Zertifikate Spezial / 18.03.2019 | 16:34:00 Werbung

thyssenkrupp: Übertriebene Verluste

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

thyssenkrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern mit traditionell hoher Werkstoffkompetenz und einem wachsenden Anteil an Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäften. Der Konzern beschäftigt rund 160.000 Mitarbeiter in rund 78 Ländern und rund 1.900 Standorten. thyssenkrupp erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatz von rund 43 Mrd. Euro.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Entscheidung der EU Mitte Mai erwartet

Aktuell laufen die Verhandlungen mit Wettbewerbsbehörden und ungefähr Mitte Mai 2019 wird die Entscheidung der EU erwartet, welche Auflagen erfüllt werden müssen, damit ein geplantes Joint Venture zwischen thyssenkrupp und Tata Steel genehmigt wird. Erwartet werden durch dieses Joint Venture Synergien von 400-500 Mio. p.a. und eine bilanzielle Entlastung.

Perspektiven der Aktie

Ein Scheitern, das wir für wenig wahrscheinlich halten und mittlerweile bereits teilweise eingepreist sein sollte, erwarten wir nur dann, wenn die EU so umfangreiche Zugeständnisse fordert, dass die wirtschaftliche Logik des Joint Ventures in Frage zu stellen ist; wenn bspw. der Verkauf oder die Stilllegung zentraler Standorte gefordert werden. Sollte das Joint Venture gelingen, rechnen wir mit einer deutlich positiven Reaktion der Aktie.

Alternative Produktidee zum Direktinvestment: ein Bonuszertifikat

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in der Aktie stehen verschiedene Zertifikate mit dem Basiswert thyssenkrupp zur Verfügung, z.B. Bonuszertifikate.

Klassische Bonuszertifikate sind je nach Laufzeit und in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Merkmalen des zugrunde liegenden Basiswertes mit einer spezifischen Barriere und einem anfangs festgelegten Bonusbetrag ausgestattet. Anleger haben die Chance auf Auszahlung mindestens eines festen Bonusbetrages am Laufzeitende, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine anfangs festgelegte Kursschwelle, die sogenannte Barriere, niemals berührt oder unterschreitet. Das bedeutet, dass Anleger am Ende der Laufzeit auch dann mindestens den Bonusbetrag ausbezahlt bekommen können, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine leicht negative Wertentwicklung aufweist. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Barriere nicht berührt oder unterschritten wurde.

Wird diese Barriere während der Laufzeit jedoch einmal berührt oder unterschritten, tragen Anleger mit dem Bonuszertifikat Verlustrisiken, die mit einer Direktinvestition in den zugrunde liegenden Basiswert vergleichbar sind.

Ansprüche aus dem zugrundeliegenden Basiswert (im Fall einer Aktie: z.B. Stimmrechte, Dividenden) stehen dem Anleger nicht zu. Während der Laufzeit erhält der Anleger keine Zinsen oder sonstigen Erträge. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger ist als der gezahlte Kaufpreis. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn der Emittent eines Bonuszertifikats seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Ein Bonuszertifikat eignet sich somit für Anleger, die in erster Linie eine Seitwärtsbewegung des zugrundeliegenden Basiswertes erwarten, eine positive Rendite anstreben und in der Lage sind, etwaige Verlustrisiken zu tragen.

Bei Bonuszertifikaten mit Cap liegt der Unterschied zu klassischen Bonuszertifikaten darin, dass der Rückzahlungsbetrag nach oben hin auf den Bonusbetrag, der auch Höchstbetrag genannt wird, begrenzt ist. D.h. eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung des Basiswerts über den Cap (obere Preisgrenze) hinaus erfolgt nicht.

Anleger, die davon ausgehen, dass die thyssenkrupp-Aktie vom 13.02.2019 bis 20.09.2019 nicht auf oder unter 9,00 EUR notieren wird, können mit dem DZ BANK Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DDW0E4 auf ein solches Szenario setzen:



Quelle: Bloomberg


Zum Archiv

Rechtliche Hinweise

Hinweis: Der Chart veranschaulicht die Wertentwicklung der thyssenkrupp-Aktie in der Vergangen-heit. Bitte beachten Sie, dass Wertentwicklungen in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind. Die im Chart eingezeichnete Barriere sowie obere Preisgrenze (Cap) dienen lediglich der Veranschaulichung. Sie gelten erst ab dem 13.02.2019 (Emissionstag des Bonuszertifikates mit Cap mit der WKN DDW0E4).

Das Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DDW0E4 zahlt am Ende der Laufzeit (27.09.2019) einen Bonusbetrag in Höhe von 15,00 EUR, sofern die thyssenkrupp-Aktie während der Beobachtungstage (13.02.2019 bis 20.09.2019) immer über der Barriere von 9,00 EUR notiert.

Steigt der Kurs der thyssenkrupp-Aktie über den Cap (obere Preisgrenze) von 15,00 EUR hinaus, so partizipiert der Anleger des Zertifikats daran nicht.

Notiert die thyssenkrupp-Aktie an mindestens einem Zeitpunkt während der Beobachtungstage (13.02.2019 bis 20.09.2019) auf oder unter der Barriere von 9,00 EUR, erhält der Anleger am Laufzeitende eine Rückzahlung, deren Höhe vom Schlusskurs der thyssenkrupp-Aktie am 20.09.2019 (Referenzpreis) abhängt.

Der Rückzahlungsbetrag in EUR entspricht dem Referenzpreis unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses von 1,00. Die Rückzahlung ist auf den Höchstbetrag von 15,00 EUR begrenzt.

Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der thyssenkrupp-Aktie über den Cap (obere Preisgrenze) von 15,00 EUR hinaus erfolgt nicht. Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der thyssenkrupp-Aktie am 20.09.2019 null ist.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent des Zertifikats ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Die vollständigen Angaben zu dem DZ BANK Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DDW0E4, insbesondere zu den verbindlichen Bedingungen, Risiken sowie Angaben zur DZ BANK können dem maßgeblichen Prospekt entnommen werden.

Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter "Dokumente") veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK (www.dzbank-derivate.de; Eingabe der entsprechenden ISIN oder WKN und dann unter "Dokumente") abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

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(Bewertungen: 13)

Bonus Cap 9 2019/09: Basiswert ThyssenKrupp

DDW0E4 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.04., Brief 18.04.
DDW0E4 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.04., Brief 18.04.
14,33 EUR
Geld in EUR
14,38 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 13,620 EUR
Quelle : Xetra , 18.04.
  • Bonus-Schwelle / Bonuslevel 15,00 EUR
  • Bonuszahlung 15,00 EUR
  • Barriere 9,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 33,92%
  • Barriere gebrochen Nein
  • Bonusrenditechance in % p.a. 10,52% p.a.

News / ThyssenKrupp AG

18.04.2019 | 17:13:34 (dpa-AFX)
EU-Parlament billigt Plan für milliardenschweren Verteidigungsfonds

STRASSBURG (dpa-AFX) - Das Europaparlament hat die Pläne für den milliardenschweren EU-Verteidigungsfonds gebilligt. Letztendlich votierten am Donnerstag 328 Abgeordnete für den Finanztopf zur Förderung von europäischen Rüstungsprojekten. 231 stimmten dagegen, wie das Parlament mitteilte.

Der neue Fonds soll 2021 einsatzbereit sein und zunächst mit 13 Milliarden Euro ausgestattet werden. Ziel ist es vor allem, die EU-interne Zusammenarbeit in der Verteidigungsforschung und Entwicklung zu stärken. Aus Sicht der Befürworter führt die derzeitige Fragmentierung in der Rüstungsindustrie zu unnötigen Doppelungen. So existieren nach Angaben der Brüsseler EU-Kommission in Europa 178 verschiedene Waffensysteme, in den USA dagegen nur 30.

Gegen den Verteidigungsfonds stimmten im Europaparlament unter anderem die SPD-Abgeordneten. Sie kritisierten eine unzureichende parlamentarische Kontrolle bei der Bewertung von Förderanträgen und die bislang fehlende Möglichkeit für die EU, die Exporte der durch EU-Mittel geförderten Rüstungsgüter zu kontrollieren. "Nötig wäre, sich endlich auf eine europäische Regelung für Rüstungsexporte zu einigen, um unter Einbeziehung des Europaparlaments verbindliche restriktive Grenzen zu setzen", kommentierte der verteidigungspolitische Sprecher der Europa-SPD, Arne Lietz.

Der CDU-Politiker und sicherheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Michael Gahler, bezeichnete die Positionierung der SPD-Abgeordneten hingegen als "grob fahrlässig". In der Abstimmung habe sich gezeigt, dass deutsche Sozialdemokraten und Grüne nicht bereit seien, die Bürger besser vor Terrorismus und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu schützen, kritisierte er. Zudem sei die Haltung auch fahrlässig gegenüber Soldaten, die "bestes Verteidigungsmaterial" verdient hätten./aha/DP/fba

12.04.2019 | 14:14:55 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Bundesregierung genehmigt Rüstungsexport für Saudi-Arabien
11.04.2019 | 16:16:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Industriepräsident: BDI hat sich nicht klar von NS-Zeit distanziert
10.04.2019 | 18:52:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Von der Leyen will für höhere Verteidigungsausgaben streiten
10.04.2019 | 11:12:19 (dpa-AFX)
Porsche erweitert Leipziger Werk um Achsenfertigung für E-Macan
08.04.2019 | 11:56:44 (dpa-AFX)
Ex-Siemens-Manager Russwurm neuer Aufsichtsrat bei Thyssenkrupp
05.04.2019 | 17:20:41 (dpa-AFX)
WTO fällt für den Streit um US-Stahlzölle brisantes Urteil

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