Traden Lernen Blog

 

Liebe Trader,

die Börse hat sich derzeit in ein Krankenlager verwandelt. Die Mehrzahl der Aktien fällt. Die Leitindizes sind unter Druck. Auslöser der Verkaufswellen waren warnende Aussagen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Nordkorea. Die Angst vor einer kriegerischen Auseinandersetzung verunsichert die Marktteilnehmer.

Unter der eingetrübten Marktstimmung leidet natürlich auch mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot. Bei einem auf Ranglisten basierenden Portfolio-Konzept gibt es keine Take-Profits oder Stopp-Loss-Kurse wie man sie vom diskretionären Handel her kennt. Es gibt nur die Logik der Trendstabilität im Vergleichskontext. Ich setze mit dem System auf die Aktien, die sich im Vergleich mit allen anderen Aktien in einem Index trendstabiler entwickeln. Die Philosophie dahinter ist: Wenn ein Bullenmarkt stattfindet, dann möchte ich mit trendstabilen Aktien mit dabei sein und überproportional profitieren.

Noch stehen die Marktampeln auf grün. Die wichtigsten Leitindizes weltweit notieren über ihren GDs 200. Noch kann von einer normalen Korrektur in einem bullischen Markttrend gesprochen werden. „Politische Börsen haben kurze Beine“, sagt ein bekanntes Börsianer-Zitat. Und in der Tat habe ich während meiner Börsenkarriere schon häufig erlebt, dass politisch verunsicherte Märkte nach einem langen Wochenende wieder komplett anders aussahen.

Auch wenn mein nächster Umschichtungstermin erst am Montag in einer Woche stattfindet, beobachte ich voller Interesse die Trendstabilitäts-Ranglisten. Ich versuche zu verstehen warum bestimmte Aktien stark beziehungsweise schwach sind. Solche fundamentalen Überlegungen nehmen keinen Einfluss auf mein Trading-System. Es ist meiner Neugierde über die Entwicklungen in der Wirtschaftswelt geschuldet, dass ich hier näher hinschaue und mich informiere.

Im DAX ist die Aktie der Deutschen Lufthansa auf Rang Nr. 2 der Trendstabilitäts-Rangliste. Letztes Jahr 2016 verdiente die Lufthansa 3,81 € je Aktie. Das ergibt beim aktuellen Kurs ein KGV von 5,1. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Analysten im Konsens einen Gewinn je Aktie von 3,20 € je Aktie. Das entspräche einem KGV17 von 6, wenn diese Gewinnprognosen eintreffen.

Rein von den Multiples wirkt die Lufthansa-Aktie günstig. Die Vermutung liegt nahe, dass der Markt der Aktie keine höhere Bewertung zubilligt, weil das Geschäftsmodell in der Vergangenheit sehr zyklisch war.

Gleichzeitig verfolge ich in den USA eine spannende Diskussion, die nach dem Einstieg von Warren Buffett bei großen amerikanischen Fluggesellschaften ausgelöst wurde. Einige Kommentatoren vertreten die Meinung, dass die Zeit der zyklischen Gewinnschwankungen bei Airlines bald zu Ende gehen dürfen, wie sich der Markt immer stärker auf größere Player konzentriert und damit eine Gewinne Preisstabilität bei den Ticketpreisen eintreten sollte. Aktienkurs erzählen sehr viel darüber, was in der Wirtschaftswelt gerade vor sich geht. Man muss einfach aufmerksam zuhören.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger


Übersicht      Depot      Trading-System

Trade / 09.08.2017 | 16:02:00

Trade vom 09.08.2017

Liebe Leser,

das Trendfolge-System gibt die Werte vor und ich folge! Neu gekauft habe ich ein Discount-Zertifikat auf LVMH (WKN: DGX1PX) und die Aktie von Kion. Die Aktie von LVMH zeigt im Jahreschart einen stabilen Aufwärtstrend, der seit 3 Monaten in eine Konsolidierungsphase übergegangen ist. Die Volatilität der Aktie ist sehr gering. Das führt im Gesamtbild zu einer sehr hohen Trendstabilität, so dass es die Aktie im Euro Stoxx 50 auf Platz Nr. 1 geschafft hat und damit landet sie nun in meinem Depot.

Die fundamentale Situation einer Firma hat keinerlei Bedeutung für eine Depotaufnahme. Alleine die Kursdaten fließen  in die Trendstabilitäts-Ranglisten ein.  Nichtsdestotrotz, aus reiner Neugier, schaue ich mir dann die Firmen genauer an, die ich gemäß dem Portfolio-Regelwerk gekauft habe. Man erfährt sehr viel über wirtschaftliche Entwicklungen, wenn man nach den Gründen forscht, warum bestimmte Aktien ein sehr trendstabiles Verhalten zeigen.

LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton ist der weltweite Marktführer für Luxusgüter. Der Konzern hält Rechte an über 70 verschiedenen Marken in verschiedenen Segmenten. Im Modebereich dürfte fast jeder die Marke Louis Vuitton kennen. Bei Uhren und Schmuck sind Dior, TAG Heuer oder De Beers den meisten Menschen ein Begriff  und von einem Champagner der Marke von Moët & Chandon dürften einige von Ihnen, liebe Leser, auch schon mal gekostet haben. Das Geschäft mit dem Luxus scheint blendend zu laufen, das lässt ein Blick auf die Zahlen vermuten. Seit 2007 stiegen die Umsatzerlöse von 16,48 Mrd. auf 37,60 Mrd. € in 2016. Im letzten Geschäftsjahr (2016) blieb ein Nettogewinn in Höhe von 3,98 Mrd. € hängen.

Mein neuer Depotwert Kion ist in einer komplett anderen Branche tätig. Kion verkauft hauptsächlich Gabelstapler, Lagertechnik und sogenannte Supply-Chain-Lösungen. Das Geschäft von Kion wird derzeit hauptsächlich vom zunehmen Online-Handel getrieben. Die Menschen bestellen Jahr für Jahr mehr Produkte über Online-Shops wie Amazon. Das führt zu einer stetig wachsenden Anzahl an Logistik-Zentren, die immer stärker automatisiert sind. Kion hat fortschrittliche Lösungen für nahezu komplett automatisierte Warenlager.

Beide Aktien LVMH und Kion sind in meinem Depot gelandet, weil sie in den Trendstabilitätsranglisten auf Rang 1 beziehungsweise Rang 2 stehen. Die Aktie von Aurubis war am Montag auf Rang Nr. 3 abgerutscht und deswegen musste ich sie verkaufen.  Verantwortlich für das Abrutschen von Aurubis in der Trendstabilitäts-Rangliste war vermutlich die Verkaufsempfehlung von Morgan Stanley, die am 04.08. von der Nachrichten-Agentur dpa-AFX  gemeldet wurde. Zumindest ging der Kurs der Aurubis-Aktie nahezu zeitlich mit der Kursziel-54-€-Studie von Morgan Stanley in eine scharfe Korrekturbewegung über.

Die Märkte sind heute auf dem Rückwärtsgang. In den Marktberichten lese ich, dass dafür die zunehmenden Spannungen zwischen Nordkorea und den USA verantwortlich gemacht werden. In solchen Zeiten bin ich froh, einzig nach System zu agieren. Wenn die Märkte, die ich handle, unter ihren GD 200 fallen, dann springt die Marktampel auf rot und ich werde keine weiteren Aktien zukaufen. Solange sich die Märkte trotz politischer Unsicherheiten über dem GD 200 halten können, ist nach der Systemlogik alles in Ordnung. Und wer weiß, ich habe schon in meiner Börsenkarriere erlebt, dass politische Unsicherheiten von einem Tag auf den anderen verschwunden waren.

Wie Sie wissen, liebe Leser, bilde ich das Trendfolge-Portfoliokonzept mit einem 100.000 € Realgeld-Depot bei meiner Volksbank ab. Die folgenden Screenshots zeigen die Transaktionen, denen Sie die genauen Ausführungskurse entnehmen können:


Viel Erfolg wünscht
Ihr Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Trading-System

Discount 260 2018/06: Basiswert LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton S.E.

DGX1PX / DE000DGX1PX8 // Quelle: DZ BANK: Geld 20.09. 09:15:39, Brief 20.09. 09:15:39
221,32
Geld in EUR
221,40
Brief in EUR
-0,26%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 229,55 EUR
Quelle: Euronext Par, 09:00:39
  • Max Rendite 17,43%
  • Max Rendite in % p.a. 23,78% p.a.
  • Discount in % 3,55%
  • Cap 260,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % 13,27%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

Liebe Trader,

ich befinde mich nach wir vor in der Depotaufbauphase. Eine weitere Aktie kommt hinzu. Gemäß dem Regelwerk sortiere ich die 3 Indizes DAX, MDAX und EuroStoxx 50 nach ihrem Abstand zum GD 200. Das sind die Ergebnisse:

- MDAX ist 7,21 % über dem GD 200
- Euro Stoxx 50 ist 3,77 % über dem GD 200
- DAX ist 2,87 % über dem GD 200

Gemäß dem Regelwerk muss ich nun die trendstabilste Aktie aus dem Euro Stoxx 50 hinzukaufen. Anders als ursprünglich gedacht, wird die Entscheidung daher nicht auf die Allianz fallen. Ich sortiere nun den Euro Stoxx 50 absteigend nach den trendstabilsten Aktien

  1. LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton
  2. ING Groep
  3. Banco Bilbao
  4. Banca Santander
  5. Société Générale


Die trendstabilste Aktie ist LVMH. Diese Aktie werde ich neu in mein Trendfolge-Depot kaufen!

Zudem gibt es eine weitere Umschichtung. Im MDAX sieht die Rangliste der trendstabilsten Aktien folgendermaßen aus:

  1. Fraport
  2. Kion
  3. Aurubis


Gemäß dem Regelwerk muss ich die Aurubis-Aktie nun zum Verkauf stellen und an ihrer statt die Aktie von Kion kaufen.

Ich melde mich morgen mit Details!

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Trading-System

LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton S.E.

853292 / FR0000121014 // Quelle: Euronext Par: 09:00:39
229,55 EUR
Kurs
-0,20%
Diff. Vortag in %
147,95 EUR
52 Wochen Tief
239,65 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Trader,

ich freue mich auf den nächsten Umschichtungstermin am Montag. Dann wird das Trendfolge-Regelwerk mir den nächsten Kauf vorgeben. So wie es aussieht werde ich am Montag als neuen Wert die Aktie der Allianz beziehungsweise ein Derivat auf die Allianz in mein Depot aufnehmen. Darauf deutet zumindest die aktuelle Rangliste hin, die alle Aktien im DAX absteigend nach dem Trendstabilitäts-Indikator ordnet.

Die Allianz-Aktie führt in dieser Rangliste derzeit mit einem Trendstabilitätswert von 13,50 knapp gefolgt von der Commerzbank-Aktie mit einem Trendstabilitätswert von 13,10.

Ich mag diese regelbasierten Depotkonzepte. Es ist ein wenig so als ob alle zwei Wochen Weihnachten wäre und ich voller Vorfreude auf meine Geschenke wartete. An der Börse bekomme ich zwar keine Geschenke, aber zumindest habe ich immer die angenehme Vorfreude am Umschichtungstag zu erfahren, welche Aktie neu in mein Depot hinzukommt. Regeln haben den Vorteil, dass die ganzen Emotionen und Unsicherheiten bei der Entscheidungsfindung wegfallen. Sobald ich mich einmal dazu entschieden habe, ein regelbasiertes Portfolio-Konzept umzusetzen, kann ich die Algorithmen für mich arbeiten lassen und ich selbst bin in der angenehmen Rolle des Zuschauers.

Wie Sie wissen befinden sich derzeit in meinem realen 100.000-€-Depot, das ich gemäß dem Regelwerk führen, derzeit 2 Positionen. Fraport und Aurubis. Als das Regelwerk mir vorgab, Aurubis kaufen zu müssen, verwies ich in meinem Kommentar bereits auf das Spannungsverhältnis des Kurses zu den Analystenmeinungen. Die Aktie von Aurubis läuft seit Wochen stabil nach oben. Verschiedene große Analystenhäuser sprechen für den Titel jedoch regelmäßig Kursziele aus, die deutlich unterhalb des aktuellen Kurses liegen.

Heute (am 04.08.) kam eine Analysteneinschätzung von Morgan Stanley. Der zuständige Analyst von Morgan Stanley, Reinout Goossens, hält die Aktie von Aurubis für überbewertet und gibt als Kursziel 54 € aus. Um die aktuellen Bewertung zu rechtfertigen, müsse Aurubis seiner Meinung nach, ein operativen Ergebnis in einer Größenordnung von 30 % bis 50 % über den aktuellen Konsensprognosen melden. Peng, das hat gesessen. Börsianer zeigten sich nach dieser Einschätzung von Morgan Stanley verunsichert. Die Aktie verliert aktuell -1,71 % und notiert bei 72,11 €.

Am Montag werde ich nun die Trendstabilitäts-Ranglisten als Maßstab dafür nehmen, welcher Wert neu in mein Depot kommt. Es sieht so aus, dass das Regelwerk die Allianz-Aktie auswählen wird. Ich wäre sehr zufrieden damit, wenn es so sein sollte, denn mir persönlich gefällt bei der Allianz die hohe Dividendenrendite von über 4 % und das sehr stabile Kursverhalten. Ich werde sofort nach meinem Kauf im Blog bei dzbank-derivate.de darüber berichten.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger

Übersicht      Depot      Tradingsystem

Aurubis AG

676650 / DE0006766504 // Quelle: Xetra: 17:35:30
73,65 EUR
Kurs
--
Diff. Vortag in %
46,070 EUR
52 Wochen Tief
79,29 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Trader,

mein reales 100.000 € Trendfolge-Depot hatte einen glücklichen Start. Die Trading-Position auf Fraport ist 11,63 % im Plus. Die Trading-Position auf Aurubis notiert 3,58 % im Plus. Ich bin lange genug im Geschäft, um diesbezüglich von einem glücklichen Start zu sprechen und nicht in Lobeshymnen über das regelbasierte Trendfolge-Konzept zu verfallen.

Trendfolge-Konzepte zeigten am deutschen Markt, unseren empirischen Untersuchungen zufolge, langfristig überragende Erfolge. Ich werde in einem meiner nächste Beiträge dazu auch konkrete Portfolio-Auswertungen von uns veröffentlichen. Aber kurzfristig kann viel schiefgehen, wenn der Gesamtmarkt nicht mitmacht oder wenn schlechte Nachrichten zu einer Aktie veröffentlicht werden, so dass ich mich in diesem Moment einfach für eine Sekunde zurücklehne und mich über die gute Entwicklung freue.

Natürlich ist es auch so, dass das Funktionieren eines Systems in der Vergangenheit keine Garantie für das Funktionieren in der Zukunft darstellt. Ich würde niemals einem Portfolio-Konzept vertrauen, dessen sachlogische Fundierung ich nicht verstehe. Bei Trendfolge-Konzepten finde ich, dass die Sachlogik gegeben ist. Nach meinen persönlichen Beobachtungen des Wirtschaftslebens bin ich zu der festen Überzeugung gelangt, dass wirtschaftlich erfolgreiche Firmen dazu tendieren, wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben. Als Trendfolge-Trader folge ich somit den Spuren des wirtschaftlichen Erfolges. Das ist die Sachlogik.

Nächsten Montag findet erneut ein Umschichtungstermin statt. Dann werde ich auf Basis der Ranglisten mit dem Trendstabilitäts-Indikator eine weitere Position bestimmen, die zugekauft wird. Das Regelwerk ist bei diesem Depot-Event so gestaltet, dass ich keine persönlichen Entscheidungsspielräume habe. Ich bin also lediglich der Mann, der die Kauforder für den entsprechenden Wert bei meiner Volksbank platziert, die das System mit vorgegeben hat.

Aus dem MDAX befinden sich derzeit 2 Aktien in meinem Depot. Der DAX ist derzeit gemessen am Abstand zum GD 200 stärker als der EuroStoxx 50. Das bedeutet, dass mein nächster Kauf voraussichtlich ein DAX-Wert sein wird. Und zwar derjenige mit der höchsten Trendstabilität.

Derzeit zeigt unser Ranglistensystem folgende Werte:

  1. Allianz, Trendstabilität von 14
  2. Commerzbank, Trendstabilität von 12,50
  3. Deutsche Lufthansa, Trendstabilität von 12,10

Ich wäre sehr glücklich damit, wenn am Montag das Regelwerk vorgibt, dass ich die Allianz-Aktie kaufen muss. Mir persönlich gefällt der Versicherungssektor derzeit sehr gut. Auf Basis des letzten Geschäftsjahres ergibt sich eine Dividendenrendite von 4,1 %. Zudem hat mir der China-Ausblick des Versicherers gut gefallen. In China prognostiziert die Allianz im Versicherungssektor jährliche Wachstumsraten in Höhe von 14 % von 2017 bis 2027. Das ist eine Kombination, die mir persönliche sehr gut gefällt: Attraktive Dividendenrendite und Wachstumsfantasie!

Aber wie gesagt, einzig das Regelwerk entscheidet über die neue Depotaufnahme. Ich bin gespannt welche Aktie es sein wird.

Viele Grüße
Ihr Simon Betschinger