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Endlos Turbo Short 37,8928 open end: Basiswert Lanxess

DW3P75 / DE000DW3P754 //
Quelle: DZ BANK: Geld 30.09., Brief 30.09.
DW3P75 DE000DW3P754 // Quelle: DZ BANK: Geld 30.09., Brief 30.09.
0,82 EUR
Geld in EUR
0,88 EUR
Brief in EUR
-8,89%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 30,070 EUR
Quelle : Xetra , 30.09.
  • Basispreis
    (Stand 30.09. 04:03 Uhr)
    37,8928 EUR
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 30.09. 04:03 Uhr)
    37,8928 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 26,02%
  • Abstand zum Knock-Out in % 26,02%
  • Hebel 3,37x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
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Hinweis der DZ BANK:
Bitte beachten Sie die Angaben in den Endgültigen Bedingungen

Chart

Endlos Turbo Short 37,8928 open end: Basiswert Lanxess

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 30.09. 21:58:14
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2022 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DW3P75 / DE000DW3P754
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Emissionsdatum 27.06.2022
Erster Handelstag 27.06.2022
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
(Stand 30.09. 04:03 Uhr)
37,8928 EUR
Knock-Out-Barriere
(Stand 30.09. 04:03 Uhr)
37,8928 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. -2,77200% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie KO-Schwelle und Basispreis
DatumKO-SchwelleBasispreis
30.09.202237,8928 EUR37,8928 EUR
29.09.202237,8957 EUR37,8957 EUR
28.09.202237,8986 EUR37,8986 EUR
27.09.202237,9015 EUR37,9015 EUR
26.09.202237,9044 EUR37,9044 EUR
23.09.202237,9131 EUR37,9131 EUR
22.09.202237,916 EUR37,916 EUR
21.09.202237,9189 EUR37,9189 EUR
20.09.202237,9218 EUR37,9218 EUR
19.09.202237,9247 EUR37,9247 EUR
16.09.202237,9334 EUR37,9334 EUR
15.09.202237,9363 EUR37,9363 EUR
14.09.202237,9392 EUR37,9392 EUR
13.09.202237,9421 EUR37,9421 EUR
12.09.202237,945 EUR37,945 EUR
09.09.202237,9537 EUR37,9537 EUR
08.09.202237,9566 EUR37,9566 EUR
07.09.202237,9595 EUR37,9595 EUR
06.09.202237,9624 EUR37,9624 EUR
05.09.202237,9653 EUR37,9653 EUR
02.09.202237,974 EUR37,974 EUR
01.09.202237,9769 EUR37,9769 EUR
31.08.202237,9801 EUR37,9801 EUR
30.08.202237,9833 EUR37,9833 EUR
29.08.202237,9865 EUR37,9865 EUR
26.08.202237,9961 EUR37,9961 EUR
25.08.202237,9993 EUR37,9993 EUR
24.08.202238,0025 EUR38,0025 EUR
23.08.202238,0057 EUR38,0057 EUR
22.08.202238,0089 EUR38,0089 EUR
19.08.202238,0185 EUR38,0185 EUR
18.08.202238,0217 EUR38,0217 EUR
17.08.202238,0249 EUR38,0249 EUR
16.08.202238,0281 EUR38,0281 EUR
15.08.202238,0313 EUR38,0313 EUR
12.08.202238,0409 EUR38,0409 EUR
11.08.202238,0441 EUR38,0441 EUR
10.08.202238,0473 EUR38,0473 EUR
09.08.202238,0505 EUR38,0505 EUR
08.08.202238,0537 EUR38,0537 EUR
05.08.202238,0633 EUR38,0633 EUR
04.08.202238,0665 EUR38,0665 EUR
03.08.202238,0697 EUR38,0697 EUR
02.08.202238,0729 EUR38,0729 EUR
01.08.202238,0761 EUR38,0761 EUR
29.07.202238,0872 EUR38,0872 EUR
28.07.202238,0909 EUR38,0909 EUR
27.07.202238,0946 EUR38,0946 EUR
26.07.202238,0983 EUR38,0983 EUR
25.07.202238,102 EUR38,102 EUR
22.07.202238,1131 EUR38,1131 EUR
21.07.202238,1168 EUR38,1168 EUR
20.07.202238,1205 EUR38,1205 EUR
19.07.202238,1242 EUR38,1242 EUR
18.07.202238,1279 EUR38,1279 EUR
15.07.202238,139 EUR38,139 EUR
14.07.202238,1427 EUR38,1427 EUR
13.07.202238,1464 EUR38,1464 EUR
12.07.202238,1501 EUR38,1501 EUR
11.07.202238,1538 EUR38,1538 EUR
08.07.202238,1649 EUR38,1649 EUR
07.07.202238,1686 EUR38,1686 EUR
06.07.202238,1723 EUR38,1723 EUR
05.07.202238,176 EUR38,176 EUR
04.07.202238,1797 EUR38,1797 EUR
01.07.202238,1908 EUR38,1908 EUR
30.06.202238,1946 EUR38,1946 EUR
29.06.202238,1984 EUR38,1984 EUR
28.06.202238,2022 EUR38,2022 EUR
27.06.202238,206 EUR38,206 EUR
26.06.202238,206 EUR38,206 EUR
24.06.202238,206 EUR38,206 EUR

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 30.09.2022, 21:58:14 Uhr mit Geld 0,82 EUR / Brief 0,88 EUR
Spread Absolut 0,06 EUR
Spread Homogenisiert 0,60 EUR
Spread in % des Briefkurses 6,82%
Hebel 3,37x
Abstand zum Knock-Out Absolut 7,8228 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 26,02%
Performance seit Auflegung in % 203,70%

Basiswert

Basiswert
Kurs 30,070 EUR
Diff. Vortag in % 4,81%
52 Wochen Tief 28,160 EUR
52 Wochen Hoch 59,92 EUR
Quelle Xetra, 30.09.
Basiswert Lanxess AG
WKN / ISIN 547040 / DE0005470405
KGV 9,73
Produkttyp Aktie
Sektor Chemie/Pharma

Produktbeschreibung

Art

Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Ziele

Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts.

Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder über der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 10 Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.
Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Referenzpreis wird vom Basispreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert

Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis.
Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher negativ

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Negative Analystenhaltung seit 17.05.2022

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
6,9

Erwartetes KGV für 2024

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Hoch

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
62,3%

Starke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 2,41 Mittlerer Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung zwischen $2 & $8 Mrd., ist LANXESS ein mittel kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 17.05.2022 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 17.05.2022 bei einem Kurs von 37,30 eingesetzt.
Preis Stark unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie stark unterbewertet.
Relative Performance -9,2% Unter Druck (vs. STOXX600) Die relative "Underperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum STOXX600 beträgt -9,2%.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 16.09.2022 Der technische 40-Tage Trend ist seit dem 16.09.2022 negativ. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 34,12.
Wachstum KGV 1,4 36,97% Abschlag relativ zur Wachstumserwartung Ein "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" von über 0,9 weist auf einen Preisabschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential hin, von in diesem Fall 36,97%.
KGV 6,9 Erwartetes KGV für 2024 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2024.
Langfristiges Wachstum 6,2% Wachstum heute bis 2024 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2024.
Anzahl der Analysten 22 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 22 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 3,7% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 25,40% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Hoch Die Aktie ist seit dem 12.07.2022 als Titel mit hoher Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich 94 zu verstärken.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,7%.
Beta 1,64 Hohe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,64% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 62,3% Starke Korrelation mit dem STOXX600 62,3% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 6,85 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 6,85 EUR oder 0,24% Das geschätzte Value at Risk beträgt 6,85 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,24%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 56,5%
Volatilität der über 12 Monate 46,9%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

14.09.2022 | 12:54:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Teure Energie - Chemiebranche kürzt Produktionsprognose erneut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen der stark steigenden Energiepreise drosselt die deutsche Chemie- und Pharmabranche ihre Produktion immer weiter. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erwartet nun, dass die Herstellung in der Branche in diesem Jahr um 5,5 Prozent schrumpfen wird. Die Produktion der Chemie alleine betrachtet dürfte gar um 8,5 Prozent zurückgehen, teilte der VCI am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Branchenumsatz könnte wegen einer Preissteigerung in Höhe von 21,5 Prozent zwar immer noch zweistellig wachsen, aber ein Grund zur Freude ist dies nicht. Denn das Umsatzplus sei ausschließlich kostengetrieben, heißt wegen hoher Kosten steigen die Verkaufspreise. Eine Nachfragebelebung ist das nicht.

"Wir müssen uns im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen, um diesen Winter und auch das kommende Jahr zu überstehen", sagte VCI-Präsident Christian Kullmann. "Die Drosselung der Produktion ist ein erster Schritt. Wenn bestimmte Prozesse ganz stillgelegt werden müssen, laufen sie möglicherweise nie wieder an." Bisher hatte der Verband mit einem Produktionsrückgang von 1,5 Prozent gerechnet und mit einem Minus von 4 Prozent für das reine Chemiegeschäft.

Die Stimmung in der Branche habe sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen deutlich eingetrübt, teilte der Verband weiter mit. Die Geschäftserwartungen seien im Keller. Die Chemie- und Pharmaindustrie rechne überwiegend mit einem sehr schwierigen zweiten Halbjahr. Während die chinesische Wirtschaft durch die Null-Covid-Strategie, Immobilienkrise und sinkende Konsumlaune erheblich geschwächt sei, sei die US-Wirtschaft bereits das zweite Quartal in Folge geschrumpft.

Die Europäische Union (EU) werde aufgrund der anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten, deutlich gestiegener Energiepreise und hoher Inflationsraten sowie wegen der daraus folgenden Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich in eine Rezession stürzen. Dies gelte insbesondere für Deutschland. Dort hätte der "energiepolitische Sonderweg" im internationalen Vergleich zu besonders hohen - teils existenzbedrohenden - Energiepreisen geführt.

Der Gaspreis habe sich im zweiten Jahresviertel in Deutschland durchschnittlich mit über 100 Euro pro Megawattstunde im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Der Strompreis habe immer wieder Spitzenwerte erreicht. Aber auch die Preise für Rohöl erhöhten sich. Eine Entspannung auf den Energiemärkten ist nach Einschätzung des VCI nicht in Sicht. Hinzu komme die Unsicherheit, ob im Winter eine Rationierung des Gases nötig sein werde. Vor allem in Süddeutschland drohe eine Versorgungslücke.

Die Vorbereitungen der Branche für eine solche Notlage liefen zwar auf Hochtouren, viele Unternehmen dürften jedoch im Falle einer Gasmangellage gezwungen sein, gasintensive Anlagen zu drosseln beziehungsweise stillzulegen.

So will der weltgrößte Chemiekonzern BASF <DE000BASF111>, der zu den Gas-Großverbrauchern in Europa gehört, Erdgas etwa durch Heizöl ersetzen - soweit technisch möglich. Bei Anlagen, die große Mengen an Erdgas benötigen, will die Dax-Firma die Produktion laut Unternehmenschef Martin Brudermüller reduzieren. Dazu zählten etwa die Ammoniakanlagen. Dies sei eine gängige Praxis in der chemischen Industrie, etwa bei unwirtschaftlichen Margen.

Die Chemie- und Pharmaindustrie mit mehr als 473 000 Beschäftigten ist von der Energiekrise besonders betroffen. Die Branche ist laut VCI mit einem Anteil von 15 Prozent größter deutscher Gasverbraucher, knapp ein Drittel des Industrieverbrauchs entfällt auf sie. Sie braucht Gas als Energiequelle und als Rohstoff zur Weiterverarbeitung - etwa in Kunststoffen, Arzneien oder Düngemitteln. Der Branche machen auch gestörte Lieferketten sowie die schwächelnde Wirtschaft zu schaffen. Gerade die Chemieindustrie ist als Lieferant etwa für die Auto-, Konsumgüter- und Bauindustrie konjunkturabhängig.

Im zweiten Quartal sank die Produktion in der Chemie- und Pharmabranche um 6,4 Prozent zum Vorquartal. Der Umsatz wuchs wegen stark steigender Preise um 3,4 Prozent auf 64,9 Milliarden Euro. Die Kapazitätsauslastung der Branche habe mit 81,4 Prozent weiterhin unter der Normalauslastung gelegen, hieß es vom VCI weiter./mne/als/mis

14.09.2022 | 10:05:33 (dpa-AFX)
Hohe Energiepreise: Chemieindustrie kürzt Produktionsprognose
03.09.2022 | 18:52:24 (dpa-AFX)
Branchenverband: Chemieproduktion um zehn Prozent gesunken
03.09.2022 | 12:42:13 (dpa-AFX)
Chemie-Präsident will Entlastung bei Gasumlage - nicht für Gas als Rohstoff
02.09.2022 | 11:20:01 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Lanxess auf 38 Euro - 'Neutral'
01.09.2022 | 09:46:13 (dpa-AFX)
Ifo: Geschäftserwartungen der Chemie fallen auf Tief seit 1991
22.08.2022 | 12:11:51 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Chemiewerte deutlich unter Druck - Warnung vor Gas-Engpässen