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19.08.2017 | 16:50:03 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: Spanische Terror-Ermittler uneins - Suche nach dem Täter

BARCELONA (dpa-AFX) - Nach dem Terroranschlag mit einem Lieferwagen in Barcelona gehen die Ermittlungen nur langsam voran. Die Regierung in Madrid entschied am Samstag, die Terrorwarnstufe nicht anzuheben. "Wir können sagen, dass die Zelle von Barcelona total zerschlagen ist", sagte Innenminister Juan Ignacio Zoido. Die Polizei und die katalanische Regionalregierung äußerten jedoch Zweifel an dieser Einschätzung. Der Haupttäter von Barcelona war möglicherweise noch auf freiem Fuß.

Bei dem Anschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas waren am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Wenige Stunden später kam zudem eine Frau nach einem vereitelten Angriff in der südlich gelegenen Küstenstadt Cambrils zu Tode. Sie wurde von Verdächtigen auf der Flucht überfahren.

Die Aufmerksamkeit der Polizei richtete sich Medienberichten zufolge vor allem auf einen flüchtigen Marokkaner. Der 22-Jährige sei der Bruder eines der getöteten Terrorverdächtigen von Cambrils, hieß es. Er stamme aus der Kleinstadt Ripoll rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona.

Spaniens Innenminister begründete seine Einschätzung damit, dass fast alle mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle getötet oder festgenommen worden seien. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Attacken in Barcelona und Cambrils von einem Netzwerk von insgesamt zwölf Verdächtigen verübt wurden. Fünf von ihnen wurden in Cambrils erschossen, vier wurden festgenommen.

Ein oder möglicherweise zwei weitere Verdächtige könnten am Mittwoch bei einer Explosion in dem Wohnhaus in Alcanar südlich von Tarragona umgekommen sein. Die Beamten vermuteten, dass die Gruppe dort Sprengstoff lagerte und ein noch größeres Attentat als das in Barcelona vorbereitete. Die Zeitung "La Vanguardia" berichtete, die Terrorzelle habe in dem Wohnhaus drei Autobomben präparieren wollen.

Die Madrider Regierung kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen würden ab sofort verschärft. Eine Anhebung der Terrorwarnstufe lehnte sie aber ab. In Spanien gilt seit zwei Jahren die zweithöchste Warnstufe 4. Sie bedeutet, dass ein "erhebliches Risiko eines terroristischen Anschlags" besteht.

Die katalanische Polizei und die Regionalregierung in Barcelona lehnten es dagegen ab, von einer Zerschlagung der Terrorzelle zu sprechen. Es werde noch nach zwei oder drei Verdächtigen gefahndet, betonte der katalanische Innenminister Joaquim Forn. Solange dies der Fall sei, könne von einer Zerschlagung keine Rede sein.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Angriffe in Spanien für sich. Mehrere Glaubenskämpfer hätten sie in zwei Gruppen ausgeführt und "Kreuzfahrer" ins Visier genommen, teilte der IS in einer Erklärung am Samstag über das Internet mit. Mit "Kreuzfahrern" meint die Terrormiliz das US-geführte Bündnis, das die Extremisten im Irak und in Syrien bekämpft.

Die Echtheit der Erklärung ließ sich zunächst nicht verifizieren. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle des IS im Internet verbreitet. Bislang hatte die Terrormiliz über ihr Sprachrohr Amak lediglich den Terrorangriff auf dem Boulevard Las Ramblas für sich reklamiert.

Bei der Fahndung nach dem mutmaßlichen Haupttäter, der mit dem Lieferwagen die Passantengruppen gerast war, hatte die Polizei sich zunächst auf den 17 Jahre alten Moussa Oukabir konzentriert. Diese Hypothese habe an Gewicht verloren, sagte der katalanische Polizeichef Josep Lluís Trapero. Der 17-Jährige war nach Angaben der Polizei zusammen mit vier anderen Verdächtigen in der Nacht zum Freitag bei einem Antiterror-Einsatz in Cambrils erschossen worden.

Die Polizei ging nach Medienberichten auch der Frage nach, ob der Tod eines Spaniers in einem Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Barcelona stand. Wie das katalanische Fernsehen TV3 berichtete, war der 34-jährige Mann kurz nach dem blutigen Anschlag am Stadtrand von Barcelona tot in seinem Auto gefunden worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Mann von einem Unbekannten überfallen und erstochen wurde, der ihm das Auto rauben wollte. Die Polizei ermittele nun, ob es sich bei dem Täter um einen Terroristen handeln könnte, der sich auf der Flucht befand.

Zwei Tage nach den Terrorattacken waren noch 54 Verletzte im Krankenhaus. 50 von ihnen lägen in Kliniken in Barcelona, vier in Cambrils, teilten die katalanischen Notfalldienste mit. Zwölf Patienten seien in kritischem Zustand, 25 weitere schwer verletzt. Unter ihnen sind auch viele Ausländer. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden 13 Deutsche verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) legte am Samstag Blumen am Ort des Geschehens in Barcelona nieder. Am Vortag hatte er ein Krankenhaus besucht und mit einer jungen Deutschen gesprochen, die bei dem Anschlag verletzt worden war, sowie mit Angehörigen.

Der Terror in Spanien entfachte in Deutschland erneut die Debatte um die Sicherung von Großstädten vor Attacken mit Fahrzeugen. Der Deutsche Städtetag unterstützte die Forderung von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU), Innenstädte durch bauliche Maßnahmen wie Poller besser zu schützen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnte in der "Heilbronner Stimme" (Samstag) davor, Städte zu "Festungen" auszubauen.

In Finnland ging die Polizei bei einer Messerattacke in Turku von einem terroristischen Hintergrund aus. Die Tat werde als Mord mit "terroristischem Vorsatz" behandelt, gaben die Ermittler am Samstag bekannt. Bei dem Angriff in der Hafenstadt im Südwesten des Landes waren am Freitag zwei Finninnen getötet worden, acht weitere Opfer wurden verletzt. Nach Polizeiangaben ist der Verdächtige ein 18 Jahre alter Marokkaner, der von der Polizei angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Täter habe die Opfer "per Zufall" ausgesucht. Die Polizei ermittelt wergen zweifachen Mordes und achtfachen Mordversuchs./hk/DP/zb

19.08.2017 | 15:50:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bund gegen Komplett-Übernahme der Air Berlin
18.08.2017 | 22:30:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York: Dow bröckelt ab - Turbulenzen im Weißen Haus
18.08.2017 | 22:26:30 (dpa-AFX)
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Aktien New York: Dow berappelt sich etwas - Trump-Chefstratege Bannon geht
18.08.2017 | 19:37:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Stada-Übernahme geglückt - Finanzinvestoren im zweiten Anlauf am Ziel
18.08.2017 | 18:53:05 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS 3: Geglückte Übernahme treibt Stada-Aktien auf Rekordhoch
19.08.2017 | 16:44:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Braunkohle-Länder fordern Klage gegen EU-Auflagen für Kraftwerke

POTSDAM (dpa-AFX) - Die deutschen Braunkohleländer haben das Bundeswirtschaftsministerium aufgefordert, gegen neue EU-Umweltauflagen für ihre Kohlekraftwerke zu klagen. Brandenburgs Regierungssprecher Florian Engels bestätigte am Samstag, dass Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) einen entsprechenden Brief im Namen der Braunkohleländer Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt an die Bundesregierung geschickt hat.

Hintergrund seien neue EU-Grenzwerte für Quecksilber und Stickoxid, von denen zum Beispiel in Brandenburg das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde betroffen sein könnte, sagte Engels. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" über den Vorstoß berichtet. Danach soll das Bundeswirtschaftsministerium gegen die EU-Kommission klagen.

"Angesichts der sozialen und wirtschaftspolitischen Auswirkungen der rechtswidrig zu Stande gekommenen EU-Vorgaben halten wir es für unverantwortlich, uns auf Spielräume bei der nationalen Umsetzung zu verlassen", heißt es in dem Schreiben an Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) vom vergangenen Donnerstag. Die Quecksilbergrenzwerte seien fachlich unkorrekt hergeleitet und der der Grenzwert für Stickoxid für bestehende Braunkohlekraftwerke unverhältnismäßig, argumentiert Tillich.

Die Spitzenkandidatin der Brandenburger Grünen für die Bundestagswahl, Annalena Baerbock, nannte das Schreiben "an klima- und europapolitischer Peinlichkeit kaum zu übertreffen" und "gesundheitspolitisch absolut verantwortungslos". "Die klimabedingten Extremwetterereignisse wie Tornados, Starkregen, Hitzewellen nehmen auch bei uns massiv zu, weswegen ein Handeln dringender denn je ist", meinte Baerbock./kp/DP/zb

19.08.2017 | 16:42:34 (dpa-AFX)
BVB-Sportdirektor Zorc: 'Klare Vorstellung' für Dembélé-Wechsel
19.08.2017 | 13:31:59 (dpa-AFX)
Verhandlungen über die Zukunft von Air Berlin gehen weiter
19.08.2017 | 13:28:48 (dpa-AFX)
Machnig zu Wöhrl-Angebot: Air Berlin braucht mehrere Partner
18.08.2017 | 20:53:57 (dpa-AFX)
Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen
18.08.2017 | 17:33:39 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: uhr.de AG: übernimmt neue Tochtergesellschaft (deutsch)
18.08.2017 | 17:15:36 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: DEAG übernimmt britischen Veranstalter Flying Music (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    18.08.2017

    Terroranschlag von Barcelona überschattet Börsentag

    Der tödliche Anschlag im Zentrum von Barcelona hat das Börsengeschehen im frühen Handel stark belastet. Bis zum Nachmittag hat sich der Dax etwas gefangen. Im Minus viele Aktien der Reise- und Luftfahrtbranche. Stada nach gelungener Übernahme zweistellig im Plus.

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  • TraderDaily
    18.08.2017

    DAX: Aufwärtsreaktion droht abzukippen

    Es ist anzunehmen, dass der Einfluss des US-Aktienmarkts einen Befreiungsschlag im DAX (bzw. in den großen europäischen Indizes insgesamt) verhindert. Durch das ungünstige zyklische Fahrwasser, gepaart mit einer gewissen „Gelassenheit“ unter den US-Investoren und der Herausbildung potenzieller zweiter niedrigerer Hochpunkte im Dow und S&P 500 sehen wir den US-Markt am Rande einer signifikanten Abwärtsbewegung. In diesem Rahmen dürften sich auch die Aussichten für den DAX als dürftig erweisen. Fällt dieser auf ein neues Bewegungstief (<11.935 Pkt.), eröffnen sich weitere Rückschlagsrisiken bis zunächst 11.400 Punkte.

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  • Webinar - Trading für Berufstätige
    14.08.2017

    14.08.2017 Webinar Teil 29: Marktanalyse und Trading 2.0

    Die Themen des Webinar sind:
    So analysieren erfahrene Trader - Denn Charttechnik alleine funktioniert nicht
    Mit Experten-Tradergruppe Stephan Feuerstein, Ingmar Königshofen und René Wolfram.

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Termine

Datum Terminart Information Information
21.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes C-QUADRAT Investment AG: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2017 C-QUADRAT Investment AG: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2017
21.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Metall Zug AG: Halbjahresbericht 2017 Metall Zug AG: Halbjahresbericht 2017
21.08.2017 Zwischendividende ex-Tag AFLAC Inc.: ex-dividend date AFLAC Inc.: ex-dividend date
21.08.2017 Zwischendividende Zahltag VastNed Retail N.V.: Payment interim dividend VastNed Retail N.V.: Payment interim dividend
21.08.2017 Großhandelsumsätze Kanada: Großhandelsumsätze Juni 2017 Kanada: Großhandelsumsätze Juni 2017
22.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Antofagasta plc: HY 2017 Results Announcement Antofagasta plc: HY 2017 Results Announcement
22.08.2017 Veröffentlichung des Jahresberichtes BHP Billiton Plc.: Annual results announcement BHP Billiton Plc.: Annual results announcement
22.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Bossard Holding AG: Publication of semi-annual report 2017 Bossard Holding AG: Publication of semi-annual report 2017
22.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Flughafen Wien AG: Halbjahresergebnis 2017 Flughafen Wien AG: Halbjahresergebnis 2017
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22.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Luzerner Kantonalbank: Halbjahresbericht 2017 Luzerner Kantonalbank: Halbjahresbericht 2017
22.08.2017 Bericht zum 3. Quartal MeVis Medical Solutions AG: Quartalsfinanzbericht 3. Quartal 2017 MeVis Medical Solutions AG: Quartalsfinanzbericht 3. Quartal 2017
22.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes ORIOR AG: Publikation Halbjahresergebnis 2017 ORIOR AG: Publikation Halbjahresergebnis 2017
22.08.2017 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Persimmon plc: Announcement of 2017 Half Year Report Persimmon plc: Announcement of 2017 Half Year Report

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