Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Leser,

wer hätte das gedacht. Die Amerikaner verhängen neue Zölle gegenüber China und der Aktienmarkt reagiert mit einer Erleichterungsrallye. Mir zeigt das, dass das Thema Handelskonflikt und die potenziell negativen Auswirkungen vom Aktienmarkt nun nahezu eingepreist wurden. Wieder einmal gilt: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Amerikanische Firmen scheinen von den US-Zöllen auf chinesische Importe in der Summe zu profitieren. Das große Handelsbilanzdefizit in Höhe von über 500 Mrd. USD hatte einen solchen Effekt fast angekündigt. Für europäische Konzerne sollten sich die US-Zölle gegenüber China-Importen eigentlich auch in Grenzen halten. Ich glaube, dass der Aktienmarkt hier mit der negativen Entwicklung in den letzten Monaten etwas überreagiert hat.

Wenn ich diese Zeilen so schreibe, muss ich noch einmal dazu sagen, dass Außenhandel während meines VWL-Studiums einer meiner Schwerpunkte war. Ich bin ein absoluter Befürworter des freien Handels. Ich weiß, dass langfristig alle davon profitieren. Und darum ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass der Handelskonflikt nur deswegen geführt werden muss, weil die chinesische Regierung den eigenen Markt so stark abschottet. Ausländische Firmen, die in China agieren, sind oft von staatlicher Willkür abhängig. Ich traf gestern in Frankfurt einen befreundeten Unternehmer, der mit seiner eigenen Firma in China gerade die ersten Erfahrungen gemacht hat. Es gibt in China eine gigantische Firewall, mit der die staatlichen Stellen das Internet kontrollieren. Ausländische Firmen-Websites können von einem Tag auf den anderen abgeschaltet werden, wenn Regierungsbeamte das wollen. Und davon wird reichlich Gebrauch gemacht.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Brenntag, die sich mittlerweile auf Rang 7 im MDAX befindet. Der Chemikalienhändler hat sich dank zahlreicher Übernahmen in den vergangenen Jahren vor allem in Asien und Europa verstärkt, was sich nun auszahlt. Im abgelaufenen zweiten Quartal profitierte Brenntag vor allem dank der kräftigen Nachfrage in diesen Schlüsselmärkten und übertraf mit einem Plus von knapp 5% beim bereinigten operativen Gewinn die Konsenserwartungen. Auch für das zweite Halbjahr zeigte man sich optimistisch und bestätigte trotz Gegenwind von der Währungsseite die Jahresprognose. Neben einer soliden Absatzentwicklung in den Kernmärkten sollen auch Kosteneinsparungen die Profitabilität weiter verbessern, was derzeit am Markt gut ankommt. Entsprechend optimistisch zeigte sich die UBS, die kürzlich die Einstufung von "Neutral" auf "Buy" nach oben revidierte und das Kursziel von 50 auf 60 Euro erhöhte.

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten fiel mir zudem die Aktie von Linde auf, die sich mittlerweile auf Rang 2 im DAX30 vorgearbeitet hat. Aktuell steht der Industriegashersteller vor dem Zusammenschluss mit dem US-Wettbewerber Praxair. Nachdem die US-Wettbewerbshüter nach zähen Verhandlungen die Fusion wohl ohne größere Auflagen durchwinken werden, steht der Fusion zum weltweit führenden Industriegashersteller wohl nichts mehr im Wege. Operativ läuft es bei Linde prächtig, was ein Blick auf die letzten Halbjahreszahlen belegt. Mit einem deutlichen Plus beim Nettogewinn von 50% übertraf Linde die Konsenserwartungen und sieht sich auf Kurs, die Jahresziele zu erreichen. Neben der robusten Entwicklung im Kerngeschäft mit Industriegasen präsentierte sich die Sparte Anlagenbau dank Kosteneinsparungen mit einem unerwartet deutlichen Anstieg beim Segmentergebnis. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten von JP Morgan, wobei man in einer kürzlich veröffentlichten Studie die Einstufung mit "Overweight" bestätigte und weiterhin ein Kursziel von 230 Euro sieht.

Fazit: Die positive Marktreaktion auf die Erhöhung von US-Importzöllen für viele chinesische Produkte deutet darauf hin, dass das Thema Handelskonflikt, das uns seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr beschäftigt, mittlerweile in den Kursen drin sein dürfte.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trendfolge-Trader,

ich bin relativ zufrieden damit, wie sich unser regelbasiertes Depot-Konzept in den letzten Monaten geschlagen hat. Seit Start im Juli letzten Jahres steht immerhin ein Plus von 5% zu Buche. Relativ zufrieden – was für eine merkwürdige Formulierung, nur eingefleischte Börsianer verstehen, was damit gemeint ist. Absolut gesehen bin ich eher unglücklich. Als Trader möchte ich Geld verdienen. Auch wenn eine Rendite von 5% in einem fallenden Markt mit vielen einzelnen Aktien, die nach Bärenattacken auf der Intensivstation liegen, relativ gesehen nicht schlecht ist, hat es unterm Strich nicht viel gebracht.

Es hilft nichts, wir brauchen wieder einen stabilen Markt, damit unser Trendfolge-Konzept befreit aufspielen kann. Aktuell stehen weiterhin alle Marktampeln auf Rot und so wie es aussieht, können beim nächsten Umschichtungstermin am Montag erneut keine neuen Werte ins Depot aufgenommen werden. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin nicht genervt von diesen Marktampeln. Diese sind wichtig, damit wir als Trendfolger in Seitwärtsphasen keine Serien von Fehltrades realisieren. Die Marktampeln sind der Grund dafür, warum unser Depot-Konzept die Outperformance erzielen konnte.

Ich halte es ja weiterhin für realistisch, dass wir in diesem Jahr wieder eine Jahresendrallye sehen werden. Der Trigger könnte eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sein. Hier steht nun der Showdown bevor. Beide Seiten dürften an einer Lösung interessiert sein und diese dürfte so aussehen, dass China den eigenen Markt nun für ausländische Konzerne öffnen muss. Davon würden insbesondere auch europäische Konzerne profitieren.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Beiersdorf, die aktuell auf Rang 5 im DAX30 rangiert, positiv aufgefallen. Beiersdorf ist dank seiner starken Aufstellung im Kosmetiksegment ein typischer Profiteur steigender Konsumausgaben, vor allem in den so genannten Emerging Markets. Bekannte und qualitativ hochwertige Hautpflegeprodukte wie Nivea sind bei der schnell wachsenden Mittel- und Oberschicht in China mittlerweile beliebt und sorgten im ersten Halbjahr in der Region Asien/Pazifik für ein kräftiges Umsatzplus von 7% in der Consumer-Sparte von Beiersdorf. Überdurchschnittlich stark präsentierte sich die Luxus-Kosmetikmarke La Prairie mit einem Umsatzsprung von knapp 55,9%. Auch im zweiten Kerngeschäftsfeld Klebstoffe überzeugt Beiersdorf dank der starken Nachfrage bei Industrieklebstoffen mit einem kräftigen Umsatzplus von über 10%. Nach den besser als erwartet ausgefallenen Halbjahreszahlen setzt Beiersdorf sich nun mit einem organischen Umsatzplus von 5% ehrgeizigere Ziele.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste auch die Aktie der Münchener Rück, die sich zuletzt auf Rang 6 im DAX30 vorgearbeitet hat. Als weltweit führender Rückversicherer profitierte man in den vergangenen Quartalen von deutlich geringeren Großschadensereignissen und steigenden Rückversicherungsprämien in vielen Kernsegmenten. Doch das Preisumfeld scheint sich dank des steigenden Wettbewerbsdrucks auf der Prämienseite wieder einzutrüben, so der Tenor auf der jüngst zu Ende gegangenen Branchenkonferenz der Rückversicherer in Monte Carlo. Demnach rechnet man im weiteren Jahresverlauf nur noch mit einem weitestgehend stabilen Preisniveau. Gegensteuern wollen die Münchener mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder wie Rückversicherungslösungen zur Absicherung von Cybersecurity-Risiken bei Unternehmenskunden. Da die Bedrohungen aus dem Cyberspace Jahr für Jahr Milliardenschäden verursachen, adressiert man hier einen zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt. In den kommenden Jahren will sich die Münchener Rück hier eine starke Ausgangsposition sichern und strebt dabei einen Marktanteil von rund 10% an. Dies macht Sinn, denn laut einer Analyse von Statista dürfte der Markt zur Absicherung von Risiken durch Cyberattacken bis 2020 rund 7,5 Mrd. USD erreichen. Bis 2025 dürfte sich das Marktvolumen hier laut Einschätzung der Münchener Rück auf rund 25 Mrd. USD belaufen. Fundamental attraktiv ist die Münchener Rück aufgrund der aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik, zumal der Wert aktuell eine Dividendenrendite von 4,9% aufweist. Die Experten von Barclays hatten zuletzt das Kursziel für die Aktie von 209 auf 213 Euro angehoben und die Einstufung mit "Overweight" bestätigt.

Hinweis: Die Münchener Rück gehört auch zu meinen persönlichen Favoriten unter den Dividendenaktien. Ich halte hier eine Investment-Position.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Leser,

in meinen ersten Jahren als Börsianer ab 1998 gab es an den jungen Technologiebörsen das Herbst-Crash-Phänomen, das damals vor allem auch nach der Asienkrise  in aller Munde war. Es bezog sich auf den alten Zyklus, im Mai die Börse zu verlassen und dann im Herbst wieder einzusteigen, optimalerweise nach einem schönen Oktobercrash. Mein persönlicher Eindruck der Marktentwicklung in Deutschland und Europa ist, dass es in diesem Jahr wieder auf diesen Zyklus hinauslaufen könnte mit einem Kurstief im Oktober und einer anschließenden Jahresendrallye.

Gestern habe ich mir mal die Zeit genommen, fast alle Aktien-Charts am deutschen Markt  durchzuklicken. Es ist wirklich beachtlich, wie stark einige Titel, vor allem Zykliker, in den letzten Wochen bereits abverkauft wurden. Ich war zuletzt als Trader sehr stark am US-Markt aktiv und habe den deutschen Aktienmarkt weitgehend sich selbst überlassen. Und das war gut so, denn wir sehen bei Aktien aus der zweiten Reihe crashartige Zustände, gemessen an den Verlusten vom Jahreshoch. Osram hat -54% verloren, Ceconomy wurde um -50% abgestraft, Leoni geriet um -47% unter Druck und Dürr und Wacker Chemie liegen -37% unter ihren Hochs. 

Beim Betrachten dieser Verluste bin ich wieder einmal froh, dass wir bei diesem Depot-Event nur auf trendstabile Aktien setzen, und auch nur dann, wenn das Marktumfeld freundlich ist (Marktampel zeigt grünes Licht). Dadurch blieben mir in den letzten Monaten nicht nur heftige Verluste erspart, sondern ich konnte sogar den Markt deutlich schlagen.

Nachdem die Korrekturen am deutschen Markt teilweise schon sehr weit fortgeschritten sind, spricht vieles dafür, dass die Tiefs bald gefunden sein könnten und der Markt dann ab Oktober wieder zu einer Jahresendrallye ansetzt. Im realen 100.000 € Trendfolge-Depot werden dann wieder Positionen aufgebaut, sobald die wichtigen Indizes ihre 200er Gleitenden Durchschnitte überwunden haben.

Beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir heute Rocket Internet aufgefallen, die aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl rangiert. Die Internet-Beteiligungsgesellschaft hat einen beeindruckenden Track-Record bei IPOs vorzuweisen und konnte in den vergangenen Monaten mit Delivery Hero, HelloFresh und dem Online-Möbelhändler Home24 gleich drei überaus erfolgreiche Neuemissionen platzieren. Mit dem Online-Möbelhändler Westwing steht nun der nächste IPO-Kandidat in den Startlöchern, Westwing bietet über seinen eCommerce-Shop Möbel, Accessoires und Textilien bekannter Designer aber auch Eigenmarken in elf europäischen Ländern an und generierte im abgelaufenen Fiskaljahr Umsatzerlöse von knapp 266 Mio. Euro. Der Zeitpunkt für das IPO ist gut gewählt, da Online-Möbelhändler wie Wayfair oder Williams Sonoma in den USA zu den Top-Performern gehören. Da der Online-Möbelhandel laut einer Analyse von Statista bis 2022 mit jährlichen Zuwachsraten von knapp 12% zu den attraktivsten eCommerce-Segmenten gehört, ist ein erfolgreicher Börsengang sehr wahrscheinlich. Für Großaktionär Rocket Internet mit seiner 32%igen Beteiligung an Westwing wäre dies ein weiterer schöner Erfolg.

Bei der Durchsicht der Trendstabilitäts-Ranglisten können auch weiterhin die Ölaktien überzeugen. Ein Blick auf die Entwicklung der Ölpreisnotierungen zeigt, warum das so ist. Brent Crude Oil befindet sich seit knapp zwei Jahren in einem intakten Aufwärtstrend und steht unmittelbar vor dem Ausbruch auf ein neues Jahreshoch. Gute Aussichten also für Schwergewichte wie den italienischen Ölmulti ENI, der sich mittlerweile auf Rang 3 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 vorgearbeitet hat. Im 2. Quartal gelang dem italienischen Mineralölkonzern ein unerwartet deutlicher Anstieg beim bereinigten Nettogewinn von 66% auf 767 Mio. Euro. Der positive Ergebnistrend sollte sich dank des Ölpreisanstiegs und der jüngsten Zukäufe in Afrika bei ENI weiter fortsetzen, zumal man die Prognose bei der Ölproduktion für das laufende Fiskaljahr von 3,5 auf 4% angehoben hat. Dies sollte auch den Aktionären zugutekommen, da die starke Ergebnisentwicklung Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen bietet. Mit einer Dividendenrendite von aktuell 5% gehört ENI ohnehin zu den attraktivsten Werten im Ölsektor. Die Experten der HSBC sehen hier weiteres Aufwärtspotential und haben das Kursziel kürzlich von 19,00 auf 19,40 Euro angehoben und ihr Buy-Rating bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Leser,

die wichtigen, chinesischen Indizes CSI-300 und Hang Seng befinden sich nun offiziell in einem Bärenmarkt. Seit den Hochs haben die beiden Indizes mehr als 20 Prozent verloren. So wie in China ergeht es den meisten Indizes in anderen Weltregionen. Auch in Europa und in Deutschland hat sich ein Verhalten etabliert, das dem eines Bärenmarktes ähnelt. Ich habe vorhin einmal die Anzahl neuer Hochs mit der Anzahl neuer Tiefs vergleichen, die im breiten deutschen Aktienmarkt in den letzten 10 Tagen erzeugt wurden. In den letzten 10 Handelstagen gab es 43 neue Jahreshochs und 120 neue Jahrestiefs. Der leichtere Weg für die Aktienpreise zeigt gerade offensichtlich direkt nach unten.

Aus diesen weltweit vorherrschenden Bärenmärkten sticht der amerikanische Aktienmarkt positiv hervor. Amerikanische Aktien haussieren. Und es ist nicht nur das Technologie-Segment, das die Kurse treibt. Unter den 2000 größten amerikanischen Aktien befinden sich über 600 Titel, die in von ihrem 52-Wochenhoch nicht weiter als 5% entfernt sind. Tja, was soll ich dazu sagen. Der Handelskrieg scheint der US-Wirtschaft zu helfen. Vermutlich ist die Interpretation von Trump richtig, dass die Amerikaner in den letzten beiden Jahrzehnten vor allem im Handel mit China eingezahlt haben. Allein 2017 betrug das Handelsbilanzdefizit zwischen den USA und China 566 Milliarden US-Dollar. Warum? Unter anderem weil China die eigene Währung gezielt nach unten manipulierte und amerikanischen Firmen den Markteintritt verwehrte. Es macht also für die Amerikaner durchaus Sinn weiterhin an einer Verkleinerung der Handelsungleichgewichte zu arbeiten. Die Wall Street belohnt es und zeigt uns, dass diese Strategie die richtige ist.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Fresenius Medical Care, die sich im DAX 30 auf Rang 6 vorarbeiten konnte. Ein Grund für mich, die Aktie näher unter die Lupe zu nehmen. FMC ist einer der weltweit führenden Anbieter von Dialysebehandlungen und hat sich in den vergangenen Jahren dank strategisch kluger Zukäufe vor allem in den USA und Europa eine dominierende Stellung aufgebaut. Gut ins Bild passt die Übernahme von NxStage, mit der Fresenius Medical Care nach Abschluss der Übernahme m zweiten Halbjahr 2018 zum Weltmarktführer bei Heimdialysebehandlungen aufsteigen wird.

Heimdialyse ist für die betroffenen Patienten wesentlich komfortabler, als Dialysebehandlungen in stationären Zentren, ist aber auch mit höheren Kosten verbunden, da NxStage als erster Anbieter weltweit auch die Zulassung für Dialysebehandlungen, die nachts durchgeführt werden, erhalten hat, eröffnen sich für FMC vielversprechende Perspektiven in diesem margenstarken Segment. Weil die Zahl der Patienten, die eine Dialysebehandlung benötigen, weltweit immer weiter zunimmt, gehen die Experten von Market Research Engine bis 2024 von einem durchschnittlichen Wachstum des weltweiten Dialysemarktes um jährlich 6% aus. Davon sollte FMC als einer der Marktführer mit seinen mehr als 3.900 Dialysezentren stark profitieren. Die Experten von Morgan Stanley sehen bei FMC weiteres Aufwärtspotential und haben kürzlich die Einstufung mit "Overweight" und einem Kursziel von 97,90 Euro bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

als ich im Juli 2017 das Depot bei meiner Volksbank mit 100.000 € kapitalisierte, um das Geld nach unserem Regelwerk in trendstabile Aktien zu investieren, ahnte ich natürlich noch nicht, dass eine nervige Seitwärtsphase vor uns stehen würde. Seit mehr als einem Jahr läuft der DAX nun seitwärts. Starke Trends, die ganzen Branchen und Märkte beflügeln, sucht man in ganz Europa vergebens. Seit dem Depotstart verlor der DAX um mehr als -3 %. Die Performance meiner Depotwerte lag seitdem immerhin bei +5 %. Also zum Jammern besteht kein Grund.

Viele Trendfolge-Konzepte scheitern daran, dass sie in Seitwärtsphasen zu viel Geld in den Markt einbezahlen. Das wird bei unserem Trendfolge-Modell durch die Marktampel derzeit recht zuverlässig verhindert. Wenn die Marktampel auf rot steht, kann ich keine neuen Depotwerte aufnehmen. Bestehende Depotwerte werden verkauft, wenn sie Trendstabilität verlieren und in den Trendstabilitäts-Ranglisten unter Ranglistenplatz 3 abrutschen. Dieses einfache Risikomanagement-Konzept hat mein Depot in den letzten Monaten vor stärkeren Verlusten bewahrt.

Der Markt insgesamt kann weiterhin keinerlei bullische Ambitionen entwickeln. Und so steht auch der heutige Umschichtungstermin im Depot wieder unter dem Vorzeichen der Passivität. Heute Abend nach Börsenschluss werde ich überprüfen, ob es in meinem Depot zu Umschichtungen kommt. Aber derzeit stehen die Marktampeln von allen 3 relevanten Indizes DAX, MDAX und EuroStoxx50 auf rot. Das bedeutet, dass keine Positionen neu aufgenommen werden können.

Ich schreibe daher erneut über meine bestehenden Depotwerte. Hier gibt es Neuigkeiten.

Mein Realgeld-Depotwert Deutsche Börse AG (+5,87%) hat sich mittlerweile auf Rang 1 im DAX30 vorgearbeitet. Ich bin über einen Mini-Future (WKN DGQ7TE) long.  Was die Deutsche Börse interessant macht, ist die konsequent umgesetzte Strategie des neuen Vorstandschefs Theodor Weimer. Dabei liegt der Fokus neben mehr Effizienz und einem konsequent umgesetzten Sparkurs vor allem auf der Erschließung neuer Wachstumsfelder. In diesem Zusammenhang wurde kürzlich eine neue Kooperation mit dem Anbieter HQLAx geschlossen. Gemeinsam wollen beide Anbieter eine Blockchain-basierte Lösung für den Nachhandelsbereich entwickeln. Diese soll einen standardisierten Wertpapier-Leihemarkt schaffen. Für die Erschließung neuer margenträchtiger Segmente will CEO Weimer notfalls auch tief in die Tasche greifen, wenn sich eine passende Möglichkeit bietet. Laut einem kürzlich veröffentlichten Interview erklärte Weimer, dass man aus eigener Kraft Zukäufe im Gesamtwert von 1 Mrd. Euro stemmen könne. Einer Megafusion der Deutschen Börse mit einem anderen Internationalen Börsenbetreiber erteilte Weimer jedoch erneut eine Absage. Bei der Analystengemeinde kommt die langfristig ausgerichtete Strategie gut an, wobei unter anderem die UBS ihr Kursziel zuletzt mit 135 Euro und der Einstufung "Buy" bestätigt hatte.

Stark präsentiert sich weiterhin die Aktie von MTU Aero Engines, die mittlerweile auf Rang 2 der Gesamtauswahl der Trendstabilitätsrangliste zu finden ist. Ich bin über ein Discount-Zertifikat (WKN DDE905) long.  Der Triebwerksspezialist sieht sich nach Aussage des Finanzchef Peter Kameritsch gut aufgestellt, um vom weltweiten Passagierwachstum in den kommenden Jahren überdurchschnittlich stark profitieren zu können. Große Hoffnungen setzt MTU dabei auf die neu entwickelte Triebwerksfamilie Geared Turbofan (GTF), die unter anderem bei der spritsparenden Version des Airbus-Verkaufsschlagers A320NEO zum Einsatz kommt. Nach Abschluss der Investitionsphase für die neue Getriebefan-Generation sieht MTU Aero Engines Spielraum für höhere Dividendenerhöhungen. Demnach soll die Ausschüttungsquote in den kommenden drei Jahren von derzeit rund 30% des bereinigten Nettoergebnisses in Richtung 40% angehoben werden. Auch Analysten sind weiterhin optimistisch, was die Aussichten des Triebwerksherstellers angeht, wobei die Commerzbank kürzlich das Kursziel mit 198 Euro und der Einstufung "Buy" bestätigt hatte.


Viele Grüße
Simon Betschinger


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