Deutsche Boerse AG

581005 / DE0005810055 //
Quelle: Xetra: 19.10.2020, 17:35:25
581005 DE0005810055 // Quelle: Xetra: 19.10.2020, 17:35:25
Deutsche Boerse AG
146,65 EUR
Kurs
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Diff. Vortag in %
92,92 EUR
52 Wochen Tief
170,15 EUR
52 Wochen Hoch
Durchnitt 3 Mt. DPA-AFX Analyzer / Copyright dpa-AFX / Weitere Hinweise
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Deutsche Boerse AG

  • Sektor Finanzsektor
  • Industrie Finanzdienstleistungen
  • Gattung Inlandsaktie
  • Marktkapitalisierung 27.863,50 Mio. EUR
  • Anzahl Aktien 2019 190,00 Mio.
  • Dividende je Aktie 2019 2,90 EUR
Die Deutsche Börse AG ist eine der führenden europäischen Börsenorganisationen. Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio der Gesellschaft umfasst die gesamte Prozesskette vom Aktien- und Terminhandel über Clearing, Settlement und Custody bis zur Bereitstellung von Marktdaten sowie der Entwicklung und dem Betrieb der elektronischen Handelssysteme. Des Weiteren ist die Deutsche Börse AG Trägerin der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit der vollelektronischen Handelsplattform Xetra und der Börse Frankfurt betreibt die Gesellschaft einen der umsatzstärksten Kassamärkte weltweit. Eurex zählt zu den weltweit führenden Börsen im Handel von Terminkontrakten wie Futures und Optionen. Clearstream, ein Tochterunternehmen der Deutschen Börse, bietet integrierte Banking-, Custody und Settlement-Dienstleistungen für den Handel von festverzinslichen Wertpapieren und Aktien. Die Informationsströme ihrer Märkte kanalisiert die Deutsche Börse über Market Data & Analytics. Kunden erhalten Produkte wie Kurse, Indizes und unternehmensbezogene Daten, die gezielt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. In ihrem eigenen Rechenzentrum betreibt das Unternehmen verschiedene Handelsplattformen weltweit und liefert die Technologie für internationale Finanzdienstleister.

Aktionärsverteilung

Name Anteil in %
Freefloat 57,68
BlackRock, Inc. 6,59
Artisan Partners Asset Management 5
eigene Aktien 4,64
FIL Investments International 3,11
The Capital Group Companies, Inc. 3,06
Credit Suisse AG 3,01
Jupiter Fund Management plc 2,99
Dodge+Cox 2,96
Invesco Limited 2,94
Franklin Mutual Advisers, LLC 2,9
DWS Investment GmbH 2,78
The Royal Bank of Scotland plc 2,34

Fundamentalanalyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher negativ

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen.

Negative Analystenhaltung seit 16.10.2020

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
20,1

Erwartetes KGV für 2022

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
72,7%

Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 32,22 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist DEUTSCHE BOERSE ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 16.10.2020 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 16.10.2020 bei einem Kurs von 144,70 eingesetzt.
Preis Leicht überbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint der Kurs zur Zeit leicht überhöht.
Relative Performance -1,2% Unter Druck (vs. DJ Stoxx 600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 beträgt -1,2%.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 31.07.2020 Der technische 40-Tage Trend ist seit dem 31.07.2020 negativ. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 153,94.
Wachstum KGV 0,8 19,94% Aufschlag relativ zur Wachstumserwartung Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" unter 0,9, so beinhaltet der Kurs bereits einen Aufschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential. Hier: 19,94% Aufschlag.
KGV 20,1 Erwartetes KGV für 2022 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2022.
Langfristiges Wachstum 12,8% Wachstum heute bis 2022 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2022.
Anzahl der Analysten 22 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 22 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 2,3% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 45,15% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 25.09.2020 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,3%.
Beta 0,96 Mittlere Anfälligkeit vs. DJ Stoxx 600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,96% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 72,7% Starke Korrelation mit dem DJ Stoxx 600 72,7% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 28,77 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 28,77 EUR oder 0,20% Das geschätzte Value at Risk beträgt 28,77 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,20%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 16,0%
Volatilität der über 12 Monate 32,2%

News

19.10.2020 | 15:05:02 (dpa-AFX)
INDEX-MONITOR: Potenzielle Gewinner einer Dax-Aufstockung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Spekulationen über die künftige Zusammensetzung des Dax <DE0008469008> haben begonnen. Wer sind die Gewinner der geplanten Aufstockung auf 40 Mitglieder? Welche Vor- und Nachteile bringen die Neuerungen? So lauten die häufigsten Fragen. Sie stellen sich, seit die Deutsche Börse <DE0005810055> Konsequenzen aus dem Debakel um den Zahlungsdienstleister Wirecard <DE0005810055> zieht. Daher hat sie jüngst eine Reihe von Ideen vorgestellt, um die Qualitätsanforderungen an Unternehmen zu verschärfen.

Bis zum 4. November können Marktteilnehmer über die einzelnen Punkte der anstehenden Index-Reform abstimmen. Das Ergebnis soll am 23. November veröffentlicht werden. Frühestens zur Überprüfung der Indizes im März 2021 könnten die Neuerungen dann in Kraft treten.

Für mehr Qualität in der ersten Börsenliga soll unter anderem sorgen, dass Dax-Kandidaten im operativen Geschäft über mindestens zwei Jahre hinweg schwarze Zahlen geschrieben haben müssen. Gemessen werden soll dies am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Von den 60 MDax-Konzernen <DE0008467416> verfehlen derzeit Hellofresh <DE000A161408> und Morphosys <DE0006632003> dieses Kriterium.

Der Kochboxenlieferant Hellofresh, ein Gewinner der Corona-Krise, könnte die Hürde aber schon 2020 nehmen. Denn: Nachdem er 2019 erstmals einen operativen Gewinn von knapp 16 Millionen Euro erzielt hatte, soll es in diesem Jahr ein Vielfaches davon werden.

Delivery Hero <DE000A2E4K43> kann hingegen wohl aufatmen. Auf Unternehmen, die bereits im Dax sind, soll das Profitabilitätskriterium nicht angewendet werden. Dabei dürfte die geplante Regel auf den Online-Essenslieferanten gründen, denn dessen Dax-Aufstieg wird wegen seines anhaltend verlustreichen Geschäfts vielfach kritisiert. Delivery Hero war ausgerechnet für den insolventen Zahlungsabwickler Wirecard in den Leitindex aufgerückt.

Auch ein ethisches Thema soll in Zukunft für eine Dax-Aufnahme eine Rolle spielen: Geschäfte mit "umstrittenen Waffen". Außerdem will die Börse die Aufnahmekriterien an internationale Standards anpassen und den Dax künftig regulär alle sechs Monate überprüfen.

Index-Experten begrüßen einhellig die geplante Vergrößerung des Dax. Damit lasse sich der Wandel in der Wirtschaft besser darstellen, sagt Tobias Adler von Oddo Seydler. Zudem würden mehr Branchen berücksichtigt. Auch JPMorgan-Analyst Pankaj Gupta glaubt: "Investoren dürften den Vorschlag einer Aufstockung auf 40 Werte gutheißen." Denn die aktuelle Eintrittsschwelle für eine Dax-Aufnahme sei zu hoch. In anderen Indizes Europas sei sie deutlich niedriger.

Uwe Streich von der LBBW geht die geplante Aufstockung indes nicht weit genug. Ein großer Wurf sei das nicht. 50 Dax-Werte, 50 MDax-Werte und 50 SDax-Werte hält er für die beste Mischung. Fondsmanager hätten so mehr Handlungsspielraum bei der Zusammenstellung ihres Portfolios.

Dass das Kriterium Börsenumsatz wegfallen soll, bedauert der LBBW-Experte indes nicht. "Viel Börsenumsatz kann bedeuten, dass etwas im Busch ist, die Nachrichtenlage erratisch ist, oder, oder." Ein mit ruhiger Hand und zugleich unspektakulär geführtes Unternehmen habe tendenziell wenig Börsenumsatz, was bisher aber "bestraft" wird.

Oddo-Seydler-Experte Adler wünscht sich über die vorgeschlagenen Änderungen hinaus auch eine Anpassung beim Mindeststreubesitz. Dieser wird vor allem im Zuge von Übernahmen relevant und liegt ihm zufolge im internationalen Umfeld bei 25 Prozent.

Hierzulande wird ein Unternehmen jedoch erst aus der Dax-Familie entfernt, wenn der Streubesitz unter 10 Prozent gefallen ist. Damit halten sich solche Werte - zuletzt etwa Rhön-Klinikum <DE0007042301> - oft noch lange Zeit im Index, obwohl sie von den meisten Anlegern kaum noch beachtet werden.

Michael Bissinger von der DZ Bank merkt an, dass die Auswirkung für den MDax, der im Zuge der Dax-Aufstockung von 60 auf 50 Werte gekürzt werden soll, stärker sind als die für den Leitindex selbst: "Effektiv würde sich aufgrund des hohen Gewichts von wenigen Großkonzernen im Dax, vor allem von SAP <DE0007164600>, Linde <IE00BZ12WP82>, Siemens <DE0007236101> und Allianz <DE0008404005> nur wenig ändern." Sie würden den Index weiter dominieren. Auch bekämen Technologieaktien im Dax kein stärkeres Gewicht verglichen mit anderen Branchen, so Bissinger.

Dafür sei der Anteil von Chemie-, Auto- und Industriekonzernen unter den großen Aktiengesellschaften hierzulande zu hoch. Der MDax dagegen verlöre im selben Atemzug zwar nur 10 seiner bislang 60 Mitglieder, dafür aber die wichtigsten Dickschiffe.

Für Kritik sorgen auch andere Ideen. So der geplante Ausschluss eines Dax-Aufstiegs, wenn ein potenzieller Kandidat wie Airbus <NL0000235190> mehr als zehn Prozent seines Umsatzes mit der Herstellung umstrittener Waffen machen würde. "Wir sehen Abgrenzungsprobleme, da die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der subjektiven Kriterien und Grenzwerte eine hohe Unsicherheit mit sich bringen dürfte", wirft der DZ-Bank-Analyst ein.

Auch der Vorschlag, dass der Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat künftig existieren und personell besetzt sein soll, schreckt auf. Denn die Merck KGaA <DE0006599905> müsste aus diesem Grund womöglich über kurz oder lang aus dem Dax ausscheiden, gibt SocGen-Experte Yohan Ke Jallé zu bedenken. Der Chemie- und Pharmakonzern hätte allerdings Gelegenheit, sich anzupassen. Die Deutsche Börse will bisherigen Dax-Mitgliedern eine Kulanzzeit von mindestens 12 Monaten einräumen, um diese Anforderung zu erfüllen.

Und wer käme nun wahrscheinlich neu in den Dax? Schlicht auf den aktuellen Börsenwert der MDax-Werte geschaut, gehören Symrise <DE000SYM9999>, Zalando <DE000ZAL1111>, Sartorius <DE0007165631>, Qiagen <NL0012169213> und LEG <DE000LEG1110> zu den Aufsteigern. Airbus zwar ebenso, doch hier könnte der Stolperstein das Thema "Beteiligung an umstrittenen Waffen" sein.

Entsprechend ihres Börsenwertes sollten dem Experten Tobias Adler zufolge auch Brenntag <DE000A1DAHH0>, Siemens Healthineers <DE000SHL1006> und auch die erst seit September an der Börse notierte Siemens-Abspaltung Siemens Energy <DE000ENER6Y0> dazu zählen. Letztere ist zurzeit noch in keinem Index der Dax-Familie vertreten.

Stand Montag (19. Oktober) wäre laut DZ-Bank-Experte Bissinger auch Hellofresh im Dax, sofern das Unternehmen 2020 tatsächlich einen operativen Gewinn erzielt. Hannover Rück <DE0008402215>, Scout24 <DE000A12DM80> oder auch Knorr-Bremse <DE000KBX1006> und Puma <DE0006969603> zählen ihm zufolge ebenfalls zu den möglichen Aufsteigern.

Denn: "Bis März 2021 ist es noch eine Weile hin", betont er, "und die Unternehmen auf den hinteren Rängen liegen im Börsenwert nach Streubesitz sehr dicht beieinander". Dort befindet sich auch das aktuelle Dax-Mitglied Covestro. Nach Bissingers aktueller Liste auf dem 40. Platz, muss der Kunststoffhersteller daher wohl erneut um den Verbleib im der ersten deutschen Börsenliga bangen./ck/mis/stw/men/zb

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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