News

01.07.2019 | 16:16:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Opec wird Erdöl-Förderlimit höchstwahrscheinlich beibehalten

WIEN (dpa-AFX) - Das Ölkartell Opec und die mit ihm kooperierenden Staaten wie Russland werden aller Voraussicht nach auch weiterhin ihre Produktion beschränken. Mehrere Vertreter von Opec-Mitgliedern sprachen sich am Montag in Wien dafür aus, die bereits bestehenden Produktionslimits auch in den kommenden Monaten anzuwenden. Wahrscheinlich ist eine Verlängerung um neun Monate. Weil Saudi-Arabien und Russland laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Wochenende schon eine entsprechende Übereinkunft beim G20-Gipfel im japanischen Osaka erreicht hatten, dürften auch die kooperierenden Staaten mitziehen. Die sogenannte "Opec+"-Runde trifft sich am Dienstag in Wien.

Die Verlängerung der Produktionslimits dürften Verbraucher an steigenden Preisen beim Heizöl- und Benzin-Kauf spüren. Für das zweite Halbjahr 2019 zeichne sich ein unterversorgter Markt ab, schrieben die Analysten der Commerzbank <DE000CBK1001> am Montag. "Dies dürfte den Ölpreisen Auftrieb geben, so dass wir am Jahresende einen Brentölpreis von 70 US-Dollar je Barrel erwarten." Ein Barrel entspricht 159 Litern. Schon am Montag legten die Ölpreis kräftig zu, die Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 66,39 US-Dollar.

Der russische Energieminister Alexander Nowak sagte der Agentur Tass, dass sich einige Länder bei einem speziellen Treffen am Montagmorgen für eine Verlängerung um neun Monaten verständigt hätten. Dabei sollten alle Quoten für sämtliche Länder beibehalten werden. "Ich denke, sechs Monate sind gut, neun Monate sind auch gut, aber ich bevorzuge neun Monate", sagte auch der Ölminister Angolas, Diamantino Pedro Azevedo. "Wir glauben, dass eine Verlängerung der Limits um neun Monate einer um sechs Monate zu bevorzugen ist, denn das bietet größere Sicherheit und reduziert dabei die Volatilität des Marktes", erklärte die nigerianische Delegationschefin Folasade Yemi-Esan.

Im Dezember hatten sich die "Opec+"-Staaten nach langen Verhandlungen darauf verständigt, 1,2 Millionen Barrel (159 Liter) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 aus dem Boden zu pumpen. Dabei entfallen 800 000 Barrel auf die Opec-Staaten, die restlichen 400 000 Barrel auf die zehn anderen kooperierenden Länder. Die Kürzung wurde in den vergangenen Monaten nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris sogar übererfüllt. Die Opec-Staaten Iran, Venezuela und Libyen sind von dem Deal ausgenommen.

Vor allem für Saudi-Arabien ist es wichtig, dass der Ölpreis weiter steigt. Laut einer Berechnung des Internationalen Währungsfonds benötigt Saudi-Arabien einen Ölpreis von etwa 85 US-Dollar pro Barrel für einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Riad hat zuletzt seine Ölförderung deutlich stärker gekürzt, als es mit Blick auf die Absprachen nötig gewesen wäre.

Die 14 Opec-Staaten pumpen gemeinsam rund ein Drittel des gesamten Ölangebots aus dem Boden, die 24 "Opec+"-Staaten gemeinsam fast die Hälfte. Insgesamt liegt das Ölangebot bei rund 99 Millionen Barrel Öl pro Tag, während die Nachfrage laut der IEA für 2019 im Schnitt bei 100,4 Millionen Barrel pro Tag liegt./nif/DP/jsl

20.06.2019 | 12:34:11 (dpa-AFX)
Iran verurteilt Verletzung seines Luftraums durch US-Drohne
20.06.2019 | 11:15:53 (dpa-AFX)
Iran: Drohnen-Abschuss 'klare Botschaft' an die USA
20.06.2019 | 06:40:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Irans Revolutionsgarden bestätigen Abschuss einer US-Drohne
20.06.2019 | 06:26:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Irans Revolutionsgarden bestätigen Abschuss einer US-Drohne
16.06.2019 | 15:41:15 (dpa-AFX)
Spurensuche nach Tanker-Attacken im Golf - Riad zeigt auf Teheran
14.06.2019 | 22:09:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Mysterium am Golf - Wer steckt hinter Attacke auf Tanker?
16.07.2019 | 13:14:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Keine Entspannung bei Bayer trotz reduzierter Glyphosat-Strafe

(neu: Das Stück wurde neu gefasst.)

SAN FRANCISCO/LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Eine geringere Strafe für Bayer <DE000BAY0017> in einem Glyphosat-Prozess in den USA sorgt in Leverkusen nicht unbedingt für Freudensprünge. Zwar reduzierte ein US-Richter den von Geschworenen geforderten Schadenersatz um rund 55 Millionen US-Dollar auf etwas mehr als 25 Millionen Dollar (rund 22,2 Mio Euro), am grundsätzlichen Problem für Bayer ändert das aber nichts. Bayer und der 2018 von dem Dax <DE0008469008>-Konzern gekaufte Saatgutriese Monsanto sind in den USA weiterhin mit mehr als 13 400 Klagen wegen möglicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter konfrontiert. Und die aktuelle Entscheidung des Richters Vince Chhabria wird die Kläger und ihre Anwälte kaum entmutigen.

"Auf Basis der im Prozess vorgelegten Beweise, verdient Monsanto eine Bestrafung", schrieb Chhabria in seiner Urteilsbegründung. Sie unterstützten die Schlussfolgerung der Geschworenen, dass Monsanto mehr auf ein Herunterspielen von Sicherheitsbedenken bedacht gewesen sei, als die Sicherheit des Produktes zu gewährleisten.

Am eigentlichen Schadenersatz von gut fünf Millionen Dollar für den Kläger Edwin Hardeman hielt Chhabria denn auch fest. Den Strafschadenersatz, der im US-Recht als Zusatzsanktion bei besonders schweren Entschädigungsfällen verhängt werden kann, senkte der Richter allerdings von 75 auf 20 Millionen Dollar - aber vor allem, weil das Verhältnis von regulärem zu Strafschadenersatz sonst den verfassungsrechtlich angemessen Rahmen überschritten hätte.

Genau diese Entscheidungen verdeutlichen laut dem Analysten Michael Leacock vom Investmenthaus Mainfirst die eigentliche Crux für Bayer. So könne der Konzern weiterhin offenbar nicht beweisen, dass Glyphosat sicher sei, was im Umkehrschluss Geschworene zur Annahme verleiten könnte, dass das Produkt unsicher sei. Auch in weiteren Prozessen könnten die Geschworenen daher zugunsten der Kläger entscheiden.

Bayer betont indes weiterhin die Sicherheit von Glyphosat und verweist auf zahlreiche wissenschaftliche Studien. In einer Mitteilung bezeichnet ein Unternehmenssprecher die Verringerung der Strafe zwar als einen "Schritt in die richtige Richtung". Gleichzeitig zweifeln die Leverkusener aber die Entscheidung über einen Schadenersatz grundsätzlich an, da sie nicht durch die vorgelegten Beweise gestützt werde und im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen stehe. Bayer kündigte daher an, bei einem Berufungsgericht Widerspruch einzulegen.

Hardeman war der zweite Fall, der verhandelt wurde, und den Bayer dann im März verloren hatte. Auch beim ersten Fall aus dem Jahr 2018 wurde die Strafe später stark verringert. Im jüngsten Fall im Mai hatte eine US-Jury einem an Krebs erkrankten Rentnerehepaar insgesamt sogar umgerechnet gut zwei Milliarden Dollar zugesprochen. Allerdings kündigte Bayer auch hier umgehend an, das Urteil anzufechten.

Der Leverkusener Konzern hatte Monsanto im vergangenen Jahr für rund 63 Milliarden Dollar übernommen, was sich als sehr riskant entpuppte und von vielen Investoren harsch kritisiert wird. Die Aktionäre verweigerten Bayer-Chef Werner Baumann auf der Hauptversammlung Ende April sogar die Entlastung. Von einer "Schande" und einem "Scherbenhaufen" war mit Blick auf den Monsanto-Kauf da die Rede. Wenn auch ohne rechtliche Folgen, war es mehr als nur eine gelbe Karte, nachdem Bayers Börsenwert angesichts der hohen drohenden Rechtslasten zwischenzeitlich sogar unter den Monsanto-Kaufpreis gefallen war. Trotz der jüngsten Kurserholung notieren der Papiere immer noch fast 36 Prozent tiefer als vor der ersten Prozessschlappe vor knapp einem Jahr.

Für viele Analysten sind die erwarteten finanziellen Belastungen durch die vielen Tausend Glyphosat-Klagen damit aber über Gebühr in den Kurs eingepreist. Laut Gunther Zechmann von Bernstein Research sind es mittlerweile schon Kosten von fast 30 Milliarden Euro, die vom Aktienkurs reflektiert würden. Das liegt deutlich über den pessimistischen Expertenschätzungen.

Mainfirst-Expert Leacock etwa rechnet mit rund 10 Milliarden Euro für den Fall eines Vergleichs mit der Klägerseite. Einen Vergleich hält er für das wahrscheinlichste Szenario, "egal wie schwierig dies für Wissenschaftler zu verdauen wäre."

Bis es soweit ist, dürfte aber noch viel Zeit vergehen. Zwar werden solche Massenklagen in den USA früher oder später meist mit einem großen Vergleich beigelegt, nach bislang erst drei Gerichtsschlappen und noch keinem einzigen Berufungsprozess dürfte Bayer dazu aber wohl noch nicht bereit sein, glaubt ein Händler.

Richter Chhabria, bei dessen Gericht in San Francisco mehrere Hundert Klagen gebündelt sind, drängt die Streitparteien allerdings bereits zu einer gütlichen Einigung und setzte daher unlängst einen weiteren als Musterfall gedachten Prozess auf unbestimmte Zeit aus. Zuletzt war daher der US-Staranwalt Ken Feinberg als Schlichter bestellt worden. Und immerhin: Bayer hatte zumindest angekündigt, sich konstruktiv in die Mediation einbringen zu wollen.

Druck dürfte dabei aber auch von anderer Seite kommen. So mischt der für sein aggressives Gebaren bekannte US-Milliardär und Investor Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott inzwischen bei Bayer mit. Elliott ist mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro an den Leverkusenern beteiligt.

Als die Beteiligung Ende Juni offiziell wurde, gab sich Elliott zwar zahm und lobte die jüngsten Schritte, mit denen Bayer die Glyphosat-Klagewelle bewältigen will. So hatte Bayer einen Aufsichtsratsausschuss gegründet, der die Causa Glyphosat vorantreiben soll, etwa durch Beratung des Vorstands und Vorschläge zur Prozessstrategie. Wie lange Singer ruhig bleiben wird, ist allerdings offen./mis/hbr/eas/jha/

16.07.2019 | 13:12:38 (dpa-AFX)
JPMorgan verdient fast zehn Milliarden Dollar im Quartal - Aktie gibt nach
16.07.2019 | 12:49:38 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Rettung für Gerry Weber: Finanzinvestoren übernehmen Modehersteller
16.07.2019 | 12:49:17 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley belässt Evonik auf 'Overweight' - Ziel 34 Euro
16.07.2019 | 12:47:54 (dpa-AFX)
ANALYSE: Sicherheit mit Dividende - LBBW filtert Dividendenchampions aus
16.07.2019 | 12:10:55 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: ROY Ceramics SE: kauft alle Anteile an der Klingenberg Dekoramik GmbH (deutsch)
16.07.2019 | 11:54:43 (dpa-AFX)
DGAP-DD: OTRS AG (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    16.07.2019

    Teilerfolg für Bayer: Aktie steigt - Immobilienwerte geben deutlich nach

    Während der Aktienkurs von Bayer gewinnt, geht der von Immobilinekonzernen zurück. Das liegt an einem Schachzug, den das Land Berlin vollzogen hat und der Deutsche Wohnen damit einen Dämpfer verpasst.

    Mehr
  • TraderDaily
    16.07.2019

    Neue Aufwärtswelle in Richtung des Jahreshochs

    Bullen visieren 12.427 Punkte an

    Solide Konjunkturdaten aus China haben die technische Gegenreaktion des deutschen Leitindex am Montag beendet und ihn in eine neue Aufwärtswelle übergehen lassen. Damit stellt das gestern etablierte Tagestief bei 12.297 Punkten ein neues Verlaufstief dar,..

    Mehr
  • Webinar - Trading für Berufstätige
    08.07.2019

    08.07.2019 Webinar Teil 25: The BIG Picture - Technische Marktanalyse

    Die Themen des Webinar sind:
    Technische Marktanalyse - Strategische und taktische Einschätzung der Finanzmärkte. Mit Franz-Georg Wenner (Feingold Research).

    Mehr

Termine

Datum Terminart Information Information
16.07.2019 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Basellandschaftliche Kantonalbank: Halbjahresergebnis 2019 Basellandschaftliche Kantonalbank: Halbjahresergebnis 2019
16.07.2019 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes DKSH Holding Ltd: Half-year results 2019 DKSH Holding Ltd: Half-year results 2019
16.07.2019 Bericht zum 1. Quartal Experian Group PLC: First quarter FY20 trading update Experian Group PLC: First quarter FY20 trading update
16.07.2019 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Telekom Austria AG: Ergebnis 1.Halbjahr 2019 Telekom Austria AG: Ergebnis 1.Halbjahr 2019
16.07.2019 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Zuger Kantonalbank: Halbjahresergebnis 2019 Zuger Kantonalbank: Halbjahresergebnis 2019
16.07.2019 Ordentliche Hauptversammlung CropEnergies AG: Hauptversammlung 2019 CropEnergies AG: Hauptversammlung 2019
16.07.2019 Telefonkonferenz zum 2. Quartal J.P. Morgan Chase & Co.: Second-Quarter 2019 Earnings Conference Call J.P. Morgan Chase & Co.: Second-Quarter 2019 Earnings Conference Call
16.07.2019 Telefonkonferenz zum 2. Quartal Johnson & Johnson Corp.: Second Quarter 2019 Earnings Call and Webcast Johnson & Johnson Corp.: Second Quarter 2019 Earnings Call and Webcast
16.07.2019 Schlussdividende Zahltag Fielmann AG: Dividendenzahlung Fielmann AG: Dividendenzahlung
16.07.2019 Außenhandelsvolumina Europäische Union: Außenhandel Mai 2019 Europäische Union: Außenhandel Mai 2019
16.07.2019 Arbeitsmarkttrends Großbritannien: Arbeitsmarktstatistik Juli 2019 Großbritannien: Arbeitsmarktstatistik Juli 2019
16.07.2019 Außenhandelsvolumina Italien: Außenhandel Mai 2019 Italien: Außenhandel Mai 2019
16.07.2019 Importpreise Italien: Importpreise Mai 2019 Italien: Importpreise Mai 2019
16.07.2019 Verbraucherpreisindex Italien: Verbraucherpreisindex Juni 2019 Italien: Verbraucherpreisindex Juni 2019

Magazin