Besser traden mit System - Der Blog

 

Liebe Leser,

ich diesem Blog bespreche ich ja regelmäßig die trendstabilsten Aktien aus den Indizes DAX, EURO STOXX 50 und MDAX. Es gibt derzeit nichts was uns Trader vom Hocker hauen müsste. Klar, wir haben stabile Trends bei den Immobilienaktien, aber wenn es um neue Technologien oder neue Geschäftskonzepte geht, herrscht derzeit gähnende Leere. Vielleicht sollten wir unser Anlageuniversum auch auf den US-Markt erweitern, denn hier gibt es jede Menge Firmen, die dem Markttrend trotzen und nach oben laufen.

Gerade eben kommt zum Beispiel für Tesla eine Kaufempfehlung von Jefferies mit Kursziel 460 USD rein. Tesla ist seit Wochen eine der Aktien am US-Markt, die den negativen Marktrend komplett ignoriert. Bei der Tesla-Story ist für mich so faszinierend, dass diese Firma hier im deutschsprachigen Raum meistens komplett voreingenommen kommentiert wird. Wenn man die deutsche Presse liest, könnte man meinen, Tesla würde es nicht hinbekommen Elektroautos zu bauen während die deutschen Autobauer ihre Massenproduktion schon längst nach oben gefahren hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Tesla produziert und liefert in Massen. Die deutschen Autohersteller versuchen derweil noch, die Produktion für die angekündigten Elektroauto-Modelle in Gang zu bringen. Aber beim Aufbau der neuen Lieferketten mit den Zulieferern gibt es offenbar massive Verzögerungen.

Als begeisterter Tesla-Aktionär hatte ich vor etwa einem halben Jahr die symbolische Champagner-Wette angeboten, dass Tesla Daimler beim Börsenwert bald überholen würde. Das ist nun passiert. Seit dieser Woche ist Tesla an der Börse erstmals wertvoller als Daimler. Die neuen Tesla-Modelle Model Y und der Pickup-Truck könnten 2019 Vorbestellungen im Wert von über 20 Mrd. USD auslösen. Die Börse feiert hier bereits den Aufbau der neuen Produktionslinien. An dieser Stelle möchte ich nun eine weitere These in den Raum stellen: Tesla könnte auch bald mit höheren Gewinnmargen arbeiten als Daimler. Vor wenigen Tagen äußerte Tesla gegenüber Morgan Stanley-Analysten, dass die Kosten für das Model 3 kontinuierlich fallen. Schon im dritten Quartal betrug die operative Gewinnmarge von Tesla über 6%. 2019 dürfte das erste Quartal mit über 10% operativer Gewinnmarge in den Büchern stehen.

Im Silicon Valley werden alle Geschäftskonzepte mit einer unglaublichen Konsequenz und dem Willen zur Skalierung gedacht. Tesla möchte die Welt mit Elektroautos überfluten und für dieses Ziel arbeiten Tesla-Mitarbeiter dann 60 bis 70 Stunden die Woche. Manchmal wünsche ich mir, dass wir mehr von diesem Willen zur Innovation auch in Deutschland hätten. Dann würden in den Trendstabilitäts-Ranglisten sicher auch wieder mehr spannende Storys auftauchen.

Welche Aktien befinden sich derzeit auf den oberen Plätzen der Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Merck KGaA, die aktuell auf Rang der Gesamtauswahl im DAX 30 zu finden ist. Der Darmstädter Traditionskonzern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem modernen Life-Sciences-Unternehmen gewandelt. Dank der Übernahme des US-Wettbewerbers Sigma-Aldrich gehört Merck KGaA zu den weltweit führenden Anbietern bei moderner Labortechnik und Analytik-Systeme, die von der Pharma- und Biotechbranche für die Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien benötigt werden. Im Kerngeschäftsfeld Pharma hat sich Merck vor allem auf Medikamente und Therapien zur Behandlung von Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes und Krebs spezialisiert. Im Onkologie-Segment arbeitet man dabei erfolgreich mit renommierten Partnern wie dem US-Konzern Pfizer zusammen Nach einem Übergangsjahr 2018 will Merck KGaA im neuen Jahr dank neuer Zulassungen im Pharmasegment und der Neuausrichtung im Geschäftsbereich mit Display-Materialien durchstarten und wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Die Analysten der Commerzbank haben zuletzt die Einstufung mit „Buy“ bestätigt und das Kursziel auf 111 Euro belassen.

Auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im EURO STOXX 50 vorgerückt ist die Aktie von Nokia. Der finnische Technologiekonzern hat sich nach der Trennung vom Smartphone-Geschäft auf den Bereich Netzwerktechnik fokussiert. Dies zahlt sich für Nokia aus, da man vom Upgrade-Zyklus der Mobilfunkbranche auf den neuen 5G-Standard profitiert. Als einer der technologisch führenden Anbieter für Hardware-Lösungen für den neuen High-Speed-Mobilfunk-Standard ist die Expertise von Nokia bei führenden Mobilfunkanbietern gefragt und beschert den Finnen zahlreiche Großaufträge. So erhielt Nokia zuletzt gemeinsam mit anderen Ausrüstern kürzlich mehrere bedeutende Aufträge von US-Carriern wie AT&T und Verizon. Auch in China ist Nokia dank seiner technologisch führenden Position ein gefragter Partner und unterzeichnete kürzlich mit den drei führenden chinesischen Mobilfunkanbietern China Unicom. China Mobile und China Telecom Rahmenverträge im Gesamtwert von umgerechnet 2 Mrd. Euro. Zuletzt hatten die Experten der Credit Suisse die Einstufung für Nokia mit "Buy" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 5,65 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trader,

es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich dem Börsengeschehen nähern kann. Man kann an der Börse als Trader oder als Investor agieren. Beides sind komplett unterschiedliche Disziplinen, die sich sowohl im praktischen Vorgehen als auch ihrer Philosophie unterscheiden. Ein Investor sieht die Aktie als Unternehmensbeteiligung und hat keinen Grund allein deswegen zu verkaufen, nur weil die Kurse einmal stark schwanken oder unter Druck sind. Ein Trader hingegen sieht in einer Aktie einen Spielball von Angebot und Nachfrage. Wenn das Interesse für eine Aktie niedrig ist und die Kurse fallen, wird ein Trader unter Umständen allein deswegen eine Aktie verkaufen.

Die erfolgreichsten Börsianer der Welt, die in den Reichenlisten ganz vorne stehen, sind Großteils Investoren, die für sehr lange Zeit in Aktien investieren. Thomas Russo zum Beispiel bleibt mit seinem Depot immer 100 % im Markt. Er versucht erst gar nicht, Marktschwankungen zu umgehen. Seine Ausrichtung ist langfristig. Nach jeder Baisse kommt irgendwann die neue Hausse lautet seine Philosophie. Man muss bei der Betrachtung hinzufügen, dass ab einer gewissen Depotsumme, Trading-Strategien gar nicht mehr möglich sind. Wer Milliarden von US-Dollar verwaltet, kann Positionen nicht mal einfach so auflösen, nur um dann wenige Tage später wieder reinzugehen.

Welche Strategie ist für private Börsianer besser geeignet? Meiner Erfahrung nach, tun sich private Anleger sehr schwer damit, die großen Drawdowns von Anlagestrategien zu verkraften. Selbst der breite amerikanische US-Markt mit dem Leitindex S&P 500 kann in Crashphasen gerne einmal 50 % korrigieren, so wie zuletzt 2008/2009. Wer sich als Investor betätigt, muss solche Kursrückgänge erst einmal aushalten können. Für die meisten privaten Anleger dürften daher Trading-Strategien zur Beimischung interessant sein, die wie hier bei diesem Trendfolge-Projekt mit einer Marktampel arbeiten. In guten Zeiten, wenn die Musik spielt, handelt man stabile Trends und in schlechten Zeiten, wenn die Märkte auf dem Rückzug sind, ist man weitgehend passiv.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Neu auf Rang 8 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet sich die Aktie von RWE. Der Energieversorger ist aufgrund seiner hohen Erzeugerkapazitäten bei Kohlekraftwerken in der Öffentlichkeit massiv in die Kritik geraten. Doch RWE steht im Zuge der anstehenden engen Verzahnung mit dem Wettbewerber E.ON vor einem grundlegenden Wandel hin zu einem der führenden Ökostromproduzenten in Europa. Im Zuge der Vereinbarung wird RWE die Ökostromaktivitäten von E.ON übernehmen und damit zum drittgrößten Anbieter von Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasserkraft in Europa aufsteigen. Geht der Deal wie geplant Mitte des kommenden Jahres über die Bühne, wird RWE 60% seines Betriebsgewinns mit ökologisch produziertem Strom verdienen. Im Gegenzug überlässt man E.ON den Stromvertrieb und das Netzgeschäft, wobei RWE außerdem eine rund 16%ige Beteiligung an E.ON erhält. Was RWE im aktuell schwierigen Börsenumfeld eine gewisse Stabilität verleiht, ist die recht stattliche Dividendenrendite von 3,6%. Die Experten von Analystenhaus Jefferis haben kürzlich ihr Votum mit „Buy“ und einem Kursziel von 24,60 Euro bestätigt.

Neu auf Rang 2 der Trendstabilitäts-Rangliste im DAX30 befindet sich die Aktie von Linde. Der Industriegasehersteller ist nach der Fusion mit dem US-Wettbewerber Praxair zum weltweit führenden Anbieter aufgerückt. Mit der Milliarden-Fusion, die lange Zeit unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Bedenken durch die US-Wettbewerbsbehörden stand, sichert man sich in wichtigen Kernmärkten wie Nordamerika und vor allem in China eine starke Marktposition. Hier locken neben der konjunkturell bedingt hohen Nachfrage nach Industriegasen aus der Industrie auch lukrative Großaufträge im Bereich Anlagenbau, dem zweiten großen Kerngeschäftsfeld von Linde. Kürzlich wurde der Konzern mit dem Aufbau der größten LNG-Anlage in China beauftragt. Nach der Aufnahme in den Stoxx Europe 50 sollte das institutionelle Interesse an der Aktie des neu formierten Industriegasehersteller weiter steigen. Die Experten der Exane BNP haben sich zuletzt positiv zu Linde geäußert und die Aktie mit der Einstufung " Outperform" bestätigt.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

ich möchte heute noch einmal über meinen Vortrag bei der Word of Trading sprechen. Wenn man heute im Jahr 2018 auf die langfristige Börsengeschichte zurückschaut, dann fällt auf, dass die Börsen immer und immer wieder von neuen Technologien und Innovationen beflügelt wurden. Die Erfindungen, die damals das Börsengeschehen bestimmten, wirken aus heutiger Sicht altbacken, aber damals war es der neueste Schrei. Ich nenne ein paar Beispiele:

1908 startete die Fließbandproduktion für das Automobil. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten sich nur reiche Menschen ein Auto leisten. Henry Ford gab auch der breiten Masse Mobilität und persönliche Freiheit. Ab 1920 war das Radio die angesagteste Konsumtechnologie, die jeder haben wollte. In Pittsburgh nahm die erste Radiostation ihren Betrieb auf. Die Musik kam von Grammophonplatten. Die Präsidentschaftswahlen 1920 wurden dann erstmals live im Radio übertragen. Ein technologischer Meilenstein, von dem wir heute noch profitieren, war der Start der Serienproduktion für Mikroprozessoren im Jahr 1971. Intel hatte die Technologie damals als erste Firma zur Marktreife geführt.

Innovationen gibt es nicht nur bei der Technologie, sondern auch bei Unternehmensprozessen. Firmen wie Wal-Mart oder Home Depot eroberten die Märkte, weil sie bekannte und bestehende Konzepte einfach um ein Vielfaches effizienter gestalteten als ihre Konkurrenten davor.

Vor allem im Immobiliensektor schreit es nach einer großen Revolution. Wir haben hier einen Markt, in dem die Nachfrage riesig ist, aber das Angebot klein. Die Menschen wollen mehr Wohnraum. Selbst Gutverdiener können sich in Städten wie München nur noch 60 oder 70 Quadratmeter leisten. Die bezahlbare Fläche wird immer kleiner. Irgendwann wird die deutsche Politik den Weg für Bauten in die Höhe freimachen müssen. Ich bin ja der Überzeugung, dass es in 20 Jahren riesige Hochbauten geben wird, die kleine Städte in der Stadt darstellen mit Wohnungen, Geschäften, Restaurants, Sporthallen und sogar Parkanlagen auf den Dächern.

Im realen 100.000 € Trendfolge-Depot bin ich über einen Endlos Turbo Long bei TAG Immobilien investiert. Aber auch generell dominieren in den Trendstabilitäts-Ranglisten die Immobilien-Aktien! Der Sektor ist weiterhin hot und es gibt wie oben beschrieben auch eine Perspektive für eine verstärkte Bauaktivität in den nächsten Jahrzehnten.

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Aroundtown, die sich aktuell auf Rang 3 der Gesamtauswahl befindet. Der Immobilienkonzern hat sich auf Gewerbeimmobilien in exklusiven Lagen spezialisiert und baut seine Positionierung konsequent durch Zukäufe aus. Dies macht strategisch Sinn, da die Mietpreise für Büro- und Hotelimmobilien in den Metropolregionen Europas seit Jahren kräftig zulegen. Schwerpunktmäßig fokussiert man sich auf deutsche Metropolen wie Frankfurt, Berlin oder München, ist aber auch in europäischen Großstädten vor allem bei Luxus-Hotelimmobilien wie dem Hilton-Komplex in London präsent. Dies bescherte Aroundtown in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres ein sattes Plus von knapp 46% beim operativen Ergebnis. Da man seinen Immobilienbestand im Jahresverlauf durch Zukäufe von Büro- und Hotelimmobilien im Gesamtwert von 2,4 Mrd. Euro ausgebaut hat, ist für die kommenden Quartale mit einer weiteren deutlichen Steigerung der Mieteinnahmen zu rechnen. Die Experten von Kepler Chevreux haben die Einstufung für Aroundtown zuletzt mit "Buy" bestätigt und das Kursziel auf 8,50 Euro belassen.

Auf Rang 6 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste vorgerückt ist die Aktie der Deutschen Wohnen. Der Wohnimmobilienkonzern ist mit seinen knapp 165.000 Wohneinheiten einer der Schwergewichte auf dem deutschen Markt. Man fokussiert sich schwerpunktmäßig auf Großstädte wie Berlin, Dresden und Leipzig und baut seinen Bestand hier durch gezielte Übernahmen sukzessive aus. Da die Mietpreise angesichts der angespannten Wohnungssituation in den Großstädten überdurchschnittlich stark zulegen, schlägt sich dies auch positiv beim Konzernergebnis nieder. Nach einem starken Verlauf in den ersten neun Monaten hob man zuletzt seine Jahresprognose beim operativen Gewinn leicht an. Die Experten der Commerzbank haben in diesem Zusammenhang ihr Kursziel von 47,50 Euro auf 49,00 Euro nach oben revidiert und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

am Freitag und Samstag hatte wieder einmal die World of Trading in Frankfurt stattgefunden. Am Stand von DZ Bank Derivate habe ich zwei Vorträge gehalten und über die Art und Weise gesprochen wie das Risiko bei einem Trendfolge-System am besten reduziert werden kann. Ich habe dabei unser Marktampel-System ausgehend von den Erfahrungen aus 120 Jahren Börsengeschichte hergeleitet.

Phasen mit wild schwankenden Aktienmärkten, in denen sich die Kurse halbieren und verdoppeln, nur um sich dann wieder zu halbieren, sind keine Seltenheit in der Geschichte der Kapitalmärkte. Im Zeitraum 1900 bis 1920 halbierte sich die Börse drei Mal. 1929 kam es dann zum größten Absturz der Börsengeschichte mit Kursverlusten von fast 90 % im Dow Jones bis ins Jahr 1932. Im Jahrzehnt ab 1970 sorgte die Ölkrise zwei Mal für heftige Kursverluste. Die jüngere Börsengeschichte ab 2000 dürfte allgemein bekannt sein. Die Marktampel in Form eines gleitenden Durchschnitts 200 hat uns zuverlässig vor den ganzen großen Verlusten geschützt. In Phasen stabil steigende Kurse wie ab den 1980er er Jahren kostete die Marktampel etwas Geld, weil es nach jedem Rücksetzer sofort wieder zu schnellen Erholungsphasen kam.

Insgesamt, so lautete mein Fazit bei dem Vortrag, macht es insbesondere bei Trendfolge-Konzepten Sinn, diese mit Marktampel-Systemen zu kombinieren. Denn als Trendfolger konzentrieren wir uns auf die führenden Aktien eines Bullenmarktes. Wir wollen nicht unbedingt gegen einen Markttrend Geld verdienen, aber wir wollen von einem positiven Marktumfeld überproportional profitieren. Wenn der Markt seine bullischen Kräfte verliert und die meisten Aktien auf dem Rückzug sind, bleibt ein Trendfolge-System mit Marktampel automatisch passiv am Seitenrand stehen.

Auf der World of Trading war die Stimmung in diesem Jahr nicht so ausgelassen wie sonst immer. Den meisten Tradern stand der heftige Markteinbruch ins Gesicht geschrieben. Ich habe mich mit vielen Anlegern und Tradern unterhalten und es gab eine Gemeinsamkeit, die mir sehr häufig aufgefallen ist. Die meisten Besucher der World of Trading sehen sich persönlich als Trader, agieren aber eher wie Investoren. Sie wissen zwar um Risiko-Managementkonzepte wie die Marktampel, haben diese dann aber nicht angewendet als es auf einmal Ernst wurde und der Markt in die Knie ging.

Was gibt es Neues in den Trendstabilitäts-Ranglisten?

Aufgefallen ist mir bei der Durchsicht der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Evotec, die aktuell auf Rang 7 der Gesamtauswahl rangiert. Der Biotechkonzern hat sich auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Verfahren spezialisiert, mit denen sich Erkrankungen behandeln lassen. Die Expertise des Biotechkonzerns bei Plattform-Lösungen, mit denen sich aussichtsreiche Wirkstoff-Kandidaten identifizieren und selektieren lassen, machen Evotec zu einem gefragten Partner für renommierte Unternehmen aus der Pharma- und Biotech-Industrie. So arbeitet Evotec bereits seit Jahren mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi bei der Entwicklung neuer Präparate zur Behandlung von Diabetes und im Bereich Immunonkologie zusammen. Zu den langjährigen Kooperationspartnern von Evotec gehören auch andere Schwergewichte wie Bayer oder der US-Biotechkonzern Celgene, mit denen der deutsche Biotechkonzern bei der Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung von Nierenleiden und so genannter neurodegenerativer Erkrankungen zusammenarbeitet. Zuletzt konnte Evotec dank hoher Vorauszahlungen und Meilensteinzahlungen in Zusammenhang mit dem Erreichen bestimmter Forschungsziele in Q3 mit einem starken Ergebnis überzeugen. Entsprechend optimistisch zeigten sich zuletzt die Analysten von Oddo BHF, die ihr Votum mit „Buy“ bestätigt hatten und weiterhin ein Kursziel von 26 Euro sehen.

Neu auf Rang 9 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste befindet sich aktuell die Aktie von QIAGEN. Der Biotechkonzern mit Sitz in den Niederlanden gilt als einer der führenden Anbieter von Verfahren, mit denen sich Erbinformationen des menschlichen Genoms schnell und sicher analysieren und auswerten lassen. Mit Gensequenzierungs-Systemen wie dem GeneReader liefert man die Basis zur Erforschung lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Krebs und die Grundlagen für individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnittene Behandlungsmethoden. Passend ergänzt wird das Portfolio durch Komplettlösungen zur Gewinnung wertvoller molekularer Erkenntnisse aus biologischen Proben und passenden Wissensdatenbanken, mit denen sich die gewonnenen Daten analysieren und auswerten lassen. Ein weiteres Kerngeschäftsfeld von QIAGEN sind Testverfahren, mit denen sich lebensbedrohliche Erkrankungen wie Tuberkulose oder Lungenkrebs schnell und sicher nachweisen lassen. Operativ läuft es bei QIAGEN ebenfalls rund, zumal man zuletzt nach starken Q3-Zahlen seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert hatte. Die Experten der Commerzbank haben das Kursziel für die Aktie kürzlich mit 32 Euro bestätigt und die Einstufung auf „Buy“ belassen.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

das Marktumfeld bleibt weiterhin äußerst lethargisch. Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China hängt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Entsprechend gespannt blicken die Investoren auf den Ende des Monats stattfindenden G20-Gipfel, im Rahmen dessen die USA und China über eine Beilegung des Handelskonflikt beraten werden. Sollte es auch hier zu keiner Einigung kommen, dürfte sich der Handelsstreit weiter verschärfen, zumal die USA in diesem Fall bereits im Dezember dieses Jahres weitere Schutzzölle auf chinesische Warenimporte erheben wollen.

Was gibt es Neues bei den Trendstabilitäts-Ranglisten?

MTU Aero Engines - Nachfrage aus der Luftfahrtbranche bleibt weiter hoch!

Stabil in einem schwierigen Marktumfeld kann sich aktuell MTU Aero Engines behaupten, wobei die Aktie aktuell auf Rang 5 der Gesamtauswahl der Trendstabilitäts-Rangliste zu finden ist. Der Spezialist für Triebwerkstechnik profitiert von der nach wie vor hohen Nachfrage bei Passagiermaschinen. Angesichts des weltweiten Touristik-Booms und günstiger Ticketpreise steigen die Fluggastzahlen kontinuierlich an. Daher bauen Fluggesellschaften ihre Kapazitäten weiter aus, wobei laut einer Studie des US-Flugzeugbauers Boeing allein in den kommenden beiden Dekaden mehr als 40.000 neue Passagiermaschinen benötigt werden. Alles in allem bieten sich damit gute Wachstumsaussichten für MTU Aero Engines, zumal man bei spritsparenden Triebwerkslösungen zu den führenden Anbietern gehört. Unter anderem liefert man die passenden Triebwerke für den Megaseller A320 NEO und ist auch beim US-Konkurrenten Boeing als Zulieferer mit von der Partie. Die Experten von Oddo BHF hatten erst kürzlich das Kursziel mit 220 Euro und der Einstufung "Buy" bestätigt.

Deutsche Börse - steigende Volatilität sorgt für gute Geschäfte

Die Deutsche Börse befindet sich aktuell auf Rang 2 der Gesamtauswahl bei der Trendstabilitäts-Rangliste. Das zuletzt sehr volatile Marktumfeld spielt dem Börsenbetreiber in die Hände, zumal die Handelsaktivitäten der Marktteilnehmer in derartigen Marktphasen erfahrungsgemäß deutlich zunehmen. Entsprechend werden die Handelsumsätze an den Präsenz- und Derivatebörsen weiter anziehen, was dem Börsenbetreiber im Kerngeschäft wie bereits im abgelaufenen Q3 starke Ergebnisse bescheren dürfte. Für Phantasie sorgt bei der Deutschen Börse der anstehende Brexit. Denn nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU wird der Großteil der Clearing-Aktivitäten bei Euro-denominierten Wertpapieren von London nach Frankfurt verlagert. Hiervon dürfte die Deutsche Börse-Tochter Eurex Clearing überdurchschnittlich stark profitieren, zumal man schon jetzt über einen Marktanteil von 10% in diesem Segment verfügt. Die starke Entwicklung im Kerngeschäft will die Deutsche Börse nutzen, um sich durch neue Produkte und Services breiter aufzustellen. In diesem Zusammenhang will man in den kommenden Jahren mehr als 270 Mio. Euro in neue Technologien rund um Big-Data-Analytics, Blockchain und das Cloud-Geschäft investieren. Dies sollte sich mittelfristig bezahlt machen, zumal man damit den Anteil bei höhermargigen Segmenten weiter ausbauen kann. In Verbindung mit den eingeleiteten Sparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen sollte die Deutsche Börse damit wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren können.  Die Experten der HSBC haben kürzlich die Einstufung mit "Buy" bestätigt und sehen weiterhin ein Kursziel von 135 Euro.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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