Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Trendfolge-Trader,

in den USA dominieren die großen Technologiekonzerne die Wall Street. Microsoft, Intel, Alphabet und Amazon pulverisierten die Erwartungen der Analysten. Es ist als ob wir in ein neues Zeitalter der Informationstechnologie eingetreten sind. Die Cloud war bislang hauptsächlich dazu gedacht, riesigen Datenmengen im Internet zu speichern. Nun wir die Cloud zu einer Art maschinelles Gehirn mit gigantischer Rechenleistung. NVIDIA bringt Autos das Fahren bei, indem eine künstliche Intelligenz mit Aufzeichnungen gefüttert wird, die ein Auto beim Abfahren von tausenden von Kilometern von Straßen zeigen. Der Computer lernt dann selbständig. Die Cloud soll zukünftig, das ist die Vision von Tech-Visionären wie dem NVIDIA-CEO, der Ort sein, wo künstliche Intelligenzen mit Aufgaben gefüttert werden können.

Warum schreibe ich das? Weil es mich freut, dass ich im regelbasierten Trendfolge-Depot an diesem Trend auch teilhabe und zwar mit der Aktie von ASML. ASML ist Zulieferer für die Chipindustrie. Die Lithographiesysteme von ASML stehen ganz am Anfang der Wertschöpfungskette bei der Chipproduktion. Etwa 80% aller Halbleiter-Hersteller verwenden Maschinen von ASML. Wenn der Chipsektor boomt und die Produktionskapazitäten ausgeweitet werden, profitiert ASML auf direktem Weg. Ich habe die Aktie aber nicht etwa nach fundamentalen Gesichtspunkten ausgesucht, sondern die hohe Trendstabilität hat ASML in mein Depot befördert. Denn ich habe mich entschieden, nach einem klaren Regelwerk den stabilen Börsentrends zu folgen und das führt dann dazu, dass ich bei solchen Entwicklungen wie derzeit im Chipsektor dabei bin.

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, liebe Leser, aber diese ganzen Feiertage zerstören einfach komplett meinen Arbeitsablauf. Besonders schlimm sind die Feiertage, die nur in manchen Bundesländern stattfinden, so wie gestern Allerheiligen. In Frankfurt wird weitergearbeitet und die Börsen haben geöffnet, aber wir in Baden-Württemberg meinen, eine Feiertag in den Kalender legen zu müssen und bei uns herrscht gähnende Leere im Büro. Wie angekündigt habe ich nun, nach den Feiertagen, die neuen Transaktionen getätigt, die das Regelwerk vorschreibt. MTU ist neu im Depot. Fraport musste das Depot verlassen. Hier ist der Screenshot aus dem Orderbuch meiner Volksbank:



Ich freue mich, dass sich nun die Aktie von MTU in meinem Trendfolge-Depot befindet. Ich habe auf der Website von MTU sehr viel über das Unternehmen gelesen. Besonders gut gefällt mir im letzten Quartalsbericht, dass das Geschäft mit der Instandhaltung von Turbinen ein Umsatzplus von 26 % zeigt. MTU ist in der zivilen Luftfahrt der größte unabhängige Instandhaltungsdienstleister weltweit. Das ist schönes Geschäft, denn Flugzeuge müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften regelmäßig gewartet werden. Für MTU bedeutet das planbare und wiederkehrende Umsätze. MTU schreibt, dass sich der weltweite Luftverkehr bis zum Jahr 2030 nahezu verdoppeln soll und dass der Bedarf an Triebwerken dadurch deutlich zunehmen wird. Die Firma bewegt sich also offenbar in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Mein Trendfolge-System, das keine fundamentalen Daten berücksichtigt, hat die Aktie nun zu meinem neuen Depotwert gemacht und ich werde die Entwicklung nun sehr interessiert verfolgen.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Trading-System

MTU Aero Engines AG

MTU Aero Engines AG

A0D9PT / DE000A0D9PT0 //
Quelle: Xetra: 17:35:10
A0D9PT DE000A0D9PT0 // Quelle: Xetra: 17:35:10
175,70 EUR
Kurs
-0,96%
Diff. Vortag in %
129,20 EUR
52 Wochen Tief
198,70 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Trader,

ich melde mich heute mit einem kurzen Update zu den Depotänderungen. Auf Basis der Trendstabilitäts-Ranglisten am Montag bestimme ich die neue Depotzusammensetzung. Im DAX und Euro Stoxx 50 ergeben sich keine Änderungen, denn meine Aktien aus diesen Indizes befinden sich weiterhin auf den ersten drei Ranglistenplätzen. Nur wenn eine Aktie in der Trendstabilitätsrangliste ihres Index auf Rang 4 oder tiefer abrutscht, muss sie verkauft werden.

Eine Depotänderung ergibt sich auf Basis der MDAX-Rangliste. Fraport ist mit einer Trendstabilität von 13,30 auf den fünften Ranglistenplatz im MDAX abgerutscht. MTU Aero Engines befindet sich mit einer Trendstabilität von 13,70 auf Platz Nr. 2. Damit ergeben sich folgender Änderungen:

- Die Fraport-Position wird aus dem Depot verkauft
- MTU Aero Engines werde ich neu fürs Depot kaufen

Bitte beachten Sie, liebe Leser, dass ich aufgrund der Feiertage in Baden-Württemberg am Dienstag und Mittwoch, die neuen Transaktionen erst am Donnerstag umsetzen kann. Ich melde mich dann morgen auch mit einem ausführlichen Update.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Trading-System

Liebe Leser,

wann haben Sie mal so einen bullischen Markt gesehen, liebe Leser? Jeder Versuch, auf der Short-Seite auch nur ansatzweise Geld zu verdienen, wird von einer wilden galoppierenden Bullenherde sofort im Keim erstickt. Aktien notieren in Kursregionen, die außerhalb der gewohnten Erinnerungswelten liegen. Rheinmetall, mein Depotwert, steigt gerade auf 102 €. Unglaublich. Ich selbst hätte die Aktie letzte Woche nicht gekauft, aber mein Trendfolge-System hat das Signal zum Einstieg gegeben und jetzt bin ich mit dem Trade schon +4,5 % im Plus.

Als diskretionärer Trader habe ich den Aufstieg und den Fall des Neuen Marktes hautnah miterlebt. Ebenso habe ich die Finanzkrise intensiv mitverfolgt. Ich habe 2008 Tag für Tag beobachtet wie Aktien auf brutale Art und Weise abverkauft wurden. Diese Erfahrungen haben mein Risikobewusstsein nachhaltig geprägt.

Wir Trendfolge-Trader treffen ganz bewusst die Entscheidungen, eine Trend solange reiten zu wollen wie er anhält. Wir stellen den Trend nicht in Frage. Wir folgen ihm einfach. Einer der längsten Bullenmärkte der Geschichte ging von 1980 bis ins Jahr 2000. Erst im Jahr 1997 setzten die Kurse dann zu einer gigantischen Übertreibung an und bei vielen Technologienaktien, vor allem im Internetsektor, begann eine Phase der exzessiven Kursgewinne. Der aktuelle Bullenmarkt dauert derzeit knapp 9 Jahre. Ich weiß nicht, ob er nächstes Jahr in sich zusammenbrechen wird oder ob die ganzen neuen Technologien rund um Gen-Editing, Robotik und Künstliche Intelligenz eine neue Hype-Phase auslösen. Niemand weiß das. Darum setze ich auf ein Trendfolge-Konzept, bei dem ich automatisch bei den trendstabilsten Aktien mit dabei bin.

Am Montag ist wieder der Umschichtungstermin. Ich werde am Montagabend die Trendstabilitäts-Ranglisten überprüfen und die Verkäufe und Käufe bestimmen, die ich dann nächste Woche umsetzen werde. Nach dem jetzigen Stand der Dinge sieht es so aus, dass Fraport mein Depot verlassen muss. Das Plus in der Aktie beträgt aktuell +5 % seit Depotaufnahme. Der wahrscheinlichste Kandidat, der anstelle von Fraport dann ins Depot kommen würde, ist derzeit die Aktie von MTU, die sich mit einer Trendstabilität von 13,70 auf Rang 2 im MDAX geschoben hat.

MTU. Wow, denke ich. Viele diskretionäre Trader würden bei einem Blick auf den Chart wohl nicht mehr an einen Kauf denken. So wie vermutlich bei Evotec als die Aktie von 4 € auf 8 € gestiegen war. Aber danach setzte die Aktie ihre Rally fort und überschritt sogar noch die Marke von 20 €. Ich war nicht bei Evotec dabei. Wenn mein Trendfolge-System nun das Signal für den Einstieg bei MTU gibt, dann freue ich mich bei diesem Trend mit dabei zu sein. Ich habe mir mal die Analystenschätzungen angeschaut. Im Konsens rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 7,99 € (Quelle: Factset Research). Das KGV18e läge damit bei 18,2. Andere Aktien im Sektor wie zum Beispiel Boeing werden mit höheren KGVs bewertet. Im konkreten Beispiel beträgt das KGV der Boeing-Aktie 25.

Am Montag entscheidet allein das Regelwerk darüber, welche Aktien das Depot verlassen müssen und welche neu aufgenommen werden. Meine eigenen Gedanken und Meinungen spielen keine Rolle bei der Aktienauswahl. Ich bin lediglich der Kommentator, der das Portfolio kommentiert.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger


Übersicht      Depot      Trading-System

Liebe Trendfolge Trader,

wir haben gerade eine schöne Bullenphase in unserem regelbasierten Trendfolge-Depot. Aktien wie ASML, Lufthansa, LVMH und Allianz steigen fast jeden Tag. Die Trends setzen sich fort, sie sind stabil. Größter Gewinner ist der Endlos Turbo auf die Allianz-Aktie mit einem Gewinn von 20,74 % seit Aufnahme. Die ASML-Aktie konnte um 15,27 % zulegen. In aller Kürze zusammengefasst: Es läuft ganz im Sinne des Trendfolge-Systems. Prinzipiell habe ich damit gerechnet, darum bilde ich das Depot-Konzept auch mit realem Geld nach. Aber trotzdem ist es schön, wenn man auch kurzfristig das Glück auf der eigenen Seite hat. Selbst sehr erfolgreiche Strategien können manchmal lange Drawdown-Phasen von mehreren Monaten haben, in denen sie nicht funktionieren. Es wäre sehr bitter gewesen, wenn ich das Depot im Juli gestartet hätte und wir dann direkt in eine Korrekturphase der Strategie hineingeraten wären. Von daher bin ich jetzt froh, dass die ersten 3 Monate so gut verlaufen sind.

Unsere Trendfolge-System, das auf dem Trendstabilitäts-Indikator beruht, basiert im Wesentlichen auf 2 Überlegungen:

Erstens: Aktien mit niedrigen Volatilitäten sind wünschenswert. Ein ruhiges Kursverhalten deutet darauf hin, dass sich eine Aktie in den Händen von überzeugten Investoren befindet, die ihre Meinung zur Firma nicht jeden Tag überdenken. Außerdem sind Aktien mit ruhigen Kursverläufen für Trader angenehmer, die auf Sicht mehrerer Tage und Wochen agieren. Darum geht die Volatilität im Nenner in den Trendstabilitäts-Indikator mit ein. Ceteris Paribus gilt: Je höher die Volatilität, desto niedriger wird der Trendstabilitäts-Wert. Je niedriger die Volatilität, desto höher wird der Trendstabilitäts-Wert.

Zweitens: Hinter starken Kursanstiegen von Aktien steckt oftmals eine gute Firmenentwicklung. Wirtschaftlicher Erfolg lässt sich nicht geheim halten. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen: Wenn die Auslastung bei der Lufthansa gut ist, steigen die Ticketpreise und die Frachtraten. Die Flugzeuge sind dann auch auf Inlandsflügen nahezu immer voll. Eine solche positive Geschäftsentwicklung lässt sich kaum geheim halten. Es fällt in der Regel vielen Menschen auf, wenn die Geschäfte brummen. Diese Informationen bahnen sich ihren Weg dann an die Aktienmärkte. Die Aktien fangen an zu steigen, oft auch dann, wenn noch gar kein neuer Quartalsbericht veröffentlicht wurde. Erfolg lässt sich bei börsennotierten Firmen selten geheim halten. Wir nutzen als Trendfolge-Trader die Trendstabilität daher quasi als Frühindikator, der uns auf eine gute Geschäftsentwicklung hinweisen soll.

Mein Depot-Highflyer, die Lufthansa-Aktie, ist nicht zu stoppen. Während ich diesen Artikel schreibe, geht es um +2,8 % nach oben. Auslöser für diesen erneuten Kursanstieg sind Quartalszahlen, die heute veröffentlicht wurden. Im dritten Quartal meldete die Airline einen Rekordgewinn. Nach neun Monaten verbucht die Lufthansa nun ein operatives Ergebnis in Höhe von 2,6 Milliarden Euro. Das liegt über den Analysenkonsens. Das US-Analystenhaus reagiert auf die Zahlen mit einem Outperform und Kursziel 30 €. Independent Research hebt das Kursziel von 26 € auf 28 € an. Unser Trendfolge-Konzept hat mit der Auswahl der Lufthansa-Aktie einen Volltreffer gelandet. Die Kernthese unseres Trendfolge-Gedanken ist, dass trendstabile Aktien einen Hinweis auf unternehmerischen Erfolg geben. Im Falle der Lufthansa-Aktie ist genau das eingetreten. Das trendstabile Verhalten hat uns frühzeitig auf die gute Geschäftsentwicklung aufmerksam gemacht.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Trading-System

Liebe Trendfolge-Trader,

gestern hat der amerikanische Senat dem Haushaltsentwurf für 2018 gebilligt. Damit ist der Weg frei für die große Steuerreform von Präsident Donald Trump. Für die Steuerreform ist im amerikanischen Senat jetzt nur noch die einfache Mehrheit erforderlich. Ich habe Anfang der Woche eine spannende Research-Studie von Goldman Sachs gelesen. Die mächtige Investment-Bank erwartet den S&P 500 am Jahresende bei 2650 Punkten, wenn die Steuerreform durchgeht. Dieser Punktestand würde eine durchschnittliche Bewertung des S&P 500 mit einem KGV von 17,9 bedeuten. Der Index hätte nach diesem Bewertungsmodell noch ein Aufwärtspotenzial von knapp 4 %.

Das Verrückte an diesem Bullenmarkt ist die niedrige Volatilität. Mein Gefühl ist, dass die Volatilität fast komplett verschwunden wäre. Es geht langsam und stetig nach oben. Der CBOE-Volatilitätsindex (VIX) hatte in der Vergangenheit einen Durchschnittswert von 19,5. Aktuell liegt der Volatilitätsindex bei nur 11,5 Punkten. Für Anleger ist das eine fast traumhafte Welt. Viele Trader, so beobachte ich, werden angesichts dieses langsamen Anstieges nervös. Sie warten auf Rücksetzer und trauen sich nicht mehr so richtig dem Trend zu folgen.

Ich selbst habe mit meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot diese Probleme nicht, die Marktrichtung vorhersagen zu müssen. Ich halte mich an das Portfolio-Regelwerk und folge konsequent den trendstabilsten Aktien aus den 3 Indizes DAX, MDAX und Euro Stoxx 50. Die einzige Marktampel, die ich beachte, ist der GD 200. Wenn ein Index unter dem GD 200 notiert, würde ich nach einem Umschichtungstag keine neuen Depotwerte mehr aufnehmen. Die Regel klingt simpel, aber mit ihr wäre man zum Beispiel während nahezu der gesamten Finanzkrise 2008 / 2009 passiv am Seitenrand gestanden.

Die beste Position in meinem Trendfolge-Depot ist derzeit der Endlos Turbo Long auf die Aktie der Allianz. +19 % beträgt das Plus. Die Allianz-Aktie entspricht derzeit dem Musterbeispiel eines trendstabilen Verhaltens. Bei ganz kleinen Tagesschwankungen geht es suzkzessive nach oben. Auch gestern, als der DAX kurzzeitig stark unter Druck kam, quittierte das die Allianz-Aktie mit Stabilität. Ich fühle mich sehr wohl mit solchen Titeln, die stabil im Markt liegen. Das ist sehr gesund für mein Nervenkostüm.

Eindrucksvoll finde ich auch die Aktie der Lufthansa. Anfang September entschied das Portfolio-Regelwerk, dass die Lufthansa-Aktie neu ins Trendfolge-Depot hinzukommt. Ich habe diese Position mit einem Discount-Zertifikat abgebildet, das mir einen günstigeren Einstieg auf die Aktie ermöglichte. Dieses notiert aktuell 11,8 % im Plus. Ich lese, dass die Lufthansa ihre gute Marktposition nun konsequent ausnutzt. „Lufthansa will Air-Berlin-Piloten“ 40 % weniger zahlen, schreibt heute das Manager-Magazin. Vermutlich kommt hier auch ein wenig die Retourkutsche, wegen der zahlreichen Streiks, die Piloten regelmäßig anzetteln. Als Air Berlin auf Schlingerkurs war, meldeten sich zahlreiche Piloten kollektiv krank. So etwas hinterlässt im Verhältnis zwischen Management und Piloten Spuren.

Fazit: Der Aktienmarkt steigt. Er steigt langsam und bei geringer Volatilität. Ich muss mir keine Gedanken über die zukünftige Marktentwicklung machen, denn ich folge gemäß dem Regelwerk den trendstabilsten Aktien. Das ist eine sehr angenehme Art, an der Börse zu investieren.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Trading-System