Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Leser,

nun ist auch mein Depotwert MTU dem Crash am Aktienmarkt zum Opfer gefallen. Ich musste die Aktie bzw. den Discounter auf die Aktie verkaufen, weil MTU am Montag zu Börsenschluss nicht mehr auf den ersten drei Plätzen der Trendstabilitäts-Rangliste verweilte.  Gemäß dem Regelwerk müssen Aktien das Depot verlassen, wenn sie ihr trendstabiles Verhalten im Vergleich zum restlichen Markt verlieren. Hier ist die Verkaufsbestätigung aus dem Orderbuch meiner Volksbank.



Damit verbleiben nur noch 2 Depotwerte. Nämlich jeweils ein Hebel-Zertifikat auf die Deutsche Börse AG und auf TAG Immobilien. Das Trendfolge-Regelwerk sieht vor, dass neue Positionen nur dann aufgenommen werden können, wenn der jeweilige Markt über seinem GD 200 notiert (Marktampel grün). Davon sind wir aktuell meilenweit entfernt. Der DAX notiert -11,9% unter seinem GD 200. Anstelle von MTU wird daher kein neuer Wert mit aufgenommen.

Rückblickend auf das Börsenjahr 2018 kann ich sagen, dass die Marktampel der beste Schutzmechanismus überhaupt war, um mein Depot vor den immensen Kursverlusten zu bewahren, die in den letzten Wochen stattgefunden haben. Ohne die Marktampel wären die Verluste vermutlich verheerend gewesen. Sie hat ihren Zweck damit gut erfüllt.

Vorausschauend auf das Jahr 2019 kann es für mein Trendfolge-Depot optimal laufen, insbesondere dann, wenn die Märkte noch eine Etage tiefer gehen. Das Regelwerk würde wieder Positionen zulassen, wenn die Indizes DAX, MDAX oder EURO STOXX 50 ihre gleitenden Durschnitte 200 zurückerobern. Dann würde ich wieder bei den trendstabilsten Aktien einsteigen. Nach so einer intensiven Marktbereinigung, wie sie derzeit stattfindet, dürfte dann der Weg für neue stabile Rallyebewegungen geebnet sein.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir bei der Durchsicht der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Scout24, die sich aktuell auf Rang 8 der Gesamtauswahl befindet. Scout24 ist ein typischer Digitalisierungsprofiteur. Denn viele Konsumenten nutzen mittlerweile lieber den heimischen PC oder das Tablet und gehen bei Vergleichsportalen wie Autoscout24 auf die Suche nach dem passenden fahrbaren Untersatz. Damit muss man sich nicht stundenlang durch zahlreiche Autohäuser auf der Suche nach einem passenden Neu- oder Gebrauchtwagen quälen. Auch bei der Suche nach einer neuen Wohnung oder der passenden Immobilie bietet man mit Immobilienscout24 den passenden Online-Marktplatz, auf dem sich Interessenten Online das passende Objekt aus einer Vielzahl verschiedener Inserate auswählen können. Passend dazu hat sich Scout24 mit der Übernahme des Kreditvergleichsportals Finanzcheck im Bereich Immobilienfinanzierungen und Privatkundenkredite verstärkt und damit sein Angebot bei Finanzierungsangeboten weiter ausgebaut und ergänzt. Dies scheint auch bei anderen Interessenten Begehrlichkeiten zu wecken. Medienberichten zufolge sind demnach Finanzinvestoren wie Silver Lake Partners an einer Übernahme von Scout24 interessiert Die Analysten von Exane BNP haben das Kursziel für die Aktie zuletzt von 34 auf 41 Euro angehoben und die Einstufung von "Underperform" auf "Neutral" erhöht.

Vonovia ist auf Rang 5 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX 30 vorgerückt. Der Wohnimmobilienkonzern hat sich in den vergangenen Jahren durch gezielte Übernahmen mit mehr als 400.000 Wohneinheiten als führender Anbieter auf dem deutschen Markt etabliert. Dank der Übernahme der österreichischen Buwog und der schwedischen Victoria Park Holding ist Vonovia mittlerweile auch im europäischen Ausland präsent und fokussiert sich auch hier auf bevölkerungsreiche Metropolen und Großstädte. Dies macht sich für den deutschen Branchenprimus bezahlt, da man zuletzt dank höherer Miteinnahmen in 3. Quartal besser als erwartet abgeschnitten hatte. Für 2018 und das kommende Fiskaljahr zeigte man sich optimistisch und peilt jeweils dank steigender Mieteinnahmen eine weitere Verbesserung beim bereinigten operativen Konzernergebnis an. Dabei setzt man weiter auf Zukäufe und will sein Portfolio vor allem im Ausland weiter ausbauen. Bei den Analysten kommt die Strategie von Vonovia gut an. Kürzlich hatten die Experten von Kepler Chevreux das Kursziel mit 53 Euro bestätigt und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die Deutschen hatten schon immer eine ganze besondere Beziehung zu den Aktienmärkten: Nämlich gar keine. Unternehmen, die über Jahrzehnte hinweg ihre Umsätze und auch Gewinne in immer höhere Größenordnungen gesteigert haben, werden wegen der Befürchtung ein paar weniger schlechter Quartale in Grund und Boden gestampft. Firmen mit großer Tradition werden – wie man so schön sagt – für 'n Appel und 'n Ei verscherbelt.

Mit großem Entsetzen hatte ich gestern verfolgt wie die Leoni-Aktie nach Übernahmegerüchten +15 % in die Höhe schnellte. Warum war ich so entsetzt? Weil es typisch für deutschen Aktionär wäre, eine Firma nach einer Kurshalbierung mit großer Erleichterung für einen kleinen Preisaufschlag zu verkaufen. Es ist ein Schicksal, das dem deutschen Aktienmarkt in den nächsten Wochen droht. Nachdem offenbar eine Konjunkturabkühlung genügt, um sämtliches Vertrauen in zukünftige Wachstumspotenziale deutsche Firmen zu verlieren, wird der Weg für zahlreiche Übernahmen zu Schnäppchenkursen geöffnet sein. Ich kann nur noch den Kopf schütteln.

Viele Kurs verstehe ich nicht mehr. Zum Beispiel die Kursentwicklung von Krones. Das deutsche Familienunternehmen ist Marktführer für Abfüll- und Verpackungstechnik. Für viele Getränkehersteller baut Krones die kompletten Fabrikanlagen. Seit dem Jahr 2000 stieg der Umsatz von 1 Mrd. € auf über 3,69 Mrd. € im letzten Geschäftsjahr. Der Gewinn je Aktie Verfünffachte sich. Es ist eine Wachstumsstory par excellence.  Die Perspektiven in den nächsten 10 Jahren sind hervorragend. Krones kann vom starken Wachstum der Schwellenländer wie Indien profitieren. Aber nun wird diese wunderbare Aktie im Boden versenkt. Von über 120 € geht es auf aktuell nur noch 68,50 € nach unten. Und alles nur wegen einer Konjunktureintrübung, so als ob nun der Himmel für immer bewölkt wäre.

Fazit: Viele Aktien am deutschen Markt halte ich mittlerweile für günstig. Ich glaube, dass jetzt auf dem Weg nach unten etwas übertrieben wird…

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 2 der Gesamtauswahl in der Trendstabilitäts-Rangliste vorgerückt ist die Aktie von Sartorius. Der Medizin- und Labortechnik-Spezialist ist einer der Profiteure neuer bahnbrechender Verfahren zur Entwicklung innovativer neuer Behandlungsmethoden und Therapieverfahren lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Krebs. Denn um neue Verfahren wie beispielsweise CRISPR oder Immunonkologie erfolgreich anwenden zu können, bedarf es modernster Labor- und Analysetechnologie. Hier liefert Sartorius ein umfassendes Produktportfolio, das von modernsten Laborinstrumenten bis hin zu kamerabasierten Zellanalytik-Systemen, mit denen sich das Verhalten von Zellen innerhalb von Zellkulturen überwachen und dokumentieren lässt, alle Bereiche abdeckt. Der Boom in der Pharma- und Biotechbranche beschert dem Göttinger Konzern seit Jahren überdurchschnittliche Zuwächse im Bereich Lab Products & Services. Die Konzernsparte Bioprocess Solutions, die sich schwerpunktmäßig auf Verbrauchsmaterialien zur Herstellung von Biopharmazeutika spezialisiert, liefert die passende Ergänzung Die Experten der UBS haben zuletzt die Einstufung von „Hold“ auf Buy angehoben und das Kursziel auf 142 Euro belassen.

Morphosys ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten aufgefallen, nachdem sich der Wert auf Rang 10 der Gesamtauswahl vorgeschoben hat. Der Biotechnologiekonzern hat sich auf die Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden spezialisiert, um damit das Leben schwerkranker Patienten zu verbessern. Dabei liegt der Fokus auf der Entwicklung von Wirkstoffkandidaten zur Behandlung meist tödlich verlaufender Erkrankungen wie Krebs, Hier verfügt man über eine Reihe von Wirkstoffkandidaten in einem fortgeschrittenen Stadium der klinischen Erprobung. Vielversprechende Aussichten bietet vor allem der Antikörper MOR208, der nach positiven Studiendaten bei der Behandlung von Blutkrebs bereits Mitte 2020 in den USA eine Zulassung erhalten könnte. Gelingt hier der Durchbruch, winken Morphosys Milliarden-Umsätze. Ähnlich gute Perspektiven hat nach Einschätzung der Deutschen Bank ein gemeinsam mit dem Kooperationspartner Janssen Pharmaceuticals entwickeltes Schuppenflechten-Präparat, das unter anderem bereits in Europa zugelassen wurde. Die Experten stuften den Wert daher zuletzt mit „Buy“ und einem Kursziel von 130 Euro ein.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

ich staune immer wieder wie alles miteinander zusammenhängt und verknüpft ist. Vor 20 Jahren wurde unter Ökonomen die These populär, dass die Globalisierung irgendwann zu einem Ende der Konjunkturzyklen führen würde, weil die gesamte Weltwirtschaft von so vielen unabhängigen Einzelentscheidern getragen wird, dass die Schwächephase eines Industriesektors in den USA keine Auswirkungen auf andere Branchen und Sektoren, zum Beispiel in China, haben würde. Pustekuchen. Offenbar ist genau das Gegenteil der Fall. Gustave le Bon, der Erforscher der Massenpsychologie, hätte seine Freude daran gehabt, wie auch noch im Jahr 2018 alles auf massenpsychologische Phänomene hinausläuft. Man ist gemeinsam optimistisch und man ist gemeinsam pessimistisch in der Wirtschaftswelt.

Und so war es für mich eine der größten Überraschungen des Börsenjahres 2018, dass ein Handelskonflikt zwischen China und den USA vor allem zu crashartigen Kurseinbrüchen am deutschen Aktienmarkt geführt hat, während es der US-Aktienmarkt selbst eher noch mit Fassung trägt. Es wäre auch denkbar gewesen, dass sich verstärkt neue Handelsströme zwischen Europa und China herausbilden und europäische Firmen der lachende Dritte gewesen wären, der vom Streit USA und China profitiert. Hinterher ist man immer klüger und nun ist es offensichtlich, dass der Rückgang der Geschäftserwartungen in China zu einem Einbruch der Investitionsnachfrage führte, was dann auch deutsche Anlagenbauer wie Krones oder Dürr überproportional belastet hat.

Das Börsenjahr 2019 kann wieder komplett anders laufen. Ich glaube ja immer noch, dass eine Einigung im Handelskonflikt möglich ist. Man stelle sich einmal vor, China würde das eigene Land für private Investitionen aus dem Ausland konsequent öffnen. Dann würden amerikanische und europäische Konzerne gigantische Milliardeninvestitionen tätigen und die Geschäftserwartungen würden durch die Decke gehen. Die Aktien, die sich jetzt halbiert haben, können sich dann auch schneller wieder verdoppeln. Gewiss, es ist nur ein Szenario, aber ich möchte diese bullische Alternative den Bären gerne entgegenhalten. In welche Richtung sich das große Rad der Politik dann letzten Endes drehen wird, weiß niemand.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Bei der Durchsicht der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Orange aufgefallen, die aktuell auf Rang 9 der Gesamtauswahl im EURO STOXX 50 rangiert. Der französische Mobilfunkanbieter gilt als einer der führenden Mobilfunk- und Internetanbieter des Landes. Mit seiner aggressiven Preisstrategie in Verbindung mit dem Roll-Out von attraktiven Bundle-Angeboten rund um Mobilfunk-Internet und TV-Angeboten, inklusive Sport- und Fußballübertragungen, trifft Orange den Nerv der Zeit. Dies beschert Orange trotz des wettbewerbsintensiven Umfelds nicht nur auf dem französischen Heimatmarkt sondern auch im Nachbarland Spanien und anderen europäischen Ländern solide Neukundenzuwächse. Neue Wege geht man im Geschäftskunden-Segment, wobei das Angebot zuletzt durch Cybersecurity-Lösungen und Cloud-Services für Unternehmenskunden erweitert wurde. Dies bescherte Orange zuletzt sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn in Q3 leicht besser als erwartete Ergebnisse. Mittelfristig sieht sich Orange weiter auf Wachstumskurs und peilt bis 2020 ein solides Wachstum beim bereinigten operativen Gewinn an. Auch die Aktionäre profitieren von den starken operativen Aussichten, wobei die Dividende für 2018 leicht auf 0,70 Euro je Aktie steigen soll, was eine stattliche Dividendenrendite von 4,7% ergibt.

Auf Rang 8 in der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 ist SAP vorgerückt. Der Walldorfer Software-Konzern hat sich als Spezialist für betriebswirtschaftliche Standardsoftware für große und mittelständische Unternehmen einen Namen gemacht und gehört zu den weltweit führenden Anbietern der Branche. Mit neuen Software-Angeboten und passenden Datenbanklösungen rund um Trendthemen wie Industrie 4.0 und die Fabrik der Zukunft, ist SAP ein typischer Digitalisierungsprofiteur. Dabei bieten die Walldorfer Unternehmenskunden ein ganzheitliches Lösungspaket, mit dem sich Prozesse in jedem Bereich schneller, effizienter und vor allem kostengünstiger umsetzen lassen. Neue Impulse verspricht bei SAP der Einstieg in das Segment für CRM-Lösungen, mit denen Unternehmen mit ihren Kunden in Kontakt bleiben und interagieren und sich damit bessere Chancen im Produktvertrieb sichern. Dank strategischer Übernahmen wie dem Milliarden-Zukauf des US-Konkurrenten Qualtrics haben sich die Walldorfer in wichtigen Kernsegmenten zuletzt weiter verstärkt und haben dank der schneller als geplant verlaufenden Umstellung auf ein Cloud-basiertes Vertriebsmodell allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Denn mit zeitlich befristeter Mietsoftware lassen sich höhere Margen erzielen, als mit herkömmlichen Standardsoftware-Paketen. Die Experten von JPMorgan haben zuletzt ihre Einstufung mit „Overweight“ bestätigt und das Kursziel auf 115 Euro belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

ich diesem Blog bespreche ich ja regelmäßig die trendstabilsten Aktien aus den Indizes DAX, EURO STOXX 50 und MDAX. Es gibt derzeit nichts was uns Trader vom Hocker hauen müsste. Klar, wir haben stabile Trends bei den Immobilienaktien, aber wenn es um neue Technologien oder neue Geschäftskonzepte geht, herrscht derzeit gähnende Leere. Vielleicht sollten wir unser Anlageuniversum auch auf den US-Markt erweitern, denn hier gibt es jede Menge Firmen, die dem Markttrend trotzen und nach oben laufen.

Gerade eben kommt zum Beispiel für Tesla eine Kaufempfehlung von Jefferies mit Kursziel 460 USD rein. Tesla ist seit Wochen eine der Aktien am US-Markt, die den negativen Marktrend komplett ignoriert. Bei der Tesla-Story ist für mich so faszinierend, dass diese Firma hier im deutschsprachigen Raum meistens komplett voreingenommen kommentiert wird. Wenn man die deutsche Presse liest, könnte man meinen, Tesla würde es nicht hinbekommen Elektroautos zu bauen während die deutschen Autobauer ihre Massenproduktion schon längst nach oben gefahren hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Tesla produziert und liefert in Massen. Die deutschen Autohersteller versuchen derweil noch, die Produktion für die angekündigten Elektroauto-Modelle in Gang zu bringen. Aber beim Aufbau der neuen Lieferketten mit den Zulieferern gibt es offenbar massive Verzögerungen.

Als begeisterter Tesla-Aktionär hatte ich vor etwa einem halben Jahr die symbolische Champagner-Wette angeboten, dass Tesla Daimler beim Börsenwert bald überholen würde. Das ist nun passiert. Seit dieser Woche ist Tesla an der Börse erstmals wertvoller als Daimler. Die neuen Tesla-Modelle Model Y und der Pickup-Truck könnten 2019 Vorbestellungen im Wert von über 20 Mrd. USD auslösen. Die Börse feiert hier bereits den Aufbau der neuen Produktionslinien. An dieser Stelle möchte ich nun eine weitere These in den Raum stellen: Tesla könnte auch bald mit höheren Gewinnmargen arbeiten als Daimler. Vor wenigen Tagen äußerte Tesla gegenüber Morgan Stanley-Analysten, dass die Kosten für das Model 3 kontinuierlich fallen. Schon im dritten Quartal betrug die operative Gewinnmarge von Tesla über 6%. 2019 dürfte das erste Quartal mit über 10% operativer Gewinnmarge in den Büchern stehen.

Im Silicon Valley werden alle Geschäftskonzepte mit einer unglaublichen Konsequenz und dem Willen zur Skalierung gedacht. Tesla möchte die Welt mit Elektroautos überfluten und für dieses Ziel arbeiten Tesla-Mitarbeiter dann 60 bis 70 Stunden die Woche. Manchmal wünsche ich mir, dass wir mehr von diesem Willen zur Innovation auch in Deutschland hätten. Dann würden in den Trendstabilitäts-Ranglisten sicher auch wieder mehr spannende Storys auftauchen.

Welche Aktien befinden sich derzeit auf den oberen Plätzen der Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Merck KGaA, die aktuell auf Rang der Gesamtauswahl im DAX 30 zu finden ist. Der Darmstädter Traditionskonzern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem modernen Life-Sciences-Unternehmen gewandelt. Dank der Übernahme des US-Wettbewerbers Sigma-Aldrich gehört Merck KGaA zu den weltweit führenden Anbietern bei moderner Labortechnik und Analytik-Systeme, die von der Pharma- und Biotechbranche für die Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien benötigt werden. Im Kerngeschäftsfeld Pharma hat sich Merck vor allem auf Medikamente und Therapien zur Behandlung von Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes und Krebs spezialisiert. Im Onkologie-Segment arbeitet man dabei erfolgreich mit renommierten Partnern wie dem US-Konzern Pfizer zusammen Nach einem Übergangsjahr 2018 will Merck KGaA im neuen Jahr dank neuer Zulassungen im Pharmasegment und der Neuausrichtung im Geschäftsbereich mit Display-Materialien durchstarten und wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Die Analysten der Commerzbank haben zuletzt die Einstufung mit „Buy“ bestätigt und das Kursziel auf 111 Euro belassen.

Auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 vorgerückt ist die Aktie von Nokia. Der finnische Technologiekonzern hat sich nach der Trennung vom Smartphone-Geschäft auf den Bereich Netzwerktechnik fokussiert. Dies zahlt sich für Nokia aus, da man vom Upgrade-Zyklus der Mobilfunkbranche auf den neuen 5G-Standard profitiert. Als einer der technologisch führenden Anbieter für Hardware-Lösungen für den neuen High-Speed-Mobilfunk-Standard ist die Expertise von Nokia bei führenden Mobilfunkanbietern gefragt und beschert den Finnen zahlreiche Großaufträge. So erhielt Nokia zuletzt gemeinsam mit anderen Ausrüstern kürzlich mehrere bedeutende Aufträge von US-Carriern wie AT&T und Verizon. Auch in China ist Nokia dank seiner technologisch führenden Position ein gefragter Partner und unterzeichnete kürzlich mit den drei führenden chinesischen Mobilfunkanbietern China Unicom. China Mobile und China Telecom Rahmenverträge im Gesamtwert von umgerechnet 2 Mrd. Euro. Zuletzt hatten die Experten der Credit Suisse die Einstufung für Nokia mit "Buy" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 5,65 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trader,

es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich dem Börsengeschehen nähern kann. Man kann an der Börse als Trader oder als Investor agieren. Beides sind komplett unterschiedliche Disziplinen, die sich sowohl im praktischen Vorgehen als auch ihrer Philosophie unterscheiden. Ein Investor sieht die Aktie als Unternehmensbeteiligung und hat keinen Grund allein deswegen zu verkaufen, nur weil die Kurse einmal stark schwanken oder unter Druck sind. Ein Trader hingegen sieht in einer Aktie einen Spielball von Angebot und Nachfrage. Wenn das Interesse für eine Aktie niedrig ist und die Kurse fallen, wird ein Trader unter Umständen allein deswegen eine Aktie verkaufen.

Die erfolgreichsten Börsianer der Welt, die in den Reichenlisten ganz vorne stehen, sind Großteils Investoren, die für sehr lange Zeit in Aktien investieren. Thomas Russo zum Beispiel bleibt mit seinem Depot immer 100 % im Markt. Er versucht erst gar nicht, Marktschwankungen zu umgehen. Seine Ausrichtung ist langfristig. Nach jeder Baisse kommt irgendwann die neue Hausse lautet seine Philosophie. Man muss bei der Betrachtung hinzufügen, dass ab einer gewissen Depotsumme, Trading-Strategien gar nicht mehr möglich sind. Wer Milliarden von US-Dollar verwaltet, kann Positionen nicht mal einfach so auflösen, nur um dann wenige Tage später wieder reinzugehen.

Welche Strategie ist für private Börsianer besser geeignet? Meiner Erfahrung nach, tun sich private Anleger sehr schwer damit, die großen Drawdowns von Anlagestrategien zu verkraften. Selbst der breite amerikanische US-Markt mit dem Leitindex S&P 500 kann in Crashphasen gerne einmal 50 % korrigieren, so wie zuletzt 2008/2009. Wer sich als Investor betätigt, muss solche Kursrückgänge erst einmal aushalten können. Für die meisten privaten Anleger dürften daher Trading-Strategien zur Beimischung interessant sein, die wie hier bei diesem Trendfolge-Projekt mit einer Marktampel arbeiten. In guten Zeiten, wenn die Musik spielt, handelt man stabile Trends und in schlechten Zeiten, wenn die Märkte auf dem Rückzug sind, ist man weitgehend passiv.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Neu auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet sich die Aktie von RWE. Der Energieversorger ist aufgrund seiner hohen Erzeugerkapazitäten bei Kohlekraftwerken in der Öffentlichkeit massiv in die Kritik geraten. Doch RWE steht im Zuge der anstehenden engen Verzahnung mit dem Wettbewerber E.ON vor einem grundlegenden Wandel hin zu einem der führenden Ökostromproduzenten in Europa. Im Zuge der Vereinbarung wird RWE die Ökostromaktivitäten von E.ON übernehmen und damit zum drittgrößten Anbieter von Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasserkraft in Europa aufsteigen. Geht der Deal wie geplant Mitte des kommenden Jahres über die Bühne, wird RWE 60% seines Betriebsgewinns mit ökologisch produziertem Strom verdienen. Im Gegenzug überlässt man E.ON den Stromvertrieb und das Netzgeschäft, wobei RWE außerdem eine rund 16%ige Beteiligung an E.ON erhält. Was RWE im aktuell schwierigen Börsenumfeld eine gewisse Stabilität verleiht, ist die recht stattliche Dividendenrendite von 3,6%. Die Experten von Analystenhaus Jefferis haben kürzlich ihr Votum mit „Buy“ und einem Kursziel von 24,60 Euro bestätigt.

Neu auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet sich die Aktie von Linde. Der Industriegasehersteller ist nach der Fusion mit dem US-Wettbewerber Praxair zum weltweit führenden Anbieter aufgerückt. Mit der Milliarden-Fusion, die lange Zeit unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Bedenken durch die US-Wettbewerbsbehörden stand, sichert man sich in wichtigen Kernmärkten wie Nordamerika und vor allem in China eine starke Marktposition. Hier locken neben der konjunkturell bedingt hohen Nachfrage nach Industriegasen aus der Industrie auch lukrative Großaufträge im Bereich Anlagenbau, dem zweiten großen Kerngeschäftsfeld von Linde. Kürzlich wurde der Konzern mit dem Aufbau der größten LNG-Anlage in China beauftragt. Nach der Aufnahme in den Stoxx Europe 50 sollte das institutionelle Interesse an der Aktie des neu formierten Industriegasehersteller weiter steigen. Die Experten der Exane BNP haben sich zuletzt positiv zu Linde geäußert und die Aktie mit der Einstufung " Outperform" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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