Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Trendfolge-Trader,

mir brennt es in den Fingern wieder mit neuen Trendfolge-Trades loszulegen. Aber ich darf nicht, denn ich handle hier bei diesem Event nach einem strikten Regelwerk. Die drei Märkte, die als Auswahluniversum für meine Strategie in Frage kommen, notieren noch alle unter ihrem Gleitenden Durchschnitt 200. Damit steht die Marktampel per Definition auf rot und es dürfen keine neuen Positionen aufgenommen werden.

Welche Aktien würden aktuell im Depot landen, wenn die Marktampel auf Grün stünde? Im DAX würde neben der Deutsche Börse AG die Aktie von Vonovia ins Depot kommen. Im MDAX würde anstatt MTU nun Sartorius VZ als Basiswert aufrücken und im Euro Stoxx 50 wären Nokia und Eni die trendstabilsten Aktien, die im Depot landen würden. Nokia finde ich gerade spannend, weil dank des 5G-Mobilfunkstandards die großen Telekomfirmen große Investitionen in die Mobilfunkinfrastruktur tätigen müssen. Nokia profitiert hiervon als Zulieferer.

Über das Für und Wider einer Marktampel habe ich hier in diesem Blog schon oft profitiert. Eine Markampel lieft gefühlt in etwa 70 % aller Fälle Fehlsignale, in dem Sinne, dass der Markt nicht wegbricht, sondern sich wieder erholt. Aber in den 30 % aller Fälle, wo der Markt wegbricht, leistet unsere Marktampel grandiose Arbeit und schützt mein Depot vor heftigen Kursverlusten. Ich muss nur ans Jahr 2008 zurückdenken als die Finanzkrise begann und als die Marktampel von Januar 2008 bis April 2009 rotes Licht zeigt. Trendfolge-Trader, die damals mit Marktampel agierten, konnten die Finanzkrise komplett umschiffen. Auch in den letzten Wochen bin ich froh mit einem hohen Cashbestand dem Treiben der Märkte weitgehend passiv zugeschaut zu haben. Die Marktampel hat mein Kapital geschützt.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten? Zwei Aktien, die ich vom Geschäftsmodell sehr spannend finde, rücken in unseren Fokus!

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitätsrangliste die Aktie von MorphoSys, die sich mittlerweile auf Rang 4 der Gesamtauswahl vorgearbeitet hat. Der Biotechkonzern verfügt über eine breit gefächerte Pipeline mit chancenreichen Medikamentenkandidaten und arbeitet mit hochkarätigen Partnern aus der Pharma- und Biotechindustrie wie Novartis, Roche, Boehringer-Ingelheim oder Incyte zusammen. Dies beschert dem Biotech-Unternehmen durch Vorabzahlungen und Meilensteinzahlungen beim Erreichen bestimmter Zwischenziele bei gemeinsamen Forschungsprojekten attraktive Einnahmen. So erhielt Morphosys kürzlich gemeinsam mit einem Partnerunternehmen Zahlungen in Höhe von 95 Mio. Euro aus einer erweiterten Forschungskooperation mit dem schweizerischen Pharmakonzern Novartis. Die Hoffnungen von Morphosys ruhen vor allem auf dem in Eigenregie entwickelten Wirkstoff MOR208 in der Indikation Blutkrebs. Hier konnte man Anfang November mit vielversprechenden klinische Studiendaten vorlegen. Im Idealfall könnte MorphoSys bereits in 2020 eine FDA-Zulassung für den Wirkstoff in den USA erhalten, was ein Milliarden-Umsatzpotential verspricht. Auch operativ läuft es bei Morphosys gut, da man dank hoher Vorab- und Meilensteinzahlungen und Lizenzeinnahmen aus dem bislang einzigen zugelassenen Präparat Tremfya zur Behandlung von Schuppenflechte in Q3 in die Gewinnzone vorstoßen konnte. Im Anschluss wurde außerdem die Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr leicht angehoben. Die Experten von JPMorgan haben ihr Kursziel für die Aktie daraufhin mit 110 Euro bestätigt und die Einstufung auf „Overweight“ belassen.

Nemetschek hat sich auf Rang 7 der Gesamtauswahl der Trendstabilitätsrangliste nach vorne gearbeitet. Der Bausoftware-Spezialist ist ein typischer Digitalisierungsprofiteur, da sich mit der 5D -BIM-Software von Nemetschek auch komplexe Bauprojekte schneller und deutlich kostengünstiger planen und realisieren lassen. Neben der Visualisierung von Modellen und der Überwachung von Bau- und Planungsfortschritten behält man mit dieser BIM-Software-Lösung auch Zeit und Kosten im Blick, was Nemetschek einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft. Daher setzen immer mehr Architekten und Unternehmen aus der Baubranche auf die BIM-Lösungen von Nemetschek, was dem Konzern im abgelaufenen Q3 ein kräftiges Ergebnisplus bescherte. Mit einem Umsatzplus von knapp 20% und einem Zuwachs von 18% beim bereinigten operativen Gewinn schnitt man besser als von Analysten erwartet ab. Für das laufende Fiskaljahr sieht sich Nemetschek auf Kurs, die Jahresprognose die ein Umsatzplus von bis zu 15% vorsieht, bequem erfüllen zu können. Die Experten von Hauck & Aufhäuser haben das Kursziel für die Aktie mit 142 Euro bestätigt und die Einstufung auf „Buy“ belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

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Hallo Trader,

am 30 November und 1. Dezember findet der G20-Gipfel in Buenos Aires statt. Dann werden sich Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping zusammensetzen, um über eine Lösung des Handelsstreits zu beraten. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld bereits auf Erholungskurs. Trump hat sich optimistisch bezüglich einer Einigung gezeigt.

Ich muss diesbezüglich an den Brexit denken, aus dem ich eine wichtige Lehre mitgenommen habe. Es war keine schmerzhafte Lehre, denn ich hatte im Trading-Depot einen Cashbestand von 90% vor der Brexit-Abstimmung, aber ich fand die Geschehnisse so einschneidend, dass ich mir das Muster für immer und ewig merken werde. In den 6 Tagen vor der Bekanntgabe der Brexit-Abstimmung am 24. Juni 2016 zog der DAX von 9.500 auf 10.300 Punkte nach oben. Und zwar weitgehend deswegen, weil britische Buchmacher Indikationen dafür hatten, dass die Abstimmung zu Gunsten eines Verbleibens von Großbritannien in der EU ausfallen würde. Es gab wohl selten in der Börsengeschichte eine Kursrally, die auf so dünnen Fakten basierte.

Was ist meine Schlussfolgerung aus der Brexit-Lehre? Wenn im Vorfeld des G20-Gipfels, die Kurse schon sehr stark anziehen sollten, dann würde ich als diskretionärer Trader meinen Cashbestand erhöhen. Ich würde nicht die Gefahr auf mich nehmen, vollinvestiert in eine Situation hineinzulaufen, in der USA und China weiterhin auf Konfrontationskurs bleiben. Denn auch dieses Szenario ist möglich.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Puma, die sich mittlerweile auf Rang 10 im MDAX vorgeschoben hat. Der Sportartikelhersteller hat sich dank gezielter Umstrukturierungen und einer konsequent umgesetzten Offensive im hochmargigen Freizeit-Segment zu einem der wachstumsstärksten Player der Branche gemausert. Dies belegen die jüngst vorgelegten Q3-Zahlen, wobei man beim bereinigten operativen Ergebnis mit einem Gewinnanstieg von 28% auf knapp 130 Mio. Euro die Konsenserwartungen deutlich übertreffen konnte. Passend zum 70-jährigen Firmenjubiläum zeigen sich die Herzogenauracher für das laufende Fiskaljahr nun etwas optimistischer und peilen nun mit einem operativen Gewinnanstieg auf 325 bis 335 Mio. Euro und einem Umsatzanstieg von 14 bis 16% ein neues Rekordergebnis an. Zuvor hatte man einen operativen Gewinn von 310 bis 330 Mio. Euro sowie ein Umsatzplus von 12 bis 14% in Aussicht gestellt. Die Experten der Berenberg Bank zeigten sich nach der Zahlenvorlage optimistischer zu den weiteren Aussichten bei PUMA und hoben das Kursziel von 530 auf 545 Euro an, wobei die Einstufung mit „Buy“ bestätigt wurde.

Auf Rang 2 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste hat sich Sartorius vorgearbeitet. Der Labortechnik-Spezialist profitiert vom Boom in der Pharma- und Biotechbranche. Denn neue Verfahren wie CRISPR oder Immunonkologie erfordern modernste Analysesysteme, mit denen sich relevante Daten aus Gewebe- und DNA-Proben auswerten und visualisieren lassen. Sartorius hat sich hier durch zahlreiche Übernahmen zu einem technologisch führenden Anbieter in diesem Segment gemausert und bietet außerdem das passende Labortechnik-Equipment. In den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres konnte Sartorius mit einem Plus von 15% beim bereinigten operativen Gewinn ein respektables Ergebnis vorweisen. Allerdings blieb man im Bereich Lab Products & Services der schwächeren Nachfrage aus Europa hinter den Erwartungen zurück. Besser lief es im umsatzstärksten Geschäftsbereich Bioprocess-Solutions, der mit Verbrauchsmaterialien für die Herstellung von Biopharmazeutika ein sattes Umsatzplus von 14,8% vorzuweisen hatte. Die nach dem starken Halbjahresergebnis angehobene Jahresprognose wurde trotz der trüberen Aussichten in der Labortechniksparte bestätigt, Die Experten von Mainfirst haben die Aktie zuletzt von „Neutral“auf „Outperform“ angehoben, das Kursziel jedoch leicht von 150 auf 145 Euro nach unten revidiert.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trader,

auf diesen Tweet habe ich eigentlich schon seit Wochen gewartet. Trump tweetet, dass eine Einigung im Handelsstreit mit China zum G-20-Gipfel möglich ist und die Aktienmärkte ziehen sofort an. Dann legt der Nachrichtendienst Bloomberg heute noch nach und beruft sich auf gut unterrichtete Kreise, dass Vertragsdetails bereits ausgearbeitet werden. Die Börse (DAX) reagiert mit einem 2%igen Freudensprung. Zurecht, denn wenn es Trump wirklich gelingen sollte, die Chinesen zu einer Öffnung der eigenen Märkte für US-Konzerne zu bewegen, dann könnten die Wachstumserwartungen für die nächsten Jahre deutlich anziehen. Die Schockieren-und-Besänftigen-Strategie von Donald Trump ist gewöhnungsbedürftig, aber sie könnte im Falle der chinesischen Handelsbeschränkungen zu einer Lösung führen, von der alle profitieren.

Es ist schon eine interessante Entwicklung welche Bedeutung die Twitter-Plattform in den letzten Jahren bekommen hat. Prominente und Politiker teilen ihre Ansichten über die Welt nicht mehr nur über Pressekonferenzen mit, sondern immer häufiger eben auch über Twitter oder andere Social-Media-Plattformen wie Instagram. Twitter hat noch keine richtige Monetarisierungsstrategie gefunden, um die extreme Reichweite in Geld umzuwandeln. Ich glaube, dass das nur eine Frage der Zeit ist und ich überlege mir intensiv, ob ich in Twitter-Aktien investieren soll.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 1 der Gesamtauswahl der Trendstabilitätsrangliste rangiert weiterhin mit deutlichem Abstand mein Realgelddepotwert TAG Immobilien. Der Wohnimmobilienkonzern überzeugte zuletzt bei der Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate erneut mit einem deutlichen Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn (FFO I) und konnte mit einem Plus von 17% auf 108,7 Mio. Euro die Konsenserwartungen übertreffen. Deutlich gestiegene Mieteinnahmen, eine weiter verringerte Leerstandsquote sowie geringere Instandhaltungskosten trugen zur Ergebnissteigerung bei. Da die Mietpreise vor allem in den Ballungszentren weiter ungebremst steigen, rechnet TAG Immobilien auch für das kommende Fiskaljahr mit einer weiteren Verbesserung beim bereinigten operativen Gewinn auf 154 bis 156 Mio. Euro, während man sich für 2018 auf gutem Weg sieht, die Jahresprognose von 141 bis 143 Mio. Euro beim FFO I zu erfüllen. Auch die Aktionäre sollen von den guten Aussichten im operativen Geschäft profitieren, wobei die Dividende in 2019 von 0,73 auf 0,80 Euro je Aktie erhöht werden soll. Die Experten von Kepler Cheuvreux haben das Kursziel nach den jüngsten Zahlen von 21,50 auf 22,00 Euro angehoben und die Einstufung mit „Buy“ bestätigt.

Mein Realgelddepotwert MTU Aero Engines hat sich auf Rang 3 der Trendstabilitätsrangliste vorgearbeitet. Der Triebwerkshersteller konnte im abgelaufenen Q3 erneut mit einem besser als erwartet ausgefallenen Ergebnis überzeugen und übertraf die Konsenserwartungen beim bereinigten operativen Ergebnis mit einem Plus von mehr als 21% auf 174,3 Mio. Euro deutlich. Die anziehende Nachfrage nach Passagierflugzeugen bescherte MTU Aero Engines dank seinem breit gefächerten Angebot an spritsparenden Triebwerkslösungen wie dem PW1100G-JM für den A320 NEO ein starkes Ergebnis im Kerngeschäft. Noch besser lief es für MTU Aero Engines im hochmargigen Wartungs- und Ersatzteilgeschäft, da man dank der gestiegenen Zahl von installierten Triebwerkslösungen hier für einen unerwartet deutlichen Anstieg beim bereinigten Segmentergebnis gesorgt hatte. Daher überrascht es nicht, dass MTU Aero Engines im Anschluss zum zweiten Mal in diesem Geschäftsjahr nach oben revidierte. Die Experten von JPMorgan haben zuletzt ihr Kursziel für MTU Aero Engines von 205 auf 215 Euro angehoben und die Einstufung mit „Overweight“ bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Leser,

ich habe mir gerade noch einmal den DAX-Chart von 1998 angeschaut. Im Sommer 1998 begann die Asienkrise. Von Juli bis November brach der DAX von über 6.000 Punkte auf unter 4.000 Punkte ein. Dann ging die Hausse weiter als ob nichts gewesen wäre. Wenn Sie mich fragen, liebe Leser, ob ich eher an ein Finanzkrise-Szenario wie 2008 glaube oder eher an ein Asien-Krise-Szenario wie 1998, dann würde ich eher darauf tippen, dass es läuft wie 1998 und nach einer schnellen, aber heftigen Bereinigung der Markt wieder bullisch wird. Ich erkenne einfach kein Ende der langfristigen Wachstumstrends. In Indien liegt das BIP pro Kopf bei etwa 2.000 USD. In den USA liegt es 20 Mal so hoch. Die Globalisierungswelle ist damit noch lange nicht zu Ende. Was in China passiert ist, wird sich in Indien wiederholen. Das Land wächst um etwa 6 % pro Jahr. Es öffnet sich für ausländische Investitionen. Das Wachstum ist ein Selbstläufer. Mit 1,3 Milliarden Menschen entsteht ein riesiger Wirtschaftsraum.

Die MTU-Aktie schießt heute um +5,2 % nach oben. Der Titel ist ein Bulle aus dem Bilderbuch. Während der schwachen Marktphase ist MTU kaum gefallen und jetzt nimmt die Aktie die erste Erholungsbewegung im DAX sofort überproportional an. Die Aktie befindet sich in meinem Depot, denn sie zählt schon seit Wochen und Monaten regelmäßig zu den trendstabilsten Aktien am Markt und wurde darum gemäß unserem Regelwerk ins Depot aufgenommen.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Auf Rang 1 der Trendstabilitätsrangliste im DAX30 hat sich die Aktie der Deutschen Börse vorgearbeitet. Die Aktie befindet sich in meinem Realgelddepot. Zuletzt präsentierte der Börsenbetreiber solide Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal, wobei man beim bereinigten operativen Ergebnis die Konsenserwartungen mit einem Anstieg von 292,8 auf 351,3 Mio. Euro leicht übertreffen konnte. Dank der zuletzt gestiegenen Volatilität an den Aktienmärkten legten die Handelsumsätze vor allem an den Derivatebörsen deutlich zu, während man in den übrigen Kerngeschäftsfeldern rund um Marktdaten, im Indexgeschäft oder im Devisenhandel ebenfalls solide Zuwächse vorzuweisen hatte. Da der Start ins Schlussquartal vielversprechend verlief, sieht sich der Börsenbetreiber auf Kurs, die Jahresziele, die unter anderem eine Steigerung von mindestens 10% beim Nettoergebnis vorsehen, bequem erreichen zu können. Frische Impulse erhofft man sich durch neue Geschäftsfelder und Serviceangebote für die Finanzbranche, weshalb man gleichzeitig massiv in moderne Technologien rund um Blockchain, Cloud und Künstliche Intelligenz investiert. In Verbindung mit den eingeleiteten Umstrukturierungen, die ab 2020 für Einsparungen von rund 100 Mio. Euro pro Jahr sorgen sollen, ist die Deutsche Börse auf Kurs, unter der Ägide des seit Jahresanfang amtierenden Konzernchefs Theodor Weimer nach jahrelanger Stagnation wieder profitabel zu wachsen. Die Experten der Deutschen Bank bestätigten im Anschluss an die leicht besser als erwartet ausgefallenen Q3-Zahlen ihre Einstufung mit „Buy“ und einem Kursziel von 126 Euro.

Aufgefallen ist mir beim Sreening der Trendstabilitätsranglisten die Aktie von Nokia, die mittlerweile auf Rang 10 im EURO STOXX 50 rangiert und über die während des Depots-Events bislang noch nicht berichtet hatte. Der Technologiekonzern hat sich nach der Abspaltung des traditionellen Handy- und Smartphone-Geschäfts voll auf den Bereich Netzwerktechnik fokussiert und profitiert nun vom Rollout des neuen 5G-Mobilfunkstandards. Hier bietet Nokia passende Soft- und Hardware für Mobilfunkbetreiber, die massiv in den Rollout der neuen Technologie investieren. Dies bescherte Nokia eine Reihe bedeutender Großaufträge, wobei man unter anderem von T-Mobile US einen mehrjährigen 5G-Rahmenvertrag im Gesamtvolumen von 3,5 Mrd. USD erhielt. Daneben gehören mittlerweile auch andere führende Mobilfunkanbieter wie Telecom Italia Mobile, der US-Anbieter Verizon oder die japanische NTT Docomo zum Kundenkreis der Finnen bei 5G-Netzwerklösungen. In Q3 musste Nokia angesichts höherer Kosten einen leichten Gewinnrückgang beim bereinigten Konzernergebnis hinnehmen, womit man allerdings im Rahmen der Erwartungen blieb. Mit Kostensenkungsmaßnahmen will Nokia seine Profitabilität weiter verbessern und will damit bis 2020 jährlich 700 Mio. Euro einsparen. Die Experten von JPMorgan bestätigten zuletzt das Kursziel mit 6,50 Euro und der Einstufung „Overweight“.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Hallo Trendfolge-Trader,

worüber soll ich hier in diesem Blog schreiben? Gerne würde ich über interessante Unternehmens-Storys von Aktien schreiben, die sich in meinem Trendfolge-Depot befinden. Aber die Marktampel unseres Trendfolge-Regelwerks verhindert ja seit Wochen, dass ich neue Positionen kaufen kann. Ich bin froh darüber, denn ohne die Marktampel hätte es mein Depot vermutlich tief nach unten gezogen. Darum komme ich nicht darum herum, die erdrutschartigen Kursverluste zu kommentieren, die um mich herum stattfinden. Denn der Markt kollabiert. Anders kann man es nicht mehr formulieren.

Siltronic hat sich in nur 3 Monaten halbiert. Allein in den letzten Tagen ging es von 100 € auf derzeit nur noch 74 € in die Tiefe. Das Komische ist, dass die vorgelegten Zahlen ganz gut waren. „Die Nachfrage nach Wavern ist unvermindert hoch und wir sehen weiterhin eine positive Entwicklung bei den Durchschnittspreisen“, sagt der Chef. Siltronic erhöhte daraufhin leicht die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr. Der Analystenkonsens erwartet für 2018 einen Gewinn je Aktie von über 12 € bei Siltronic. Das KGV liegt bei 6. Das ist niedrig und beinhaltet einen gewaltigen Zukunftspessimismus.

Ein solches Kursverhalten habe ich selten erlebt. Normal ist, dass nach heftigen Kursverlusten Gewinnwarnungen ausgesprochen werden. Aber dass eine Firma, die so heftig abstürzt, die Prognosen anhebt und dann weiter abverkauft wird, kommt eher selten vor. Der Markt spielt ein anderes Thema. Die Aussage der Kursentwicklungen am Aktienmarkt ist, dass wir in den nächsten Jahren stagnierende Umsätze und Gewinne auf breiter Front sehen werden. Ähnlich war die Erwartungshaltung während der Asienkrise 1998 und während der Finanzkrise Ende 2008 und Anfang 2009. Ich weiß heute noch wie damals, als MTU bei 20 € stand, Analysten davon sprachen, dass auf Jahre hinweg kein bedeutsames Wachstum zu erwarten sei. Heute steht MTU bei 183 € und gestern erst konnte die Firma ihre Prognose erneut anheben. MTU ist einer der Basiswerte in meinem Trendfolge-Depot. Pessimismus an den Börsen kommt immer wahnsinnig schnell, schaukelt sich dann auf und ein paar Jahre später hat sich dann eine negative Zukunftserwartung für die Gesamtwirtschaft eigentlich immer als falsch herausgestellt.

Je tiefer es jetzt an den Märkten geht, desto besser schätze ich die Perspektive für unser Trendfolge-System im Jahr 2019 ein. Wenn von niedrigem Niveau neue Trends starten, haben diese das Potenzial so richtig durchzustarten.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Orange, die sich mittlerweile auf Rang 7 der Gesamtauswahl im EURO STOXX 50 vorgearbeitet hat. Der führende französische Mobilfunkanbieter hatte zuletzt bei der Zahlenvorlage für das zweite Quartal überzeugen können. So kletterte der bereinigte operative Gewinn im Vorjahresvergleich um 3% auf 3,38 Mrd. Euro, womit die Konsenserwartungen der Analysten erfüllt werden konnten. Neben der soliden Entwicklung auf dem Heimatmarkt Frankreich profitierte man vor allem von Kostensenkungsmaßnahmen. Ausgezahlt hat sich für die Franzosen auch die erfolgreich verlaufende Expansion auf dem spanischen Markt, wobei man hier dank neuer Discount-Angebote ein deutliches Neukundenwachstum von 1,8% im Mobilfunk- und Internet-Segment vorzuweisen hatte. Mittelfristig sieht sich Orange auf Kurs, seinen profitablen Wachstumskurs trotz des wachsenden Wettbewerbsdrucks weiter fortsetzen zu können. Die Experten von Goldman Sachs sehen bei Orange weiteres Potenzial und haben kürzlich ihr Kursziel mit 19,20 Euro bestätigt und die Aktie weiter auf „Conviction Buy“ belassen.

Auf Rang 10 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 vorgerückt ist Vinci. Der französische Mischkonzern verfügt neben seiner auf Infrastrukturprojekte spezialisierten Bausparte über zwei weitere interessante Geschäftsfelder. So gehört man zu den führenden Autobahnbetreibern in Frankreich, während man außerdem über ein attraktives Flughafen-Beteiligungsportfolio verfügt. Damit profitiert man dank steigender Fluggastzahlen vom weltweiten Touristikboom, was sich in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem kräftigen Umsatzplus von 10% im Airport-Segment positiv bemerkbar machte. Auch auf Konzernebene konnte Vinci in den ersten drei Quartalen dank der robusten Entwicklung im Bausegment und bei den Mautautobahnen mit einem leicht besser als erwarteten Umsatzplus von 7,7% überzeugen. Entsprechend wurde die Jahresprognose bestätigt, wonach man sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis von einer Verbesserung gegenüber den Vorjahreswerten ausgeht. Auch die Experten von Goldman Sachs sehen die Perspektiven bei Vinci weiterhin optimistisch und bestätigte die Einstufung mit „Conviction Buy“ und einem Kursziel von 104 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten