Rohstoff-Trading / 03.01.2017 | 14:30:36 Werbung

Brent: Bullen verteidigen ihr Terrain!

DZ BANK AG
Autor DZ BANK AG

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die Notierungen bei Brent Crude konnten ihren Anstieg nach der überraschenden Einigung über die Förderkürzung der OPEC in den vergangenen Wochen überzeugend verteidigen. Technisch hat sich das Bild damit unserer Einschätzung nach deutlich verbessert, was weitere Kursgewinne erwarten lässt. Somit stehen die Zeichen gut, dass sich die Aufwärtsbewegung bei Brent Crude auch im neuen Jahr fortsetzen dürfte.

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Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Nicht-OPEC-Staaten schließen sich Kürzungsbeschluss an

Die vom Öl-Kartell beschlossene Förderkürzung stößt auch bei Nicht-OPEC-Mitgliedern auf positive Resonanz. Denn einige bedeutende Förderländer außerhalb des Kartells haben sich ebenfalls zu einer Kürzung der Fördermenge verpflichtet. Diese fiel mit 558.000 Barrel pro Tag zwar etwas geringer aus als die zuvor angepeilten 600.000 Barrel. Dennoch stellt der ab 1. Januar 2017 in Kraft tretende Kürzungsbeschluss einen historischen Meilenstein dar. Denn erstmals seit 15 Jahren konnten sich OPEC und Nicht-OPEC-Staaten auf einen gemeinsamen Beschluss einigen. Neben Russland erklärten sich demnach unter anderem auch Mexiko, Aserbaidschan und der Oman zu einer Verringerung der Ölfördermenge bereit.

 

Analysten sehen Kürzungsbeschluss als „Game-Changer“

Inklusive der von der OPEC beschlossenen Förderkürzung über 1,2 Millionen Barrel pro Tag scheint sich die Lage bei Brent Crude kurzfristig weiter zu stabilisieren. Entsprechend positiv fiel das Echo der Analystengemeinde zu der historischen Einigung zwischen der OPEC und einigen der wichtigsten Nicht-OPEC-Staaten aus. Einige Rohstoffexperten werten den nun erzielten Konsens als Zeichen dafür, dass sich alle Ölförderländer auch künftig über gemeinsame Maßnahmen zur Stützung der Ölpreise verständigen werden, was weiteren Spielraum für das „schwarze Gold“ eröffnen würde. Ob und wann man sich wieder an einen Tisch setzt, und wie derartige Maßnahmen konkret aussehen könnten, dazu gibt es bislang keine konkreten Hinweise. Doch allein die Tatsache, dass man sich trotz konträrer Interessen zu einer Einigung durchringen konnte, macht diesen Beschluss zu einem Game-Changer für den gesamten Ölmarkt.

 

Saudi-Arabien signalisiert Spielraum für weitere Kürzungen - Grundtendenz bleibt bullisch!

Wasser auf die Mühlen der Ölbullen sind auch Andeutungen des mächtigsten OPEC-Mitglieds Saudi-Arabien, wonach man sich unter gewissen Umständen zu darüber hinausgehenden Förderkürzungen bereit erklären würde. Der Wüstenstaat trägt schon jetzt mit einer Reduktion von 486.000 Barrel pro Tag den Löwenanteil der von den OPEC-Staaten beschlossenen Kürzung. Damit scheint sich das Scheichtum zugunsten einer nachhaltigen Stabilisierung der Ölpreise damit abzufinden, zumindest kurzfristig auf einen Teil seiner Marktanteile zu verzichten. Dies bereitet die Basis für weitere konzertierte Aktionen, so die Einschätzung einiger Marktbeobachter. Damit bleibt die Grundtendenz bei Öl weiter bullisch, wobei negative Nachrichten wie die geplante Ausweitung der Ölförderung vieler US-Fracking-Anbieter derzeit kaum eine Rolle spielen. Auch der überraschende Anstieg der US-Öllagerbestände zum Ende des Jahres 2016 wurde von den Marktteilnehmern kaum beachtet. Dies zeigt, dass die Bullen das Zepter fest in der Hand haben.

 

Trading-Taktik: Das Chartbild bei Brent Crude Oil bleibt weiterhin bullisch. Denn der Aufwärtsimpuls nach dem Förder-Cut der OPEC wurde überzeugend verteidigt. Das übergeordnete Bild spricht damit unserer Einschätzung nach für weiter steigende Notierungen bei Brent Crude Oil. Es bietet sich an, bestehende Long-Positionen bei Brent Crude mit einer Risikotoleranz im Bereich knapp unterhalb der Marke von 52 USD abzusichern. Bei einem Breakout über das Zwischenhoch bei 57,26 USD bietet es sich an, die Position prozyklisch auszubauen.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird jedoch die Knock-out-Schwelle berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Stand: 02.01.2017, Emittentin: DZ BANK

DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Long 11,77 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DGJ3SF / DE000DGJ3SF3 // Quelle: DZ BANK: Geld 23.01. 19:59:03, Brief 23.01. 19:59:03
40,67
Geld in EUR
40,69
Brief in EUR
-0,32%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 55,04 USD
Quelle: ICE Fut Eur, 13:16:31
  • Basispreis 11,77 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 78,62%
  • Knock-Out-Schwelle 11,77 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 78,62%
  • Hebel 1,27x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

23.01.2017 | 18:47:45 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Zuletzt sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März um 37 Cent auf 55,13 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 55 Cent auf 52,69 Dollar.

Belastet worden seien die Ölpreise durch eine weiter steigende Anzahl von Bohrlöchern in den USA, hieß es aus dem Handel. Am Freitag hatte Baker Hughes, eine Ausrüsterfirma für die Ölindustrie, gemeldet, dass die Zahl der Bohrlöcher für Rohöl in der vergangenen Woche von zuvor 522 auf 551 zugenommen habe. Dies ist der höchste Wert seit Ende 2015.

Die zuletzt insgesamt wieder deutlich gestiegenen Ölpreise machen nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank das Bohren nach Schieferöl in den USA wieder attraktiv./tos/he

23.01.2017 | 12:58:26 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen
23.01.2017 | 11:10:01 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gestiegen
23.01.2017 | 07:23:54 (dpa-AFX)
Ölpreise wenig verändert
22.01.2017 | 19:15:27 (dpa-AFX)
Opec zufrieden mit Erfüllung der Kürzungsvereinbarung
20.01.2017 | 17:58:20 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen deutlich
20.01.2017 | 13:02:07 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen - Aussicht auf sinkendes Angebot stützt

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