutschland. Demnach soll nicht nur bei einem Neubau die Installation einer Solaranlage zwingend vorgeschrieben werden. Auch bei größeren Dachsanierungen soll die Installation einer Solaranlage laut dem Vorabentwurf des Bundesfinanzministeriums vom ausgearbeiteten "Klimaschutz-Sofort-Programms 2022" zwingend vorgeschrieben werden. Kommt es tatsächlich zu einer Solardach-Pflicht, wie sie bereits in einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg ab 2022 eingeführt wird, würde dies vor allem SMA Solar, aktuell Rang 11 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX, in die Karten spielen.

SMA Solar - Solarwechselrichter-Anbieter profitiert von möglicher Solardachpflicht!

SMA Solar gilt als einer der technologisch führenden Hersteller bei so genannten Solar-Wechselrichtern. Damit lässt sich nicht nur der durch die Solaranlage erzeugte Gleichstrom in netzfähigen Wechselstrom umwandeln. Als Herzstück der gesamten Photovoltaik-Anlage sorgt der integrierte Wechselrichter inklusive der passenden Software auch für eine optimale Energieausbeute. Hier deckt SMA Solar die gesamte Bandbreite, von Wechselrichtern für Einfamilienhäuser bis hin zu passenden Lösungen für Solarparks im dreistelligen Megawatt-Bereich ab. Während SMA Solar im Auslandsgeschäft, das für mehr als 73% der Gesamterlöse steht, kontinuierlich wächst, hat man im Inland mit der schleppenden Umsetzung der Ökostromwende zu kämpfen. Eine mögliche Solardach-Pflicht sollte SMA Solar nicht nur im eigentlichen Kerngeschäft mit Solar-Wechselrichtern frischen Schwung verleihen. Da sich Photovoltaik-Anlagen auf dem Hausdach perfekt mit so genannten Wallboxen für das Laden des E-Autos in der Garage kombinieren lassen. Hier ist man mit der SMA EV Charger-Wallbox ebenfalls einer der führenden Anbieter, zumal sich dieses System für alle gängigen Elektro-Autos eignet. Da der Einbau von Wallboxen aktuell ohnehin mit bis zu 900 Euro pro Haushalt gefördert wird, gehört dieses Segment bereits jetzt zu den Wachstumstreibern bei SMA Solar.

SMA Solar überzeugt mit starkem Q1-Ergebnis!

Nachdem der Ausbau der Solarkapazitäten im Zuge der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Jahr teilweise massiv ins Stocken geraten war, zieht das Geschäft seit Jahresbeginn wieder an. Entsprechend konnte SMA Solar im Auftaktquartal mit einem starken Ergebnis aufwarten. Zwar verzeichnete man aufgrund von Verschiebungen bei größeren Solar-Projekten einen recht deutlichen Erlös-Rückgang von knapp 16,5% auf 240 Mio. Euro. Beim bereinigten operativen Ergebnis überzeugte man hingegen dank konsequent umgesetzter Sparmaßnahmen mit einem kräftigen Ergebnisplus von 63,4% auf 20,1 Mio. Euro, womit man sowohl die konzerneigene Prognosespanne als auch die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte.

US-Projektgeschäft und neue Klimaschutz-Ziele in Deutschland versprechen frische Impulse

Nach dem robusten Jahresauftakt dürften sich die Perspektiven für den deutschen Branchenprimus in den kommenden Quartalen deutlich aufhellen. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf eine nachhaltige Absatzbelebung in Nord- und Südamerika. Mit einem Umsatzanteil von knapp 36% gehört diese Region zu den wichtigsten Absatzmärkten, vor allem im Projektgeschäft, das aufgrund der von US-Präsident Joe Biden deutlich verschärften Klimaschutzziele weiter an Fahrt aufnehmen dürfte. Auch in Deutschland haben sich die Vorzeichen bei der Klimawende deutlich gewandelt. Unabhängig von der möglichen Einführung einer bundeseinheitlichen Solardach-Pflicht wurden die Klimaschutzziele von der Bundesregierung zuletzt deutlich verschärft. Dies verspricht für die gesamte Solarenergie-Branche exzellente Wachstumsaussichten. Um die CO2-Emissionen bis zum Dekadenende um 65% zu reduzieren, müssten nach Einschätzung von SMA-CEO Jürgen Reinert in Deutschland jährlich neue Photovoltaik-Kapazitäten mit einer Gesamtleistung von 15 Gigawatt entstehen.

SMA Solar sieht sich im Jahr 2021 zurück auf dem Wachstumspfad - Berenberg sieht Aufwärtspotential bis 70 Euro!

Angesichts der sich abzeichnenden Erholung im Projektgeschäft und der weiteren Verschärfung der Klimaschutz-Ziele in wichtigen Kernabsatzmärkten wie Deutschland und den USA hat SMA Solar allen Grund, optimistisch nach vorne zu blicken. Konzernchef Reinert sieht dabei gute Chancen, dass SMA Solar seine Marktposition dank neuer Produkte vor allem im Energiespeicher-Segment in den Schlüsselmärkten weiter ausbauen kann. In Verbindung mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen will man außerdem die Profitabilität weiter verbessern. Daher geht SMA Solar für 2021 von einem Umsatzanstieg von knapp 1 Mrd. Euro auf bis zu 1,175 Mrd. Euro aus, während der operative Gewinn in der Spanne von 75 bis 95 Mio. Euro deutlich über Vorjahresniveau erwartet wird. Die Experten der Berenberg Bank haben daher zuletzt ihre Einstufung mit "Buy" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 70 Euro für SMA Solar.

Viele Grüße
Simon Betschinger