•  

     FAQ

    In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten.

    Für Begriffserklärungen können Sie unser Glossar nutzen.

    FAQ
  •  

     Kontaktformular

    Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Kontaktformular
  •  

     E-Mail

    Kontaktieren Sie uns per E-Mail.

    wertpapiere@dzbank.de

    Mail schreiben
  •  

     Live-Chat

    Kontaktieren Sie uns über den Live-Chat.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Chat
  •  

     Anruf

    Montags bis Freitags von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr sind wir unter der Nummer (069)-7447-7035 für Sie da.

    Anruf

Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

an der Börse erzielt man eine Überrendite in der Regel dann, wenn eine Firma bessere Zahlen meldet als vom Analystenkonsens erwartet wird. Börsenneulinge reiben sich oft verwundert die Augen, wenn Unternehmen glänzende Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn vermelden, aber die Börse die Aktien dann auf Talfahrt schickt. Was in den Kursen schon drin ist, haut niemanden mehr vom Hocker, nur weil es dann offiziell vermeldet wird.

Dürr-Tochter Homag könnte vor Auftragsboom stehen

Wer in diesen Tagen eine Garten-Terrasse plant oder bei einem Schreinerbetrieb ein Angebot anfordert, wird über zwei Dinge erstaunt sein. Holzprodukte haben teilweise Lieferzeiten von über 30 Wochen und die Holzpreise sind in die Höhe geschossen. Der Markt wird von Amerikanern und Chinesen derzeit regelrecht leergekauft.

Die Corona-Pandemie hat einen großen Anteil an dieser Entwicklung. Die Sehnsucht nach einem eigenen Hause mit Garten wird für viele Stadtbewohner, die während der Lockdowns in ihren kleinen Stadtwohnungen eingesperrt waren, unendlich groß. Früher ging das nicht, weil während der Arbeit Anwesenheitspflicht im Büro bestand. Aber Corona hat eine neue Akzeptanz für die Arbeit im Home-Office hervorgebracht. Vorgesetzte, die bislang skeptisch gegenüber Home-Office eingestellt waren, konnten nur live beobachten, bei welchen Angestellten Home-Office ohne Einschränkungen gut funktioniert. Der langfristigen Arbeit vom Home-Office aus steht dann nichts mehr im Wege. Einige Firmen haben sogar bereits ihre Büroflächen verkleinert, weil sie fest davon ausgehen, dass zukünftig mehr Angestellte von zu Hause aus arbeiten werden.

Corona treibt somit Baunachfrage und damit auch die Nachfrage nach Holz!

Sägewerke und andere Betriebe der holzverarbeitenden Industrie arbeiten an ihrer Kapazitätsgrenze und werden ihre Produktionskapazitäten wohl deutlich aufstocken, um die hohe Nachfrage zu bedienen, denn es ist davon auszugehen, dass die Holznachfrage wird generell hoch bleiben wird. In den USA sind seit 2021 Gebäude in Holzbauweise bis zu 18 Stockwerken erlaubt. In Frankreich sollen ab 2022 gut 50% aller öffentlichen Gebäude mit Holz gebaut werden. Das große Ziel der EU ist es, über den Einsatz von Baumaterialien wie Holz den Bausektor von einer CO2-Quelle hin zu einer CO2-Senke zu transformieren.

Die Dürr-Tochter Homag hat sich auf Maschinen für holzverarbeitende Industrie spezialisiert. Sie trägt rund ein Drittel zum Gesamtumsatz bei. Ich gehe davon aus, dass Homaq von dem Aufschwung in der Holzindustrie profitiert und auch der Mutterkonzern Dürr dadurch deutlich Rückenwind erhält. Analysten sind teilweise sehr skeptisch für die Aktie gestimmt. Die Bank of America setzt den Titel auf Verkaufen mit Kursziel 25 €. Ich glaube, dass Dürr beim Auftragseingang in den nächsten Quartalen für positive Überraschungen sorgen kann.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Bleiben Sie auch in den sozialen Medien auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Instagram!

Liebe Leser,

Amazon baut teilweise eigene Logistik-Lieferketten auf, um Pakete an die Kunden zuzustellen. Das belastete vor geraumer Zeit die Aktie der Deutschen Post. Doch davon ist nichts mehr zu spüren, denn seit der Corona-Pandemie setzen immer mehr große Markenhersteller auf den Direct-to-Consumer-Trend und verkaufen ihre Artikel über eigene Online-Shops. Die Wachstumsraten bei Anbietern wie Puma liegen bei den eigenen Online-Shops bei über 60%. Die Deutsche Post wächst mit und profitiert vom Wachstum jedes Marken-Herstellers im Direct-to-Consumser-Segment.

Die Aktie der Deutschen Post notiert in unseren Trendstabilitäts-Ranglisten mittlerweile auf Rang Nr. 4

Der Brief- und Logistikkonzern überraschte kürzlich mit unerwartet starken Zahlenwerk für das erste Quartal. Demnach konnte der operative Gewinn im Auftaktquartal des neuen Fiskaljahres im Vorjahresvergleich auf 1,9 Mrd. Euro mehr als verdreifacht werden, was deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten gelegen hatte.

Boom im Online-Handel sorgt für kräftige Zuwächse im Paketgeschäft!

Als einer der wesentlichen Treiber erwies sich erwartungsgemäß das überdurchschnittlich hohe Paketaufkommen, das bei der Sparte Brief & Paket Deutschland für eine deutliche Verbesserung beim Segmentergebnis für einen Gewinnsprung von 66% gesorgt hatte. Da viele Verbraucher angesichts des Lockdowns in der Coronavirus-Pandemie bevorzugt online bestellen, hatten viele Analysten im Vorfeld mit einem starken operative Abschneiden Brief- und Paketsparte der Deutschen Post gerechnet. Ähnlich stark präsentierte sich das internationale Paketgeschäft, das für den grenzüberschreitenden Paket- und Warenversand in Europa, Nordamerika, aber auch in Schwellenländern in der Region Asien/Pazifik und Indien verantwortlich zeichnet. Auch hier sorgte der eCommerce-Boom für kräftige Zuwächse, wobei das Segmentergebnis im Vorjahresvergleich trotz hoher Investitionen in den Ausbau des Logistik-Netzwerks auf 115 Mio. Euro vervielfacht werden konnte,

Express- und Frachtsparte überraschen mit unerwartet deutlichem Ergebnisplus!

Unerwartet deutliche Zuwächse hatte die Deutsche Post auch in der Express-Sparte vorzuweisen, die sich auf die Zustellung von eiligen Dokumenten und Waren in mehr als 220 Ländern spezialisiert hat. Angesichts der zuletzt gesehenen konjunkturellen Belebung verzeichnete man hier zuletzt ein deutlich gestiegenes Aufkommen seiner weltweit mehr als 2,2 Millionen Unternehmenskunden bei Termin-kritischen Warensendungen, was der Express-Sparte ein sattes operatives Gewinnplus von 244% beschert hatte. Ähnlich stark präsentierte sich zum Auftaktquartal das unter dem Dach der Konzernsparte Global Forwarding, Freight gebündelte Luft- und Seefrachtsegment der Deutschen Post, das sein operatives Ergebnis im Vorjahresvergleich auf 215 Mio. Euro knapp verdreifachen konnte. Angesichts knapper Kapazitäten in der See- und vor allem bei Luftfracht konnte man vor allem bei Langstreckenverbindungen erneut kräftige Preiserhöhungen durchsetzen, was der Konzernsparte in Verbindung mit höheren Frachtmengen ein neues Rekordergebnis beschert hatte.

Deutsche Post hebt Jahresprognose an - JPMorgan vergibt neues Spitzenkursziel!

Konzernchef Ralf Appel zeigte sich nach dem Rekordergebnis im Auftaktquartal optimistisch und rechnet auch im Gesamtjahr mit einer weiterhin sehr dynamischen Geschäftsentwicklung. Vor allem der Boom im Online-Handel dürfte sich nach Einschätzung des Vorstandschefs, wenn auch in etwas abgeschwächter Form, auch in 2021 fortsetzen, was der Deutschen Post einen weiteren Rekord im Paketgeschäft bescheren dürfte. Ähnlich optimistisch äußerte sich der Vorstandschef zu den Aussichten im Express- und Frachtgeschäft. Da sich die Weltkonjunktur zuletzt wieder deutlich erholt hat, ziehen die Frachtmengen kontinuierlich an, was angesichts von Kapazitätsengpässen vor allem im Luftfrachtverkehr Spielraum für weitere Preiserhöhungen eröffnet. Da die Deutsche Post in vielen Ländern außerdem für Verteilung der Covid-19-Impfstoffe verantwortlich zeichnet, bietet sich für den Logistikdienstleister ein lukratives und margenträchtiges Zusatzgeschäft. Entsprechend passte die Deutsche Post ihre Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben an und rechnet nunmehr mit einem operativen Ergebnis, das deutlich oberhalb der Marke von 5,6 Mrd. Euro (zuvor: mehr als 5,6 Mrd. Euro) liegt. Auch die Analysten von JPMorgan zeigten sich nach dem starken Jahresauftakt optimistisch zu den weiteren Aussichten der Deutschen Post und haben mit 68,57 Euro ein neues Spitzenkursziel für die Aktie vergeben. Dabei wurde die Einstufung mit "Overweight" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Bleiben Sie auch in den sozialen Medien auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Instagram!

Liebe Anleger,

Aurubis finde ich spannend. Die Firma profitiert vom Siegeszug der Elektroautos, da hier der Kupferbedarf bei 50 bis 90 Kilogramm pro Fahrzeug liegt, im Vergleich zu 25 kg bei Autos mit Verbrennermotoren. Aurubis steigt außerdem ins Recycling von Lithium-Ionen-Batterien ein. CEO Harings will dieses Segment weiter ausbauen!

Aufgefallen ist mir Aurubis erneut beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste. Sie befindet sich auf Ranglistenplatz 13. Europas führender Kupferproduzent kann derzeit überdurchschnittlich stark vom globalen Wirtschafts-Ramp-Up nach der Coronavirus-Pandemie profitieren, was die kürzlich vorgelegten Q1-Ergebnisse eindrucksvoll belegen. Bei einem Umsatzplus von 27% konnte der Vorsteuergewinn im Vorjahresvergleich von 31 auf 82 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Maßgeblichen Anteil an dem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt hatte vor allem die starke Nachfrage-Belebung bei Schlüsselbranchen wie der Automobil- und der Elektronikindustrie und dem Bausektor. Dies bescherte dem Kupferhersteller nach der Krisen-bedingten Flaute in den Vorquartalen dank der globalen Wirtschaftserholung zum Jahresauftakt Rekordabsätze bei Gießwalzdraht, Strang-Gussformaten und Walzprodukten.

Metallrecycling-Segment dank Metallo-Übernahme mit starken Aussichten

Auch im Kerngeschäftsfeld Metall- und Kupferrecycling überzeugte Aurubis erneut mit einem sehr starken Segmentergebnis, wobei man neben höheren Raffinerie-Löhnen und gestiegenen Material-Durchsätzen auch von rekordhohen Kupfer- und Edelmetall-Preisen profitieren konnte. Denn bei der Aufbereitung von Altkupfer und Elektronikschrott werden auch Gold und Silber als Beiprodukte extrahiert, was Aurubis dank der Hausse bei den Edelmetallpreisen aktuell hohe Zusatzeinnahmen beschert. Gut ins Konzept passt die Mitte vergangenen Jahres abgeschlossene Übernahme des belgischen Recycling-Spezialisten Metallo, mit der Aurubis zu einem der führenden Anbieter beim Recycling und der Aufbereitung von Altmetallen und Elektronikschrott in Europa aufsteigt. Strategisch macht die knapp 380 Mio. Euro schwere Übernahme für Aurubis Sinn. Denn durch die Übernahme der auf Bunt- und Nichteisenmetalle spezialisierten Metallo-Gruppe partizipiert Aurubis als vollstufiger Anbieter bei umweltfreundlichen Recycling-Lösungen nicht nur vom rasant steigenden Aufkommen an Metall- und Elektronik-Schrott. Da sich durch die umweltschonenden Recycling-Verfahren von Aurubis neben Kupfer auch andere Industriemetalle wie Nickel, Blei, Zink oder Messing extrahieren lassen, baut Aurubis auch seine führende Position als Lieferant für Sekundärrohstoffe weiter aus.

Zukunftsmarkt E-Mobility verspricht für Aurubis neue Wachstumsimpulse!

Zu den Schlüsselabsatzbranchen von Aurubis gehört die Automobilindustrie, die aktuell für rund 15% der Gesamterlöse des Kupferherstellers steht. Dank des Siegeszuges der Elektromobilität dürfte der Umsatzanteil in diesem Segment nach Aussage von Konzernchef Roland Harings mittelfristig deutlich zunehmen. Denn nach Aussage des Konzernchefs werden in Elektro- und Hybridfahrzeuge für Kabel, Steckverbindungen und Leiterplatten inklusive der Lithium-Ionen-Batterie knapp 50 bis 90 Kilogramm Kupfer verbaut. Bei herkömmlichen Fahrzeugmodelle mit Verbrennungsmotor werden hingegen lediglich knapp 25 Kilogramm Kupfer benötigt. Da die Zulassungszahlen für Elektro- und Hybridfahrzeugmodelle dank staatlicher Förderungen in den kommenden Jahren weiter kräftig zulegen werden, eröffnen sich für Aurubis hier exzellente Wachstumschancen. Auch beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien sieht CEO Harings mittelfristig enormes Wachstumspotential, wobei sich Aurubis auch in diesem Zukunftssegment bereits positioniert hat.

Aurubis hebt Jahresprognose an - NordLB bestätigt mit Kaufen und vergibt neues Spitzenkursziel!

Nach dem unerwartet starken Jahresauftakt setzt sich das Konzernmanagement von Aurubis für das Gesamtjahr nun deutlich höhere Ziele. So rechnet Aurubis nun mit einem bereinigten Vorsteuergewinn in der Spanne von 270 bis 330 Mio. Euro, nachdem man hier zuvor lediglich einen Vorsteuergewinn von bis zu 270 Mio. Euro angepeilt hatte. Neben den starken Aussichten im Kerngeschäft verspricht man sich vor allem durch die Übernahme des belgischen Metall-Recycling-Spezialisten Metallo frische Impulse. So will man das ursprünglich für das Jahr 2022/23 anvisierten Synergien von 15 Mio. Euro bereits im laufenden Fiskaljahr erreichen und sieht darüber hinaus weiteres Synergiepotential aus dem bislang größten Zukauf der Firmengeschichte. Die Experten der NordLB hatten sich zuletzt optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Aurubis zu Wort gemeldet. Dabei wurde von den Analysten vor allem auf das starke Abschneiden im Auftaktquartal und die optimistische Jahresprognose des Kupfer-Konzerns verwiesen. Entsprechend wurde das Kursziel von 72 auf 82 Euro angehoben und die Einstufung mit "Kaufen" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Bleiben Sie auch in den sozialen Medien auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Instagram!

Liebe Leser,

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nordex, die sich derzeit auf Rang 5 der Gesamtauswahl befindet. Der Windenergieanlagenbauer profitiert derzeit vom weltweit forcierten Ausbau der Windenergiekapazitäten im Zuge der Ökostromwende. Um das im Pariser Klimaabkommen definierte Ziel der Klimaneutralität möglichst noch vor 2050 erreichen zu können, werden On- und Offshore-Windparkprojekte durch großzügige Subventionen und Steuererleichterungen sowohl in Europa als auch in den USA massiv gefördert.

Auftragslage hellt sich deutlich auf - Nordex kann bei großen Onshore-Windpark-Projekten punkten!

Nach einem durch die Coronavirus-Pandemie geprägten Übergangsjahr haben sich die Aussichten für Nordex mittlerweile wieder deutlich aufgehellt, was ein Blick auf die jüngsten Ordereingänge der Rostocker eindrucksvoll belegt. Seit Jahresbeginn konnte Nordex mehrere attraktive Großprojekte an Land ziehen. So erhielt Nordex gleich zu Jahresbeginn einen bedeutenden Großauftrag der norwegischen Startkraft-Gruppe für ein Windparkprojekt in Brasilien mit einer Gesamtleistung von 518 Megawatt. Daneben konnte Nordex auch bei mehreren weiteren bedeutenden Windpark-Projekten in Finnland (188 Megawatt) und Schweden (131 Megawatt) punkten. Nach mehreren kleineren und mittelgroßen Aufträgen im Bereich von 30 bis 50 Megawatt konnte Nordex im März wieder mit mehreren bedeutenden Windenergie-Orders im dreistelligen Megawatt-Bereich, unter anderem in Mexiko (96 Megawatt) und in Zentralspanien (180 Megawatt) punkten.

Technologisch führende Marktposition bei Onshore-Windenergieanlagen macht den Unterschied!

Das Nordex vor allem bei Großprojekten im Onshore-Segment zu den bevorzugten Turbinen-Lieferanten gehört, haben die Rostocker ihrer technologisch führenden Marktposition bei Turbinen, die für Regionen mit schwachen bis mittleren Windgeschwindigkeiten ausgelegt sind, zu verdanken. Dieses eher unattraktive Segment deckt man mit der Delta4000-Turbinen-Serie ab, die gerade in diesen Regionen gegenüber herkömmlichen Turbinen-Anlagen eine überdurchschnittlich hohe Energieausbeute vorzuweisen haben. Ein weiterer Pluspunkt der Delta4000-Serie ist ihre kompakte Bauweise, Dadurch ist die Delta4000-Serie weit weniger störungsanfällig als vergleichbare Turbinenanlagen der Konkurrenz, was den Wartungs- und Service-Aufwand für den Windparkbetreiber deutlich minimiert und damit die Betriebskosten senkt. Da die neueste Generation der Delta4000-Serie in verschiedenen Varianten mit Leistungsklassen von 2,0 bis 5+x Megawatt angeboten wird, ist diese Turbinen-Klasse sowohl für kleine und mittelgroße Windparks, als auch für Großprojekte im dreistelligen Megawatt-Bereich erste Wahl. Mittlerweile entfallen mehr als 80% aller Neuaufträge auf die Delta4000-Serie, was sich auch positiv auf das Margenprofil von Nordex niederschlägt. Da die Turbinen-Serie auf einer einheitlichen Plattformtechnologie basiert, lassen sich bei der Herstellung bedeutende Effizienz- und Kostenvorteile realisieren, was Nordex bei der Profitabilität zugutekommt.

Starker Ausblick für 2021 - Nach Krisenjahr 2020 will Nordex wieder zurück auf den Wachstumspfad!

Bei der Zahlenvorlage für das abgelaufene Fiskaljahr überraschte Nordex mit einem starken Ausblick für 2021. So rechnet der Rostocker Windenergieanlagenbauer mit Erlösen in der Spanne von 4,7 bis 5,2 Mrd. Euro, womit man deutlich oberhalb der Konsenserwartungen lag. Auch die operative Marge soll sich gegenüber 2020 (2,6%) deutlich verbessern und vor allem dank des hohen Ordereingangs bei der Delta4000-Serie am oberen Ende der Spanne von 4,0 bis 5,5% liegen. Nach dem Anlaufen der neuen Serienfertigung wird sich das Margenprofil von Nordex weiter verbessern, wobei Nordex für 2022 eine operative Gewinnmarge von 8% kalkulier, während sich die Umsatzerlöse bei rund 5 Mrd. Euro einpendeln dürften.,

Prall gefüllte Auftragsbücher und starke Aussichten im US-Geschäft - Jefferies hebt den Daumen!

Mit einem Auftragsbestand von rund 5 Gigawatt ist das Orderbuch von Nordex prall gefüllt, wobei sich der Windenergieanlagenbauer im weiteren Jahresverlauf berechtigte Hoffnungen auf weitere Großaufträge machen kann. Gerade in den USA bieten sich für Nordex dank der von US-Präsident Joe Biden zum Jahreswechsel verlängerten Steuervergünstigungen für die Neuinstallation von Windenergie-Anlagen exzellente Aussichten. Nordex hatte bereits vor Jahresfrist vier Großaufträge aus verschiedenen US-Bundesstaaten mit einem Gesamtvolumen von jeweils rund 300 Megawatt an Land ziehen können. Die Experten vom US-Analystenhaus Jefferies zeigten sich zuletzt optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Nordex und hoben das Kursziel von 30 auf 34 Euro an, wobei das Votum mit "Buy" bestätigt wurde.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Bleiben Sie auch in den sozialen Medien auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Instagram!

Liebe Leser,

die an der Nasdaq gelisteten Technologie-Aktien bewegten sich seit dem Corona-Crash im März 2020 wie auf Schienen nach oben. Erst in den letzten 2 Monaten setzt dann eine Ernüchterung ein, die bei vielen gehypten Aktien mit hohen KUVs und nicht vorhandenen Gewinnen zu heftigen Kursverlusten führte. Plug Power aus dem Wasserstoff-Sektor zum Beispiel.

Spannend: Im gleichen Zeitraum konnten Aktien aus den klassischen Industrie-Segmenten deutliche Kursgewinne verzeichnen. Wie zum Beispiel der Chemiehändler Brenntag, den wir uns heute genauer anschauen. Die Aktie hat sich in der Trendstabilitäts-Rangliste auf Platz 2 vorgearbeitet.

Im Zusammenhang mit dieser beeindruckenden Branchen- und Sektor-Rotation, die man in dieser Stärke und Vehemenz selten erlebt, möchte ich für langfristige Aktienanleger noch einmal die Vorteile der Diversifikation ansprechen. Eine kluge Diversifikation kann zu gleichen Renditen bei weitaus geringen Risiken führen. Der Anleger sollte sich in Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern positionieren und eine ausgewogene Mischung zwischen Wachstums- und Qualitätstiteln berücksichtigen. Insbesondere diese Diversifikation zwischen Wachstums- und Qualitätsfaktoren und zwischen High-Vola- und Low-Vola-Stocks ist für ein Portfolio in stürmischen Zeiten wichtig.

Der Chemikalienhändler konnte sich trotz der Coronavirus-Pandemie in einem sehr schwierigen Marktumfeld erfolgreich behaupten, was die zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr eindrucksvoll belegen. Mit einem operativen Gewinnplus von 6% überzeuge Brenntag in einem äußerst schwierigen Marktumfeld mit einem deutlich besser als erwarteten Ergebnis. Auch beim Umsatz schnitt man trotz eines durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Rückgangs von knapp 8% besser als erwartet ab.

Eiserne Kostendisziplin sorgt trotz Krise für Stabilität - Project Brenntag soll Margen weiter verbessern

Dass sich Brenntag in einem äußerst schwierigen Marktumfeld so erfolgreich behaupten konnte, hatte der Chemikalienhändler seinem strikten Kostenmanagement zu verdanken. Nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hat Brenntag rechtzeitig reagiert und die Kostenseite durch weitreichende Maßnahmenpakete optimiert, was maßgeblich zum starken Abschneiden im Krisenjahr beigetragen hatte. Zum Ende des Fiskaljahres hat Brenntag seine Maßnahmen weiter verschärft, um die Profitabilität nachhaltig weiter zu verbessern. Im Zuge des Transformations-Programms "Project Brenntag", das federführend vom erst kürzlich in den Vorstand berufenen Chief Transformation Officers Ewout van Jarwaarde umgesetzt wird, will seine Profitabilität nachhaltig verbessern. Bei der Umsetzung der Maßnahmenpakete kommt Brenntag gut voran. Nach Aussage von Konzernchef Christian Kohlpaintner hat man Ende Februar dieses Jahres bereits 30 der geplanten 100 Standortschließungen umgesetzt und kommt auch beim geplanten, sozialverträglichen Abbau von 1.300 Stellen gut voran. Damit dürfte Brenntag die zu erwartenden positiven Ergebnisbeiträge aus dem Restrukturierungsprogramm in Höhe von jährlich rund 220 Mio. Euro, die erst ab 2023 voll zum Tragen kommen sollen, wohl früher als geplant realisieren.

Konservativer Ausblick trotz Nachfragebelebung - Neues Spitzenkursziel der Bank of America!

Dank des Wirtschafts-Ramp-Ups haben sich die Aussichten im operativen Geschäft nachhaltig verbessert. Vor allem in Schlüsselmärkten wie China, aber auch in Europa und Lateinamerika hat sich die Nachfrage nach Basis- und Spezialchemikalien seit dem krisenbedingten Einbruch deutlich erholt, was Brenntag für das laufende Fiskaljahr gute Wachstumsaussichten verspricht. Dennoch dämpfte Konzernchef Kohlpaintner beim Jahresausblick die Erwartungen und rechnet angesichts der weiter bestehenden Unsicherheiten im Zuge der Coronavirus-Pandemie lediglich mit einer moderaten Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis auf 1,08 bis 1,18 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,06 Mrd. Euro). Deutlich optimistischer schätzen die Experten der Bank of America die Perspektiven bei Brenntag im laufenden Fiskaljahr ein. So rechnen die Experten dank der erfolgreich verlaufenden Restrukturierungs-Maßnahmen im weiteren Jahresverlauf mit steigenden Konsenserwartungen für den Chemikalien-Händler. Entsprechend wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel deutlich von 75 auf 89 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Bleiben Sie auch in den sozialen Medien auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Instagram!