Traden Lernen Blog

 

Liebe Trendfolge-Trader,

ein Blick auf die bisherige Entwicklung meines Trendfolge-Depots zeigt eindrucksvoll, dass das Auswahlkriterium "Trendstabilität" als Trading-Strategie gerade für Bullenmärkte gut geeignet ist. Neben der zweimal wöchentlich erscheinenden Kolumne zum realen 100.000 € Trading-Depot werden wir Sie, liebe Leser, wöchentlich im „Trendfolge-Radar“ über die Aktivitäten in den Trendstabilitäts-Ranglisten auf dem Laufenden halten.

Im MDAX sticht Fraport mit einem Wert von 17,20 als trendstabilste Aktie heraus. Dass die Aktie des Flughafenbetreibers eine überdurchschnittlich hohe Trendstabilität aufweist, hat einen einfachen Grund. Denn dank der boomenden Touristikbranche steigt der Reiseverkehr kontinuierlich an und sorgt bei Flughafenbetreibern für steigende Passagierzahlen. Diese Entwicklung dürfte sich weiter fortsetzen, was eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Flughafenverbands eindrucksvoll belegt. Nach einem Passagierplus von 4,2% in 2017 an innerdeutschen Flughäfen dürften die Passagierzahlen im Jahresverlauf 2018 um erneut mehr als 5% anziehen, so die Einschätzung des Branchenverbands. Auch international sorgt die hohe Touristiknachfrage sowie der Geschäftsreiseverkehr vor allem aus Fernost bei den Airlines für steigende Passagierzahlen.

Fraport profitiert als einer der führenden Anbieter in Deutschland überproportional von dieser Entwicklung. Dies zeigen die zuletzt für den Monat Dezember veröffentlichten Passagierzahlen eindrucksvoll. Allein am Hauptflughafen Frankfurt verbuchte Fraport im Dezember ein Passagierplus von 7,3% auf 4,57 Millionen Fluggäste. Auch der konjunkturell bedingt anziehende Warenverkehr spielt dem Flughafenbetreiber in die Karten, wobei das Cargo-Aufkommen im Gesamtjahr 2017 am Flughafen Frankfurt um 3,8% auf 2,19 Millionen Tonnen anzog. International schnitt Fraport bei seinen mehrheitlich konsolidierten Flughafenbeteiligungen ebenfalls stark ab: Die Standorte Ljubljana (+15,4%), Varna (+81,3%), Burgas (+100%), St. Petersburg (+10,2%) , Lima (+12,5%) und der chinesische Flughafen Xi’an (+16,4%) konnten im Dezember jeweils neue Jahreshöchstwerte bei Passagieraufkommen erreichen. Als strategisch cleverer Schachzug erweist sich für Fraport die mittlerweile abgeschlossene Übernahme eines Flughafen-Portfolios in Griechenland. Denn die 14 griechischen Airports, die seit April 2017 neu konsolidiert sind, überzeugten im Dezember mit einem satten Passagierplus von 8,6%.

Im EuroStoxx50 belegt ASML mit einem Wert von 12,60 in punkto Trendstabilität den Spitzenplatz. Der auf Lithographie-Systeme spezialisierte Anbieter kann derzeit von der starken Nachfrage aus dem Halbleitersektor profitieren. Denn ASML ist einer der technologisch führenden Anbieter in diesem Segment und liefert Chip- und Halbleiterherstellern das passende Fertigung-Equipment. Da neue Trends rund um IoT, Elektromobilität, Cloud oder selbstfahrende Autos die Nachfrage nach neuen, leistungsfähigeren Halbleiterlösungen weiter befeuern, sind die Hersteller gezwungen, sich neue Lithographie-Systeme anzuschaffen, um für diese Megatrends die passenden Lösungen anbieten zu können. ASML kann entsprechend von höheren Produktabsätzen profitieren, was ein Blick auf die jüngst veröffentlichten Q4-Zahlen belegt. So kletterte der Umsatz im Schlussquartal von 1,9 auf 2,6 Mrd. Euro, während der Nettogewinn von 524 auf 644 Mio. Euro anzog.

ASML wird meiner Meinung nach auch in den kommenden Quartalen gute Aussichten haben. Denn ASML hat eine neue Generation von Lithographie-Systemen vorgestellt, die dank ultravioletter Strahlung eine schnellere und effizientere Produktion von Integrierten Schaltkreisen ermöglicht. Außerdem kann man mit dieser neuen Maschinengeneration signifikante Strukturverkleinerungen erzielen. Dies ist wichtig, da Elektronikbauteile möglichst kleine Abmessungen aufweisen müssen, um beispielsweise bei Smartphones oder bei Steuerungseinheiten im Automotive-Segment möglichst viele unterschiedliche Funktionen auf begrenztem Raum unterbringen zu können. Analysten der Credit Suisse trauen ASML in diesem Zusammenhang in den kommenden drei bis fünf Jahren ein überdurchschnittlich hohes Wachstum zu und haben ihr Kursziel nach den jüngsten Quartalszahlen von 180 auf 194 Euro angehoben.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Liebe Leser,

bei einem Blick auf den Chart des Dow Jones muss man kurz innehalten und überprüfen, ob man nicht versehentlich das Chartbild einer Kryptowährung aufgerufen hat. Der renommierteste Index der Welt geht in eine exponentielle Steigung über. Auch wenn es in westlichen Medien nicht so interpretiert wird, erleben wir gerade die ersten Wellen des Erfolges der Steuerreform von US-Präsident Trump. Zwei wesentliche Beobachtungen verleiten mich zu dieser Schlussfolgerung:
 

  1. Unternehmen nutzen die niedrigeren Steuern, um die Gehälter ihrer Angestellten zu erhöhen. Beispiel Walmart. Walmart ist der größte Einzelhändler der Welt und bislang war die Firma nicht unbedingt für gute Mitarbeiterbedingungen bekannt. Im Einzelhandel sind die Margen gering und jeder zusätzliche Dollar auf der Ausgabenseite kann weh tun. Dennoch gab Walmart letzte Woche bekannt, den Mindestlohn für mehr als eine Million Angestellten von 9 USD je Stunde auf 11 USD zu erhöhen. Das ist eine saftige Lohnerhöhung, die sich am Monatsende bei den Walmart-Mitarbeitern bemerkbar machen wird.
     
  2. Global agierende US-Konzerne investieren jetzt verstärkt direkt in den USA und holen ihre im Ausland geparkten Gelder wieder in die Heimat zurück. Apple-Chef Tim Cook sieht die Steuerreform als großen Gewinn für die US-Wirtschaft. Er glaubt, dass die Steuersenkungen zu neuen Jobs und einem schnelleren Wirtschaftswachstum führen würden. Der Apple-CEO lässt seinen Worten auch selbst Taten folgen. Apple hat 250 Mrd. USD im Ausland geparkt und will dieses Geld nun zu einem Großteil wieder zurückholen. Das wird voraussichtlich Steuerzahlungen in Höhe von 38 Mrd. USD auslösen. Zusätzlich plant Apple ein Investitionsprogramm in den USA in Höhe von 30 Milliarden Dollar.


An diesen beiden Beispielen wird deutlich, dass die liberalste Steuerreform seit vielen Jahrzehnten vermutlich exakt den positiven Effekt haben wird, den sich ihre Befürworter erhofft hatten. Das Kalkül von Trump geht auf. Die Aktienmärkte feiern die Steuerreform.

Für mich ist natürlich jetzt die naheliegende Frage wie der europäische Aktienmarkt mit dieser neuen Dominanz der US-Wirtschaft klarkommen wird. Seit gestern kommt der DAX erstmals wieder etwas in Schwung, obwohl der Euro weiter fast täglich anzieht. Ein starker Euro ist naturgemäß Gift für die deutsche Exportwirtschaft und verschlechtert die internationale Konkurrenzfähigkeit.

In meinem realen 100.000 € Trendstabilitäts-Depot gehe ich davon aus, dass dort automatisch die Aktien landen werden, die am besten mit den neuen wirtschaftlichen Verhältnissen und der Euro-Aufwertung klarkommen. Ich setze immer auf die trendstabilsten Aktien und die ganzen neuen Entwicklungen rund um US-Steuerreform und Wechselkurse werden in den Kursen der zahlreichen Aktien ja eingepreist. Diejenigen Aktien, die von der Euro-Aufwertung profitieren, werden vermutlich eher zu einem trendstabilen Verhalten tendieren als andere Titel, die darunter leiden.

Am Montag ist wieder Umschichtungstag. Dann werde ich die Trendstabilitäts-Ranglisten dahingehend überprüfen, ob ich Depotänderungen vornehmen muss. Im DAX wird es eine knappe Entscheidung, ob die Allianz im Depot verweilen darf. Sie liegt mit einer Trendstabilität von 11,30 derzeit gleichauf mit Infineon. Im MDAX wird vermutlich Wacker Chemie das Depot zu Gunsten von Fraport verlassen müssen. Fraport zeigt derzeit die höhere Trendstabilität. Ich würde dann bei Wacker Chemie vermutlich einen Gewinn in Höhe von 70 % mit dem Turbo-3-Zertifikat realisieren.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

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     Systematisch investieren mit unseren Themenwelten

Liebe Trendfolge-Trader,

gestern im Webinar habe ich das Regelwerk zu unserer Trendfolge-Strategie ausführlich vorgestellt. Die Aufzeichnung des Webinares stellen wir Ihnen, liebe Leser, in den nächsten Tagen hier auf dzbank-derivate.de bereit. Aus den zahlreichen Kommentaren während des Webinares habe ich entnommen, dass das Thema „Trendfolge-Trading“ sehr viele Börsianer begeistert. Es ist ein Konzept, dass einen sachlogischen Zusammenhang herstellt zwischen charttechnischen Aufwärtstrends und wirtschaftlich gut dastehenden Unternehmen. Es ist meiner Erfahrung nach wichtig, dass man die Sachlogik hinter einer Börsenstrategie kennt und ihre Philosophie teilt. Nur so schafft man es die Disziplin aufzubringen, an einer Strategie auch dann festzuhalten, wenn es einmal wieder schlechtere Börsenzeiten gibt.

Auf großes Interesse stießt auch unser Konzept der Marktampel, mit der wir das Ziel verfolgen, die großen Bärenmärkte mit hohen Cashbeständen zu meistern. Denn sobald der DAX unter dem GD 200 verweilt, werden keine neuen Aktien mehr ins Depot aufgenommen. Bestehende Positionen werden verkauft, sobald sie ihre Trendstabilität verlieren. Wenn der Markt wieder in eine Baissephase eintauchen sollte, würde wir damit automatisch Barbestände aufbauen und unseren Investitionsgrad reduzieren.

Mein Depotwert Vinci gehört zu den trendstabilsten Aktien im EuroStoxx50 und rangiert in punkto Trendstabilität mit einem Wert von 9,9 auf Rang 3 im Auswahlindex. Allein die Trendstabilität ist Grund für die Aufnahme in das Depot. Auch wenn fundamentale Daten keine Rolle bei der Depotzusammensetzung spielen, möchte ich Sie dennoch über interessante Entwicklungen meiner Depotwerte auf dem Laufenden halten.

Für Aufmerksamkeit sorgte in der vergangenen Woche das renommierte US-Analystenhaus Goldman Sachs, das das Kursziel für die Aktie leicht von 100 auf 102 Euro angehoben und die Einstufung mit "Conviction Buy" bestätigt hatte. Zur Begründung verwiesen die Experten auf die Auswirkungen der jüngst angekündigten Unternehmenssteuerreform in Frankreich, die Vinci bis 2021 dank niedrigerer Steuersätze höhere Gewinne bescheren sollte. Auch ohne diesen steuerlichen Effekt bietet Vinci eine interessante Story. Denn als einer der führenden Baukonzerne in Frankreich profitiert man von steigenden Infrastruktur-Investitionen. Hier konnte man im vergangenen Jahr den Zuschlag für einige Prestigeprojekte in Frankreich für sich verbuchen. Unter anderem zeichnet Vinci sich für den Bau von Bahnstationen, Tunnel und Umgehungsstraßen im Zuge des Großprojekts "Grand Paris" verantwortlich und erhielt Ende 2017 den Zuschlag für ein weiteres Großprojekt für den Bau eines neuen Streckenabschnitts für die Pariser Metro.

Als Betreiber von Flughäfen, Autobahnen und Eisenbahnverbindungen verfügt Vinci daneben über ein Geschäftsfeld, das vom anziehenden Verkehrs- und Reiseaufkommen profitieren kann und darüber hinaus dank der Mauteinnahmen und meist fixen Gebühren für den Betrieb von Flughäfen einen deutlich weniger zyklischen Charakter als das Kerngeschäftsfeld Construction aufweist. Entsprechend wurde dieses Segment in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut, wobei Vinci mittlerweile in Frankreich zum führenden Autobahn-Betreiber avanciert und mehr als ein Dutzend Flughäfen betreibt. International ist man vor allem als Airport-Betreiber in Erscheinung getreten, wobei man das weltweite Portfolio von 35 Flughäfen durch neue Konzessionen, vor allem in Brasilien und Russland, erweitern will.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

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Vinci S.A.

867475 / FR0000125486 //
Quelle: Euronext Par: 17:39:44
867475 FR0000125486 // Quelle: Euronext Par: 17:39:44
87,66 EUR
Kurs
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64,74 EUR
52 Wochen Tief
88,80 EUR
52 Wochen Hoch

Liebe Leser,

US-Präsident Trump ist wirtschaftspolitisch ein großes Kunststück geglückt. Die Steuersenkungen verbessern das Investitionsklima in den USA und gleichzeitig sorgt der schwache US-Dollar dafür, dass sich die Exportbedingungen für US-Unternehmen weiter verbessern. Beides geht eigentlich gar nicht, dachte ich. Ich dachte die anziehenden Direkt-Investitionen in den USA würden den Dollarkurs stärken. Aber davon ist nichts zu sehen. Die US-Wirtschaft befindet sich momentan in der besten aller Welten. Das ist toll für US-Aktionäre. Die Wall Street befindet sich auf der Siegerstraße und feiert die Wirtschaftsreformen Woche für Woche mit neuen Allzeithochs.

Der US-Einzelhandelsriese Wal Mart hat angekündigt, dank der Steuerreform die Stundenlöhne für seine Beschäftigten von 9 auf 11 USD zu erhöhen. Die Bevölkerung profitiert von den niedrigeren Steuern. Ich bin Diplom Volkswirt, liebe Leser, ich beobachte solche wirtschaftspolitischen Entscheidungen mit großem Interesse. Was Trump macht, ist der erste Versuch seit Jahrzehnten, über eine liberale Politik den Wohlstand der breiten Bevölkerung zu verbessern. Wenn es funktioniert, könnte das auch eine Blaupause für Deutschland und Europa sein.

Was für die US-Märkte toll ist, wirkt für die europäischen Aktien eher wie ein Bremsklotz. Man sieht das beim Vergleich des DAX mit dem Dow Jones. Während der Dow Jones wie an einer gerade Linie gezogen nach oben läuft, schafft es der DAX nicht mehr auf neue Hochs vorzustoßen.

Mein reales 100.000 € Trading-Depot schlägt sich stärker als der Gesamtmarkt. Das Regelwerk sorgt dafür, dass sich nur trendstabile Aktien im Depot befinden. Aktien, die sich trendstabil verhalten, profitieren meist vom aktuellen Umfeld. Der Lufthansa hilft zum Beispiel ein starker Euro, weil sie damit günstiger Kerosin importieren kann. Die Allianz profitiert derzeit von den wieder anziehenden Zinsmärkten. Endlich können die Floats wieder mit Zinsgewinnen angelegt werden. Lediglich der Baukonzern Vinci leidet gerade zusammen mit dem breiten, europäischen Aktienmarkt unter der Währungsentwicklung.

Wacker Chemie ist meine erfolgreichste Depotposition. Mein Turbo-Zertifikat ist +65,61 % im Plus. Und die positiven Nachrichten reißen nicht ab. Wacker Chemie ist noch mit 31 % an seiner ehemaligen Tochterfirma Siltronic beteiligt. Und heute gab es eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank für den Hersteller von Halbleiterwafern für die Chipindustrie.  Der zuständige Deutsche Bank Analyst stuft Siltronic auf „Buy“ mit Kursziel 155 €. Siltronic kann, während ich diese Zeilen schreibe, um über 5,5 % zulegen und Wacker Chemie schließt sich der Aufwärtsbewegung mit +2,2 % an.

Als Trader muss ich mit dem Umfeld leben, das mir die Märkte präsentieren und es macht keinen Sinn zu jammern. Dennoch habe ich leider die Befürchtungen, dass die europäischen Märkte keine großen Sprünge machen werden, solange der Euro weiter haussiert. Der deutsche Markt ist sehr von Exportfirmen dominiert und steigende Eurokurse bedeuten schwächere Exporteinnahmen. Es spielt dabei keine Rolle, dass der Export boomt. An den Aktienmärkten zählt kurzfristig nur die Veränderung der Erwartungen.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

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Liebe Trendfolge-Trader,

am Montag war wieder einmal Umschichtungs-Termin für mein Trendfolge-Depot. Wie Sie wissen, liebe Leser, agiere ich nach einem klaren Regelwerk, das für mich die Entscheidung trifft, welche Aktien ins Depot kommen. Ich mag das mittlerweile, denn ich kann mich entspannt zurücklehnen und das System, dem ich vertraue, trifft die Entscheidungen.

Vorweg: Heute wandert wieder einmal eine Aktie ins Depot, die ich selbst als diskretionärer Trader nicht mehr kaufen würde, weil sie schon zu gut gelaufen ist. Ähnlich wie bei Wacker Chemie vor einigen Wochen ja auch, wo ich jetzt mit meinem Turbo etwa 60 % im Plus bin, aber wo ich bei Eingang des Trades ein mulmiges Gefühl habe. Das Regelwerk zwingt mich also in die zweittrendstabilste Aktie im MDAX einzusteigen und vermutlich ist das auch gut so.

Zunächst einmal ein Wort zu den neuen Umschichtungen. Maßgeblich für die neue Depotzusammensetzung sind die Trendstabilitäts-Ranglisten am Montag. Im DAX hat sich die Aktie der Allianz gerade einmal auf Ranglisten-Platz Nr. 3 gerettet. Sie bleibt damit im Depot. Im Euro Stoxx 50 ergibt sich ebenfalls keine Änderung. Meine Depotwerte Vinci und LVMH nehmen weiterhin die ersten beiden Ranglisten-Plätze in Beschlag. Lediglich im MDAX muss Ströer das Depot wieder verlassen und stattdessen wird Rheinmetall neu aufgenommen.

Ich tätigte gestern also bei meiner Volksbank folgende Transaktionen, um die Vorgaben des Regelwerks umzusetzen:


Wie oben schon geschrieben, kaufte ich Rheinmetall neu ins Depot. Ich habe dann gestern Abend Artikel und Nachrichten zur Rheinmetall-Aktie gelesen. Fundamentale Einschätzungen spielen absolut keine Rolle bei der Depotzusammensetzung. Ich informiere mich aus persönlicher Neugier.

Rheinmetall gilt, so finde ich heraus, als einer der großen Profiteure steigender Rüstungsausgaben vieler NATO-Staaten, die ihr Ausgabenbudget für den Verteidigungssektor mittelfristig auf 2% anheben wollen. Auch Deutschland soll den Verteidigungsetat nach dem Willen der Unions-Fraktionen in den kommenden Jahren auf dieses Niveau anheben. Rheinmetall als Haus- und Hoflieferant der Bundeswehr dürften damit in den kommenden Jahren weitere lukrative Großaufträge winken. Schon im vergangenen Jahr konnte man in diesem Zusammenhang einige bedeutende Ordereingänge, wie beispielsweise einen Großauftrag über die Lieferung von 2.300 LKW sowie die Modernisierung von Leopard-II-Pantern, verbuchen. Auch das Geschäft mit den ausländischen Partnern des NATO-Verteidigungsbündnisses sollte weiter anziehen, zumal Rheinmetall in vielen Segmenten zu den technologisch führenden Anbietern gehört. Unter anderem wurde man in diesem Zusammenhang mit der Lieferung von Luftabwehrsystemen sowie der Modernisierung von Kampfpanzern beauftragt.

Analysten billigen Rheinmetall vor dem Hintergrund der zu erwartenden dynamischen Auftragsentwicklung im Defense-Segment deutliches Kurspotential zu. Unter anderem meldeten sich heute die Experten der UBS mit einem Buy-Rating zu Rheinmetall zu Wort und hoben dabei das Kursziel von 105 deutlich auf 130 Euro an. Angesichts des deutlich gestiegenen Auftragseingangs im Defense-Segment (+52% in Q3) und dem positiven Umfeld für den gesamten Defense-Sektor sollte sich diese Entwicklung auch in den kommenden Quartalen weiter fortsetzen. Entsprechend sollte sich die Gewinnentwicklung bei Rheinmetall dynamischer gestalten, zumal der Konzern schon jetzt für das Fiskaljahr 2017 eine operative Marge leicht über dem bislang angepeilten Zielwert von 6,5% in Aussicht stellt.

Viele Grüße
Simon Betschinger
 

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Rheinmetall AG

703000 / DE0007030009 //
Quelle: Xetra: 17:35:32
703000 DE0007030009 // Quelle: Xetra: 17:35:32
114,70 EUR
Kurs
1,46%
Diff. Vortag in %
66,59 EUR
52 Wochen Tief
115,00 EUR
52 Wochen Hoch