Rohstoff-Trading / 08.06.2018 | 10:16:19 Werbung

WM-Spezial: Go for Gold in Russia - Buy the Dip!

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Schwächere Goldnachfrage im ersten Quartal 2018
  • Steigende US-Anleiherenditen machen Gold als Krisenwährung unattraktiv
  • Gold-Nachfrage aus Indien und China bleibt auf hohem Niveau
  • Notenbanken Türkei, China, Russland bauen Bestände aus
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Goldnachfrage trübt sich ein - Krisen liefern wenig Impulse!

Gold genießt als Edelmetall nicht nur bei den Investoren seit jeher einen besonderen Status. Auch bei sportlichen Großereignissen wie der anstehenden Fußball-WM in Russland dreht sich zumindest für die Siegermannschaft alles um das gelbe Edelmetall. Denn nach dem Finale der alle vier Jahre stattfindenden Fußball-WM darf das siegreiche Team nicht nur den wohl prestigeträchtigsten Titel aller Mannschaftssportarten an seine Fahnen heften, sondern auch den mehr als 6 Kilogramm schweren FIFA-WM-Pokal mit nach Hause nehmen.

 

Gold als Anlageklasse genießt bei Investoren traditionell als vermeintlich „sicherer Hafen“ vor allem in Krisenzeiten einen guten Ruf. Davon war allerdings zuletzt wenig zu spüren. Weder die neuerliche Regierungskrise in Italien noch die zunehmenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten führten zu nennenswert positiven Impulsen beim Goldpreis. Auch andere klassische Treiber für den Goldpreis zeigten zuletzt kaum Wirkung. So reagierten die Notierungen des Edelmetalls kaum auf die zuletzt durch den Ölpreisanstieg befeuerten höheren Preissteigerungsraten, was darauf hindeutet, dass große institutionelle Investoren Anleihen als Schutz vor höherer Inflation präferieren.

 

Als einen der Hauptgründe für die zuletzt etwas enttäuschende Goldpreis-Performance sehen viele Rohstoffanalysten die schwache physische Nachfrage nach dem hochpreisigen Edelmetall im ersten Quartal. So wurde mit einem im Vorjahresvergleich ausgewiesenen Rückgang von 7% auf 973,5 Tonnen der schwächste Wert seit Q1 2008 verzeichnet. Während die Nachfrage vor allem aus der Schmuckindustrie in China und Indien in etwa auf Vorjahresniveau lag, verzeichneten die Absätze bei Goldmünzen und Barren vor allem in Europa, den USA und China deutliche Rückgänge von kumuliert 15%.

 

Die Perspektive: Langfristige Nachfragetreiber bei Gold weiter intakt!

Trotz der unerwartet schwachen Nachfrage bei Gold zum Jahresauftakt bleiben die Perspektiven für das gelbe Edelmetall mittelfristig weiter aussichtsreich. Diese Einschätzung legen zumindest die jüngst veröffentlichten Daten des World Gold Council nahe, wobei vor allem China und Indien die Nachfrage nach physischem Gold weiter befeuern dürften. Allein in 2017 fragten China und Indien 967 bzw. 666 Tonnen Gold nach, womit beide Staaten rund 53% der weltweiten Goldnachfrage abdeckten. Während Gold in Indien traditionell als Alternative zu Bargeld hoch im Kurs steht, wird Gold als Statussymbol immer beliebter. Denn die schnell wachsende Mittel- und Oberschicht im Reich der Mitte sorgt für kräftig steigende Absätze bei Luxusartikeln, wobei vor allem Goldschmuck als „Must-Have“ hoch im Kurs steht. Daher dürfte die physische Goldnachfrage in dieser Region mittelfristig weiter zunehmen, so die Einschätzung des World Gold Council. Auch für Indien sehen die Experten mittelfristig einen weiter anziehenden Goldbedarf, zumal die indische Bevölkerung das steigende Einkommensniveau für den Erwerb von physischem Gold verwenden dürfte.

 

Die Trading-Taktik: spekulative Long-Position

Gold zeigte sich zuletzt schwächer, wobei Notierungen im Bereich der Widerstandszone bei 1.370 USD pro Feinunze zu Gewinnmitnahmen genutzt wurden. Nach den jüngsten Rücksetzern rangiert Gold nach dem Bruch der psychologisch wichtigen Marke von 1.300 USD knapp über dem seit Juli vergangenen Jahres bestehenden kurzfristigen Aufwärtstrend, der sich zuletzt als verlässlicher Support für das gelbe Edelmetall erwiesen hatte. Es bietet sich an, im Bereich der Marke von 1.300 USD spekulativ Long-Positionen aufzubauen. Angesichts der Signifikanz dieser Support-Zone sollte hier eine enge Risikotoleranz im Bereich der Marke von 1.280 USD gewählt werden.

 

Die Produktidee: Endlos-Turbo Long auf Gold

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf den Basiswert Gold steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Goldpreises gehebelt nach. Wird die Knock-Out-Barriere (aktuell 900,13 USD) berührt, verfällt das Zertifikat allerdings wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-out-Barriere: Eine Knock-out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

 

Stand: 08.06.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

> Mehr Rohstoff-Trading

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 2)

Endlos Turbo Long 917,42 open end: Basiswert Gold

Endlos Turbo Long 917,42 open end: Basiswert Gold

DD83MA / //
Quelle: DZ BANK: Geld 19.10., Brief 19.10.
DD83MA // Quelle: DZ BANK: Geld 19.10., Brief 19.10.
26,84 EUR
Geld in EUR
26,84 EUR
Brief in EUR
-0,11%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 1.225,57 USD
Quelle : UBS InvBK ZH Indikation, 19.10.
  • Basispreis 917,42 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 25,14%
  • Knock-Out-Barriere 917,42 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 25,14%
  • Hebel 3,97x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Gold

13.08.2018 | 14:35:27 (dpa-AFX)
Goldpreis fällt erstmals seit März 2017 unter 1200 US-Dollar

LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Goldpreis hat seine Talfahrt der vergangenen Handelstage am Montag beschleunigt und ist erstmals seit knapp anderthalb Jahren wieder unter die Marke von 1200 US-Dollar gefallen. Am frühen Nachmittag rutschte der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1194,98 Dollar. So günstig wurde das Edelmetall zuletzt Anfang 2017 gehandelt. Ausschlaggebend für die Talfahrt des Goldpreises ist eine Kursstärke des amerikanischen Dollar.

Die Dollar-Stärke hat zur Folge, dass die Funktion des Goldes als sicherer Anlegerhafen außer Kraft gesetzt wurde. Denn neben dem japanischen Yen und Bundesanleihen profitierte auch der US-Dollar von den Marktturbulenzen in der Türkei. Eine starke US-Währung macht aber das in Dollar gehandelte Gold in Ländern außerhalb des Währungsraums teurer und bremst so die Nachfrage.

Nach Einschätzung von Experten dürfte die Dollarstärke den Goldpreis auch in den kommenden Handelstagen belasten. Die Kursgewinne der amerikanischen Währung bleiben ausschlaggebend für die Preisentwicklung des gelben Edelmetalls, sagte Analyst Carlo Alberto de Casa vom Handelshaus Activtraders. Dies dürfte den Abwärtstrend beim Goldpreis verstärken./jkr/bgf/jha/

03.08.2018 | 12:05:58 (dpa-AFX)
Goldpreis auf Talfahrt - Tiefster Stand seit einem Jahr
18.07.2018 | 11:35:50 (dpa-AFX)
Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit einem Jahr
05.07.2018 | 09:20:03 (dpa-AFX)
GOLDPREIS IM FOKUS: Talfahrt beendet Phase der Lethargie
15.05.2018 | 15:39:00 (dpa-AFX)
Goldpreis fällt unter 1300 Dollar - Tiefster Stand des Jahres

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.