Rohstoff-Trading / 08.05.2019 | 10:05:15 Werbung

Brent: Verschärfung im Handelskonflikt sorgt für kräftige Abschläge!

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Drohende Eskalation im Handelskonflikt belastet
  • US-Ölproduktion auf neuem Rekordhoch
  • OPEC+-Allianz will Stützungsmaßnahmen verlängern
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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Ölpreisnotierungen nach Trump-Intervention und Rekord-Output unter Druck

Die Ölpreisnotierungen zeigten sich nach den Zugewinnen der vergangenen Wochen zuletzt zeitweilig unter Druck. So wurden die Notierungen bei Brent Crude Oil im Bereich ihrer jüngst markierten Verlaufshochs bei 74 USD abverkauft. Geschuldet war der herbe Rücksetzer bei den Ölpreisnotierungen einem medienwirksam inszenierten Interview von US-Präsident Donald Trump. Der US-Regierungschef hatte kürzlich gegenüber Reportern erklärt, dass er mit OPEC-Vertretern gesprochen und auf Maßnahmen zur Senkung des Ölpreisniveaus gedrängt habe. Die Äußerungen von Trump verfehlten ihre Wirkung an den Terminmärkten nicht und sorgten kurzfristig für herbe Kursabschläge. Auch die zuletzt erneut deutlich gestiegene US-Ölproduktion machte sich negativ bei den Ölpreisnotierungen bemerkbar. So wurde in der vergangenen Woche mit 12,3 Millionen Barrel pro Tag ein neues Allzeithoch bei der US-Produktion ausgewiesen. Entsprechend deutlich kletterten auch die US-Öllagerbestände, die mit einem Plus von 9,9 Millionen Barrel den höchsten Anstieg seit September 2017 verzeichneten.

 

Die Perspektive: Verschärfung des Handelsstreits zwischen China und den USA belastet

Als neuer Belastungsfaktor für die Ölpreisnotierungen dürfte sich die überraschende Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China erweisen. US-Präsident Trump hatte nach den zäh verlaufenden Verhandlungen ab Ende dieser Woche mit einer deutlichen Anhebung der Strafzölle auf chinesische Warenimporte von 10% auf 25% gedroht. Außerdem lehnte er die Forderungen der Chinesen über Nachverhandlungen zu wichtigen Eckpunkten kategorisch ab. Angesichts der Gefahren einer erneuten Eskalation des Handelskonflikts könnte sich auch die Ölnachfrage vor allem in Emerging Markets wie China abschwächen, so die Befürchtung einiger Rohstoffanalysten. Dies dürfte die Ölpreisnotierungen unserer Einschätzung nach zumindest kurzfristig weiter belasten.

Für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung bei Brent Crude Oil spricht unserer Einschätzung nach die Tatsache, dass die Zweckgemeinschaft der OPEC-Staaten und weitere wichtige Förderländer außerhalb des Kartells eine weitere Verlängerung der Förderkürzungsmaßnahmen ins Auge fassen. Darauf lassen die jüngsten Äußerungen des saudi-arabischen Energieministers Khalid al-Falih schließen, der sich kürzlich für eine Verlängerung der Förderkürzungen bis Ende des Jahres stark gemacht hatte.

 

Die Trading-Taktik: Übergeordnetem Aufwärtstrend folgen

Die Notierungen bei Brent Crude Oil kamen zuletzt deutlicher unter Druck und konnten die wichtige Support-Marke bei 70 USD nicht verteidigen. Übergeordnet bleibt der seit Jahresbeginn bestehende Aufwärtstrend unserer Einschätzung nach weiterhin intakt, zumal größere Rücksetzer im Bereich der Marke von 69 USD mit Käufen beantwortet wurden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Kursnotierung die Marke von 70 USD zeitnah zurückerobern und sich darüber etablieren kann. Es bietet sich daher unserer Einschätzung nach an, bei Long-Positionen weiter investiert zu bleiben. Dabei sollte ein Stop-Loss bei 67,50 USD beachtet werden.

 

Die Produktidee: Endlos-Turbo Long auf Brent Crude Oil

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Oil Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem aktuellen Basispreis von 49,876 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 49,876 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 08.05.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 6)

Endlos Turbo Long 49,07 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3H / //
Quelle: DZ BANK: Geld 24.05., Brief 24.05.
DF1J3H // Quelle: DZ BANK: Geld 24.05., Brief 24.05.
16,76 EUR
Geld in EUR
16,77 EUR
Brief in EUR
6,35%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 69,26 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 24.05.
  • Basispreis 49,07 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 29,15%
  • Knock-Out-Barriere 49,07 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 29,15%
  • Hebel 3,61x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

24.05.2019 | 18:12:25 (dpa-AFX)
Ölpreise nach Talfahrt kaum verändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben ihre Talfahrt am Freitag vorerst gestoppt. Kurz vor dem Wochenende konnten die Notierungen etwas zulegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 67,96 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 13 Cent auf 58,04 Dollar.

Im frühen Handel waren die Ölpreise noch etwas stärker gestiegen, Marktbeobachter hatten von einer leichten Gegenbewegung gesprochen. Am Donnerstag waren die Ölpreise regelrecht eingebrochen. Der WTI-Preis war unter die Marke von 60 Dollar gerutscht und der Brent-Preis unter 70 Dollar abgesackt.

Auf Wochensicht waren der Brent-Preis und der US-Ölpreis um jeweils etwa fünf Dollar gefallen. Zuletzt hatten Ölpreise unter einer breit angelegten Flucht in sichere Anlagehäfen gelitten, nachdem sich die Sorge verstärkte, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China die amerikanische Wirtschaft bremsen könnte.

"Der Preisrutsch am Donnerstag hatte nichts mit ölmarktspezifischen Faktoren zu tun", versicherten Rohstoffexperten der Commerzbank. Beim Handel mit Rohöl gebe es nach wie vor Anzeichen "einer anhaltenden Angebotsknappheit". Als Gründe nannten die Commerzbank-Experten die rückläufigen Exporte aus dem Opec-Land Iran wegen der US-Sanktionen und die Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Außerdem seien die Öllieferungen aus Russland wegen Qualitätsproblemen gestört.

Im weiteren Handelsverlauf dürfte die Entwicklung der Fördermenge in den USA wieder stärker in den Fokus der Anleger am Ölmarkt rücken. Auf dem Programm stehen neue Daten zur Anzahl der aktiven Förderanlagen. Am Markt wird mit einem weiteren Rückgang der Bohrlöcher gerechnet./jkr/he

24.05.2019 | 13:13:53 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich etwas von starken Vortagesverlusten
24.05.2019 | 07:55:36 (dpa-AFX)
Ölpreise legen nach hohen Vortagesverlusten etwas zu
23.05.2019 | 18:59:53 (dpa-AFX)
Ölpreise auf Talfahrt - Brent-Öl unter 70 Dollar und WTI-Öl unter 60 Dollar
23.05.2019 | 12:43:53 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen frühe Verluste deutlich aus - Brent-Preis fällt unter 70 Dollar
23.05.2019 | 07:50:00 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach
22.05.2019 | 18:03:20 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Verluste nach US-Lagerdaten aus

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