Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Anleger,

Aurubis finde ich spannend. Die Firma profitiert vom Siegeszug der Elektroautos, da hier der Kupferbedarf bei 50 bis 90 Kilogramm pro Fahrzeug liegt, im Vergleich zu 25 kg bei Autos mit Verbrennermotoren. Aurubis steigt außerdem ins Recycling von Lithium-Ionen-Batterien ein. CEO Harings will dieses Segment weiter ausbauen!

Aufgefallen ist mir Aurubis erneut beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste. Sie befindet sich auf Ranglistenplatz 13. Europas führender Kupferproduzent kann derzeit überdurchschnittlich stark vom globalen Wirtschafts-Ramp-Up nach der Coronavirus-Pandemie profitieren, was die kürzlich vorgelegten Q1-Ergebnisse eindrucksvoll belegen. Bei einem Umsatzplus von 27% konnte der Vorsteuergewinn im Vorjahresvergleich von 31 auf 82 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Maßgeblichen Anteil an dem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Jahresauftakt hatte vor allem die starke Nachfrage-Belebung bei Schlüsselbranchen wie der Automobil- und der Elektronikindustrie und dem Bausektor. Dies bescherte dem Kupferhersteller nach der Krisen-bedingten Flaute in den Vorquartalen dank der globalen Wirtschaftserholung zum Jahresauftakt Rekordabsätze bei Gießwalzdraht, Strang-Gussformaten und Walzprodukten.

Metallrecycling-Segment dank Metallo-Übernahme mit starken Aussichten

Auch im Kerngeschäftsfeld Metall- und Kupferrecycling überzeugte Aurubis erneut mit einem sehr starken Segmentergebnis, wobei man neben höheren Raffinerie-Löhnen und gestiegenen Material-Durchsätzen auch von rekordhohen Kupfer- und Edelmetall-Preisen profitieren konnte. Denn bei der Aufbereitung von Altkupfer und Elektronikschrott werden auch Gold und Silber als Beiprodukte extrahiert, was Aurubis dank der Hausse bei den Edelmetallpreisen aktuell hohe Zusatzeinnahmen beschert. Gut ins Konzept passt die Mitte vergangenen Jahres abgeschlossene Übernahme des belgischen Recycling-Spezialisten Metallo, mit der Aurubis zu einem der führenden Anbieter beim Recycling und der Aufbereitung von Altmetallen und Elektronikschrott in Europa aufsteigt. Strategisch macht die knapp 380 Mio. Euro schwere Übernahme für Aurubis Sinn. Denn durch die Übernahme der auf Bunt- und Nichteisenmetalle spezialisierten Metallo-Gruppe partizipiert Aurubis als vollstufiger Anbieter bei umweltfreundlichen Recycling-Lösungen nicht nur vom rasant steigenden Aufkommen an Metall- und Elektronik-Schrott. Da sich durch die umweltschonenden Recycling-Verfahren von Aurubis neben Kupfer auch andere Industriemetalle wie Nickel, Blei, Zink oder Messing extrahieren lassen, baut Aurubis auch seine führende Position als Lieferant für Sekundärrohstoffe weiter aus.

Zukunftsmarkt E-Mobility verspricht für Aurubis neue Wachstumsimpulse!

Zu den Schlüsselabsatzbranchen von Aurubis gehört die Automobilindustrie, die aktuell für rund 15% der Gesamterlöse des Kupferherstellers steht. Dank des Siegeszuges der Elektromobilität dürfte der Umsatzanteil in diesem Segment nach Aussage von Konzernchef Roland Harings mittelfristig deutlich zunehmen. Denn nach Aussage des Konzernchefs werden in Elektro- und Hybridfahrzeuge für Kabel, Steckverbindungen und Leiterplatten inklusive der Lithium-Ionen-Batterie knapp 50 bis 90 Kilogramm Kupfer verbaut. Bei herkömmlichen Fahrzeugmodelle mit Verbrennungsmotor werden hingegen lediglich knapp 25 Kilogramm Kupfer benötigt. Da die Zulassungszahlen für Elektro- und Hybridfahrzeugmodelle dank staatlicher Förderungen in den kommenden Jahren weiter kräftig zulegen werden, eröffnen sich für Aurubis hier exzellente Wachstumschancen. Auch beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien sieht CEO Harings mittelfristig enormes Wachstumspotential, wobei sich Aurubis auch in diesem Zukunftssegment bereits positioniert hat.

Aurubis hebt Jahresprognose an - NordLB bestätigt mit Kaufen und vergibt neues Spitzenkursziel!

Nach dem unerwartet starken Jahresauftakt setzt sich das Konzernmanagement von Aurubis für das Gesamtjahr nun deutlich höhere Ziele. So rechnet Aurubis nun mit einem bereinigten Vorsteuergewinn in der Spanne von 270 bis 330 Mio. Euro, nachdem man hier zuvor lediglich einen Vorsteuergewinn von bis zu 270 Mio. Euro angepeilt hatte. Neben den starken Aussichten im Kerngeschäft verspricht man sich vor allem durch die Übernahme des belgischen Metall-Recycling-Spezialisten Metallo frische Impulse. So will man das ursprünglich für das Jahr 2022/23 anvisierten Synergien von 15 Mio. Euro bereits im laufenden Fiskaljahr erreichen und sieht darüber hinaus weiteres Synergiepotential aus dem bislang größten Zukauf der Firmengeschichte. Die Experten der NordLB hatten sich zuletzt optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Aurubis zu Wort gemeldet. Dabei wurde von den Analysten vor allem auf das starke Abschneiden im Auftaktquartal und die optimistische Jahresprognose des Kupfer-Konzerns verwiesen. Entsprechend wurde das Kursziel von 72 auf 82 Euro angehoben und die Einstufung mit "Kaufen" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nordex, die sich derzeit auf Rang 5 der Gesamtauswahl befindet. Der Windenergieanlagenbauer profitiert derzeit vom weltweit forcierten Ausbau der Windenergiekapazitäten im Zuge der Ökostromwende. Um das im Pariser Klimaabkommen definierte Ziel der Klimaneutralität möglichst noch vor 2050 erreichen zu können, werden On- und Offshore-Windparkprojekte durch großzügige Subventionen und Steuererleichterungen sowohl in Europa als auch in den USA massiv gefördert.

Auftragslage hellt sich deutlich auf - Nordex kann bei großen Onshore-Windpark-Projekten punkten!

Nach einem durch die Coronavirus-Pandemie geprägten Übergangsjahr haben sich die Aussichten für Nordex mittlerweile wieder deutlich aufgehellt, was ein Blick auf die jüngsten Ordereingänge der Rostocker eindrucksvoll belegt. Seit Jahresbeginn konnte Nordex mehrere attraktive Großprojekte an Land ziehen. So erhielt Nordex gleich zu Jahresbeginn einen bedeutenden Großauftrag der norwegischen Startkraft-Gruppe für ein Windparkprojekt in Brasilien mit einer Gesamtleistung von 518 Megawatt. Daneben konnte Nordex auch bei mehreren weiteren bedeutenden Windpark-Projekten in Finnland (188 Megawatt) und Schweden (131 Megawatt) punkten. Nach mehreren kleineren und mittelgroßen Aufträgen im Bereich von 30 bis 50 Megawatt konnte Nordex im März wieder mit mehreren bedeutenden Windenergie-Orders im dreistelligen Megawatt-Bereich, unter anderem in Mexiko (96 Megawatt) und in Zentralspanien (180 Megawatt) punkten.

Technologisch führende Marktposition bei Onshore-Windenergieanlagen macht den Unterschied!

Das Nordex vor allem bei Großprojekten im Onshore-Segment zu den bevorzugten Turbinen-Lieferanten gehört, haben die Rostocker ihrer technologisch führenden Marktposition bei Turbinen, die für Regionen mit schwachen bis mittleren Windgeschwindigkeiten ausgelegt sind, zu verdanken. Dieses eher unattraktive Segment deckt man mit der Delta4000-Turbinen-Serie ab, die gerade in diesen Regionen gegenüber herkömmlichen Turbinen-Anlagen eine überdurchschnittlich hohe Energieausbeute vorzuweisen haben. Ein weiterer Pluspunkt der Delta4000-Serie ist ihre kompakte Bauweise, Dadurch ist die Delta4000-Serie weit weniger störungsanfällig als vergleichbare Turbinenanlagen der Konkurrenz, was den Wartungs- und Service-Aufwand für den Windparkbetreiber deutlich minimiert und damit die Betriebskosten senkt. Da die neueste Generation der Delta4000-Serie in verschiedenen Varianten mit Leistungsklassen von 2,0 bis 5+x Megawatt angeboten wird, ist diese Turbinen-Klasse sowohl für kleine und mittelgroße Windparks, als auch für Großprojekte im dreistelligen Megawatt-Bereich erste Wahl. Mittlerweile entfallen mehr als 80% aller Neuaufträge auf die Delta4000-Serie, was sich auch positiv auf das Margenprofil von Nordex niederschlägt. Da die Turbinen-Serie auf einer einheitlichen Plattformtechnologie basiert, lassen sich bei der Herstellung bedeutende Effizienz- und Kostenvorteile realisieren, was Nordex bei der Profitabilität zugutekommt.

Starker Ausblick für 2021 - Nach Krisenjahr 2020 will Nordex wieder zurück auf den Wachstumspfad!

Bei der Zahlenvorlage für das abgelaufene Fiskaljahr überraschte Nordex mit einem starken Ausblick für 2021. So rechnet der Rostocker Windenergieanlagenbauer mit Erlösen in der Spanne von 4,7 bis 5,2 Mrd. Euro, womit man deutlich oberhalb der Konsenserwartungen lag. Auch die operative Marge soll sich gegenüber 2020 (2,6%) deutlich verbessern und vor allem dank des hohen Ordereingangs bei der Delta4000-Serie am oberen Ende der Spanne von 4,0 bis 5,5% liegen. Nach dem Anlaufen der neuen Serienfertigung wird sich das Margenprofil von Nordex weiter verbessern, wobei Nordex für 2022 eine operative Gewinnmarge von 8% kalkulier, während sich die Umsatzerlöse bei rund 5 Mrd. Euro einpendeln dürften.,

Prall gefüllte Auftragsbücher und starke Aussichten im US-Geschäft - Jefferies hebt den Daumen!

Mit einem Auftragsbestand von rund 5 Gigawatt ist das Orderbuch von Nordex prall gefüllt, wobei sich der Windenergieanlagenbauer im weiteren Jahresverlauf berechtigte Hoffnungen auf weitere Großaufträge machen kann. Gerade in den USA bieten sich für Nordex dank der von US-Präsident Joe Biden zum Jahreswechsel verlängerten Steuervergünstigungen für die Neuinstallation von Windenergie-Anlagen exzellente Aussichten. Nordex hatte bereits vor Jahresfrist vier Großaufträge aus verschiedenen US-Bundesstaaten mit einem Gesamtvolumen von jeweils rund 300 Megawatt an Land ziehen können. Die Experten vom US-Analystenhaus Jefferies zeigten sich zuletzt optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Nordex und hoben das Kursziel von 30 auf 34 Euro an, wobei das Votum mit "Buy" bestätigt wurde.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die an der Nasdaq gelisteten Technologie-Aktien bewegten sich seit dem Corona-Crash im März 2020 wie auf Schienen nach oben. Erst in den letzten 2 Monaten setzt dann eine Ernüchterung ein, die bei vielen gehypten Aktien mit hohen KUVs und nicht vorhandenen Gewinnen zu heftigen Kursverlusten führte. Plug Power aus dem Wasserstoff-Sektor zum Beispiel.

Spannend: Im gleichen Zeitraum konnten Aktien aus den klassischen Industrie-Segmenten deutliche Kursgewinne verzeichnen. Wie zum Beispiel der Chemiehändler Brenntag, den wir uns heute genauer anschauen. Die Aktie hat sich in der Trendstabilitäts-Rangliste auf Platz 2 vorgearbeitet.

Im Zusammenhang mit dieser beeindruckenden Branchen- und Sektor-Rotation, die man in dieser Stärke und Vehemenz selten erlebt, möchte ich für langfristige Aktienanleger noch einmal die Vorteile der Diversifikation ansprechen. Eine kluge Diversifikation kann zu gleichen Renditen bei weitaus geringen Risiken führen. Der Anleger sollte sich in Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern positionieren und eine ausgewogene Mischung zwischen Wachstums- und Qualitätstiteln berücksichtigen. Insbesondere diese Diversifikation zwischen Wachstums- und Qualitätsfaktoren und zwischen High-Vola- und Low-Vola-Stocks ist für ein Portfolio in stürmischen Zeiten wichtig.

Der Chemikalienhändler konnte sich trotz der Coronavirus-Pandemie in einem sehr schwierigen Marktumfeld erfolgreich behaupten, was die zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr eindrucksvoll belegen. Mit einem operativen Gewinnplus von 6% überzeuge Brenntag in einem äußerst schwierigen Marktumfeld mit einem deutlich besser als erwarteten Ergebnis. Auch beim Umsatz schnitt man trotz eines durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Rückgangs von knapp 8% besser als erwartet ab.

Eiserne Kostendisziplin sorgt trotz Krise für Stabilität - Project Brenntag soll Margen weiter verbessern

Dass sich Brenntag in einem äußerst schwierigen Marktumfeld so erfolgreich behaupten konnte, hatte der Chemikalienhändler seinem strikten Kostenmanagement zu verdanken. Nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hat Brenntag rechtzeitig reagiert und die Kostenseite durch weitreichende Maßnahmenpakete optimiert, was maßgeblich zum starken Abschneiden im Krisenjahr beigetragen hatte. Zum Ende des Fiskaljahres hat Brenntag seine Maßnahmen weiter verschärft, um die Profitabilität nachhaltig weiter zu verbessern. Im Zuge des Transformations-Programms "Project Brenntag", das federführend vom erst kürzlich in den Vorstand berufenen Chief Transformation Officers Ewout van Jarwaarde umgesetzt wird, will seine Profitabilität nachhaltig verbessern. Bei der Umsetzung der Maßnahmenpakete kommt Brenntag gut voran. Nach Aussage von Konzernchef Christian Kohlpaintner hat man Ende Februar dieses Jahres bereits 30 der geplanten 100 Standortschließungen umgesetzt und kommt auch beim geplanten, sozialverträglichen Abbau von 1.300 Stellen gut voran. Damit dürfte Brenntag die zu erwartenden positiven Ergebnisbeiträge aus dem Restrukturierungsprogramm in Höhe von jährlich rund 220 Mio. Euro, die erst ab 2023 voll zum Tragen kommen sollen, wohl früher als geplant realisieren.

Konservativer Ausblick trotz Nachfragebelebung - Neues Spitzenkursziel der Bank of America!

Dank des Wirtschafts-Ramp-Ups haben sich die Aussichten im operativen Geschäft nachhaltig verbessert. Vor allem in Schlüsselmärkten wie China, aber auch in Europa und Lateinamerika hat sich die Nachfrage nach Basis- und Spezialchemikalien seit dem krisenbedingten Einbruch deutlich erholt, was Brenntag für das laufende Fiskaljahr gute Wachstumsaussichten verspricht. Dennoch dämpfte Konzernchef Kohlpaintner beim Jahresausblick die Erwartungen und rechnet angesichts der weiter bestehenden Unsicherheiten im Zuge der Coronavirus-Pandemie lediglich mit einer moderaten Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis auf 1,08 bis 1,18 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,06 Mrd. Euro). Deutlich optimistischer schätzen die Experten der Bank of America die Perspektiven bei Brenntag im laufenden Fiskaljahr ein. So rechnen die Experten dank der erfolgreich verlaufenden Restrukturierungs-Maßnahmen im weiteren Jahresverlauf mit steigenden Konsenserwartungen für den Chemikalien-Händler. Entsprechend wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel deutlich von 75 auf 89 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

wenn einstige Marktführer auf einmal von Newcomern überholt werden, dann liegt Management-Versagen vor. Oft genügt es, wenn eine Firma nur einige Jahre von einem schlechten CEO geleitet wird, um ins Hintertreffen zu geraten. Volkswagen hat wegen der Ignoranz von Martin Winterkorn, der Elektromobilität für nicht zukunftsträchtig hielt, wertvolle Jahre gegenüber Tesla verloren. Ähnlich erging es Intel, die aufgrund einer zu langsamen Entwicklungs-Abteilung plötzlich von Taiwan Semiconductor übertrumpft wurden.

Intel holt zum Gegenschlag aus. Mit Investitionen in Höhe von 20 Milliarden USD soll die Technologieführerschaft in der Chipbranche wieder zurückerobert werden!

In den letzten Jahren hatte der Auftragsproduzent Taiwan Semiconductor Manufactoring Company (kurz TSMC) mit neuen 7nm-Fertigungstechnologien Intel die Rücklichter gezeigt. Der Intel-Konkurrent AMD, der bei TSMC in Taiwan produzieren lässt, konnte Intel hohe Marktanteile abnehmen. Wie Intel am Dienstag bekannt gab, plant der neue CEO Pat Gelsinger einen drastischen Strategiewechsel. Man will nun 20 Mrd. USD in den Bau neuer US-Fabriken investieren will und damit die Probleme mit der 7-Nanometer-Fertigungs-Technologie in den Griff bekommen. Auch will sich Intel wieder als Auftragsproduzent für andere Hersteller wie Microsoft oder Apple positionieren. Schon ab 2024 sollen Chips für andere Firmen in deren Auftrag hergestellt werden. Damit versucht der Chiphersteller verlorenes Terrain zurückzuerobern.

Dies ergibt angesichts des neuen wirtschaftspolitischen Ziels von Joe Biden Sinn. Ein Großteil der Halbleiter-Hersteller hat ihren Sitz in Asien. Und um der aktuellen Abhängigkeit zu entkommen, hat Bidens Regierung angekündigt, in den nächsten Jahren in den Ausbau heimischer Halbleiter- und Chipindustrie massiv investieren zu wollen. Für Intel bedeutet dies zunächst, dass man schon bald von staatlichen Förderungen etc. profitieren kann. Zumindest liegt man mit der aktuellen Ankündigung voll im Trend der momentanen wirtschaftspolitischen Rhetorik der Biden-Regierung. Die Prognose für das laufende Jahr lag etwas unter den der Analysten: sie beinhaltet einen Umsatz von 72 Mrd. US-Dollar (Konsens: 72,65 Mrd. US-Dollar), der Gewinn je Aktie (EPS) soll 4,55 US-Dollar betragen (Konsens: 4,78 US-Dollar). Die Bewertung der Intel-Aktie mit einem KGV von 13,6 liegt damit deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Ich halte derzeit eine Investment-Position auf Intel und möchte dem neuen CEO Zeit geben, um zu sehen, ob der den Chip-Giganten zurück auf die Erfolgsspur führen kann.

Volkswagen will mit E-Mobility-Offensive voll durchstarten! Die Aktie befindet sich auf Rang Nr. 7 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX!

Mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm will Konzernchef Herbert Diess aus dem Traditionskonzern Volkswagen bis zur Mitte der Dekade einen der weltweit führenden Player im Elektroauto-Segment formen. Allein in den kommenden fünf Jahren will der Wolfsburger Autobauer für die Umsetzung seines ehrgeizigen Transformations-Programms rund 46 Mrd. Euro in die Hand nehmen. Einer der Kernpunkt ist der zügige Ausbau der konzerneigenen Modell-Palette auf Basis des von Volkswagen entwickelten Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB). Damit lassen sich neue Modellreihen für unterschiedliche Konzernmarken dank einheitlicher Standards bei Fahrzeug-Architektur und standardisierter Teile schnell und effizient entwickeln und produzieren. Damit verfügt Volkswagen gegenüber anderen Wettbewerbern nicht nur über einen bedeutenden Technologievorsprung. Gleichzeitig ist man dadurch in der Lage, flexibler auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren und außerdem die Entwicklungs- und Herstellungskosten deutlich zu reduzieren. Allein bis 2022 will Volkswagen auf Basis seiner MEB-Plattform sein Angebot im E-Autosegment auf insgesamt 27 Modelle erweitern.

Volkswagen plant sechs neue Gigafactorys - Einheitszelle soll Kosten auf unter 100 Euro pro KW/h drücken!

Neben dem Ausbau der konzerneigenen Modellpalette liegt der Fokus von Volkswagen vor allem auf der Erweiterung der Fertigungskapazitäten bei E-Autobatterien. Gemeinsam mit Partnerunternehmen sollen bis 2030 in Europa sechs neue Batterie-Fabriken mit einer Gesamtkapazität von rund 240 Gigawatt-Stunden entstehen. Durch die geplante Erweiterung der Fertigungskapazitäten will sich Volkswagen nicht nur weitestgehend unabhängig von Batterie-Importen asiatischer Hersteller machen, sondern auch mit einheitlichen Standards neue Maßstäbe setzen. Auch bei der Herstellung von E-Autobatterien setzt Volkswagen auf eine neue Plattformstrategie, die auf die Einführung einer "Einheitszelle" abzielt.. Dank standardisierter Massenfertigung der einheitlichen neuen Batterieformate will Volkswagen damit die Kosten für E-Autobatterie-Systeme deutlich unter die magische Grenze von 100 Euro pro Kilowatt-Stunde drücken, was eine Ersparnis von bis zu 50% im Vergleich zu derzeit gängigen Lithium-Ionen-Batteriepacks bedeuten würde.Komplettiert werden soll die im Rahmen des Volkswagen "Power-Day" vorgestellten Gesamtstrategie durch den flächendeckenden Aufbau einer Schnell-Ladeinfrastruktur. Gemeinsam mit Partnerunternehmen wie Iberdrola, BP und Enel will VW in Europa bis 2025 ein flächendeckendes Netzwerk mit rund 18.000 Schnellladestationen errichten und betreiben.

Absatzentwicklung hellt sich auf - VW peilt mittelfristig deutliche Margenverbesserungen an

Nach dem insgesamt versöhnlichen Jahresabschluss im Krisenjahr 2020 hat Volkswagen allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Mit konsequent umgesetzten Kostensenkungs-Maßnahmen und dem weiter forcierten Ausbau der Plattform-Strategie will Vorstandschef Herbert Diess die Profitabilität des Volkswagen-Konzerns rasch wieder auf Vorkrisenniveau trimmen und peilt dabei mittelfristig eine Verbesserung der operativen Marge auf 7 bis 8% an. Die Chancen, dass Volkswagen dieses ambitionierte Planziel erfolgreich umsetzen kann, stehen gut, zumal sich die Aussichten im operativen Geschäft zuletzt wieder deutlich aufgehellt haben. Nach einem leichten Absatzrückgang zum Jahresauftakt (Januar -1,4%) verbesserte sich der Fahrzeug-Absatz auf Konzernebene im Februar dank kräftiger Zuwächse in Kernmärkten wie China (+271,8%) im Vorjahresvergleich deutlich um +19,3%. Da man bei der Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur gut vorankommt, rechnet der Wolfsburger Autobauer für 2021 trotz milliardenschwerer Investitionen mit einer deutlichen Verbesserung bei Umsatz und operativem Ergebnis. Dabei peilt man eine bereinigte operative Marge am oberen Ende der konzerneigenen Prognose von 5,0 bis 6,5% an, nachdem man in 2020 aufgrund der Coronaviruspandemie einen deutlichen Rückgang von 7,6 auf 4,8% hinnehmen musste.

Volkswagen will Millionen-Marke beim E-Auto-Absatz knacken - Deutsche Bank sieht VW als Favorit im Bereich Elektromobilität und sieht Spitzenkursziel von 400 Euro!

Einen deutlich positiven Beitrag erhofft sich Volkswagen dabei erstmals von seinem neuen Zukunftsfeld E-Mobility. Bereits in 2020 konnte der VW-Konzern den Absatz bei reinen Elektrofahrzeugen deutlich steigern und setzte mit 232.000 Modellen knapp dreimal so viele Elektromodelle wie im Vorjahr ab. In 2021 will Volkswagen dank neu eingeführter Modellreihen seinen dynamischen Wachstumskurs fortsetzen und will dabei die magische Marke von 1 Million verkauften Elektro-Fahrzeugen knacken. Die Experten der Deutschen Bank haben sich zuletzt angesichts der verbesserten Aussichten im Kerngeschäft optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Volkswagen zu Wort gemeldet. Dabei sehen die Analysten Volkswagen als einen ihrer Favoriten im Zukunftssegment Elektromobilität und hoben ihr Kursziel von 185 deutlich auf 270 Euro an. In einem Best-Case-Szenario halten die Experten im Zuge der E-Autostrategie sogar ein Spitzenkursziel von 400 Euro bei VW für möglich.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Elektromobilität ist das Zukunftsthema in der Automobilindustrie. Angesichts der wachsenden Zahl neuer E-Fahrzeuge steigt auch der Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien in den kommenden Jahren massiv an, was Batterieproduzenten mittelfristig attraktive Wachstumschancen verspricht. Dies hat auch der deutsche Batterie-Spezialist Varta, der sich aktuell auf Rang 7 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX befindet, erkannt. Demnach will Varta noch in diesem Jahr eine Pilot-Linie zur Fertigung großformatiger Batteriezellen vom Typ 21700 am Stammsitz in Ellwangen in Betrieb nehmen. Erste Modelle der neuen großformatigen Lithium-Ionen-Batteriegeneration, die unter der Bezeichnung "V4Drive" vermarktet werden soll, werden bereits Ende des Jahres vom Band laufen.

EU will Aufbau einer E-Autobatterie-Produktion in Europa forcieren - Varta profitiert!

Nach Aussage von Konzernchef Herbert Schein läuft die Entwicklung der neuen Batteriezelle hervorragend, wobei die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen. Dass das neue Prestigeprojekt des schwäbischen Traditionskonzerns so gut vorankommt, dürfte auch an der millionenschweren Förderung der EU zum Aufbau einer eigenen Europäischen Batterieproduktion liegen. Inklusive der vom Land Baden-Württemberg und dem Bund vergebenen Zuschüsse erhält Varta für sein neues Projekt Fördergelder von bis zu 300 Mio. Euro. Da die EU den Aufbau einer E-Autobatterie-Fertigung in Europa massiv fördern will, um bis 2025 Batteriezellenkapazitäten für 7 bis 8 Millionen E-Autos aufzubauen, kann sich Varta beim Aufbau einer Serienfertigung wohl berechtigte Hoffnungen auf weitere Fördergelder aus EU-Mitteln machen. 

Varta hat mit neuer High-End-Batteriegeneration Premium-Kunden im Visier!

Die Aussichten, dass Varta für seine neue E-Autobatterie-Generation schon bald einige hochkarätige Premium-Kunden aus dem Automobil-Industrie präsentieren wird, stehen gut. Mit einem Durchmesser von gerade einmal 2,1 Zentimetern und einer Höhe von 7 Zentimetern ist das neue Flagschiffmodell aus dem Hause Varta nicht nur deutlich kleiner als herkömmliche E-Akkumodelle. Nach Aussage des Konzernchefs setzt die neue E-Akku-Generation auch mit einer Ladezeit von gerade einmal 6 Minuten neue Maßstäbe und lässt sich damit sowohl als Hochvolt-Batterie für den Antrieb von Elektroautos, als auch als kurzzeitiger Beschleuniger für E-Autos verwenden. Dies macht die neue Powerzelle von Varta vor allem für den Einsatz bei Sportwagen und bei hochmotorisierten Modellen im Premium-Segment attraktiv, da sich damit hohe PS-Zahlen auch bei Fahrzeugen mit E-Antrieb problemlos auf die Straße bringen lassen.

Kooperation mit Pierer Mobility bei Zweirad-E-Akkus

Gut ins Konzept passt auch die jüngst mit dem E-Bike-Hersteller Pierer Mobility geschlossene Kooperation, die auf die Entwicklung einer neuen Generation von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Akkus für E-Bikes und anderen Zweirad-Elektrofahrzeugen abzielt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer Plattformbatterie für leichte Elektrofahrzeuge im Bereich der 48 Volt-Technologie mit Spitzenleistungen bis ca. 20 kW. Mit Pierer Mobility holt sich Varta in diesem Segment einen hochkarätigen Partner ins Boot, zumal Pierer Mobility mit bekannten Marken wie HUSQVARNA E-Bicycles, R Raymon und GASGAS E-Bicycles zu den führenden Playern in diesem Segment gehört. Damit erschließt sich für Varta ein neues lukratives Wachstumssegment, zumal der Markt für E-Bikes laut einer Studie der Marktforscher von Mordor Intelligence bis 2026 jährlich um 11,86% zulegen wird.

Starke operative Entwicklung dank Rekordabsätzen bei Litium-Ionen-Akkus für Wearables!

Mit der Ausrichtung auf neue Segmente rund um E-Mobility und Zweirad-Akkus hat Varta gute Chancen, ein neues Kapitel in seiner Erfolgsstory aufzuschlagen. Im Kerngeschäft rund um Mikrobatterien profitiert man aktuell vom Boom bei kabellosen Kopfhörern und anderen Wearables, was Varta zuletzt in 2020 mit einem Umsatzplus von 140% und einer Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis von 145% ein neues Rekordergebnis bescherte. Da man die passenden Lithium-Ionen-Akkus für Premium-Kunden wie Apple, Bose, Sennheiser, Bang & Olufsson, Sony oder Jabra liefert, rechnet Varta auch in 2021 mit neuen Rekorden beim Konzernergebnis. Die Experten der Commerzbank werten den jüngst angekündigten Einstieg in den Zukunftsmarkt E-Mobility positiv und rechnen in diesem Zusammenhang mit ab 2023 Umsatzbeiträgen von 50 bis 100 Mio. Euro. Dabei bestätigten die Experten die Einstufung in einer kürzlich veröffentlichten Studie nach dem starken Kursanstieg auf "Hold" und bestätigten ihr Kursziel von 115 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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