Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Leser,

am Mittwoch vor 12 Jahren hat Steve Jobs auf einer legendären Apple-Messe in San Francicso das erste iPhone vorgestellt. Ich möchte diesen Anlass nutzen, um heute ein wenig über Apple zu erzählen. Die Aktie war in den letzten Monaten um 35 % eingebrochen und es wurde eine Marktkapitalisierung in Höhe von 400 Mrd. USD vernichtet. Sie haben das bestimmt verfolgt, liebe Leser. Grund für diesen Einbruch waren im Wesentlichen schwache Verkaufszahlen für das iPhone. Und mir ist klar warum. Ich selbst nutze das iPhone quasi seit dem ersten Tag. Direkt nach der Präsentation damals von Steve Jobs wollte ich dieses neue Ding haben.

Aber die jüngste Produktgeneration von Apple hat mich, ebenso wie vermutlich viele andere Millionen Kunden, ratlos zurückgelassen. Ich habe mein iPhone bislang jede zweite Produktgeneration erneuert und gegen das jeweils neueste Modell ausgetauscht. Ich kaufte das iPhone, dann das iPhone 3GS, dann das iPhone 5, dann das iPhone 7 und jetzt warte ich auf das iPhone 9, das ich mit einer Zahlungsbereitschaft von etwa 1.000 € kaufen möchte.

Das Problem ist: Apple hat kein iPhone 9 herausgebracht. Auf der Website steht jetzt etwas von iPhone X, XR und XS. Ich als Gewohnheitstier verstehe die Apple-Welt nicht mehr und habe mein iPhone7 erst einmal behalten. Ich bin ja zufrieden damit. Natürlich werde ich mich irgendwann mal im nächsten Urlaub mit den neuen iPhone-Modellen ausführlich befassen, aber vorerst habe ich auf einen Modellwechsel verzichtet. Ich glaube tatsächlich, dass Apple durch die Entscheidung, auf die gewohnten Modellsprünge zu verzichten und auf eine andere Produktkategorie-Bezeichnung umzustellen, viele Stammkunden erst einmal zum Abwarten bewogen hat. Es ist nur eine Ziffer, aber die Wirkung dieser Entscheidung war vermutlich fatal.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Vorab noch einmal der Hinweis, dass die Marktampeln weiterhin auf Rot stehen. Das bedeutet, dass die Leitindizes unter ihrem Gleitenden Durchschnitt 200 notieren. Neue Positionen kann ich daher gemäß dem Regelwerk nicht ins Depot aufnehmen.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Deutsche Telekom, die auf Rang 7 im DAX30 zu finden ist. Der führende deutsche Anbieter bei Mobilfunk-, Festnetz- und Internetangeboten profitiert weiter vom starken Wachstum seiner US-Mobilfunktochter. Vor der anstehenden Fusion mit dem US-Carrier Sprint überzeugte man erneut mit einem kräftigen Plus von 4,5 Millionen neuer Mobilfunk-Vertragskunden im abgelaufenen Kalenderjahr. Geht die für die zweite Jahreshälfte geplante Fusion mit Sprint plangemäß über die Bühne, sollte sich das Neukundenwachstum dank Synergien im Vertrieb weiter beschleunigen. Die Deutsche Telekom, die voraussichtlich mehr als 40% der Anteile an dem neu entstehenden drittgrößten US-Carrier halten wird, wird ebenfalls am Erfolg des neuen Mobilfunkriesen partizipieren. Neue Wachstumschancen eröffnen sich für die Deutsche Telekom auch auf dem Kernmarkt Europa. Denn hier läuft der Ausbau des neuen 5G-Mobilfunkstandards nach langer Verzögerung endlich an. Die Milliarden-Investitionen für den Lizenzerwerb und dem Infrastruktur-Ausbau werden sich für die Deutsche Telekom mittelfristig dank neuer margenträchtiger High-Speed-Mobilfunkangebote auszahlen. Attraktiv ist die Aktie der Deutschen Telekom aufgrund der ansehnlichen Dividendenrendite von 4,8%. Die Experten von RBC Capital haben das Kursziel für die Aktie zuletzt mit 17 Euro bestätigt und die Einstufung auf „Outperform“ belassen.

Auf Rang 3 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 ist die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas geklettert. Die Herzogenauracher profitieren vom Sport- und Fitnesstrend und gehören auch bei stylischer Freizeitbekleidung zu den gefragtesten Anbietern. Im abgelaufenen Q3 lief es bei Adidas nicht ganz so rund, was vor allem an der schwächeren Entwicklung der US-Tochter Reebok lag. Mit einem neuen Design-Offensive will Konzernchef Kasper Rorstedt das angestaubte Image der US-Tochter aufpolieren und holte zuletzt unter anderem Mode-Ikone Victoria Beckham für den Entwurf neuer Kollektionen an Bord. Auch insgesamt bleiben die Aussichten bei Adidas weiterhin gut, zumal die weltweite Sportartikelnachfrage nach Einschätzung der Experten von RBC Capital auch im neuen Jahr weiter hoch bleiben dürfte. Daher wurde die Einstufung zuletzt mit „Outperform“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

US-Präsident Trump erzielt erste Erfolge im Handelskonflikt mit China. China hat einer weiteren Öffnung der eigenen Agrarmärkte zugestimmt und auch signalisiert, bei anderen Fragen im Handelsstreit zu weiteren Zugeständnissen bereit zu sein. Darum geht es den Amerikanern. Trump will keinen Protektionismus. Das wird hier in den Medien oft falsch dargestellt. Der US-Präsident strebt Freihandelszonen an, erwartet aber auch von den Partnern, dass diese mit fairen Karten spielen und US-Unternehmen ebenfalls Marktzugang gewähren. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Und somit ist die große Ironie der ganzen Geschichte, dass der US-Präsident, der in Europa unter Dauerkritik steht, wichtige Grundlagenarbeit leistet, um auch europäischen Konzernen einen besseren Marktzugang in China und einen Schutz der Eigentumsrechte zu ermöglichen.

Die Aktienmärkte reagieren sehr positiv auf die gut verlaufenden Handelsgespräche. Und das zu Recht, denn es geht immerhin um die Frage, ob die Globalisierung zu einem gewissen Teil rückabgewickelt wird, oder ob sich die Welt zu einer großen Freihandelszone weiterentwickeln wird.

Ich bin froh, dass der Aktienmarkt ins neue Jahr mit Schwung gestartet ist. In den Trendstabilitäts-Ranglisten, die maßgeblich sind für die Bestückung meines Trendfolge-Depots, kann es jetzt in den nächsten Wochen zu starken Veränderungen kommen. Derzeit führen die Aktien, die während der Börsenkorrektur stabil oben liegen blieben. Zum Beispiel Aktien aus dem Immobiliensektor wie TAG Immobilien. Aber bald schon können sich neue Favoriten empor tun, die die führende Rolle in dieser Rallybewegung einnehmen.

Welche Aktien sind weit vorne in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nokia, die sich aktuell auf Rang 1 im EURO STOXX 50 befindet. Die Finnen haben sich in den vergangenen Jahren nach dem Verkauf des Handy- und Smartphone-Geschäfts vollständig auf den Bereich Netzwerktechnik spezialisiert. Dies zahlt sich für Nokia aus, da man als einer der technologisch führenden Anbieter vom Siegeszug neuer Hochleistungs-Mobilfunk-Übertragungsstandards profitiert. Vor allem der neue 5G-Standard, der bis zu fünfmal schneller ist als der bislang gängige Hochleistungs-Standard 4G, bescherte Nokia zuletzt milliardenschwere Großaufträge. Große Mobilfunkanbieter wie Verizon, AT&T, China Unicom oder China Mobile vertrauen auf die Expertise des finnischen Technologiekonzerns bei Hard- und Software-Lösungen für den neuen 5G-Standard. Auch in Europa kommt der 5G- Ausbau nach einigen Anlaufschwierigkeiten in Fahrt. Auch hier bleibt Nokia als Partner beim Rollout der Mobilfunk-Infrastruktur erste Wahl, was ein kürzlich geschlossenes Rahmenabkommen mit Telefonica Deutschland beweist. Die Experten von JPMorgan haben kürzlich die Einstufung für Nokia mit „Overweight“ bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 6,50 Euro.

Evotec ist auf Rang 7 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste geklettert. Der Biotechkonzern liefert das passende Equipment zur Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsverfahren zur Behandlung seltener Erkrankungen. Mit speziellen Plattformlösungen unterstützt Evotec Pharma- und Biotechunternehmen bei der Suche nach neuen Wirkstoffen zur Behandlung von Diabetes, Schmerz- und Entzündungskrankheiten, Infektionskrankheiten, Atemwegsbeschwerden und Krebs. Renommierte Pharma-Unternehmen wie Sanofi, Bayer, Novo Nordisk oder Pfizer arbeiten seit Jahren erfolgreich mit Evotec zusammen, was dem Biotechkonzern hohe Einnahmen in Zusammenhang mit dem Erreichen wichtiger Meilensteine bei laufenden Forschungsprojekten beschert. Zu Jahresbeginn erhielt Evotec aus einer Forschungs-Kooperation im Bereich Nervenerkrankungen mit dem US-Biotechkonzern Celgene eine Meilensteinzahlung in Höhe von 14 Mio. USD. Für 2019 erwartet Evotec dank neuer Forschungskooperationen ein weiteres Rekordergebnis, nachdem man zuletzt nach starken Q3-Zahlen seine Jahresprognose für 2018 angehoben hatte. Die Deutsche Bank hatte zuletzt ihr Buy-Rating für Evotec mit einem Kursziel von 22 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

willkommen im Börsenjahr 2019. Ich glaube, dass es weitgehend von einem Mann abhängt wie sich die Aktienmärkte im Jahr 2019 entwickeln werden. Und zwar von Xi Jingping, dem Staatspräsidenten der Volksrepublik China. Es wäre doch so einfach: Lasst uns einfach alle zusammen Handel betreiben zu den gleichen und fairen Bedingungen. Eine chinesische Firma durfte in Deutschland Kuka kaufen. Nun sollte es Xi Jingping erlauben, dass europäische und amerikanische Firmen auch Mehrheitsbeteiligungen an chinesischen Unternehmen erwerben dürfen. Dann wäre der Weg frei für eine kolossale Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Niemand weiß wie sich der chinesische Staatspräsident entscheiden wird, aber wenn es zur großen Marktöffnung in China kommt, dann werde ich die Haltung eines Superbullen einnehmen.

Ich habe gerade eine große Sehnsucht nach positiven Nachrichten. Irgendwie möchte ich gerade überhaupt nichts mehr darüber lesen, was alles nicht funktioniert. Ich will nichts mehr wissen von Flughäfen, die nicht gebaut werden können, von Bahnhöfen, die nicht fertig werden, von einer Bundeswehr, die nicht einsatzbereit ist, von Dieselautos, die nicht mehr fahren dürfen, von einem Mobilfunknetz, das nicht wirklich schnell ist. Dann schon lieber Meldungen wie jene, dass es China nun gelungen ist, ein kleines Raumfahrzeug auf der Rückseite des Mondes landen zu lassen. Es freut mich, dass solche Dinge heute technisch möglich sind, wenn der Wille dafür da ist.

Der deutsche Aktienmarkt ist meiner persönlichen Einschätzung nach günstig bewertet. BASF zum Beispiel hat ein KGV von etwa 10 und eine Dividendenrendite in Höhe von 5%. Jetzt ist die eine Sichtweise, dass die Weltwirtschaft auf Jahre hinweg kein Wachstum mehr verzeichnen wird. Die aus meiner Sicht realistischere Sichtweise ist, dass wie nach jeder Krise der Wachstumspfad bald wieder aufgenommen wird und dann kann ich mich doch über die 5% Dividendenrendite mit wachsender Tendenz mehr als freuen. Ich selbst bin bei BASF investiert. Ich fühle mein Geld in so einer Aktie besser aufgehoben als beispielsweise am Immobilienmarkt. Hier in Reutlingen beträgt bei einem populären Neubauprojekt für Mietwohnungen die Mietrendite nur etwa 2,7 Prozent, wenn ich die Wohnung kaufen würde. Da investiere ich lieber in Aktien wie BASF. Für Sie, liebe Leser, mag so eine Schlussfolgerung nicht gelten. Ich kann hier keine allgemeinen Empfehlungen geben. Ich kann hier einzig und allein für mich sprechen.

Fuchs Petrolub gefällt mir nach dem Kursrückgang von 50 € auf 35 € auch wieder. Das Familienunternehmen ist eine gut geschmierte Wachstumsmaschine. 1999 betrugen die Umsätze noch 834 Millionen Euro. Im Jahr 2017 waren es 2,47 Milliarden Euro. In keinem einzigen Jahr seitdem musste ein Verlust eingefahren werden. Nicht mal während der Finanzkrise. Die Profitabilität nimmt Jahr für Jahr zu. Was mir an dem Unternehmen gut gefällt, ist auch die Tatsache, dass Fuchs Petrolub als Anbieter von Schmierstoffen in vielen Nischen unterwegs ist und ganz viele verschiedenen Branchen und Sektoren beliefert. Diese kleinen Nischenmärkte sind in Zeiten in Handelskriegen und Zollstreitigen weniger oft davon betroffen, zum Opfer politischer Handelsstreitigkeiten zu werden. Ich werde vermutlich bald in Fuchs Petrolub Aktien investieren.

Das war jetzt ein wenig Off-Topic, liebe Leser, ich gebe es zu, denn hier in diesem Blog geht es ja hauptsächlich um unser regelbasiertes Trendfolge-System. Ich starte im Jahr 2019 mit nur zwei Basiswerten, nämlich TAG Immobilien und die Deutsche Börse AG. Neue Positionen können erst wieder aufgenommen werden, wenn DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ihre gleitenden Durchschnitte 200 wieder überwinden. Bis dahin wird es voraussichtlich noch ein paar Wochen dauern.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trader,

ich kann mich an kein anderes Börsenjahr zurückerinnern, das für den deutschen Aktienmarkt ähnlich trostlos verlief wie 2018. Es gab mit deutschen Aktien nicht einmal einen Blumentopf zu gewinnen. Selbst im Jahr der Finanzkrise 2008 wurden wir am Jahresende noch mit schönen 30%- bis 40%-Rallyes verwöhnt, weil Börsianer die letzte Möglichkeit nutzen wollten, in den Genuss der Steuerfreiheit für langfristige Anlegen zu kommen. Eine Jahresendrallye blieb in diesem Jahr komplett aus.

Als Trader kann ich lachen, weil ich mit US-Aktien wie AMD einige Volltreffer landete, aber als Investor weine ich. Meine Investment-Depots sind stark unter Druck. Ich will gar nicht hinschauen. In meinen Investments-Depots arbeite ich ohne markttechnisch bedingte Risikobegrenzung. Ganz anders beim Trading. In meinen Trading-Depots baue ich Cash auf, sobald mein Gesamtkapital unter Druck gerät. So definiere ich auch den wesentlichen Unterschied zwischen Trading und Investing. Mein regelbasiertes Trendfolge-Depot hier auf dzbank-derivate.de ist ebenfalls als Trading-Depot konzeptioniert. Hier hat der Schutzmechanismus der Marktampel gut gegriffen.

Im Jahr 2019 werde ich gleich zu Jahresbeginn intensiv die großen Trendthemen beobachten und die entsprechenden Aktien nicht aus dem Auge lassen. Oft positionieren sich die institutionellen Player bei ihren Favoriten zu Beginn eines Jahres. Darum ist für mich wichtig zu beobachten welche Titel jeweils am Anfang des Jahres akkumuliert werden. Ich glaube ja, dass das Thema Elektromobilität für einen Hype gut ist. Die gesamte Autobranche stellt ihre Produktion nun radikal auf Elektromobilität um. Samsung SDI ist der größte Batterielieferant für Elektroautos direkt nach Panasonic/Tesla. Die Aktie habe ich auf dem Schirm. Die belgische Umicore liefert Materialien und Rohstoffe für Lithium-Ionen-Akkus und ist zudem einer der führenden Recycler für die Akkus. Auch diesem Titel traue ich ein gutes Börsenjahr 2019 zu.

Bei den Blue-Chips ist ein bekanntes Phänomen, dass die größten Verlierer des Vorjahres oft zu den größten Gewinnern des nächsten Jahres werden. Kaum ein institutioneller Investor packt sich jetzt vermutlich größere Positionen bei Verlierer-Aktien-2018 wie Daimler ins Depot. Das passiert dann erst im neuen Jahr. Ich bin ja leidenschaftlicher Kritiker der deutschen Autobranche. Meine Kritik zielt dabei auf das Management. Nirgendwo auf der Welt ist die Dichte an hochqualifizierten Ingenieuren vermutlich so hoch wie in Baden-Württemberg und Bayern. Die Ingenieure hätten alles bauen können, auch das beste Elektromobilität der Welt, wenn man es ihnen nur aufgetragen hätte. Aber egal, das soll heute nicht das Thema sein. Mit einem KGV von 5 und einer Dividendenrendite von fast 8 % könnte Daimler eine der Top-Aktien im Jahr 2019 werden. Wenn die Daimler-Aktie sich zu Jahresbeginn 2019 stark zeigt, gehe ich mit.

Bei meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot dürfte mich die Marktampel, die auf rot steht, erst einmal vom Marktgeschehen fernhalten. Erst wenn sich ein neuer Aufwärtstrend etabliert hat und der GD 200 in den jeweiligen Leitindizes wieder überwunden wurde, kann ich gemäß dem Regelwerk neue Positionen aufnehmen. Heute bespreche ich die letzten beiden verbliebenen Depotwerte, die noch nicht dem Risiko-Management zum Opfer gefallen sind.

Mein Depot-Basiswert Deutsche Börse AG befindet sich derzeit auf Rang 1 im DAX 30. Der Börsenbetreiber hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und will künftig verstärkt auf Zukäufe setzen, um mit der internationalen Konkurrenz vor allem in Übersee Schritt halten zu können. Konzernchef Theodor Weimer erklärte kürzlich in einem Interview, dass man aus eigener Kraft Akquisitionen im Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro stemmen könne. Auch größere Zukäufe wären möglich, sofern dies strategisch sinnvoll ist, so der Vorstandschef weiter. Die notwendigen Mittel dafür könne man sich, falls nötig, am Kapitalmarkt besorgen. Die Deutsche Börse treibt ihre Expansion unter der Ägide des neuen Vorstandschefs zielstrebig voran, und investiert massiv in den Ausbau des Produktangebots und neuer Technologien rund um Blockchain, Künstliche Intelligenz und Big Data Analytics. Damit will sich der Börsenbetreiber als Dienstleister für die Finanzbranche positionieren. Dies macht strategisch Sinn, da sich hier deutlich höhere Margen erzielen lassen, als im klassischen Kerngeschäft. Die Experten der HSBC haben die Einstufung für die Deutsche Börse zuletzt mit „Buy“ bestätigt und das Kursziel auf 135 Euro belassen.

Der zweite verbleibende Depot-Basiswert, TAG Immobilien, befindet sich aktuell stabil sogar auf Rang 1 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Ranglisten. Der Immobilienkonzern hat sich hauptsächlich auf Wohnimmobilien in so genannten B-Lagen spezialisiert. Dies hat den Vorteil, dass diese Objekte im Vergleich zu höherwertigen Immobilien deutlich günstiger zu haben sind. Dank steigender Mieten und der weiterhin hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum erzielt man auch bei weniger exklusiven Wohnimmobilien attraktive Renditen, was TAG Immobilien in den vergangenen Jahren Rekordergebnisse bescherte. Mit seinem Bestand von knapp 83.000 Wohnungen erzielte TAG Immobilien in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen operatives Gewinnplus. Dieser Trend soll sich weiter fortsetzen, wobei man nach einer Gewinnsteigerung in 2018 auch im kommenden Jahr ein weiteres Rekordergebnis anpeilt. Die Experten von Hauck & Aufhäuser haben die Einstufung für TAG Immobilien zuletzt mit "Buy" bestätigt und das Kursziel von 23,00 auf 23,50 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

nun ist auch mein Depotwert MTU dem Crash am Aktienmarkt zum Opfer gefallen. Ich musste die Aktie bzw. den Discounter auf die Aktie verkaufen, weil MTU am Montag zu Börsenschluss nicht mehr auf den ersten drei Plätzen der Trendstabilitäts-Rangliste verweilte.  Gemäß dem Regelwerk müssen Aktien das Depot verlassen, wenn sie ihr trendstabiles Verhalten im Vergleich zum restlichen Markt verlieren. Hier ist die Verkaufsbestätigung aus dem Orderbuch meiner Volksbank.



Damit verbleiben nur noch 2 Depotwerte. Nämlich jeweils ein Hebel-Zertifikat auf die Deutsche Börse AG und auf TAG Immobilien. Das Trendfolge-Regelwerk sieht vor, dass neue Positionen nur dann aufgenommen werden können, wenn der jeweilige Markt über seinem GD 200 notiert (Marktampel grün). Davon sind wir aktuell meilenweit entfernt. Der DAX notiert -11,9% unter seinem GD 200. Anstelle von MTU wird daher kein neuer Wert mit aufgenommen.

Rückblickend auf das Börsenjahr 2018 kann ich sagen, dass die Marktampel der beste Schutzmechanismus überhaupt war, um mein Depot vor den immensen Kursverlusten zu bewahren, die in den letzten Wochen stattgefunden haben. Ohne die Marktampel wären die Verluste vermutlich verheerend gewesen. Sie hat ihren Zweck damit gut erfüllt.

Vorausschauend auf das Jahr 2019 kann es für mein Trendfolge-Depot optimal laufen, insbesondere dann, wenn die Märkte noch eine Etage tiefer gehen. Das Regelwerk würde wieder Positionen zulassen, wenn die Indizes DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ihre gleitenden Durschnitte 200 zurückerobern. Dann würde ich wieder bei den trendstabilsten Aktien einsteigen. Nach so einer intensiven Marktbereinigung, wie sie derzeit stattfindet, dürfte dann der Weg für neue stabile Rallyebewegungen geebnet sein.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir bei der Durchsicht der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Scout24, die sich aktuell auf Rang 8 der Gesamtauswahl befindet. Scout24 ist ein typischer Digitalisierungsprofiteur. Denn viele Konsumenten nutzen mittlerweile lieber den heimischen PC oder das Tablet und gehen bei Vergleichsportalen wie Autoscout24 auf die Suche nach dem passenden fahrbaren Untersatz. Damit muss man sich nicht stundenlang durch zahlreiche Autohäuser auf der Suche nach einem passenden Neu- oder Gebrauchtwagen quälen. Auch bei der Suche nach einer neuen Wohnung oder der passenden Immobilie bietet man mit Immobilienscout24 den passenden Online-Marktplatz, auf dem sich Interessenten Online das passende Objekt aus einer Vielzahl verschiedener Inserate auswählen können. Passend dazu hat sich Scout24 mit der Übernahme des Kreditvergleichsportals Finanzcheck im Bereich Immobilienfinanzierungen und Privatkundenkredite verstärkt und damit sein Angebot bei Finanzierungsangeboten weiter ausgebaut und ergänzt. Dies scheint auch bei anderen Interessenten Begehrlichkeiten zu wecken. Medienberichten zufolge sind demnach Finanzinvestoren wie Silver Lake Partners an einer Übernahme von Scout24 interessiert Die Analysten von Exane BNP haben das Kursziel für die Aktie zuletzt von 34 auf 41 Euro angehoben und die Einstufung von "Underperform" auf "Neutral" erhöht.

Vonovia ist auf Rang 5 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 vorgerückt. Der Wohnimmobilienkonzern hat sich in den vergangenen Jahren durch gezielte Übernahmen mit mehr als 400.000 Wohneinheiten als führender Anbieter auf dem deutschen Markt etabliert. Dank der Übernahme der österreichischen Buwog und der schwedischen Victoria Park Holding ist Vonovia mittlerweile auch im europäischen Ausland präsent und fokussiert sich auch hier auf bevölkerungsreiche Metropolen und Großstädte. Dies macht sich für den deutschen Branchenprimus bezahlt, da man zuletzt dank höherer Miteinnahmen in 3. Quartal besser als erwartet abgeschnitten hatte. Für 2018 und das kommende Fiskaljahr zeigte man sich optimistisch und peilt jeweils dank steigender Mieteinnahmen eine weitere Verbesserung beim bereinigten operativen Konzernergebnis an. Dabei setzt man weiter auf Zukäufe und will sein Portfolio vor allem im Ausland weiter ausbauen. Bei den Analysten kommt die Strategie von Vonovia gut an. Kürzlich hatten die Experten von Kepler Chevreux das Kursziel mit 53 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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