Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trendfolge-Trader,

Verbote, Verbote, Verbote. Das ist offensichtlich das neue Mantra der Klimaaktivisten. Immer lauter werden deren Vorschläge, man müsse Flugreisen verbieten um CO2 einzusparen. Innerdeutsche Flüge am besten sofort und komplett. Ich halte das für eine engstirnige Sichtweise. Wenn wir in Deutschland Inlandsflüge verbieten, ändert das am weltweiten Emissionsaufkommen so gut wie überhaupt nichts. Andere Länder wie China, Indien oder USA würden das mit einem müden Lächeln zur Kenntnis nehmen.

Mit Verboten schützen wir langfristig nicht das Klima. Damit würden wir den Untergang lediglich um ein paar Tage verzögern, wenn ich jetzt einmal in einem Gedankenexperiment davon ausgehe, dass die Horrorszenarien stimmen. Die einzige Chance im globalen Kontext etwas zu verändern, sind evolutionäre Technologiesprünge. Wenn wir zum Beispiel in Deutschland eine Turbinentechnologie entwickeln, die statt Kerosin mit grünen Biokraftstoffen auskommt, wäre das ein Lösungsansatz, um weltweit etwas zu bewirken. Firmen wie Airbus und MTU arbeiten an treibstoffsparenden Technologien und sogar an komplett CO2-neutralen Antriebstechnologien. Wenn ich Politiker wäre und das Klima schützen wollte, dann würde ich Anreize schaffen, dass CO2-neutrale-Flugzeuge schneller entwickelt werden können.

MTU Aeroe Engines profitiert schon heute von der Nachfrage nach treibstoffsparenden Turbinen

In den Top-10 unserer Trendstabilitäts-Ranglisten hat sich die Aktie von MTU Aero Aero Engines zu einem der frühen Bullen aufgeschwungen. Die MTU-Aktie konnte gestern auf neue Allzeithochs vorstoßen während der DAX noch meilenweit davon entfernt ist. Mark Minervini, ein bekannter US-Profi-Trader, hat für ein solches Chartverhalten den Begriff „Leadership-Profile“ geprägt. Eine Aktie zeigt dann Führungsqualitäten, wenn sie von ihrem gesamten Bewegungsmuster her bullischer ist als der Gesamtmarkt. Das heißt wenn man einen Chart von einer Aktie und dem DAX übereinanderlegen würde, dann würde im Zeitverlauf auffallen, dass sich die Aktie und der Markt die meiste Zeit annähernd ähnlich verhalten was ihre größeren Schwingungsmuster betrifft. Der Markt bildet neue Tiefs, die Aktie bildet neue Tiefs. Der Markt bildet neue Hochs, die Aktie bildet neue Hochs. Ein solches marktkonformes Verhalten ist für Trader aber eher uninteressant. Interessant wird es dann, wenn eine Aktie neue Tiefs des Marktes ignoriert und stattdessen auf neue Hochs vorstößt. Der folgende Chart zeigt wie sich bei der MTU-Aktie ein Leadership-Profile entwickelt hat. Anfang Juni markiert DAX und MTU-Aktie im Gleichschritt noch neue Tiefs, dann entkoppelte sich MTU von der Schwäche des Marktes.

 

 

Was treibt den Kurs bei MTU? Ende Juli konnte der Triebwerksbauer MTU die Prognose für den Gewinn 2019 nach oben schrauben. Insbesondere das China-Geschäft läuft ausgezeichnet und liegt über den Erwartungen. Eventuell macht sich hier der Handelskonflikt zwischen USA und China bereits auf positive Art und Weise bemerkbar. Flugzugbestellungen werden in China unter maßgeblicher Mitbestimmung der kommunistischen Partei auf den Weg gebracht. Wir hatten hier im Blog ja bereits häufiger thematisiert, dass chinesische Airlines in Zukunft wohl Nicht-amerikanische-Hersteller bevorzugen würden. Sowohl bei den Flugzeugbestellungen als auch im Wartungsgeschäft. Das besser als erwartet verlaufende China-Geschäft, über das MTU am 25. Juli berichtete, könnte ein erster Hinweise darauf sein, dass diese These richtig ist.

Operativ profitiert MTU von der starken Nachfrage bei Passagiermaschinen, zumal man vor allem bei spritsparenden Triebwerkslösungen wie dem Getriebefan zu den technologisch führenden Anbietern gehört. Da MTU Aero Engines bei der Entwicklung umweltfreundlicher Triebwerke mit geringem Schadstoffausstoß oder Zero-Emission-Technologie zu den führenden Playern gehört, sollten sich hier für MTU mittelfristig interessante Wachstumschancen eröffnen, da die Nachfrage nach umweltfreundlichen Triebwerkslösungen markant anzieht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

noch letzte Woche hatte es so ausgesehen, dass sich mein Trendfolge-Depot den Einschlägen an den Aktienmärkten widersetzen kann. Die topplatzierten Aktien in den Trendstabilitäts-Ranglisten ließen sich vom 1.000-Punkte-Rücksetzer im DAX kaum beeindrucken. Doch heute hat sich das Bild schlagartig gewandelt. Compugroup meldete überraschend schwache Q2-Zahlen und die Aktie stürzt aktuell um -10% ab. Meine gehebelte Position ist nun fast 50% im Minus. Dabei hatte sich die Aktie im Vorfeld nicht anmerken lassen, dass Probleme im Anmarsch sind. Die Compugroup-Aktie lief ruhig und gemächlich von Hoch zu Hoch und war dabei deutlich stärker als der Markt.

Oft ist es so, dass börsennotierte Gesellschaften relative Schwächen aufbauen, wenn schlechte Quartalszahlen im Anmarsch sind oder wenn sich das Geschäft eintrübt. Das konnten wir in den letzten Monaten und Quartalen bei Auto- und anderen Industrietiteln vielfach beobachten. Aktien mit schwachem Kursverhalten tauchen dann in den Trendstabilitäts-Ranglisten nicht auf. Sie werden vom Trading-System quasi ignoriert. Compugroup hat das Trendstabilitäts-System, das problematische Firmen herausfiltern soll, quasi überlistet. Das Regelwerk hat in diesem Fall versagt.

Die Eskalationsspirale im Handelskonflikt zwischen China und USA dreht sich immer schneller. Die chinesische Zentralbank interveniert nun auf den Devisenmärkten und wertet die eigene Währung ab, um somit die Auswirkungen der US-Zölle zu reduzieren. Die Abwertung einer Währung ist für eine Zentralbank rein technisch kein großes Problem. Sie kann im Zweifel die Briefseiten selbst stellen und die Nachfrage durch die Schöpfung neuen Geldes bedienen. Ein Risikofaktor eines solchen Vorgehens ist inflationärer Druck. Natürlich tobte Trump sofort bei Twitter über diese Abwertung und ich habe den Eindruck, dass nun auf US-Seite eine weitere Zollerhöhung bevorstehen könnte. Der Handelsstreit wird zum nicht mehr enden wollenden Alptraum.

Nemetschek: Expansion in die USA ist erfolgreich

Aufgefallen ist mir beim Screening die Aktie von Nemetschek, die sich derzeit auf Rang 9 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX befindet. Der Bausoftware-Spezialist gilt mit seiner innovativen BIM-5D-Software-Suite, mit der Bauunternehmen und Architekten komplexe Bau- und Infrastrukturprojekte vom Entwurf bis zur Fertigstellung dank 3D-Visualisierung vollständig und effizient planen und überwachen können, als führender Anbieter der Branche. Da man beim Einsatz der Nemetschek-Software wichtige Faktoren wie Zeit und Kosten stets im Blick behält, lassen sich Termine bequem einhalten und teure Planungsfehler vermeiden, weshalb mittlerweile weltweit mehr als 5 Millionen Kunden auf die cloudbasierte BIM-Software von Nemetschek vertrauen. Dies macht sich für Nemetschek bezahlt, was ein Blick auf die jüngst veröffentlichten Q2-Zahlen belegt. Bei einem Umsatzplus von 9% konnte das bereinigte operative Ergebnis um mehr als 18% gesteigert werden, womit die Konsenserwartungen getoppt wurden. Bezahlt macht sich für Nemetschek die konsequent umgesetzte Expansionsstrategie vor allem in Nordamerika, zumal die US-Marke Bluebeam mit einem deutlichen Umsatzplus von 25% maßgeblich zur starken Ergebnisentwicklung beigetragen hatte. Da der Markt für Bausoftware-Lösungen dank des Digitalisierungstrends laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Techavio im Zeitraum von 2019 bis 2023 jährlich um 19,8% wächst, hat Nemetschek als einer der führenden Anbieter in diesem Segment gute Chancen, sein Wachstum weiter zu beschleunigen. Die Experten der Deutschen Bank haben das Kursziel für Nemetschek zuletzt auf 63,50 Euro belassen und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Depotwert Hannover Rück: Wenige große Naturkatastrophen in diesem Jahr

Aufgefallen ist mir beim Screening die Aktie meines Realgelddepot-Werts Hannover Rück, die sich aktuell auf Rang 7 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. Der Rückversicherer hatte zuletzt mit einem unerwartet deutlichen Gewinnanstieg im Auftaktquartal überrascht und dabei die Konsenserwartungen deutlich übertroffen. Dabei gelang es dem Rückversicherer höhere Schadensbelastungen aus Naturkatastrophen unter anderem über steigende Einnahmen aus anderen Bereichen wie der Personen-Rückversicherung zu kompensieren. Die Aussichten, dass der zweitgrößte deutsche Rückversicherer seine starke Ergebnisentwicklung im weiteren Jahresverlauf fortsetzen kann, stehen gut. Denn laut einer Erhebung der Münchener Rück kam es in der ersten Hälfte des Kalenderjahres weltweit zu deutlich geringeren Großschäden durch Naturkatastrophen. Die Geowissenschaftler der Münchener Rück ermittelten bei ihrer jüngsten Erhebung einen Gesamtschadenswert von rund 42 Mrd. USD, was deutlich unter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre von 92 Mrd. Euro liegt. Da die Hannover Rück bei den jüngsten Vertragserneuerungsrunden außerdem in wichtigen Kernmärkten wie Japan und den USA Prämienerhöhungen durchsetzen konnte, ist man auf gutem Weg, seine Jahresziele, die eine leichte Verbesserung beim bereinigten Nettogewinn auf 1,1 Mrd. Euro vorsehen, zu erreichen. Die Experten von JPMorgan haben kürzlich das Kursziel für die Aktie von 114 auf 130 Euro angehoben und die Einstufung mit „Neutral“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

unser Trendfolge-Regelwerk sieht vor, dass gehebelte Positionen bei +40% verkauft werden. Mein Verkaufslimit für die Open End Zertifikate auf Dialog wurde am Montag zu 1,87 € mit +40% ausgeführt. Hier finden Sie das Orderbuch meiner Volksbank!
 


Mit unseren Trendstabilitäts-Ranglisten leben wir in einer selbst und bewusst geschaffenen Blase, die die turbulente Welt derzeit gekonnt ignoriert und sich stattdessen auf die heile Welt des Kapitalmarktes konzentriert. Heute zum Beispiel, während ich diese Zeilen schreibe, ist der DAX mit 2,5% im Minus. Meine gehebelte Position auf Compugroup bleibt hingegen stabil liegen. Der Markt bevorzugt defensive Branchen wie Medizintechnik oder Energieversorger. Die wenigen Aktien, die im aktuellen Umfeld gut laufen, befinden sich auf den Top-Positionen der Trendstabilitäts-Rangliste und aus diesen setzt sich ja letztendlich mein Depot zusammen. Aktuell habe ich keinen Grund, mich zu beschweren. Das Trendfolge-Regelwerk hilft mir gut, die schwierige Phase zu überstehen.

Die meisten Kommentare, die zum Handelskonflikt USA und China geschrieben wurden, waren bislang falsch. Trump würde die US-Wirtschaft mit seiner Politik in ein Chaos stürzen, lautete die gängige Meinung. Passiert ist nichts dergleichen. Die US-Wirtschaft erfreut sich bester Gesundheit. China und Europa hingegen laufen wirtschaftlich gerade an Krücken. Die Behauptung der Amerikaner, wonach man beim Handel mit China in den letzten beiden Jahrzehnten draufgezahlt habe, scheint im Kern wahr zu sein. Die USA können mit den hohen Zöllen gut leben. US-Firmen müssen sich neue Produktionsstandorte außerhalb Chinas suchen. Länder wie Vietnam und Indien stehen auf einmal hoch im Kurs. Die neuen Zölle sollen den Druck auf US-Firmen erhöhen, die Produktionsverlagerung schneller voranzutreiben. Der Handelskrieg ist in Wirklichkeit wohl ein Krieg um die technologische Vorherrschaft. Der US-Administration ist es ein Dorn im Auge, dass Spitzentechnologie wie im iPhone von Apple, das in China hergestellt wird, sofort in die Hände chinesischer Firmen fällt, und diese Firmen dann wenig später genau die gleichen Produkte produzieren können.

Danone macht Kasse mit vegetarischen Produkten

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Danone, die sich derzeit auf Rang 4 des EURO STOXX 50 befindet.  Der auf Milchprodukte und Babynahrung spezialisierte französische Nahrungsmittelkonzern überzeugte zuletzt mit einem überraschend starken Zahlenwerk. Mit einem organischen Umsatzplus von 2,5% toppte man die Erwartungen der Analystengemeinde in 2. Quartal, nachdem Danone im Auftaktquartal mit einem vergleichbaren Umsatzplus von 0,8% recht bescheiden abgeschnitten hatte. Maßgeblichen Anteil hatte dabei das Geschäft mit Baby- und Säuglingsnahrung in China, dass dank der Fokussierung auf höherpreisige Produkte trotz rückläufiger Produktabsätze seit mehreren Quartalen erstmals wieder zweistellige prozentuale Umsatzzuwächse zu verzeichnen hatte. Ebenfalls stark präsentierte sich im ersten Halbjahr das Segment mit alternativen pflanzlichen Joghurt- und Milchprodukten, in dem Danone mit seiner Premium-Marke Alpro Soja zum Marktführer avanciert. Da Sojaprodukte aufgrund des Trends zur gesunden Ernährung längst nicht mehr nur bei Vegetariern hoch im Kurs stehen, sollte Danone als führender Anbieter seine hohen Zuwachsraten in diesem margenträchtigen Segment auch in den kommenden Jahren fortschreiben können. Nach dem unerwartet starken Abschneiden in der ersten Jahreshälfte sieht sich Danone auf gutem Weg, seine Planziele für das laufende Fiskaljahr komfortabel zu erfüllen, wobei man mittlerweile ein Ergebnis am oberen Ende der konzerneigenen Prognose bei Umsatz und Ergebnis anpeilt. Die Deutsche Bank hat Danone im Anschluss an das starke Zahlenwerk weiter mit "Buy" eingestuft und das Kursziel von 80 auf 88 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

gestern habe ich in der Zeitung gelesen, dass in den USA mittlerweile 18.400 Klagen gegen den Bayer-Konzern wegen des glyphosathaltigen Unkrautvernichters „Roundup“ eingegangen sind. Wer hat da eigentlich seine Hausaufgaben nicht gemacht, frage ich mich. Die Bayer-Aktie war einer der Stars am deutschen Aktienmarkt. Im Zeitraum von 2011 bis 2015 ging es von unter 40 € auf über 140 € in die Höhe. Anschließend konsolidierte die Aktie, aber man blickte einer rosigen Zukunft entgegen. Bis eben, ja, bis eben das Management von Bayer offenbar auf die Idee kam, sich selbst an den Rand des Abgrunds zu manövrieren. Monsanto hatte ja noch nie einen guten Ruf. Warum Bayer nicht einfach Geld in die Hand genommen hat, um eine gentechnikfreie und umweltverträgliche Saatgutmarke nach dem Vorbild von etwa KWS Saat aufzubauen, ist mir ein Rätsel. Das hätte den Nerv der Zeit getroffen und weniger Risiken beinhaltet.

Als ich den Zeitungsartikel las, übermannte mich ein Gefühl, das ich kurzentschlossen als Passivdepression bezeichnen möchte. Als Passivrauchen wird die Inhalation von Tabakrauch aus der Atemluft bezeichnet. Mit Passivdepression möchte ich zum Ausdruck bringen, dass meine Laune noch so gut sein kann, aber sobald ich die Zeitung aufschlage und etwas über den Industriestandort Deutschland lese, verflüchtigt sich die gute Laune sofort. Später wird man vermutlich in den Geschichtsbüchern lesen, dass eine Generation von Spitzenmanagern im Zeitraum 2010 bis 2020 sämtliche Wettbewerbsvorteile der deutschen Industrie verspielte. Bei den Autokonzernen ist es am Schlimmsten. So langsam kommt zum Vorschein, dass die Top-Autokonzerne abseits des Verbrennungsmotors eigentlich so gut wie kein eigenes Produktions-Knowhow mehr besitzen. Alles wurde an Zulieferer ausgelagert. Von dort wandert das Wissen dann in den Rest der Welt. Wer wissen will, wie Tesla oder chinesische Autokonzerne so schnell und so zielstrebig ihre Produktion hochfragen konnten, dem teile ich die Antwort gerne mit: Die Konkurrenz hat lediglich zum Telefonhörer greifen müssen, um bei den zahlreichen Zulieferern eine Autofabrik zu bestellen.

Um der Passivdepression zu entkommen, werfe ich dann einen Blick auf unsere Trendstabilitäts-Ranglisten. Dort sehe ich den kleinen Teil des deutschen und europäischen Aktienmarktes, der mit guten Kursen und guten Nachrichten aufwarten kann. Die Rallye bei diesen trendstabilen Aktien wird zwar nicht gerade von vielen Aktien getragen, aber immerhin sind ein paar schöne Top-Performer mit dabei. Meine Open End Zertifikate auf Dialog Seminconductor sind mittlerweile mit 38% im Plus. Die Gewinnmitnahme würde bei +40% erfolgen.

Iberdrola setzt auf Wind- und Solarenergie sowie auf Wasserkraftwerke. Dividendenrendite beträgt 4,6%!

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir erneut mein Depot-Basiswert Iberdrola aufgefallen. Die Aktie befindet sich derzeit auf Rang 5 der Gesamtauswahl. Der spanische Energieversorger überzeugte zuletzt mit einem unerwartet deutlichen Gewinnsprung im ersten Halbjahr. Vor allem das Auslandsgeschäft in Nordamerika, Westeuropa und Brasilien sorgten für einen unerwartet deutlichen Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn von knapp 13%. Auch unter dem Strich überzeugte der spanische Energieversorger, der dank gezielter Übernahmen international mittlerweile über mehr als 30 Millionen Endkunden verfügt, mit einem deutlichen Gewinnplus von 16,6% auf mehr als 1,6 Mrd. Euro. Neben höheren Stromabsätzen vor allem in Nordamerika und Brasilien trug die Konzernsparte mit Erneuerbaren Energien maßgeblich zur starken Ergebnisentwicklung bei. Mit Strom aus Erneuerbaren Energiequellen wie Wind-, Solar- oder Wasserkraftwerken lassen sich deutlich höhere Margen erzielen, als mit konventionell erzeugtem Strom. Daher will Iberdrola den Anteil Regenerativer Energien von derzeit knapp 40% an der Gesamtleistung durch ein rund 34 Mrd. Euro schweres Investitionsprogramm in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Dank des hohen Free Cash-Flows aus dem Kerngeschäft mit Strom und Erdgas ist dieses Vorhaben problemlos finanzierbar, zumal Iberdrola seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach der unerwartet deutlichen Ergebnisverbesserung im ersten Halbjahr nach oben revidierte. Anstelle einer Verbesserung im hohen einstelligen Prozentbereich rechnet man nun mit einem Ergebnisplus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Auch die Aktionäre werden von der starken Entwicklung im operativen Geschäft profitieren, zumal Iberdrola seine Anteilseigner seit Jahren mit steigenden Dividendenausschüttungen am Unternehmenserfolg beteiligt. Auf Basis der Schätzungen für 2019 weist die Aktie aktuell eine sehr attraktive Dividendenrendite von 4,6% auf. Die Deutsche Bank hat zuletzt das Kursziel für Iberdrola auf 9,30 Euro bestätigt und bekräftigte ihr Buy-Rating für die Aktie des Energieversorgers.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

meine Hebel-Position auf Dialog Semiconductor, die ich über ein Endlos Turbo Long Zertifikat (WKN DDW7L8) abbilde, ist mittlerweile mit +30% in den Gewinn gelaufen. Bitte beachten Sie, dass sich bei +40% gemäß unserem Regelwerk die Gewinne realisieren würde. Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass diese Schwelle bereits nächste Woche erreicht wird. Im letzten Blog-Beitrag habe ich auf meinen Einstieg bei Compugroup hingewiesen. Fälschlicherweise jedoch habe ich zuerst eine falsche Stückzahl gekauft und zwar nur 260 Endlos Turbo Long Zertifikate (WKN DDW7J8) anstatt 2600. Ich habe diesen Eingabefehler am Donnerstag sofort korrigiert und die Stückzahl über Kauf von 2340 Stück auf insgesamt 2600 komplettiert. Hier finden Sie das Orderbuch meiner Volksbank:

 


Wie ich Zertifikate anwende:
Ich bin seit dem Einstieg mit dem Zertifikat leicht im Minus und darum ist es mir wichtig, liebe Leser, noch einmal darauf hinzuweisen, dass der Hebel des Zertifikats in beide Richtungen wirkt. Ich verwende Hebel-Zertifikate in erster Linie deswegen, um in den Genuss eines Finanzierungsvorteils zukommen. Nehmen wir an, ich möchte die Compugroup-Aktie mit 21.000 € kaufen. Dann bietet sich als Alternative an, ein Hebelzertifikat mit Hebel 3 und mit einem Betrag von 7.000 € zu kaufen. Ich partizipiere dann annähernd gleich von der Wertentwicklung des Basiswertes. Welche Variante besser ist, hängt zum Beispiel von den Ordergebühren, von der Trade-Haltedauer, von den Finanzierungskosten des Produkts und davon ab, wie ich die restlichen 14.000 € verwenden kann. Es gibt hier vielfältige Faktoren, die zu beachten sind.

CompuGroup ist mit Hebel 2,7 neu im Depot: Das ist die Story!

Neu in meinem Realgelddepot befindet sich die Aktie der Compugroup, die aktuell auf Rang 6 der Gesamtauswahl rangiert. Ich bilde die Position über einen Endlos Turbo Long (WKN DDW7J8) ab. Der eHealth-Spezialist gilt als Profiteur des Digitalisierungstrends in der Gesundheitsbranche, die vor allem in Deutschland immer stärker an Fahrt gewinnt. Um die von den Gesundheitsministerien vorangetriebenen gesetzlichen Vorgaben wie die Einführung einer Elektronischen Gesundheitskarte, oder der ab 2021 geplanten E-Akte für Patienten erfolgreich umsetzen zu können, benötigen Ärzte, Kliniken und Gesundheitsbehörden passende Soft- und Hardware-Lösungen, um für die neuen Vorgaben der eHealth-Initative gerüstet zu sein. Der amtierende Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat als Hauptproblem bei der Umsetzung der Digitalisierung im Gesundheitswesen die mangelnden technologischen Voraussetzungen vieler Krankenhäuser und Arztpraxen ausgemacht.

Nach Aussage von Montgomery erfolgt der Austausch von relevanten Daten und Gesundheitsinformation auch im 21. Jahrhundert oft meist per Fax, anstatt auf standardisierten Datenverbindungen, was auf einen erheblichen Nachholbedarf in punkto Digitalisierung schließen lässt. Compugroup als einer der weltweit führenden Anbieter bieten sich damit aufgrund seiner langjährigen Erfahrung bei der Umsetzung von digitalen Konzepten im Gesundheitswesen hervorragende Wachstumschancen. In diesem Zusammenhang konnte man kürzlich unter anderem einen Großauftrag der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding über die Implementierung eines Klinikinformationssystems im Gesamtvolumen von rund 100 Mio. Euro an Land ziehen. Ein Großteil der Erlöse setzt sich dabei über die Laufzeit von zehn Jahren aus margenstarke Service- und Wartungsumsätzen zusammen, was sich nachhaltig positiv bei der Profitabilität niederschlagen wird. Die Digitalisierungs-Story bei der Compugroup kommt bei der Analystengemeinde gut an, wobei unter anderem die Experten von Kepler Chevreux die Aktie zuletzt in einer Ersteinschätzung mit "Buy" und einem Kursziel von 70 Euro eingestuft hatten.

LVMH-Aktie macht Bernard Arnault zum zweitreichsten Mann der Welt

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten auch die Aktie von LVMH, die sich derzeit auf Rang 7 der Auswahlrangliste im EURO STOXX 50 befindet. Zuletzt überzeugte der Luxusgüterkonzern mit unerwartet starken Zahlen für das erste Halbjahr und übertraf mit einem organischen Umsatzplus von 12% und einer deutlichen Verbesserung von 14% beim bereinigten operativen Gewinn die Konsenserwartungen. Als Treiber für LVMH erwies sich einmal mehr die starke Nachfrage bei Haute Couture, Lederwaren, Luxusuhren und edlen Wein- und Champagner-Spezialitäten vor allem in Asien, was LVMH in dieser Boomregion erneut deutlich zweistellige Umsatzzuwächse beschert hatte. Damit haben sich die Befürchtungen vieler Analysten über eine Abschwächung der Nachfrage im Zuge des Handelskonflikts in der Boomregion China nicht bestätigt. Entsprechend optimistisch zeigte sich im Anschluss an das starke Halbjahresergebnis Konzernchef Bernard Arnault, der in der zweiten Jahreshälfte von einer weiteren Belebung der weltweiten Luxusgüternachfrage vor allem in den Kernmärkten ausgeht, was LVMH als Branchenprimus neue Rekorde bei Umsatz und Ergebnis bescheren dürfte. Dabei rechnet der Firmengründer und Großaktionär des französischen Branchenprimus dank neuer exklusiver Produktlinien bei den mehr als 70 konzerneigenen Edelmarken mit weiteren Marktanteilsgewinnen.

Entsprechend optimistisch zeigt sich zuletzt die Analystengemeinde zu den weiteren Aussichten bei LVMH. So haben die Experten von CFRA heute ihr Kursziel von 360 auf 420 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt. Setzt sich das dynamische Umsatz- und Ergebniswachstum bei LVMH weiter fort, würde auch Arnault selbst als LVMH-Großaktionär profitieren. Denn der 70-jährige Manager rangiert nach dem rasanten Anstieg der LVMH-Aktie mittlerweile auf Rang 2 der Forbes-Rangliste und hat mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 107 Mrd. USD bekannte Namen wie Microsoft-Gründer Bill Gates oder die Investment-Legende Warren Buffett auf die Plätze verwiesen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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