Expertenlounge / 11.01.2017 | 10:15:16 Werbung

Trendfolge mit dem MACD

DZ BANK AG
Autor DZ BANK AG

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Mache es so einfach wie möglich! Diese Herangehensweise nach dem KISS-Prinzip („Keep it simple, stupid“) stand wohl auch Pate bei der Entwicklung des MACD-Indikators. Wegen seiner simplen Konstruktion und seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten gehört er zu den am meisten verwendeten technischen Indikatoren. Mit ihm lassen sich Trendrichtung und -stärke bestimmen. Zudem kann er auf Schwächephasen im Basiswert hinweisen und damit auf mögliche Trendwechsel deuten. Eine weitere Anwendung ist die als Signallieferant für konkrete Kauf- und Verkaufssignale.

DZ BANK AG
Autor DZ BANK AG

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Das Konzept des MACD (Moving Average Convergence/Divergence) beruht auf einem trendfolgenden Ansatz. Die Basis bilden gleitende Durchschnitte (GD), was sich in der Namensgebung widerspiegelt. „MA“ steht für Moving Averages (engl. gleitende Durchschnitte). Sie werden wiederum auf ihre Entwicklung zueinander untersucht. Dabei geht es darum, zu validieren, ob sich die GDs annähern (konvergieren) oder voneinander entfernen (divergieren). Aus den daraus abgeleiteten Phasen einer Konvergenz (engl. convergence) oder Divergenz (engl. divergence) resultiert mit „CD“ der zweite Teil des Namens. Eingesetzt werden kann der MACD in allen Zeitebenen (Monat, Woche, Tag, 1 Stunde etc.). Er eignet sich damit ebenso zur Analyse längerfristiger Börsentrends wie für mittel- und kurzfristige Betrachtungen.

 

Ein kurzer und ein langer GD

Zur Berechnung des MACD werden zwei unterschiedlich lang eingestellte exponentielle GDs (EMAs) benötigt. Standardeinstellung für den kurzen Durchschnitt sind 12 Zeiteinheiten (z.B. Tage). Der längere Durchschnitt wird standardmäßig auf Basis von 26 Zeiteinheiten berechnet. Es sind aber auch andere Einstellungen möglich. Als Faustregel gilt dabei, dass der längerfristige EMA zwei- bis dreimal so lang eingestellt sein sollte wie der kürzerfristige. Je kürzer die Einstellung, desto empfindlicher reagiert der MACD auf Kursschwankungen des Basiswertes. Nach der Festlegung und Berechnung der GDs wird im zweiten Schritt der Abstand zwischen beiden Durchschnittslinien ermittelt. Der kürzer eingestellte EMA ist dabei der Minuend, von dessen Wert der Wert des längeren EMA subtrahiert wird. Ergebnis ist die MACD-Linie, die um eine Nulllinie schwankt. Liegt die MACD-Linie über der Nulllinie, notiert der kürzere EMA über dem längeren EMA. Verläuft die MACD-Linie unter der Nulllinie, notiert der kürzere unter dem längeren EMA.

 

Schnittpunkte geben Handelssignale

Neben der MACD-Linie gibt es noch die sogenannte Signallinie, die auch als Trigger bezeichnet wird. Sie entsteht durch die Glättung der MACD-Linie. Das geschieht durch einen exponentiellen gleitenden Durchschnitt. Standardeinstellung für diesen EMA sind 9 Zeiteinheiten. Schnittpunkte von MACD-Linie und Signallinie können als konkrete Handelssignale interpretiert werden. Ein Kaufsignal ist dabei gegeben, wenn die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben schneidet. Kreuzt die MACD-Linie die Signallinie von oben nach unten, stellt dies ein Verkaufssignal dar. Anleger sollten dabei beachten, dass der MACD aufgrund seines trendfolgenden Charakters die Bewegungen des Basiswertes mit einer zeitlichen Verzögerung nachvollzieht. Zudem sind in Abhängigkeit von der Marktlage, beispielsweise in trendschwachen Phasen, eine Reihe von Fehlsignalen möglich. Deshalb sollten bei der Nutzung des MACD als Signalgeber zusätzlich Filter und/oder andere Indikatoren eingesetzt werden.

Monatschart mit MACD und Kauf- bzw. Verkaufssignalen

 

Mögliche Filter

Ein minimaler Ansatz für die Bewertung der Handelssignale könnte beispielsweise die Nulllinie sein. Kaufsignale könnten demnach nur als solche gewertet werden, wenn der Schnittpunkt von MACD-Linie und Signallinie unter der Nulllinie erfolgt ist. Verkaufssignale werden wiederum nur als solche klassifiziert, wenn sie über der Nulllinie erzeugt wurden. Hintergrund dieses Ansatzes ist dann, auf einen möglichen Trendwechsel zu setzen.

Eine weitere Möglichkeit, die Handelssignale zu validieren, ist die, nur die Signale zu befolgen, die zu der übergeordneten Trendrichtung passen. Hierzu könnte beispielsweise der MACD auf Wochen- oder Monatsbasis als Filter angewendet werden, um die übergeordnete Trendrichtung nach objektiven Kriterien zu qualifizieren. Notiert die entsprechende MACD-Linie demnach über ihrer Mittellinie, wäre im übergeordneten Bild eine aufwärtsgerichtete Bewegung gegeben, sodass nur Kaufsignale befolgt werden sollten. Im umgekehrten Fall wäre ein Abwärtstrend vorhanden, wenn die MACD-Linie unter ihrer Mittellinie notiert. In diesem Fall finden dann nur Verkaufssignale Anwendung.

 

GEA Group mit Verkaufssignal

Im übergeordneten Bild aktuell einen intakten Abwärtstrend zeigt unserer Ansicht nach die Aktie des Spezialmaschinenbauers GEA Group. Der MACD auf Wochenbasis stieg zuletzt zwar etwas an, er liegt aber weiterhin unter seiner Mittellinie. Den seit dem Zwischentief im November 2016 auszumachenden Aufwärtsimpuls bei der Aktie klassifizieren wir daher bislang lediglich als technische Gegenbewegung und gehen damit von einer Fortsetzung der Korrektur aus, die sich seit September 2016 gebildet hat. Ein entsprechendes Verkaufssignal könnte unserer Meinung nach jüngst der MACD im Tageschart gebildet haben, in dem er seine Signallinie von oben nach unten kreuzte. Dies geschah zudem über der Mittellinie. Unsere bärische Erwartungshaltung sehen wir als gescheitert an, wenn der Aktienkurs über das Zwischenhoch von Anfang Januar dieses Jahres bei 39,20 Euro steigt, und präferieren spätestens ein Stop-Loss bei 39,50 Euro. Hier befindet sich die untere Begrenzung der im Oktober 2016 gerissenen massiven Kurslücke.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Short auf GEA Group die negative, aber auch die positive Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 44,63 EUR) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Stand: 11.01.2017, Emittentin: DZ BANK.

DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Short 44,318 open end: Basiswert GEA Group

DGN245 / DE000DGN2455 // Quelle: DZ BANK: Geld 30.03. 08:30:20, Brief 30.03. 08:30:20
0,47
Geld in EUR
0,50
Brief in EUR
-2,08%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 39,900 EUR
Quelle: Xetra, 29.03.
  • Basispreis 44,318 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 11,07%
  • Knock-Out-Schwelle 44,318 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 11,07%
  • Hebel 7,92x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / GEA Group AG

28.03.2017 | 10:45:26 (dpa-AFX)
Maschinenbauer gegen einseitige Zugeständnisse an Briten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Maschinenbauer haben sich gegen einseitige Zugeständnisse an Großbritannien bei den Brexit-Verhandlungen ausgesprochen. Für die Industrie habe vor allem der Erhalt des europäischen Binnenmarktes oberste Priorität, erklärte der Branchenverband VDMA am Dienstag in Frankfurt. Man wünsche sich zügige Verhandlungen, um zu vermeiden, dass man in zwei Jahren ohne Abkommen dastehe, erklärte Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Der langfristige Erhalt des Binnenmarktes sei aber wichtiger als kurzfristige Handelserleichterungen mit den Briten. "Deswegen darf ein Abkommen mit der EU nicht attraktiver sein als eine EU-Mitgliedschaft. Eine Sonderrolle als Trittbrettfahrer darf es für Großbritannien nicht geben." Großbritannien ist hinter den USA, China und Frankreich der viertgrößte Exportmarkt der deutschen Schlüsselindustrie./ceb/DP/fbr

06.03.2017 | 12:38:17 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: GEA Group Aktiengesellschaft (deutsch)
06.03.2017 | 11:15:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Mehr Bestellungen: Maschinenbau geht mit Schwung ins Jahr 2017
23.02.2017 | 14:35:22 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: GEA Group Aktiengesellschaft (deutsch)
23.02.2017 | 12:45:09 (dpa-AFX)
Maschinenbau und Elektroindustrie erzielen Exportrekorde
21.02.2017 | 12:28:58 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: GEA Group Aktiengesellschaft (deutsch)
21.02.2017 | 11:18:30 (dpa-AFX)
Gute Chancen für Ingenieure im Maschinenbau

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