Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

auch der MDAX zeigte am Montag wieder eine grüne Marktampel, das heißt der Index notierte über dem GD 200. Damit darf ich laut Regelwerk eine weitere Aktie aus dem MDAX für mein Depot kaufen. Auf der Trendstabilitäts-Rangliste befindet sich auf Rang 1 weiterhin TAG Immobilien. Dieser Titel befindet sich bereits über ein Endlos Turbo Long bei mir im Depot. Der Endlos Turbo notiert übrigens stolze 50% im Plus. Auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX befindet sich die Aktie der Deutschen Wohnen. Diese habe ich nun für mein Depot über ein Discount-Zertifikat mit der WKN DF1KFD gekauft. Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank:



 

Im DAX befindet sich übrigens mit Vonovia auch ein Immobilienkonzern auf Platz Nr. 1 der Trendstabilitäts-Rangliste. Ich nehme das zum Anlass ein paar persönliche Wort zum Sektor zu schreiben.

Der Immobilien-Boom wird zur „Never-Ending-Story“ am deutschen Aktienmarkt. Wohnraum wird in den großen Städten zum Luxusgut. Selbst Gutverdiener können sich nur noch selten mehr als 100 Quadratmeter Wohnfläche leisten. Der frühere Lebenstraum ganzer Generationen wird unerreichbar. Uns im Schwabenland wird ja quasi schon von klein auf eingetrichtert „schaffe schaffe Häusle baue“. Zu dieser Volksweisheit der Schwaben gibt es übrigens ein nettes Video aus ferner Zeit, in dem diese und andere Lebensweisheiten besungen werden. Aber, heute sieht die Realität sehr oft so aus: Du arbeitest und arbeitest und arbeitet, aber ein Haus kannst du dir trotzdem nicht leisten.

Was könnte die Situation auf dem deutschen Wohnungsmarkt verbessern? Zwei Dinge

1. Autonom fahrende Roboterautos
2. Gesetzliche Initiativen zum Hochbau in Städten

Prinzipiell ist die Lösung relativ einfach. Wir müssen schlichtweg in die Höhe bauen. Aus den beschaulichen, deutschen Städten müssen Metropolen mit beeindruckenden Skylines werden. Dazu ist natürlich erstens ein politischer Wille erforderlich und zweitens eine geeignete Infrastruktur. Und wenn man weiß wie schnell größere Bauprojekte in Deutschland gerade durchgezogen werden, ist es utopisch anzunehmen, dass die Infrastruktur wie U-Bahnen oder erweiterte Straßennetze in absehbarer Zeit bereitgestellt werden kann.

Meine Hoffnung liegt auf dem Roboterautos. Das Roboterauto wird Mobilitätsdienstleistungen zum Durchbruch verhelfen. Ich kann mir dann in absehbarer Zukunft Mobilität bei Bedarf buchen. In 10 Jahren sieht das optimale Szenario folgendermaßen aus: Ich verlasse meine Wohnung und fordere mit dem Smartphone ein Robotertaxi an. In weniger als 2 Minuten hält ein Roboterauto direkt vor mir und ich brauche nur noch einsteigen.

In dem Fall kann die Technologie des Roboterautos den Weg bereiten für komplett neue Stadtbilder, weil alte Anforderungen an die benötigte Verkehrsinfrastruktur nicht mehr gelten.

Fazit: Ich bin nun gespannt wie sich meine neue Position im realen 100.000 € Trendfolge-Depot entwickelt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Discount 50 2020/03: Basiswert Deutsche Wohnen

DF1KFD / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.05. 17:25:33, Brief 22.05. 17:25:33
DF1KFD // Quelle: DZ BANK: Geld 22.05. 17:25:33, Brief 22.05. 17:25:33
41,82 EUR
Geld in EUR
41,87 EUR
Brief in EUR
0,14%
Diff. Vortag in %
  • Max Rendite 19,42%
  • Max Rendite in % p.a. 23,24% p.a.
  • Discount in % 1,78%
  • Cap 50,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % 17,29%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

Liebe Leser,

ein gesunder Bullenmarkt wird im Pessimismus geboren, reift in einer Stimmung der Furcht und steigt dann befreit zusammen mit dem wachsenden Optimismus. Das passt eigentlich gut zur aktuellen Situation. Die Märkte werden Woche für Woche freundlicher. Insbesondere europäische Aktien werde nun auch wieder stärker und können den amerikanischen Märkten endlich folgen. Aber so richtig will dem Braten noch keiner trauen. So sieht meiner Meinung nach ein gesundes Sentiment aus.

Ich halte dem Pessimismus schon seit Wochen meine Bullenthese entgegen, dass im zweiten Halbjahr extrem niedrige Erwartungen für die Unternehmensgewinne auf eine entfesselte globale Wirtschaft treffen könnten, und zwar dann, wenn sich USA und China auf eine Freihandelszone einigen. Und dass eine Einigung erfolgen wird, ist momentan durchaus realistisch. Menschen fällt es allgemein schwer, sich dynamische Veränderungen der Auftragslage vorstellen zu können. Der Anlagen- und Maschinenbau in Deutschland hat im 4. Quartal einen kleinen Alptraum erlebt, weil vor allem chinesische Firmen ihre Auftragsvergabe deutlich reduzierten. Mit einer Einigung im Handelskonflikt würde sich ein solcher Investitionsstau vermutlich sofort auflösen und einer erhöhten Investitionsaktivität weichen.

Die Marktampeln für MDAX und EURO STOXX 50 sind nun laut unserem Trendfolge-System auf Grün gesprungen. Der DAX liegt noch unterhalb seines GD 200, aber auch hier ist eine grüne Marktampel nicht mehr weit entfernt. Meine beiden neuen Depotaufnahmen von letzter Woche, Ahold und L`Oréal, sind sofort in die Gewinnzone gelaufen. Der Markt wirkt jetzt irgendwie bullisch. Der Weg des leichteren Widerstands zeigt nach oben.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten MTU Aero Engines, das aktuell auf Rang 6 der Gesamtauswahl rangiert. Der Triebwerkshersteller ist als einer der führenden Anbieter bestens aufgestellt, um vom steigenden Aufkommen bei Passagiermaschinen profitieren zu können. Dies zeigt das kürzlich vorgelegte Zahlenwerk für das Fiskaljahr 2018, zumal MTU hier die konzerneigene Prognose sowohl beim Umsatz als auch beim Konzernergebnis übertreffen konnte. Auch für 2019 sieht sich der Konzern bestens gerüstet und peilt sowohl bei Umsatz als auch beim operativen Ergebnis dank prall gefüllter Auftragsbücher neue Rekordwerte an. Da MTU Aero Engines unter anderem Triebwerkslösungen für Kassenschlager wie den Airbus-Mittelstrecken-Jet A320neo liefert, sieht sich das Konzernmanagement auch mittelfristig weiter auf Erfolgskurs. Neben steigenden Absätzen bei Getriebefan-Lösungen, die für die spritsparende Mittelstrecken-Version A320neo von Airbus verbaut werden, profitiert man auch von der steigenden Zahl installierter Triebwerke. Dadurch erhöht sich der Anteil der margenstarken Wartungs- und Service-Erlöse, was sich positiv auf die Profitabilität auswirkt. Die Experten der Berenberg Bank haben kürzlich das Kursziel für die Aktie von 200 auf 215 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Auf Rang 10 der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX vorgerückt ist die Aktie von Symrise. Als Duft- und Aromenhersteller profitiert man von der anziehenden Konsumnachfrage und der wachsenden Produktvielfalt vieler Hersteller. Symrise wächst dank seines breit diversifizierten Produktangebots seit Jahren deutlich stärker als der Gesamtmarkt und hat sich dank strategischer Zukäufe wie der Übernahme des auf Inhaltsstoffe für Heimtiernahrung spezialisierten Anbieters ADF/IDF eine gute Ausgangsposition geschaffen, um seinen profitablen Wachstumskurs zu beschleunigen. Bis 2022 will man die Umsatzerlöse gegenüber 2018 auf knapp 6 Mrd. Euro verdoppeln und dabei gleichzeitig die Profitabilität weiter verbessern. Die Experten der Société Générale haben das Kursziel für Symrise kürzlich von 85 auf 94 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

wir arbeiten an einer Anpassung des Regelwerks für mein reales 100.000 € Trading-Depot. Ziel ist es, mehr Aktien zur Auswahl zu haben, die für Trades in Frage kommen. Wir dachten anfangs eigentlich mit DAX, MDAX und EURO STOXX 50 ein breites Universum abzudecken. Aber was dann passierte, ist Ihnen bekannt, liebe Leser, die europäischen Märkte verwandelten sich in ein Krankenhaus und die meisten Aktien liegen heute noch auf der Intensiv-Station. Das war insbesondere deshalb so bitter, weil es abseits der genannten Indizes, vor allem auch in den USA und China, durchaus Aktien gab die trendstabil haussierten. Die Regeländerungen haben nun also das Ziel, mehr Aktien zur Verfügung zu haben, die dann in einer großen Trendstabilitäts-Rangliste als Basis für Depotaufnahmen dienen können. Ich werde in 2 Wochen ausführlich darüber berichten.

Letzte Woche war ich zu Gast bei Friedhelm Tilgen im Zertifikate-Talk bei n-TV. Ich war der einzige Bulle und das empfinde ich durchaus als ermutigendes Zeichen. Die Probleme sind bekannt. Die Probleme werden allgemein gesehen, aber die Märkte reagieren kaum noch auf schlechte Nachrichten. Der harte Brexit ist nach der gestrigen Abstimmung im britischen Parlament nun sehr wahrscheinlich geworden, aber die Märkte interessiert es quasi überhaupt nicht mehr. Es kann jetzt natürlich sein, dass ich schon morgen nach der neuerlichen Abstimmung im britischen Unterhaus eines Besseren belehrt werde, aber Stand jetzt halte ich meine Beobachtung, dass die Märkte Immunität gegen schlechte Nachrichten zeigen, für sehr valide. In den USA sehen wir sogar bereits wieder eine starke Rallyebewegung am breiten Markt.

Und hier kommt jetzt erneut mein Szenario ins Spiel: Es kann gut sein, dass wir uns in einem halben Jahr in der besten aller ökonomischen Welten befinden werden. Eine große Einigung im Handelskonflikt China und USA würde bedeuten, dass es die größte Freihandelszone in der Geschichte der Menschheit geben kann. Wir würden dann in eine neue Ära der Globalisierung eintreten. China ist aus den Kinderschuhen herausgewachsen und in dieser neuen Ära treiben dann die größten Wirtschaftsmächte der Welt einen fairen und freien Handel miteinander. Der extreme Pessimismus bei den Unternehmensprognosen für die nächsten beiden Jahre würde sich dann vermutlich schlagartig in einen galoppierenden Optimismus verwandeln und das Ergebnis wären neue Allzeithochs im DAX. Es ist ein Szenario, liebe Leser. Ich kenne die Zukunft nicht, aber ich habe gute Argumente, warum es falsch sein könnten zwanghaft an einer bärischen Sichtweise festzuhalten.  

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 1 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 vorgerückt ist die Aktie von Vonovia. Der Immobilienkonzern hat sich mit seiner aggressiven Übernahme- und Expansionsstrategie in den vergangenen Jahren zur Nummer Eins auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt gemausert. Mittlerweile verfügt man über mehr als 420.000 Wohneinheiten in deutschen Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg und ist mittlerweile auch in Österreich und in Schweden präsent. Gescheitert ist der deutsche Branchenprimus jedoch bei der geplanten Übernahme des Wettbewerbers Deutsche Wohnen, mit der man seine Marktposition an besonders lukrativen Standorten weiter ausbauen wollte. Im Nachhinein erwies sich die gescheiterte Übernahme der Deutschen Wohnen dennoch als lukratives Geschäft für Vonovia. Denn aus dem Verkauf des im Zuge des Übernahmeversuchs erworbenen Aktienpakets an der Deutschen Wohnen an institutionelle Investoren erlöste Vonovia einen satten Buchgewinn von knapp 300 Mio. Euro. Den Verkaufserlös über rund 700 Mio. Euro kann Vonovia für den Ausbau seines Wohnimmobilienportfolios nutzen, und damit seinen profitablen Wachstumskurs weiter fortsetzen. Im abgelaufenen Fiskaljahr hatte man mit bereits mit einem unerwartet deutlichen Plus von 16% beim operativen Ergebnis überzeugt und für 2019 eine weitere Verbesserung beim Ergebnis in Aussicht gestellt. Die Experten von Hauck & Aufhäuser haben die Einstufung mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 54 auf 55 Euro angehoben.

Auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 vorgerückt ist die Aktie von RWE. Der Energieversorger ist im Begriff, im Zuge des geplanten Asset-Deals mit dem Konkurrenten E.ON und der Übernahme des operativen Geschäfts der auf Erneuerbare Energien spezialisierten Tochter Innogy ein neues Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte aufzuschlagen. Mit der kürzlich erteilten Genehmigung der EU-Wettbewerbskommission zur Übernahme großer Teile der Energie-Sparte von E.ON und Innogy sowie dem Erwerb einer knapp 16,7%-igen Beteiligung an seinem Konkurrenten konnte RWE zuletzt einen wichtigen Etappensieg verbuchen. Wird die Übernahme der Strom- und Erdgasnetze und des Endkundengeschäfts von RWE durch E.ON ebenfalls von den Kartellbehörden genehmigt, wäre der komplexe Asset-Deal unter Dach und Fach. Nach Vollzug der Transaktion zum Jahresende würde RWE damit zu einem der führenden Ökostromanbieter in Europa aufsteigen, und den Löwenanteil seiner Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie decken. Angesichts weiter steigender Strompreise sollte sich dies für RWE auch positiv beim Konzernergebnis niederschlagen, zumal sich mit Ökostrom höhere Margen erzielen lassen, als mit konventionell erzeugter Energie. Für die Aktie von RWE im aktuell schwierigen Marktumfeld spricht die ansehnliche Dividendenrendite von knapp 3,2%. Die Experten Commerzbank haben kürzlich das Kursziel für die Aktie leicht auf 24,50 Euro angehoben und die Einstufung mit „Buy“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger

 

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Liebe Leser,

die Marktampel im Euro Stoxx 50 zeigt grünes Licht. Am Montag waren im Euro Stoxx 50 Ahold und L’Oreal die beiden trendstabilsten Aktien. Gemäß dem Regelwerk muss ich diese beiden Titel kaufen. Ich habe Ahold  über ein Discount-Zertifikat (WKN DDU5FU) mit einem Discount in Höhe von 7 % zum aktuellen Kurs gekauft. Ich bekomme die Aktie über das Zertifikat also günstiger. Dafür nehme ich ein CAP bei 26 € in Kauf. Meine Maximalrendite, die ich erreichen kann, beträgt während der Laufzeit damit 24,4 %. Ich mag Discount-Zertifikate. Vor allem in schwierigen Börsenzeiten wie derzeit bieten sie eine gute Möglichkeit, um das Kursrisiko etwas zu reduzieren und trotzdem Aufwärtschancen wahrzunehmen. L’Oreal habe ich direkt als Aktie gekauft.

Hier ist das Orderbuch meiner Volksbank

Nachfolgend habe ich einige Informationen zu den beiden gekauften Aktien zusammengestellt. Bitte beachten Sie, liebe Leser, dass die fundamentalen Eigenschaften dieser Firmen überhaupt keinen Einfluss auf das Regelwerk und damit auf die Aktienauswahl haben. Es ist rein zu Ihrer Information.

Mit der Aktie des Kosmetikkonzerns L´Oreal, die sich aktuell auf Rang 1 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 vorgearbeitet hat, habe ich einen der Top-Profiteure der anziehenden Konsumnachfrage in mein regelbasiertes Realgelddepot aufgenommen. Der französische Beauty- und Kosmetikkonzern hat sich mit bekannten Marken wie L Óreal, Maybelline, YSL, Giorgio Armani, Garnier, Vichy oder Lancome  als führender Anbieter im Hochpreissegment positioniert. Diese Strategie zahlt sich aus, da viele Verbraucher für ein perfektes Make-Up und Styling gerne etwas tiefer in die Tasche greifen, was L´Oreal nicht nur steigende Umsätze, sondern auch überdurchschnittlich hohe Margen beschert. Im Schlussquartal 2018 überzeugte der französische Kosmetik-Konzern erneut mit einer starken Performance und übertraf dabei mit einem vergleichbaren Umsatzanstieg von 7,7% die Konsenserwartungen deutlich. Neben der starken Entwicklung in Kernabsatzmärkten wie der Region Asien/Pazifik (Umsatzplus: 26,2%) profitierte man dabei vor allem vom Ausbau der Online-Vertriebsaktivitäten, die ein sattes Umsatzplus von 40,6% vorzuweisen hatten. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich das Konzernmanagement trotz des herausfordernden Marktumfelds weiter optimistisch und erwartet in 2019 neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis. Die Experten von JPMorgan haben das Kursziel für die Aktie zuletzt mit 230 Euro und der Einstufung "Overweight" bestätigt.

Die zweite Aktie, die ich laut Regelwerk in mein Realgelddepot aufgenommen habe, ist Ahold Delhaize, die sich derzeit auf Rang 3 im EURO STOXX50 befindet. Der niederländische Einzelhandelskonzern hat seine Marktposition vor allem in Auslandsmärkten wie Nordamerika zielstrebig ausgebaut. Diese Strategie macht sich für den Lebensmittel-Einzelhändler bezahlt, zumal man mit seiner breiten Auswahl bei Lebensmitteln, Convenience Food und Bioprodukten den Nerv der Zeit trifft und damit von steigenden Konsumausgaben stark profitieren kann. Im abgelaufenen Q4 konnte man sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis leicht besser als erwartet abschneiden und sieht sich auch für die Zukunft gut gerüstet, um seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Ausbau der Online-Vertriebsaktivitäten, mit denen Ahold Delhaize vom Trend zur Online-Bestellungen bei Lebensmitteln profitieren will. Allein im Schlussquartal konnte man hier mit einem satten wechselkursbereinigten Umsatzplus von 25,0% aufwarten. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich das Konzernmanagement nach dem soliden Geschäftsverlauf in 2018 optimistisch und erwartet für das neue Fiskaljahr weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis. Die Analysten von Bernstein haben das Kursziel für die Aktie mit 25,20 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Outperform" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

ich kenne die Zukunft nicht, aber ich kann in Szenarien denken und wachsam beobachten, ob meine Szenarien aufgehen oder nicht. Eines meiner bullischen Szenarien ist, dass es im zweiten Halbjahr zur besten aller Börsenwelten kommen kann. Diese liegt erstens dann vor, wenn die Erwartungen an die Unternehmensgewinne extrem niedrig sind und zweitens, wenn eine positive Entwicklung alle überrascht.

Die erste Voraussetzung ist erfüllt. Die Erwartungshaltung ist, insbesondere im deutschen Industriesektor, sehr niedrig. Zusammen mit den schwachen Q4-Berichten haben die meisten Firmen auch ihre Prognosen für 2019 und 2020 reduziert.

Die zweite Voraussetzung, dass die Weltkonjunktur auf einmal so richtig Fahrt aufnimmt, dürfte dann eintreten, wenn die USA und China ihren Handelskonflikt beilegen. Eine Freihandelszone zwischen USA und China wäre so etwas wie das ökonomische Paradies auf Erden. Das würde die Kräfte der Globalisierung neu entfachen. Der BIP pro Kopf in China liegt etwa 70 % unter dem US-Niveau, das in Indien sogar fast 90 %. Freier Handel ermöglicht Konvergenzprozesse. Wachstum ist quasi garantiert.

Vom chinesischen Volkskongress gab es diese Woche weitere Entspannungssignale. Ausländische Firmen dürfen nun auch Mehrheitsbeteiligungen in China eingehen. China will ausländisches Kapital und China braucht ausländisches Kapital. Mein Wunsch-Szenario ist, dass die größte Freihandelszone in der Geschichte der Menschheit Wirklichkeit wird. Dann geht die Post ab.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Weiter auf Rang 1 der Gesamtauswahl in der Trendstabilitäts-Rangliste rangiert mein Realgeld-Depotwert TAG Immobilien. Zuletzt überraschte der Wohnimmobilienkonzern im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Anstieg beim operativen Ergebnis, wobei man die konzerneigenen Prognosen übertreffen konnte. Neben höheren Mieteinnahmen konnte man einmal mehr von der steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den Ballungszentren profitieren. Die Leerstandsquote bei den rund 84.400 Wohnungen des Immobilienkonzerns lag dabei zum Jahresende mit 4,7% unter der 5%-Marke. Für das laufende Fiskaljahr geht TAG Immobilien von einer Fortsetzung seines profitablen Wachstumskurses aus und stellte eine weitere Verbesserung beim operativen Gewinn in Aussicht. Auch die Aktionäre werden von dieser Entwicklung durch steigende Dividenden profitieren. Für 2018 steigt die Ausschüttung von 0,65 Euro auf 0,75 Euro je Aktie und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Damit weist TAG Immobilien auf dem aktuellen Niveau eine stattliche Dividendenrendite von 3,6% auf. Die Experten der Berenberg Bank haben im Anschluss an die Zahlenveröffentlichung ihr Kursziel auf 23,50 Euro belassen und die Aktie weiterhin mit "Buy" eingestuft.

Trendstabile Aktie aus dem Biotech-Sektor

​Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Qiagen aufgefallen, die sich derzeit auf Rang 6 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat. Der niederländische Biotech-Spezialist hat sich mit seiner breiten Palette an Testverfahren zum Nachweis gefährlicher Erkrankungen bei Menschen und Nutztieren sowie Verbrauchsmaterialien zur Aufreinigung und Analyse von Gewebeproben eine solide Ausgangsbasis geschaffen, um von steigenden F&E-Ausgaben der Biotech- und Pharmabranche profitieren zu können. Mit neuen Analytik- und Bioinformatik-Lösungen sowie modernen Gensequenzierungs-Systemen hat man sein Angebot in höher margigen Produktsegmenten gezielt erweitert und damit die Weichen für ein profitables Wachstum gestellt. Nachdem Qiagen im abgelaufenen Fiskaljahr bei Umsatz und Ergebnis mit neuen Rekordwerten überzeugen konnte, stellte Konzernchef Peter Schatz für 2019 ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von bis zu 8% und eine weitere Verbesserung beim bereinigten Ergebnis je Aktie in Aussicht. Frische Impulse erhofft sich Qiagen dabei unter anderem von der Übernahme des US-Anbieters NeuMoDX, mit der man die Entwicklung neuer molekularer Diagnostiktests vorantreiben will. Bei der Analystengemeinde kam das solide Zahlenwerk und der optimistische Ausblick gut an. Unter anderem stuften die Experten von Kepler Chevreux die Aktie weiter mit „Buy“ ein und hoben das Kursziel von 31,00 Euro auf 36,50 Euro an.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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