Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Siemens Healthineers, die sich derzeit auf Rang 10 im TecDAX befindet.

Siemens Healthineers überzeugt mit starken Q2-Zahlen - Covid-19-Schnelltests als Wachstumstreiber!

Der Medizintechnik-Konzern überraschte zuletzt mit einem unerwartet starken Q2-Zahlenwerk und konnte dabei die Konsenserwartungen der Analysten übertreffen. Bei einem Umsatzplus von 12,9% konnte man trotz höherer Investitionen auch beim bereinigten operativen Ergebnis marginal zulegen und toppte damit die Konsenserwartungen. Profitieren konnte Siemens Healthineers einmal mehr von gestiegenen Absätzen bei Medizintechnik-Equipment wie Röntgen-Geräten, Blutgasanalyse-Systemen und Computer-Tomographen, die vor allem bei der Behandlung und Nachsorge von Covid-19-Patienten eingesetzt werden. Als einer der Hauptwachstums-Treiber erwies sich die starke Nachfrage nach Covid-19-Schnelltests. Hier hat sich Siemens Healthineers mit seinem CLINITEST Rapid COVID-19 Antigen Test, der binnen 15 Minuten ein sicheres und belastbares Ergebnis liefert, als einer der Marktführer im margenstarken Segment für so genannten Heim-Schnelltests etabliert. Allein im abgelaufenen Quartal setzte man mit Covid-19-Schnelltests, die unter anderem auch in Supermärkten vertrieben werden, knapp 190 Mio. Euro um. Dies bescherte der Diagnostik-Sparte mit Umsatzerlösen von 1,2 Mrd. Euro (+29,1%) und einer operativen Marge von 10,6% (+4,5 Prozentpunkte) ein neues Rekordergebnis.

Milliardenzukauf im Onkologie-Segment eröffnet neue Wachstumschancen

Frische Impulse verspricht bei Siemens Healthineers der jüngst abgeschlossene Zukauf des US-Konkurrenten Varian Medical. Mit der knapp 16,4 Mrd. USD schweren Übernahme will sich der deutsche Medizintechnikkonzern nicht nur breiter aufstellen, sondern gleichzeitig zu einem der führenden Anbieter im margenstarken Onkologie-Segment aufsteigen. Der bislang größte Zukauf in der Firmengeschichte von Siemens Healthineers dürfte sich als cleverer Schachzug erweisen, da sich die Zahl der Krebserkrankungen laut einer Erhebung der Weltgesundheitsorganisation WHO bis 2040 nahezu verdoppeln dürfte. Varian Medical ist vor allem in den Bereichen Krebsvorsorge und Strahlentherapie-Behandlungen stark aufgestellt. In Verbindung mit der Expertise von Siemens Healthineers in den Bereichen Labordiagnostik und Imaging Solutions entsteht damit ein neues Powerhouse, das alle Themenbereiche im Onkologie-Segment abdeckt. Da Varian Medical mit einer bereinigten operativen Marge von 17% hochprofitabel arbeitet, erhofft sich CEO Bernd Montag durch den Milliarden-Zukauf einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis.

Siemens Healthineers revidiert Jahresprognose nach oben - Deutsche Bank hebt den Daumen!

Nach dem unerwartet starken Abschneiden im ersten Halbjahr setzt sich das Konzernmanagement nun optimistischere Ziele. So peilt man für das laufende Fiskaljahr nun ein Umsatzplus von 14 bis 17% (zuvor: 8 bis 12%) an, während der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,90 bis 2,05 Euro (zuvor: 1,63 bis 1,82 Euro) erwartet wird. Neben einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag durch die Übernahme von Varian Medical rechnet Siemens Healthineers mit einer weiter dynamisch steigenden Nachfrage bei Covid-19-Schnelltests. In diesem Segment geht man nun für das laufende Fiskaljahr von einem Umsatzbeitrag in Höhe von 750 Mio. Euro (zuvor: 300 bis 350 Mio. Euro) aus. Da die Testkampagnen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in vielen Staaten, vor allem an Touristik-Hot-Spots und Flughäfen, systematisch ausgeweitet werden, um eine rasche Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen, dürfte die Kalkulation von Siemens Healthineers wohl aufgehen. Die Experten der Deutschen Bank haben sich kürzlich in einer Studie optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Siemens Healthineers zu Wort gemeldet. Dabei rechnen die Analysten vor allem durch den Zukauf von Varian Medical bei Siemens Healthineers mit einem kräftigen Gewinnwachstum, wobei sich der zuletzt angehobene Ausblick nach Einschätzung der Experten als zu konservativ erweisen dürfte. Entsprechend wurde das Kursziel von 46 auf 56 Euro erhöht und die Einstufung von "Hold" auf "Buy" angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

der kürzlich zu Ende gegangene Weltklimagipfel, der erstmals aufgrund der Coronavirus-Pandemie erstmals virtuell abgehalten wurde, macht eines deutlich: Die weltweit führenden Industrienationen meinen es mit dem Ziel, die weltweiten CO2-Emissionen nachhaltig senken zu wollen, ernst. Dabei wollen die USA unter der Führung des neuen US-Präsidenten Joe Biden mit gutem Beispiel vorangehen und die Belastung mit umweltschädlichen Treibhausgasen bis Ende der Dekade um mindestens 50% reduzieren. Erreichen will man dies vor allem durch den Ausbau der Ökostromerzeugung, wobei der Ausbau von Wind- und Solarparks in den kommenden Jahren durch Subventionen und steuerliche Anreize massiv gefördert werden soll. Zu den Profiteuren dieser Entwicklung dürfte auch der Solartechnik-Konzern SMA Solar gehören, der sich aktuell auf Rang 10 der Trendstabilitäts-Ranglisten im TecDAX befindet.

SMA Solar gewinnt weiter Marktanteile - US-Projektgeschäft als Wachstumstreiber!

Der Spezialist für Solar-Wechselrichter profitiert vom weltweit forcierten Ausbau der Solarkapazitäten im Zuge der weltweiten Ökostromwende. Da man zu den technologisch führenden Anbietern in diesem Segment gehört, konnte man zuletzt in wichtigen Schlüsselmärkten wie Europa, Australien und vor allem in den USA weitere Marktanteile gewinnen. Damit hat sich SMA Solar in eine gute Ausgangsposition manövriert, um bei der Neuausschreibung großer Solarpark-Projekte vor allem in Nordamerika zum Zug zu kommen. SMA Solar generiert aktuell mehr als ein Drittel seiner Erlöse in Nord- und Südamerika, wobei man im US-Projektgeschäft den Löwenanteil seiner Erlöse in dieser Region generiert. Daher wird das deutsche Solartechnik-Urgestein von der von US-Präsident Joe Biden auf den Weg gebrachten Verschärfung der Klimaschutzziele in den kommenden Jahren erheblich profitieren.

Öko-Stromwende sorgt für höhere Solar-Investitionen auf dem Heimatmarkt!

Auch in Deutschland soll Solarstrom bei der Öko-Stromwende und der Bekämpfung schädlicher CO2-Emissionen künftig eine noch stärkere Rolle spielen. So fordern beispielsweise hochrangige Politiker der "Grünen" eine bundesweite "Solardach-Pflicht" für Neubauten, was auch private Ein- und Mehrfamilienhäuser mit einschließen soll. Auch bei größeren Altbau-Sanierungen soll die Nachrüstung mit Solar-Dachanlagen nach dem Willen der Grünen verpflichtend vorgeschrieben werden. Setzen sich die Grünen, die sich den jüngsten Umfragen zufolge gute Chancen auf eine Regierungsbeteiligung ausrechnen können, mit ihrem Vorschlag durch, dürfte dies auch SMA Solar deutlich höhere Wechselrichter-Absätze auf dem Heimatmarkt bescheren. Attraktive Cross-Selling-Chancen ergeben sich für SMA Solar in diesem Zusammenhang auch beim Vertrieb von E-Autoladestationen. Denn viele Hausbesitzer werden ihre neuen Solardach-Anlagen auch für das Aufladen ihrer E-Autos nutzen. Hier ist SMA Solar mit dem SMA EV Charger gut aufgestellt, da die Wallbox für alle gängigen Elektrofahrzeuge geeignet ist. Dank großzügiger staatlicher Förderungen von bis zu 900 Euro für den Einbau von Wallboxen kann dieses Segment bereits jetzt hohe Zuwächse vorweisen.

SMA Solar schafft im Jahr 2020 trotz Coronavirus-Pandemie Sprung in die Gewinnzone

Auch operativ läuft es bei SMA Solar nach langer Durststrecke wieder besser, zumal man dank konsequent umgesetzter Restrukturierungen und Sparmaßnahmen die Kosten mittlerweile im Griff hat. Entsprechend konnte SMA Solar im abgelaufenen Fiskaljahr trotz der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit einem Nettogewinn von 28,1 Mio. Euro in die Gewinnzone zurückkehren, nachdem man im Vorjahr aufgrund von Restrukturierungen noch rote Zahlen geschrieben hatte. Auch bei den Umsatzerlösen schnitt man mit +12% sehr respektabel ab und konnte dabei in 2020 erstmals die Marke von 1 Mrd. Euro knacken. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich das Konzernmanagements angesichts der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten mit der Coronavirus-Pandemie verhalten optimistisch. So rechnet SMA Solar in 2021 lediglich mit einem leichten Umsatzanstieg auf bis zu 1,175 Mrd. Euro, während man sich beim bereinigten operativen Ergebnis mit 75 bis 95 Mio. Euro eine deutlichere Verbesserung gegenüber 2020 (72 Mio. Euro) zutraut.

Berenberg Bank sieht bei SMA Solar deutliches Aufwärtspotential!

Angesichts der exzellenten Perspektiven im operativen Kerngeschäft bietet die Jahresprognose nach Einschätzung von Analysten Spielraum nach oben. Die Berenberg Bank geht in einer kürzlich veröffentlichten Studie davon aus, dass sich die zuletzt gesehene Gewinnerholung auch im laufenden Fiskaljahr fortsetzen dürfte. Daher wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt, wobei die Analysten der Aktie von SMA Solar Spielraum bis in den Bereich von 70 Euro zutrauen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Eckert & Ziegler, die sich derzeit auf Rang 7 der Gesamtauswahl befindet. Die in Berlin ansässige Holding-Gesellschaft gehört zu den weltweit führenden Herstellern von radioaktiven Komponenten und adressiert damit einen interessanten Wachstumsmarkt. Die Firma bewegt sich unterhalb des Radars der meisten Analystenhäuser. Ein echter Hidden-Champion also!

Eckert & Ziegler profitiert von hoher Nachfrage bei Theranostika-Präparaten!

Für radioaktive Isotope und schwach-radioaktive Komponenten bieten sich zahlreiche Einsatzgebiete, wie etwa im Bereich radiometrischer Messverfahren in der Industrie zur Durchführung von Dichte- und Durchsatzmessungen unter Extrem-Bedingungen. Besonders gefragt sind schwach-radioaktive Komponenten und Isotope in der Medizintechnik. Die Einsatzgebiete reichen hier von Anwendungen in der Diagnostik, beispielsweise zur Markierung von erkranktem Zellgewebe durch Radiopharmazeutika bis hin zur Strahlentherapie-Anwendungen zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen. Eckert & Ziegler gilt hier als international führender Anbieter für so genannte Theranostika.  Die vorwiegend auf Gallium-68, Yttrium-90 und Lutetium-177 basierten Präparate werden sowohl zur Diagnose als auch für lokal am Krankheitsherd wirkende Therapiemaßnahmen genutzt. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dürfte der Markt für Theranostic-Präparate laut einer Analyse der Experten von Market Data Forecast bis 2025 jährlich um 12,5% zulegen, wovon Eckert & Ziegler überproportional stark profitieren sollte. Denn zum Kundenkreis der Berliner gehören Pharmaschwergewichte wie Bayer, Ipsen oder Sircotil.

Kostenerstattung für Seed-Prostatakrebsbehandlungen durch die GKV

Gerade im Onkologie-Segment bieten sich vielversprechende Wachstumschancen, da Strahlentherapie-Verfahren bei bestimmten Krebserkrankungen im Vergleich zu herkömmlichen Therapien besonders hohe Erfolgschancen auf eine erfolgreiche Behandlung verspricht. Allerdings werden Strahlentherapie-Behandlungen gerade bei neuartigen Verfahren oft nur in Ausnahmefällen von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, was den Einsatz dieser Therapieform erheblich einschränkt. Bis vor Kurzem waren auch ambulante Prostatakrebs-Behandlungen mit so genannten Seed-Implantaten von einer Regelerstattung der Gesetzlichen Krankenkassen ausgenommen. Diese Methode, bei der Millimeter-kleine, schwach radioaktive Titanröhrchen in die Prostata eingebracht werden, weist im Vergleich zur direkten Bestrahlung deutlich geringere Nebenwirkungen auf und ist besser verträglich. Anfang Januar wurde dieses Verfahren von den Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland in ihren Leistungskatalog aufgenommen. Eckert & Ziegler als einer der führenden Hersteller dieser Seed-Implantate, wird von dieser Entscheidung stark profitieren, zumal Prostatakrebs mit 25% zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern gehört.

Solide Ergebnisentwicklung trotz Coronavirus-Pandemie - Eckert & Ziegler mit vorsichtig optimistischem Ausblick für 2021!

Eckert & Ziegler konnte sich im abgelaufenen Fiskaljahr trotz der Coronavirus-Pandemie vergleichsweise gut behaupten. So lagen die Umsatzerlöse zwar leicht unter Vorjahr. Beim Nettoergebnis verzeichnete man jedoch dank der Trennung defizitärer Randbereiche einen Anstieg von knapp 4% auf 22,9 Mio. Euro, womit man leicht besser als vom Konsens erwartet abschneiden konnte. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich Eckert & Ziegler verhalten optimistisch und peilt bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau eine deutlichere Verbesserung von knapp 26% beim Konzernergebnis an.

Hauck & Aufhäuser hebt den Daumen!

Nach der starken Entwicklung im abgelaufenen Fiskaljahr meldeten sich kürzlich die Experten von Hauck & Aufhäuser mit einer positiven Analystenstudie zu Wort. Nach Einschätzung der Experten macht die von Eckert & Ziegler für 2021 abgegebene Prognose einen konservativen Eindruck und bietet Spielraum für positive Überraschungen. In diesem Zusammenhang wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel auf 80 Euro belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

an der Börse erzielt man eine Überrendite in der Regel dann, wenn eine Firma bessere Zahlen meldet als vom Analystenkonsens erwartet wird. Börsenneulinge reiben sich oft verwundert die Augen, wenn Unternehmen glänzende Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn vermelden, aber die Börse die Aktien dann auf Talfahrt schickt. Was in den Kursen schon drin ist, haut niemanden mehr vom Hocker, nur weil es dann offiziell vermeldet wird.

Dürr-Tochter Homag könnte vor Auftragsboom stehen

Wer in diesen Tagen eine Garten-Terrasse plant oder bei einem Schreinerbetrieb ein Angebot anfordert, wird über zwei Dinge erstaunt sein. Holzprodukte haben teilweise Lieferzeiten von über 30 Wochen und die Holzpreise sind in die Höhe geschossen. Der Markt wird von Amerikanern und Chinesen derzeit regelrecht leergekauft.

Die Corona-Pandemie hat einen großen Anteil an dieser Entwicklung. Die Sehnsucht nach einem eigenen Hause mit Garten wird für viele Stadtbewohner, die während der Lockdowns in ihren kleinen Stadtwohnungen eingesperrt waren, unendlich groß. Früher ging das nicht, weil während der Arbeit Anwesenheitspflicht im Büro bestand. Aber Corona hat eine neue Akzeptanz für die Arbeit im Home-Office hervorgebracht. Vorgesetzte, die bislang skeptisch gegenüber Home-Office eingestellt waren, konnten nur live beobachten, bei welchen Angestellten Home-Office ohne Einschränkungen gut funktioniert. Der langfristigen Arbeit vom Home-Office aus steht dann nichts mehr im Wege. Einige Firmen haben sogar bereits ihre Büroflächen verkleinert, weil sie fest davon ausgehen, dass zukünftig mehr Angestellte von zu Hause aus arbeiten werden.

Corona treibt somit Baunachfrage und damit auch die Nachfrage nach Holz!

Sägewerke und andere Betriebe der holzverarbeitenden Industrie arbeiten an ihrer Kapazitätsgrenze und werden ihre Produktionskapazitäten wohl deutlich aufstocken, um die hohe Nachfrage zu bedienen, denn es ist davon auszugehen, dass die Holznachfrage wird generell hoch bleiben wird. In den USA sind seit 2021 Gebäude in Holzbauweise bis zu 18 Stockwerken erlaubt. In Frankreich sollen ab 2022 gut 50% aller öffentlichen Gebäude mit Holz gebaut werden. Das große Ziel der EU ist es, über den Einsatz von Baumaterialien wie Holz den Bausektor von einer CO2-Quelle hin zu einer CO2-Senke zu transformieren.

Die Dürr-Tochter Homag hat sich auf Maschinen für holzverarbeitende Industrie spezialisiert. Sie trägt rund ein Drittel zum Gesamtumsatz bei. Ich gehe davon aus, dass Homaq von dem Aufschwung in der Holzindustrie profitiert und auch der Mutterkonzern Dürr dadurch deutlich Rückenwind erhält. Analysten sind teilweise sehr skeptisch für die Aktie gestimmt. Die Bank of America setzt den Titel auf Verkaufen mit Kursziel 25 €. Ich glaube, dass Dürr beim Auftragseingang in den nächsten Quartalen für positive Überraschungen sorgen kann.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Amazon baut teilweise eigene Logistik-Lieferketten auf, um Pakete an die Kunden zuzustellen. Das belastete vor geraumer Zeit die Aktie der Deutschen Post. Doch davon ist nichts mehr zu spüren, denn seit der Corona-Pandemie setzen immer mehr große Markenhersteller auf den Direct-to-Consumer-Trend und verkaufen ihre Artikel über eigene Online-Shops. Die Wachstumsraten bei Anbietern wie Puma liegen bei den eigenen Online-Shops bei über 60%. Die Deutsche Post wächst mit und profitiert vom Wachstum jedes Marken-Herstellers im Direct-to-Consumser-Segment.

Die Aktie der Deutschen Post notiert in unseren Trendstabilitäts-Ranglisten mittlerweile auf Rang Nr. 4

Der Brief- und Logistikkonzern überraschte kürzlich mit unerwartet starken Zahlenwerk für das erste Quartal. Demnach konnte der operative Gewinn im Auftaktquartal des neuen Fiskaljahres im Vorjahresvergleich auf 1,9 Mrd. Euro mehr als verdreifacht werden, was deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten gelegen hatte.

Boom im Online-Handel sorgt für kräftige Zuwächse im Paketgeschäft!

Als einer der wesentlichen Treiber erwies sich erwartungsgemäß das überdurchschnittlich hohe Paketaufkommen, das bei der Sparte Brief & Paket Deutschland für eine deutliche Verbesserung beim Segmentergebnis für einen Gewinnsprung von 66% gesorgt hatte. Da viele Verbraucher angesichts des Lockdowns in der Coronavirus-Pandemie bevorzugt online bestellen, hatten viele Analysten im Vorfeld mit einem starken operative Abschneiden Brief- und Paketsparte der Deutschen Post gerechnet. Ähnlich stark präsentierte sich das internationale Paketgeschäft, das für den grenzüberschreitenden Paket- und Warenversand in Europa, Nordamerika, aber auch in Schwellenländern in der Region Asien/Pazifik und Indien verantwortlich zeichnet. Auch hier sorgte der eCommerce-Boom für kräftige Zuwächse, wobei das Segmentergebnis im Vorjahresvergleich trotz hoher Investitionen in den Ausbau des Logistik-Netzwerks auf 115 Mio. Euro vervielfacht werden konnte,

Express- und Frachtsparte überraschen mit unerwartet deutlichem Ergebnisplus!

Unerwartet deutliche Zuwächse hatte die Deutsche Post auch in der Express-Sparte vorzuweisen, die sich auf die Zustellung von eiligen Dokumenten und Waren in mehr als 220 Ländern spezialisiert hat. Angesichts der zuletzt gesehenen konjunkturellen Belebung verzeichnete man hier zuletzt ein deutlich gestiegenes Aufkommen seiner weltweit mehr als 2,2 Millionen Unternehmenskunden bei Termin-kritischen Warensendungen, was der Express-Sparte ein sattes operatives Gewinnplus von 244% beschert hatte. Ähnlich stark präsentierte sich zum Auftaktquartal das unter dem Dach der Konzernsparte Global Forwarding, Freight gebündelte Luft- und Seefrachtsegment der Deutschen Post, das sein operatives Ergebnis im Vorjahresvergleich auf 215 Mio. Euro knapp verdreifachen konnte. Angesichts knapper Kapazitäten in der See- und vor allem bei Luftfracht konnte man vor allem bei Langstreckenverbindungen erneut kräftige Preiserhöhungen durchsetzen, was der Konzernsparte in Verbindung mit höheren Frachtmengen ein neues Rekordergebnis beschert hatte.

Deutsche Post hebt Jahresprognose an - JPMorgan vergibt neues Spitzenkursziel!

Konzernchef Ralf Appel zeigte sich nach dem Rekordergebnis im Auftaktquartal optimistisch und rechnet auch im Gesamtjahr mit einer weiterhin sehr dynamischen Geschäftsentwicklung. Vor allem der Boom im Online-Handel dürfte sich nach Einschätzung des Vorstandschefs, wenn auch in etwas abgeschwächter Form, auch in 2021 fortsetzen, was der Deutschen Post einen weiteren Rekord im Paketgeschäft bescheren dürfte. Ähnlich optimistisch äußerte sich der Vorstandschef zu den Aussichten im Express- und Frachtgeschäft. Da sich die Weltkonjunktur zuletzt wieder deutlich erholt hat, ziehen die Frachtmengen kontinuierlich an, was angesichts von Kapazitätsengpässen vor allem im Luftfrachtverkehr Spielraum für weitere Preiserhöhungen eröffnet. Da die Deutsche Post in vielen Ländern außerdem für Verteilung der Covid-19-Impfstoffe verantwortlich zeichnet, bietet sich für den Logistikdienstleister ein lukratives und margenträchtiges Zusatzgeschäft. Entsprechend passte die Deutsche Post ihre Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben an und rechnet nunmehr mit einem operativen Ergebnis, das deutlich oberhalb der Marke von 5,6 Mrd. Euro (zuvor: mehr als 5,6 Mrd. Euro) liegt. Auch die Analysten von JPMorgan zeigten sich nach dem starken Jahresauftakt optimistisch zu den weiteren Aussichten der Deutschen Post und haben mit 68,57 Euro ein neues Spitzenkursziel für die Aktie vergeben. Dabei wurde die Einstufung mit "Overweight" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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