Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trendfolge-Trader,

als diskretionärer Trader suche ich gerne nach einer Harmonie zwischen einer Zukunftsvision und der Entwicklung an der Börse. Wenn ich persönlich zum Beispiel der Meinung bin, dass sich Virtual Reality durchsetzen wird, dann würde ich trendstabile Aktien kaufen, die im Bereich Virtual Reality Produkte veröffentlichen. Früher, vor fast schon 20 Jahren, kaufte ich Unternehmen, die in Zukunftstrends aktiv sind, unabhängig von der Kursentwicklung. Heute ist für mich eine zwingende Voraussetzung, dass Aktien stark sind und nach oben streben. Die ewigen Verliereraktien, die tief unten vor sich hin- und herzappeln, meide ich komplett. Da kann die vermeintliche Story noch so verlockend sein.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft, sieht man überall Möglichkeiten für Effizienzverbesserungen. Am Mittwoch wartete ich zum Beispiel wieder einmal zehn Minuten an einer Hotelrezeption. Ich hatte im Residence Inn (Marriott) in Frankfurt über HRS ein Zimmer gebucht und alle Daten von der Kreditkarte bis zur Firmenanschrift hinterlegt. Und dann musste ich doch noch einmal alle Daten ausfüllen. Das geht doch bestimmt effizienter. Warum kann ich nicht einfach online buchen und bezahlen und im Hotel dann direkt zu dem reservierten Zimmer laufen? Über einen Buchungscode oder meinen Fingerabdruck könnte ich dann die Tür öffnen.

Wie in der Steinzeit fühle ich mich auch immer, wenn ich einen Arzttermin vereinbaren muss. Im Gesundheitssektor hat die Digitalisierung immer noch nicht so richtig Einzug erhalten. Aber gerade hier ist das Potenzial für Qualitäts- und Effizienzverbesserungen riesig. In 10 Jahren werden vermutlich die meisten Patienten eine digitale Patientenaktie in der Cloud liegen haben, die spezifische Auswertungen zum eigenen Genom und zum Blutbild enthält, auf die alle Ärzte zugreifen können. Firmen, die sich darauf spezialisiert haben Erbgut und Blutbilder auszuwerten, haben meiner Einschätzung nach eine glänzende Wachstumsperspektive.

Angesichts dieser Zukunftserwartung habe ich heute mit Interesse verfolgt, dass die QIAGEN-Aktie in den Trendstabilitäts-Ranglisten nach oben klettert. Denn Qiagen ist für den Zukunftsmarkt der personalisierten Medizin gut positioniert.

QIAGEN ist auf Rang 5 der Trendstabilitäts-Rangliste vorgerückt. Was den niederländischen Konzern interessant macht, ist die starke Positionierung in wichtigen Schlüsselfeldern, mit denen QIAGEN wichtige Themenbereiche der modernen Medizin adressiert. QIAGEN bietet ein breites Spektrum an Testverfahren, mit denen sich lebensbedrohliche Erkrankungen wie Tuberkulose schnell und sicher nachweisen lassen. Mit Analytik-Plattformen, Bioinformatik- und Datenbanklösungen und Gensequenzierungssystemen wie dem GeneReader GNS liefert QIAGEN die Basis für neue, individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlungsmethoden und adressiert damit den Megatrend „Personalisierte Medizin“. Dies macht QIAGEN zu einem gefragten Partner für die Pharma-Forschung. Die Jahresprognose passte man nach leicht besser als erwarteten Q3-Zahlen leicht nach oben an. Von Analystenseite gab es zuletzt positive Kommentare von der Berenberg Bank, welche das Kursziel von 32 auf 36 Euro erhöht und die Einstufung mit "Buy" bestätigt hatte.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten auch die Aktie von Merck KGaA, die sich aktuell auf Rang 7 im DAX 30 befindet. Der in Darmstadt beheimatete Traditionskonzern hat sich in den vergangenen Jahren dank zahlreicher Übernahmen zu einem der führenden Life Sciences-Anbieter mit Schwerpunkt auf modernes Labortechnik- und Analytik-Equipment gemausert. Damit bietet man Pharma- und Biotechunternehmen das passende Equipment zur Entwicklung neuer Medikamente und Therapien und profitiert vom Siegeszug neuer Technologien wie beispielsweise der Genschere CRISPR. Auch im Kerngeschäftsfeld Pharma ist Merck stark positioniert und verfügt neben zahlreichen Kernumsatzträgern über eine interessante Pipeline mit chancenreichen Medikamenten-Kandidaten. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelten Onkologie-Präparat Avelumab, das bereits für einige seltene Krebserkrankungen zugelassen wurde. Nachdem man in 2018 aufgrund der Integration zahlreicher Zukäufe und Einmalbelastungen schwächer abgeschnitten hatte, zeigte sich das Konzernmanagement zuletzt wieder optimistischer. Dank neuer Medikamente und der anhaltend positiven Dynamik im Life Sciences-Segment geht man für 2019 von einer Rückkehr auf den Wachstumspfad aus. Die Experten von Bernstein Research haben die Einstufung für die Aktie zuletzt mit "Outperform" bestätigt und das Kursziel bei 105 Euro belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

in meinem Trendfolge-Depot befinden sich derzeit nur zwei Basiswerte: Deutsche Börse und TAG Immobilien. Mit diesen bin ich in den letzten Monaten ganz gut durch die Marktturbulenzen gekommen. Neue Depotpositionen werde ich vermutlich noch eine ganze Weile nicht aufnehmen können, denn der DAX befindet sich immer noch -9,4 Prozentpunkte unter seinem Gleitenden Durchschnitt 200 (GD 200). Zwar hat der GD 200 eine fallende Tendenz, aber bis der DAX ihn wieder übersteigt dürften noch ein paar Wochen vergehen.

Der Markt und die Wirtschaft bewegen sich in großen Zyklen, die Menschen mit ihrer begrenzten Lebenserwartung einiges an Ausdauer abverlangen. Eine Crashbewegung am Aktienmarkt geht im Schnitt ein Jahr. Beim Blick auf die Börsenhistorie ist so eine Marktampel, wie wir sie bei unserem Trendfolge-Konzept implementiert haben, eine einfache und einleuchtende Sache. Wenn der Markt, wie in den Jahren der Finanzkrise, 15 Monate fällt und dann erst wieder nach oben dreht und die Marktampel dann effektiv 17 Monate rotes Licht zeigte, kann man als Trader, der einem Trendfolge-Ansatz folgen möchte, schon einmal die Geduld verlieren. Das systematische Handeln nach Strategien braucht manchmal sehr viel Beharrlichkeit.

Ich finde es ja schon beachtlich, dass die europäischen Aktienmärkte stabil geblieben sind, obwohl das Horror-Szenario eines harten Brexit immer noch nicht vom Tisch ist. Auch wie sich USA und China im Handelsstreit letztendlich einigen werden, steht noch in den Sternen. 2019 dürfte es noch zu großen Bewegungen an den Aktienmärkten kommen. Ich bin froh, dass ich mich nicht vorab positionieren muss, sondern einfach regelbasiert den trendstablisten Aktien folgen werde, wenn DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ihre GD 200 wiedererobert haben.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von RWE, die sich auf Rang 3 der Auswahlrangliste im DAX 30 befindet. Der Energieversorger steht aktuell nicht nur bei Umweltaktivisten aufgrund seines hohen Anteils an umweltschädlichen Kohlestromaktivitäten in der Kritik. Aktuell produziert RWE den Löwenanteil seiner Energie aus Braunkohle, während nur ein vergleichsweise geringer Teil der Erzeugerkapazitäten auf Solar- und Windenergieanlagen oder Gezeitenkraftwerke entfällt. Aufgrund des geplanten Zusammenschlusses mit dem Wettbewerber E.ON dürfte sich das jedoch schon bald ändern. RWE wird im Rahmen eines komplexen Asset Deals die Ökostromaktivitäten von E.ON und der Tochter Innogy übernehmen und steigt damit zu einem der führenden Ökostromanbietern in Europa auf. Im Gegenzug überlässt RWE dem Wettbewerber E.ON den Stromvertrieb und das Netzgeschäft. Da die Strompreise angesichts der weiter steigenden Nachfrage ihre Talsohle durchschritten haben und zum Jahreswechsel weiter anziehen, sollte sich dieser Deal auch positiv auf das Konzernergebnis niederschlagen. Analysten sehen bei RWE im Rahmen des von der Bundesregierung in Angriff genommenen Ausstiegs aus der Kohleverstromung außerdem gute Chancen auf Schadensersatz. Vor diesem Hintergrund hat Goldman Sachs kürzlich die Einstufung mit „Conviction Buy“ bestätigt und das Kursziel leicht auf 24,20 Euro angehoben.

Auf Rang 4 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 hat sich die Aktie von Enel vorgeschoben. Der italienische Energieversorger hat sich in den vergangenen Jahren durch milliardenschwere Zukäufe zu einem international führenden Player im Bereich Stromerzeugung gemausert. Neben Mittel- und Osteuropa ist Enel in Nordamerika und in wachstumsstarken Schwellenländern wie Brasilien präsent, wo man seine Präsenz zuletzt durch die Übernahme des Energieversorgers Eletropaulo do Brasil weiter ausgebaut hat. Zentraler Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie von Enel bleibt der Ausbau der Erzeugerkapazitäten bei erneuerbaren Energien. Hier ist man mit der Tochter Enel Green Power schon jetzt einer der weltweit führenden Anbieter von Wind- und Solarparks und Geothermiekraftwerken. Dies zahlt sich für Enel aus, zumal der Bereich Regenerative Energien maßgeblich zum unerwartet deutlichen Ergebnisplus von 6,2% beim bereinigten operativen Ergebnis in den ersten neun Monaten beigetragen hatte. Was die Aktie im aktuell schwierigen Marktumfeld attraktiv macht, ist die stattliche Dividendenrendite von knapp 4%. Kürzlich bestätigte die Credit Suisse ihre Einstufung mit „Outperform“ und einem Kursziel von 6,50 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

am Mittwoch vor 12 Jahren hat Steve Jobs auf einer legendären Apple-Messe in San Francicso das erste iPhone vorgestellt. Ich möchte diesen Anlass nutzen, um heute ein wenig über Apple zu erzählen. Die Aktie war in den letzten Monaten um 35 % eingebrochen und es wurde eine Marktkapitalisierung in Höhe von 400 Mrd. USD vernichtet. Sie haben das bestimmt verfolgt, liebe Leser. Grund für diesen Einbruch waren im Wesentlichen schwache Verkaufszahlen für das iPhone. Und mir ist klar warum. Ich selbst nutze das iPhone quasi seit dem ersten Tag. Direkt nach der Präsentation damals von Steve Jobs wollte ich dieses neue Ding haben.

Aber die jüngste Produktgeneration von Apple hat mich, ebenso wie vermutlich viele andere Millionen Kunden, ratlos zurückgelassen. Ich habe mein iPhone bislang jede zweite Produktgeneration erneuert und gegen das jeweils neueste Modell ausgetauscht. Ich kaufte das iPhone, dann das iPhone 3GS, dann das iPhone 5, dann das iPhone 7 und jetzt warte ich auf das iPhone 9, das ich mit einer Zahlungsbereitschaft von etwa 1.000 € kaufen möchte.

Das Problem ist: Apple hat kein iPhone 9 herausgebracht. Auf der Website steht jetzt etwas von iPhone X, XR und XS. Ich als Gewohnheitstier verstehe die Apple-Welt nicht mehr und habe mein iPhone7 erst einmal behalten. Ich bin ja zufrieden damit. Natürlich werde ich mich irgendwann mal im nächsten Urlaub mit den neuen iPhone-Modellen ausführlich befassen, aber vorerst habe ich auf einen Modellwechsel verzichtet. Ich glaube tatsächlich, dass Apple durch die Entscheidung, auf die gewohnten Modellsprünge zu verzichten und auf eine andere Produktkategorie-Bezeichnung umzustellen, viele Stammkunden erst einmal zum Abwarten bewogen hat. Es ist nur eine Ziffer, aber die Wirkung dieser Entscheidung war vermutlich fatal.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Vorab noch einmal der Hinweis, dass die Marktampeln weiterhin auf Rot stehen. Das bedeutet, dass die Leitindizes unter ihrem Gleitenden Durchschnitt 200 notieren. Neue Positionen kann ich daher gemäß dem Regelwerk nicht ins Depot aufnehmen.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Deutsche Telekom, die auf Rang 7 im DAX30 zu finden ist. Der führende deutsche Anbieter bei Mobilfunk-, Festnetz- und Internetangeboten profitiert weiter vom starken Wachstum seiner US-Mobilfunktochter. Vor der anstehenden Fusion mit dem US-Carrier Sprint überzeugte man erneut mit einem kräftigen Plus von 4,5 Millionen neuer Mobilfunk-Vertragskunden im abgelaufenen Kalenderjahr. Geht die für die zweite Jahreshälfte geplante Fusion mit Sprint plangemäß über die Bühne, sollte sich das Neukundenwachstum dank Synergien im Vertrieb weiter beschleunigen. Die Deutsche Telekom, die voraussichtlich mehr als 40% der Anteile an dem neu entstehenden drittgrößten US-Carrier halten wird, wird ebenfalls am Erfolg des neuen Mobilfunkriesen partizipieren. Neue Wachstumschancen eröffnen sich für die Deutsche Telekom auch auf dem Kernmarkt Europa. Denn hier läuft der Ausbau des neuen 5G-Mobilfunkstandards nach langer Verzögerung endlich an. Die Milliarden-Investitionen für den Lizenzerwerb und dem Infrastruktur-Ausbau werden sich für die Deutsche Telekom mittelfristig dank neuer margenträchtiger High-Speed-Mobilfunkangebote auszahlen. Attraktiv ist die Aktie der Deutschen Telekom aufgrund der ansehnlichen Dividendenrendite von 4,8%. Die Experten von RBC Capital haben das Kursziel für die Aktie zuletzt mit 17 Euro bestätigt und die Einstufung auf „Outperform“ belassen.

Auf Rang 3 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 ist die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas geklettert. Die Herzogenauracher profitieren vom Sport- und Fitnesstrend und gehören auch bei stylischer Freizeitbekleidung zu den gefragtesten Anbietern. Im abgelaufenen Q3 lief es bei Adidas nicht ganz so rund, was vor allem an der schwächeren Entwicklung der US-Tochter Reebok lag. Mit einem neuen Design-Offensive will Konzernchef Kasper Rorstedt das angestaubte Image der US-Tochter aufpolieren und holte zuletzt unter anderem Mode-Ikone Victoria Beckham für den Entwurf neuer Kollektionen an Bord. Auch insgesamt bleiben die Aussichten bei Adidas weiterhin gut, zumal die weltweite Sportartikelnachfrage nach Einschätzung der Experten von RBC Capital auch im neuen Jahr weiter hoch bleiben dürfte. Daher wurde die Einstufung zuletzt mit „Outperform“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

US-Präsident Trump erzielt erste Erfolge im Handelskonflikt mit China. China hat einer weiteren Öffnung der eigenen Agrarmärkte zugestimmt und auch signalisiert, bei anderen Fragen im Handelsstreit zu weiteren Zugeständnissen bereit zu sein. Darum geht es den Amerikanern. Trump will keinen Protektionismus. Das wird hier in den Medien oft falsch dargestellt. Der US-Präsident strebt Freihandelszonen an, erwartet aber auch von den Partnern, dass diese mit fairen Karten spielen und US-Unternehmen ebenfalls Marktzugang gewähren. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Und somit ist die große Ironie der ganzen Geschichte, dass der US-Präsident, der in Europa unter Dauerkritik steht, wichtige Grundlagenarbeit leistet, um auch europäischen Konzernen einen besseren Marktzugang in China und einen Schutz der Eigentumsrechte zu ermöglichen.

Die Aktienmärkte reagieren sehr positiv auf die gut verlaufenden Handelsgespräche. Und das zu Recht, denn es geht immerhin um die Frage, ob die Globalisierung zu einem gewissen Teil rückabgewickelt wird, oder ob sich die Welt zu einer großen Freihandelszone weiterentwickeln wird.

Ich bin froh, dass der Aktienmarkt ins neue Jahr mit Schwung gestartet ist. In den Trendstabilitäts-Ranglisten, die maßgeblich sind für die Bestückung meines Trendfolge-Depots, kann es jetzt in den nächsten Wochen zu starken Veränderungen kommen. Derzeit führen die Aktien, die während der Börsenkorrektur stabil oben liegen blieben. Zum Beispiel Aktien aus dem Immobiliensektor wie TAG Immobilien. Aber bald schon können sich neue Favoriten empor tun, die die führende Rolle in dieser Rallybewegung einnehmen.

Welche Aktien sind weit vorne in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nokia, die sich aktuell auf Rang 1 im EURO STOXX 50 befindet. Die Finnen haben sich in den vergangenen Jahren nach dem Verkauf des Handy- und Smartphone-Geschäfts vollständig auf den Bereich Netzwerktechnik spezialisiert. Dies zahlt sich für Nokia aus, da man als einer der technologisch führenden Anbieter vom Siegeszug neuer Hochleistungs-Mobilfunk-Übertragungsstandards profitiert. Vor allem der neue 5G-Standard, der bis zu fünfmal schneller ist als der bislang gängige Hochleistungs-Standard 4G, bescherte Nokia zuletzt milliardenschwere Großaufträge. Große Mobilfunkanbieter wie Verizon, AT&T, China Unicom oder China Mobile vertrauen auf die Expertise des finnischen Technologiekonzerns bei Hard- und Software-Lösungen für den neuen 5G-Standard. Auch in Europa kommt der 5G- Ausbau nach einigen Anlaufschwierigkeiten in Fahrt. Auch hier bleibt Nokia als Partner beim Rollout der Mobilfunk-Infrastruktur erste Wahl, was ein kürzlich geschlossenes Rahmenabkommen mit Telefonica Deutschland beweist. Die Experten von JPMorgan haben kürzlich die Einstufung für Nokia mit „Overweight“ bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 6,50 Euro.

Evotec ist auf Rang 7 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste geklettert. Der Biotechkonzern liefert das passende Equipment zur Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsverfahren zur Behandlung seltener Erkrankungen. Mit speziellen Plattformlösungen unterstützt Evotec Pharma- und Biotechunternehmen bei der Suche nach neuen Wirkstoffen zur Behandlung von Diabetes, Schmerz- und Entzündungskrankheiten, Infektionskrankheiten, Atemwegsbeschwerden und Krebs. Renommierte Pharma-Unternehmen wie Sanofi, Bayer, Novo Nordisk oder Pfizer arbeiten seit Jahren erfolgreich mit Evotec zusammen, was dem Biotechkonzern hohe Einnahmen in Zusammenhang mit dem Erreichen wichtiger Meilensteine bei laufenden Forschungsprojekten beschert. Zu Jahresbeginn erhielt Evotec aus einer Forschungs-Kooperation im Bereich Nervenerkrankungen mit dem US-Biotechkonzern Celgene eine Meilensteinzahlung in Höhe von 14 Mio. USD. Für 2019 erwartet Evotec dank neuer Forschungskooperationen ein weiteres Rekordergebnis, nachdem man zuletzt nach starken Q3-Zahlen seine Jahresprognose für 2018 angehoben hatte. Die Deutsche Bank hatte zuletzt ihr Buy-Rating für Evotec mit einem Kursziel von 22 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

willkommen im Börsenjahr 2019. Ich glaube, dass es weitgehend von einem Mann abhängt wie sich die Aktienmärkte im Jahr 2019 entwickeln werden. Und zwar von Xi Jingping, dem Staatspräsidenten der Volksrepublik China. Es wäre doch so einfach: Lasst uns einfach alle zusammen Handel betreiben zu den gleichen und fairen Bedingungen. Eine chinesische Firma durfte in Deutschland Kuka kaufen. Nun sollte es Xi Jingping erlauben, dass europäische und amerikanische Firmen auch Mehrheitsbeteiligungen an chinesischen Unternehmen erwerben dürfen. Dann wäre der Weg frei für eine kolossale Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Niemand weiß wie sich der chinesische Staatspräsident entscheiden wird, aber wenn es zur großen Marktöffnung in China kommt, dann werde ich die Haltung eines Superbullen einnehmen.

Ich habe gerade eine große Sehnsucht nach positiven Nachrichten. Irgendwie möchte ich gerade überhaupt nichts mehr darüber lesen, was alles nicht funktioniert. Ich will nichts mehr wissen von Flughäfen, die nicht gebaut werden können, von Bahnhöfen, die nicht fertig werden, von einer Bundeswehr, die nicht einsatzbereit ist, von Dieselautos, die nicht mehr fahren dürfen, von einem Mobilfunknetz, das nicht wirklich schnell ist. Dann schon lieber Meldungen wie jene, dass es China nun gelungen ist, ein kleines Raumfahrzeug auf der Rückseite des Mondes landen zu lassen. Es freut mich, dass solche Dinge heute technisch möglich sind, wenn der Wille dafür da ist.

Der deutsche Aktienmarkt ist meiner persönlichen Einschätzung nach günstig bewertet. BASF zum Beispiel hat ein KGV von etwa 10 und eine Dividendenrendite in Höhe von 5%. Jetzt ist die eine Sichtweise, dass die Weltwirtschaft auf Jahre hinweg kein Wachstum mehr verzeichnen wird. Die aus meiner Sicht realistischere Sichtweise ist, dass wie nach jeder Krise der Wachstumspfad bald wieder aufgenommen wird und dann kann ich mich doch über die 5% Dividendenrendite mit wachsender Tendenz mehr als freuen. Ich selbst bin bei BASF investiert. Ich fühle mein Geld in so einer Aktie besser aufgehoben als beispielsweise am Immobilienmarkt. Hier in Reutlingen beträgt bei einem populären Neubauprojekt für Mietwohnungen die Mietrendite nur etwa 2,7 Prozent, wenn ich die Wohnung kaufen würde. Da investiere ich lieber in Aktien wie BASF. Für Sie, liebe Leser, mag so eine Schlussfolgerung nicht gelten. Ich kann hier keine allgemeinen Empfehlungen geben. Ich kann hier einzig und allein für mich sprechen.

Fuchs Petrolub gefällt mir nach dem Kursrückgang von 50 € auf 35 € auch wieder. Das Familienunternehmen ist eine gut geschmierte Wachstumsmaschine. 1999 betrugen die Umsätze noch 834 Millionen Euro. Im Jahr 2017 waren es 2,47 Milliarden Euro. In keinem einzigen Jahr seitdem musste ein Verlust eingefahren werden. Nicht mal während der Finanzkrise. Die Profitabilität nimmt Jahr für Jahr zu. Was mir an dem Unternehmen gut gefällt, ist auch die Tatsache, dass Fuchs Petrolub als Anbieter von Schmierstoffen in vielen Nischen unterwegs ist und ganz viele verschiedenen Branchen und Sektoren beliefert. Diese kleinen Nischenmärkte sind in Zeiten in Handelskriegen und Zollstreitigen weniger oft davon betroffen, zum Opfer politischer Handelsstreitigkeiten zu werden. Ich werde vermutlich bald in Fuchs Petrolub Aktien investieren.

Das war jetzt ein wenig Off-Topic, liebe Leser, ich gebe es zu, denn hier in diesem Blog geht es ja hauptsächlich um unser regelbasiertes Trendfolge-System. Ich starte im Jahr 2019 mit nur zwei Basiswerten, nämlich TAG Immobilien und die Deutsche Börse AG. Neue Positionen können erst wieder aufgenommen werden, wenn DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ihre gleitenden Durchschnitte 200 wieder überwinden. Bis dahin wird es voraussichtlich noch ein paar Wochen dauern.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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