Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

Bären und pessimistisch eingestellte Börsianer vergessen immer wieder, dass sie gegen eine Naturgewalt antreten, nämlich gegen das Streben der Menschen, das eigene Leben zu verbessern. Im Jahr 1900 stand der Dow Jones bei 50 Punkten. Heute notiert der bekannteste Index der Welt bei 26.400 Punkten. Die oben beschriebene Naturgewalt hat den Index im Laufe der Zeit immer höher getrieben. Menschen wollen konsumieren, gut leben, gut essen, Häuser bauen und darum gehen sie arbeiten, bilden sich weiter und gründen Unternehmen. Wir Aktionäre profitieren davon, dass sich das Rad der Wirtschaft immer weiterdreht.

Die Hausse ist deshalb der natürliche Zustand der Märkte, der lediglich in regelmäßigen Abständen von schärferen Kurskorrekturen unterbrochen wird. Dort wo sich die Märkte frei entfalten können, steigen wundervolle Unternehmen empor, die gute Produkte entwickeln. Ich habe in den letzten Tagen wieder neidisch die Quartalssaison in den USA verfolgt. Neidisch aus dem Grund, weil die es in den USA so viele innovative und erfolgreiche Firmen gibt und wir in Europa da einfach nicht mehr mithalten können. Firmen wie Facebook, Amazon, Paypal und Microsoft dominieren mit ihren Neuentwicklungen die Welt.

Letzte Woche las ich in der schwäbischen Zeitung „US-Banken deklassieren Europas Geldhäuser“. Dass der Grund dafür, eine Überregulierung sein könnte, spricht sich so langsam herum. Wenn man vor lauter Vorschriften fast kaum noch ein operatives Geschäft vorantreiben kann, dann ziehen die US-Banken auf der Überholspur vorbei. Ich wünsche mir persönlich, dass wieder verstärkt ein Mindset einkehrt, das anerkennt, dass freie Märkte und freie Menschen die Wirtschaft am stärksten beflügeln.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Neu auf Rang 5 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet sich die Aktie von Symrise. Der Duft- und Aromenhersteller hat sich mit gezielten Akquisitionen zu einem der weltweit führenden Anbieter gemausert. Mittlerweile deckt man alle Bereiche und Segmente ab und beliefert weltweit mehr als 6.000 Unternehmen in mehr als 100 Ländern mit Duft- und Geschmacksstoffen. Mit der Übernahme des US-Herstellers ADF/DF hat man sich nicht nur bei Inhaltsstoffen für den Bereich Tiernahrung breiter aufgestellt, sondern auch seine Position auf dem wichtigen US-Markt weiter ausgebaut. Auch mittelfristig wollen die Holzmindener bei ihrem profitablen Wachstumskurs weiter auf Übernahmen setzen und halten weiter nach passenden Ergänzungen für das Kerngeschäft Ausschau. Mit dieser Strategie will Symrise bis 2025 nicht nur seine Umsatzerlöse im Vergleich zu 2018 verdoppeln, sondern auch seine Margen deutlich verbessern. Die Experten der Baader Bank haben ihre Einstufung zuletzt mit „Buy“ bestätigt und das Kursziel auf 80 Euro belassen.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie XING, die sich aktuell auf Rang 3 im TecDAX befindet. XING betreibt das führende Karrierenetzwerk-Portal im deutschsprachigen Raum und ist mit mehr als 13 Millionen registrierten Nutzern sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz und Österreich vertreten. Neben Berufstätigen, die XING auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen nutzen, entdecken immer mehr Unternehmen die enormen Vorteile des Karrierenetzwerks bei der Suche nach Fach- und Führungskräften. XING hat auf die enormen Herausforderungen in der digitalisierten Arbeitswelt reagiert und bietet vor allem kleinen und mittelgroßen Unternehmen die Möglichkeit, geeignete Kandidaten über B2B E-Recruiting-Plattform-Angebote herauszufiltern und anzusprechen. Da immer mehr Unternehmenskunden XING als Recruiting-Partner wählen und die Zahl kostenpflichtiger Premium-Abonnements privater Nutzer weiter anzieht, überzeugte XING in den vergangenen Jahren mit Rekordergebnissen. Auch in 2019 will XING nach dem starken Abschneiden im vergangenen Fiskaljahr noch eine Schippe drauflegen und sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis zweistellig steigern. Warburg Research hat das Kursziel für XING zuletzt von 315 auf 330 Euro angehoben und die Einstufung mit „Hold“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

unser regelbasiertes Trendfolge-System hat uns lange Zeit an der Seitenlinie stehen lassen. Die Indizes mussten erst wieder ihre 200er GDs zurückerobern, damit unsere Marktampel auf Grün springt und gemäß Regelwerk neue Käufe möglich sind. Seit etwa zwei Wochen bin ich 100% investiert, in dem Sinne, dass alle sechs Positionen besetzt sind. Maximal dürfen sich ja sechs Werte im Depot befinden. Jetzt muss das Trendfolge-Regelwerk beweisen, was es taugt. Persönlich freue ich mich sehr, dass sich meine bullische Markterwartungen in den letzten Wochen und Monaten als richtig erwiesen hat. Die harte Gangart der Amerikaner gegenüber den Handelspraktiken der Chinesen hat zum Einlenken geführt, auch in der Art und Weise wie China gegenüber europäischen Firmen agiert. Endlich sind Mehrheitsbeteiligungen an chinesischen Firmen offiziell möglich.

Untenstehend sind die 10 trendstabilsten Aktien unseres Auswahluniversums. Davon befinden sich die ersten 5 Titel und Nemetschek auf Ranglistenplatz 8 im Depot (reales 100.000 € Trendfolge-Depot einsehen). Das bedeutet, dass sich nun die Crème de la Crème der trendstabilsten Aktien Europas in meinem Depot befindet. Ich freue mich auf die nächsten Wochen.



 

Carl Zeiss Meditec habe ich über ein Discount-Zertifikat gekauft. Die Position ist direkt durchgestartet und befindet sich aktuell 9% im Plus. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Medizintechnik-Anbietern. Die Umsätze wachsen Jahr für Jahr wie an einer Schnur gezogen in die Höhe. Es ist ein Qualitätsunternehmen par excellence.

Nemetschek gelingt heute der Ausbruch auf neue Allzeithochs. Um + 3% geht es nach oben. Der gesamte Softwaresektor ist heute stark, angeführt von SAP. Nemetschek hat sich auf Softwarelösungen für Architektur und Bau spezialisiert und dominiert in diesem Segment. Die Nettogewinnmarge lag 2018 bei über 16%. Das deutet auf einen Burggraben hin.

Meine MTU-Position liegt knapp auf Einstand. Hier habe ich persönlich die Erwartungshaltung, dass sich der Trend beim Turbinenbauer und Wartungsdienstleister bald fortsetzen sollte. Die ganzen Probleme rund um die Boeing 737 Max könnten dazu führen, dass die Wartungsroutinen auch um umfangreiche Software-Tests erweitert werden. 200 Airlines weltweit gehören zu den Kunden von MTU. Wenn die Anforderungen an die Wartungen strenger werden, wäre das ein Boost für das MTU-Geschäft.

Was gibt es sonst noch Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Air Liquide ins Auge gestochen, die sich auf Rang 4 der Auswahlrangliste im EURO STOXX 50 befindet. Neue Wachstumsperspektiven dürften sich für den Industriegasehersteller durch eine Initiative der Bundesregierung ergeben, mit der man Wasserstoff zu einem Hauptbestandteil der Energiewende machen will. Konkret soll es laut dem von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegten Strategieplan darum gehen, Strom aus Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee vor Ort in Wasserstoff umzuwandeln. Der damit gewonnene Wasserstoff kann dann mit Tankschiffen an Land gebracht und dann beispielsweise in Gaskraftwerken in Energie umgewandelt werden. Konkret erprobt werden soll dieses Konzept in so genannten Real-Laboren, in der die Wasserstofftechnologie hinsichtlich ihrer industriellen Machbarkeit erprobt werden soll. Gelingt hier der Durchbruch, sollte Air Liquide zu den großen Profiteuren der Energiewende gehören. Der französische Konzern ist federführend an der Betreibergesellschaft H2 Mobility Deutschland beteiligt, deren Ziel es ist, in Deutschland eine flächendeckende Wasserstoff-Infrastruktur für Brennstoffzellen-Autos aufzubauen. Auch sonst läuft es bei Air Liquide im operativen Geschäft rund, zumal man in 2018 unter anderem dank der Übernahme des US-Wettbewerbers Airgas bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen konnte und sich auch in 2019 weiter auf Wachstumskurs sieht. Zuletzt hatten die Experten von Jefferies das Kursziel für die Aktie von 130 auf 135 Euro angehoben und die Einstufung mit „Buy“ bestätigt.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Compugroup, die sich auf Rang 2 im TecDAX vorgeschoben hat. Der auf Software-Lösungen für die Gesundheitsbranche spezialisierte Konzern ist ein typischer Digitalisierungsprofiteur. Mit seinen Standard-Softwarelösungen für Kliniken, Ärzte und Krankenkassen gehört man zu den führenden Anbietern in Europa und verfügt über mehr als 400.000 Bestandskunden. Als Wachstumstreiber erweist sich der Rollout der so genannten Telematikinfrastruktur, mit dem der digitale Informationsaustausch zwischen Patienten, Ärzten, Kliniken und Krankenversicherungen ermöglicht werden soll. Compugroup liefert die passenden Soft- und Hardware-Komplettpakete für Arztpraxen und Krankenhäuser, ohne die ein flächendeckende Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen nicht möglich wäre. Compugroup als Marktführer für eHealth-Digitalpakete profitiert damit vom laufenden Investitionszyklus in der Gesundheitsbranche. Dies bescherte Compugroup zuletzt im abgelaufenen Fiskaljahr ein Rekordergebnis. Da die margenstarken Software- und Wartungsumsätze dank der steigenden Zahl der installierten eHealth-Pakete weiter zulegen, ist Compugroup auf gutem Weg, seine Profitabilität nachhaltig zu verbessern. Entsprechend optimistisch meldeten sich zuletzt die Experten von Mainfirst zur Aktie zu Wort. In einer Ersteinschätzung wurde der Wert mit "Outperform" und einem Kursziel von 63 Euro eingestuft.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

ich habe gemäß des Trendfolge-Regelwerkes in dieser Woche 4 Transaktionen getätigt.
 

  • Die Deutsche Wohnen musste das Depot verlassen. Die politischen Diskussionen rund um Enteignungen und die Bürgerinitiativen, um die Macht der großen Wohnkonzerne einzuschränken, hatten in den letzten Wochen den Aktienkurs spürbar belastet. Die Aktie ist nicht mehr unter den 12 trendstabilsten Aktien der Gesamtrangliste zu finden. Folglich muss sie das Depot verlassen.
  • Die Aktie von Ahold hat sich in einer Seitwärtsbewegung festgefangen und befindet sich ebenfalls nicht mehr unter den 12 trendstabilsten Aktien der Gesamtrangliste. Darum muss auch sie das Depot verlassen.
  • Neu im Depot sind die Aktien von Iberdrola (Platz 4 der Gesamtrangliste) und Nemetschek (Platz 6 der Gesamtrangliste) bzw. genauer gesagt Discount-Zertifikate auf diese Aktien. Untenstehend stelle ich die Titel ausführlicher vor.


Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank:



 

Neu im Depot ist erstens ein Discount-Zertifikat auf Nemetschek (WKN DF16HS). Der Spezialist für Bausoftware-Lösungen ist ein typischer Profiteur des Digitalisierungstrends, da man mit den von Nemetschek entwickelten BIM-Software-Lösungen bei der Realisierung von Bauprojekten auch wichtige Faktoren wie Zeit und Kosten im Auge behält. Dies beschert Nemetschek gegenüber der Konkurrenz bedeutende Wettbewerbsvorteile und macht den Software-Konzern zu einem gefragten Partner bei Architekten und in der Baubranche. Zuletzt überraschte Nemetschek mit einem erneuten Rekordergebnis für das abgelaufene Fiskaljahr. Auch der Ausblick für 2019 vermochte zu überzeugen, wobei man von einem deutlichen Umsatzplus ausgeht, und die operative Marge trotz hoher Investitionen weiter stabil auf hohem Niveau halten will. Die Experten vom Bankhaus Metzler haben die Einstufung mit zuletzt mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 146 auf 169 Euro angehoben.

Neu im Depot ist zweitens ein Discount-Zertifikat auf Iberdrola (WKN DF116Y). Der spanische Energieversorger hat sich in den vergangenen Jahren dank zahlreicher Übernahmen zu einem international führenden Stromanbieter gemausert. Neben dem Kernmarkt Spanien ist Iberdrola auch in Nordamerika sowie in Brasilien präsent, wobei man den Fokus auf den Ausbau der Erzeugerkapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien gelegt hat. Im abgelaufenen Fiskaljahr konnte Iberdrola mit einem Nettogewinn von knapp 3 Mrd. Euro ein Rekordergebnis ausweisen und damit die Analystenerwartungen leicht übertreffen. Auch für das laufende Fiskaljahr sieht sich Iberdrola weiter auf einem profitablen Wachstumskurs, wobei man sich vor allem von der Übernahme des brasilianischen Energieversorgers Neoenergia weiter positive Impulse erhofft. Die seit August voll konsolidierte Tochtergesellschaft hatte in 2018 maßgeblich zur starken Ergebnisentwicklung auf Konzernebene beigetragen. Die Experten von Goldman Sachs hatten zuletzt die Einstufung für Iberdrola mit "Neutral" bestätigt und das Kursziel auf 7,90 Euro belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

der Schlüssel für das Verständnis des bullischen Marktverhaltens liegt darin, die Ursache für Performance-Schere zwischen DAX und Dow Jones zu ergründen. Das größte Problem der europäischen Wirtschaft in Q4 letzten Jahres war der Handelskonflikt zwischen USA und China. In China hatten die US-Zölle Ende letzten Jahres verheerende Auswirkungen. Ganze Fabriken standen still. Auf einmal war eine Überproduktion vorhanden und somit bestellten chinesische Firmen natürlich auch deutlich weniger Investitionsgüter bei deutschen Anlagen- und Maschinenbauern. Das sorgte für die heftigen Markteinbrüche bei Firmen wie Krones, Dürr oder auch BASF.

Es hat sich in den letzten 12 Monaten eine dramatische Performance-Schere zwischen Dow Jones und DAX aufgetan. Während der Dow Jones bereits wieder Nahe der Allzeithochs notiert, befindet sich der DAX noch gute 12 % darunter. In den letzten beiden Wochen konnte der deutsche Aktienmarkt endlich wieder einmal befreit aufspielen. Das mache ich nicht nur am DAX fest, sondern viel mehr an den Aktien aus der zweiten Reihe wie zum Beispiel Kion, die auf einmal wieder von einer Welle des Optimismus erfasst werden. Aber genau das ist ein typisches Verhalten für Zykliker. Wenn sich die Konjunkturerwartungen aufhellen, dann geht es auf einmal ganz schnell.

Meine persönliche Markteinschätzung ist, dass sich nach Ende des Handelskonflikts die Performance-Schere zwischen DAX und US-Märkt etwas schließen wird, also dass der deutsche Markt dann kurzzeitig zum Outperformer wird.

Depotwert MTU ist trendstabil leidet aber unter neuen Zolldrohungen!

Seit letzter Woche neu im Depot befindet sich die Aktie von MTU Aero Engines, die ich aufgrund des Regelwerks neu in mein Realgelddepot aufgenommen habe. Da die Nachfrage bei Passagierflugzeugen angesichts des weiter anziehenden weltweiten Passagieraufkommens auch in den kommenden Jahren weiter überdurchschnittlich hoch bleiben wird, bieten sich für MTU Aero Engines gute Chancen, den profitablen Wachstumskurs weiter fortzusetzen.

Zuletzt schwächelte die Aktie des Triebwerksherstellers etwas, nachdem die US-Regierung mit Strafzöllen gegen europäische Firmen gedroht hatte. Schlechtes Timing dachte ich. Warum kommt dieses neue Säbelrasseln ausgerechnet direkt nach der Depotaufnahme. Das ist Pech.

Nach Ansicht der US-Regierung erhält Airbus von der EU illegale Subventionen, was wiederum den US-Branchenprimus Boeing benachteilige. Sollten die USA tatsächlich Strafzölle gegen Airbus-Flugzeuge und gegen Zulieferer erheben, wäre auch MTU Aero Engines als Haus- und Hoflieferant von Airbus betroffen. Dass die US-Regierung ihre Drohungen gegen Airbus tatsächlich umsetzen wird, scheint unwahrscheinlich, zumal die EU die Vorwürfe zuletzt scharf zurückgewiesen hat. Beobachter werten die US-Vorwürfe gegen Airbus als Ablenkungsmanöver, um dem heimischen Flugzeugbauer Boeing auf die Sprünge zu helfen. Dieser hat aktuell mit hausgemachten Problemen rund um die Pannenserie beim 737 MAX zu kämpfen und musste zuletzt massive Ordereinbrüche hinnehmen.

Operativ bleiben die Aussichten bei MTU Aero Engines weiter vielversprechend, wobei sich unter anderem ein Airbus-Großauftrag über die Lieferung von 300 Passagiermaschinen nach China als kurzfristiger Treiber erweisen sollte. Da MTU Aero Engines die passenden Triebwerkslösungen für Megaseller wie dem Airbus-Mittelstreckenmodell A320 liefert, dürfte MTU Aero Engines auch hier als Triebwerks-Lieferant zum Zug kommen. Da die Zahl der installierten Triebwerkslösungen weiter anzieht, erhöht sich auch der Anteil der margenstarken Wartungs- und Serviceerlöse bei MTU Aero Engines, was sich positiv bei der Profitabilität niederschlagen wird. Entsprechend sieht sich das Konzernmanagement rund um CEO Winkler auf Kurs, nach einem Rekordergebnis in 2018 auch bis 2025 profitabel zu wachsen und dabei Umsatz und Ergebnis zu verbessern. Die Experten der Berenberg Bank haben die Einstufung für MTU Aero Engines zuletzt mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 200 Euro auf 215 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

letzte Woche konnte ich mein Turbo Bull Zertifikat auf TAG Immobilien mit einem Gewinn von über 50 % verkaufen. Ich berichtete bereits. Ich bin froh, dass meine Gewichtung im Immobiliensektor nun niedriger ist, denn das politische Schreckensgespenst der „Enteignungen“ sorgt für Unruhe in der Branche. Ich dachte eigentlich wir hätten die Phasen sozialistischer Wirtschaftsexperimente schon längst hinter uns gelassen, aber offenbar gibt es viele Politiker in diesem Land, die an staatlich geführten Projekt wie dem Berliner Flughafen so große Freude haben, dass sie noch mehr davon haben wollen. Wir bewegen uns hier in einer Weltanschauung, die weit abseits von dem steht, was ich mit rationalen Überlegungen begreifen kann.

Letzte Woche kündigte ich im Blog bereits die neuen Käufe von Qiagen und MTU an. Beide Basiswerte kommen gemäß unserem regelbasierten Trendfolge-System ins Depot. Aufgrund der Messe Invest in Stuttgart, die letzte Woche am Freitag und Samstag stattfand, reiche ich nun die konkreten Ausführungskurse nach. MTU kaufte ich direkt über die Aktie zu einem Ausführungspreis von 208,30 €. Qiagen kaufte ich über ein Discount-Zertifikat mit der WKN DDD945 zu einem Ausführungspreis von 34,60 €. Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank.

Berichterstattung über die Trendstabilitäts-Ranglisten

Neu in meinem Realgelddepot befindet sich die Aktie von QIAGEN die aktuell auf Rang 4 der Gesamtauswahl zu finden ist. Der niederländische Konzern hat sich mit seinem breit diversifizierten Portfolio rund um Testverfahren zum Nachweis von schwerwiegenden Erkrankungen wie Tuberkulose oder Lungenkrebs eine solide Umsatzbasis aufgebaut. Komplettiert wird die Produktpalette durch Verbrauchsmaterialien zur Aufreinigung und Analyse von Gewebeproben. Analytik- und Datenbanklösungen sowie Gensequenzierungs-Systeme ermöglichen eine Interpretation des komplexen Datenmaterials und schaffen damit die Grundlage zur Entwicklung neuer Therapien und Medikamente. Damit ist QIAGEN ein gefragter Partner für die Pharma- und Biotechbranche, die ihre F&E-Ausgaben massiv nach oben fährt, um neue wirkungsvolle Medikamente gegen schwere Erkrankungen zu entwickeln. Das bescherte QIAGEN im vergangenen Jahr erneut ein Rekordergebnis, wobei man die konzerneigene Prognose sogar leicht übertreffen konnte. Im laufenden Fiskaljahr will QIAGEN dank neuer höhermargiger Produkten wie digitale Systeme zur Aufbereitung von Proben neue Wachstums-Segmente erschließen. Dabei peilt QIAGEN ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von 7 bis 8% sowie eine weitere Steigerung beim bereinigten Nettogewinn an. Die Commerzbank hatte zuletzt ihre Einstufung für die Aktie mit "Buy" bestätigt.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Merck KGaA, die sich aktuell auf Rang 8 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat. Der Darmstädter Pharma- und Life Sciences Spezialist will seine Profitabilität mit Zukäufen in margenstarken Segmenten weiter verbessern und damit seine erfolgreiche Strategie der vergangenen Jahre weiter fortsetzen. Ins Visier genommen hat Merck den US-Konzern Versum, der sich auf Materialien zur Herstellung von Halbleitern und Elektronikkomponenten spezialisiert hat. Angesichts der steigenden Halbleiternachfrage macht die geplante 6 Mrd. USD schwere Übernahme Sinn, zumal Versum als hochprofitabel gilt und damit die passende Ergänzung für die Konzernsparte Performance Materials liefern würde. Hier hatte Merck im abgelaufenen Fiskaljahr mit Problemen zu kämpfen, zumal die Konzernsparte unter dem hohen Preisdruck durch asiatische Anbieter im Display-Geschäft zu leiden hatte. Ob der deutsche Hersteller mit seinem feindlichen Übernahmeangebot für Versum tatsächlich zum Zug kommt, bleibt unklar. Denn auch der US-Spezialchemiekonzern Entegris bemüht sich um eine Übernahme von Versum. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der Versum-Übernahme sollte Merck nach einem Übergangsjahr 2018 wieder auf einen profitablen Wachstumskurs zurückkehren, da man im Pharma- und insbesondere im Life-Sciences-Segment dank neuer Medikamentenzulassungen und der starken Nachfrage bei Labortechnik weiter auf der Erfolgswelle schwimmt. Die Experten der Commerzbank haben zuletzt das Kursziel für Merck mit 122 Euro und der Einstufung "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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