Besser traden mit System Blog

 

Liebe Trendfolge-Trader,

gestern hat der amerikanische Senat dem Haushaltsentwurf für 2018 gebilligt. Damit ist der Weg frei für die große Steuerreform von Präsident Donald Trump. Für die Steuerreform ist im amerikanischen Senat jetzt nur noch die einfache Mehrheit erforderlich. Ich habe Anfang der Woche eine spannende Research-Studie von Goldman Sachs gelesen. Die mächtige Investment-Bank erwartet den S&P 500 am Jahresende bei 2650 Punkten, wenn die Steuerreform durchgeht. Dieser Punktestand würde eine durchschnittliche Bewertung des S&P 500 mit einem KGV von 17,9 bedeuten. Der Index hätte nach diesem Bewertungsmodell noch ein Aufwärtspotenzial von knapp 4 %.

Das Verrückte an diesem Bullenmarkt ist die niedrige Volatilität. Mein Gefühl ist, dass die Volatilität fast komplett verschwunden wäre. Es geht langsam und stetig nach oben. Der CBOE-Volatilitätsindex (VIX) hatte in der Vergangenheit einen Durchschnittswert von 19,5. Aktuell liegt der Volatilitätsindex bei nur 11,5 Punkten. Für Anleger ist das eine fast traumhafte Welt. Viele Trader, so beobachte ich, werden angesichts dieses langsamen Anstieges nervös. Sie warten auf Rücksetzer und trauen sich nicht mehr so richtig dem Trend zu folgen.

Ich selbst habe mit meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot diese Probleme nicht, die Marktrichtung vorhersagen zu müssen. Ich halte mich an das Portfolio-Regelwerk und folge konsequent den trendstabilsten Aktien aus den 3 Indizes DAX, MDAX und Euro Stoxx 50. Die einzige Marktampel, die ich beachte, ist der GD 200. Wenn ein Index unter dem GD 200 notiert, würde ich nach einem Umschichtungstag keine neuen Depotwerte mehr aufnehmen. Die Regel klingt simpel, aber mit ihr wäre man zum Beispiel während nahezu der gesamten Finanzkrise 2008 / 2009 passiv am Seitenrand gestanden.

Die beste Position in meinem Trendfolge-Depot ist derzeit der Endlos Turbo Long auf die Aktie der Allianz. +19 % beträgt das Plus. Die Allianz-Aktie entspricht derzeit dem Musterbeispiel eines trendstabilen Verhaltens. Bei ganz kleinen Tagesschwankungen geht es suzkzessive nach oben. Auch gestern, als der DAX kurzzeitig stark unter Druck kam, quittierte das die Allianz-Aktie mit Stabilität. Ich fühle mich sehr wohl mit solchen Titeln, die stabil im Markt liegen. Das ist sehr gesund für mein Nervenkostüm.

Eindrucksvoll finde ich auch die Aktie der Lufthansa. Anfang September entschied das Portfolio-Regelwerk, dass die Lufthansa-Aktie neu ins Trendfolge-Depot hinzukommt. Ich habe diese Position mit einem Discount-Zertifikat abgebildet, das mir einen günstigeren Einstieg auf die Aktie ermöglichte. Dieses notiert aktuell 11,8 % im Plus. Ich lese, dass die Lufthansa ihre gute Marktposition nun konsequent ausnutzt. „Lufthansa will Air-Berlin-Piloten“ 40 % weniger zahlen, schreibt heute das Manager-Magazin. Vermutlich kommt hier auch ein wenig die Retourkutsche, wegen der zahlreichen Streiks, die Piloten regelmäßig anzetteln. Als Air Berlin auf Schlingerkurs war, meldeten sich zahlreiche Piloten kollektiv krank. So etwas hinterlässt im Verhältnis zwischen Management und Piloten Spuren.

Fazit: Der Aktienmarkt steigt. Er steigt langsam und bei geringer Volatilität. Ich muss mir keine Gedanken über die zukünftige Marktentwicklung machen, denn ich folge gemäß dem Regelwerk den trendstabilsten Aktien. Das ist eine sehr angenehme Art, an der Börse zu investieren.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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Liebe Trader,

am Montagabend habe ich die Ranglisten unseres Trendfolge-Systems studiert und mein Depot auf potenzielle Veränderungen hin überprüft. Wie schon vermutet haben sich im DAX und Euro Stoxx 50 keine Veränderungen ergeben. Wohl aber im MDAX. Wacker Chemie musste ich wieder verkaufen. Die Aktie landete auf der Trendstabilitäts-Rangliste im MDAX nur auf Rang 6. Insgesamt lief der Trade unglücklich.

Direkt nach meiner Depotaufnahme hielt Wacker Chemie einen Capital Markets Day. Auf diesem wurden, gegen die Erwartungen von zahlreichen Analysten, keine Sonderausschüttung für 2018 angekündigt. Unter anderem mit Begründung darauf, stuften zahlreiche Analysten die Aktie einen Tag später ab. Ich persönlich fand das schade, weil ich den neuen strategischen Vorstoß von Wacker Chemie, sich als Zulieferer für Lithium-Ionen-Akkus zu positionieren, als sehr aussichtsreich einschätze.

Aber: Ich vertraue bei meinem realen 100.000 € Trendfolge-Depot ausschließlich auf das Regelwerk. Allein das Regelwerk entscheidet welche Aktien im Depot landen. Das hat mir in den letzten Wochen teilweise hohe Kursgewinne beschert. Auf die ASML-Aktie im Euro Stoxx 50 wäre ich selber vermutlich nicht aufmerksam geworden. In meinem Depot ist die ASML-Aktie gelandet, weil sie trendstabil nach oben läuft. Nun verzeichne ich ein Kursplus mit diesem Titel von etwa 12 %. Dem System sei Dank.

Anstelle von Wacker Chemie rückt die Aktie von Rheinmetall ins Depot auf. Rheinmetall war am Umschichtungstermin am Montag die Aktie mit der zweithöchsten Trendstabilität im MDAX. Ich kaufte nun 204 Stück zu 98,04 € auf Xetra. Hier finden Sie meine beiden neuen Depotumschichtungen, die ich auf dem Depotkonto meiner Volksbank umgesetzt habe.

Rheinmetall ist eine Holding, die sich überwiegend auf die beiden Geschäftsfelder Automotive und Defense spezialisiert hat. Auch wenn fundamentale Daten keinen Einfluss auf mein Trendfolge-Depot haben, lese ich immer gerne Nachrichten zu meinen Depotwerten Im Zusammenhang mit Rheinmetall lese ich, dass steigende europäische Verteidigungsausgaben das Geschäft treiben würden. Die USA machen gerade Druck auf die Europäer, ihre jährlichen Verteidigungsausgaben auf 2 % des BIPs zu erhöhen, denn viele EU-Länder liegen aktuell darunter.

Nachdem mein Trendfolge-Depot nun seit 3 Monaten läuft, kann ich ein erstes Fazit ziehen: Ich bin zufrieden mit der Depotentwicklung. Nach einem Portfoliokonzept und nach einem klaren Regelwerk zu agieren, kann sehr entspannt sein, wenn man diesem Konzept vertraut. Und das tue ich. Die schwierigen Fragen über die zukünftige Gesamtmarktentwicklung fallen bei einem solchen Depotkonzept weg. Es folgt ganz der Philosophie: Niemand kann den Markt vorhersagen, darum probieren wir es erst gar nicht, sondern kaufen einfach die trendstabilsten Aktien.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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Rheinmetall AG

703000 / DE0007030009 //
Quelle: Xetra: 17:35:43
703000 DE0007030009 // Quelle: Xetra: 17:35:43
108,85 EUR
Kurs
-0,32%
Diff. Vortag in %
70,07 EUR
52 Wochen Tief
116,80 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Trendfolge-Trader,

am Montag ist wieder der Umschichtungstermin. Dann werde ich auf Basis der Trendstabilitäts-Ranglisten prüfen, welche Depotwerte rausfliegen beziehungsweise welche im Depot bleiben.

Im DAX ist weiterhin die Lufthansa die trendstabilste Aktie, dicht gefolgt von der Allianz. Beide Titel habe ich über Produkte bereits im Depot. Im DAX würden sich daher nach dem aktuellen Stand keine Änderungen ergeben. Mein Hebelzertifikat auf die Allianz ist mittlerweile +18 % im Plus. Der Trade läuft bilderbuchhaft und die Aktie verhält sich mustergültig im Sinne der Trendstabilität. Schauen Sie sich den Chart der Allianz-Aktie an. Sie läuft langsam, aber kontinuierlich nach oben, ohne dass es zu allzu großen Schwankungen kommt. Genau auf solche Aktien mit diesem Verhalten habe ich es mit dem Trendstabilitäts-Indikator abgesehen.

Im MDAX wird sich höchstwahrscheinlich eine Umschichtung ergeben. Derzeit befinden sich Fraport und Wacker Chemie im Depot, aber Wacker Chemie ist direkt nach meinem Kauf letzte Woche wieder zurückgefallen und rutscht in der Trendstabilitäts-Rangliste auf Platz Nr. 6 im MDAX nach hinten. Laut Regelwerk müsste sie damit das Depot verlassen, wenn es bis Montagabend keine Veränderung mehr auf den Ranglistenplätzen ergibt.

Verantwortlich für den Kursverfall der Wacker Chemie Aktie waren augenscheinlich zahlreiche Analysten-Downgrades, die nach dem Capital Market Day ausgesprochen wurden. Ich würde es sehr schade finden, wenn die Aktie aus dem Depot fliegt, weil ich Elektroauto-Story langfristig für sehr interessant halte. Wacker Chemie positioniert sich gerade ja als Zulieferer für Lithium-Ionen-Akkus. Das ist ein Zukunftstrend, der langfristig die Chance hat, Umsatz und Gewinn zu beflügeln. Aber mein Trendfolge-Konzept wird einzig und allein nach dem Portfolio-Regelwerk ausgerichtet. Meine eigene Meinung hat keinen Einfluss auf die Werteauswahl. Allein das technische Regelwerk entscheidet.

Wenn Wacker Chemie aus dem Depot rausfliegt, würde nach derzeitigem Stand die Aktie von Rheinmetall nachrücken. Rheinmetall ist mit einer Trendstabilität von 13,40 gerade auf Ranglistenplatz Nr. 2 im MDAX.

Im Euro Stoxx 50 bleibt alles wie gehabt. LVMH befindet sich auf Ranglistenplatz 1 in der Trendstabilitäts-Rangliste und auf Ranglistenplatz Nr. 2 ist nach wie vor die Aktie der ASML Holding. ASML läuft mustergültig. Ganz im Sinne meine Philosophie. Es hat sich in dem Titel ein stabiler Aufwärtstrend etabliert, der von guten Nachrichten im Chipsektor begleitet wird. Ich folge also mit meiner Strategie den Spuren des wirtschaftlichen Erfolges. Die Theorie wird im Falle von ASML in der Praxis bestätigt.

Am Montag wird die endgültige Entscheidung fallen welche Aktien im Depot bleiben dürfen und welche gegebenenfalls durch einen neuen Wert ersetzt werden. Ich werde darüber gleich am Dienstagvormittag berichten.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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Liebe Leser,

wenn ich mir aktuell den DAX und den S&P 500 anschaue, beschleicht mich das Gefühl, dass der Handel wohl bald eingestellt wird. Ich sage das natürlich mit einer großen Portion Humor. Als ob die fairen Preise gefunden wäre, kriechen die großen Leitindizes bei geringer Volatilität nach oben. Viele Trader macht dieser eingeschlafene Handel nervös. In den Diskussionsforen streiten sie darüber, ob es die Ruhe vor dem Sturm ist. Mich hingegen machen niedrige Volatilitäten überhaupt nicht nervös. Ich genieße diese Phasen, in denen meine Aktiendepots bei geringen Schwankungen steigen.

Meine Philosophie als Trendfolge-Trader ist, dass ich der Spur des Erfolges folgen möchte. Erfolg bedingt weiteren Erfolg. Unternehmen, die ihre Branchenkonkurrenten bei Kapitalrendite und operative Gewinnmarge übertrumpfen, können in der Regel mehr Geld in die Expansion stecken und damit schneller wachsen. Marktführer bauen ihre Marktdominanz dadurch stetig weiter aus. Beispiele aus der heutigen Zeit sind Google, Amazon, Adobe, Microsoft oder Facebook. Die Konkurrenz hat kaum eine Chance gegen die gut geölten Maschinerien des Erfolges.

Die Idee eines regelbasierten Trendfolge-Systems ist, dass die Aktienkurse selbst die besten Hinweisgeber auf eine gut verlaufende Geschäftsentwicklung sind. Wenn Aktien über längere Zeit stabil steigen, hat das meist positive, fundamentale Ursachen. Wenn ich mir am Aktienmarkt die größten Gewinneraktien der letzten 5 bis 10 Jahre anschaue, sehe ich diese These bestätigt. Beispiel Netflix. Das Unternehmen befand sich 2012 in einer tiefen Krise. Das alte Geschäftsmodell mit dem DVD-Versand per Post funktionierte nicht mehr. Das neue Geschäft mit dem Streaming war erst in den Startlöchern. Auf einmal begann die Aktie Ende 2013 stabil zu steigen. Es baute sich Trendstärke auf und 2013 wurden dann die ersten beachtlichen Erfolge im neuen Streaming-Geschäft gemeldet. Seitdem konnte sich die Aktie fast vervierzigfachen.

In meinem Depot befindet sich die Lufthansa-Aktie (genauer: ein Discount-Zertifikat auf die Aktie). Ich eröffnete den Trade gemäß dem Regelwerk, weil der Titel die trendstabilste Aktie im DAX war. Seit meinem Kauf steigt die Lufthansa-Aktie fast täglich weiter. Am 11.10. kam über den Nachrichtenticker, dass die Anzahl der Passagiere im September um +17,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen war. Eine beachtliche Steigerung. Und wieder einmal wird die Philosophie meines Trendfolgekonzepts bestätigt. Indem ich auf trendstabile Aktie setze, möchte ich der Spur des wirtschaftlichen Erfolges systematisch folgen.

Ebenfalls gute Zahlen meldete mein Depotwert LVMH. Der Luxusgüterkonzern hat solche bekannten Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior und Moët im Portfolio. Im dritten Quartal konnte LVMH die Erlöse um 13,6 % auf 10,4 Milliarden Euro steigern. Von Kaufzurückhaltung war also keine Spur. Zahlreiche Banken belohnten das gute Zahlenwerk mit Kaufempfehlungen. Kepler Cheuvreux sieht als Kursziel 275 €. Die Berenberg-Bank empfiehlt die Aktie mit Kursziel 260 € zum Kauf. Ich bin im Trendfolge-Depot long und höre diese bullischen Aussagen natürlich gerne.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

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Liebe Leser,

Analystenempfehlungen haben derzeit einen großen Einfluss auf die Aktienmärkte. Ich beobachte fast täglich wie Kaufstudien die Kurse nach oben schießen lassen oder Verkaufsempfehlungen die Aktien Richtung Süden schicken. Eine beeindruckende Kursrally von etwa 90 % legte in den letzten Wochen zum Beispiel die Aktie von PVA Tepla aufs Parkett. Die Kursrally startete genau gleichzeitig mit der Veröffentlichung einer Kaufempfehlung von Hauck & Aufhäuser mit Kursziel 6,60 €. Analysten haben Macht und manchmal beeinflussen Analysten-Statements auch die Kurse von unseren eigenen Depotwerten, liebe Leser.

So geschehen bei Wacker Chemie. Am Montag entschied unser Regelwerk, dass die Aktie von Wacker Chemie neu ins Depot kommt. Am Mittwoch und Donnerstag brachten zahlreiche Analystenstatements die Aktie unter Druck. Was war geschehen? Wacker Chemie hatte am Dienstag einen Kapitalmarkttag veranstaltet. Einige Analysten hatten im Vorfeld offenbar gehofft, dass das Management eine Sonderausschüttung aus den Gewinnen der Siltronic-Anteilsverkäufe ankündigen würde. Aber das ist nicht geschehen. Eine Sonderausschüttung wurde nicht angekündigt. Die Enttäuschung war groß.

Ich habe mir die Präsentation von Wacker Chemie, die auf dem Kapitalmarkttag gehalten wurde, angeschaut. Sie ist öffentlich zugänglich:
https://www.wacker.com/cms/media/documents/investor-relations/cmd17/WACKER_CMD17.pdf

Auf Seite 22 habe ich Informationen zum geplanten Einstieg als Zulieferer für Lithium-Ionen-Akkus gefunden. Wacker Chemie rechnet damit, dass der Markt für Zellen für Lithium-Ionen-Akkus von aktuell 18 Mrd. USD in 2015 auf 36 Mrd. USD in 2025 anwachsen wird. Anoden-Materialen würden ungefähr 7 % der Zellkosten ausmachen, lese ich in der Präsentation. Wacker Chemie möchte hier mit Silicon-basierten Anoden mitmischen und spricht davon, dass erste Tests mit führenden Batteriezellenherstellern bereits vielversprechend waren. Der Markteintritt ist für 2018/2019 geplant.

Als regelbasierter Trendfolge-Trader richte ich mein Depot ausschließlich nach den Vorgaben des Portfoliokonzepts aus. Solche Storys wie bei Wacker Chemie spielen bei der Auswahl keine Rolle. Es ist für mich aber ein spannendes Hobby geworden, zu ergründen, warum sich bestimmte Aktien auf einmal trendstabil verhalten. Der geplante Einstieg von Wacker Chemie in den Zulieferermarkt für Lithium-Ionen-Akkus könnte ein Grund dafür sein. Denn Aktien, die mit Elektromobilität zu tun haben, bekommen derzeit von Anlegern generell ein hohes Interesse zugebilligt.

Mein erfolgreichster Trade im Trendfolge-Depot ist derzeit der Endlos Turbo Long auf die Aktie der Allianz. +16 % beträgt das Plus derzeit. Mein gutes Gefühl, das ich sofort nach dem Kauf hatte, hat sich somit bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger

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