News

27.10.2020 | 19:11:15 (dpa-AFX)
Aktien New York: Dow nach Kursrutsch am Vortag stabil - Nasdaq deutlich im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Dienstag einen Stabilisierungsversuch gestartet. Stützend wirkten Konjunkturdaten und überwiegend erfreuliche Quartalsberichte, während die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit weiter steigt und in den Vereinigten Staaten die Präsidentschaftswahlen immer näher rücken.

Rund zwei Stunden vor dem Handelsschluss sank der Dow Jones Industrial <US2605661048> um 0,23 Prozent auf 27 622,65 Punkte. Am Montag war der Wall-Street-Index nach einer bereits schwachen vorangegangenen Börsenwoche zunächst unter die Marke von 28 000 Punkten und dann zeitweise auf den tiefsten Stand seit Ende September gesackt. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> pendelte am Dienstag zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten und legte zuletzt um 0,17 Prozent auf 3407,14 Punkte zu. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> stieg um 0,96 Prozent auf 11 615,25 Zähler.

Auf Seiten der Wirtschaft stach hervor, dass die Hauspreise im August deutlich stärker als erwartet gestiegen waren und US-Unternehmen trotz der angespannten Corona-Lage zudem weiter in größere Anschaffungen wie Maschinen investierten. So wurde im September der fünfte Anstieg in Folge gemeldet, nachdem die Bestellungen langlebiger Güter im Frühjahr coronabedingt eingebrochen waren.

Die kommende Woche anstehende Präsidentschaftswahl im Blick rechnet Analyst Ricardo Evangelista vom Broker ActivTraders vorerst mit weniger Schwankungen an den Börsen, bis sich ein Ergebnis über die künftige Besetzung im Weißen Haus abzeichnet. Den Wahlen misst er zugleich angesichts der Pandemie, des China-Konflikts und einer zunehmenden Polarisierung ein noch größeres Gewicht als sonst bei. Die Auswirkungen seien zudem in gleich mehreren marktsensiblen Bereichen spürbar, darunter auch dem Streit über ein neues Konjunkturpaket.

Unternehmensseitig lieferte am Dienstag vor allem die Berichtssaison den Stoff für Kursbewegungen in die eine oder andere Richtung. Unter den Pharmawerten zählten die Aktien von Merck & Co <US58933Y1055> zunächst zu den Gewinnern. Zuletzt verloren sie 0,1 Prozent. Pfizer <US7170811035> sanken um 0,3 Prozent und Eli Lilly <US5324571083> um 5,8 Prozent.

Bei Merck schauten die Anleger vor allem auf die angehobene Gewinnprognose, während bei Eli Lilly die enttäuschende Gewinnentwicklung im dritten Quartal im Blick stand. Die Quartalsbilanz des Branchengiganten Pfizer fiel wie erwartet aus, wobei Anleger vor allem auf das Thema Impfstoff gegen Covid-19 fokussiert waren. Die Jahresziele engte Pfizer zugleich leicht ein, wobei als Wermutstropfen die bereinigte Ergebnisspanne je Aktie und auch die für den Umsatz nach oben hin etwas gekappt wurde.

Caterpillar <US1491231015> war Schlusslicht im Dow mit minus 2,6 Prozent. Die Corona-Krise sorgte bei dem Baumaschinenhersteller im dritten Quartal erneut für herbe Geschäftseinbußen. Die Aktien von 3M <US88579Y1010> verloren 1,7 Prozent. Der Mischkonzern lieferte solide Quartalszahlen, die laut RBC operativ gesehen aber nicht sonderlich überraschten.

Raytheon Technologies <US75513E1010> verloren im S&P 500 rund 5 Prozent. Der Rüstungs-, Elektronik- und Technologiekonzern legte nach Ansicht der Credit Suisse ein etwas besser als erwartetes Zahlenwerk vor, auch wenn der Ausblick der Luftfahrtsparte weiterhin ausgesetzt blieb. Einen Blick wert waren zudem die Anteilscheine des Motorradbauers Harley-Davidson <US4128221086>, die nach einem Gewinnsprung im dritten Quartal um knapp 24 Prozent nach oben schossen und damit ihre coronabedingten Kursverluste seit Ende Februar wieder wettmachten.

Abseits der Unternehmensberichte machten außerdem AMD <US0079031078> und Xilinx Schlagzeilen. Der Chipentwickler Advanced Micro Devices (AMD) will den Konkurrenten Xilinx <US9839191015> übernehmen. Der Preis pro Xilinx-Papier soll bei 143 Dollar liegen. Während Xilinx als Spitzenwert im Nasdaq-100-Index um knapp 8 Prozent auf 123,40 US-Dollar zulegten, gaben AMD am Index-Ende um 5,0 Prozent nach. Intel <US4581401001> büßten 2,0 Prozent ein, denn mit der Xilinx-Übernahme dürfte es für den weltgrößten Chiphersteller auf dem Markt für PC-Prozessoren enger werden.

Tiffany <US8865471085> zogen zuletzt um 5,2 Prozent an. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH <FR0000121014> verhandelt der "Financial Times" zufolge mit der US-Juwelierkette über eine Senkung des Übernahmepreises. Damit wollten die Unternehmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus dem Wege gehen, berichtete die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Insider.

Im Nebenwerte-Bereich stachen die Anteilscheine des biopharmazeutischen Unternehmens Catabasis Pharmaceuticals <US14875P2065> mit einem Kurseinbruch von 70 Prozent hervor. Die präklinischen Untersuchungsergebnisse einer wichtigen Medikamentenstudie zum Wirkstoff Edasalonexent gegen die muskuläre Erbkrankheit Duchenne im Kindesalter verfehlten die Erwartungen./ck/he

27.10.2020 | 18:51:24 (dpa-AFX)
Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend Verluste - Prager Börse mit Gewinnen
27.10.2020 | 18:33:28 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: Schwere Verluste nach Feiertagspause
27.10.2020 | 18:32:06 (dpa-AFX)
Aktien Zürich Schluss: Pandemie- und Konjunktursorgen belasten SMI
27.10.2020 | 18:27:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Weiterer Druck nach Kursrutsch am Montag
27.10.2020 | 18:22:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax weitet Verluste vom Wochenstart aus
27.10.2020 | 18:17:56 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: Ruf nach einheitlichen Corona-Regeln vor neuer Bund-Länder-Runde
27.10.2020 | 19:08:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Daimler steigt mit Mercedes größer bei Aston Martin ein

GAYDON/STUTTGART (dpa-AFX) - Die Daimler <DE0007100000>-Pkw-Tochter Mercedes-Benz steigt stärker bei dem kriselnden britischen Luxuswagenhersteller Aston Martin <GB00BFXZC448> Lagonda ein. Mercedes werde den Briten Zugang zu neuen Technologien ermöglichen, teilten die Unternehmen am Dienstag in Stuttgart und Gaydon mit. Daimler stocke seinen Anteil von derzeit 2,6 Prozent im Gegenzug auf bis zu maximal 20 Prozent auf.

Die Stuttgarter erhalten in den kommenden drei Jahren neu auszugebende Aktien von Aston Martin in mehreren Schritten bis zu einem Gesamtwert von 286 Millionen Britischen Pfund (315 Mio Euro). Aston Martin bekommt dafür unter anderem Hybrid- und Elektroantriebsstränge der nächsten Generation sowie andere Fahrzeugkomponenten und -systeme.

Aston Martin wurde im Frühjahr von einem Konsortium um den kanadischen Milliardär und Formel-1-Magnaten Lawrence Stroll über eine Finanzspritze gerettet. Danach holte Stroll den Ex-Chef der Mercedes-Tuning-Tochter AMG, Tobias Moers, als Vorstandschef zu den Briten.

"Die Möglichkeiten der Technologie von Mercedes-Benz werden grundlegend dafür sorgen, dass unsere künftigen Produkte wettbewerbsfähig bleiben und dass wir effizient in die Gebiete investieren können, die unsere Produkte wahrlich von anderen abheben", sagte Moers. "Die Liefervereinbarungen für diese neuen Technologien werden zu vereinbarten kommerziellen Bedingungen erfolgen", sagte Mercedes-Manager Wolf-Dieter Kurz.

Die Briten, die unter anderem für die Autos aus den James-Bond-Filmen bekannt sind, leiden seit geraumer Zeit unter einer Flaute und setzen große Hoffnungen in den ersten eigenen SUV namens DBX. Für den Anlauf des Autos hatte das Unternehmen viel Geld in die Hand genommen, mittlerweile laufe die Produktion auf vollen Touren, hieß es.

Aston Martin war im Oktober 2018 für damals 1900 Pence je Aktie an die Börse gegangen. Recht zügig danach ging es rasant bergab mit dem Kurs - im ersten Halbjahr belastete zudem die Ausgabe neuer Aktien. Zuletzt kostete die Aktie nur noch etwas mehr als 50 Pence.

Weil das Geld nach wie vor knapp ist, zapfte das Unternehmen auch wieder den Kapitalmarkt an. Für 125 Millionen Pfund werden zum einen neue Aktien zu je 50 Pence ausgegeben, darüber hinaus besorgt sich Aston Martin mehr als 1,1 Milliarden Pfund an Fremdkapital, mit denen teilweise fällig werdende Schulden bedient werden. Das Manöver hebe die frei verfügbaren Mittel auf über 500 Millionen Pfund, hieß es.

Aston Martin legte auch Zahlen zum dritten Quartal und einen Plan für die kommenden Jahre vor. Zwischen Juli und Ende September lag der Umsatz mit 124 Millionen Pfund rund die Hälfte unter den Erlösen im Vorjahreszeitraum. Der Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten betrug 29 Millionen Pfund nach einem operativen Gewinn von 43 Millionen Pfund vor Jahresfrist. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz nun auf 2 Milliarden Pfund stark zulegen, das operative Ergebnis auf rund 500 Millionen Pfund./men/fba/he

27.10.2020 | 18:52:05 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Ströer SE & Co. KGaA (deutsch)
27.10.2020 | 18:19:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Corona-Tests treiben Qiagen
27.10.2020 | 18:15:53 (dpa-AFX)
Daimler steigt mit Mercedes größer bei Aston Martin ein
27.10.2020 | 18:13:12 (dpa-AFX)
Qiagen verspricht Investoren stärkeres Wachstum bei Umsatz und Gewinn
27.10.2020 | 18:03:28 (dpa-AFX)
BVB gegen St. Petersburg unter Zugzwang, RB Leipzig vor Härtetest
27.10.2020 | 17:44:26 (dpa-AFX)
DGAP-Adhoc: QIAGEN N.V.: QIAGEN hebt Ausblick für Gesamtjahr 2020 (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    27.10.2020

    Dax bleibt nach schwachem Wochenstart angezählt

    Nach seinem schwachen Wochenbeginn ist der Dax nun weiter unter Druck. Eine Stabilisierung nach dem SAP-Schock fällt ihm noch schwer. Die SAP-Aktie erholt sich wiederum nach der Prognose-Enttäuschung. Im MDax stehen Brenntag und Rheinmetall im Fokus.

    Mehr
  • TraderDaily
    27.10.2020

    Verschnaufpause in überverkauftem Kursbereich

    GD 200 markiert nächstes Etappenziel

    Zum Wochenauftakt haben die weiterhin erhöhten täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Deutschland sowie anderen europäischen Staaten die Angst vor einem zweiten Lockdown und neuen Beschränkungen die Börsianer erneut..

    Mehr
  • Webinar - Trading für Berufstätige
    27.10.2020

    26.10.2020 Teil 41: Marktanalyse und Trading 2.0! So analysieren erfahrene Trader

    Marktanalyse und Trading 2.0! So analysieren erfahrene Trader - Denn Charttechnik alleine funktioniert nicht Statistische Auswertungen + COT-Daten (so bewegen sich die großen Marktteilnehmer im Markt) + Saisonalitäten + Sentiment (was kann man aus der öffentlichen Meinung ablesen?) + technische..

    Mehr

Termine

Datum Terminart Information Information
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Advanced Micro Devices Inc.: Q3 2020 Results Advanced Micro Devices Inc.: Q3 2020 Results
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Banco Santander S. A.: Q3 2020 Results Announcement Banco Santander S. A.: Q3 2020 Results Announcement
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Bawag Group AG: Ergebnisse Q3 2020 Bawag Group AG: Ergebnisse Q3 2020
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal BP plc: 3rd Quarter results 2020 BP plc: 3rd Quarter results 2020
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Bucher Industries AG: Medieninformation zum Konzernumsatz 3. Quartal 2020 Bucher Industries AG: Medieninformation zum Konzernumsatz 3. Quartal 2020
27.10.2020 Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes Campari-Milano S.p.A.: Nine-Months 2020 Results Campari-Milano S.p.A.: Nine-Months 2020 Results
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Caterpillar Inc.: Third Quarter 2020 Results Release Caterpillar Inc.: Third Quarter 2020 Results Release
27.10.2020 Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes Comdirect bank AG: Neunmonatsmitteilung 2020 Comdirect bank AG: Neunmonatsmitteilung 2020
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Covestro AG: Zwischenbericht Q3 2020 Covestro AG: Zwischenbericht Q3 2020
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal First Solar Inc.: Q3 2020 Earnings First Solar Inc.: Q3 2020 Earnings
27.10.2020 Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes Idorsia Ltd: 9 Months 2020 Financial Results reporting Idorsia Ltd: 9 Months 2020 Financial Results reporting
27.10.2020 Bericht zum 1. Quartal Maxim Integrated Products Inc.: Q1 FY21 Earnings Maxim Integrated Products Inc.: Q1 FY21 Earnings
27.10.2020 Bericht zum 1. Quartal Mediobanca S.p.A.: financial statements as at 30.9.2020 Mediobanca S.p.A.: financial statements as at 30.9.2020
27.10.2020 Bericht zum 3. Quartal Merck & Co. Inc.: Q3 2020 Earnings Merck & Co. Inc.: Q3 2020 Earnings

Magazin