Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Trendfolge-Trader,

wir folgen den trendstabilsten Aktien! Aber nur dann, wenn die Märkte freundlich sind. Ob die Märkte freundlich sind, bestimmt eine Marktampel. Diese zeigt aktuell für 3 Indizes, die gemäß unserem Regelwerk berücksichtigt werden, rotes Licht. Am kommenden Montag ist wieder Umschichtungstermin. Wenn die Marktampeln dann auf grün stehen, kann ich neue Aktien kaufen. Es wird eine ganz knappe Angelegenheit. Aktuell notieren zum Beispiel der Euro Stoxx 50 und der MDAX nur 0,2 % unter ihrem GD 200. Entscheidend ist, ob die beiden Indizes am Montag darüber schließen.

Welche Aktien könnten dann neu in meinem Trendfolge-Depot landen? Aktuellen sehen die Trendstabilitäts-Ranglisten folgendermaßen aus:

Trendstabilitäts-Rangliste MDAX

  1. TAG Immobilien
  2. Wacker Chemie
  3. Rheinmetall (befindet sich im Depot)


Trendstabilitäts-Rangliste Euro Stoxx 50

  1. LVMH (befindet sich im Depot)
  2. Intesa Sanpaolo
  3. ASML


Im MDAX wäre damit TAG Immobilien ein Kandidat für eine Depotaufnahme und im Euro Stoxx 50 würde aktuell die Entscheidung zu Gunsten von Intesa Sanpaolo fallen. Ich habe interessehalber recherchiert, was bei diesen Aktien gerade die Kurstreiber sind:

Mit deutlichem Abstand an der Spitze der Gesamtauswahl rangiert mit einem Trendstabilitätswert von 11,50 die Aktie von TAG Immobilien. Der Wohnimmobilienkonzern kann weiterhin von steigenden Mietpreisen und der starken Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten profitieren. Dies macht sich auch beim Ergebnis positiv bemerkbar, was ein Blick auf die Q1-Ergebnisse verdeutlicht. So kletterte der bereinigte operative Gewinn (FFO I) von 28,5 auf 35,1 Mio. Euro. Maßgeblichen Anteil hatte unter anderem der Anstieg von 71,5 Mio. auf 75,8 Mio. Euro bei den Mieterlösen, während die Leerstandsquote mit 5,6% zum Ende des ersten Quartals weiter auf niedrigem Niveau verharrte. Angesichts der zu erwartenden weiteren Mietpreissteigerungen in 2018, die nach Schätzungen von Experten gerade in Ballungszentren oberhalb der Marke von 10% liegen werden, scheint die konzerneigene Prognose, die von einem operativen Gewinnanstieg von 127,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 135 bis 137 Mio. Euro ausgeht, konservativ. Diese Einschätzung vertreten die Experten von Barclays die ihr Kursziel kürzlich von 18,00 auf 19,50 Euro nach oben revidierten.

Intesa Sanpaolo - Großbank macht bei Portfolio-Optimierung bedeutende Fortschritte! Die italienische Bank- und Finanzholding gehört dank zahlreicher Zukäufe zu den führenden Kreditinstituten in Italien. Operativer Schwerpunkt bildet das Privat- und Firmenkundengeschäft, wobei zuletzt das Angebot an margenstarken Altersvorsorge-, Fonds- und Versicherungsprodukten konsequent ausgebaut wurde. Die neue Strategie macht sich bezahlt, zumal man in Q4 beim bereinigten Nettogewinn einen deutlichen Anstieg von 1,15 auf 1,34 Mrd. Euro verbuchen konnte. Neue Impulse verspricht der geplante Abbau von Risikoassets im Kreditportfolio, wobei hier zuletzt mit der Ausplatzierung von notleidenden Krediten im Gesamtvolumen von 40 Mrd. Euro in eine neue Zweckgesellschaft mit dem schwedischen Anbieter Intrum ein bedeutender Erfolg gelang. Damit kommt man dem Ziel, den Anteil an notleidenden Krediten unter die Marke von 10% am Gesamtportfolio zu reduzieren, einen großen Schritt näher. Dank des boomenden Kreditgeschäfts bleiben die operativen Aussichten vielversprechend, wovon auch die Aktionäre in Form steigender Dividenden profitieren dürften. Ohnehin ist Intesa Sanpaolo mit einer Dividendenrendite von 6,3% in Europa einer der attraktivsten Dividendenwerte im Bankensektor.

Fazit: Am Montag werde ich gemäß unserem Regelwerk prüfen, ob Depotumschichtung stattfinden. Nach Wochen der Passivität könnten am die Marktampeln nun wieder auf grün springen. Ich werde darüber berichten.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trader,

wir schreiben Dienstag, den 24. April 2018. Auf einmal startet wieder eine neue Verkaufswelle an den US-Märkten, die den DAX am heutigen Mittwoch zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Zeilen um -1,7 % in die Tiefe drückt. Ich werfe auf der Infoseite unseres Trading-Systems einen Blick auf die Marktampel. DAX und Euros Stoxx 50 notieren nun wieder unterhalb ihres GD 200. Nur der MDAX befindet sich mit einem Abstand von +0,6 % darüber und die MDAX-Marktampel zeigt daher noch grünes Licht.

Im Jahr 2018 scheint Mr. Market vor allem den Jungbullen eine Lektion erteilen zu wollen. Nach 9 Jahren Bullenmarkt setzt zwangsläufig eine Art Gewöhnungseffekt ein. Anleger haben sich daran gewöhnt, dass die Kurse im Zeitverlauf immer weiter nach oben wandern. Viele kommen nun nicht damit klar, dass der Markt derzeit die andere Richtung eingeschlagen hat. Seit einem Jahr etwa stagnieren die Kurse im DAX. Die einschlägigen Börsenforen und Facebook-Gruppen sind voll mit dem sinngemäß immer gleichen Ausruf „Was ist da los?“, der immer dann laut herausgeschrien wird, wenn ein Publikumsliebling wie Tesla einmal stark im Minus notiert.

Die größte Zeitverschwendung, mit der man sich als Trader beschäftigen kann, ist die Vorhersage des Gesamtmarktes. Der Star-Fondsmanager Peter Lynch brachte das einmal gekonnt auf den Punkt: „Wenn Sie 13 Minuten im Jahr damit verbringen, die Konjunktur vorherzusagen, haben Sie 10 Minuten verschwendet.“ Anleger sollten sich auf die vorherrschenden Fakten konzentrieren anstatt über die Zukunft zu spekulieren.

Unsere Marktampel bringt genau diese Philosophie auf den Punkt. Wir gehen dann neuen Trading-Positionen ein, wenn ein bullischer Markttrend vorliegt und wenn die Märkte nach oben laufen. Wir gehen keine neuen Trading-Positionen ein, wenn ein bärischer Markttrend vorliegt und die Aktien unterm Strich an Wert verlieren. Die Marktampel schützt uns in gewisser Weise davor, selbst wild über die Zukunft zu philosophieren. Wenn sie grünes Licht gibt, ist das ein Fakt, an den sich unser regelbasiertes System auszurichten hat.

In solchen Phasen begehen viele Börsianer den Fehler, zu aktiv zu sein. Nach 3 freundlichen Tagen springen sie in den Markt, weil sie Angst haben eine Erholungsbewegung zu verpassen und nach 3 schwachen Tagen werfen sie ihre Positionen wieder, weil der Markt auf einmal stockdüster aussieht. Die Lektion, die in solchen Phasen gelernt werden muss, ist folgende: Bleibe auch mal passiv, wenn die Märkte nichts hergeben. Manchmal verhält sich die Börse so als ob es Brei vom Himmel regnen würde und man nur die Hand mit einer Schüssel ausstrecken muss, um etwas davon abzuhaben. Und wiederum manchmal gibt es einfach nichts zu holen.

Fazit: Ich kann jedem Trader nur empfehlen, den Markt in verschiedene Phasen zu unterteilen. Als Trendfolge-Trader ist es für uns absolut sinnvoll, nur dann zu handeln, wenn die Märkte freundlich sind. Unsere Marktampel erfüllt genau diesen Sinn und Zweck.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trendfolge-Trader,

der DAX läuft seit mittlerweile einem Jahr seitwärts. In der Presse wird laut über ein Ende des Bullenmarktes spekuliert, der nun bereits eine Dauer von 109 Monaten hat. In der Welt lese ich heute: „Dieses Anzeichen versetzt die Börse in Angst.“ Als Risikofaktoren benennt Frank Stocker, Autor des Artikels, die steigenden Ölpreise und die die steigenden Zinsen.

Ich persönlich glaube nicht an die Zinswende. Natürlich wird der Nominalzins steigen, wenn die Inflation leicht anzieht, aber ich kann mir bei gutem Willen nicht vorstellen, dass sich wieder ein deutlich positiver Realzins bildet. In der gesamten Volkswirtschaft ist der Zins ein intertemporales Bindeglied zwischen dem Konsum heute und dem Konsum in der Zukunft. Der reale Zins würde zum Beispiel dann ansteigen, wenn sich ein Großteil der Bevölkerung dazu entschließt, einen Kredit aufzunehmen, um hohe Konsumausgaben schon heute zu tätigen.

Das wird nur passieren, wenn ein neue Produkt vorhanden ist, das auf einmal jeder haben will. Was könnte das sein? Zum Beispiel ein humanoider Haushaltsroboter, der im Haushalt und Garten die Arbeit erledigt. Wenn hunderttausende von Menschen diesen Haushaltsroboter haben wollen und Kredite aufnehmen, um dessen Anschaffung zu finanzieren und Unternehmen massiv in die Produktion investieren, um die Nachfrage zu bedienen, dann könnte eine Geldnachfrage entstehen, die den realen Zins nach oben treibt. Aber ein solches Szenario sehe ich aktuell nicht.

Ich glaube daher nicht an eine nachhaltige Zinswende (bitte immer die Realzinsen betrachten) und glaube, dass die Aktienmärkte gute Chancen haben, über die Zeitachse zu konsolidieren. Das wäre für mich als Trendfolge-Trader sehr angenehm. Denn auch in einer Seitwärtsphase wird es neue Chancen geben.

Ich beobachte fast täglich die Trendstabilitäts-Ranglisten und spiele im Kopf verschiedene Szenarien durch, die sich aus unserem Regelwerk ergeben können. Im MDAX zeigt die Marktampel derzeit grünes Licht. Wenn das so bleibt, könnte beim nächsten Umschichtungstermin am Montag in einer Woche die Aktie von Wacker Chemie wieder für einen Depotkauf in Frage kommen.

Die Aktie von Wacker Chemie zeigt wieder eine Trendstabilität von 9,70. Das Unternehmen hatte ich letzte Jahr ja oft als potenziellen Profiteur der Elektroauto-Revolution genannt, weil Wacker Chemie sich als Zulieferer für Lithium-Ionen-Akkus positioniert. Auch die jüngsten Schachzüge des Managements gefallen mir. Als strategisch sinnvoll sollte sich die kürzlich vermeldete Übernahme von Teilen der SynCo Bio Partners Luxembourg erweisen. Im Rahmen der Transaktion übernimmt man Produktionsstandorte zur Herstellung von Biopharmazeutika, Lebendbakterien und Impfstoffen.

Damit baut Wacker Chemie seine Position im Zukunftsmarkt für Biopharmaka weiter aus und positioniert sich als ein führender Auftragshersteller von biopharmazeutischen Proteinen mit mikrobiellen Technologien. Strategisch macht der Zukauf für Wacker Chemie Sinn, da man sich mit dem Ausbau der Aktivitäten im Bereich Biopharmaka stärker vom zyklischen Kerngeschäft mit Polysilizium-Materialien für die Solarbranche, oder dem Bauchemie-Segment, abgrenzt. Gleichzeitig sichert man sich eine starke Position in einem margenstarken Segment mit guten Wachstumsaussichten. Auch sonst läuft es im Kerngeschäft bei Wacker Chemie weiter rund. Für Schub sollte vor allem die Erholung der Polysilizium-Preise seit Jahresbeginn gesorgt haben, während man auch im Bauchemiesegment von der boomenden Baukonjunktur profitiert haben sollte. Entsprechend positiv zeigten sich zuletzt die Experten der Baader Bank, die den Wert zuletzt mit "Buy" und einem Kursziel von 180 Euro bestätigt hatten.

Fazit: Auch in einem Seitwärtsmarkt kann es zu interessanten Trendfolge-Trades kommen. Eine Aktie, die ich persönlich sehr gerne im Depot sehen würde, wenn es das Regelwerk denn vorgibt, ist Wacker Chemie.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trendfolge-Trader,

am Freitag und Samstag hat die Invest in Stuttgart stattgefunden. Die Reihe der Aussteller hatte sich im Verlaufe der letzten Jahre immer weiter gelichtet und so kam es, dass eine große Masse von 12.000 wissbegierigen Börsianern die Messestände und Vorträge stürmten. Die Messe war rammelvoll. Es hat Spaß gemacht.

Ich habe mit vielen Börsianern über unsere Trendstabilität-Ranglisten und mein reales 100.000 € Depot gesprochen. Der Trading-Event hier auf dzbank-derivate.de hat eine hohe Bekanntheit erreicht. Unser Grundprinzip, auf trendstabile Aktien zu setzen, überzeugt die meisten Anleger. Ich verstehe das, denn die Sachlogik ist greifbar. Unternehmerischer Erfolg führt zu steigenden Kursen und auch der Umkehrschluss, dass wir aus stabil steigenden Kursen unternehmerischen Erfolg ableiten, ergibt Sinn.

Vor allem hat mich gefreut, dass viele Trader die Trendstabilitäts-Ranglisten mittlerweile schon selbstständig verfolgen und einen Blick darauf werfen, welche Aktien ein trendstabiles Verhalten zeigen. Genau das ist der richtige Ansatz. Ich sehe meinen Blog rund um mein reales 100.000 Trendfolge-Depot als Ideengeber und Motivator. Wenn Sie, liebe Leser, das Prinzip der Trendstabilität selbst auch als Faktor für Ihre Anlageentscheidungen heranziehen, freut mich das natürlich.

Am Montag war ja wieder einmal Umschichtungstermin, aber die Marktampeln für alle 3 Auswahl-Indizes EuroStoxx50, DAX und MDAX waren noch rot. Insgesamt ist mein Eindruck, dass der Markt freundlicher wird. Er reagiert nicht mehr so stark auf externe Ereignisse wie politisches Säbelrasseln und eine Vielzahl von Aktien macht neue Hochs. Es kann gut sein, dass die Marktampeln in zwei Wochen beim nächsten Umschichtungstermin wieder auf grün stehen und dass ich dann gemäß dem Regelwerk beginne, mein Depot wieder aufzufüllen.

Beim wöchentlichen Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten ist mir die Aktie von Rocket Internet aufgefallen. Aktuell rangiert die Aktie der Internet-Beteiligungsholding mit einem Trendstabilitätswert von 7,90 auf Rang 7 der Gesamtauswahl. Für mich als Trader Grund genug, mich näher mit der fundamentalen Story bei Rocket Internet zu beschäftigen.

Das Geschäftsmodell von Rocket Internet basiert darauf, sich an chancenreichen Start-Up-Unternehmen aus dem eCommerce-Segment zu beteiligen und diese dann nach umfangreichen Neustrukturierungen zu einem späteren Zeitpunkt an die Börse zu bringen. Die Aussichten von Rücket Internet haben sich zuletzt dank der Renaissance am IPO-Markt weiter aufgehellt, was das Konzernmanagement kürzlich zu einem Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund 371 Mio. Euro bewogen hat. Dabei will man knapp 9,37% der ausstehenden Anteilsscheine zu einem fixen Preis von 24,00 Euro je Aktie erwerben

In den vergangenen Monaten machte Rocket Internet nach langer Sendepause mit zwei gelungenen IPO´s von sich reden. Hierbei handelt es sich um die beiden Food-Delivery-Spezialisten Delivery Hero und HelloFresh. Nach dem überaus erfolgreichen Börsengang von Delivery Hero im Juli vergangenen Jahres nutzte Rocket Internet die zuletzt starke Performance zur Realisierung von Gewinnen. Ende Februar sank der Rocket Internet-Anteil durch den Verkauf von 3,1% am Grundkapital von Delivery Hero auf nunmehr 9,0%. Bei HelloFresh ist man mit 43,81% nach dem Anfang November erfolgten IPO nach wie vor größter Anteilseigner. Die Pipeline von Rocket Internet ist gut gefüllt, wobei die Berliner in naher Zukunft weitere Kandidaten an die Börse bringen wollen. Medienberichten zufolge könnte das Emissionsvolumen von Home24 bei rund 500 bis 600 Mio. Euro liegen, womit sich auch hier ein überaus erfolgreiches Börsendebut abzeichnet. 

Fazit: Der Trendstabilitäts-Indikator deutet an, dass die lange Durststrecke bei Rocket Internet bald vorbei sein könnte.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trader,

derzeit ist mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot nur mit 3 von 6 möglichen Positionen bestückt. Am kommenden Montag könnte erstmals wieder ein vierter Wert in das Trendfolge-Depot aufgenommen werden, denn die Marktampel im MDAX zeigt seit heute wieder grünes Licht. Aktuell notiert der Index 0,1 % über dem gleitenden Durchschnitt (GD) 200. In den letzten Wochen hat mir die Marktampel gute Dienste erwiesen. Ich habe mich deshalb während der Korrekturbewegung nicht in neue Aktien eingekauft. Meine 3 verbleibenden Depotwerte sind im Depot geblieben, weil sie auf ihren jeweiligen Trendstabilitäts-Ranglisten auf den Plätzen 1 bis 3 notieren.

Für mich sind 2 Erkenntnisse wichtig. Erstens haben die trendstabilen Aktien, die schon vor 2 oder 3 Monaten trendstabil waren, ihr trendstabiles Kursverhalten beibehalten. Es ist schön zu sehen, dass hier in den Ranglisten eine gewisse Kontinuität besteht und dass die Aktien mit der höchsten Trendstabilität nicht wild fluktuieren. Zweitens – und das verdeutlicht das Funktionieren unserer Strategie – hatte im Falle von LVMH die Trendstabilität erneut eine Bedeutung. Das trendstabile Verhalten der Aktie war der Vorläufer einer außergewöhnlich guten Geschäftsentwicklung.

Ich berichte nun über das Zahlenwerk der LVMH-Aktie. Fundamentale Daten haben keine Bedeutung für unser Trendfolge-System. Die Kennzahl „Trendstabilität“, die letzten Endes über eine Depotaufnahme entscheidet, basiert rein auf Kursinformationen. Für mich ist es dennoch wichtig, die operative Entwicklung der Firmen zu verfolgen, weil es Rückschlüsse zulässt, ob unsere Trendfolge-Philosophie funktioniert. Unsere Philosophie hat den Ansatz, dass Aktien mit guter Geschäftsentwicklung, dies auch im Kursverhalten zeigen. Aktien von Firmen mit guten Zukunftsperspektiven und stabilen Geschäftsmodellen entwickeln sich erfahrungsgemäß weniger volatil als Aktien von hochspekulativen Gesellschaften. Indem wir gezielt auf trendstabile Aktien setzen, wollen wir Firmen mit einer guten, operativen Geschäftsentwicklung im Depot haben. Die Börse ist hierbei die Qualitätskontrolle, die die Spreu vom Weizen trennt.

Mit den am Montag nach Börsenschluss veröffentlichten Umsatzzahlen für das erste Quartal stellte LVMH zuletzt eindrucksvoll seine führende Marktposition im Luxussegment unter Beweis. So konnte LVMH im Auftaktquartal des Fiskaljahres mit einem organischen Umsatzplus von 13% auf knapp 11 Mrd. Euro aufwarten, womit die Konsenserwartungen übertroffen werden konnten. Maßgeblichen Anteil hatte dabei das starke Ergebnis im Bereich Uhren und Schmuck, wobei man hier einen organischen Umsatzanstieg von 20% erzielen konnte. Auch in anderen Produktkategorien wie Lederwaren und Fashion (+16%) sowie Parfumes & Cosmetics (+17%) gelang es LVMH, bei den Umsatzerlösen deutlich überproportional zuzulegen. Nachdem LVMH in 2017 auf Jahressicht ein organisches Umsatzplus von 12% bei einem Plus von 29% beim Nettoergebnis besser als erwartet abgeschnitten hatte, zeigen die jüngsten Umsatzzahlen, dass LVMH in 2018 gute Chancen hat, hier noch eine weitere Schippe draufzulegen.

Neben der robusten Absatzentwicklung in Kernmärkten wie den USA und Europa treibt bei LVMH vor allem die dynamisch wachsende Nachfrage im Luxusgütersegment in den Emerging Markets in der Region Asien/Pazifik. Gerade in China wächst die Mittel- und Oberschicht angesichts der boomenden Binnenkonjunktur rasant an, was die Nachfrage nach prestigeträchtigen und hochpreisigen Produkten weiter anheizt. Da LVMH in allen Kategorien über ein breites Portfolio mit bekannten Marken verfügt, wird der französische Branchenprimus hiervon überdurchschnittlich stark profitieren. Entsprechend hellen sich die Ertragsperspektiven für LVMH weiter auf, was nach den besser als erwartet ausgefallenen Q1-Umsatzzahlen auch von Analystenseite gewürdigt wird. So wurde das Kursziel von den Experten der UBS von 285 auf 305 Euro angehoben. Noch optimistischer meldete sich Goldman Sachs zu LVMH zu Wort, wobei das Kursziel von 303 auf 312 Euro erhöht wurde.

Fazit: Die Entwicklung meines Depotwertes LVMH bestätigt erneut, dass die Trendstabilität ein gutes Selektionskriterium für Aktien ist. Es lohnt sich daher, die Trendstabilitäts-Ranglisten regelmäßig zu verfolgen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten