Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trendfolge-Trader,

mein Trendfolge-Depot hat die Marke von +20 % überschritten. Die Aktie von Münchener Rück ist nun in den Take-Profit gelaufen und ich kann mich über einen Gewinn von über 4.000 € freuen. Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank:

20 % Depot-Performance sind ganz ordentlich. Aber es hätte mehr sein können. Ich hatte viel Pech in den letzten Jahren. Zum Beispiel, dass direkt nach meinem regelbasierten Kauf der Varta-Aktie der Kurs nach einer Commerzbank-Studie komplett in die Knie ging. Trotzdem haben die vom Regelwerk ausgewählten Aktien in der Summe gut performt und das Trendfolge-Konzept hat mir eine schöne Rendite eingebracht. Insbesondere mit konservativen Aktien wie Hannover Rück, Münchener Rück oder Enel.

Dass wir konservative Aktien, die mit geringer Volatilität nach oben laufen, sehr gut mit dem Regelwerk einfangen, würde ich als Stärke unseres Trendfolge-Systems bezeichnen.

Als Schwäche unseres Systems hat sich entpuppt, dass Aktien, die stark nach oben laufen und dabei etwas volatiler sind, aber die wegen ihrer enormen Kursanstiege irgendwann ganz oben in den Trendstabilitäts-Ranglisten landen, zu spät eingefangen werden. Varta passt in diese Kategorie. Mein Gefühl sagt mir, dass es doch möglich sein muss, auf diesen starken Trend etwas früher aufmerksam zu werden.

Lösung: Den Aktienmarkt in zwei Volatilitäts-Regime einteilen

Ich denke über Lösungsmöglichkeiten nach: Eine Möglichkeit könnte sein, dass wir den Aktienmarkt in zwei Volatilitäts-Regime einteilen. Erstens gibt es die Gruppe der Aktien mit sehr geringer Volatilität. Diese können wir mit unserem Trendstabilitäts-Indikator, der auf einem 260-Tage-Gleitenden-Durchschnitt beruht, bereits ganz hervorragend identifizieren.

Ein schneller reagierender Trendstabilitäts-Indikator bei volatileren Aktien

Zweitens dürfte es sinnvoll sein, die Aktien in der Gruppe mit der höheren Volatilität, mit einem Trendstabilitäts-Indikator zu erfassen, der einen kurzfristigeren gleitenden Durchschnitt von vielleicht etwa 100 Tagen als Grundlage hat. Mit einem solchen Vorgehen können wir in dieser Gruppe der volatileren Aktien solche Highflyer wie Varta etwas früher identifizieren. Unser bestehender Trendstabilitäts-Indikator hat die Varta-Aktie wegen der zu hohen Volatilität im Vergleich zu Titeln wie Münchener Rück oder Enel lange Zeit nicht ausreichend hoch bewertet, damit sie als Depotkandidat in Frage gekommen wäre. Er hat erst sehr spät - zu spät - angeschlagen.

Fazit: Mit der jetzigen Performance unseres Trendstabilitäts-Regelwerks bin ich recht zufrieden. Aber es gibt sicher noch Optimierungsmöglichkeiten. Ein Gefühl von mir ist, dass wir volatilere Aktien wie Varta mit einem Trendstabilitäts-Indikator angehen müssen, der einen kürzeren Gleitenden Durchschnitt als Berechnungsgrundlage hat. Ich versuche diese These empirisch zu testen.  

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitätsranglisten die Aktie von RWE, die sich aktuell auf Rang 2 der Auswahl im DAX30 befindet. Der deutsche Energieversorger hat sich mit dem im vergangenen Fiskaljahr abgeschlossenen milliardenschweren Asset-Tausch mit dem Rivalen E.ON im Kerngeschäft Stromerzeugung strategisch neu aufgestellt. Mit der Übernahme der Ökostromaktivitäten von E.ON und der ehemaligen Konzerntochter Innogy gehört RWE zu den führenden europäischen Playern im Bereich der regenerativen Energien. In den kommenden Jahren will RWE seine Ökostromkapazitäten nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Ausstieg aus der Kohleverstromung deutlich ausbauen um damit die wegfallenden Erzeugerkapazitäten der RWE-Kohlekraftwerke, die im Zuge der Energiewende nach und nach vom Netz genommen werden, kompensieren zu können.

RWE strebt Ökostrom-Anteil von 70 % bis 2030 an!

Da in Deutschland der Ausbau regenerativer Energien vor allem im Bereich Windkraft oft an bürokratischen Hindernissen scheitert, fokussiert sich RWE beim Aufbau neuer Ökostromkapazitäten vor allem auf Auslandsmärkte wie Nordamerika oder in der Region Asien/Pazifik. In den kommenden Jahren will RWE in diesem Zusammenhang jährlich rund 1,5 Mrd. Euro in die Realisierung neuer Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke investieren. Da man Großprojekte gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt, lässt sich die Gesamt-Investitionssumme nach Aussage von Anja-Isabel Dotzenrath, Vorstandsprecherin der Konzernsparte RWE Renewables, dadurch auf 2 bis 3 Mrd. Euro pro Jahr erhöhen. Bis zum Ende der Dekade will RWE damit den Ökostromanteil auf Konzernebene von derzeit knapp 10 Gigawatt auf bis zu 25 Gigawatt mehr als verdoppeln. Damit wird RWE den Anteil regenerativer Energien, der aktuell bei knapp 28% liegt, bis 2030 auf rund 70% erhöhen. Bis RWE seine Stromversorgung komplett CO2-neutral gestalten kann, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Dies soll nach Aussage der Managerin frühestens im Jahr 2040 der Fall sein. Da Ökostrom deutlich höhere Margen als konventionell erzeugte Energie abwirft, rechnen Analysten in den kommenden Jahren mit einer deutlich dynamischeren Ergebnisentwicklung bei RWE. Entsprechend haben die Experten von Morgan Stanley die Einstufung zuletzt mit "Overweight" bestätigt und RWE als "Top-Pick" im Versorgersektor herausgestellt. Das Kursziel wurde dabei von 36 auf 40 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

ich gehe davon aus, dass das Jahrzehnt bis 2020 den großen Energieversorgern in Italien und Spanien glänzende Geschäfte bringen wird. Die Aktien versprechen attraktive Dividenden-Renditen und gute Wachstumsperspektiven:
 

  • Deutschland will aus der Atom- und aus der Kohleenergie aussteigen. Ich prognostiziere, dass wir Strom aus Ländern wie Spanien und Italien importieren werden.
  • Eine Energiewirtschaft, die auf erneuerbare Energien setzt, benötigt große Anlagen zur Energiespeicherung. Die gewaltigen Energiespeicher können von den großen Versorgern betrieben werden.
  • Das Solargeschäft gewinnt an Ernsthaftigkeit. Anstatt auf Solarmodule zu setzen, die heimische Hausdächer bedecken und subventioniert werden, sind nun endlich große Solarkraftwerke in südlichen Ländern rentabel.


Enel verspricht eine Dividenden-Rendite von 4%

Auf Rang 1 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Ranglisten befindet sich aktuell mein neuer Realgelddepot-Wert Enel. Der italienische Energieversorger konnte zuletzt mit einem sehr starken Q4-Zahlenwerk überzeugen. Dabei toppte man mit einem operativen Gewinnplus von 10,5% nicht nur die Analystenerwartungen, sondern lag auch leicht oberhalb der zuletzt im November angehobenen Jahresprognose, die ein operatives Plus von bis zu 10% vorgesehen hatte. Profitieren konnte Enel vor allem von höheren Stromabsätzen und gestiegenen Energiepreisen in Kernmärkten wie Spanien, Brasilien sowie auf dem italienischen Heimatmarkt. Mittelfristig will Enel die Weichen mit der Modernisierung der Netzinfrastruktur und dem Ausbau der regenerativen Energien weiter auf Wachstum stellen. Ende November vergangenen Jahres wurde das hierfür vorgesehene Investitionsvolumen um 11% auf rund 28,3 Mrd. Euro aufgestockt, wobei mehr als die Hälfte dieser Summe in neue Wind- und Solar- und Wasserkraftwerke fließen soll. Dadurch will man bis Ende 2022 neue Ökostrom-Kapazitäten mit einer Gesamtleistung von rund 14 Gigawatt ans Netz bringen. Enel kommt damit seinem Ziel, seine Energieversorgung durch die Substitution von Kohlekraftwerken durch Ökostromkapazitäten bis zum Dekaden-Ende komplett CO2-neutral zu gestalten, ein großes Stück näher. Dies ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern sorgt auch für eine höhere Profitabilität. Denn mit Ökostrom lassen sich deutlich höhere Margen erzielen als mit konventionell erzeugter Energie.

Neue Wachstumschancen außerhalb des Massengeschäfts mit den weltweit mehr als 73 Millionen Endkunden bieten sich für Enel durch exklusive Ökostromverträge mit Firmenkunden. Viele Unternehmen legen mittlerweile Wert auf eine nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung. Dies ist nicht nur gut fürs Image, sondern angesichts steigender CO2-Abgaben auch wirtschaftlich sinnvoll. Enel als Branchenprimus bei Erneuerbaren Energien ist hier ein attraktiver Partner, was dem italienischen Energieversorger in diesem margenträchtigen Segment gute Aussichten beschert. So wurde kürzlich mit der US-Tochter des französischen Nahrungsmittelkonzerns Danone ein Rahmenabkommen zur Belieferung mit Ökostrom mit einer Laufzeit von 12 Jahren geschlossen.

Dank des konsequent umgesetzten Ausbaus der Regenerativen Energien hat Enel allen Grund, weiterhin optimistisch nach vorne zu blicken Zuletzt hatte der Energieversorger seine mittelfristigen Planziele beim operativen Ergebnis bis Ende 2022 zuletzt um 13% auf rund 20,1 Mrd. Euro nach oben revidiert. Von den verbesserten Aussichten im operativen Geschäft werden auch die Aktionäre profitieren, zumal Enel seine Dividendenausschüttung bis 2022 auf mindestens 40 Cent je Aktie anheben will. Schon jetzt ist Enel mit einer Dividendenrendite von 4% einer der attraktivsten Werte im Energieversorgersektor. Die Experten der Deutschen Bank haben zuletzt ihre Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 7,30 auf 8,30 Euro angehoben.

Iberdrola zahlt 3,6% Dividenden-Rendite an die Aktionäre

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Akte von Iberdrola, die sich derzeit auf Rang 9 der Gesamtauswahl befindet. Der spanische Energieversorger will seine Erzeugerkapazitäten rund um Wind-, Solar- und Wasserkraft, die derzeit für rund 40% der Gesamtkapazitäten stehen, in den kommenden Jahren mit milliardenschweren Investitionen weiter ausbauen. Dabei sollen im Zuge des Ende September neu aufgesetzten "Clean Energy Plan" bis 2022 rund 8 Mrd. Euro allein in den Ausbau von Solar- und Windenergieparks auf dem spanischen Heimatmarkt fließen. Dabei werden sich die Ökostrom-Kapazitäten in Spanien bis Ende 2022 um 3.000 Megawatt und damit um mehr als 50% erhöhen. Mittelfristig hat Iberfrola deutlich ehrgeizigere Ziele und will die Energieversorgung auf der iberischen Halbinsel mit der Installation von neuen Ökostromkapazitäten über 10.000 Megawatt ab 2030 vollständig CO2-neutral gestalten.

Zur Finanzierung seines Investitionsprogramms hat sich Iberdrola zuletzt von einigen Randbereichen und nicht strategischen Beteiligungen getrennt. Dabei konnte der spanische Energiekonzern kürzlich seine Minderheitsbeteiligung am Windenergiebauer Siemens Gamesa mit einem satten Aufschlag an den deutschen Mehrheitseigner Siemens versilbern, was rund 1,1 Mrd. Euro in die Kassen spülte.

Auch beim Ausbau seiner Ökostromaktivitäten im internationalen Geschäft kommt Iberdrola gut voran. Die hierfür eingeplanten Investitionen in Höhe von 13 Mrd. Euro in neue Wind- und Solarparks und Wasserkraftwerke, die man bis Ende 2022 realisieren will, kann Iberdrola dank der starken Ergebnisentwicklung im operativen Geschäft problemlos stemmen. In den ersten neun Monaten hatte Iberdrola mit einem operativen Gewinnanstieg von 11,6% die Konsenserwartungen leicht übertroffen und hat die Planziele, die ein zweistelliges Wachstum beim Nettoergebnis vorsehen, bestätigt. Mittelfristig sollte sich die Ergebnisentwicklung bei Iberdrola noch dynamischer entwickeln, zumal man den Ökostromanteil an der Gesamtproduktion von derzeit 40 auf über 60% ausbauen will. Denn mit Energie aus regenerativer Erzeugung lassen sich höhere Margen erzielen als mit konventionell erzeugtem Strom. Auch die Aktionäre werden von dieser Entwicklung in den kommenden Jahren durch steigende Dividendenausschüttungen profitieren. Schon jetzt gehört Iberdrola mit einer Dividendenrendite von 3,6% zu den attraktivsten Dividendenwerten im europäischen Versorger-Sektor. Die Experten von Barclays haben in diesem Zusammenhang kürzlich die Einstufung mit "Overweight" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 11 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

das Thema "Elektromobilität" führt in Deutschland sehr schnell zu erhitzten Gemütern. Das Wasserstoff-Auto hat eine große Anhängerschaft. Ich habe mal ein wenig recherchiert und die Fakten aufbereitet. Hier sind die Ergebnisse:

- Volkswagen-Chef Herbert Diess hat für Volkswagen eine Strategie vorgegeben, die fast ausschließlich auf batterieelektrische Vehikel setzt. Der Hype um Wasserstoff sei von gestern, sagt Diess. Auf Batterievehikel zu setzen sei die einzige wahre Lösung.

- Bei der Herstellung von Wasserstoff geht etwa 30 % der verwendeten Energie verloren. Darum ist die Technologie wirtschaftlich kaum Konkurrenzfähigkeit. Elon Musk bezeichnet die Brennstoffzelle als "fool cell" und nennt die Technologie wegen der Energieverluste "überwältigend bescheuert".

- Die Asiaten rund um Toyota und Hyundai gehören zu den größten Optimisten für die Marktdurchdringung von Wasserstoff-Fahrzeugen. Hyundai plant bis zum Jahr 2030 die Produktion auf 700.000 Wasserstoff-Autos pro Jahr hochzufahren.

- Bosch geht davon aus, dass Elektrofahrzeuge im Jahr 2030, die mit Brennstoffzellen unterwegs sind, einen Marktanteil von etwa 20 % haben werden. Bosch investiert in die Brennstoffzellen-Fertigung.

- Toyota sieht große Chancen für die Wasserstoff-Technologie bei Bussen und Lastwagen. Hier ermöglicht Wasserstoff sogar höhere Reichweiten und senkt die Emissionen, Lärmbelästigung und beugt Umweltschäden vor. Bei den olympischen Spielen 2020 sollen bereits 100 Wasserstoff-Busse zum Einsatz kommen.

- Brennstoffzellen benötigen noch teure Metalle wie Platin. Darum sind Wasserstoff-Autos für den Massenmarkt derzeit nur bedingt geeignet.

- Wasserstoff, der aus regenerativen Energien gewonnen wird, ist nahezu 100 % umweltfreundlicher Energieträger.

Meine Einschätzung zum heiß diskutierten Thema Wasserstoff-Auto ist: Eine Wasserstoffgesellschaft wäre theoretisch möglich. Die Energieform Wasserstoff wäre langfristig vermutlich auch der umweltfreundlichste Ansatz, gerade im Vergleich mit der direkten Alternative von Autos, die über Lithium-Ionen-Akkus angetrieben werden und wo der Herstellungsprozess Umweltbelastungen mit sich bringt. Aber: Die Wirtschaftlichkeit spricht dafür, dass Batteriefahrzeuge dominieren werden. Die Entscheidung für eine Wasserstoffgesellschaft müsste politisch getroffen werden. Sie wird sich nicht aus sich allein heraus entwickeln!

Umschichtungen im realen 100.000 € Trendfolge-Depot

Gemäß den Trendstabilitäts-Ranglisten muss Varta das Depot verlassen und Enel wird neu aufgenommen. Enel habe ich über das Discount-Zertifikat mit der WKN DF0A6L zu 7,47 € in Stuttgart gekauft. Das Zertifikat bietet einen Discount von derzeit 8,7 % auf den aktuellen Kurs. Die maximale Rendite liegt bei 20,6 %. Der Nachteil des günstigeren Einstiegskurses ist also quasi die Deckelung der Gewinne nach oben. Für eine ruhige und konservative Trend-Aktie wie Enel ist das ein sehr guter Kompromiss, finde ich. Hier gibt es mehr Infos:

https://www.dzbank-derivate.de/product/detail/index/sin/17252554

Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank:

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Scout24, die sich derzeit auf Rang 4 der Gesamtauswahl befindet. Scout24 profitiert als Betreiber von Preisvergleichsplattformen vom eCommerce-Trend. Denn bei der Suche nach preisgünstigen Eigentumswohnungen oder einer neuen Mietwohnung greifen immer mehr Interessenten auf das gut sortierte Angebot von Vergleichsportalen wie Imobilienscout24 zurück. Dabei erhält man dank passender Filtereinstellungen via PC oder Smartphone rasch einen Überblick, welches Objekt den eigenen Bedürfnissen und dem zur Verfügung stehenden Budget in der gewünschten Region am ehesten entspricht. Für Immobilienverkäufer bietet der Marktführer bei Immobilienvergleichsportalen auch passende Maklerangebote zur professionellen Vermittlung der zum Verkauf oder zur Vermietung stehenden Immobilie. Angesichts historisch niedriger Zinsen bleiben Immobilien gefragt, was Immobilienscout24 in Zentral-, Mittel- und Osteuropa hohe Einnahmen im Anzeigengeschäft beschert.

Scout24 schwimmt in Geld und kann angreifen!

Nach dem Verkauf der beiden Vergleichsportale Autoscout24 und Finanzcheck.de an den Finanzinvestor Hellman &Friedman für rund 2,9 Mrd. Euro hat Scout24 genügend Geld in der Kasse, um sein margenstarkes Kerngeschäft mit Immobilienvergleichsportalen weiter auszubauen. Neben einer weiteren Internationalisierung durch Zukäufe im Ausland dürfte Scout24 sein Immobilienvergleichsportal-Angebot durch neue Features attraktiver gestalten, um neue Kunden anzulocken. Hier wären beispielsweise auf Basis von Augmented-Reality-Lösungen Rundgänge zur Besichtigung der Traumimmobilie im virtuellen Raum eine Option, womit sich Kaufinteressenten zeitraubende Wohnungsbesichtigungen ersparen können. Auch die Aktionäre können sich nach dem erfolgten Verkauf der Randgeschäftsbereiche auf eine hohe Sonderausschüttung freuen. Dabei wird aktuell am Markt über eine Sonderdividende in Höhe von rund 1 Mrd. Euro spekuliert. Die Experten von JPMorgan haben vor diesem Hintergrund kürzlich das Kursziel für die Aktie mit 73 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Overweight" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

kritisch über die deutsche Autobranche zu sprechen, erhitzt die Gemüter. Vor allem wenn die Schlussfolgerung lautet, dass der Elektroauto-Pionier Tesla Wettbewerbsvorteile besitzt. Tesla baut nicht nur Elektroautos, sondern hat auch das Geschäftsmodell des Autoverkaufs neu definiert. Gestern, als die Tesla-Aktie 10 % nach guten Quartalszahlen in die Höhe schoss, dürfte einigen Leuten mehr klar geworden sein, wie real die Bedrohung der deutschen Autobranche durch Tesla mittlerweile geworden ist.

Tesla setzt auf den Online-Vertrieb. Ich bestelle die Teslas auf tesla.com. Einen BMW kaufe ich beim BMW-Vertragshändler und der will kräftig mitverdienen. Genau das wird zum Problem für die etablierten Hersteller, denn Tesla setzt darauf, das Modell 3 als Elektroauto für den Massenmarkt und zu Kampfpreisen auf den Markt zu drücken. Wenn zwischen dem Autohersteller und dem Kunden noch ein Vertragshändler dazwischensteht, der auch die Hand aufhält, kann man den Preiskampf nicht gewinnen. Es ist ein wenig wie mit Amazon und dem Einzelhandel.

Tesla erzielt bei der Batterieproduktion und beim Einkauf von Batteriezellen schon jetzt Skaleneffekte. Mit vermutlich über 500.000 produzierten Elektroautos im Jahr 2020 nimmt Tesla mehr Batteriezellen ab als jeder andere Hersteller. Das hilft die Einkaufspreise zu drücken. Elon Musk weiß, dass er den Preiskampf dann gewinnen kann, wenn Tesla mehr Batteriezellen bezieht als jeder andere Hersteller auf dem Globus. Darum hat Musk Tesla noch eine eigene Abteilung für Energiespeicher-Systeme spendiert. Auch hier werden Batteriezellen benötigt. Der Kreis schließt sich.

Meine Meinung: Die deutsche Autobranche ist leider nicht auf die Elektroauto-Massenproduktion von Tesla vorbereitet.

Enel: Trendstabiler Energieversorger mit Dividendenrendite von 4,1 %

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitätsranglisten die Aktie von Enel, die sich derzeit auf Rang 1 der Gesamtauswahl befindet. Der italienische Strom- und Erdgaskonzern gehört mit seinen mehr als 73 Millionen Kunden zu den weltweit führenden Stromversorgern. Oberste Priorität hat bei Enel derzeit der Ausbau der Erzeugerkapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien. Kürzlich wurde hier das milliardenschwere Investitionsprogramm um 11% auf knapp 28,7 Mrd. Euro aufgestockt. Neben dem weiter forcierten Netzausbau und der Modernisierung der Strominfrastruktur soll mehr als die Hälfte dieser Mittel in den Aufbau neuer Ökostrom-Kapazitäten fließen. Bis Ende 2022 will Enel zusätzliche Erzeugerkapazitäten mit einer Gesamtleistung von 14 Gigawatt bei Wind- und Wasserkraft ans Netz bringen. Dadurch wird der Anteil der besonders klimaschädlichen Kohlestrom-Erzeugung um knapp drei Viertel reduziert und gleichzeitig die Ökostromkapazitäten auf Konzernebene von derzeit 49% auf rund 60% erhöht. Dies ist dank der deutlich geringeren CO2-Belastungen nicht nur gut für die Umwelt, sondern sorgt auch für steigende Gewinne. Denn Ökostrom bietet Energieversorgern deutlich höhere Margen, als konventionell erzeugter Strom.

Als einem der weltweiten Marktführer bei regenerativen Energien bieten sich für Enel neben dem Massenkundengeschäft auch interessante Wachstumsmöglichkeiten in Zusammenhang mit fixen Ökostrom-Lieferverträgen für große Firmenkunden. Vor allem in den USA legen immer mehr Firmen Wert auf eine nachhaltige und klimafreundliche Stromversorgung, um ihre CO2-Bilanz aufzupolieren. Anfang Januar hatte die Ökostrom-Tochter Enel Green Energy ein Ökostrom-Lieferabkommen mit Danone North America zu vermelden. So wird die US-Tochter des französischen Lebensmittelkonzerns über einen Zeitraum von 12 Jahren jährlich 1,9 Terrawatt-Stunden von einem Windpark mit einer Gesamtleistung von 500 Megawatt beziehen. Dieses langfristige Abkommen beschert Enel über den gesamten Zeitraum nicht nur planbare Erlöse, sondern gleichzeitig hohe Margen.

Enel hat dank des wachsenden Ökostromanteils allen Grund, optimistisch nach vorne zu blicken. So wurde das mittelfristige Planziel beim operativen Ergebnis für 2022 um 13% auf 20,1 Mrd. Euro nach oben revidiert. Auch die Aktionäre werden hiervon durch steigende Ausschüttungen profitieren, wobei Enel seine Dividende bis 2022 von zuletzt 32 Cent auf mindestens 40 Cent je Aktie anheben will. Damit bleibt Enel in punkto Dividendenrendite im Versorgersektor weiter erste Wahl, zumal die Aktie auf dem aktuellen Niveau bereits eine stattliche Dividendenrendite von 4,1% aufweist. Die Experten von Goldman Sachs haben in diesem Zusammenhang kürzlich von 8,10 auf 8,80 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

die Bestseller-Listen der Buchhandlungen sind voll mit Angstmacher-Literatur. „Der größte Crash aller Zeiten“, von Friedrich und Weik trifft offenbar die Sehnsucht der Menschen. Ja, ich glaube wirklich, dass es sich um die Sehnsucht nach dem Untergang handelt, die diese Bücher so erfolgreich macht. Denn wenn alles den Bach runtergeht, dann wirkt die eigene, kleine Existenz nicht mehr ganz so trostlos. Ich kenne das Gefühl selbst. Wenn ich mir anschaue was Elon Musk in den letzten Jahren alles hochgezogen hat, dann weiß ich wie klein und unbedeutend ich bin. Aber anstatt auf ihn zu schimpfen, werde ich lieber Fan. Diese Voodoo-Ökonomie-Weltuntergangsbücher lese ich privat nicht, lediglich aus beruflichem Interesse muss ich manchmal einen Blick hineinwerfen.

Meine Meinung zur Crash-Literatur ist: Die Untergangsprediger sind 12 Jahre zu spät dran. Geschimpft wird über Schulden, Euro und Geldpolitik. Ich möchte wetten, dass der nächste große Einbruch garantiert nicht die hohe Staatsverschuldung oder die Geldpolitik als Auslöser hat. Wenn es zu viele Staatsschulden gibt, werden diese monetarisiert. Das gefällt nicht jedem, mir auch nicht, es ist aber ein effektives Werkzeug, um die Dinge am Laufen zu halten. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass der gleiche schwarze Schwan gleich zweimal hintereinander auftaucht. Noch eine Finanzkrise wie 2008? Eher unwahrscheinlich, denn die Notenbanken sind wachsam. Wenn erneut ein schwarzer Schwan kommt, dann wird er ein anderes Aussehen haben.

Früher hieß es „Sex sells“, heute heißt es „Angst sells“

Ich überlege mir, auch ein Buch über den Weltuntergang zu schreiben: „Der Jahrhundert-Crash: Retten Sie Ihr Geld, morgen ist es nichts mehr wert“, würde sich bestimmt gut verkaufen. Früher hieß es „Sex sells“, heute weiß man, dass sich Angstmachen sogar noch viel besser verkaufen lässt. Was wäre der Inhalt meines Buches? Das Coronavirus zeigt wie anfällig unsere Zivilisation gegenüber neuen Krankheitserregern geworden ist. Ein gefährliches Virus kann das globale Wirtschaftsleben innerhalb kürzester Zeit zum Erliegen bringen: Flüge werden gestrichen, Menschenansammlungen verboten, der Verkehr wird eingestellt. Dann brechen die eng verzahnten Logistiknetze zusammen und schon beginnt der Abwärtsstrudel.

Das neue Einkommenssteuergesetz ist ein Skandal

Eine reale Gefahr für die Aktienmärkte geht auch von davon aus, dass quasi über Nacht die Rolle von Privateigentum immer stärker beschränkt wird. Eine Blaupause für solch ein Szenario ist die Änderung im Einkommenssteuergesetz, die noch vor Weihnachten durch den Bundestag geschleust wurde. Verlusttrades mit Derivaten werden vermutlich ab 2021 nur noch mit maximal 10.000 € anrechenbar sein. Das letzte Wort, dass die Formulierung im Gesetz auch Derivate umfasst, ist noch nicht gesprochen. Das kann dazu führen, dass Trader am Jahresende Steuern auf Verluste abführen müssen. Ein Skandal. Das Finanzministerium will offenbar die Branche platt machen, indem sie Privatanlegern den Handel quasi unmöglich macht. Ich hoffe, dass sich in den politischen Instanzen noch der gesunde Menschenverstand durchsetzt und das Gesetz zurückgenommen wird, oder dass die Gerichte dieser Enteignungspolitik einen Riegel vorschieben werden.

MTU Aero Engines ist neu in meinem Realgeld-Depot

Neu in meinem Realgeld-Depot befindet sich die Aktie von MTU Aero Engines, die sich derzeit auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 befindet. Ich kaufte den Titel über den Turbo Long mit der WKN DF1H2M.

Der Triebwerksbauer bleibt aufgrund seiner spritsparenden Triebwerkslösungen einer der gefragtesten Zulieferer in der Luftfahrtindustrie. Zu den Kunden des Münchener Konzerns gehören die beiden Branchengrößen Boeing und Airbus, was MTU Aero Engines dank der weiter anziehenden Nachfrage bei Passagiermaschinen prall gefüllte Auftragsbücher beschert. Als Cash-Cow von MTU Aero Engines erweisen sich besonders effiziente Triebwerkslösungen wie die PW1100G, das beim Airbus-Megaseller A320neo Kerosineinsparungen von bis zu 20% gegenüber herkömmlichen Triebwerken erlaubt. Auch bei den preislich günstigeren konventionellen Airbus-Modellen wie dem A320 und dem A321 liefert MTU Aero Engines mit dem V2500 die passende Triebwerkslösung und profitiert damit von den jüngsten Marktanteilsgewinnen von Airbus im Mittelstreckensegment.

Medienberichten zufolge will die irische Billigfluglinie Ryanair 100 neue Maschinen vom Typ A320 und A321 bei Airbus ordern, wovon MTU Aero Engines als Zulieferer ebenfalls profitieren sollte. Neben der steigenden Nachfrage bei neuen Triebwerkslösungen profitiert MTU Aero Engines auch von der steigenden Zahl der installierten Triebwerkslösungen. Dies sorgt für höhere Umsatzerlöse in margenstarken Segmenten wie Wartung und Service oder im Ersatzteilgeschäft, was sich positiv bei der Profitabilität niederschlagen wird.

MTU hat sich beim Zukunftstrend Flugtaxis positioniert!

Auch abseits des klassischen Kerngeschäfts bieten sich für MTU Aero Engines glänzende Perspektiven. So wird man gemeinsam mit dem französischen Anbieter Safran die Antriebskonzept für den Kampfjet der EU-Luftstreitkräfte entwickeln, der ab 2040 in Dienst gestellt werden soll. Auch im Zukunftsmarkt für Flugtaxis streckt MTU Aero Engines seine Fühler aus und entwickelt passende Antriebskonzepte für das Silent Air Taxi des Münchener Start-Ups SAT GmbH. Damit adressiert man einen vielversprechenden Wachstumsmarkt, der laut den Experten von Allied Market Research jährlich um durchschnittlich 26,2% wächst und zum Ende dieser Dekade ein Marktvolumen von rund 6,6 Mrd. USD erreichen wird.

Alles in allem bieten sich für den Treibwerkshersteller mittelfristig glänzende Perspektiven, weshalb die UBS kürzlich ihr Kursziel für die Aktie von 295 auf 312 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt hat.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Endlos Turbo Long 189,2238 open end: Basiswert MTU Aero Engines

DF1H2M / //
Quelle: DZ BANK: Geld 20.02. 15:31:03, Brief 20.02. 15:31:03
DF1H2M // Quelle: DZ BANK: Geld 20.02. 15:31:03, Brief 20.02. 15:31:03
7,90 EUR
Geld in EUR
7,92 EUR
Brief in EUR
-4,82%
Diff. Vortag in %
  • Basispreis
    189,2238 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %
    29,37%
  • Knock-Out-Barriere
    189,2238 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %
    29,37%
  • Hebel 3,39x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.