Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

an der Börse gibt es zwei große Unwägbarkeiten. Da wäre zum einen die Frage, wie sich die Realwirtschaft entwickelt. Selbst wenn man eine realwirtschaftliche Entwicklung richtig vorausgesagt hat, ist es genau so anspruchsvoll vorherzusagen, wie die Börse letzten Endes darauf regieren wird. Ich hatte meine Verwunderung über die starke Kursrallye letzte Woche hier im Blog schon kundgetan. Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen im Handelskonflikt war meine Erwartung, dass die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen würde, und dass sich das dann auch auf die Nachfrage nach Investitionsgütern aus Europa niederschlägt. Ich rechnete mit einem deutlichen Rückgang der Leitindizes, aber dieser ist bislang nicht eingetreten.

Heute meldete China die schwächste Produktionsrate seit 17 Jahren. Die Investitionen wuchsen von Januar bis Mai um 5,6%. Im Einzelhandel hingegen kletterten die Umsätze um 8,6%. Wirkliche Probleme sehen anders aus. Die chinesische Wirtschaft wächst immer noch ganz ordentlich. Donald Trump twitterte neulich, dass die chinesische Regierung einheimische Exporteure wohl subventioniert, um die Produktion weiterhin auszulasten und die Exporte in die USA auf hohem Niveau zu lassen. Das würde bedeuten, dass die USA hohe Zolleinnahmen kassieren und dass die gesamte Handelsbilanz, wenn man Zolleinnahmen dazurechnet, etwas ausgeglichener wird. Aber dieses Szenario würde auch bedeuten, dass die Weltwirtschaft deutlich weniger stark abkühlt als allgemein erwartet und auch wie von mir befürchtet.

Für mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot spielen solche Überlegungen jedoch keine Rolle. Weil die Marktampeln noch auf Grün stehen, bin ich mit der maximalen Anzahl von 6 Depotpositionen investiert.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Allianz: Trendstabil und 4,6% Dividendenrendite

Auf Rang 4 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 befindet sich aktuell die Allianz. Der Münchener Versicherungskonzern soll nach dem Willen von Konzernchef Bäte deutlich effizienter und vor allem profitabler werden, um den Traditionskonzern fit für die Zukunft zu machen. Neben einem strikten Sparkurs und einer Verschlankung der Führungsebene setzt Bäte konsequent auf Digitalisierung, um Abläufe zu automatisieren und zu vereinfachen. Standardisierte Versicherungsprodukte und der Aufbau eines neuen, global agierenden Online-Direktversicherers sollen nicht nur die Kosten senken, sondern auch dafür sorgen, dass die Allianz langfristig im Kampf gegen neue Konkurrenten wie Amazon erfolgreich bestehen kann. Mit gezielten Akquisitionen wie der kürzlich erfolgten Übernahme von zwei britischen Sachversicherern will die Allianz außerdem ihre Marktposition in wichtigen Schlüsselmärkten ausbauen und damit die Grundlage für ein weiterhin profitables Wachstum legen. Die von Bäte verordnete neue Konzernstrategie macht sich schon jetzt bezahlt, zumal die Allianz im ersten Quartal besser als erwartet abgeschnitten hatte. Entsprechend sieht man sich auf Kurs, die Jahresziele sicher erreichen zu können. Attraktiv ist die Allianz aufgrund der aktiönärsfreundlichen Ausschüttungspolitik, wobei die Aktie aktuell eine Dividendenrendite von 4,6% aufweist. Kürzlich hat die Citgroup ihre Einstufung von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben und das Kursziel von 192 auf 232,30 Euro erhöht.

XING stärkt Position bei der Personalvermittlung

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von XING aufgefallen, die sich aktuell auf Rang 7 im TecDAX befindet. Der Betreiber des gleichnamigen Karrierenetzwerkportals profitiert von der aktuell angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt. Viele Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen die von XING angebotenen Tools, um passende Fach- und Führungskräfte zu finden. Hier bietet XING mit digitalen Jobplattformen und B2B-E-Recruiting die passenden Lösungen, was XING dank der wachsenden Zahl registrierter Nutzer vor allem im bezahlpflichtigen Premium-Segment zuletzt dynamische Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis beschert hatte. Im Auftaktquartal verbuchte man sowohl bei Umsatz als auch beim operativen Ergebnis neue Rekordwerte. Auch bei der Zahl der bezahlpflichtigen Premium-Abonnements markierte man mit 1,04 Millionen Nutzern eine neue Bestmarke. Dies bietet XING eine gute Ausgangsbasis, um sein profitables Wachstum auch in den kommenden Jahren deutlich dynamischer zu gestalten, da man es geschickt versteht, die wachsende Nutzerbasis durch neue kostenpflichtige Content-Angebote zu monetarisieren. Für frische Impulse dürfte die Ende April erfolgte Übernahme des auf IT-Fachkräfte spezialisierten Karrierenetzwerkportals Honeypot sorgen, mit dem man sein Angebot in diesem attraktiven Marktsegment weiter ausbaut. Die Commerzbank hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie das Kursziel von 290 deutlich auf 410 Euro angehoben und die Einstufung von "Hold" auf "Buy" erhöht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trader,

endlich gibt es mal wieder einen neuen Bullenlauf in meinem Trendfolge-Depot. CompuGroup kaufte ich vor nicht einmal 2 Wochen und seitdem läuft die Aktie wie von der Tarantel gestochen nach oben. Die Position verbucht mittlerweile ein stolzes Plus in Höhe von 11,3%. Wir Trendfolge-Trader haben die Philosophie, in einer Rallyebewegung so richtig abräumen zu wollen. Deshalb setzen wir auf die stärksten beziehungsweise auf die trendstabilsten Aktien. Wenn die Märkte dann mal ein paar Monate freundlich sind, kann eine solche Strategie zu großartigen Erfolgen führen.

Seit dem Start dieses Trendfolge-Blogs vor zwei Jahren lief der deutsche Markt und der europäische Markt seitwärts beziehungsweise ist sogar im Minus. Vielleicht deutet diese lange Seitwärtsphase darauf hin, dass wir das Schlimmste nun schon überstanden haben, denn es ist in der Tat sehr auffällig, dass die jüngsten Negativmeldungen rund um den Handelskonflikt die Märkte nicht mehr schocken konnten. Fest steht aber leider auch, dass wir mit unserer Fokussierung auf den deutschen und europäischen Aktienmarkt in den letzten 5 Jahren zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Während der DAX um nur knapp 5% pro Jahr zulegen konnte, kam der Dow Jones im gleichen Zeitraum auf 15% Rendite pro Jahr.

Hauptkurstreiber für meinen Depotwert CompuGroup ist, dass bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens endlich Ernst gemacht wird. Das ist auch dringend notwendig, denn aktuell leben wir hier noch in der Steinzeit. Die Röntgenbilder meines Knies musste ich zuletzt von einem Orthopäden zum anderen mitschleppen. Warum es hier im Jahr 2019 noch keine einheitliche Lösung gibt, die so aussieht, dass die Röntgenbilder in meiner digitalen Patientenaktie in der Cloud liegen und ich verschiedenen Ärzten die Freigabe hierfür geben kann, ist mir ein Rätsel. Das Nichtvorhandensein solcher Lösungen begründet letzten Endes das hohe Wachstumspotenzial, das in der Digitalisierung des Gesundheitssektors liegt. 46.000 Arztpraxen sind bereits an der Lösung von CompuGroup angeschlossen. Die Firma hat hier also eine Pionierrolle übernommen. Ich bin sehr froh darüber, dass sich die Aktie aufgrund des Regelwerks in meinem Trendfolge-Depot befindet.

Was gibt es sonst noch Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Symrise plant eine Umsatzverdopplung bis 2022

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Symrise, die sich aktuell auf Rang 10 der Gesamtauswahl befindet. Symrise bemüht sich, seine führende Marktposition als Anbieter von Duftstoffen und Aromen durch gezielte Übernahmen weiter zu verstärken. Gut ins Konzept passt dabei die kürzlich erfolgte Akquisition des italienischen Biotech-Unternehmens Cutech, mit der man seine Kompetenz im Bereich der Wirksamkeitsprüfung für Kosmetik-Inhaltsstoffe weiter ausbaut. Damit können Inhaltsstoffe für Beauty- und Kosmetikprodukte schneller auf den Markt gebracht werden, womit die Cutech-Übernahme hohe Synergien für das Kerngeschäft von Symrise verspricht. Bereits zu Jahresbeginn hatte sich Symrise mit der Übernahme des auf Proteinspezialitäten auf Basis von Ei- und Fleischprodukten spezialisierten US-Herstellers ADF/IDF verstärkt und damit seine Marktposition im Wachstumsmarkt für Tiernahrung weiter ausgebaut. Der Duft- und Aromenhersteller hat sich mit den jüngsten Zukäufen eine gute Ausgangsposition geschaffen, um seine ambitionierten Mittelfrist-Planungen erfolgreich umzusetzen. Bis 2022 will Symrise die Umsatzerlöse gegenüber dem Stand von 2018 auf bis zu 6 Mrd. Euro verdoppeln und peilt gleichzeitig eine weitere Margenverbesserung an. Die Analysten von Bernstein Research haben ihre Einstufung kürzlich mit „Market-Perform“ bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 77 Euro.

Hannover Rück verspricht 3,9% Dividendenrendite

Neu auf Rang 4 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet sich die Aktie der Hannover Rück. Im Auftaktquartal konnte der Rückversicherungskonzern dank geringerer Schadensbelastungen durch Naturkatastrophen und der starken Entwicklung in der Personen-Rückversicherung die Konsenserwartungen beim Nettogewinn leicht übertreffen. Dank der jüngst erzielten Prämienerhöhungen in wichtigen Kernmärkten wie Japan und Nordamerika bei den letzten Vertragserneuerungsrunden sollte sich die starke Ergebnisentwicklung aus dem Auftaktquartal auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Damit ist die Hannover Rück auf gutem Weg, ihre Planziele, die für das laufende Fiskaljahr eine leichte Verbesserung beim Konzernergebnis vorsehen, zu erreichen. Davon profitieren werden auch die Aktionäre des Rückversicherungskonzerns. Nachdem man zuletzt für das abgelaufene Fiskaljahr eine Dividende von 5,25 Euro je Aktie an die Aktionäre ausbezahlt hatte, gehen die Konsenserwartungen für das laufende Fiskaljahr von einer leichten Erhöhung auf 5,50 Euro je Aktie aus, womit die Aktie auf dem aktuellen Niveau eine recht ansehnliche Dividendenrendite von knapp 3,9% aufweist. Die Experten von Morgan Stanley hatten die Aktie kürzlich in einer Ersteinschätzung mit "Overweight" und einem Kursziel von 153,30 Euro eingestuft.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

der Bullenlauf der letzten vier Tage ist angesichts der globalen Großwetterlage durchaus ungewöhnlich. Insbesondere das entfesselte Kursverhalten von US-Aktien findet meine Aufmerksamkeit. Die festgefahrenen Fronten im Handelskrieg zwischen USA und China bedeuten letzten Endes, dass die Globalisierung neu gedacht werden muss. Die Architektur der Globalisierung war in den letzten 10 Jahren maßgeblich dadurch geprägt, dass China als Werkbank der USA agierte. Es wird Jahre brauchen, bis ähnliche Fertigungskapazitäten in anderen Ländern wie Indien oder Vietnam aufgebaut sind. Beim Auftragsfertiger Foxconn in China, der für Apple unter anderem die iPhones herstellt, arbeiten 1,3 Millionen Menschen in perfekt durchorganisierten Fertigungsprozessen. Solche gigantischen Produktionsanlagen lassen sich nicht einfach mal so verlagern.

Bis jetzt dachte ich folgendermaßen: Wenn sich USA und China auf eine große Freihandelszone einigen würden, dann würde ich sofort die Haltung eines Superbullen einnehmen, denn dann würde sich die Globalisierung noch einmal beschleunigen und vor allem für US-Konzerne würden sich durch die Möglichkeit von Direktinvestments in China gigantische Wachstumschancen auftun. Wenn sich hingegen die Fronten verhärteten, wie zuletzt geschehen, würde ich eher die Bären im Vorteil sehen, denn hohe Zölle in Höhe von 25% bedeuten nichts anderes als eine eklatante Verteuerung von importierten Vorleistungen und das wird erstens auf die Gewinne der Firmen drücken und zweitens den gegenseitigen Handel spürbar ausbremsen.

Letzte Woche spielten die Märkte dieses Szenario. Weil die Summe der Aktien undifferenziert abverkauft wurde, musste ich einige meiner US-Positionen auflösen. Ich stellte zum Beispiel meinen Trade in Twitter glatt und ging auch bei AMD raus, was ich nun zutiefst verfluche. Die Leichtigkeit, mit der manche US-Aktien seit vier Tagen nach oben laufen, ist eine sehr erstaunliche Entwicklung, die sich mir derzeit noch nicht erschließt.  

In meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot, das rein regelbasiert geführt wird, laufen gerade auch nahezu alle Positionen nach oben. Nun haben wir Freitag. Das bullische Verhalten der Märkte gefällt mir, aber es hat mich zugegeben überrascht.

Mein Depotwert Carl Zeiss Meditec ist 11,6% im Plus

Die Aktie befindet sich auf Rang 5 der Gesamtauswahl. Der Medizintechnikkonzern hat sich im Bereich Augenheilkunde als Spezialist für so genannte Interokularlinsen und für Laser-Korrektur-Systeme (Lasik) zur operativen Korrektur von Fehlsichtigkeit eine technologisch führende Position aufgebaut. Frische Impulse verspricht für den in Jena ansässigen Medizintechnik-Spezialisten der neue Zukunftsbereich Microsurgery Solutions, den Carl Zeiss Meditec kontinuierlich ausbaut. Neben OP-Mikroskopen bietet man mittlerweile auch 3D-Visualisierungslösungen an, mit denen sich komplexe minimal-invasive Eingriffe in den Bereichen Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Dentalchirurgie sicher überwachen und durchführen lassen. Neueste technologische Errungenschaft von Carl Zeiss Meditec ist das Bestrahlungsgerät INTRABEAM, das Tumor-Patienten eine intraoperative schonende Behandlungsmethode für ihre Krebserkrankung ermöglicht. Im ersten Halbjahr hatte Carl Zeiss Meditec zuletzt dank der starken Absatzentwicklung in diesen Kernsegmenten erneut leicht besser als erwartet abgeschnitten. Konzernchef Ludwin Monz rechnet für das laufende Fiskaljahr nicht zuletzt dank der anhaltend starken Nachfrage bei Augenlasern und im Bereich Microsurgery-Solutions mit einem erneuten Rekordergebnis. Die Experten der HSBC haben ihre Einstufung kürzlich mit "Hold" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 84 Euro.

Sanofi spezialisieret sich auf Behandlung seltener genetischer Erkrankungen

Auf Rang 9 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 befindet sich aktuell die Aktie von Sanofi. Der französische Pharmakonzern ist bei der Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Konzernchef Olivier Brandicour endlich fündig geworden. Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, wird Paul Hudson, bislang Chef der erfolgreichen Pharmasparte des schweizerischen Konkurrenten Novartis, künftig die Leitung des französischen Pharmamultis übernehmen. Sanofi hat sich in den vergangenen Jahren dank der Fokussierung auf margenstarke Kerngeschäftsbereiche rund um die Biotech-Sparte Sanofi-Genzyme und das Impfstoffgeschäft erfolgreich neu aufgestellt und überzeugte zuletzt im Auftaktquartal mit einem besser als erwarteten Konzernergebnis. Die Biotech-Sparte trug dabei dank höherer Medikamentenabsätze für die Behandlung seltener genetisch bedingter Erkrankungen mit einem satten Umsatzplus von 30% maßgeblich zur starken Ergebnisentwicklung bei. Auch die Impfstoffsparte konnte dank höherer Absätze bei so genannten Mehrkomponenten-Impfstoffen gegen Kinderlähmung und Keuchhusten ein deutliches Umsatzplus von 20% vorweisen. Dank der jüngst erfolgten Zulassung für das Asthmapräparat Dupixent in den USA und Europa, dem Experten ein Milliarden-Umsatzpotential zutrauen, sollte Sanofi auch im weiteren Jahresverlauf stark abschneiden. Die Experten der Deutschen Bank hatten kürzlich ihr Buy-Rating bestätigt, das Kursziel jedoch leicht von 93 auf 92 Euro reduziert.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

danke, dass Sie mir so zahlreich ihre Erlebnisberichte über die Beyond Meat Bulletten geschickt haben. Die überwiegende Mehrheit der Zuschriften lautete in etwa so: Es schmeckt gut, es schmeckt anders als Fleisch und wenn man sich die Inhaltsstoffe anschaut, dann kann man das eigentlich nicht empfehlen. Ich selbst habe noch nicht die Chance erhalten, mir selbst ein Urteil zu fällen.

Neu in meinem Realgelddepot ist die Aktie von CompuGroup, die aktuell auf Rang 3 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Ranglisten zu finden ist. Der Trade läuft gut an und befindet sich nach wenigen Tagen schon über 6 % im Plus. Aber das will noch nichts heißen. Der Take-Profit ist erst bei +20 %. Das Trendfolge-System benötigt eine längere Phase, in der die Märkte stabil nach oben laufen, um seine Stärke zu entfalten. Seit dem Start des Depot-Events beträgt das Plus etwa 5 %. Der DAX hat im gleichen Zeitraum -5 % verloren. Unser Trendfolge-Modell war damit kein Misserfolg, aber eben auch kein Erfolg.

Wenn ich Trendfolge-Trading betreibe, dann nehme ich den Aufwand aktiver Umschichtungen auf mich, weil ich die Chancen haben möchte auf +30 % oder +40 % Rendite in einem guten Jahr. Mit einer Seitwärtsbewegung kann ich darum nicht zufrieden sein. Ein bisschen frustriert darüber bin ich schon, dass sich keine neuen, nachhaltigen Trends einstellen. Aber so ist es halt an der Börse. Man bekommt meist nicht das, was man sich wünscht.

Man sieht an den Trendstabilitäts-Ranglisten, dass derzeit überwiegend defensive Branchen den Ton angeben. Auch CompuGroup ist eine defensive Aktie. Die Softwarefirma ist im Gesundheitswesen tätig, einem Sektor, der so gut wie gar nicht von der Konjunktur abhängt.

CompuGroup ist Pionier bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems.

Der Spezialist für Klinik-Informationssysteme sowie Soft- und Hardware-Lösungen für Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken profitiert vom Digitalisierungstrend in der Gesundheitsbranche und der Einführung neuer digitaler Lösungen wie der elektronischen Patientenakte. Die technologisch führende Stellung macht die CompuGroup zu einem verlässlichen Partner, wenn es um die Umsetzung von Großprojekten rund um die Digitalisierung von Abläufen und Prozessen in der Gesundheitsbranche geht.

So wurde der Konzern kürzlich von der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding mit der Implementierung eines neuen Klinik-Informations-Systems betraut, wobei sich der Auftragswert über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren auf rund 100 Mio. Euro beläuft. Das attraktive bei derartigen Großaufträgen ist, dass angesichts der langen Laufzeit der Anteil der höhermargigen Wartungs- und Service-Umsätze vergleichsweise hoch ausfällt, was sich positiv bei der Profitabilität niederschlägt.

Im Auftaktquartal hatte CompuGroup bereits besser als erwartet abgeschnitten und die Analystenprognosen übertroffen. Die Experten von Kepler Chevreux hatten kürzlich die Einstufung für die CompuGroup kürzlich mit "Buy" gestartet und ein Kursziel von 70 Euro vergeben. Dabei wurde darauf verwiesen, dass CompuGroup im Zuge der nächsten eHealth-Welle vor einem neuen Wachstumsschub stehen könnte. Vor allem die geplante Einführung der neuen elektronischen Patientenakte dürfte für neuen Schub sorgen. Denn Ärzte, Kliniken und Krankenkassen müssen in diesem Zusammenhang ihre Systeme durch die passende Hard- und Software aufrüsten, was dem Konzern mit seinen mehr als 400.000 Bestandskunden gute Wachstumsaussichten verspricht.

Der Trade auf CompuGroup läuft ja gut an und ich bin zuversichtlich, dass der Trade ein Erfolg werden wird.

Adidas kennt seit Amtsantritt von Kasper Rorsted nur eine Richtung

Neu in meinem Realgelddepot befindet sich auch die Aktie von Adidas, die aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. Als Kasper Rorsted das Ruder übernahm, notierte die Aktie bei etwa 70 €. Rorsted ist als Manager bekannt, der Firmen auf Effizienz trimmt. Unnötige Ausgaben werden gestrichen, wie zum Beispiel Sponsoring-Verträge, die keinen erkennbaren Gegenwert bringen.

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller ist auf dem besten Weg, seinen Investoren zum 70-jährigen Firmenjubiläum mit einem weiteren Rekordergebnis zu präsentieren. Der Sportartikelhersteller ist nicht nur bei Trikots oder Sportschuhen erste Wahl, sondern trifft auch mit seiner Casual-Kollektion rund um trendige Freizeitbekleidung und Sneakers den Geschmack der zahlungskräftigen jüngeren Konsumenten. Der verbesserte Produktmix in Verbindung mit konsequent umgesetzten Sparmaßnahmen und Restrukturierungen verhalfen Adidas zu einem starken Jahresauftakt, wobei man die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte. Neue Initiativen wie den weiteren Ausbau der eCommerce-Aktivitäten, die allein in Q1 einen deutlichen Umsatzzuwachs von 49% vorzuweisen hatten, sollten das Ergebnis im weiteren Jahresverlauf anschieben. Auch bei der operativen Marge, die zum Auftaktquartal einen neuen Spitzenwert von 14.5% erreichte, sieht das Management noch Luft nach oben. Entsprechend geht Vorstandschef Kasper Rorsted für 2019 von einem erneuten Rekordergebnis bei Umsatz und Ergebnis aus. Die Experten der Berenberg Bank haben zuletzt das Kursziel für die Aktie des Sportartikelherstellers von 235 auf 275 Euro angehoben und die Einstufung mit „Buy“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

am Mittwoch ging ich tatsächlich mit dem Vorhaben in den Lidl, fleischlose Burger-Buletten von Beyond Meat zu ergattern. Ich wollte am Vatertag ein Burger-Blind-Tasting veranstalten. Ein Burger mit richtigem Fleisch im Vergleich zu einen Burger mit fleischlosem Fleisch, einfach mal um zu sehen, ob bei einer Blindverkostung jeder sofort unterscheiden kann welches der echte Burger ist oder welcher Burger nur aus Pflanzen besteht. Meine Erwartungshaltung ist, dass die Unterscheidung einfach sein wird. Aber mein Besuch im Lidl war vergebens, denn alles war ausverkauft. Fleischloses Fleisch ist die Zukunft, es passt einfach zum Zeitgeist. Umso trauriger finde ich, dass es erneut ein US-Konzern ist, der in diesem neuen Zukunftsmarkt für so einen großen Hype sorgt. Mir scheint es, dass Europa mittlerweile zu einem willenlosen Absatzmarkt der US-Großkonzerne geworden, ohne die Fähigkeit, irgendeinen Produkttrend noch selbst zu gestalten.

Mit meinem Optimismus und mit meiner Prognose zum Handelskonflikt, dass eine Einigung zwischen USA und China möglich wäre, lag ich offenbar komplett falsch. Die Fronten verhärten sich immer weiter. USA und China stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die Geschichte der Globalisierung hat eine Zäsur erfahren und muss wohl neu geschrieben werden. Die Chinesen weigern sich in weiterhin ihre Märkte vollständig nach fairen Spielregeln zu öffnen und es ist eine konsequente Antwort der Amerikaner, die Lieferketten nun radikal neu gestalten zu wollen. Amerikanische Konzerne sollen zukünftig, so sieht die Strategie aus, ihre Zulieferer in Ländern wie Vietnam oder Indien aufbauen, damit die Chinesen nicht mehr vom „technoloy spillover“ profitieren. Was ist damit gemeint? Wenn der chinesische Auftragsfertiger Foxconn weiß, wie man Apple iPhones baut, dann wissen es andere chinesische Firmen auf einmal auch wie solche Spitzentechnologie produziert werden kann. Das ist der amerikanischen Regierung ein Dorn im Auge. Vielleicht ist es ein eine gute Idee, auf Sicht von 10 Jahren in den vietnamesischen Aktienmarkt zu investieren, wenn man der neuen Globalisierungslogik folgen will.

Mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot verzeichnet Verluste

Meine Trendfolge-Strategie erzielt in diesem Marktumfeld keine guten Ergebnisse. Zwar habe ich mit Carl-Zeiss-Meditech, Roche und Iberdrola aktuell noch 3 Gewinnpositionen im Depot, aber dafür musste ich nun im Zuge der neuen Umschichtungsrunde MTU und Dialog Semiconductor mit Verlust verkaufen. Die Trends, die sich ausbilden, sind zu flatterhaft und zu unbeständig. Beispiel: Halbleiter-Aktien und Smartphone-Zulieferer laufen 2 Monate gut und dann sorgt auf einmal eine neue Eskalationsstufe im Handelskonflikt für eine neue Abwärtsspirale. So geschehen bei Dialog Semiconductor.

Gemäß dem Regelwerk habe ich folgende Transaktionen durchgeführt:

  • Verkauf MTU Aero Engines
  • Verkauf Dialog Semiconctur
  • Kauf Adidas
  • Kauf Compugroup


Hier finden Sie das Orderbuch meiner Volksbank:


 

CompuGroup treibt die Digitalisierung des Gesundheitssektors voran!

Neu in meinem regelbasierten Trendfolge-Depot ist die Aktie von CompuGroup, die sich derzeit auf Rang 6 der Trendstabilitäts-Rangliste befindet. Der eHealth-Spezialist ist mit seinem breiten Produktportfolio einer der führenden Anbieter, wenn es um Soft- und Hardware-Lösungen für die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen geht. Kürzlich wurde die Compugroup von der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding mit der Implementierung eines Krankenhausinformationssystems für landesweit 19 Krankenhäusern mit mehr als 7.600 Betten an 27 Standorten beauftragt. Laut CompuGroup beläuft sich das Gesamtvolumen des neuen Großauftrags über die gesamte Laufzeit von 10 Jahren auf rund 100 Mio. Euro. Da aufgrund des der Einführung neuer digitaler Formate wie der Elektronischen Patientenakte der Bedarf an passenden Soft- und Hardware-Lösungen kontinuierlich anzieht, bieten sich für CompuGroup Medical exzellente Wachstumsaussichten. Da die Zahl der installierten Systeme für die mehr als 400.000 Bestandskunden des eHealth-Spezialisten kontinuierlich wächst, steigt auch der Anteil der höhermargigen Service- und Wartungserlöse, was sich positiv bei der Profitabilität niederschlägt. Nach einem unerwartet starken Jahresauftakt sieht sich CompuGroup Medical auf gutem Weg, Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr weiter zu verbessern und bestätigte seine Prognose. Die Analysten der Deutschen Bank trauen dem TecDAX-Konzern nach dem starken Auftaktquartal deutlich mehr zu und haben ihr Kursziel von 63 auf 70 Euro angehoben und die Einschätzung auf „Buy“ belassen.

Energieversorger sind stark. Auch Enel zählt zu den trendstabilsten Aktien Europas

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten EURO STOXX 50 die Aktie von Enel, die sich aktuell auf Rang 6 im EURO STOXX 50 befindet. Der italienische Energieversorger hat sich durch gezielte Übernahmen in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Global Player in Sachen nachhaltiger Energieversorgung gemausert und ist auf allen fünf Kontinenten als Energie- und Gasversorger für mehr als 73 Millionen Endkunden in 34 Ländern präsent. Konsequent ausgebaut hat Enel den Anteil der regenerativen Energien in seinem Portfolio, wobei man mittlerweile knapp 50% seiner gesamten Stromerzeugung aus Wind- und Solarparks und Wasserkraftwerken bezieht. Enel will den Anteil der Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren durch Investitionen in Höhe von mehr als 11,6 Mrd. Euro in neue Erzeugerkapazitäten vor allem in den Bereichen Wind- und Solarstrom auf mehr als 62% ausbauen. Im Auftaktquartal trug die starke Entwicklung der Konzernsparte Enel Green Energy maßgeblich zum unerwartet deutlichen operativen Gewinnanstieg von rund 13% bei. Profitieren konnte Enel daneben von höheren Gebühren im Netzgeschäft sowie von höheren Energie- und Erdgasabsätzen auf dem Heimatmarkt. Auch für das laufende Fiskaljahr geht Enel trotz hoher Investitionen in Erneuerbare Energien und einer effizienteren Stromnetzinfrastruktur von einer Verbesserung beim operativen Gewinn von knapp 17% aus. Bei einer mindestens gleichbleibenden Ausschüttungsquote von 70% des Konzernergebnisses werden auch die Aktionäre wie in den Vorjahren von weiter steigenden Dividenden profitieren. Dies gibt Enel im derzeit schwierigen Marktumfeld eine gewisse Stabilität, zumal Enel schon jetzt eine sehr attraktive Dividendenrendite von 4,9% aufweist. Die Experten von CFRA haben kürzlich das Kursziel für die Aktie von 6,00 auf 6,50 Euro angehoben und die Einstufung mit „Strong Buy“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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