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Endlos Turbo Short 39,2295 open end: Basiswert Lanxess

DW3FTH / DE000DW3FTH6 //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.09., Brief 23.09.
DW3FTH DE000DW3FTH6 // Quelle: DZ BANK: Geld 23.09., Brief 23.09.
0,83 EUR
Geld in EUR
0,89 EUR
Brief in EUR
18,57%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 30,920 EUR
Quelle : Xetra , 23.09.
  • Basispreis
    (Stand 23.09. 04:03 Uhr)
    39,2295 EUR
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 23.09. 04:03 Uhr)
    39,2295 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 26,87%
  • Abstand zum Knock-Out in % 26,87%
  • Hebel 3,48x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
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Hinweis der DZ BANK:
Bitte beachten Sie die Angaben in den Endgültigen Bedingungen

Chart

Endlos Turbo Short 39,2295 open end: Basiswert Lanxess

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 23.09. 21:58:19
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2022 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DW3FTH / DE000DW3FTH6
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Endlos Turbo
Produkttyp short (fallende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
Emissionsdatum 21.06.2022
Erster Handelstag 21.06.2022
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Zahltag Endlos
Basispreis
(Stand 23.09. 04:03 Uhr)
39,2295 EUR
Knock-Out-Barriere
(Stand 23.09. 04:03 Uhr)
39,2295 EUR
Anpassungsprozentsatz p.a. -2,77200% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie KO-Schwelle und Basispreis
DatumKO-SchwelleBasispreis
23.09.202239,2295 EUR39,2295 EUR
22.09.202239,2325 EUR39,2325 EUR
21.09.202239,2355 EUR39,2355 EUR
20.09.202239,2385 EUR39,2385 EUR
19.09.202239,2415 EUR39,2415 EUR
16.09.202239,2505 EUR39,2505 EUR
15.09.202239,2535 EUR39,2535 EUR
14.09.202239,2565 EUR39,2565 EUR
13.09.202239,2595 EUR39,2595 EUR
12.09.202239,2625 EUR39,2625 EUR
09.09.202239,2715 EUR39,2715 EUR
08.09.202239,2745 EUR39,2745 EUR
07.09.202239,2775 EUR39,2775 EUR
06.09.202239,2805 EUR39,2805 EUR
05.09.202239,2835 EUR39,2835 EUR
02.09.202239,2925 EUR39,2925 EUR
01.09.202239,2955 EUR39,2955 EUR
31.08.202239,2988 EUR39,2988 EUR
30.08.202239,3021 EUR39,3021 EUR
29.08.202239,3054 EUR39,3054 EUR
26.08.202239,3153 EUR39,3153 EUR
25.08.202239,3186 EUR39,3186 EUR
24.08.202239,3219 EUR39,3219 EUR
23.08.202239,3252 EUR39,3252 EUR
22.08.202239,3285 EUR39,3285 EUR
19.08.202239,3384 EUR39,3384 EUR
18.08.202239,3417 EUR39,3417 EUR
17.08.202239,345 EUR39,345 EUR
16.08.202239,3483 EUR39,3483 EUR
15.08.202239,3516 EUR39,3516 EUR
12.08.202239,3615 EUR39,3615 EUR
11.08.202239,3648 EUR39,3648 EUR
10.08.202239,3681 EUR39,3681 EUR
09.08.202239,3714 EUR39,3714 EUR
08.08.202239,3747 EUR39,3747 EUR
05.08.202239,3846 EUR39,3846 EUR
04.08.202239,388 EUR39,388 EUR
03.08.202239,3914 EUR39,3914 EUR
02.08.202239,3948 EUR39,3948 EUR
01.08.202239,3982 EUR39,3982 EUR
29.07.202239,4096 EUR39,4096 EUR
28.07.202239,4134 EUR39,4134 EUR
27.07.202239,4172 EUR39,4172 EUR
26.07.202239,421 EUR39,421 EUR
25.07.202239,4248 EUR39,4248 EUR
22.07.202239,4362 EUR39,4362 EUR
21.07.202239,44 EUR39,44 EUR
20.07.202239,4438 EUR39,4438 EUR
19.07.202239,4476 EUR39,4476 EUR
18.07.202239,4514 EUR39,4514 EUR
15.07.202239,4628 EUR39,4628 EUR
14.07.202239,4666 EUR39,4666 EUR
13.07.202239,4704 EUR39,4704 EUR
12.07.202239,4742 EUR39,4742 EUR
11.07.202239,478 EUR39,478 EUR
08.07.202239,4894 EUR39,4894 EUR
07.07.202239,4932 EUR39,4932 EUR
06.07.202239,497 EUR39,497 EUR
05.07.202239,5008 EUR39,5008 EUR
04.07.202239,5046 EUR39,5046 EUR
01.07.202239,516 EUR39,516 EUR
30.06.202239,5199 EUR39,5199 EUR
29.06.202239,5238 EUR39,5238 EUR
28.06.202239,5277 EUR39,5277 EUR
27.06.202239,5316 EUR39,5316 EUR
24.06.202239,5433 EUR39,5433 EUR
23.06.202239,5472 EUR39,5472 EUR
22.06.202239,5511 EUR39,5511 EUR
21.06.202239,555 EUR39,555 EUR
20.06.202239,555 EUR39,555 EUR

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 23.09.2022, 21:58:19 Uhr mit Geld 0,83 EUR / Brief 0,89 EUR
Spread Absolut 0,06 EUR
Spread Homogenisiert 0,60 EUR
Spread in % des Briefkurses 6,74%
Hebel 3,48x
Abstand zum Knock-Out Absolut 8,3095 EUR
Abstand zum Knock-Out in % 26,87%
Performance seit Auflegung in % 388,24%

Basiswert

Basiswert
Kurs 30,920 EUR
Diff. Vortag in % -3,34%
52 Wochen Tief 30,520 EUR
52 Wochen Hoch 62,16 EUR
Quelle Xetra, 23.09.
Basiswert Lanxess AG
WKN / ISIN 547040 / DE0005470405
KGV 10,01
Produkttyp Aktie
Sektor Chemie/Pharma

Produktbeschreibung

Art

Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Ziele

Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Sie partizipieren überproportional (gehebelt) an allen Entwicklungen des Beobachtungspreises. Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Beobachtungspreises. Das Produkt kann während seiner Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Dieses Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts.

Ein Knock-out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder über der Knock-out-Barriere liegt. In diesem Fall beträgt der Auszahlungsbetrag je Produkt 0,001 EUR und wird am Rückzahlungstermin gezahlt, wobei der Auszahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Optionsscheine berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Optionsscheine halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

Sie sind berechtigt, die Optionsscheine an jedem Einlösungstermin zum Rückzahlungsbetrag einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens zehn Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Erklärung in Textform an die DZ BANK schicken. Darüber hinaus haben wir das Recht, die Optionsscheine insgesamt, jedoch nicht teilweise, am ordentlichen Kündigungstermin ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch uns ist mindestens 10 Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.
Nach Einlösung durch Sie oder Kündigung durch uns und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, erhalten Sie einen Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin der wie folgt ermittelt wird: Der Referenzpreis wird vom Basispreis abgezogen. Anschließend wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis multipliziert

Der Basispreis und die Knock-out-Barriere werden regelmäßig angepasst, um u.a. eine Finanzierungskomponente zu berücksichtigen, die der DZ BANK aufgrund eines spezifischen Marktzinses zuzüglich einer von DZ BANK nach ihrem billigem Ermessen festgelegten Marge entsteht. Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem aktuellen Basispreis.
Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher negativ

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Negative Analystenhaltung seit 17.05.2022

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
7,4

Erwartetes KGV für 2024

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Hoch

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
62,1%

Starke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 2,60 Mittlerer Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung zwischen $2 & $8 Mrd., ist LANXESS ein mittel kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 17.05.2022 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 17.05.2022 bei einem Kurs von 37,30 eingesetzt.
Preis Stark unterbewertet Auf Basis des Wachstumspotentials und anderer Messwerte erscheint die Aktie stark unterbewertet.
Relative Performance 4,4% vs. STOXX600 Die relative "Outperformance" der letzten vier Wochen im Vergleich zum STOXX600 beträgt 4,4%.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 16.09.2022 Der technische 40-Tage Trend ist seit dem 16.09.2022 negativ. Der bestätigte technische Trendwendepunkt von +1,75% entspricht 34,64.
Wachstum KGV 1,4 35,00% Abschlag relativ zur Wachstumserwartung Ein "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" von über 0,9 weist auf einen Preisabschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential hin, von in diesem Fall 35,00%.
KGV 7,4 Erwartetes KGV für 2024 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2024.
Langfristiges Wachstum 6,9% Wachstum heute bis 2024 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2024.
Anzahl der Analysten 22 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 22 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 3,4% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 24,83% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Hoch Die Aktie ist seit dem 12.07.2022 als Titel mit hoher Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich 79 zu verstärken.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,8%.
Beta 1,61 Hohe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,61% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 62,1% Starke Korrelation mit dem STOXX600 62,1% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 8,05 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 8,05 EUR oder 0,26% Das geschätzte Value at Risk beträgt 8,05 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,26%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 60,7%
Volatilität der über 12 Monate 46,6%

Tools

Kaufszenario (aktuelle/Einstandskurse)
Im Kaufszenario tragen Sie einen „Start“-Kurs und einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein. Danach Stückzahl eintragen und "Berechnen" drücken. Mit dem Aktualisieren-Button (Kreislauf) werden die aktuellen Werte für den Basiswert und das Produkt abgerufen.
Verkaufszenario (Zielkurse)
Im Verkaufsszenario tragen Sie einen „Ziel“-Kurs mit dem gewünschten Wert ein; der „Start“-Kurs wird aus dem aktuellen Kurs gebildet, oder Sie geben einen gewünschten Startwert ein; Stückzahl auswählen und dann Button Berechnen drücken.
Transaktionsvolumen
Tragen Sie hier eine Produktstückzahl ein, um die Performance der geplanten Investition zu schätzen. Ohne Eintragung einer Stückzahl erfolgt keine Berechnung. Die Berechnung erfolgt nach Klick auf den Berechnen-Button.
Berechnung ohne jegliche Kosten. Bitte beachten Sie individuelle Gebühren, Provisionen und andere Entgelte bei Kauf und Verkauf.

News

14.09.2022 | 12:54:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Teure Energie - Chemiebranche kürzt Produktionsprognose erneut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wegen der stark steigenden Energiepreise drosselt die deutsche Chemie- und Pharmabranche ihre Produktion immer weiter. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erwartet nun, dass die Herstellung in der Branche in diesem Jahr um 5,5 Prozent schrumpfen wird. Die Produktion der Chemie alleine betrachtet dürfte gar um 8,5 Prozent zurückgehen, teilte der VCI am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Branchenumsatz könnte wegen einer Preissteigerung in Höhe von 21,5 Prozent zwar immer noch zweistellig wachsen, aber ein Grund zur Freude ist dies nicht. Denn das Umsatzplus sei ausschließlich kostengetrieben, heißt wegen hoher Kosten steigen die Verkaufspreise. Eine Nachfragebelebung ist das nicht.

"Wir müssen uns im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen, um diesen Winter und auch das kommende Jahr zu überstehen", sagte VCI-Präsident Christian Kullmann. "Die Drosselung der Produktion ist ein erster Schritt. Wenn bestimmte Prozesse ganz stillgelegt werden müssen, laufen sie möglicherweise nie wieder an." Bisher hatte der Verband mit einem Produktionsrückgang von 1,5 Prozent gerechnet und mit einem Minus von 4 Prozent für das reine Chemiegeschäft.

Die Stimmung in der Branche habe sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen deutlich eingetrübt, teilte der Verband weiter mit. Die Geschäftserwartungen seien im Keller. Die Chemie- und Pharmaindustrie rechne überwiegend mit einem sehr schwierigen zweiten Halbjahr. Während die chinesische Wirtschaft durch die Null-Covid-Strategie, Immobilienkrise und sinkende Konsumlaune erheblich geschwächt sei, sei die US-Wirtschaft bereits das zweite Quartal in Folge geschrumpft.

Die Europäische Union (EU) werde aufgrund der anhaltenden Störungen der globalen Lieferketten, deutlich gestiegener Energiepreise und hoher Inflationsraten sowie wegen der daraus folgenden Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich in eine Rezession stürzen. Dies gelte insbesondere für Deutschland. Dort hätte der "energiepolitische Sonderweg" im internationalen Vergleich zu besonders hohen - teils existenzbedrohenden - Energiepreisen geführt.

Der Gaspreis habe sich im zweiten Jahresviertel in Deutschland durchschnittlich mit über 100 Euro pro Megawattstunde im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Der Strompreis habe immer wieder Spitzenwerte erreicht. Aber auch die Preise für Rohöl erhöhten sich. Eine Entspannung auf den Energiemärkten ist nach Einschätzung des VCI nicht in Sicht. Hinzu komme die Unsicherheit, ob im Winter eine Rationierung des Gases nötig sein werde. Vor allem in Süddeutschland drohe eine Versorgungslücke.

Die Vorbereitungen der Branche für eine solche Notlage liefen zwar auf Hochtouren, viele Unternehmen dürften jedoch im Falle einer Gasmangellage gezwungen sein, gasintensive Anlagen zu drosseln beziehungsweise stillzulegen.

So will der weltgrößte Chemiekonzern BASF <DE000BASF111>, der zu den Gas-Großverbrauchern in Europa gehört, Erdgas etwa durch Heizöl ersetzen - soweit technisch möglich. Bei Anlagen, die große Mengen an Erdgas benötigen, will die Dax-Firma die Produktion laut Unternehmenschef Martin Brudermüller reduzieren. Dazu zählten etwa die Ammoniakanlagen. Dies sei eine gängige Praxis in der chemischen Industrie, etwa bei unwirtschaftlichen Margen.

Die Chemie- und Pharmaindustrie mit mehr als 473 000 Beschäftigten ist von der Energiekrise besonders betroffen. Die Branche ist laut VCI mit einem Anteil von 15 Prozent größter deutscher Gasverbraucher, knapp ein Drittel des Industrieverbrauchs entfällt auf sie. Sie braucht Gas als Energiequelle und als Rohstoff zur Weiterverarbeitung - etwa in Kunststoffen, Arzneien oder Düngemitteln. Der Branche machen auch gestörte Lieferketten sowie die schwächelnde Wirtschaft zu schaffen. Gerade die Chemieindustrie ist als Lieferant etwa für die Auto-, Konsumgüter- und Bauindustrie konjunkturabhängig.

Im zweiten Quartal sank die Produktion in der Chemie- und Pharmabranche um 6,4 Prozent zum Vorquartal. Der Umsatz wuchs wegen stark steigender Preise um 3,4 Prozent auf 64,9 Milliarden Euro. Die Kapazitätsauslastung der Branche habe mit 81,4 Prozent weiterhin unter der Normalauslastung gelegen, hieß es vom VCI weiter./mne/als/mis

14.09.2022 | 10:05:33 (dpa-AFX)
Hohe Energiepreise: Chemieindustrie kürzt Produktionsprognose
03.09.2022 | 18:52:24 (dpa-AFX)
Branchenverband: Chemieproduktion um zehn Prozent gesunken
03.09.2022 | 12:42:13 (dpa-AFX)
Chemie-Präsident will Entlastung bei Gasumlage - nicht für Gas als Rohstoff
02.09.2022 | 11:20:01 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Lanxess auf 38 Euro - 'Neutral'
01.09.2022 | 09:46:13 (dpa-AFX)
Ifo: Geschäftserwartungen der Chemie fallen auf Tief seit 1991
22.08.2022 | 12:11:51 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Chemiewerte deutlich unter Druck - Warnung vor Gas-Engpässen