Besser Traden mit System - Der Blog

  • Der Blog hilft Ihnen, immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. In Wochenberichten und Kommentaren berichtet Simon Betschinger von aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten und lässt Sie auch an seinen persönlichen Einschätzungen teilhaben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei, um immer up to date zu sein!


 

Liebe Leser,

der Aktienmarkt ist wieder im Panik-Modus. Zu Recht. Wir haben bei TraderFox in unseren Trading-Depots die Cashquoten auf etwa 70% nach oben gefahren und halten nur noch Aktien von Firmen, die mit ihren Geschäftsmodellen den Menschen in der Pandemie helfen können.

Ein zweiter Lockdown würde vielen Wirtschaftsakteuren das Genick brechen. Zweitrunden-Effekte spielen nun eine wichtige Rolle. Der Einzelhändler, der seit vielen Monaten keine Miete bezahlt, bedroht nun auch die Existenz des Immobilien-Besitzers. Industrie-Firmen, die leere Auftragsbücher haben, stornieren oder verschieben nun ihre IT-Projekte. SAP und Cancom musste schwache Ausblicke melden.

Wie letzte Woche geschrieben: Cash ist King! Es gibt wenige Titel, die als Long-Position interessant sind. Qiagen gehört dazu. Aber es ist kein Selbstläufer mehr. Auch bei den COVID-19-Tests werden bald Produktions-Überkapazitäten aufgebaut sein. Die Chance bei Qiagen ist, dass man zu den Technologieführern gehört und von einer Modernisierung der gesamten Test-Labor-Ausstattung profitieren kann.

QIAGEN liefert das passende Equipment zur Durchführung von COVID-Massentests!

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von QIAGEN, die sich derzeit auf Rang 6 der Gesamtauswahl befindet. Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Wochen weltweit dramatisch an, was eine zweite Coronavirus-Welle mit einem weiteren flächendeckenden Lockdown immer wahrscheinlicher macht. Um die Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung möglichst schnell einzudämmen, setzen viele Staaten auf eine die Durchführung flächendeckender Coronavirus-Tests. Passende Lösungen zum Nachweis der neuartigen Lungenerkrankung liefert der Gen-Diagnostik-Spezialist QIAGEN, der über eine breite Auswahl von Covid-19-Test-Kits verfügt.

Ziel sind schnelle Testergebnisse!

Mit dem erst Anfang Oktober vorgestellten Testkit QIAprep& Viral RNA UM lässt sich die Durchführung von PCR-Tests nicht nur erheblich vereinfachen und beschleunigen. Dank eines deutlich verbesserten Workflows lässt sich mit dem neuen PCR-Testkit die Auswertung von 3 Stunden bei herkömmlichen PCR-Tests auf 1 Stunde verkürzen, wobei im Schichtbetrieb bis zu 2.600 Proben pro Cycler verarbeitet werden können. Damit lassen sich Massentests in einem überschaubaren Zeitrahmen durchführen, zumal das neue Test-Kit von QIAGEN eine vergleichbare oder sogar höhere Erkennungsrate aufweist, als reguläre PCR-Workflows. Dieses neue Verfahren ist damit bestens geeignet, um Massentests bei großen Personengruppen schnell und effizient durchzuführen womit eine flächendeckende Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung verhindert werden kann.

Neuer portabler Schnelltest verspricht enormes Potential!

Auch bei portablen Schnelltests zum Nachweis von Covid-19 setzt QIAGEN mit einem Anfang September vorgestellten neuen QIAreach SARS-CoV-2 Antigentest neue Maßstäbe. Mit Hilfe des Schnelltest-Kits lässt sich eine Coronavirus-Infektion bereits nach 3 Minuten feststellen. Mit dem neuen Schnelltest-Verfahren lassen sich bis zu 30 Proben pro Stunde auswerten, womit sich das neue Test-Kit vor allem für den Einsatz an stark frequentierten Orten wie Flughäfen, Hotels, oder Sportstadien interessant macht Dadurch können infizierte Personen rasch isoliert werden, womit eine Ansteckung anderer Personen effizient vermieden werden kann. QIAGEN will dieses Schnelltestverfahren noch im vierten Quartal auf den Markt bringen und plant in diesem Zusammenhang die Einreichung einer Eilzulassung bei der zuständigen Gesundheitsbehörde in den USA und Europa.

Starke Q3-Ergebnisse - Kepler Chevreux bestätigt mit Buy!

Die starke Nachfrage nach Covid-19-Testkits bescherte QIAGEN zuletzt ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus in Q3. Mit einem Umsatzplus von knapp 26%, übertraf man sowohl die konzerneigenen Erwartungen von 16 bis 21% als auch die Analystenschätzungen. Auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie überzeugte man mit einem kräftigen Anstieg von 61% und lag damit am oberen Rand der Prognosespanne. Nach dem starken Abschneiden und der weiter dynamisch anziehenden Nachfrage nach Covid-19-Test revidierte QIAGEN im Anschluss seine Jahresziele nach oben und peilt nun ein Umsatzplus von 20% (zuvor: 15 bis 18%) an. Auch beim Konzernergebnis setzt man sich nun höhere Ziele, wobei der bereinigte Gewinn je Aktie um rund 45% auf 2,07 bis 2,09 USD (zuvor: 2,00 USD) zulegen soll. Die Analysten von Kepler Chevreux zeigten sich von dem besser als erwartet aufgefallenen Q3-Zahlenwerk beeindruckt und bestätigten ihre Einstufung mit "Buy", wobei das Kursziel auf 51 Euro belassen wurde.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

die Kraft der wirtschaftlichen Erholung wurde unterschätzt. Die Daimer-Q3-Zahlen sorgten bei all jenen für entsetztes Staunen, die zuvor den Aktienmarkt-Aufschwung verpasst hatten. Und das sind sehr viele Marktakteure. Vermögensverwalter und Family Offices schichteten ihre Kundendepots in hohe Cashbestände um und warnten ihre Mandanten vor dem totalen wirtschaftlichen Kollaps.

Das astronomisch starke Q3 in der Autobranche entlarvt diese Skepsis dann endgültig als Fehleinschätzung. Eine Fehleinschätzung die teuer war, denn wer das Potenzial der wirtschaftlichen Erholung im März und April nicht erkannte, verzichtete auf einen gewaltigen Renditeturbo. Bei TraderFox befindet sich zum Beispiel unser Trading-Depot USA seit Jahresanfang 50% im Plus, weil wir die irrationale Übertreibung im März und April als solche erkannten.

Der richtige Zeitpunkt für hohe Cashbestände

In den nächsten Wochen und Monaten bin ich vorsichtig. Es ist der richtige Zeitpunkt, um ein paar Gewinne einzusacken und mit genügend Munition an der Seitenlinie zu warten. Die erneuten regionalen Lockdowns und strenge Vorschriften machen das Leben für Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers zur Hölle. Wenn Politiker Solidarität fordern meinen sie meistens nicht die Solidarität mit den Einzelunternehmern. Gleichzeitig höre ich in der Branche, dass nun auch bei IT- und Softwareunternehmen eine wahrnehmbare Zurückhaltung bei der Projektvergabe einsetzt.

Aufgefallen ist mir bei Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Delivery Hero, die sich derzeit auf Rang 5 der Gesamtauswahl befindet. Der Food-Delivery-Spezialist profitiert vom "New Normal" in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Der Food-Delivery-Service-Anbieter ist ein typischer Profiteur des "New Normal" in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Viele Verbraucher verzichten aus Angst vor einer Ansteckung durch die neuartige Lungenerkrankung auf den Besuch von Gaststätten und Restaurants und lassen sich stattdessen ihre Lieblingsgerichte lieber nach Hause liefern. Mit täglich bis zu 4 Millionen ausgelieferten Gerichten avanciert Delivery Hero zu einem der beliebtesten Anbieter in diesem Segment. Dies macht Delivery Hero auch als Vertriebspartner für Restaurants und Gastronomiebetriebe attraktiv, die derzeit aufgrund der strikten Quarantäne-Bestimmungen händeringend nach neuen Absatzmöglichkeiten suchen. Mittlerweile haben sich weltweit mehr als 630.000 Restaurants und Gaststätten auf der Online-Plattform von Delivery Hero registriert, wobei man allein im abgelaufenen Q2 130.000 Neuzugänge zu verzeichnen hatte. Dies beschert Delivery Hero eine solide Umsatzbasis, da man an jeder Bestellung dank Umsatz-abhängiger Gebühren mitverdient.

Neues Segment Quick-Commerce eröffnet enormes Wachstumspotential!

Delivery Hero versteht es geschickt, sein gut ausgebautes Liefernetzwerk in Schlüsselmärkten wie Süd- und Osteuropa, dem Nahen Osten und Südostasien für neue, attraktive Lieferservice-Angebote zu nutzen. Seit Jahresbeginn ist Delivery Hero im Zukunftsmarkt Quick-Commerce präsent. Hier bietet man seinen Kunden die Möglichkeit, Lebensmittel, Hygiene- und Konsumartikel online zu bestellen und sich binnen weniger als 20 Minuten nach Hause liefern zu lassen. Ein Geschäftsmodell, dass gerade in Zeiten rasant ansteigender Neuinfektionszahlen enormes Wachstumspotential verspricht. Allein im abgelaufenen Q2 verzeichnete man hier gegenüber dem Vorquartal ein sattes Plus von 98% auf 10,5 Millionen Bestellungen. Delivery Hero will daher sein Angebot im Quick-Commerce-Segment deutlich erweitern. Angedacht sind neben rezeptfreien Medikamenten oder Blumen auch Supermarkt-Bestellungen, mit denen man seinen Nutzern gegen entsprechende Gebühren künftig auch eine Alternative zum Wochenendeinkauf anbieten möchte.

Strategischer Zukauf erschließt neue Märkte - RBC Capital sieht deutliches Aufwärtspotential!

Neben dem Ausbau der Quick-Commerce-Infrastruktur, setzt Delivery Hero in diesem schnell wachsenden Segment auch auf strategische Übernahmen. Hier wurde Ende August der im Nahen Osten und Nordafrika tätige Lebensmittel-Lieferdienst InstaShop übernommen, der mit einem Außenumsatz von knapp 300 Mio. USD zu den führenden Anbietern in dieser Region gehört. InstaShop konnte im abgelaufenen Q2 mit einem satten Erlösplus von 330% aufwarten und arbeitet außerdem operativ profitabel. Mit dem knapp 360 Mio. USD schweren Zukauf erschließt sich Delivery Hero neue attraktive Märkte wie Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Bahrain, denen man mittelfristig hohe Zuwachsraten bescheinigt. Der weiter forcierte Ausbau des Quick-Commerce-Segments sollte sich mittelfristig bezahlt machen. Denn laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) nutzen mittlerweile rund 31% der Mehrpersonenhaushalte Online-Händler und Lieferdienste für den Einkauf von Lebensmitteln.

Die Analysten von RBC Capital haben sich kürzlich optimistisch zu den weiteren Aussichten von Delivery Hero zu Wort gemeldet. Die Experten sehen Delivery Hero als ihren Favoriten im Megamarkt Food-Delivery-Services an und gehen nach dem starken Abschneiden in Q2 auch in der zweiten Jahreshälfte von einer Fortsetzung des dynamischen Umsatzwachstums aus.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Leser,

als Trader stelle ich Szenarien auf und teste, ob sie Wirklichkeit werden. Viele Börsianer verwechseln dieses Aufstellen von Thesen mit dem Wissen über die Zukunft. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, sie ist flüchtig und kaum greifbar. Wenn ich mit einem Szenario richtig liege, kann ich damit viel Geld verdienen. Weil ich nach dem Corona-Markteinbruch auf die V-Wende an den Aktienmärkten spekulierte, konnte ich dieses Jahr mein Trading-Depot um über 50% in die Höhe katapultieren.

Ein neues Szenario, das ich aufgestellt habe, ist der „Nasdaq-Biden-Bear-Case“. Es lautet folgendermaßen: Wenn Joe Biden neuer US-Präsident wird, dann preist der Markt Steuererhöhungen ein und die hoch bewertete Nasdaq-Aktien wie Apple werden auf Talfahrt geschickt. Apple wird mit einem 40er-KGV bewertet. Wenn diese hohe Bewertung auf sinkende Nettogewinne trifft (wegen der Steuern), könnte das der Startschuss zu einer größeren Korrektur sein.

Wie gehe ich vor? Wenn zwei Tage vor den US-Wahl die Umfragewerte immer noch deutlich zu Gunsten von Joe Biden ausfallen, werde ich vermutlich eine Shortposition auf Apple eröffnen. Wenn die Umfragewerte nur leicht gegen Trump sprechen, dann denke ich, dass Trump die Wahl gewinnen wird und ich verzichte auf diese Short-Spekulation.

Dreht die Daimler-Aktie nach der V-förmigen Erholung nun wieder nach unten?

Hier im DZ Bank Blog schreibe ich zwei Beiträge in der Woche. Ich kann sie, liebe Leser, immer nur an Bruchstücken meiner Gedanken teilhaben lassen. Meine Aussagen haben darum keine unbegrenzte Laufzeit. Es kann sein, dass die Welt nach zwei Handelstagen schon wieder komplett anders aussieht. Meine Hinweise zu Aktien sind darum niemals als Empfehlungen zu verstehen. Ich gebe keine Empfehlungen. Ich bin hier lediglich ein Journalist, der seine Gedanken teilt.

Vorhin habe ich zum Beispiel, als Daimler bei +3,5% stand, eine Shortposition auf die Aktie über den Mini Future der DZ Bank mit der WKN DD420Q eröffnet. Ich kaufte 10.000 Stück zu 1,59 € in Stuttgart. Daimler hat gute Zahlen für das dritte Quartal gemeldet. Die guten Zahlen liefern im Nachhinein eine plausible Erklärung für die V-förmige Erholung, die die meisten Börsianer nur vom Seitenrand aus mit einem Staunen verfolgten. Ich teste mit dieser Shortposition nun an, ob der Markt angesichts steigender COVID-19-Infektionszahlen nun einen erneuten Wirtschaftseinbruch für möglich hält und ob es wieder eine Tendenz unter Börsianern gibt, gute Zahlen zum Aufbau von Cash zu nutzen. Wenn Daimler nächste Woche weiter nach oben durchzieht, kann es auch sein, dass ich die Position bereits wieder am Dienstag glattstellen muss. So teste ich Szenarien an. Wenn sie nicht aufgehen, versabschiede ich mich schnell wieder. Wenn sie aufgehen, versuche ich die Gewinne laufen zu lassen.

Teamviewer ermöglicht die Steuerung von IT-Systemen, ohne anwesend zu sein!

Die Rückkehr der COVID-19-Pandemie begünstigt Geschäftsmodelle von Firmen, die Menschen in der Pandemie eine große Hilfe sind. Aufgefallen ist mir bei Screening der Trendstabilitäts-Rangliste die Aktie von Teamviewer, die sich derzeit auf Rang 10 der Gesamtauswahl befindet. Die Coronavirus-Pandemie führt zu einschneidenden Veränderungen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag. Immer mehr Mitarbeiter verlegen ihren Arbeitsplatz in die eigenen Vier Wände, während Business-Meetings, Konferenzen und Team-Meetings mittlerweile größtenteils Online via Videokonferenz abgewickelt werden. Damit erspart man sich nicht nur lange Anfahrtswege und Reisekosten, sondern setzt sich auch nicht der Gefahr einer möglichen Coronavirus-Infektion aus,

Trend zum dezentralen Arbeiten beschert Teamviewer dynamisches Wachstum!

Teamviewer profitiert als einer der führenden Anbieter von Videokonferenz-Software-Lösungen besonders stark vom "New Normal" im Arbeitsalltag in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Dank der Cloud-basierten Plattformlösung kann man über das weltweite Router-Netzwerk von Teamviewer von überall aus und zu jeder Zeit auf Daten zugreifen oder sich via Video- oder Telefonkonferenz mit anderen Mitarbeitern austauschen. Angesichts der aktuellen Krise forcieren Unternehmen und Öffentliche Behörden den Roll-Out von Remote-Network-Lösungen, was Teamviewer aktuell dynamische Zuwachsraten beschert. Weltweit sind mehr als 2,2 Milliarden Geräte über die cloudbasierte Software-Lösung von Teamviewer miteinander verknüpft, während die Zahl der Lizenz-Vertragskunden zum Ende des zweiten Quartals mittlerweile auf über 534.000 angestiegen ist.

Mit Teamviewer IoT adressiert man den Wachstumsmarkt für Fernwartungslösungen!

Neben der Videokonferenz-Lösung Teamviewer Meetings mit ihren weltweit 200 Millionen aktiven Nutzern, ist Teamviewer auch bei Fernwartungs-Lösungen einer der führenden Anbieter. Mit Teamviewer IoT können Maschinen und Anlagen problemlos via Smartphone PC oder Tablet dezentral gesteuert und überwacht werden. Störungen und Probleme lassen sich meist via Remote Assistance ohne einen Techniker vor Ort aus der Ferne beheben, während man via Remote Alarming über Störungen, die ein schnelles Eingreifen erfordern, automatisch informiert wird. Damit adressiert Teamviewer einen attraktiven Wachstumsmarkt, der aufgrund neuer Trends rund um Industrie 4.0 und IoT laut den Experten von Quince Market Insights bis 2028 jährlich um durchschnittlich 28% zulegen dürfte.

Ubimax - Übernahme eröffnet neue Perspektiven!

Gut ins Gesamtkonzept passt die Übernahme von Ubimax, mit der sich Teamviewer kürzlich im Unternehmenskunden-Segment weiter verstärkt hat. Ubimax hat sich auf Wearable-Computing-Technologien und Augmented-Reality-Lösungen für Facharbeiter in der Industrie spezialisiert. Damit lassen sich Routineaufgaben deutlich schneller und effizienter erledigen. Beispielsweise verwendet Airbus Helicopters die Ubimax-Lösung xInspect  bei der Wartung und Überholung von Getrieben. Mit der Kombination von xInspect und einer intelligenten Datenbrille können Mitarbeiter alle relevanten Arbeitsanweisungen sehen, Fotos machen, Bilder in SAP hochladen, jeden Schritt lückenlos dokumentieren. Auch bei der Kommissionierung von Waren oder bei Montagevorgängen und Instandhaltung ist Ubimax mit standardisierten Applikationen wie "xPick" oder "xInspect" gut aufgestellt, wobei hier unter anderem renommierte Unternehmen wie Coca-Cola, BMW, oder die Deutsche Post auf diese Lösungen zurückgreifen.

Commerzbank stuft auf Buy hoch und hebt Kursziel deutlich an!

Bei der Analystengemeinde kommt das attraktive Gesamtkonzept von Teamviewer gut an. So hat die Commerzbank die Einstufung kürzlich von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 45 auf 53 Euro erhöht.

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Mini-Future Short 61,1846 open end: Basiswert Daimler

DD420Q / //
Quelle: DZ BANK: Geld 28.10. 20:36:54, Brief 28.10. 20:36:54
DD420Q // Quelle: DZ BANK: Geld 28.10. 20:36:54, Brief 28.10. 20:36:54
2,03 EUR
Geld in EUR
2,07 EUR
Brief in EUR
14,04%
Diff. Vortag in %
  • Basispreis
    64,0983 EUR
  • Abstand zum Basispreis in %
    44,87%
  • Knock-Out-Barriere
    61,1846 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in %
    38,29%
  • Hebel 2,12x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Liebe Leser,

gestern hat Big Blue IBM bekanntgegeben, die Sparte für Sparte für Managed Infrastructure Services abzuspalten. IBM wird zur wachstumsstarken Cloud-Company. Ein Pure-Play für die Internet-Strukturen der Zukunft. Ich halte das für eine gute Idee und habe die Aktie gestern gekauft. Schlankere Firmenstrukturen bieten in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld oft den entscheidenden Vorteil. Ich erwarte, dass die Börse meine Sichtweise bald teilt. Das gestern aufgerissene Gap muss verteidigt werden. Sonst würde ich die Position wieder schließen.

Irgendwann wird fast jeder Konzern vom Tiger zum Bettvorleger. Sie entwickeln sich zu schwerfälligen Tankern, die unfähig sind, neuartige Produkte zu entwickeln. Konzerne spezialisieren sich irgendwann auf adaptive Verbesserungen. Warum das so ist, kann ich als Ökonom einfach beantworten. Über meine Antwort könnte ich auch eine mehr als hundertseitige Herleitung schreiben, aber ich konzentriere mich hier auf das Fazit.

a) Innovationen werden von einzelnen Menschen angetrieben. Beispiele sind Elon Musk, Jeff Bezos oder auch Marc Zuckerberg. Wenn Konzerne innovativ sein wollen, müssen sie einzelnen talentierten Menschen sehr viel Geld und sehr viel Macht geben. Weil in Konzernen aber ein ständiger Kampf um Kompetenzen und Hierarchie-Ebenen tobt, findet das in der Regel nicht statt. Kein Manager gibt einem Entwickler, der erst seit einem Jahr dabei ist, Entscheidungsgewalt über zweistellige Millionen-Budgets und dutzende Mitarbeiter

b) Der Kündigungsschutz ist ein wichtiges soziales Instrument und der Traum jedes Arbeitnehmers mit vorhandener Festanstellung. Ein Konzern, der nur schwer Leute entlassen kann, startet ungern innovative Projekte. Eine Abteilung mit 100 Mitarbeitern aufbauen, um eine neue Technologie zu entwickeln und wenn es nicht funktioniert, die Mitarbeiter dann einfach wieder entlassen? Geht in Deutschland nicht. Der Kündigungsschutz ist der Feind von disruptiven Innovationen in Konzernen.

Wenn sich IBM nun aufspaltet, dann bedeutet das zumindest ein bisschen mehr Flexibilität. Manager werden im Cloud-Geschäft agiler agieren können als in dem derzeitigen Konzernkonstrukt. Dass diese Flexibilität für Aktionäre sehr wertsteigernd sein kann, hat zum Beispiel die Paypal-Abspaltung von eBay bewiesen.

Das neue IBM wird vom Start weg mit wiederkehrenden Umsatzerlösen von 50 % arbeiten können. Die Cloud-Ökonomie begünstigt die Abo-Ökonomie. Ein Modell, das Firmen wie Microsoft und Adobe zur Perfektion getrieben haben. Wer mit Produkten wie Adobe Photoshop oder Microsoft Teams flüssig arbeiten möchte, kommt an monatlichen Zahlungen nicht vorbei. Weil wiederkehrende Zahlungsströme Aktionären hohe Sicherheit bieten, werden Aktien mit Abo-Geschäftsmodellen in der Regel hoch bewertet. Der Gigant Microsoft wird mit einem 37er KGV bewertet. IBM mit einem KGV von 12,5. Und genau hier liegt die große Chance!

Andere Aktie: Nemetschek ist noch ein Tiger!

Aufgefallen ist mir beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten die Aktie von Nemetschek, die sich derzeit auf Rang 10 im TecDAX befindet. Der Spezialist für Bau-Software ist ein typischer Profiteur des Digitalisierungs-Trends, der seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie massiv an Fahrt aufnimmt.

BIM-Software von Nemetschek liefert alles aus einer Hand

Mit der BIM-Software von Nemetschek lassen sich große Bauprojekte auch vom Laptop oder vom Home-Office aus effizient planen, koordinieren und überwachen. Mit Hilfe der Nemetschek-Software können Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen und Gebäudemanager Standort-unabhängig Informationen austauschen und eng bei der Umsetzung des gesamten Bauvorhabens zusammenarbeiten. Von der interaktiven Planung am virtuellen 3D-Modell bis zur Fertigstellung behält man dabei stets den Überblick über den Stand der einzelnen Planungs- und Projektabschnitte. Da man dank der 5-BIM-Software-Suite von Nemetschek auch Schlüssel-Faktoren wie Zeit und Kosten stets im Blick behält, lassen sich außerdem teure Fehlkalkulationen vermeiden.

Nachfrage nach BIM-Software zieht weiter an -Robuste Ergebnisentwicklung in Q2

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen neuen Anforderungen bei der Umsetzung von Großprojekten dürften viele Bauunternehmen und Architekten vom klassischen Reißbrett auf BIM-Software und digitale Lösungen umsteigen. Neben deutlichen Effizienz- und Kostenvorteilen bei der Umsetzung von Bau- und Infrastrukturprojekten spricht der nach wie vor geringe Digitalisierungs-Grad in der Baubranche für dieses Szenario. Daher trauen die Experten von Markets&Markets dem Markt für BIM-Software bis 2025 jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich 14,5% zu. Auch Nemetschek blieb zuletzt von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht verschont. Mit einem leichten Umsatzanstieg und einem operativen Ergebnisplus von knapp 2% schnitt man im abgelaufenen Q2 dennoch leicht besser als vom Marktkonsens erwartet ab. Sehr stark entwickelten sich die wiederkehrenden Erlöse aus Software-Serviceverträgen und Subskription, die im abgelaufenen Q2 um satte 21,5% verbessert werden konnten.

Umstellung auf Software-Abo-Modell soll Profitabilität verbessern - Barclays hebt den Daumen!

Nemetschek treibt unter der Ägide des seit Jahresbeginn amtierenden neuen CEO Axel Kaufmann die Umstellung auf ein Abo-basiertes Vertriebsmodell konsequent voran. Damit macht man sich dank planbarer, wiederkehrender Umsatzerlöse unabhängiger vom eher zyklischen Geschäft mit dem Verkauf von Software-Lizenzen und steigert gleichzeitig die Profitabilität. Denn mit einem Abo-basierten Vertriebsmodell lassen sich auf lange Sicht deutlich höhere Margen erzielen als mit dem Verkauf von Lifetime-Software-Suites. Aktuell generiert Nemetschek knapp 60% seiner Erlöse aus abo-basierter Software, was Nemetschek trotz der aktuellen Krise in Q2 mit 28,8% eine stabile operative Marge knapp unter Vorjahresniveau bescherte. Da der Anteil der wiederkehrenden Software-Umsätze im zweiten Halbjahr weiter zulegen wird, sieht sich Nemetschek trotz der aktuellen Unsicherheiten auf Kurs, seine Jahresziele erfüllen zu können. Die Analysten von Barclays sehen daher bei Nemetschek weiter Spielraum nach oben und haben kürzlich die Einstufung von "Equal-Weight" auf "Overweight" angehoben. Das Kursziel wurde dabei von 60 auf 70 Euro erhöht.  

Viele Grüße
Simon Betschinger


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Liebe Trader,

Unternehmen, die es schaffen eine digitale Plattform als Anlaufstelle für bestimmte Konsumwünsche zu etablieren, verdienen sich dumm und dusslig – wie man so schön sagt. Google.de ist das strahlende Paradebeispiel für eine Plattform rund um die Internetsuche. Amazon ist eine Plattform für das Online-Shopping und Netflix für Filme. Es hat sich gezeigt, dass Konsumenten eine sehr hohe Treue zu digitalen Plattformen entwickeln, wenn sie mit dem gebotenen Service zufrieden sind. Das Mantra der Internet-Gründerjahre „die Konkurrenz ist nur einen Mausklick entfernt“ hat sich als falsch entpuppt.

Am deutschen Markt gibt es wenige Unternehmen, die eine Plattform-Strategie verfolgen. Positiv-Beispiel sind Zalando, Delivery Hero oder Scout24. Letztere möchte ich heute vorstellen, weil mir die Aktie beim Screening der Trendstabilitäts-Ranglisten aufgefallen ist.

Der Online-Vergleichsportal-Betreiber hat sich mit seinem Kerngeschäft rund um das Immobilien-Vergleichsportal Immobilienscout24 in einer attraktiven Nische mit hohem Wachstumspotential positioniert.

Attraktives Gesamtkonzept überzeugt und stößt auf hohe Resonanz!

Angesichts der weiter grassierenden Coronavirus-Pandemie gehen Miet- und Kaufinteressenten bei der Suche nach einem passenden Wohnobjekt neue Wege und informieren sich verstärkt online über passende Angebote. Immobilienscout24 bietet hier eine passende und zeitgemäße Alternative. Mit wenigen Maus-Clicks können sich Interessenten bequem von zu Hause aus der passenden Mietwohnung oder das neue Traumhaus via PC oder Tablet aussuchen. Mit einem interaktiven Rundgang via VR-360°-Animation erspart man sich zeitaufwändige Besichtigungen und kann sich online einen perfekten Überblick über sein neues Domizil verschaffen, ohne sich der Gefahr einer Covid-19-Infektion auszusetzen. Das attraktive Gesamtkonzept und die große Reichweite machen Immobilienscout24 mit mehr als 14,8 Millionen Besuchern pro Monat zu einem der beliebtesten Immobilien-Vergleichsportale in Europa. Dies beschert Scout24 nicht nur hohe Einnahmen aus Premium-Angeboten für Makler und Immobilienverkäufer, sondern macht Scout24 auch als Werbepartner für Anzeigenkunden attraktiv.

Coronavirus-Pandemie hinterlässt ihre Spuren - Profitabilität auf hohem Niveau

Auch Scout24 blieb im ersten Halbjahr trotz der weiterhin robusten Immobiliennachfrage nicht ganz von den Auswirkungen der Krise verschont. Bei einem leichten Umsatzplus von knapp 1% verbuchte man einen operativen Ergebnisrückgang von knapp 6%, womit man jedoch im Rahmen der Erwartungen lag. Auch die Profitabilität der neuen Scout24, die sich nach dem Verkauf der gering-margigen Vergleichsportal-Angebote rund um Autoscout24 voll auf das Immobilien-Vergleichs-Portal-Angebote fokussiert, kann sich sehen lassen. Mit einer bereinigten operativen Marge von 60% arbeitet man auch in Krisenzeiten hoch profitabel.

Scout 24 will mit digitalen Immobilien- Transaktionen voll durchstarten

Da die Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen oder den eigenen Vier Wänden auch in der aktuellen Coronavirus-Krise weiter ungebrochen hoch bleibt, hat Scout24 allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Nach einem Übergangsjahr 2020, für das man einen Umsatz auf Vorjahresniveau bei einer operativen Gewinnmarge von 60% in Aussicht stellt, will man künftig mit digitalen Services für Makler, Kaufinteressenten und Immobilienverkäufer voll durchstarten Mit neuen Angeboten und Produkten will Scout24 Immobilien-Transaktionen rund um Miete, Kauf oder Vermarktung weitestgehend digitalisieren und strebt dabei eine führende Position in diesem attraktiven Zukunftsmarkt an.

Prall gefüllte Kriegskasse - Milliardenschwere Aktienrückkäufe geplant

Da man aus dem Verkauf seiner Randbereiche rund um Autoscout24 an den Finanzinvestor Hellman & Friedman für 2,9 Mrd. Euro über eine prall gefüllte Kriegskasse verfügt, hat man genügend Spielraum, um sich in diesem Segment auch durch Zukäufe zu verstärken. Auch die Aktionäre werden hiervon durch Dividendenerhöhungen und einen 1,7 Mrd. Euro schweren Aktienrückkauf profitieren. Die Experten von Goldman Sachs sehen bei Scout24 daher weiter Luft nach oben und haben kürzlich die Einstufung mit "Buy" und einem Kursziel von 78,30 Euro bestätigt!

Viele Grüße
Simon Betschinger


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