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21.02.2018 | 13:14:32 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP: Neuer Konzernchef verordnet Deutscher Börse Neuanfang

(Wiederholung aus technischen Gründen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem turbulenten Jahr ruft der neue Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer für 2018 das Jahr des Neubeginns aus. Er strebe zwar "keine Revolution an", sagte Weimer bei seiner ersten Pressekonferenz im neuen Amt am Mittwoch in Frankfurt. Es gehe aber darum, "das Unternehmen organisatorisch nach vorne zu bringen". So stünden etwa im Vorstand und der Ebene darunter Veränderungen an.

Ein "signifikanter Personalabbau" stehe aber "nicht zur Debatte", versicherte Weimer. "Wir können uns nicht zu Tode sparen, wir sind zum Wachsen verdammt." Je größer eine Börse sei, desto wettbewerbsfähiger sei sie. Konkrete Pläne für die nächsten drei Jahre will Weimer auf einem Investorentag am 30. Mai vorlegen.

"Ich sehe für uns eine ganze Reihe von Wachstumschancen", sagte Weimer. "Wir werden unsere Chancen offensiver nutzen." 2018 sollen die Erlöse um mindestens fünf Prozent zulegen, der Überschuss um mindestens zehn Prozent.

Dabei setzt der ehemalige Chef der Hypovereinsbank (HVB), der die Deutsche Börse <DE0005810055> seit dem 1. Januar führt, vor allem auf Wachstum aus eigener Kraft. Größere Übernahmen stünden nicht auf der Agenda, aber kleinere Übernahmen etwa im Datenbereich oder Währungshandel. Einem erneuten Anlauf zur Fusion mit der London Stock Exchange <GB00B0SWJX34> (LSE) erteilte Weimer eine klare Absage: "Für die nächsten Jahre ist diese Thema tot."

Potenzial für den Finanzplatz Frankfurt sieht Weimer infolge des geplanten EU-Austritts der Briten: Frankfurt habe beim Euro-Clearing "jetzt die einmalige Chance, eine glaubwürdige Alternative zum Standort London aufzubauen". Derzeit findet die billionenschwere Abwicklung von Handelsgeschäften mit Euro-Wertpapieren überwiegend in London statt. Kommt der Brexit, droht Aufsehern auf dem Kontinent ein Kontrollverlust über diesen wichtigen Markt.

Weimer meldete hier erste Erfolge: Von den 1000 Milliarden Euro an Geschäften, die insgesamt beim Euro-Clearing pro Tag abgewickelt würden, entfielen mittlerweile 40 Milliarden Euro auf die Deutsche Böse und damit acht Mal mehr als noch im Dezember. Der Börsenbetreiber hat sich dafür unlängst mit 25 internationalen Finanzhäusern verbündet. Das Geschäft dürfe nicht Paris überlassen werden, sagte Weimer. "Ich will das nach Frankfurt ziehen."

Das Jahr 2017 - noch unter der Verantwortung von Weimers Vorgänger Carsten Kengeter - war geprägt von Fusionspleite, Insidervorwürfen und Chefwechsel. Im Frühjahr scheiterte die Fusion mit der LSE am Veto der EU-Wettbewerbshüter, zum Jahresende trat Kengeter wegen des Vorwurfs von Insiderhandel bei einem millionenschweren Aktiengeschäft im Rahmen eines eigens für ihn gestrickten Bonusprogramms zurück. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt dazu laufen noch.

Hinter den Kulissen hält der unrühmliche Fall die Börse weiterhin auf Trab: Kengeter und der Aufsichtsrat ringen um Boni in Millionenhöhe, wie zuvor die "Süddeutsche Zeitung" berichtete. Nach Angaben von Finanzvorstand Gregor Pottmeyer vertritt das Unternehmen die Auffassung, dass das Sonderprogramm nur zu drei Fünfteln ausgezahlt werden muss, weil Kengeter vorzeitig gegangen ist. Die Börse habe für das Bonusprogramm "einen höheren einstelligen Millionenbetrag" zurückgestellt. Weimer grenzte sich ausdrücklich von seinem Vorgänger ab: "Eines ist klar, ich will kein Extra-Programm haben."

Die Geschäfte des Börsenbetreibers liefen 2017 schlechter als erhofft: Nach den bereits am Dienstagabend veröffentlichten Zahlen stiegen die Nettoerlöse um 3 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro. Der Überschuss legte auf vergleichbarer Basis um 6 Prozent auf 857,1 Millionen Euro zu - auch dies war weniger als angepeilt.

Wegen der Flaute an den Finanzmärkten handelten Anleger ungewöhnlich wenig. Die Deutsche Börse wurde deshalb weniger der lukrativen Absicherungsprodukte los. Erst Anfang dieses Jahres änderte sich die Lage schlagartig mit einem Kursrutsch an den Aktienmärkten./ben/das/DP/tos

21.02.2018 | 12:45:31 (dpa-AFX)
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21.02.2018 | 12:17:14 (dpa-AFX)
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21.02.2018 | 11:33:23 (dpa-AFX)
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21.02.2018 | 13:36:58 (dpa-AFX)
Kreise: Pratt & Whitney findet Übergangslösung für Antriebsproblem bei A320neo

EAST HARTFORD/MÜNCHEN/TOULOUSE (dpa-AFX) - Nach dem Flugverbot für mehrere Airbus-Mittelstreckenjets <NL0000235190> der A320neo-Reihe hat der US-Triebwerksbauer Pratt & Whitney laut Insidern vorübergehende Lösungen gefunden. Bei den elf Flugzeugen, bei denen beide Triebwerke die seit Dezember verbauten fehlerhaften Dichtungen enthalten, werde eine Turbine komplett ausgetauscht, erfuhren die Nachrichtenagenturen dpa-AFX und Bloomberg am Mittwoch von mit der Sache vertrauten Personen. Dann dürften die Maschinen wieder fliegen - nur nicht längere Strecken über Wasser.

Um auch die an nur einem Triebwerk betroffenen 21 Flugzeuge wieder voll einsatzfähig zu machen, will Pratt die Dichtungen den Insidern zufolge vorerst wieder durch den Typ ersetzen, der bei allen vor Dezember ausgelieferten Exemplaren zum Einsatz gekommen war. Die europäische Luftsicherheitsbehörde EASA, die zuvor noch Flugverbote und -beschränkungen verhängt hatte, habe dem zugestimmt. Eigentlich sollte der neue Typ länger haltbar sein als der alte. Allerdings führte er schon nach wenigen Wochen zum Ausfall von Triebwerken - teils beim Start, teils im Flug. Insgesamt soll es vier Zwischenfälle gegeben haben.

Bei Pratt & Whitney und EASA war für eine Stellungnahme zunächst niemand zu erreichen. Der Chef des Münchner Triebwerksbauers MTU <DE000A0D9PT0>, der an dem betroffenen Antrieb mitarbeitet, sieht die Chance auf weitere Bestellungen durch die erneuten Probleme nicht getrübt. "Natürlich sind solche Themen ärgerlich, aber wir müssen auf die Programmlaufzeit von 25 Jahren schauen", sagte er am Mittwoch in München.

Der Getriebefan-Antrieb der United-Technologies-Tochter <US9130171096> Pratt & Whitney ist einer von zwei Triebwerkstypen, unter denen die Airlines beim Kauf einer A320neo und ihrer Schwestermodelle A319neo und A321neo wählen können. Das Konkurrenzmodell kommt von CFM, einem Gemeinschaftsunternehmen von General Electric <US3696041033> und Safran <FR0000073272>.

Hitze- und Softwareprobleme an dem Pratt-Triebwerk hatten schon 2016 und 2017 zu Auslieferungsproblemen bei Airbus geführt, weil der Triebwerksbauer einwandfreie Antriebe nur mit großer Verspätung lieferte. Bei Airbus standen auch zuletzt viele fast fertige Flugzeuge auf dem Hof, denen nur die Triebwerke fehlten. Die Mittelstreckenjets A320neo und ihre Schwestermodelle sind die größten Verkaufsschlager von Airbus. Dank der modernen Triebwerke sollen sie rund 15 Prozent weniger Kerosin verbrauchen als ihre Vorgänger./stw/men/tos

21.02.2018 | 13:21:33 (dpa-AFX)
Hochtief will nach Gewinnsprung Dividende kräftig erhöhen
21.02.2018 | 13:14:32 (dpa-AFX)
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ANALYSE/HSBC: Fraport wächst auf Kosten der Profite - Auf 'Reduce' gesenkt
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ROUNDUP: Mehr Geld für 120 000 VW-Beschäftigte
21.02.2018 | 12:30:16 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA: Heliad erwartet für das Geschäftsjahr 2017 nach vorläufigen Zahlen erheblich über dem Vorjahr liegende Ergebnisse (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    21.02.2018

    Experten sehen Risiko einer Abwärtswelle, Deutsche Börse auf Erholungskurs

    Der neue Konzernchef der Deutschen Börse rechnet für dieses Jahr mit steigenden Erlösen und Gewinnen. Die Anleger freut das; Papiere der Deutschen Börse zählen zu den besten im Dax. Heute abend erwartet noch uns das Fed-Protokoll.

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    21.02.2018

    DAX: Erholungsbewegung vor dem Ende?

    Das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer dümpelt in den letzten Handelstagen mehr, als dass es eine klare Bewegungsrichtung aufweist. Dass der DAX auf der Oberseite nicht deutlicher zulegen kann, bedeutet weiterhin eine verhältnismäßig schwache Gegenbewegung/Aufwärtsreaktion auf den vorherigen 1.600 Punkte-Verlust. Im Rahmen des intakten Abwärtstrends dürfte nun allmählich der nächste Rückschlag auf die Agenda rücken. Aus charttechnischer Sicht erstreckt sich das Risiko dabei im kurzfristigen Kontext auf das zuletzt markierte Tief (12.000 Pkt.) bzw. das Tief vom August des letzten Jahres (11.870 Pkt.).

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  • Webinar - Trading für Berufstätige
    12.02.2018

    12.02.2018 Webinar Teil 6: Marktanalyse und Trading 2.0

    Die Themen des Webinar sind:
    So analysieren erfahrene Trader - Denn Charttechnik alleine funktioniert nicht
    Mit Experten-Tradergruppe Stephan Feuerstein, Ingmar Königshofen und René Wolfram.

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Datum Terminart Information Information
21.02.2018 Veröffentlichung des Jahresberichtes Atos SE: FY 2017 results Atos SE: FY 2017 results
21.02.2018 Veröffentlichung des Jahresberichtes Bank Linth: Publikation Jahresergebnis 2017 Bank Linth: Publikation Jahresergebnis 2017
21.02.2018 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Barratt Developments PLC: Interim Result Barratt Developments PLC: Interim Result
21.02.2018 Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes Bastei Lübbe AG: 9-Monatsbericht zum 31.12.2017 (Q3) Bastei Lübbe AG: 9-Monatsbericht zum 31.12.2017 (Q3)
21.02.2018 Bericht zum 4. Quartal Garmin Ltd.: Fourth Quarter 2017 Earnings Garmin Ltd.: Fourth Quarter 2017 Earnings
21.02.2018 Vorläufiger Bericht zum Geschäftsjahr Glencore plc.: Glencore Preliminary Annual Results 2017 Glencore plc.: Glencore Preliminary Annual Results 2017
21.02.2018 Veröffentlichung des Jahresberichtes Hochtief AG: Geschäftsbericht 2017 Hochtief AG: Geschäftsbericht 2017
21.02.2018 Bericht zum 3. Quartal Intershop Communications AG: Bericht zum 4. Quartal 2017 Intershop Communications AG: Bericht zum 4. Quartal 2017
21.02.2018 Veröffentlichung des Jahresberichtes Lloyds Banking Group PLC.: Results for 2017 announced Lloyds Banking Group PLC.: Results for 2017 announced
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21.02.2018 Bericht zum 4. Quartal Realty Income Corp.: Q4 2017 Earnings Realty Income Corp.: Q4 2017 Earnings
21.02.2018 Bericht zum 4. Quartal Southern Company: Fourth Quarter 2017 Earnings Release Southern Company: Fourth Quarter 2017 Earnings Release

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