Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

man kann Aktienmarkt-Blasen als solche nicht erkennen, wenn man sich darin befindet, sagen die meisten Akademiker und Börsenexperten. Aber ich denke, dass das falsch ist. Es gibt Aktien-Bewertungen, bei denen folgende Aussage höchstwahrscheinlich richtig ist: Wenn ich heute in 10 defizitäre NASDAQ-Aktien mit Kurs-Umsatz-Verhältnissen von über 30 investiere, dann werde ich mit diesem Depot in den nächsten 10 Jahren vermutlich Verluste eingefahren haben.

Bei TraderFox haben wir verschiedene Wachstums-Strategien ausgewertet, auf deren Basis dann regelbasierte Portfolio-Systeme erstellt wurden. Portfolio-Systeme, die systematisch in die höchst bewerteten Aktien des Marktes nach dem KUV-Kriterium investierten, fuhren langfristige Renditen ein, die gegen Null gingen. Man wird nach dieser Strategie Aktien im Depot haben, denen der ganz große Durchbruch gelingt, diesen Gewinnern stehen aber viele Bubble-Aktien gegenüber, die dann wieder in der Versenkung verschwinden, wenn das Wachstum nachlässt.

Amazon seit 2002 keine Bubble-Aktie mehr

Wenn ich über hochbewertete Titel schreibe, dann kommt oft in den Kommentaren die Aussage: Ja aber, bei Amazon haben auch alle behauptet, die Aktie sei eine Bubble. Ich kann hier nur entgegnen, dass Amazon nach der Königs-Bewertungs-Kennzahl KUV von 2001 bis 2018 eigentlich nie extrem ambitioniert bewertet war. Ich kaufte die Aktie 2014 bei einer KUV-Bewertung von etwa 2 und sprach von einer günstigen Bewertung. Das KUV war bei 2, bei Docusign liegt es bei 40. Das nachfolgende Diagramm zeigt die KUV-Bewertung der Amazon-Aktie im Zeitverlauf. Wer in der Bubble-Phase 1999 einstieg, musste über 10 Jahre warten bis die Position dann wieder in Plus lief.
 

 

Welche Titel meine ich mit „Bubble-Stocks“

Docusign erzielte im Jahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 973 Millionen USD. Der Börsenwert liegt auch nach der kleinen Korrektur immer noch bei 45 Milliarden USD. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 41. Ein KGV kann nicht berechnet werden, denn die Firma schreibt rote Zahlen.

Ich kenne Docusign aus zahlreichen Vertragsabschlüssen. Früher musste man Verträge ausdrucken, unterschreiben und dann per Post an den nächsten Unterzeichner weiterschicken. Heute erhält man einen Link zugeschickt und kann eine digitale Signatur hinterlassen.

Eine solche einfache Software kann aber nicht lediglich Docusign auf die Beine stellen. Auch Adobe hat mittlerweile nachgezogen. Die letzten Verträge, die ich unterzeichnete, wurden mir über Adobe Sign zugestellt.

Die Börse spielt immer noch das Szenario, dass Docusign der Dominator für digitale Vertragsabschlüsse wird. Das Potenzial ist riesig, wenn zum Beispiel die Notar-Branche einmal digitalisiert wird. Derzeit finden um 10 Uhr in Deutschland bestimmt tausende Notartermine statt. Die Vertragsparteien müssen teilweise von weit her anreisen, um beim Notar persönlich zu erscheinen. Wenn Docusign eine standardisierte Lösung für Notare anbieten kann, die vom Gesetzgeber akzeptiert wird, hätte das großes Potenzial. Aber: Es könnte auch Adobe sein, denn der Kern der Software ist nicht sehr komplex. Jede große Software-Firma kann das bauen.

Die Börse bewertet mittlerweile fast jede Silicon-Valley-Firma wie einen zukünftigen Dominator

Mein Problem mit den derzeitigen Bewertungs-Niveaus ist, dass die meisten Aktien so gepreist sind als würden sie den Markt beherrschen können. Der auf CRM- und Sales-Software spezialisierte Anbieter Hubspot wird mit einem KUV von 26 bewertet. Gewinne sind nicht vorhanden. Auch Konkurrenten wie Zendesk (KUV 16) oder Atlassian (KUV 36) sind trotz roter Zahlen mit solch astromischen Bewertungs-Niveaus gepreist Es gibt offenbar nur noch zukünftige Marktführer - nur noch zukünftige Giganten, die in die Fußstapfen der Riesen Amazon, Adobe oder Microsoft treten werden.  

Was ist die Schlussfolgerung?

Aus der Tatsache, dass man bei einer Aktie eine Bubble-Bewertung erkennt, kann man eigentlich nur schlussfolgern, nicht auf breiter Basis in diese Aktien zu investieren. Es ist eine Zeit für Trader. Es ist durchaus rational, als Trendfolge-Trader die starken Trends so lange wie möglich zu reiten. Wer das eigene Depot jetzt mit Hoch-KUV-Nasdaq-Aktien wie Docusign zu füllt, in der Hoffnung, in 10 Jahren sehr viel Geld verdient zu haben, dürfte vermutlich enttäuscht werden.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

Aktienkurse sind Gleichgewichtspreise, die die Zukunftserwartungen der kapitalstärksten und intelligentesten Menschen der Welt widerspiegeln. Die Entwicklung der Aktienkurse gibt uns bedeutsame Hinweise auf die zukünftige Realität.

Klar gibt es Ausnahmen: Wenn sich eine Community wie Wall Street Bets zu einem Pool zusammenschließt, dann ist der Aktienpreis natürlich der Spielball der Spekulanten und kein guter Gradmesser für die weitere Entwicklung des Unternehmens oder der Wirtschaft.

Das letzte Jahr 2020 wird in die Lehrbücher der Finance-Studiengänge eingehen. Als die Corona-Pandemie von China nach Europa und in die USA hinüberschwappte, gab es zuerst eine Art Schockstarre. Die Märkte kollabierten. Aber dann erkannte die Börse relativ schnell, dass das Corona-Virus besiegbar ist. Die Aktienkurse beginnen zu steigen und die Aufwärtsdynamik erhöhte sich Monat für Monat.

Es war eine Rallye entlang „der Mauer der Sorgen“ – wie die Amis es so schön auf den Punkt bringen. Viele Anleger zweifelten an der Kurserholung, aber letzten Endes hatte die Börse Recht. Heute, im Februar 2021 wissen wir, dass auch in Zeiten der Pandemie die meisten Sektoren der Wirtschaft sehr gut funktionieren. Die kollektive Intelligenz, die hinter den Aktienmarktpreisen steckt, hat das schon sehr schnell ab April 2020 erkannt.

Am Wochenende gab es eine weitere Meldung mit Signalkraft. Menschen, die mit dem BioNTech-Impfstoff geimpft wurden, sind so gut wie nicht mehr ansteckend.

Die Aktienmärkte interpretierten diese Meldung folgendermaßen: Die Pandemie wird im Sommer Geschichte sein, in dem Sinne, dass keine großen Einschränkungen im alltäglichen Leben mehr notwendig sind.

Die Aktienkurse von Unternehmen rund um Tourismus und Flugverkehr schossen in die Höhe. Hier ist die 5-Tages-Performance einiger ausgewählter Titel:

Tripadvisor: +23 %
Marriott: +16,7 %
Delta Airlines: +9  %
TUI: +24,82 %
Fraport: +18,60 %
Carnival: +17 %

Aktien von Firmen mit pandemiefreundlichen Geschäftsmodellen wurden versenkt:

Zalando: -9 % (hat mich persönlich erwischt und aus meinem Trade „ausgestoppt“)
Hellofresh: -9 %
Westwing: -11 %
Peloton: -12 %

Fazit: Die Märkte haben ihr Urteil gefällt. Corona ist besiegt!

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Anleger,

die Automobilnachfrage zieht nach dem pandemiebedingten Einbruch im vergangenen Jahr wieder deutlich an, was Autobauern seit Jahresbeginn vor allem in Endmärkten wie Asien kräftige Absatzzuwächse beschert. Hersteller wie Volkswagen, General Motors oder Renault haben aktuell trotz prall gefüllter Auftragsbücher allerdings mit Problemen zu kämpfen, da die Fahrzeugproduktion angesichts von Lieferengpässen in der Chip- und Halbleiterindustrie derzeit massiv beeinträchtigt wird.

Infineon wird dank Cypress-Übernahme zum Powerhouse bei Automotive-Chips!

In diesem Zusammenhang rücken Anbieter wie der Chiphersteller Infineon, der sich aktuell auf Rang 8 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet, in den Fokus. Der Münchener Halbleiterproduzent hat seine Angebotspalette in diesem Segment durch die milliardenschwere Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor massiv erweitert und deckt mit seinen Sensoren, Leistungshalbleitern und Micro-Controllern alle Anwendungsbereiche, von der Antriebssteuerung, über Fahrzeugelektronik bis hin zu modernen Fahrassistenz- und Infotainment-Systemen, bei modernen Fahrzeugen ab. Eine weitsichtige Entscheidung, zumal der Chip-Content im Auto stetig zunimmt und Infineon mittlerweile knapp 44% seiner Erlöse in diesem Segment generiert. Da moderne Fahrassistenz-und Infotainment-Systeme oder elektronische Parkassistenz- und Sicherheitssysteme vor allem in höheren Preissegmenten immer stärker Einzug halten, gehen die Marktforscher von IHS Markit bis 2026 von einem durchschnittlichen Wachstum von rund 7% pro Jahr im Automotive-Chipsegment aus.

Infineon für E-Mobility-Boom bestens gerüstet

Frische Impulse verspricht vor allem der Siegeszug der Elektromobilität. Denn bei E-Autos oder Hybrid-Modellen werden Studien zufolge im Schnitt knapp doppelt so viele Chips verbaut, wie bei herkömmlichen Pkw mit Verbrennungsmotor. Angesichts der rasant ansteigenden Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen sieht Infineon hier mittelfristig enorme Wachstumschancen, zumal der Münchener Chiphersteller schon jetzt zu einem gefragten Systemlieferanten im E-Mobility-Segment avanciert. Aktuell sind in 15 der 20 weltweit meistverkauften Elektro- und Hybridmodelle Infineon-Chips verbaut. Zum Kundenkreis von Infineon gehören Hersteller wie BMW oder das chinesische Start-Up NIO, die man mit Haupt-Wechselrichtern zur Steuerung der Fahrzeugelektronik bis hin zu Chip-Lösungen für so genannte On-Board-Ladesysteme beliefert.

Starke Q1-Zahlen und optimistischer Ausblick

Der kräftige Nachfrageschub bei Automotive-Chips bescherte Infineon zu Jahresbeginn ein Rekordergebnis, wobei man bei einem Erlösanstieg von 6% beim bereinigten operativen Gewinn um 29% zulegen konnte. Angesichts der dynamischen Erholung der Autoabsätze und steigender Chip-Absätze im Segment Consumer Electronics hob Infineon im Anschluss seine Jahresprognose sowohl bei Umsatz als auch beim operativen Ergebnis leicht an. Vor allem bei der operativen Gewinnmarge legt man die Latte nun mit 17,5% (zuvor: 16,5) höher, zumal man hier zum Jahresauftakt bereits mit 18,6% (Vorjahr: 15,2%) sehr stark abgeschnitten hatte. Sorgen über mögliche Lieferengpässe muss sich Infineon derzeit im Vergleich zu vielen anderen Konkurrenten nicht machen. Infineon hat während der Coronavirus-Krise vor allem bei Automotive-Chips hohe Lagerbestände aufgebaut und kann die enorm steigende Nachfrage nach Aussage von Vorstandschef Reinhard Ploss derzeit adäquat bedienen. Da man frühzeitig mit dem Ausbau seiner Produktionskapazitäten begonnen hat und die Fertigstellung der neuen Chipfabrik in Villach bereits im vierten Quartal und damit früher als geplant abschließen wird, sollte Infineon auch künftig von Lieferschwierigkeiten verschont bleiben.

Berenberg Bank hebt den Daumen und vergibt neues Spitzenkursziel für Infineon

Die Experten der Berenberg Bank haben sich zuletzt optimistisch zu den weiteren Aussichten bei Infineon zu Wort gemeldet. Nach Einschätzung der Analysten dürften sich die Lieferengpässe bei Automotive-Chips auch im weiteren Jahresverlauf weiter fortsetzen, wovon Infineon als einer der führenden Anbieter in diesem Segment stark profitieren werde. Daher wurde das Kursziel für Infineon von 37 auf 45 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Wochenbericht / 12.02.2021 | 16:20:00

QIAGEN: Übernahmefantasie wird neu entfacht!

Liebe Anleger,

die Coronavirus-Pandemie hat das Alltagsgeschehen weiter fest im Griff. Angesichts von gehäuft auftretenden Virus-Mutationen, die erheblich ansteckender sind als die bisher dominierenden Stämme von SARS-CoV-2, droht Gesundheitsexperten zufolge eine deutlich schnellere Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung. Neben einer Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen und der eher schleppend verlaufenden Covid-19-Impfstoffkampagne setzt man vor allem auf den Einsatz von Covid-19-Schnelltests, um einen exponentiellen Anstieg der Neuinfektionszahlen zu verhindern. Damit lassen sich beispielsweise infizierte Personen an stark frequentierten Locations wie Flughäfen rasch erkennen und isolieren, womit die Ansteckung weiterer Personen verhindert werden kann.

QIAGEN bietet umfassendes Portfolio an Covid-19-Testkits an!

Dies beschert dem niederländischen Biotech-Konzern QIAGEN, der sich aktuell auf Rang 12 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet, vielversprechende Wachstumsaussichten. QIAGEN gilt als einer der führenden Hersteller von Covid-19-Schnelltest-Kits zum Nachweis der neuartigen Lungenerkrankung. Mit portablen Test-Kits von QIAGEN lassen sich Covid-19-Infektionen nicht nur schnell und eindeutig nachweisen. Auch alle bisher bekannten Virus-Mutationen, wie die in Großbritannien grassierende Variante VUI 202012/01 sowie die in Brasilien und Südafrika entdeckten Virus-Mutationen, können mit den von QIAGEN entwickelten Test-Kits zweifelsfrei identifiziert werden. Die passende Ergänzung zur Covid-19-Test-Kit-Reihe bieten spezielle Abwassertests, die von QIAGEN Ende Januar dieses Jahres vorgestellt wurden. Dadurch lassen sich Daten von breiten Bevölkerungsgruppen sammeln und mit Hilfe der QIAcuity-Geräteserie schnell und effizient auswerten. Damit bietet QIAGEN Gesundheitsämtern und Behörden die Möglichkeit, die Ausbreitung von Covid-19-Infektionsketten und insbesondere speziellen Virus-Mutationen in bestimmten Regionen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

QIAGEN überzeugt in 2020 mit Rekordergebnis!

Die hohe Nachfrage nach Covid-19-Schnelltests und passenden Analysegeräten, die innerhalb kürzester Zeit ein verlässliches Ergebnis liefern, bescherte QIAGEN im abgelaufenen Fiskaljahr ein Rekordergebnis. Mit einem Umsatzplus von 23% und einem überproportional starken Anstieg beim bereinigten Gewinn je Aktie von 52% konnte der Biotechkonzern nicht nur die im Jahresverlauf mehrfach angehobene konzerneigene Jahresprognose übertreffen, sondern schnitt auch deutlich besser als von Analysten erwartet ab. Neben der dynamischen Absatzentwicklung bei Covid-19-Schnelltests und passendem Equipment überzeugte QIAGEN auch in den übrigen Kerngeschäfts-Bereichen mit einer starken Ergebnisentwicklung. Vor allem bei Schnelltests zum Nachweis von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs oder Tuberkulose verzeichnete QIAGEN im abgelaufenen Fiskaljahr eine deutliche Nachfrage-Belebung. Auch bei Gensequenzierungs-Lösungen und Equipment zur DNA-Proben-Vorbereitung profitierte man als einer der technologisch führenden Anbieter von einer starken Nachfrage-Belebung in der Pharma- und Biotechindustrie.

QIAGEN sieht sich auf profitablem Wachstumskurs - US-Diagnostik-Spezialist Quidel erwägt offenbar Übernahme!

Angesichts der weiterhin starken Nachfrage bei Covid-19-Tests und der verbesserten Aussichten in den übrigen Kerngeschäftsfeldern rechnet QIAGEN auch für das neue Fiskaljahr mit neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis. Bei einem wechselkursbereinigten Umsatzplus von 18 bis 20% soll der bereinigte Gewinn je Aktie um bis zu 15% zulegen. Die starken Aussichten im operativen Kerngeschäft wecken offensichtlich Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz. Jüngsten Medienberichten zufolge plant der US-Diagnostik-Spezialist Quidel offenbar eine Übernahmeofferte für den niederländischen Biotech-Konzern. Damit könnte QIAGEN erneut ins Fadenkreuz rücken, nachdem der US-Medizintechnikkonzern ThermoFisher den Übernahmeversuch von QIAGEN im vergangenen Jahr trotz mehrfacher Anhebung seiner Übernahmeofferte erfolglos abbrechen musste.

Deutsche Bank sieht bei QIAGEN weiter Luft nach oben!

Auch ohne Übernahmefantasie bleibt QIAGEN dank der starken Aussichten im operativen Geschäft weiterhin eine attraktive Story. Diese Einschätzung vertritt die Deutsche Bank in einer kürzlich veröffentlichten Studie. In diesem Zusammenhang wurde auf das starke Abschneiden in Q4 verwiesen, wobei die Experten bei QIAGEN von einer Wachstumsbeschleunigung ausgehen. Die Einstufung wurde mit "Buy" bestätigt und das Kursziel auf 60 USD (entspricht 49,50 Euro) belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Anleger,

nun ist es offiziell: Angesichts weiter steigender Infektionszahlen und neu auftretender, hochansteckender Virusmutationen wird hierzulande der Lockdown laut der offiziellen Beschlussvorlage wohl um mehrere Wochen bis Mitte März verlängert. Da der stationäre Einzelhandel mit Ausnahme von Supermärkten damit weiter geschlossen bleibt, rücken eCommerce-Schwergewichte wie der Modehändler Zalando, der sich aktuell auf Rang 2 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Ranglisten befindet, wieder verstärkt in den Fokus.

Ich möchte transparent darüber informieren, liebe Leser, dass ich auf Zalando seit dem 25. Januar 2021 eine Long-Position halte. Ich kaufte 8000 Endlos Turbo Long Zertifikate mit der WKN DFY69M zu 1,76 € in Stuttgart. Ich plane derzeit der Position noch etwa 2 bis 4 Wochen Zeit zu geben und abzuwarten, ob der verlängerte Lockdown zu einem neuen Rallyeschub in der Aktie führt. Wenn die Aktie hingeben nach unten abdriftet, würde ich zügig wieder rausgehen.

Branchenverband prophezeit auch im Jahr 2021 zweistellige Umsatzzuwächse beim Online-Handel - Zalando ist ein Gewinner!

Da Modegeschäfte und Boutiquen bis auf Weiteres geschlossen bleiben, bieten Online-Shopping-Portale für modebewusste Verbraucher aktuell bei der Suche nach einem neuen Outfit die einzige Alternative. Zalando gehört dank seiner breiten Auswahl bei Schuhen, trendiger Bekleidung und Accessoires zu den beliebtesten europäischen Online-Shopping-Portalen in Sachen Mode, was dem Berliner Branchenprimus seit Beginn der Coronavirus-Pandemie Rekordumsätze beschert. Dieser Trend dürfte sich laut einer Erhebung des Bundesverbands eCommerce und Versandhandel, kurz BEVH, auch in 2021 fortsetzen. Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat sich der Shift vom stationären Einzelhandel hin zum Einkauf im World Wide Web deutlich beschleunigt. Laut der Erhebung des Branchenverbands war fast jeder Dritte Online-Shopper älter als 60 Jahre, was für eine breitere Akzeptanz spricht. Daher dürften die Online-Umsätze auch in 2021 trotz des zu erwartenden Re-Openings im stationären Einzelhandel deutlich zulegen. Nach einem Umsatzplus von 14,6% in 2020 rechnet der BEVH daher für 2021 erneut mit einem deutlich zweistelligen Wachstum, wobei der Online-Umsatz nach Schätzungen des Branchenverbands mit +12,5% erstmals die Umsatzmarke von 100 Mrd. Euro knacken dürfte.

Zalando rechnet dank Shift zum Online-Handel mit kräftigen Zuwächsen beim Partnernetzwerk!

Eines der Erfolgsgeheimnisse von Zalando besteht in der breiten Auswahl bei Mode und Fashion, die mit rund 650.000 Einzelartikeln und mehr als 3.000 verschiedenen Marken bekannter Hersteller kaum Wünsche offenlässt. Dank des stimmigen Gesamtkonzepts, das neben einer unkomplizierten Kaufabwicklung via Smartphone oder PC auch bei Retouren eine schnelle und kostenfreie Rücksendung ermöglicht, avanciert Zalando aktuell mit rund 36 Millionen registrierten Kunden zum Branchenprimus in Europa. Da sich das rasante Neukundenwachstum auch in 2021 weiter fortsetzen dürfte, wird Zalando auch als Vertriebspartner für den aktuell stark gebeutelten Einzelhandel attraktiv. Mittlerweile sind rund 2.900 Händler mit eigenen Shops auf der Zalando-Plattform präsent.

Connected-Retail bietet margenstarke Ergänzung zum Kerngeschäft!

Mittel bis langfristig dürfte sich das starke Wachstum beim Connected-Retail-Programm von Zalando auch positiv beim Ergebnis niederschlagen. Denn beim Verkauf über die Zalando-Plattform werden Umsatz-abhängige Provisionen fällig, die je nach Artikel bei 20% liegen können. Aktuell verzichtet Zalando angesichts des bestehenden Lockdowns auf Provisionen von Partnern aus seinem Connected Retail-Programm, wobei diese Ausnahmeregelung voraussichtlich bis April 2021 in Kraft bleiben soll. Da viele stationäre Einzelhändler aktuell händeringend nach neuen Vertriebskanälen suchen, rechnet Zalando in 2021 hier mit kräftigen Zuwächsen und will die Zahl der registrierten Händler auf mehr als 6.000 steigern. Auch im Kerngeschäft läuft es bei Zalando derzeit dank des eCommerce-Booms rund. In Q3 konnte man das operative Ergebnis bei einem Umsatzplus von 21,6% auf 118 Mio. Euro (Vorjahreswert: 6,3 Mio. Euro vervielfachen. Entsprechend erwartet Zalando für 2020 mit einem Umsatzplus von 20 bis 22% und einem operativen Gewinn von 375 bis 475 Mio. Euro ein neues Rekordergebnis

Bank of America sieht bei Zalando dreistellige Kurse!

Angesichts der guten Wachstumsaussichten beim Online-Modehändler äußerte sich die Bank of America zuletzt in einer Studie positiv zu den weiteren Aussichten bei Zalando. Nach Einschätzung der Analysten bietet Zalando eine kraftvolle Kombination aus Volumenwachstum und langfristigen Margentreibern. Auch für das Schlussquartal rechnen die Experten mit einem starken Abschneiden bei Zalando. Entsprechend wurde die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 95 auf 115 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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