Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von BMW, die sich aktuell auf Rang 8 der Gesamtauswahl befindet. Die Nachrichtenlage rund um die Elektromobilität-Projekte deutet darauf hin, dass BMW den technologischen Rückstand zu Tesla verringern kann. Reichweiten von bis zu 600 Kilometern kannte man bislang eher bei Tesla, aber mit dem neuen SUV iX kann BMW hier endlich gleichziehen. Die Reichweite wird von Autokäufern meist als eines der wichtigsten Entscheidungs-Kriterien für den Kauf eines Elektroautos genannt.  

BMW setzt zur Großoffensive im Zukunftsmarkt E-Mobility an!

Große Pläne haben die Münchener im Zukunftsmarkt Elektromobilität. Hie verfügt man bereits mit dem BMW i3 über einen der meistverkauften Stromer-Modelle im Kleinwagen-Segment und ist auch bei im gehobenen Preissegment mit dem BMW i8 oder dem seit Anfang Januar erhältlichen E-SUV iX3 ganz vorne mit dabei. Mit der Einführung der E-Limousine i4 oder dem neuen E-SUV-Flagschiff-Modell iX will BMW seine Modelloffensive in 2021 forcieren und gleichzeitig mit neuen vollelektrischen Serienmodelle der beliebten 5er- und 7er-Reihe die Stammkundschaft bei der Stange halten. Damit kommt BMW seinem ehrgeizigen Ziel, ab 2023 in mehr als 90% seiner Marktsegmente voll-elektrische Modelle anzubieten, ein gutes Stück näher. Bis 2025 peilt Konzernchef Oliver Zipse jährliche Zuwächse von 50% beim E-Autoabsatz an, wobei das E-Autosegment des Münchener Premiumhersteller ab dem Ende der Dekade mehr als die Hälfte der gesamten Erlöse einspielen soll.

Neue Generation von Lithium-Ionen-Feststoff-Akkus mit mehr Power und Reichweite!

Auch in punkto Umweltverträglichkeit und Effizienz will BMW neue Maßstäbe setzen. Um dem Anspruch von Konzernchef Zipse, das "Grünste Elektroauto der gesamten Branche zu produzieren, gerecht zu werden will man man mittelfristig auf konventionellen Strom bei der Fahrzeugproduktion ganz verzichten. Dies gilt vor allem für die energieintensive Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus, deren Produktionskapazitäten derzeit durch Investitionen im mittleren dreistelligen Millionenbereich massiv ausgebaut wird. Hier will BMW mit einer neuen Batterie-Generation Konkurrenten wie Tesla die Rücklichter zeigen. Seit 2019 tüfteln die Münchener gemeinsam mit dem US-Technologiekonzern Solid Power an der Entwicklung so genannter Feststoff-Batterien, die im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus über eine deutlich höhere Energiedichte verfügen. Dies verkürzt die Ladezeit nicht nur auf weniger als 20 Minuten, sondern erhöht gleichzeitig auch die Reichweite um mehr als 50%. Da die Produktion von Feststoff-Batterien im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeug-Akkus erheblich günstiger ist, könnte die neueste Klasse der Elektro-Modelle von BMW nach Einschätzung von Konzernchef Zipse in punkto Reichweite und Kosten mit herkömmlichen Verbrenner-Modellen der neuesten Generation gleichziehen. Erste Prototypen, die mit der neuen Feststoff-Battieriegeneration bestückt werden, sollen schon bald vom Band laufen, wobei man mit der Serienproduktion spätestens zum Ende der Dekade starten will.

BMW überzeugt mit starkem Q1 und peilt operative Marge am oberen Ende der Prognosespanne an!

Operativ läuft es beim Münchener Premiumauto-Bauer nach dem herben Ergebniseinbruch in 2020 wieder rund. Dies belegen die kürzlich vorgelegten Q1-Zahlen, wobei man hier mit einem Umsatzplus von 15% und einem überproportional starken Anstieg beim operativen Ergebnis um 120% die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte. Profitieren konnte man erwartungsgemäß von einer kräftigen Nachfrage-Erholung in Kernmärkten wie China, wobei man hier den Fahrzeugabsatz auf 220.000 verkauften Modellen im Vorjahresvergleich verdoppeln konnte. Auch in Europa und den USA verzeichnete BMW vor allem bei höherpreisigen SUV-Modellen teilweise deutlich zweistellige Absatzzuwächse. Da sich die weltweite Erholung beim Autoabsatz zuletzt auch nach dem ersten Quartal weiter dynamisch fortgesetzt hat, rechnet BMW für 2021 neben höheren Fahrzeugabsätzen auch mit einem deutlich höheren operativen Gewinn. Dabei peilt BMW bei der operativen Gewinnmarge mittlerweile das obere Ende der Spanne von 6 bis 8% an, nachdem man hier in Q1 mit +9,3% deutlich positiv überrascht hatte. Die Experten von Jefferies zeigen sich in einer kürzlich veröffentlichten Studie optimistisch zu den weiteren Aussichten bei BMW und sehen vor allem in China deutliches Wachstumspotential für den Premium-Hersteller. Entsprechend wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 115 auf 135 Euro erhöht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

der Einzelhandel sucht seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie neue Vertriebswege, um die durch den Lockdown verursachten herben Absatzrückgänge im stationären Einzelhandel kompensieren zu können. Daher setzen immer mehr bekannte Markenhersteller wie Adidas, L Óreal, PUMA oder HUGO BOSS auf den Direkt-Vertrieb über eCommerce-Portale oder über konzerneigene Shops, bei denen Bestellungen kontaktlos abgeholt oder per Lieferdienst an den Endempfänger zugestellt werden können. Einer der Profiteure des neuen Direct-to-Consumer-Trends im Produktvertrieb ist KION, wobei sich die Aktie aktuell in der Trendstabilitäts-Rangliste auf Rang 6 im MDAX befindet.

KION profitiert massiv vom Direct-to-Consumer-Trend!

Da KION mit seiner breiten Produktpalette das gesamte Spektrum rund um Flurförderzeuge bis hin zu Automatisierungs-Lösungen in der Lagerlogistik abdeckt, ist KION bei der Realisierung ganzheitlicher Konzepte rund um den Direkt-Vertrieb an die Kunden erste Wahl. Um eine reibungslose und vor allem schnelle und effiziente Bestellabwicklung zu gewährleisten, wird ein gut ausgebautes Logistik-Netzwerk benötigt. Daher investieren viele Markenhersteller, die künftig verstärkt auf das Direct-to-Consumer-Segment setzen wollen, massiv in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Logistikkapazitäten. Dies schließt auch den Aufbau von so genannten Microfullfillment-Lagern mit ein, über die vor allem in dicht besiedelten Ballungszentren Warenbestellungen bei stationären Niederlassungen schneller an die Kunden ausgeliefert werden können. Mit seinen intelligenten Warehouse-Management-Lösungen, automatisierten Lagersystemen und einer breiten Auswahl an intelligenten Kommissionierung- und Lagerverwaltungs-Clustern bieten sich KION hier mittelfristig enorme Wachstumschancen.

KION überzeugt im Auftaktquartal mit deutlich besser als erwartetem Ergebnis!

Der Trend zum Online-Handel und dem Ausbau des Direct-to-Consumer-Geschäfts vieler bekannter Markenhersteller bescherten KION im Auftaktquartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis. Bei einem Umsatzplus von 17,1% übertraf man beim bereinigten operativen Gewinn mit einem deutlichen Anstieg von knapp 50% die Konsenserwartungen deutlich. Maßgeblichen Anteil hatte dabei erwartungsgemäß die starke Entwicklung im Segment Supply-Chain-Solutions, das mit einem Anstieg beim operativen Segmentergebnis von 73,3% überzeugen konnte. Auch im Segment Industrial Trucks and Services, das vor allem Flurförderzeuge sowie Wartung und Services umfasst, verzeichnete dank des globalen Wirtschafts-Ramp-Ups nach der vergleichsweisen schwachen Entwicklung im Jahr 2020 wieder ein leichtes Umsatzplus von knapp 5%. Da die margenstarken Service-Umsätze, die mittlerweile 52,7% der Segmenterlöse ausmachen, um 9,6% verbessert werden konnten, überzeugte auch das Flurförderzeug-Segment mit einem kräftigen Anstieg von 33,6% beim bereinigten operativen Ergebnis.

Ordereingang zieht deutlich an - Jahresprognose bestätigt!

Nach dem unerwartet starken Jahresstart hat KION allen Grund, weiter optimistisch in die Zukunft zu blicken. Allerdings warnte Konzernchef Gordon Riske mit Blick auf weiter steigende Rohstoffpreise und die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie vor allzu hohen Erwartungen. Daher wurden die zum Ende des vergangenen Fiskaljahres ausgegebenen Jahresziele, die immerhin eine deutliche Umsatzverbesserung auf 9,15 bis 9,75 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,3 Mrd. Euro) sowie eine Steigerung beim bereinigten operativen Ergebnis von 547 Mio. Euro auf bis zu 800 Mio. Euro vorsehen, lediglich bestätigt. Da man im Auftaktquartal mit einem deutlichen Anstieg von 26,2% beim Ordereingang aufwarten konnte und sich die Nachfrage vor allem im margenstarken Segment Supply-Chain-Solutions dank des eCommerce-Booms weiter aufhellt, dürfte sich die Jahresprognose als zu konservativ erweisen.

UBS sieht nach starkem Jahresauftakt dreistelliges Kursziel!

Nach dem starken Abschneiden zum Jahresauftakt haben sich die Analysten der UBS zuletzt optimistisch zu den weiteren Aussichten bei KION zu Wort gemeldet. Dabei wurde vor allem auf die starke Auftragsentwicklung im Segment Supply-Chain-Solutions verwiesen. Entsprechend wurde das Kursziel von 94 auf 103 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt. Die jüngsten Insiderkäufe im mittleren fünfstelligen Bereich deuten darauf hin, dass KION seine dynamische Ergebnisentwicklung aus dem Auftaktquartal auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen dürfte.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Kering, die sich derzeit auf Rang 10 der Gesamtauswahl befindet. Der französische Luxusgüterkonzern hatte im abgelaufenen Fiskaljahr wie andere Branchengrößen massiv unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu leiden. Neben den Quarantäne-bedingten Schließungen im stationären Filialgeschäft machten dem französischen Traditionskonzern allerdings auch hausgemachte Probleme schwer zu schaffen.

Vor allem das einstige Aushängeschild Gucci hatte zuletzt unter teilweise massiven Absatzproblemen zu leiden. Nicht nur einfallslose Designs, schlecht organisierte Marketingkampagnen und eine zu einseitige Ausrichtung auf zahlungskräftige Millenials kosteten Gucci zuletzt Marktanteile. Auch die aggressive Vertriebspolitik, mit der man mit Discount-Angeboten den Massenmarkt erobern wollte, schlug fehl und vergraulte damit die treue Stammkundschaft bei Gucci. Da Gucci mehr als 50% der Erlöse von Kering erwirtschaftet, machte sich dies auch beim Konzernergebnis der Konzernmutter bemerkbar: So verbuchte Kering im Schlussquartal auf Konzernebene auf vergleichbarer Basis einen Umsatzrückgang von rund 8%, wobei Gucci hier mit einem Umsatzrückgang von -10% maßgeblichen Anteil am unerwartet schwachen Abschneiden hatte.

Gucci schafft Turnaround in Q1!

Mittlerweile hat sich Gucci dank neuer Fashion-Kreationen, die man rechtzeitig zum 100-jährigen Markenjubiläum gemeinsam mit dem Kering-Fashion-Label Balenciaga präsentierte, wieder rehabilitiert. Dies belegen die Zahlen für das erste Quartal 2021, wobei Gucci mit einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 24,6% einmal mehr maßgeblich zum starken Abschneiden der Konzernmutter Kering beigetragen hatte. Überdurchschnittlich stark zulegen konnte Gucci vor allem in der Region Asien/Pazifik, wobei man hier vor allem dank der dynamischen Entwicklung in China ein sattes Umsatzplus von 78% vorzuweisen hatte. Auch im Kernmarkt Nordamerika feierte Gucci mit einem Umsatzanstieg von 51% ein beeindruckendes Comeback. Die übrigen Konzernmarken von Kering konnten zum Jahresauftakt ebenfalls mit soliden zweistelligen Umsatzzuwächsen überzeugen, wobei vor allem Yves Saint Laurent (+23,4%) und Boltega Veneta (+24,6%) herausstachen.

Starkes Auftaktquartal dank boomendem eCommerce-Segment und florierendem Asien-Geschäft!

Alles in allem überzeugte Kering im Auftaktquartal mit einem Umsatzplus von 25,8% und konnte damit nach einem insgesamt enttäuschenden Abschneiden im Schlussquartal 2020 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Maßgeblichen Anteil hatte dabei vor allem die Region Asien/Pazifik mit einem Umsatzwachstum von 83%, während man in den USA (Umsatz +46%) ebenfalls ein beeindruckendes Comeback feiern konnte. Bezahlt macht sich für Kering auch der konsequent forcierte Ausbau seiner eCommerce-Aktivitäten, die während der Coronavirus-Pandemie zuletzt deutlich ausgebaut wurden. Vorreiter ist beim Online-Vertrieb einmal mehr die Kernmarke Gucci, die ihre Fashion-Kollektionen seit 2001 über das Flagship-Portal Gucci.com sowie neuerdings auch über diverse Social-Media-Networks wie WeChat vertreibt und damit zu den erfolgreichsten Luxury-Brands im World Wide Web gehört. Dies machte sich besonders während der Coronavirus-Pandemie bezahlt, wobei das Online-Geschäft von Gucci zuletzt knapp 23% der Erlöse einspielte. Ein Jahr zuvor waren es noch weniger als 12%. Mittlerweile setzen auch die übrigen Kernmarken von Kering verstärkt auf digitale Absatzkanäle, was sich im aktuell nach wie vor schwierigen Marktumfeld bezahlt macht: Im Auftaktquartal konnte Kering im eCommerce-Segment auf Konzernebene ein sattes Umsatzplus von 108% vorweisen, womit man aktuell knapp 14% seiner Erlöse über das Online-Segment generiert, nachdem dieser Anteil vor der Krise bei weniger als 7% gelegen hatte.

Goldman Sachs vergibt neues Spitzenkursziel für Kering und bestätigt mit Conviction Buy!

Die Experten von Goldman Sachs trauen der Kernmarke Gucci nach dem überzeugenden Jahresauftakt auch im laufenden Fiskaljahr wieder deutliche Umsatzzuwächse zu und sehen das Aushängeschild des Mutterkonzerns Kering vor einem "Goldenen Jahr". Auch übergeordnet bleiben die Aussichten für den französischen Luxusgüterkonzern nach Einschätzung der Experten angesichts der starken Nachfrage in Kernmärkten wie China und den USA vielversprechend, so die Einschätzung der Analysten. Entsprechend wurde das Kursziel von 750 auf 800 Euro angehoben und die Einstufung mit "Conviction Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Ich mag CEOs, die klare Ansagen machen, so wie Daniel Grieder. Er will den Umsatz von Hugo Boss in den nächsten 5 Jahren verdoppeln und eine Tech-Mode-Company erschaffen. Wie die neue Mode aussieht, entscheiden zu 85 % Daten aus den Stores. 15 % sind kreative Experimente.

Der stationäre Mode-Einzelhandel hatte besonders stark unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu leiden. Angesichts der Quarantäne-bedingten Schließungen im Filialgeschäft hatte die gesamte Branche unter teilweise herben Umsatz- und Ergebniseinbrüchen zu leiden. Keine Ausnahme machte hier auch der Modehersteller HUGO BOSS, der sich aktuell auf Rang 11 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet.

HUGO BOSS überrascht mit unerwartet starkem Q1-Zahlenwerk!

Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen für HUGO BOSS wieder deutlich aufgehellt, was die kürzlich vorgelegten Q1-Ergebnisse eindrucksvoll beweisen. Zwar verzeichnete man bei den Umsatzerlösen im Auftaktquartal weiterhin einen recht deutlichen Rückgang von 10%. Jedoch konnte der Metzinger Modekonzern beim operativen Ergebnis mit +1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -14 Mio. Euro) wieder in die Gewinnzone zurückkehren, womit man die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte. Auch der Ausblick auf das laufende Q2 fiel unerwartet optimistisch aus. So will HUGO BOSS die Umsatzerlöse im Vergleich zum durch die Coronavirus-Pandemie stark beeinträchtigten Vorjahresquartal mindestens verdoppeln, wobei man auch operativ weiter in der Gewinnzone bleiben will.

Hugo Boss punktet mit Casual Wear bei jüngeren Konsumenten!

Den starken Jahresauftakt hatte HUGO BOSS vor allem dem runderneuerten Produktangebot zu verdanken. Neben klassischer Herren-Mode rund um Anzüge, Sakkos oder Business-Outfits setzt der Metzinger Modekonzern neuerdings verstärkt auf lässige Freizeitbekleidung. Mit Poloshirts, Sweatshirts, Trainingsanzügen und trendigen Sneakern nimmt HUGO BOSS vor allem jüngere zahlungskräftige Kunden ins Visier und erschließt sich damit neue attraktive Wachstumschancen außerhalb des klassischen Kerngeschäfts mit Herrenmode. Die neuen Kollektionen der neuen Casual Wear-Line, bei denen man mit bekannten Labeln wie Russel Athletics kooperiert, kommen gut an und machen mittlerweile knapp die Hälfte des Konzernumsatzes von HUGO BOSS aus.

Online-Offensive nimmt Fahrt auf - Direct-to-Consumer-Geschäft wird Margen verbessern!

Gut ins Konzept passt der seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie forcierte Ausbau des Online-Handels. Hier verbuchte man im Auftaktquartal ein sattes Erlösplus von 72%, wobei das Online-Segment mittlerweile für rund 11% der Gesamterlöse steht. Beim Ausbau seines Direktvertriebs über das Internet macht HUGO BOSS weiter Tempo. Nach dem Roll-Out seines Online-Flagship-Stores in Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist man mittlerweile in 59 Märkten präsent und hat damit beste Voraussetzungen, um die ehrgeizigen Wachstumsziele erfüllen zu können. Bis 2022 strebt HUGO BOSS gegenüber 2020 eine Verdoppelung der Online-Erlöse auf mehr als 400 Mio. Euro an. Der Ausbau der eCommerce-Aktivitäten wird sich auch nachhaltig positiv bei der Profitabilität niederschlagen. Denn beim Direktvertrieb an die Kunden - egal ob über Online-Stores oder konzerneigene stationäre Filialen - werden keine Zwischen- und Großhändler benötigt, was deutlich höhere Margen verspricht. Daher dürfte HUGO BOSS seine Profitabilität durch den weiteren Ausbau des Direct-to-Consumer-Segments mittelfristig deutlich verbessern.

Neuer CEO verspricht Rückkehr auf den Wachstumspfad!

Für frischen Wind dürfte beim Metzinger Modekonzern der für Ende Juni anstehende Wechsel an der Führungsspitze sorgen. Mit Daniel Grieder übernimmt ein erfahrener Manager aus der Modebranche das Zepter bei HUGO BOSS und beerbt damit den Interim-CEO Yves Müller, der zuletzt während der Coronavirus-Pandemie etwas glücklos agiert hatte. Der designierte Vorstandsvorsitzende Grieder ist in der Modebranche kein Unbekannter und hat sich als CEO von Tommy Hilfiger Global & PVH Europe, der Europa-Tochter des bekannten US-Modelabels Tommy Hilfiger, einen Namen gemacht. Durch neue Strategiekonzepte und dem konsequenten Ausbau der eCommerce-Aktivitäten trug Grieder maßgeblich zum erfolgreichen Abschneiden des trendigen US-Modelabels in Europa bei. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den neuen Vorstandschef beim Metzinger Edelschneider HUGO BOSS, was angesichts der früheren Erfolge des Managers bei Tommy Hilfiger durchaus gerechtfertigt erscheint. Grieder selbst traut HUGO BOSS nach dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten schwachen Abschneiden im Jahr 2020 in den kommenden Jahren ein beeindruckendes Comeback zu. In einem kürzlich veröffentlichten Interview zeigte sich Grieger optimistisch, dass der Modekonzern seine Umsatzerlöse in den kommenden fünf Jahren nachhaltig auf rund 5 Mrd. Euro steigern kann. Nachdem HUGO BOSS im abgelaufenen Fiskaljahr knapp 1,95 Mrd. Euro erlöst hatte, legt Grieder damit die Latte ziemlich hoch, zumal der aktuelle Analystenkonsens hier lediglich einen Erlös von rund 3 Mrd. Euro vorsieht.

Hauck & Aufhäuser hebt den Daumen - Insiderkäufe im fünfstelligen Bereich!

Nach den jüngsten optimistischen Umsatzprognosen des designierten Vorstandschefs meldeten sich die Experten vom Analystenhaus Hauck & Aufhäuser mit einem optimistischen Analystenkommentar zur Aktie des Modekonzerns zu Wort. Dabei wurde das Kursziel auf 55 Euro belassen und die Einstufung mit "Buy" bestätigt. Dabei rechnen die Experten nach dem Amtsantritt von Grieder mit frischen Impulsen bei HUGO BOSS, wobei der Modekonzern ohnehin überdurchschnittlich stark von der sich abzeichnenden Rückkehr zur Normalität profitieren sollte. Auch die jüngsten Insiderkäufe im fünfstelligen Bereich belegen, dass das Konzernmanagement von einer erfolgreichen Rückkehr auf den Wachstumspfad ausgeht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Carl Zeiss Meditec aufgefallen, die sich aktuell auf Rang 3 im TecDAX befindet.

Carl Zeiss Meditec - Augenheilkundespezialist adressiert attraktiven Wachstumsmarkt!

Der in Jena ansässige Medizintechnikkonzern gilt als einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Augenheilkunde. Carl Zeiss Meditec hat sich nicht nur bei so genannten Interokular-Linsen, mit denen sich etwa chronische Augenerkrankungen wie der Graue Star zuverlässig behandeln lassen, einen Namen gemacht. Gefragt ist die Expertise des in Jena ansässigen Medizintechnik-Konzerns vor allem bei Augen-Laserkorrektur-Systemen. Damit lassen sich beispielsweise Fehlsichtigkeit, Sehschwächen oder chronische Erkrankungen wie trockene Augen schnell und zielgerichtet durch das Abtragen der oberen Hornhautschicht korrigieren, was den Patienten im Idealfall fehlerfreies Sehen ohne Brille oder Kontaktlinsen ermöglicht. Die von Carl Zeiss Meditec entwickelte ReLEx-SMILE-Technologie, mit denen sich minimal-invasive Eingriffe besonders schonend und vor allem schmerzfrei durchführen lassen, gehört dabei zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren. Carl Zeiss Meditec adressiert damit einen attraktiven Zulkunftsmarkt, der aufgrund der demographischen Entwicklung laut einer Erhebung des Markforschungsinstituts Report Consultant im Zeitraum von 2021 bis 2028 jährliche Zuwachsraten von rund 9% verspricht.

Microsurgery-Solutions liefert margenstarke Ergänzung zum Kerngeschäft

Neben dem Bereich Augenheilkunde hat sich Carl Zeiss Meditec dank seiner Kompetenz im Bereich Bildgebungs-Verfahren im Bereich Medizintechnik ein neues Geschäftsfeld erschlossen. Im Segment Micriosurgery-Solutions offeriert man beispielsweise roboter-basierte Visualisierungs-Lösungen für neurochirurgische Eingriffe oder Visualisierungs-Lösungen, die bei Biopsien oder der Resektion von Gehirntumoren zum Einsatz kommen, mit passenden Systemen präsent.

Carl Zeiss Meditec überzeugt mit starker Entwicklung im ersten Halbjahr

Die Coronavirus-Panemie hatte auch bei Carl-Zeiss Meditec zuletzt tiefe Spuren hinterlassen. Aufgrund der strikten Lockdown-Maßnahmen wurden vor allem viele Augen-OPs auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch nicht lebensnotwendige Operationen mussten aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos durch die neuartige Lungenerkrankung ausfallen. Dies machte sich bei Carl Zeiss Meditec zuletzt beim Absatz von Lasik-Systemen und im Segment Microsurgery-Solutions negativ bemerkbar, da Krankenhäuser und Kliniken entsprechende Investitionen auf Eis gelegt hatten. Mittlerweile hat sich das Umfeld wieder deutlich aufgehellt, was die jüngste Halbjahresbilanz des Fiskaljahres 2020/21 eindrucksvoll belegt. Bei einem Umsatzanstieg von 7,3% verbesserte sich das bereinigte operative Ergebnis überproportional um 58,7% und lag damit leicht über den Konsenserwartungen. Neben einer kräftigen Absatzerholung vor allem in der Region Asien/Pazifik trugen vor allem Kostensenkungsmaßnahmen zum starken Abschneiden im ersten Halbjahr bei.

Perspektiven hellen sich nach der Coronavirus-Pandemie deutlich auf - Deutsche Bank sieht deutliches Aufwärtspotential!

Nach dem starken Abschneiden sieht sich Konzernchef Ludwin Monz wieder zurück auf Wachstumskurs und bestätigte in diesem Zusammenhang die Jahresprognose. Neben einer deutlichen Umsatzverbesserung peilt Carl Zeiss Meditec dabei auch eine nachhaltige Verbesserung bei der Profitabilität an und will die operative Marge von 13,3% im Vorjahr auf 20% verbessern. Neben Kostensenkungsmaßnahmen setzt man dabei vor allem auf eine Erholung im Geschäftsbereich Microsurgery-Solutions. Hier hatte man im ersten Halbjahr angesichts des schwierigen Marktumfelds einen Umsatzrückgang von -10,7% ausgewiesen. Da sich der Auftragseingang in diesem Segment zuletzt wieder deutlich positiv entwickelt hatte, dürfte man im weiteren Jahresverlauf von Nachhol-Effekten in diesem sehr margenträchtigen Geschäftsbereich profitieren können. Die Experten der Deutschen Bank zeigten sich zuletzt in einer Studie nach dem starken Abschneiden im ersten Halbjahr optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Carl Zeiss Meditec. Entsprechend wurde das Kursziel mit 170 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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