Besser traden mit System Blog

 

Liebe Trendfolge-Trader,

am kommenden Montag ist wieder Umschichtungstag und ich werde die Depotzusammensetzung meines realen 100.000 € Trading-Depots überprüfen. Derzeit sieht es aber so aus, dass es zu keinen Änderungen im Depot kommen wird. Damit eine Aktie mein Depot verlässt, muss sie laut Regelwerk in der Trendstabilitäts-Rangliste ihres Index unter Rang 3 abgerutscht sein. Aktuell befinden sich all meine Depotwerte auf den vorderen 3 Ranglistenplätzen. Aber bis Montag kann sich an der Börse ja noch viel ändern.

Im DAX befinden sich die Deutsche Lufthansa und die Allianz weiterhin auf Ranglistenplatz 1 und 2. Auf Rang 3 notiert derzeit die Aktie der Deutschen Post. Auch wenn fundamentale Informationen auf das Regelwerk keinen Einfluss nehmen, schaue ich mir immer gerne an welche Nachrichten und Themen die Aktien treiben. Ich möchte verstehen warum sich die Titel trendstabil verhalten. Warum ist die Aktie der Deutschen Post so stark? Dieser Frage bin ich auf den Grund gegangen.

Die starke Performance der vergangenen Wochen und Monate dürfte vor allem an der dynamischen Entwicklung des internationalen eCommerce-Handels liegen. Da immer mehr Verbraucher ihre Waren online bestellen, profitierten Logistikanbieter von höheren Paketvolumina. Hier hat die Deutsche Post mit ihrem gut ausgebauten Logistiknetzwerk gute Karten, um als Dienstleister überdurchschnittlich stark zu profitieren. Übrigens dürfte sich dieser Trend in den kommenden Jahren weiter beschleunigen, was eine Studie von McKinsey unterstellt. Dabei gehen die Marktforscher bis 2025 von einer Verdoppelung des Paketaufkommens aus!

Kaum auf dem Schirm haben Analysten derzeit einen weiteren potentiellen Wachstumsmarkt der Deutschen Post, zumindest lese ich in Analysten-Statements bisher kaum etwas darüber. Denn mit der Tochter Streetscouter verfügt man über einen der führenden Hersteller für Lieferfahrzeuge mit Elektroantrieb: Angesichts immer rigiderer Emissionsvorschriften sollte die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen mittelfristig deutlich zulegen, was Streetscooter international attraktive Absatzaussichten beschert. Dies hat auch das Konzernmanagement der Deutschen Post erkannt: Mit einer Kooperation mit dem US-Autobauer Ford wird die Entwicklung neuer Modelle forciert. Außerdem wurde die Jahreskapazität von zuletzt 20.000 auf 30.000 Modelle pro Jahr erweitert.

Mittelfristig will man mehr als 100.000 Streetscooter-Modelle vom Band rollen lassen, um die zu erwartende Nachfrage vor allem auf den Auslandsmärkten befriedigen zu können. Hier wächst für die Deutsche Post ein attraktives Geschäftsfeld heran, zumal man mit Streetscooter in China und Nordamerika und anderen europäischen Märkten expandieren will.

Liebe Leser, genau darum macht mir Trendfolge-Trading so Spass. Indem ich recherchiert habe was die trendstabile Aktie Deutsche Post gerade nach oben treibt, bin ich auf die Info gestoßen, dass die Deutsche Post eine jährliche Produktion von 100.000 Elektro-Lieferwagen aufbaut. Das finde ich sehr spannend, vor allem wenn ich gleichzeitig lese, welche Schwierigkeiten gerade Tesla mit der Produktion des Model 3 hat.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

Wochenbericht / 03.11.2017 | 12:01:00

Die verrückten Erlebnisse mit Trendfolge-Trades

Liebe Leser,

Trends können länger anhalten und sich stärker entfalten als das in der eigenen Vorstellungskraft je möglich wäre. Betrachten Sie bitte mein reales 100.000 € Trading-Depot. Als das Depot-Regelwerk die Entscheidung fällte, dass die Aktie von Rheinmetall neu ins Depot aufgenommen wird, war ich zugegeben etwas skeptisch, ob diese schon gut gelaufene Aktie denn wirklich eine gute richtige Wahl sei. Keine 2 Wochen später bin ich mit dem Trade schon 6 % im Plus. Es hat sich gelohnt, dem Regelwerk zu vertrauen.

Skepsis ist immer gut. Der britische Philosoph Bertrandt Russel prägte die Aussage, dass eines der größten Probleme der Welt darin besteht, dass sich Idioten und Fanatiker ihrer Sache immer so sicher sind, während kluge Menschen voller Zweifel stecken.  Daum sollten Sie immer zweifeln, liebe Leser. Das tue ich auch. Aber ich versuche am Ende zu einem rationalen Urteil zu gelangen, ob ich eine Strategie umsetzen möchte oder nicht. Und derzeit lautet meine rationale Entscheidung, dass ich mein Geld diesem regelbasierten Trendfolge-Konzept anvertrauen möchte.

Wir menschlichen Trader haben intuitiv ein ungutes Gefühl, wenn wir in Aktien einsteigen sollen, die zuvor schon gestiegen sind. Dieses Gefühl ist aber meistens falsch. Wenn ein Aktienkurs stark gestiegen ist, muss das nicht immer bedeuten, dass die Bewertung teurer geworden ist. Es kann ja auch sein, dass sich bei dem Unternehmen die fundamentalen Perspektiven deutlich verbessert haben. Der Kurs bildet damit lediglich eine Verbesserung der Geschäftssituation ab. Indem ich mich zu 100 % an das Regelwerk halte und nur die Aktien mit der höchsten Trendstabilität kaufe, kann ich meine menschlichen Fehleinschätzungen reduzieren.

Für meinen neuen Depotwert MTU hat gestern die Commerzbank eine Kaufempfehlung mit Kursziel 170 € ausgesprochen. Der zuständige Analyst der Commerzbank, Norbert Kretlow, schrieb in einer Studie am Mittwoch, dass ihn der Aufwärtstrend beim operativen Gewinne positiv überraschte. MTU ist wieder ein Beispiel für eine Aktie, die menschliche Trader ungerne kaufen. Man blickt auf den Kurs und will auf eine Korrektur warten. Ich habe diese Situation, dass ich mir über den richtigen Einstieg Gedanken machen muss, nicht mehr. Ich folge schlichtweg einfach den Aktien mit der höchsten Trendstabilität und das Depot-Regelwerk bindet mich an dieses Vorgehen.

Bis jetzt kann ich sehr zufrieden sein. Ich bilde das Trendfolge-Portfolio ja über ein echtes 100.000 € Depot bei meiner Volksbank nach. Die erzielten Gewinne belaufen sich mittlerweile auf knapp 11.000 €. Ich möchte hier aber nicht zu früh jubeln, denn wir Trendfolge-Trader benötigen diese guten Marktphasen, in denen die Märkte mal über 2 bis 3 Monate freundlich sind. Es wird auch wieder ungemütliche Marktphasen geben.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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Liebe Trendfolge-Trader,

in den USA dominieren die großen Technologiekonzerne die Wall Street. Microsoft, Intel, Alphabet und Amazon pulverisierten die Erwartungen der Analysten. Es ist als ob wir in ein neues Zeitalter der Informationstechnologie eingetreten sind. Die Cloud war bislang hauptsächlich dazu gedacht, riesigen Datenmengen im Internet zu speichern. Nun wir die Cloud zu einer Art maschinelles Gehirn mit gigantischer Rechenleistung. NVIDIA bringt Autos das Fahren bei, indem eine künstliche Intelligenz mit Aufzeichnungen gefüttert wird, die ein Auto beim Abfahren von tausenden von Kilometern von Straßen zeigen. Der Computer lernt dann selbständig. Die Cloud soll zukünftig, das ist die Vision von Tech-Visionären wie dem NVIDIA-CEO, der Ort sein, wo künstliche Intelligenzen mit Aufgaben gefüttert werden können.

Warum schreibe ich das? Weil es mich freut, dass ich im regelbasierten Trendfolge-Depot an diesem Trend auch teilhabe und zwar mit der Aktie von ASML. ASML ist Zulieferer für die Chipindustrie. Die Lithographiesysteme von ASML stehen ganz am Anfang der Wertschöpfungskette bei der Chipproduktion. Etwa 80% aller Halbleiter-Hersteller verwenden Maschinen von ASML. Wenn der Chipsektor boomt und die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden, profitiert ASML auf direktem Weg. Ich habe die Aktie aber nicht etwa nach fundamentalen Gesichtspunkten ausgesucht, sondern die hohe Trendstabilität hat ASML in mein Depot befördert. Denn ich habe mich entschieden, nach einem klaren Regelwerk den stabilen Börsentrends zu folgen und das führt dann dazu, dass ich bei solchen Entwicklungen wie derzeit im Chipsektor dabei bin.

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, liebe Leser, aber diese ganzen Feiertage zerstören einfach komplett meinen Arbeitsablauf. Besonders schlimm sind die Feiertage, die nur in manchen Bundesländern stattfinden, so wie gestern Allerheiligen. In Frankfurt wird weitergearbeitet und die Börsen haben geöffnet, aber wir in Baden-Württemberg meinen, eine Feiertag in den Kalender legen zu müssen und bei uns herrscht gähnende Leere im Büro. Wie angekündigt habe ich nun, nach den Feiertagen, die neuen Transaktionen getätigt, die das Regelwerk vorschreibt. MTU ist neu im Depot. Fraport musste das Depot verlassen. Hier ist der Screenshot aus dem Orderbuch meiner Volksbank:



Ich freue mich, dass sich nun die Aktie von MTU in meinem Trendfolge-Depot befindet. Ich habe auf der Website von MTU sehr viel über das Unternehmen gelesen. Besonders gut gefällt mir im letzten Quartalsbericht, dass das Geschäft mit der Instandhaltung von Turbinen ein Umsatzplus von 26 % zeigt. MTU ist in der zivilen Luftfahrt der größte unabhängige Instandhaltungsdienstleister weltweit. Das ist schönes Geschäft, denn Flugzeuge müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften regelmäßig gewartet werden. Für MTU bedeutet das planbare und wiederkehrende Umsätze. MTU schreibt, dass sich der weltweite Luftverkehr bis zum Jahr 2030 nahezu verdoppeln soll und dass der Bedarf an Triebwerken dadurch deutlich zunehmen wird. Die Firma bewegt sich also offenbar in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Mein Trendfolge-System, das keine fundamentalen Daten berücksichtigt, hat die Aktie nun zu meinem neuen Depotwert gemacht und ich werde die Entwicklung nun sehr interessiert verfolgen.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

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MTU Aero Engines AG

A0D9PT / DE000A0D9PT0 //
Quelle: Xetra: 17:35:39
A0D9PT DE000A0D9PT0 // Quelle: Xetra: 17:35:39
140,50 EUR
Kurs
--
Diff. Vortag in %
112,05 EUR
52 Wochen Tief
156,80 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Trader,

ich melde mich heute mit einem kurzen Update zu den Depotänderungen. Auf Basis der Trendstabilitäts-Ranglisten am Montag bestimme ich die neue Depotzusammensetzung. Im DAX und Euro Stoxx 50 ergeben sich keine Änderungen, denn meine Aktien aus diesen Indizes befinden sich weiterhin auf den ersten drei Ranglistenplätzen. Nur wenn eine Aktie in der Trendstabilitätsrangliste ihres Index auf Rang 4 oder tiefer abrutscht, muss sie verkauft werden.

Eine Depotänderung ergibt sich auf Basis der MDAX-Rangliste. Fraport ist mit einer Trendstabilität von 13,30 auf den fünften Ranglistenplatz im MDAX abgerutscht. MTU Aero Engines befindet sich mit einer Trendstabilität von 13,70 auf Platz Nr. 2. Damit ergeben sich folgender Änderungen:

- Die Fraport-Position wird aus dem Depot verkauft
- MTU Aero Engines werde ich neu fürs Depot kaufen

Bitte beachten Sie, liebe Leser, dass ich aufgrund der Feiertage in Baden-Württemberg am Dienstag und Mittwoch, die neuen Transaktionen erst am Donnerstag umsetzen kann. Ich melde mich dann morgen auch mit einem ausführlichen Update.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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Liebe Leser,

wann haben Sie mal so einen bullischen Markt gesehen, liebe Leser? Jeder Versuch, auf der Short-Seite auch nur ansatzweise Geld zu verdienen, wird von einer wilden galoppierenden Bullenherde sofort im Keim erstickt. Aktien notieren in Kursregionen, die außerhalb der gewohnten Erinnerungswelten liegen. Rheinmetall, mein Depotwert, steigt gerade auf 102 €. Unglaublich. Ich selbst hätte die Aktie letzte Woche nicht gekauft, aber mein Trendfolge-System hat das Signal zum Einstieg gegeben und jetzt bin ich mit dem Trade schon +4,5 % im Plus.

Als diskretionärer Trader habe ich den Aufstieg und den Fall des Neuen Marktes hautnah miterlebt. Ebenso habe ich die Finanzkrise intensiv mitverfolgt. Ich habe 2008 Tag für Tag beobachtet wie Aktien auf brutale Art und Weise abverkauft wurden. Diese Erfahrungen haben mein Risikobewusstsein nachhaltig geprägt.

Wir Trendfolge-Trader treffen ganz bewusst die Entscheidungen, eine Trend solange reiten zu wollen wie er anhält. Wir stellen den Trend nicht in Frage. Wir folgen ihm einfach. Einer der längsten Bullenmärkte der Geschichte ging von 1980 bis ins Jahr 2000. Erst im Jahr 1997 setzten die Kurse dann zu einer gigantischen Übertreibung an und bei vielen Technologienaktien, vor allem im Internetsektor, begann eine Phase der exzessiven Kursgewinne. Der aktuelle Bullenmarkt dauert derzeit knapp 9 Jahre. Ich weiß nicht, ob er nächstes Jahr in sich zusammenbrechen wird oder ob die ganzen neuen Technologien rund um Gen-Editing, Robotik und Künstliche Intelligenz eine neue Hype-Phase auslösen. Niemand weiß das. Darum setze ich auf ein Trendfolge-Konzept, bei dem ich automatisch bei den trendstabilsten Aktien mit dabei bin.

Am Montag ist wieder der Umschichtungstermin. Ich werde am Montagabend die Trendstabilitäts-Ranglisten überprüfen und die Verkäufe und Käufe bestimmen, die ich dann nächste Woche umsetzen werde. Nach dem jetzigen Stand der Dinge sieht es so aus, dass Fraport mein Depot verlassen muss. Das Plus in der Aktie beträgt aktuell +5 % seit Depotaufnahme. Der wahrscheinlichste Kandidat, der anstelle von Fraport dann ins Depot kommen würde, ist derzeit die Aktie von MTU, die sich mit einer Trendstabilität von 13,70 auf Rang 2 im MDAX geschoben hat.

MTU. Wow, denke ich. Viele diskretionäre Trader würden bei einem Blick auf den Chart wohl nicht mehr an einen Kauf denken. So wie vermutlich bei Evotec als die Aktie von 4 € auf 8 € gestiegen war. Aber danach setzte die Aktie ihre Rally fort und überschritt sogar noch die Marke von 20 €. Ich war nicht bei Evotec dabei. Wenn mein Trendfolge-System nun das Signal für den Einstieg bei MTU gibt, dann freue ich mich bei diesem Trend mit dabei zu sein. Ich habe mir mal die Analystenschätzungen angeschaut. Im Konsens rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 7,99 € (Quelle: Factset Research). Das KGV18e läge damit bei 18,2. Andere Aktien im Sektor wie zum Beispiel Boeing werden mit höheren KGVs bewertet. Im konkreten Beispiel beträgt das KGV der Boeing-Aktie 25.

Am Montag entscheidet allein das Regelwerk darüber, welche Aktien das Depot verlassen müssen und welche neu aufgenommen werden. Meine eigenen Gedanken und Meinungen spielen keine Rolle bei der Aktienauswahl. Ich bin lediglich der Kommentator, der das Portfolio kommentiert.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger


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