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Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Schneider Electric, die sich in der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX50 derzeit auf Rang 8 befindet. Der französische Mischkonzern gehört bei den europäischen Big-Caps zu den interessantesten Turnaround-Storys der vergangenen Jahre. Unter der Ägide des seit 2006 amtierenden Vorstandschefs Jean-Pascal Tricoire hat sich Schneider Electric von einem Elektronik-Hersteller zu einem modernen Technologiekonzern mit Fokus auf chancenreiche Wachstumsfelder rund um die Bereich Industrieautomation und Energieeffizienz gewandelt.

Schneider Electric überzeugt trotz mit starken Q3-Zahlen und hakt Pandemiejahr endgültig ab!

Dies macht sich für Schneider Electric bezahlt, was die zuletzt vorgelegten Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. So kletterten die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um satte 11,8% auf 7,2 Mrd. Euro, womit man nicht nur deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten gelegen hatte. Dank zweistelliger Umsatzzuwächse in den Kernmärkten USA, Europa und Asien konnte Schneider Electric den durch die Coronavirus-Pandemie in 2020 verursachten Einbruch im operativen Geschäft mittlerweile abhaken, zumal man in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 ein deutliches Umsatzplus von 7% vorzuweisen hatte.

Energy Management Solutions verzeichnet deutliche Zuwächse – Industrieautomation legt zu!

Maßgeblichen Anteil am starken Abschneiden bei Schneider Electric hatte vor allem das Segment Energy Management Solutions, dass in Q3 erneut mit einem organischen Umsatzplus von 9,4% sehr starke Zuwächse zu verzeichnen hatte. Angesichts weiter anziehender Strom- und Energiepreise und der Bepreisung von klimaschädlichen CO2-Emissionen stehen Themen wie Umweltschutz sowie eine nachhaltige Reduktion des Energieverbrauchs bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Besonders gefragt sind Cloud-basierte IoT-Software-Suites wie das Flaggschiff-Produkt EcoStruxure. Damit lässt sich sowohl der Energieverbrauch als auch der Ausstoß klimaschädlicher CO2-Emissionen bei Maschinen, Industrieanlagen, Rechenzentren sowie bei der Bewirtschaftung von Gebäuden um bis zu 30% senken. Das ist nicht nur gut fürs Öko-Image, sondern ermöglicht auch signifikante Einsparungen auf der Kostenseite. Entsprechend bietet EcoStruxure die perfekte Ergänzung für das Kerngeschäftsfeld Industrie-Automation, das in Q3 dank der dynamischen Konjunkturerholung mit einem organischen Umsatzplus von 6,7% überzeugt hatte.

Positionierung im Zukunftsmarkt „Smart Buildings“ soll Ergebnis deutlich ankurbeln!

Dank der mehr als 2 Mrd. Euro schweren Übernahme von RIB Software ist man im Zukunftsmarkt für so genannte „Smart-Buildings“ gut aufgestellt, wobei man hier die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung bis hin zur nachhaltigen Bewirtschaftung von energieeffizienten Gebäuden abdeckt. Auch die knapp 400 Mio. Euro schwere Übernahme von IGE + XAO passt gut ins Gesamtkonzept. Denn der französische Software-Konzern liefert mit seiner breiten Auswahl bei Energy-Management-Solutions sowohl passende Lösungen für die Optimierung der Energiekosten bei Industrieanlagen als auch bei Wohngebäuden. Da die EU die Treibhausgas-Emissionen im Gebäudesektor, die für rund 36% der gesamten CO2-Emissionen stehen, durch die Förderung CO2-neutraler Baukonzepte im Rahmen der kürzlich verabschiedeten  Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) senken will, adressiert Schneider Electric einen vielversprechenden Wachstumsmarkt. Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Fortune Business Insights dürfte der Markt für „Smart Buildings“ in den kommenden Jahren durchschnittlich um 12,6% wachsen und bis 2026 ein Gesamtvolumen von knapp 109,5 Mrd. USD erreichen. 

Schneider Electric überzeugt bei Capital Markets Day mit optimistischer Jahresprognose!

Entsprechend optimistisch meldete sich zuletzt CEO Tricoire im Rahmen des jüngsten Capital Markets Day zu den mittelfristigen Planzielen zu Wort. So sollen die Erlöse im Zeitraum von 2022 bis 2024 organisch um 5 bis 8% zulegen, während die bereinigte operative Marge um 30 bis 70 Basispunkte p.a. gesteigert werden soll. In Verbindung mit den zuletzt getätigten Übernahmen und dem weiter forcierten Ausbau margenstarker Produktsegmente hat Schneider Electric gute Chancen, das obere Ende seiner mittelfristigen Planziele zu erreichen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

einen bedeutenden Erfolg hatte kürzlich der Biotechkonzern Evotec, der sich aktuell auf Rang 10 der Trendstabilitäts-Rangliste im TecDAX befindet, bei seiner Forschungs- und Entwicklungspipeline zu vermelden.

Evotec erhält vom Bund Förderung für Covid-19-Präparat!

Demnach wird Evotec vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ("BMBF") Zuschüsse in Höhe von insgesamt 7,5 Mio. Euro für die Entwicklung eines neuartigen Covid-19-Präparats erhalten. Der Wirkstoff mit der Bezeichnung EVT075 könnte eine Schlüsselrolle bei der Behandlung von Coronavirus-Patienten spielen, da das Molekül in der Lage ist, eine starke antivirale Immunantwort gegen die Covid-19-Infektion auszulösen. Bei einer frühzeitigen Behandlung mit EVT075 ließe sich die Virenlast bei Covid-19-Erkrankungen minimieren, was das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich verringert. Darauf deuten die Ergebnisse der von Evotec durchgeführten Versuchsreihen hin, wobei sich EVT075 laut Evotec bereits in mehreren präklinischen in-vitro-Studien als hoch wirksam erwiesen hat.

Evotec will Covid-19-Präparat in schnell in die klinische Testphase überführen!

Mit den von der Bundesregierung gewährten Fördermitteln verfügt Evotec über den notwendigen finanziellen Spielraum, um das Präparat in die Phase der klinischen Erprobung überführen zu können. Im Rahmen von klinischen Testreihen, an denen sowohl an Covid-19 erkrankte als auch gesunde Probanden teilnehmen, sollen zunächst belastbare Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie zur optimalen Dosierung von EVT075 erhoben werden. Verlaufen die klinischen Studien erfolgreich, wäre dies ein wichtiger Durchbruch für Evotec, zumal dies die Chancen erhöht, EVT075 gemeinsam mit einem kapitalkräftigen Partner aus der Pharma- oder Biotechbranche weiter zu entwickeln oder das Präparat gegen entsprechende Tantieme zu lizenzieren.

Co-Owned-Pipeline verspricht mittelfristig deutliches Wachstumspotential!

Die vom Bund gewährte Förderung zur Weiterentwicklung des Covid-19-Präparats belegt, dass Evotec über eine vielversprechende Pipeline mit zahlreichen interessanten Wirkstoff-Kandidaten verfügt. Strategisches Ziel von Evotec ist es daher, seine präklinischen Wirkstoff-Kandidaten gezielt weiterzuentwickeln und in Partnerprogramme zu überführen. Trotz hoher F&E-Ausgaben ein lohnendes Geschäft. Denn beim Erreichen bestimmter vordefinierter Entwicklungs-Ziele winken Evotec hohe Meilenstein-Zahlungen, während man bei einer Zulassung durch Umsatz-abhängige Vergütungen am Verkaufserfolg des Medikaments partizipiert. Da renommierte Schwergewichte wie Bayer, Boehringer-Ingelheim, Sanofi und Novo-Nordisk mit Evotec zusammenarbeiten, verspricht die Pipeline des Martinsrieder Biotech-Konzerns mit ihren mehr als 200 Wirkstoffen erhebliches Potential. Bis 2025 will Evotec einen Großteil dieser Wirkstoff-Kandidaten durch Partnerschaften mit Pharma- und Biotechherstellern monetarisieren und seine Co-owned-Pipeline auf über 150 Projekte erweitern. Dabei sollen mindestens 10 der Wirkstoffkandidaten die Klinische Phase-III erreichen, während man sich bei bis zu 5 Kandidaten eine Zulassung durch die zuständigen Gesundheitsbehörden erhofft. Gehen die Planungen von Evotec auf, dürften die zu erwartenden Meilenstein-Zahlungen das Konzernergebnis kräftig anschieben.

Starke Ergebnisentwicklung in Q3 – CEO Lanthaler mit Insiderkäufen im sechsstelligen Bereich!

Auch operativ läuft es bei Evotec rund. Aktuell profitiert man massiv von anziehenden F&E-Ausgaben vieler Schwergewichte aus der Biotech- und Pharmabranche, was Evotec in den ersten neun Monaten ein deutliches Umsatzplus von knapp 20% auf 431 Mio. Euro beschert hatte. Dass das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich um aufgrund hoher F&E-Ausgaben um 9% auf knapp 70,1 Mio. Euro zurückging, fällt kaum ins Gewicht. Denn Evotec hatte zuletzt mehrere neue Partnerschaften im Bereich Wirkstoffentwicklung zu vermelden. So wurde die Forschungsallianz mit dem Pharma-Multi Bristol-Myers-Squibb im Bereich Neurologie deutlich erweitert, wobei Evotec Vorauszahlungen in Höhe von rund 15 Mio. USD erhält. Auch Vorstandschef Peter Lanthaler scheint von den positiven Aussichten bei Evotec überzeugt. Dies belegen die jüngsten Insiderkäufe des langjährigen Konzernchefs im Gesamtvolumen von 342.000 Euro.  

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

mit einem Paukenschlag startete der Autobauer Daimler, der sich aktuell auf Rang 4 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX befindet, ins neue Jahr 2022! Mit der voll-elektrischen Coupe-Limousine „Vision EQXX“ präsentierte der Stuttgarter Premium-Hersteller eine viel beachtete neue Konzeptstudie, mit der man die Pole-Position im Premium-Elektroautosegment erobern will.

Daimler präsentiert mit dem EQXX neues Premium-Modell mit mehr als 1.000 KM Reichweite!

Der neue „Vision EQXX“ setzt nicht nur durch sportliches Design, der bekannt luxuriösen Innenausstattung und einem futuristisch gestalteten User-Interface, dass sich über die gesamte Cockpit-Breite erstreckt, neue Maßstäbe. Dank ausgeklügelter Thermomanagement-Lösungen, Leichtbaukomponenten und aerodynamischem Design schafft das neue Concept-Car aus dem Hause Mercedes-Benz im normalen Straßenverkehr mit nur einer Batterieladung mehr als 1.000 Kilometern. Zum Vergleich: Die meisten gängigen Serienmodelle hinken hier mit einer Reichweite von bis zu 600 KM deutlich hinterher. Damit ist das neue, knapp 1,8 Tonnen schwere Elektro-Modell aus dem Hause Mercedes-Benz laut Hersteller mit einem Wirkungsgrad von 95% nicht nur deutlich effizienter als vergleichbare E-Autos, sondern lässt auch herkömmliche Verbrenner-Modelle (Wirkungsgrad 30%) weit hinter sich.

Daimler zeigt Konkurrenz mit neuer Batteriezellen-Generation die Rücklichter!

Dass der neue EQXX der Konkurrenz buchstäblich meilenweit vorausfährt, hat man der neuen Lithium-Ionen-Batteriegeneration zu verdanken. Die im EQXX verbaute 100-KW-Kompakt-Batterie weist gegenüber herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus nicht nur eine höhere Energiedichte auf, sondern ist gleichzeitig mit einem Stromverbrauch von gerade einmal 10 KWh auf 100 Kilometer deutlich sparsamer. Unterstützt wird die neue Hochleistungs-Batteriezelle durch auf dem Fahrzeug-Dach integrierte Solarpanelen, die den EQXX auch während der Fahrt mit Energie versorgten und damit eine zusätzliche Reichweite von bis zu 25 KM ermöglichen. Dank der Kompakt-Bauweise ist der Platzbedarf für die neue Hochleistungs-Batteriezelle vergleichsweise gering, während das neue integrierte 900-Volt-System den Ladevorgang außerdem erheblich verkürzt. Damit eignet sich die neue Lithium-Ionen-Batterie perfekt für die neueste Generation von Stromer-Modellen des Stuttgarter Premium-Herstellers, zumal sich die neue Kompakt-Batterie mit geringen Modifikationen beispielsweise auch für Kleinwagen wie die neuen voll-elektrischen A-Klasse-Modelle verwenden lässt.

Neues Vision EQXX-Konzept senkt Entwicklungszeit und Herstellkosten!

Mit dem neuen Concept-Car setzt Daimler nicht nur in punkto Reichweite, Effizienz und Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. Gerade einmal 18 Monate benötigten die Designer und Ingenieure von Mercedes-Benz von der Konzeption bis zum Bau des serienreifen, neuen Prototyp-Modells. Ein Quantensprung, da nach Aussage von Daimler-Vorstand Markus Schäfer bislang vom Entwurf bis zur Realisierung des fertigen Modells ein Zeitraum von vier bis fünf Jahren üblich war. Daimler will daher das neue EQXX-Modellkonzept auch auf die Entwicklung neuer Stromer-Modelle übertragen, was in Verbindung mit der neuen E-Auto-Plattformstrategie Kosteneinsparungen in Milliarden-Höhe ermöglichen wird.

Daimler bereit für die Großoffensive auf Branchenprimus Tesla!

Dank des neuen Entwicklungs- und Produktionskonzepts hat Daimler gute Chancen, trotz milliardenschwerer Investitionen für die Umsetzung seiner E-Auto-Offensive auch weiterhin zweistellige operative Gewinnmargen einzufahren. Dank der mit Hochdruck vorangetriebenen Umstellung der Modellpalette kommt Konzernchef Ola Källenius seinem Ziel, zum führenden und gleichzeitig profitabelsten Premium-Hersteller aufzusteigen, ein gutes Stück näher. Da Daimler zuletzt mit Konzept-Modellen wie dem EQT, dem neuen S-Klasse-Coupe oder dem „Vision EQXX“ auch in punkto Design gegenüber der Konkurrenz deutlich aufgeholt hat, ist man bestens für den Großangriff auf Branchenprimus Tesla Motors gerüstet. Die kürzlich erfolgte Zulassung für das Serien-Luxus-Modell der S-Klasse für hochautomatisiertes Fahren (Level 3) durch das Kraftfahrt-Bundesamt zeigt, dass sich Daimler auch technologisch mindestens auf Augenhöhe mit seinem US-Erzrivalen befindet. Denn mit der Straßenzulassung der neuen S-Klasse für teil-autonomes Fahren auf dafür vorgesehenen Streckenabschnitten hat man gegenüber Tesla zumindest in Deutschland die Nase vorne!  

Viele Grüße

Simon Betschinger

 

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Liebe Leser,

aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Merck KGaA, die sich derzeit auf Rang 3 der Gesamtauswahl befindet. Mit einer Performance von +58 % ist die Aktie die drittbeste DAX-Aktie in den letzten 12 Monaten.

Der Darmstädter Life Sciences-Spezialist gilt dank seiner Expertise bei der Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen und antiviralen Präparaten als einer der gefragtesten Helfer im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Merck unterstützt Pharma- und Biotechunternehmen bei der Entwicklung neuer Covid-19-Impfstoffe und geeigneter Covid-19- Präparate nicht nur mit umfangreichem Know-How, modernstem Labortechnik-Equipment und AI-basierten Analytic-Plattformlösungen. Auch bei Verbrauchsmaterialien zur Herstellung von mRNA-basierten Covid-19-Vakzinen gehört Merck zu den führenden Anbietern. So beliefert man das Impfstoffkonsortium Pfizer/Biontech mit so genannten Lipiden, die dafür sorgen, dass die mRNA-basierten Impfstoffe in die Körperzellen gelangen. Da die Nachfrage bei Lipiden aufgrund von Booster-Impfungen zum Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf massiv anzieht, hat Merck seine Produktionskapazitäten seit Jahresbeginn um das 50fache erhöht. Auch qualitativ setzt man hier mit dem von der Merck-Tochter AmpTec entwickelten voll-synthetischen SAFC-Lipid neue Maßstäbe. Die neue Lipid-Generation zeichnet sich im Vergleich zu Konkurrenzprodukten durch einen sehr hohen Reinheitsgrad aus, womit man sich speziell bei der Massenherstellung von Covid-19-Impfstoffen bedeutende Wettbewerbsvorteile verschafft.

US-Großauftrag für Covid-19-Tests im dreistelligen Mio. Euro-Bereich!

Ähnlich gut positioniert ist Merck bei Materialien zur Herstellung von Schnelltests zum Nachweis hochansteckender und gefährlicher Erkrankungen. Hier beliefert man Diagnostika-Hersteller mit speziell entwickelten Lateral-Flow-Membranen, die aufgrund ihrer optimierten Eigenschaften nicht nur beim Nachweis von HIV, Thyphus oder Malaria, sondern auch bei einer Covid-19-Infektion verlässliche Ergebnisse garantieren. Da viele Staaten ihre Testkampagnen zur Eindämmung der Pandemie massiv ausweiten, zieht die Nachfrage bei den von Merck entwickelten Hi-Flow Plus Lateral-Flow-Membranen kräftig an. Erst kürzlich erhielt die Konzerntochter Millipore/Sigma von den zuständigen US-Gesundheitsbehörden einen Auftrag zur Erweiterung der Produktionskapazitäten am US-Standort in Wisconsin mit einem Gesamtvolumen von 121 Mio. Euro.

Starke Q3-Zahlen – Life Sciences und Speciality Materials mit zweistelligen Zuwächsen!

Die starke Nachfrage bei Verbrauchsmaterialien für Covid-19-Vakzine und Schnelltests bescherte Merck in Q3 erneut deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Mit einem Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn von 16,2% auf 1,6 Mrd. Euro und einem Erlösplus von 11,8% konnte Merck dabei die Konsenserwartungen deutlich übertreffen. Neben dem Life Sciences Segment (organisches Umsatzplus: 17,1%) überraschte auch die Konzernsparte Speciality Materials mit einem unerwartet deutlichen Umsatzanstieg von 10,2%. In diesem Segment profitiert man aktuell von höheren Absätzen bei Lösungsmitteln, Prozesschemikalien und -Gasen, die für die Chip- und Wafer-Produktion benötigt werden. Angesichts des aktuellen Chip-Booms rechnet Merck auch in den kommenden Quartalen mit zweistelligen Umsatzzuwächsen, zumal man hier mit neuentwickelten Produkten wie umweltfreundlichen Lösungsmitteln für foto-lithografische Prozesse auf große Resonanz stößt.

Merck überrascht mit Prognoseanhebung – Insiderkäufe im sechsstelligen Bereich!

Nach dem unerwartet starken Q3-Zahlenwerk revidierte Merck die Prognose für das Gesamtjahr erneut nach oben. So rechnet man nun mit einem bereinigten operativen Gewinn in der Spanne von 6,0 bis 6,3 Mrd. Euro (zuvor: 5,6 bis 6,0 Mrd. Euro), während die Umsatzerlöse um bis zu 15% (zuvor: 12 bis 14%) zulegen sollen. Angesichts der starken Wachstumsaussichten in den Kerngeschäftsfeldern Life Sciences und Speciality-Material dürfte Merck wohl mindestens das obere Ende der Prognosespanne erreichen.  Darauf deuten auch die jüngsten Insiderkäufe der seit Mai 2021 amtierenden Vorstandschefin Belén Garijo López hin, die Ende Dezember Anteilsscheine im Gesamtwert von 340.000 Euro erworben hatte.  

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die Hausse an den Agrarrohstoffmärkten sorgt aktuell für einen kräftigen Nachfrageschub bei Düngemitteln. Da viele Agrarunternehmen angesichts steigender Absatzpreise bei Getreide und anderen Agrarrohstoffen ihre Produktion massiv nach oben fahren, bieten sich für Kalidünger-Produzenten wie K+S, der sich aktuell in der Trendstabilitäts-Rangliste auf Rang 13 der Gesamtauswahl befindet, exzellente Aussichten.

Rekord-Preise bei Kalidünger schieben an - K+S überzeugt mit sehr starken Q3-Zahlen!

Der in Kassel ansässige Traditionskonzern gehört mit einer Jahresproduktion von rund 7,3 Millionen Tonnen zu den führenden Herstellern von Kali-Dünger in Europa. Aktuell profitiert K+S nicht nur von steigenden Düngemittel-Absätzen. Da das Angebot bei Kalidünger aufgrund der von der EU verhängten Exportsanktionen gegen Weißrussland weiter sinkt, ziehen die Preise für Kalidünger seit Jahresbeginn kräftig an, was K+S rekordhohe Margen beschert. Entsprechend konnte K+S im abgelaufenen Q3 erneut mit einem sehr starken Ergebnis aufwarten. Bei einem Umsatzanstieg von mehr als 34% verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) im Vorjahresvergleich überproportional um 47% auf 122 Mio. Euro, womit man die Konsenserwartungen übertreffen konnte.

Ausstieg aus dem Auftausalzgeschäft soll Margen mittelfristig weiter verbessern!

Angesichts der positiven Aussichten im Düngemittel-Geschäft will K+S dieses Segment mittelfristig durch neue Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Aussteigen will K+S hingegen aus dem saisonal abhängigen Geschäft mit Auftausalz, das in den vergangenen Jahren aufgrund der zuletzt eher milden Witterungsbedingungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Nachdem Ende 2020 erfolgten Verkauf der unter der Kernmarke Morton Salt gebündelten Auftausalz-Aktivitäten in Süd- und Nordamerika für umgerechnet rund 2,7 Mrd. Euro, will sich K+S im Zuge des eingeleiteten Konzernumbaus vollständig auf das Düngemittel- und Entsorgungsgeschäft fokussieren. Der Zeitpunkt für die Umsetzung dieses Vorhabens scheint günstig. Da die Nachfrage bei Auftausalz aufgrund des Wintereinbruchs in einigen Regionen in Zentral- und Osteuropa deutlich anzieht, kann K+S auch bei der geplanten Veräußerung seiner europäischen Salzsparte auf einen hohen Erlös hoffen. Gleiches gilt für die Salzsparte in Kanada, die ebenfalls zur Disposition steht. Dank der zu erwartenden Milliarden- Erlöse aus dem Verkauf der noch verbliebenen Geschäftsaktivitäten im Bereich Auftausalz hat K+S Spielraum für strategische Zukäufe im margenstarken Kerngeschäft, zumal die Konzernverschuldung nach dem Verkauf von Morton Salt deutlich reduziert werden konnte.

Ausbau des Entsorgungs-Geschäfts durch Remondis-Joint-Venture!

Im Zuge der geplanten Neuausrichtung der K+S-Gruppe fokussiert sich der Kasseler Traditionskonzern auch auf neue Segmente außerhalb des Kerngeschäfts. Neue Wachstumschancen verspricht man sich dabei insbesondere durch den Ausbau des Geschäfts zur Entsorgung und Endlagerung von besonders umweltgefährdenden Abfällen, wie beispielsweise Flugasche oder Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen. Da für die Endlagerung dieser Gefahrgut-Abfälle in Untertage-Deponien nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stehen, generiert man in diesem Randbereich hohe Margen. Gemeinsam mit der zum Entsorgungs-Konzern Remondis gehörenden Tochter Remex will K+S dieses Segment in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Da das Gemeinschaftsunternehmen eine marktführende Stellung in diesem Nischensegment einnimmt, zeigten sich die Kartellbehörden zunächst skeptisch, weshalb das Joint-Venture erst nach eingehender Prüfung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt wurde. Für K+S eröffnen sich damit neue Wachstumsperspektiven im Entsorgungsgeschäft, wobei man außerdem durch das Joint-Venture für 2021 einen positiven Einmaleffekt von 200 Mio. Euro verbuchen kann.

Jahresprognose deutlich angehoben - Rekordergebnis für 2022 angepeilt!

Nach dem starken Abschneiden im dritten Quartal revidierte K+S zuletzt seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben. Inklusive des Einmalertrags aus dem Entsorgungs-Joint-Venture mit Remex erwartet man nun einen bereinigten operativen Gewinn von rund 630 Mio. Euro, nachdem man hier zuvor einen operativen Gewinn in der Spanne von 500 bis 600 Mio. Euro in Aussicht gestellt hatte. Da die Düngemittelnachfrage weiter anzieht und auch die Kalidüngerpreise aufgrund der aktuellen Lieferengpässe immer neue Rekordhochs markieren, rechnet K+S für 2022 mit einer Fortsetzung der dynamischen Ergebnisentwicklung und peilt mit einem operativen Gewinn von mindestens 1 Mrd. Euro ein neues Rekordergebnis an.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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