Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Leser,

ich bin gerade im Frankreich-Urlaub an der Côte d`Azur. Ich finde es eigentlich sehr angenehm, wenn ich meine Texte abseits der Büroalltags-Hektik schreiben kann, aber heute verdirbt mir das DAX mit einem 1,75 %igen Rücklauf ein wenig die Laune. Verantwortlich sind wieder einmal Nachrichten rund um den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Insgesamt scheinen die Handelsgespräche aber positiv zu verlaufen. Als der Markt das letzte Mal deswegen kräftig zappelte, notierte der DAX bei rund 12.000 Punkten. Jetzt stehen wir fast 1.000 Punkte höher.

Es ist auch für die deutsche Wirtschaft wichtig, dass China jetzt einlenkt und die eigenen Märkte für ausländische Investoren komplett öffnet. Die Welt hat lange genug zugeschaut, wie China von Konzernen Technologie- und Know-how-Transfers als Gegenleistung für den Marktzugang verlangte. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass US-Präsident Trump hier jetzt die Initiative ergriffen hat, um die Chinesen zu einem fairen Handel zu bewegen. Die ersten positiven Resultate zeigt die Trump-Initiative bereits. China wird die Zölle auf Auto-Importe ab Juli von 25 % auf 15 % reduzieren. Davon werden auch die deutschen Autobauer profitieren.

In meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot hat sich in den letzten Monaten die Aktie von LVMH am besten entwickelt. LVMH ist schon seit Monaten die führende Aktie im Trendstabilitäts-Ranking im Euro Stoxx 50. LVMH profitiert vom Wohlstands-Konsum, der immer weiter in die Mittelschicht hineinreicht.

Hier an der Côte d`Azur wird einem das ständig vor Augen geführt, aber der noch bessere Indikator für den zunehmenden Wohlstandskonsum sind immer noch die Baumärkte, finde ich. Vor 20 Jahren gab es in den Grill-Abteilungen von Obi eine bescheidene Auswahl einfacher Grills. Heute haben die Grill-Abteilungen in den Baumärkten riesige Ausmaße angenommen. Ein Weber Holzkohle-Kugelgrill für derzeit 99 € zählt zu den absoluten Sonderangeboten. Wer möchte, findet komplexe Grill-Systeme für weit mehr als 1.000 €. Würde es keine Abnehmer geben, wäre die Auswahl in den Baumärkten nicht so groß. Ich glaube, dass diese Art von Wohlstandskonsum, der sich um Dinge dreht, die man eigentlich nicht wirklich benötigt, in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen wird. LVMH wäre mit über 70 Luxus-Marken unter dem eigenen Dach einer der großen Gewinner.

Der wesentliche Treiber beim französischen Branchenprimus für Luxusartikel bleibt die kräftig anziehende Nachfrage aus den Emerging Markets. Hier spielt vor allem China mit seiner schnell wachsenden Mittel- und Oberschicht eine bedeutende Rolle. In 2017 kletterte der Luxusartikelabsatz in Festland-China laut einer Analyse von Bain Capital um satte 15% auf knapp 20 Mrd. USD, wobei sich dieser Trend nach Einschätzung der Experten auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen sollte. LVMH hat sich mit seinem breiten Markenportfolio rund um Luxus-Uhren und Schmuck, Lederwaren und Fashion, Parfumes & Fragrances als Marktführer im Hochpreis-Segment etabliert.

Was mich bei LVMH weiter optimistisch stimmt ist die Tatsache, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern sich gezielt um die Erschließung neuer Marktsegmente bemüht. Gut ins Bild passt dabei das kürzlich mit der italienischen Marcolin-Gruppe geschlossene Joint Venture Thelios, mit dem man in das Segment mit hochpreisigen Luxus-Brillen einsteigt. Dieser Schritt macht Sinn, da man nicht nur ältere Konsumenten, sondern auch die kaufkräftige jüngere Generation als Zielgruppe für trendige Eyewear ins Visier nimmt. LVMH hat beste Voraussetzungen, dank seines breit diversifizierten Produkt-Mix überdurchschnittlich vom weltweiten Luxus-Boom zu profitieren. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten der Société Générale, die LVMH mit Blick auf die starke Entwicklung in Q1 eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche operative Entwicklung attestierten. Entsprechend wurde das Kursziel von 281 auf 311 Euro angehoben und die Einstufung mit "Buy" bestätigt. 

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

das erste Mal nach vielen Monaten standen beim Umschichtungstermin am Montag wieder alle Marktampeln auf grün und ich bin somit mit 6 Positionen im Depot long.

Mit der Aktie von ASML verbinde ich große Hoffnungen, denn ich rechne mit einem goldenen Jahrzehnt der Chipbranche. ASML steht ganz am Anfang bei der Produktion von Halbleiter-Chips. Etwa 80% aller Chiphersteller sind Kunde bei ASML. Wenn es zu einem Chip-Boom kommt, wovon ich ausgehe, wird ASML ganz am Beginn der Wertschöpfungskette mitverdienen.

Warum rechne ich mit einem goldenen Jahrzehnt der Halbleiter-Aktien?

Es gibt 2 wichtige Treiber für die Chipbranche:
 

  1. Künstliche Intelligenz benötigt eine gigantische Rechenleistung. Je mehr Rechenleistung bereitsteht, desto besser können komplexe neuronale Netze trainiert werden. Google hat letzte Woche einen digitalen Assistenten vorgestellt, der Anrufe tätigen kann, um zum Beispiel einen Friseurtermin zu vereinbaren. Die Auswertung der Stimme am anderen Ende der Leitung erfolgt in der Google-Cloud und allein dafür ist eine riesige Rechenleistung erforderlich, denn die Bedeutung der gesagten Worte müssen quasi in Echtzeit analysiert werden, damit der Assistent eine Antwort geben kann. Das ist nur eines von vielen Beispielen für eine Künstliche-Intelligenz-Applikation, wie sie in den nächsten Jahren kommen werden.
  2. Fotorealistische virtuelle Realitäten benötigen ebenfalls eine enorme Rechenleistung. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Szenarien vieler Science-Fiction-Filme, wo die Menschen in ihrer Freizeit in Hold-Decks oder virtuelle Welten abtauchen, Wirklichkeit werden. In vermutlich schon 2 Jahren ist die Technik soweit, dass fotorealistische, virtuelle Realitäten simuliert werden können. Dann wird es eine erhöhte Nachfrage nach diesen Unterhaltungsmöglichkeiten geben und dann wird die benötigte Rechenleistung einen großen Sprung nach vorne machen.


Interessant ist auch mein neuer Depotwert Wacker Chemie, der sich auf Rang 3 der Gesamtauswahl vorgearbeitet hat. Für mich als Trader ist der Spezialchemiekonzern eine der spannendsten Storys der Branche. Denn die Münchener sind mit Silicon-Produkten für die Baubranche und als Hersteller von hochreinem Polysilizium für die Solarindustrie in zwei aussichtsreichen Volumensegmenten positioniert. Mit Produktinnovationen und gezielten Zukäufen erobert man sich laufend neue, margenstarke Wachstumsfelder. Hier versprechen siliziumbasierten Lithium-Ionen-Batterien mit höherer Speicherkapazität neue Impulse. Gelingt in Kooperation mit Batterie-Herstellern bis Ende 2018 der Durchbruch, winken dank E-Mobility und Handy-Akkus Milliardenumsätze!

Mein Depot-Neuzugang Deutsche Börse (Trendstabilitätswert: 6,7) profitierte zuletzt von der anziehenden Volatilität an den Aktienmärkten, da die Einnahmen im Kerngeschäft dank der höherer Handelsfrequenz an den Präsenz- und Derivatebörsen anziehen. Unter der Ägide des neuen CEO Weimer soll die Profitabilität mit neuen Produkten und Zukäufen gezielt verbessern werden, wobei man ein jährliches Gewinnplus von 10 bis 15% anpeilt. Durch Einsparungen und Digitalisierung soll außerdem die Kostenbasis bis 2020 um 100 Mio. Euro p.a. verringert werden. Für Phantasie sorgt der anstehende Brexit, da London als zentraler Euro-Clearing-Standort durch Frankfurt abgelöst wird. Profiteur wäre die Tochter Eurex-Clearing, deren Abwicklungsvolumen bei Clearing-Transaktionen signifikant ansteigen wird.

Fazit: Unser regelbasiertes Trendfolge-System hat spannende Titel in mein Depot gebracht. Ich bin sehr zufrieden damit.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

basierend auf den Trendstabilitäts-Ranglisten von Montag habe ich die neue Depotzusammensetzung in meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot bestimmt. Intesa Sanpaolo und Rheinmetall musste ich verkaufen. Deutsche Börse AG, Wacker Chemie und ASML kommen neu ins Depot.

Es gibt gute Nachricht. Einmal im Quartal können wir das Regelwerk zum Depot-Event leicht modifizieren und ich habe mir nun die Erlaubnis eingeholt, dass ich ab sofort bis zu 6 Depotpositionen über Derivate abbilden darf. Das ist gut für mich. Dadurch habe ich einen Finanzierungsvorteil und einen hohen Cashbestand auf dem Konto und gleichzeitig spare ich Ordergebühren. Wenn die Derivate mit Spreads von nur 1 oder 2 Cents gehandelt werden, ist es für mich günstiger, anstatt der Aktie entsprechende Derivate auf die Aktie zu kaufen.

Ich tätigte folgende 2 Verkäufe. Hier sehen Sie das Orderbuch meiner Volksbank:



Ich tätigte folgende 3 Käufe. Hier sehen Sie das Orderbuch meiner Volksbank:


Liebe Leser, die Entscheidung für eine Depotaufnahme wird allein auf Basis des Regelwerks und der Trendstabilitäts-Ranglisten gefällt. Fundamentalen Daten spielen im Regelwerk keine Rolle. Über Wacker Chemie und die Deutsche Börse AG hatte ich zuletzt häufig berichtet. Darum möchte ich heute noch einmal darüber sprechen was ASML antreibt.

ASML - Chipboom sorgt bei Lithoraphie-Spezialist für dynamische Nachfrage!
Der Übergang zu KI-Infrastrukturen, IoT und dem Roboterauto geht mit einer enormen Nachfrage nach leistungsfähigen Chips einher. Davon profitieren können auch Chip-Ausrüster wie ASML, zumal man zu den weltweit führenden Anbietern so genannter Lithographiesysteme gehört. Technologisch hat sich ASML dank hoher Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren eine führende Marktposition erobert.

Mit den erst seit Kurzem erhältlichen EUV-Systemen von ASML ist es möglich, Integrierte Schaltkreise (IC) mit extrem kleinen Geometrien herzustellen, womit man der Chip-Industrie die passenden Lösungen zur Umsetzung des Miniaturisierungs-Trends an die Hand gibt. Gleichzeitig ist es mit der neuen EUV-Produktlinie möglich, hohe Stückzahlen bei deutlich geringeren Kosten herzustellen, was die neue Lithographie-Generation für Schwergewichte wie Samsung, Intel oder TSMC besonders attraktiv macht. Entsprechend sollte sich die Absatzentwicklung in diesem hochpreisigen Produktsegment im weiteren Jahresverlauf deutlich dynamischer entwickeln, zumal man allein in Q1 9 EUV-Auftrage an Land ziehen konnte.

Ich persönlich glaube, dass ASML in den nächsten Jahren eine sehr positive Entwicklung nehmen wird. Die Chipbranche wächst und ASML ist der Ausrüster, der die Chipkonzerne beliefert. Ich freue mich, dass diese Aktie nun in meinem Depot ist.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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ASML Holding N.V.

ASML Holding N.V.

A1J4U4 / NL0010273215 //
Quelle: Euronext Ams: 17:35:44
A1J4U4 NL0010273215 // Quelle: Euronext Ams: 17:35:44
173,52 EUR
Kurs
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Diff. Vortag in %
126,35 EUR
52 Wochen Tief
189,50 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Leser,

derzeit befinden sich 5 Depot-Positionen in meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot. Am Montag ist wieder Umschichtungstermin und basierend auf den Trendstabilitäts-Ranglisten nach Börsenschluss werde ich festlegen welche Werte neu ins Depot aufgenommen werden. Derzeit zeichnen die 3 Trendstabilitäts-Ranglisten zu DAX, MDAX und EuroStoxx 50 untenstehendes Bild. Ich möchte Ihnen heute noch einmal genau schildern, wie ich vorgehe, um die neuen Depotwerte zu bestimmen.

Trendstabilitäts-Rangliste DAX (derzeit befindet sich 1 Aktie aus diesem Index im Depot)
1. Deutsche Börse, Trendstabilität 8,1
2. Deutsche Lufthansa, Trendstabilität 7,90 (Depotwert)
3. Eon, Trenstabilität 6,80

Trendstabilitäts-Rangliste MDAX (derzeit befinden sich 2 Aktien aus diesem Index im Depot)
1. TAG Immobilien, Trendstabilität 13,20 (Depotwert)
2. Wacker Chemie, Trendstabilität 10,20
3. Salzgitter, Trendstabilität 8,70

Trendstabilitäts-Rangliste EuroStoxx 50 (derzeit befinden sich 2 Aktien aus diesem Index im Depot)
1. LVMH, Trendstabilität 8,20 (Depotwert)
2. ASML, Trendstabilität 7,80
3. ING Groep, Trendstabilität 7,10

Prüfung der Marktampel
Als aller Erstes werde ich am Montag nach Börsenschluss prüfen, ob die Marktampeln der einzelnen Indizes grünes Licht zeigen. Das ist dann der Fall, wenn der Index über dem GD 200 notiert. Derzeit notieren sowohl DAX, MDAX also auch der EuroStoxx 50 über ihrem GD 200. Die Marktampeln geben grünes Licht. Das bedeutet, dass neue Depotpositionen gekauft werden dürfen.

Prüfung welche Depotwerte das Depot verlassen müssen
Ob ein Depotwert weiter im Depot bleiben darf, entscheiden die Trendstabilitäts-Ranglisten der jeweiligen Indizes. Ein Depotwert muss zu den 3 Aktien mit der höchsten Trendstabilität im jeweiligen Index gehören. Sonst wird der Wert verkauft. Aktuell habe ich zwei Depotwerte, die dieses Kriterium nicht erfüllen. Rheinmetall notiert im MDAX auf Rang 5 der Trendstabilitäts-Liste und Intesa Sanpaolo notiert im EuroStoxx 50 auf Rang 6 der Trendstabilitäts-Rangliste. Diese beiden Aktien würden nach jetzigem Stand am Dienstag nächste Woche verkauft werden.

Prüfung welche Depotwerte neu in das Depot kommen
Nachdem ich am Montag den Status der Marktampel festgestellt habe und geprüft habe, welche Werte das Depot verlassen müssen, werde ich gleich im Anschluss die neuen Depotwerte bestimmen, die für das Depot gekauft werden. Es sind die Aktien mit der höchsten Positionierung in den Trendstabilitäts-Ranglisten. Im DAX würde ich nach jetzigem Stand die Aktie der Deutsche Börse AG beziehungsweise ein Derivat auf die Deutsche Börse AG kaufen. Im DAX würde nach jetzigem Stand Wacker Chemie oder ein Derivat auf Wacker Chemie im Depot landen und im EuroStoxx 50 würde die Wahl auf ASML oder ein Derivat auf ASML fallen.

Fazit: Am Montag wird das Regelwerk entscheiden! Ich informiere Sie, liebe Leser, wie immer hier im Blog.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trendfolge-Trader,

ich bin mit Hebel 2 long in TAG Immobilien. Der Grund für meine Long-Positionierung ist, dass die Aktie von TAG die trendstabilste Aktie im MDAX ist und darum gemäß unserem Regelwerk im Depot landete. Ich habe zum Immobilienmarkt aber auch eine klare Meinung, die ich Ihnen nun gerne mitteilen möchte, denn mein Szenario könnte einen sehr positiven Einfluss auf den gesamten Immobilienmarkt haben, wenn es denn eintritt.

Der Grund für die hohen Immobilienpreise liegt meiner Beobachtung nach vor allem darin, dass in Großstädten nicht genügend Neubauprojekte freigegeben werden. Das Kapital steht wartend am Seitenrand. Neue Immobilienprojekte finden erfahrungsgemäß sofort ihre Käufer. Mit Blick auf die Stadt Stuttgart, ich komme ja direkt aus der Gegend, kann ich sagen, dass das ein hausgemachtes Problem ist. Aus irgendeinem Grund wollen die Verantwortlichen in Stuttgart keine Skyline wie in Frankfurt oder London. Ich frage mich immer, warum sich deutsche Städte weigern in die Höhe zu bauen. In Frankfurt bekomme ich super Büroqualitäten zu akzeptablen Preisen, weil ein großes Angebot vorhanden ist, das daher stammt, dass in die Höhe gebaut werden darf.

Meine Zukunftsthese ist, dass irgendwann auch in den meisten deutschen Städten die Höhenbeschränkungen fallen und Neubauprojekte wie „The Shard“ in London freigegeben werden. Luxuswohnungen sorgen dafür, dass sich der restliche Immobilienmarkt entspannt, weil die zahlkräftige Klientel in die neu gebauten Skyscraper einzieht und dadurch Wohnungen im Umfeld frei werden. Wenn in deutschen Städten viele große Bauprojekte freigegeben werden und endlich in die Höhe gebaut werden darf, könnte für etablierte Immobiliengesellschaften wie TAG ein attraktives Zusatzgeschäft entstehen. Man sollte das im Hinterkopf behalten.

Beim routinemäßigen Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von ASML aufgefallen. Aktuell rangiert die Aktie des niederländischen Technologiekonzerns auf Rang 14 der Gesamtrangliste, ist zuletzt aber mit einem Trendstabilitätswert von 7,00 auf Rang 3 im EuroStoxx50 aufgerückt. Für mich als Trader ein Grund mehr, mich näher mit der fundamentalen Story bei ASML auseinanderzusetzen. Das Kerngeschäft von ASML umfasst Lithographie-Systeme, die vor allem in der Chip- und Halbleiterfertigung eingesetzt werden. Da neue Trends und Technologien wie Cloud, Big Data, Artificial Intelligence oder Roboterautos neue und leistungsfähigere Chip-Lösungen benötigen, sind Chip-Hersteller gezwungen, ihre Fertigung entsprechend aufzurüsten. Dies beschert ASML wie anderen Chip-Ausrüstern volle Auftragsbücher und satte Ergebniszuwächse.

Als Trader stelle ich mir bei solchen Werten immer die Frage, welche spezifischen Alleinstellungsmerkmale gerade diese Aktie attraktiv machen. Auch bei ASML bin ich dieser Thematik näher auf den Grund gegangen und bin dabei auf einige interessante Fakten gestoßen, über die ich Sie an dieser Stelle informieren will. ASML hat sich mit einer neuen Produktlinie gegenüber anderen Anbietern offensichtlich einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil herausgearbeitet. Die Rede ist von so genannten EUV-Systemen. Die Abkürzung EUV steht für "Extreme Ultraviolett", wobei diese neue Generation der Lithographie-Systeme in der Lage ist, Integrierte Schaltkreise (IC) mit extrem kleinen Geometrien herzustellen. Damit bietet ASML den Chip-Herstellern passende Lösungen, mit denen man den Miniaturisierungs-Trend erfolgreich umsetzen kann. Gleichzeitig bieten die neuen EUV-Systeme die Möglichkeit, große Stückzahlen zu deutlich günstigeren Kosten herzustellen, was für Schwergewichte wie Samsung, Intel oder TSMC, die allesamt zum Klientel von ASML gehören, attraktiv ist.

Auch operativ läuft es bei ASML rund, was ein Blick auf die jüngst veröffentlichten Q1-Zahlen beweist. Bei einem Umsatzanstieg von knapp 25% auf 2,29 Mrd. Euro verbesserte sich der operative Gewinn von 531,5 auf 658,0 Mio. Euro. Auch unter dem Strich überzeugte man mit einem Anstieg beim Nettogewinn auf 580,5 Mio. Euro (Vorjahr: 460,9 Mio. Euro). Stark präsentierte sich auch der Auftragseingang der mit 2,44 Mrd. Euro zwar saisonal bedingt unter dem Niveau des Schlussquartals 2017 (2,94 Mrd. Euro) lag, das Vorjahresniveau von 1,89 Mrd. Euro jedoch deutlich übertreffen konnte. Dabei konnte ASML neun weitere Aufträge für die neueste EUV-Generation an Land ziehen, wobei ASML im weiteren Jahresverlauf von einer deutlich dynamischeren Absatzentwicklung bei diesen hochpreisigen neuen Lithographiesystemen ausgeht. Allein in Q2 dürften EUV-Systeme bei ASML rund 600 Mio. Euro zum Umsatz beitragen, wobei ASML insgesamt von einem sequenziellen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber Q1 auf 2,5 bis 2,6 Mrd. Euro ausgeht.

Mittelfristig gehört ASML damit zu den Top-Profiteuren des Chip- und Halbleiterbooms, zumal man mit den neuen EUV-Systemen über einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Konkurrenten verfügt. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Experten von Goldman Sachs, die ASML in einer kürzlich veröffentlichten Studie mit "Conviction Buy" bestätigten und weiterhin ein Kursziel von 221 Euro für die Aktie sehen!

Fazit: ASML könnte bald wieder in meinem Trendfolge-Depot landen. Schon am Montag wird das Regelwerk darüber entscheiden.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Endlos Turbo Long 8,779 open end: Basiswert Tag Immobilien

Endlos Turbo Long 8,779 open end: Basiswert Tag Immobilien

DD25PW / //
Quelle: DZ BANK: Geld 21.08. 21:58:03, Brief 21.08. 21:58:03
DD25PW // Quelle: DZ BANK: Geld 21.08. 21:58:03, Brief 21.08. 21:58:03
11,66 EUR
Geld in EUR
11,78 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 20,320 EUR
Quelle : Xetra, 17:35:53
  • Basispreis 8,779 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 56,80%
  • Knock-Out-Barriere 8,779 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 56,80%
  • Hebel 1,74x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.