Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trendfolge-Trader,

es gibt ja in der heutigen Zeit eine Angst vor fast Allem. Manche Menschen haben Angst davor, dass Roboter eine Massenarbeitslosigkeit auslösen werden, obwohl die tatsächliche Entwicklung genau in die entgegengesetzte Richtung zeigt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war der Automatisierungsgrad so hoch wie heute und dennoch gibt es in vielen Branchen einen eklatanten Arbeitskräftemangel. Mir ist auch klar warum, da reicht ein einziger Hotelbesuch mit Wellness-Programm und qualitativ hochwertigem Essen. An der Serviceleistung, die ich dort geboten bekomme, sind bestimmt über 10 Menschen beteiligt. Rezeption, Zimmerreinigung, Küche, Bedienung, … . Je mehr Menschen also auch dank der Automatisierung zu Geld kommen und dieses Geld in personalintensiven Branchen ausgeben, desto stärker steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften.

Wenn man sich Wirtschaftswachstum vorstellt, sollte man sich auf die kaum zu stillenden Bedürfnissen der Menschen fokussieren. Wer antwortet auf folgende Fragen schon mit Nein:
- Möchtest du eine größere Wohnung oder ein größeres Haus?
- Möchtest du tolle Urlaube verbringen?
- Willst du öfters Mal gute Restaurants oder andere Events besuchen?
- Hättest du gerne das iPhone 11 oder das iPad Pro?

Kaum jemand kann von sich behaupten, keine Idee zu haben wie steigendes Einkommen ausgegeben werden kann. Solange die Wünsche der Menschen nicht enden, solange wir das Wirtschaftswachstum nicht zum Erliegen kommen.

Ganz anders sieht es aus, wenn man sich die Wirtschaft von der Produktionsseite her anschaut. Dann trifft man auf einmal überall auf Probleme, die gigantisch groß erscheinen. Von der Autobranche bis zum Maschinenbau, viele Firmen müssen kämpfen.

Die Ceconomy-Aktie fällt, CTS Eventim steigt: Beide Trends haben die gleiche Ursache

Die Konsumnachfrage wird nicht weniger, lediglich die Verteilung der Wertschöpfung ändert sich dramatisch. Heute ist erneut die Aktie von Ceconomy unter Druck und fällt um fast 10 %. Das ist das Konzerndach von Media Markt und Saturn. Früher, in meiner Jugend, verbrachte ich stundenlang im Media Markt, um CDs probezuhören. Das Geschäft mit DVDs und Musik-CDs wurde durch die Streaming-Dienste komplett zerstört. Die Menschen hören nicht weniger Musik, aber die Wertschöpfungskette hat sich drastisch geändert.

Ein Profiteur von obiger Entwicklung ist zum Beispiel die Aktie von CTS Eventim, die sich auf Ranglistenplatz Nr. 9 der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. Fast 100 Euro für Depeche Mode, Lady Gaga 130 Euro und Roger Waters, der als Mitgründer der Rockband Pink Floyd bekannt wurde, rund 300 Euro. Für Livekonzerte müssen Besucher tief in die Tasche greifen. Und es funktioniert, denn die Fans sind bereit so viel zu zahlen. So kostete 2001 ein Depeche-Mode-Konzert in Leipzig 45 Euro. 2018 waren es in Berlin schon 93 Euro – mehr als doppelt so viel. Ein wesentlicher Grund für diesen Trend sind Musikstreaming-Dienste wie Spotify oder Amazon Music, über die es möglich ist, Musik kostengünstig zu hören. Die Zahlen verkaufter Tonträger gingen hingegen in den vergangenen Jahren rapide in den Keller. Während früher Schallplatten und CDs die Haupteinnahmequelle für Musiker waren, sind es heute die Livekonzerte.

Die Trendstabilitäts-Rangliste zeigt wer zu den wirtschaftlichen Gewinnern zählt

Die Aktie von CTS Eventim ist trendstabil. Schauen Sie sich die Trendstabilitäts-Ranglisten an. Ceconomy zeigt überhaupt keinen Trend nach oben. In der Regel gilt: Wenn wir uns auf die Aktien konzentrieren, die sich weit oben in den Trendstabilitäts-Ranglisten bewegen, dann konzentrieren wir uns auf die Gewinner der wirtschaftlichen Veränderungen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

meine Volksbank bietet im Brokerage-Bereich die Möglichkeit, die Depotperformance grafisch darzustellen und gegen einen Benchmark laufen zu lassen. Auch nach sämtlichen Transaktionsgebühren hat unser Trendfolge-Konzept den DAX geschlagen. Das ist ermutigend und gibt Anlass zur Hoffnung, dass eine schöne Aufwärtsphase eintritt, wenn die Märkte ihre langlaufende Seitwärtsbewegung endlich überwunden haben. Hier ist die Entwicklung meines realen 100.000 € Trendfolge-Depots im Vergleich zum DAX.


Ich bin im Realgeld-Depot zurzeit in den beiden Rückversicherern Münchener Rück und Hannover Rück investiert. Heute empfahl die Commerzbank die Aktie der Münchener Rück mit Kursziel 265 € zum Kauf und insbesondere die Begründung fand ich interessant:
 

  • Es gebe Wachstumschancen im traditionellen und im Digitalgeschäft.
  • Die Bilanz sei stark und die Dividenden seien sicher.
  • Die Preisentwicklung bei den Versicherungsprämien verbessere sich.
  • In diesem Jahr sei eine Übererfüllung der Ziele beim Nettogewinn wahrscheinlich.


Der Pessimismus des Marktes bezüglich der hohen Dividendenrenditen bei Versicherungsaktien und Rückversicherungsaktien hat sich nun offenbar endgültig als falsch erwiesen. Noch 2018 notierten diese Aktien mit Dividendenrenditen von über 5%, ähnlich wie die Aktien des Autosektors und ich philosophierte gerne über die Frage, ob hier eine Value-Trap vorliegen würde. Ein Value-Trap ist dann gegeben, wenn Aktien zwar eine günstig Multiple-Bewertung haben (also eine hohe Dividendenrendite, ein niedriges KGV oder ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis), aber in Wirklichkeit nicht günstig sind, weil der Gewinn deutlich zurückgehen wird.

Trendstabiles Verhalten kann ein Hinweis auf Dividenden-Schnäppchen sein!

Die Börse hatte ihre Meinung bereits seit langer Zeit gefällt. Die Aktienkurse der Autokonzerne waren rückläufig. Die Aktienkurse der Versicherungskonzerne waren stabil und sogar leicht steigend. Der Börsentrend hatte erstens bei den Autobauern ein frühes Warnsignal gegeben, dass die hohen Gewinnniveaus nicht zu halten sein würden. Bei den Versicherern hatte der Börsentrend zweitens laut darauf hingewiesen, dass die hohen Dividendenrenditen in diesem Fall wohl wirklich als Schnäppchen zu werten sind.

Die Energieversorger dürften vor einer Phase steigender Dividenden stehen

Ebenfalls Dividendenschnäppchen sind aus meiner Sicht derzeit zum Beispiel die europäischen Energieversorger. Mit Enel und Iberdrola habe ich ja zwei davon ebenfalls im realen 100.000 € Trendfolge-Depot. Nicht wegen meiner Meinung, wie Sie wissen, liebe Leser, sondern weil das Regelwerk das so vorgegeben hat. Die Energieversorger wurden von der ersten Welle der erneuerbaren Energien-Revolution ja hart getroffen als jeder private Haushalt und jeder Eigentümer von großen Dächern selbst zum kleinen Energieversorger wurde, der dank der gesetzlichen Vorgaben seine erzeugte Energie in die Netze der großen Konzerne einspeisen durfte. Aber dieser Trend ist jetzt etwas abgeflacht und die nächsten 10 Jahre stehen wieder im Fokus großer Kraftwerksanlagen, zum Beispiel von Power-to-Gas-Anlagen, um aus Wind- oder Solarenergie zum Beispiel Wasserstoff zu erzeugen, der dann anschließend wieder in Energie umgewandelt werden kann.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Wochenbericht / 11.10.2019 | 15:28:00

Reales 100.000 € Trendfolge-Depot: Das ist cool!

Liebe Trendfolge-Trader,

wenn es Twitter nicht schon geben würde, müsste man diesen Dienst erfinden. Ein öffentliches Sprachrohr für die Politiker der Welt, um Ansichten und Entscheidungen ohne den Umweg über die Presse in der Welt zu verbreiten. Amazon hat die Großhändler ausgeschaltet. Twitter schaltet die Presse aus, wenn es darum geht, neue Informationen so schnell wie möglich in die Welt hinauszutragen. Na ja, zugegeben nur vereinzelt, aber die Tendenz ist erkennbar.

So wie heute: Ein Trump-Tweet, dass die Handelsgespräche mit China gut laufen würden, lässt die Aktienmärkte stark anziehen. Ich könnte jetzt wieder wie im letzten Blog-Beitrag darüber jammern, dass es als Trader herausfordernd ist, diesen ständigen Impulsen richtig zu folgen, aber heute möchte ich einfach sagen: Cool! Es ist irgendwie cool, dass wir im Twitter-Zeitalter ganz demokratisch wichtige Informationen aus erster Hand bekommen. Früher war das nicht so. Da saßen die Journalisten in den Pressekonferenzen und die ersten Infos sickerten dann meist über teure Nachrichtendienste wie Bloomberg durch. Institutionelle Anleger waren klar im Vorteil. Twitter-Notifications kann jeder aktiveren.

Ich möchte noch eine kurze Geschichte zum Thema „lange Leitung des Kapitalmarktes“ erzählen.

Manchmal liegt man mit einer Einschätzung zu einem Unternehmen komplett richtig, aber die Aktie reagiert einfach nicht darauf und man reibt sich ganz verwundert die Augen, warum Mr. Market die Sache komplett anders sieht. Als Thomas Cook am 23. September Insolvenz anmeldete, kaufte ich sofort TUI-Aktien. Wenn der größte Konkurrent aus dem Markt ausscheidet, muss doch mehr Geschäft für TUI übrigbleiben, war meine einfache Logik. Aber die Aktie lief seitwärts mit abbröckelnder Tendenz. Ich war schon fast davor den Trade zu beenden als TUI in einer Pressemitteilung dann mein Szenario gestern bestätigte und von 500.000 zusätzlichen Gästen im nächsten Jahr sprach. Aber der Kurs reagierte auch gestern erst einmal nicht. Erst heute springt die Aktie um +10 % in die Höhe und preist das ein, was eigentlich schon vor 3 Wochen feststand.

Merke: Recht haben alleine reicht an der Börse nicht aus. Man muss genau zum richtigen Zeitpunkt Recht haben, sonst kann ein Trade trotz der richtigen Meinung schiefgehen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 10 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste vorgerückt ist die Aktie von CTS Eventim. Der Ticketvermarkter und Veranstalter von Live-Konzertevents ist ein typischer Profiteur steigender Konsumausgaben. Angesichts der robusten Binnenkonjunktur und steigender Löhne haben die Verbraucher mehr Geld in der Tasche und gehen daher öfters ins Kino, zu Konzerten oder Sportveranstaltungen. Höhere Ticketabsätze und neue Zuschauerrekorde bei großen Konzertveranstaltungen wie "Rock am Ring" bescherten CTS Eventim im ersten Halbjahr deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Auch für das laufende Fiskaljahr zeigte sich das Konzernmanagement optimistisch und rechnet mit neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis. Gut ins Bild passt die von CTS Eventim verfolgte Strategie, sich durch strategische Zukäufe in wachstumsstarken Auslandsmärkten zu positionieren. Durch die Übernahme des französischen Ticket-Vermarkters Fnac Darty oder der kürzlich erfolgten Mehrheitsübernahme des russischen Konzert-Veranstalters Talent Concert International ist man gut positioniert, um von steigenden Konsumausgaben in Frankreich und Russland profitieren zu können. Als einer der wichtigsten Katalysatoren für die Ergebnisentwicklung bei CTS Eventim sollte sich die Verlagerung der Ticket-Vermarktung auf das Internet erweisen. Denn beim Online-Ticketvertrieb winken deutlich höhere Margen als beim Verkauf von Tickets über stationäre Verkaufsstellen. Da der Anteil der Online vertriebenen Tickets stetig ansteigt, wird sich auch das Margenniveau mittelfristig deutlich heben. Entsprechend gehen die Konsenserwartungen für die kommenden Jahre von steigenden Ergebnissen aus. Die Experten der Berenberg Bank haben vor diesem Hintergrund kürzlich das Kursziel von 53 auf 61 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

vorhin war ich kurz beim Zahnarzt zum Kontrolltermin und als ich zurückkam, war der DAX 200 Punkte in die Höhe geschossen. Mal wieder eine Marktbewegung aus dem Nichts heraus, ausgelöst von Neuigkeiten im Handelskonflikt. Offenbar ist China zu Kompromissen bereit. Ich kommentiere das nicht mehr, es liegt so oder so nicht in meiner Hand. Gestern war der Markt übrigens gefallen, weil die USA neue Restriktionen gegen chinesische Firmen verhängten. Rauf und runter immer wieder.

Puma-Aktie probt die Rallye

Zum Glück bleibt mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot weiterhin stabil im Markt liegen. Meine gehebelte Puma-Position (via Endlos Turbo Long WKN DF1LAH) liegt sogar 14% im Plus. Die jüngsten Nachrichten bezüglich Puma sprechen für die Long-Seite. Wie Sie wissen, liebe Leser, entscheidet allein unser Trendfolge-Regelwerk darüber, welche Aktien im Depot sind. Das Lesen der Nachrichten gilt also in diesem Fall einzig und allein dem Stillen meiner journalistischen Neugierde. Puma hat jüngst zusammen mit Amazon ein neues Label auf den Markt gebracht: "Care of by Puma". Das dürfte die Marke Puma insbesondere auch in den USA stärken. Positiv sind auch Berichte, nach denen die Marke Puma vor allem auch bei der jüngeren Generation unter 25 angesagt ist. Diese Generation setzt die neuen Trends und daher haben die Marken, die bei den jungen gut ankommen, meistens einen schönen Wachstumspfad vor sich!

Wann war der DAX zuletzt so nervig?

Ich habe mir vorhin überlegt, ob es mit dem DAX jemals so nervig war wie dieses Jahr. Seit 1998 verfolge ich die Börsen intensiv und es gab viele spannende und volatile Phasen, aber es gab selten solche nervigen und langweiligen Seitwärtsbewegungen. Mr. Market lässt kaum einen Titel mal länger als ein paar Tage durchstarten. Die Finanzkrise 2008 war brutal, schockierend, aber niemals langweilig. Es war eine perfekte Spielwiese für Rebound-Trades. Nervig war die Staatsschuldenkrise 2010 und 2011 mit den ständigen Meldungen rund um das griechische Staatsdefizit und sich widersprechenden Politikeraussagen zu den Rettungspaketen. Sehr frustriert war ich auch von den Marktbewegungen rund um die Krimkrise im Jahr 2014. Wenn die Nachrichtenagenturen über russische Militärkonvois an der Grenze zur Ukraine berichteten, machte der DAX den Abflug. Ich weiß heute noch, wie ich am 16. Oktober, dem Paniktag, als der DAX unter 8400 Punkte krachte, einige Positionen aufgrund meines Risikomanagements aufgeben musste. Das war sehr bitter, aber irgendwie auch spannend.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Dialog Semiconductor profitiert von den guten Verkaufszahlen des iPhone 11

Mein Realgelddepotwert Dialog Semiconductor befindet sich derzeit auf Rang 4 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste. Der Powermanagement-Spezialist befindet sich auf gutem Weg, seine starke Entwicklung aus der ersten Jahreshälfte auch im Gesamtjahr fortschreiben zu können. Als stützend dürfte sich hier die unerwartet starke Nachfrage nach dem neuesten Smartphone-Flagschiffmodell aus dem Hause Apple erweisen. Nach Informationen der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ entwickeln sich die Verkaufszahlen für das neue „iPhone 11“ besser als erwartet. Dies sind gute Nachrichten für Apple-Zulieferer wie Dialog Semiconductor, zumal der Technologiekonzern nach wie vor mehr als 75% seiner Umsatzerlöse mit Powermanagement-Lösungen für die iPhone- und iPad-Serie des Technologiekonzerns aus Cupertinio erzielt. Auch nach dem Verkauf großer Teile der Powermanagement-Sparte an Apple wird der US-Technologiegigant in den kommenden Jahren der wichtigste Kunde von Dialog Semiconductor bleiben.

Dialog-Vorstandschef Jalal Bhagleri hat jedoch bereits mit gezielten Übernahmen und der Erschließung neuer Wachstumsfelder die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit neuen energiesparenden Modullösungen für WiFi- und Bluetooth-Applikationen adressiert er attraktive Endmärkte außerhalb des Smartphone-Segments. Gut ins Bild passt hier die jüngste Übernahme von Creative Chips, für rund 80 Mio. USD. Creative Chips in Bingen am Rhein ist ein mittelständischer deutscher Halbleiterhersteller von kundenspezifischen integrierten Schaltkreisen (Digital-ASICs und Mixed-Signal-ASICs) für die Industrieautomatisierung, die Automobilindustrie und die Konsumgüter- und Medizinelektronik. Damit ist Dialog Semiconductor bestens aufgestellt, um als Zulieferer für bei Themen rund um Internet of Things neue Wachstumschancen wahrzunehmen. Bei der Analystengemeinde stieß der jüngste Zukauf auf positive Resonanz. So zeigten sich die Experten der Crédit Suisse zuversichtlich, dass sich die Abhängigkeit vom Hauptkunden Apple mit der Übernahme von Creative Chips langfristig weiter verringern werde. Dennoch wurde das Kursziel weiterhin auf 41 Euro belassen und die Einstufung mit "Outperform" bestätigt.

Carl Zeiss Meditec glänzt mit starkem Zahlenwerk

Auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX ist die Aktie von Carl Zeiss Meditec vorgerückt. Der Medizintechnik-Spezialist überraschte zuletzt einem unerwartet starken Zahlenwerk für das abgelaufene Fiskaljahr. Laut vorläufigen Berechnungen verbesserten sich die Umsatzerlöse des Medizintechnik-Spezialisten demnach um 13,9%, was sowohl über den konzerneigenen Prognosen als auch oberhalb der Konsenserwartungen gelegen hatte. Auch in punkto Profitabilität geht Carl Zeiss Meditec davon aus, dass man die bisherige Prognose bei der EBIT-Marge von 15,0 bis 17,5% genauso übertreffen wird, wie den aktuellen Marktkonsens, der bei 18,5% liegt. Die Chancen, dass Carl Zeiss Meditec seinen Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen kann, stehen gut. Als einer der Marktführer bei Interokularlinsen und Lasersystemen zur Sehschärfekorrektur und der Behandlung von Augenerkrankungen ist Carl Zeiss Meditec bestens positioniert, um von der demographischen Entwicklung überdurchschnittlich stark profitieren zu können.

Frische Wachstumsimpulse verspricht der Bereich Microsurgery-Solutions. Hier bietet Carl Zeiss Meditec moderne Operationsmikroskope für minimalinvasive Eingriffe in verschiedenen Bereichen wie Neurochirurgie, Hals-, Nasen- Ohren (HNO-) OP´s sowie in der Dental- und Wirbelsäulenchirurgie. Auch für die Behandlung von Tumoren oder Gefäßerkrankungen wie Aneurysmen ist Carl Zeiss Meditec bestens positioniert. Dank Videotechnologien, dreidimensionaler Bildgebung oder intraoperative Fluoreszenz-Optionen werden dem Chirurgen während des Eingriffs diagnostische Daten und Informationen Okular oder auf Bildschirmen bereitgestellt, was ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Durchführung dieser komplexen Eingriffe gewährleistet. Mit dem innovativen intraoperativen Bestrahlungsgerät INTRABEAM setzt der Medizintechnikspezialist aus Jena außerdem neue Maßstäbe für eine schonende und sichere Behandlung verschiedener Tumorarten wie Brustkrebs. Nach Einschätzung der Experten von Bankhaus Metzler bietet die Aktie auch nach dem zuletzt gesehenen deutlichen Kursanstieg weiteres Aufwärtspotential. Wachstumschancen sehen die Analysten vor allem im Bereich Microsurgery-Solutions sowie durch Marktanteilsgewinne in den USA, wobei man Carl Zeiss Meditec prozentual zweistellige Wachstumsraten zutraut. Entsprechend wurde das Kursziel zuletzt von 115 auf 125 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

der ISM-Index hat die internationalen Aktienmärkte am Mittwoch in eine Schockstarre versetzt. Der Einkaufsmanagerindex erfasst die Stimmung der Einkaufsmanager. Er wird monatlich am ersten Werktag eines Monats für den Vormonat erhoben. Das Institute of Supply Management befragt dazu über 400 Einkaufsmanager in allen Regionen der USA nach deren Einschätzung der Geschäftslage. Der Konsens rechnete am Mittwoch damit, dass der Index knapp über 50 ausfällt und eine Expansion der Geschäftsaktivitäten anzeigt. Tatsächlich zeigte der ISM-Index mit 47,8 Punkten einen so schlechten Wert an, wie schon seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Die US-Industrie ist nun mit etwas Verzögerung auch voll im Sog des Handelskonflikts angekommen.

Der 3%ige Rückgang im DAX am Mittwoch hat natürlich auch mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot belastet. Immer dann, wenn es gerade richtig gut aussieht, kommt Mr. Market und verpasst mir eine Kopfnuss. Das ist wohl der Fluch der mittlerweile schon 4-jährigen Seitwärtsbewegung.

Aus der Vogelperspektive finde ich weiterhin beeindruckend wie stabil der Aktienmarkt insgesamt mit der Tatsache umgeht, dass der Industriesektor ähnlich stark gebeutelt ist wie während der Finanzkrise. Andere Wirtschaftssektoren wie die Baubranche, Medizin- und Gesundheit, aber auch die IT- und Softwarebranche verzeichnen eine robuste Geschäftstätigkeit. Schon seit Jahrzehnten sagen Ökonomen heraus, dass das starke horizontale Wirtschaftswachstum zu einer Abfederung von Konjunkturzyklen führen müsse. Unter horizontalem Wirtschaftswachstum versteht man die Zunahme der verfügbaren Produkte und Dienstleistungen. Wenn die Menschen zum Beispiel zukünftig verstärkt Geld in virtuellen Welten ausgeben, dann hat Wirtschaftswachstum durch die Erschaffung einer komplett neuen Produktkategorie stattgefunden. Das Aufkommen von Smartphones mit ihrer gesamten App-Infrastruktur, die wiederum Softwarefirmen eine neue Geschäftsgrundlage bot, waren in den letzten 10 Jahren eines der beeindruckendsten Beispiel für horizontales Wirtschaftswachstum.

Und während der Industriesektor in einer tiefen Melancholie versinkt, gibt es in anderen Branchen gute Nachrichten. Heute zum Beispiel springt Dialog Semiconductor wieder mit knapp +3% ins Plus. Im realen 100.000 € Trendfolge-Depot bin ich über den Endlos Turbo Long mit der WKN DF1245 Long in der Aktie. Eine japanische Zeitung hat berichtet, dass Apple bei seinen Zulieferern offenbar weitere 8 Millionen iPhones geordert hat. Das iPhone 11 verkauft sich sehr gut wie es scheint und Dialog als Apple-Stammzulieferer müsste davon deutlich profitieren. Ich persönlich kann die hohe Nachfrage nach dem neuen iPhone nachvollziehen. Nachdem ich beim iPhone X pausiert hatte, werde ich mir das neue iPhone 11 wieder kaufen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Air Liquide: Wasserstofftechnologie dürfte großer Gewinner der Klimadebatte werden

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Air Liquide, die sich derzeit auf Rang 10 der Auswahl im EURO STOXX 50 befindet. Der Industriegase-Hersteller gehört dank der Übernahme des US-Konkurrenten Airgas zu den weltweit führenden Anbietern und überzeugte zuletzt in Q2 mit einem besser als erwarteten Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Aussichten, dass Air Liquide seine starke Ergebnisentwicklung in den kommenden Fiskaljahren weiter fortsetzt, stehen gut. Angesichts der Klimadebatte dürfte die Wasserstofftechnologie immer stärker an Bedeutung gewinnen. Denn mit Hilfe von Wasserstoff lässt sich beispielsweise Energie aus Offshore-Windparks mit Hilfe von Power-to-Gas-Anlagen zwischenspeichern und anschließend wieder in Strom oder Wärme umwandeln. Auch als Treibstoff für Brennstoffzellenmotoren für Lkw, Nutzfahrzeuge oder Schiffsmotoren wird Wasserstoff nach Einschätzung von Experten als umweltfreundliche Alternativen zu Diesel oder Benzin immer stärker an Bedeutung gewinnen. Air Liquide ist als einer der führenden Anbieter im Bereich Anlagenbau bestens aufgestellt, um vom Siegeszug der Wasserstofftechnologie profitieren zu können. Besonders der staatlich geförderte Ausbau der Infrastruktur für Wasserstofftankstellen spielt Air Liquide in die Hände. Die Franzosen sind einer der Schlüsselakteure des Konsortiums H2 MOBILITY Deutschland, dass sich die Errichtung eines flächendeckenden Netzwerks mit Wasserstofftankstellen in Deutschland zur Aufgabe gemacht hat. Auch in China ist Air Liquide bei der Umsetzung der Wasserstoffinfrastruktur ein gefragter Technologiepartner und arbeitet seit Ende April mit dem chinesischen Partner Chengdu Houpu an der Implementierung eines Wasserstofftankstellennetzwerks. Die Experten der Deutschen Bank haben kürzlich ihr Kursziel von 129 auf 145 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

RWE baut Ökostromgeschäft deutlich aus

Auf Rang 10 der Gesamtauswahl befindet sich die Aktie von RWE. Der Energieversorger hat nach der Übernahme der regenerativen Erzeugerkapazitäten von E.ON und Innogy die Weichen für eine nachhaltige Trendwende im Kerngeschäft Stromerzeugung gestellt. Nachdem die zuständigen Wettbewerbsbehörden Grünes Licht für den milliardenschweren Asset-Deal gegeben hatten, wurde die Übernahme der Ökostromaktivitäten von E.ON und Innogy Ende September formal abgeschlossen. RWE wird demnach künftig rund 60% seines operativen Gewinns mit Strom aus Solar-, Wind- und Wasserkraft erwirtschaften, wobei konventionelle Energieträger wie Kohle künftig lediglich einen Anteil von knapp 20% zum operativen Konzernergebnis beisteuern werden. Mit Investitionen in Höhe von jährlich rund 1,5 Mrd. Euro will RWE den Ausbau der Erzeugerkapazitäten bei Ökostrom in den kommenden Jahren weiter forcieren, um die CO2-Emissionen bis 2030 schrittweise um 70% zu verringern. Bis Ende 2040 will RWE laut dem kürzlich vorgelegten dreistufigen Strategieplans das Ziel einer komplett CO2-neutralen Energieproduktion erreichen. Die konsequente Fokussierung auf Wind- und Solarenergie und Wasserkraft ist nicht nur gut für die Ökobilanz, sondern sollte sich auch nachhaltig positiv auf die Ergebnisentwicklung niederschlagen. Denn mit Ökostrom lassen sich deutlich höhere Margen erzielen, als mit konventioneller Energie aus Kohle- oder Atomstrom. Entsprechend gehen die Konsenserwartungen für die kommenden Jahre von einer deutlichen Verbesserung beim Konzernergebnis von RWE aus. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten der UBS zu den weiteren Aussichten bei RWE, wobei das Kursziel von 28,60 Euro auf 31,00 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt wurde.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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