Zertifikate Spezial / 13.01.2020 | 13:02:00 Werbung

SAP: Weiter auf gutem Weg

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

SAP zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Unternehmenssoftwarelösungen. Das Produktangebot umfasst Geschäftsanwendungen für große und mittlere Betriebe sowie Standardlösungen für kleine und mittelgroße Firmen. Zudem unterstützt SAP mit branchenspezifischen Lösungen Kernprozesse für viele Branchen. Daneben setzt SAP verstärkt auf Cloudanwendungen und mobile Lösungen.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Anstehendes Zahlenwerk

Ende Januar 2020 veröffentlicht SAP Zahlen für das abgelaufene Quartal bzw. das Geschäftsjahr 2019. Nach den zuvor veröffentlichten Zielen soll der Umsatz bis 2023 auf mindestens 35 Mrd. EUR und das operative Ergebnis auf knapp 12 Mrd. EUR gesteigert werden. Mehr als die Hälfte der Ergebnisverbesserung soll aus der Cloud kommen. Mit den angestrebten Margen- und Umsatz-verbesserungen soll das Cloud-Bruttoergebnis bis 2023 von 3,2 Mrd. EUR auf 11,3 Mrd. EUR steigen. SAP erwartet zudem weitere Margenverbesserungen durch eine Senkung der Verwaltungs-kostenquote auf unter 3,5%. Im Einkauf wären jährliche Einsparungen von mehr als 100 Mio. EUR kurzfristig und langfristig von mehr als 250 Mio. EUR pro Jahr möglich.

Perspektiven der Aktie

Die Marktteilnehmer warten auf die Ende Januar anstehenden Berichte. Allgemein scheint eine Bestätigung der 2019-Prognose erwartet zu werden, was sich an zuletzt seitwärts tendierenden Kursen dokumentiert. Die Aktie ist im Branchenvergleich - insbesondere gegenüber Software-unternehmen, die reine Cloudanbieter sind - allerdings unterbewertet.

Alternative Produktidee zum Direktinvestment: ein Bonuszertifikat

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in der Aktie stehen verschiedene Zertifikate mit dem Basiswert SAP zur Verfügung, z.B. Bonuszertifikate.

Klassische Bonuszertifikate sind je nach Laufzeit und in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Merkmalen des zugrunde liegenden Basiswertes mit einer spezifischen Barriere und einem anfangs festgelegten Bonusbetrag ausgestattet. Anleger haben die Chance auf Auszahlung mindestens eines festen Bonusbetrages am Laufzeitende, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine anfangs festgelegte Kursschwelle, die sogenannte Barriere, niemals berührt oder unterschreitet. Das bedeutet, dass Anleger am Ende der Laufzeit auch dann mindestens den Bonusbetrag ausbezahlt bekommen können, wenn der Basiswert während der Laufzeit des Zertifikates eine leicht negative Wertentwicklung aufweist. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Barriere nicht berührt oder unterschritten wurde.

Wird diese Barriere während der Laufzeit jedoch einmal berührt oder unterschritten, tragen Anleger mit dem Bonuszertifikat Verlustrisiken, die mit einer Direktinvestition in den zugrunde liegenden Basiswert vergleichbar sind.

Ansprüche aus dem zugrundeliegenden Basiswert (im Fall einer Aktie: z.B. Stimmrechte, Dividenden) stehen dem Anleger nicht zu. Während der Laufzeit erhält der Anleger keine Zinsen oder sonstigen Erträge. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag niedriger ist als der gezahlte Kaufpreis. Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn der Emittent eines Bonuszertifikats seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Ein Bonuszertifikat eignet sich somit für Anleger, die in erster Linie eine Seitwärtsbewegung des zugrundeliegenden Basiswertes erwarten, eine positive Rendite anstreben und in der Lage sind, etwaige Verlustrisiken zu tragen.

Bei Bonuszertifikaten mit Cap liegt der Unterschied zu klassischen Bonuszertifikaten darin, dass der Rückzahlungsbetrag nach oben hin auf den Bonusbetrag, der auch Höchstbetrag genannt wird, begrenzt ist. D.h. eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung des Basiswerts über den Cap (obere Preisgrenze) hinaus erfolgt nicht.

Anleger, die davon ausgehen, dass die SAP-Aktie vom 18.11.2019 bis 16.12.2020 nicht auf oder unter 100,00 EUR notieren wird, können mit dem DZ BANK Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DF8ZUG auf ein solches Szenario setzen.

Das Bonuszertifikat mit Cap mit der WKN DF8ZUG zahlt am Ende der Laufzeit (23.12.2020) einen Bonusbetrag in Höhe von 140,00 EUR, sofern die SAP-Aktie während der Beobachtungstage (18.11.2019 bis 16.12.2020) immer über der Barriere von 100,00 EUR notiert.

Steigt der Kurs der SAP-Aktie über den Cap (obere Preisgrenze) von 140,00 EUR hinaus, so partizipiert der Anleger des Zertifikats daran nicht.

Notiert die SAP-Aktie an mindestens einem Zeitpunkt während der Beobachtungstage (18.11.2019 bis 16.12.2020) auf oder unter der Barriere von 100,00 EUR, erhält der Anleger am Laufzeitende eine Rückzahlung, deren Höhe vom Schlusskurs der SAP-Aktie am 16.12.2020 (Referenzpreis) abhängt.

Der Rückzahlungsbetrag in EUR entspricht dem Referenzpreis unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses von 1,00. Die Rückzahlung ist auf den Höchstbetrag von 140,00 EUR begrenzt.

Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der SAP-Aktie über den Cap (obere Preisgrenze) von 140,00 EUR hinaus erfolgt nicht. Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der SAP-Aktie am 16.12.2020 null ist.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent des Zertifikats ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
 

Quelle: Bloomberg

Hinweis: Der Chart veranschaulicht die Wertentwicklung der SAP-Aktie in der Vergangenheit. Bitte beachten Sie, dass Wertentwicklungen in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind. Die im Chart eingezeichnete Barriere sowie obere Preisgrenze (Cap) dienen lediglich der Veranschaulichung. Sie gelten erst ab dem 18.11.2019 (Emissionstag des Bonuszertifikates mit Cap mit der WKN DF8ZUG).

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK https://www.dzbank-derivate.de/DF8ZUG (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter https://www.dzbank-derivate.de/DF8ZUG (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen.

Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument ist durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 0)

Bonus Cap 100 2020/12: Basiswert SAP

DF8ZUG / //
Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 16:25:53, Brief 27.01. 16:25:53
DF8ZUG // Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 16:25:53, Brief 27.01. 16:25:53
128,42 EUR
Geld in EUR
128,43 EUR
Brief in EUR
-1,86%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 123,22 EUR
Quelle : Xetra , 16:11:02
  • Bonus-Schwelle / Bonuslevel 140,00 EUR
  • Bonuszahlung 140,00 EUR
  • Barriere 100,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 18,84%
  • Barriere gebrochen Nein
  • Bonusrenditechance in % p.a. 10,21% p.a.

News / SAP SE

27.01.2020 | 13:52:37 (dpa-AFX)
SAP IM FOKUS: Neues Führungsduo gefordert - Höhere Marge muss her

WALLDORF (dpa-AFX) - Europas größter Softwarehersteller SAP <DE0007164600> ist das mit Abstand wertvollste börsennotierte deutsche Unternehmen. Der im Oktober überraschend aus dem Amt geschiedene Ex-Chef Bill McDermott hat den 1972 gegründeten Konzern mit zum Teil milliardenschweren Zukäufen in neue Sphären geführt - das neue Führungsduo, Christian Klein und Jennifer Morgan, ist also gefordert. An diessem Dienstag stehen die beiden erstmals bei der Bilanz-Pressekonferenz vor der deutschen Öffentlichkeit im Fokus. Was im Unternehmen los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt lief.

WAS IM UNTERNEHMEN LOS IST:

Anfang November hatten Klein und Morgan - rund einen Monat nach ihrer überraschenden Berufung - bereits den Analysten Rede und Antwort gestanden. Dabei vermieden sie tunlichst, die bisherige Strategie ihres Vorgängers Bill McDermott schlechtzureden - zumal es an seiner grundsätzlichen Ausrichtung des Konzerns kaum etwas zu bemängeln gibt. Kritik gab es zuletzt aber vor allem an einer eher nachlässigen Betreuung von Kunden.

Der 58-jährige Amerikaner hat den deutschen Konzern in puncto Größe und Marktkapitalisierung in neue Dimension gehoben. Dabei halfen ihm aber auch milliardenschwere Übernahmen, die unter seinen Vorgängern noch verpönt waren, und jetzt erst einmal integriert werden müssen. Die Marge lässt dagegen weiter noch zu wünschen übrig. Passend dazu hatten Morgan und Klein im November vor Investoren in New York betont, die Profitabilität mit Effizienzsteigerungen und Sparmaßnahmen auf Kurs zu halten. Dabei sollen Doppelarbeit und Silodenken beseitigt werden.

Im Cloudbereich will SAP die zerklüftete und alte Infrastruktur auf einer neuen Technikplattform vereinheitlichen und auch verstärkt auf die großen Rechenzentren von Tech-Riesen wie Amazon <US0231351067>, Microsoft <US5949181045>, Alibaba und Google <US02079K1079> setzen.

Bei den Kunden will SAP auch mit künstlicher Intelligenz punkten. Etliche technische Prozesse in den SAP-Anwendungen sollen automatisiert werden, sagte Co-Vorstandschef Klein. "Wir wollen die Automatisierung bei unseren Kunden um mindestens 20 bis 40 Prozent steigern, indem wir Künstliche Intelligenz einsetzen."

Ungeachtet aller Erfolge McDermotts kam von Seiten der Kunden immer wieder Kritik. So hatte die einflussreiche deutschsprachige Anwendergruppe DSAG im September bei ihrem Jahreskongress die Lücken in der Software und schlechte Integration der Programme kritisiert.

Offen ist nach wie vor, wie sich der umtriebige US-Investor Paul Singer auf Dauer verhält. Er hatte im vergangenen April bekanntgegeben, dass er eine Beteiligung von 1,2 Milliarden Euro erworben hatte - bis dato hat sich das Investment für ihn ausgezahlt.

In den Führungsetagen der Konzerne ist der Amerikaner mit seinem Hedgefonds Elliott in aller Regel aber nicht gern gesehen, weil er sich oft lautstark in die strategischen Belange einmischt, um den Wert seiner meist recht geringen Beteiligungen in die Höhe zu treiben. Es wird sich zeigen müssen, ob Elliott nicht doch mehr Unruhe stiftet, als SAP lieb ist.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Das Gros der Analysten hat nach dem überraschenden Wechsel an der Spitze die grundsätzliche Einschätzung für das SAP-Papier erst einmal bestätigt. Trotz der jüngsten Kursgewinne empfehlen sie mehrheitlich immer noch den Kauf. Bei den im dpa-AFX-Analyser erfassten Experten raten 14 von 21 zum Kauf, sechs zum Halten und einer zum Verkauf der Papiere.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 134 Euro und damit noch mal rund fünf Prozent über dem Ende vergangener Woche erreichten Rekordhoch - die Spanne der Kursziele ist dabei ungewöhnlich hoch und reicht von 110 Euro (Oddo) bis 175 Euro. Letzteres stammt vom Goldman-Sachs-Experten Mohammed Moawalla. Er hatte dieses erst vergangenen Freitag wegen der Erwartung eines starken Wachstums und verbesserten Barmittelzuflusses um 25 Euro erhöht.

Die Experten schauen derzeit vor allem, wie schnell es SAP gelingt, das hohe Wachstum im Cloudbereich in eine höhere Marge umzumünzen. Der Konzern will die operative Marge als Gradmesser für die Profitabilität im Schnitt jedes Jahr um einen Prozentpunkt steigern, und in fünf Jahren insgesamt um rund 5 Punkte über derjenigen von 2018 liegen - also bei rund 34 Prozent.

2019 dürfte die Marge gemäß dem vom Unternehmen in Auftrag gegebenen Stimmungsbild unter Analysten um 0,6 Punkte auf 29,6 Prozent zugelegt haben. Beim Umsatz rechnen die Experten mit einem Anstieg um zwölf Prozent auf rund 27,7 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sollte den Schätzungen von 23 Analysten zufolge im Schnitt um rund 14 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro geklettert sein.

Unter dem Strich und ohne das Herausrechnen von Sondereffekten gehen die Analysten von einem Ergebnis von 3,33 Milliarden Euro aus - und damit rund 18 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Grund dafür sind die Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen sowie die hohen Kosten für den Konzernumbau. Im Januar 2019 hatte SAP die erste größere Umbaurunde nach 2015 angestoßen, bis zu 4400 Mitarbeiter sollten in andere Funktionen wechseln oder auch mittels Abfindungen die Firma verlassen.

Einige Experten wie der Baader-Bank-Analyst Knut Woller, der den Konzern seit vielen Jahren beobachtet, ist mit Blick auf die Marge etwas optimistischer als die Mehrheit. Er geht davon aus, dass diese 2019 bereits auf 29,8 Prozent gestiegen ist und damit nahe der 30-Prozent-Marke liegt. Er stuft das Papier derzeit mit "Add" ein. Sein Kursziel liegt bei 125 Euro und damit etwa auf dem aktuellen Niveau.

SO LIEF DIE AKTIE ZULETZT:

Nach einer Delle im Sommer und Frühherbst geht es seit der Nominierung von Klein und Morgan wieder konstant nach oben. Zwei Handelstage vor der Bekanntgabe der Zahlen hatte die Aktie mit 127 Euro zudem das bisherige Rekordhoch von Anfang Juli getoppt. Seit der Berufung des Führungsduos summiert sich das Kursplus auf fast ein Fünftel (umgerechnet knapp 23 Milliarden Euro) damit schneidet SAP zuletzt deutlich stärker ab als der Dax. Die Investoren geben den beiden also viel Vorschusslorbeeren.

Die beiden neuen Chefs treten bei den Anlegern in große Fußstapfen. Schließlich stieg der Aktienkurs in der Amtszeit von McDermott um mehr als 200 Prozent und der Börsenwert von rund 40 Milliarden auf knapp 130 Milliarden Euro - inzwischen liegt er sogar wieder über der Marke von 150 Milliarden Euro.

Damit spielen die Walldorfer in Deutschland in einer eigenen Liga - aber was für das Selbstbewusstsein noch wichtiger sein dürfte, ist der inzwischen deutlich verkürzte Rückstand zum Erzrivalen aus alten Zeiten: Oracle <US68389X1054>. Da sich der Aktienkurs von SAP in den vergangenen Jahren deutlich besser entwickelt hat, beträgt der Abstand beim Börsenwert nur noch wenige Milliarden. Und noch ist SAP auch mehr wert als der ebenfalls stark wachsende Konkurrent Salesforce <US79466L3024>, der in den vergangenen Jahren aber deutlich aufgeholt hat./zb/men/jha/

22.01.2020 | 08:55:54 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: SAP und Infineon profitieren auf Tradegate von IBM-Zahlen
17.01.2020 | 11:35:31 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: SAP steigen auf Rekordhoch - Progress Software optimistisch
16.01.2020 | 06:35:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Frauenrechtlerin Natividad: Gesetzliche Frauenquote ist hilfreich
16.01.2020 | 05:58:50 (dpa-AFX)
Frauenrechtlerin Natividad lobt gesetzliche Frauenquote
15.01.2020 | 17:50:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Frauenrechtlerin Natividad: Gesetzliche Frauenquote ist hilfreich
10.01.2020 | 09:24:41 (dpa-AFX)
KORREKTUR/ROUNDUP: Mehr Frauen in den Vorständen - Männer dominieren weiterhin

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.