Rohstoff-Trading / 09.09.2020 | 10:11:14 Werbung

Brent trotz Nachfragesorgen weiter im Bullenmodus!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Der Ölpreis setzte in den vergangenen Wochen seine Konsolidierung weiter fort. Sorgen über eine stockende Nachfrageerholung im Zuge der Coronavirus-Pandemie hatten zuletzt für Abgabedruck gesorgt. Übergeordnet bleiben die Aussichten für den Ölpreis unserer Einschätzung nach weiterhin bullisch. Dank der Förderkürzungen der OPEC+-Allianz und der mittlerweile rigiden Compliance-Vorschriften der Mitgliedstaaten dürfte der temporäre Nachfragerückgang größtenteils kompensiert werden können, während der weiter forcierte Ramp-up der Wirtschaft spätestens ab dem kommenden Jahr für eine höhere Ölnachfrage sorgen dürfte. Aus technischer Sicht ist die Lage nach den Rücksetzern der vergangenen Handelstage etwas angeschlagen, bleibt jedoch unserer Einschätzung nach übergeordnet bullisch.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Nachfrage- und Konjunktursorgen belasten temporär

Die Nachfrage-Erholung bei Öl nach dem herben Einbruch im Zuge der Coronavirus-Pandemie könnte nach Einschätzung des russischen Energieministers Nowak schon bald wieder ins Stocken geraten. Viele Industriestaaten hatten ihre Lagerbestände nach dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten herben Preiseinbruch aufgefüllt, während sich die Ölnachfrage dank des Wirtschafts-Ramp-ups in den vergangenen Monaten wieder etwas normalisiert habe. Nowak geht davon aus, dass die weiter grassierende Coronavirus-Pandemie die Erholung der Weltwirtschaft zumindest kurzfristig beeinträchtigen dürfte, und rechnet daher auch bei der Ölnachfrage zumindest in den kommenden Monaten mit einer Abschwächung. Auch die jüngst eher durchwachsen ausgefallenen Konjunkturdaten vor allem aus den USA und der Eurozone sowie weiter anziehende Neuinfektionszahlen hatten an den Terminmärkten für Abgabedruck gesorgt.

 

OPEC-Staaten planen weitere Förderkürzungen

Trotz der Gefahr einer möglichen zweiten Pandemiewelle und einer möglichen Rückkehr zu schärferen Lockdown-Maßnahmen, die die Ölnachfrage empfindlich beeinträchtigen könnten, rechnen viele Analysten spätestens ab dem kommenden Jahr mit einer deutlichen Nachfragebelebung und einer Fortsetzung der Erholung an den Terminmärkten. Goldman Sachs rechnet bis Herbst kommenden Jahres mit einer nachhaltigen Erholung der Ölpreisnotierungen auf knapp 65 USD. Begründet wurde diese bullische Einschätzung mit einem sich abzeichnenden Durchbruch bei der Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Impfstoffs, der ab dem kommenden Frühjahr weltweit verfügbar sein dürfte. Damit dürfte die Nachfrage nach Benzin und Kerosin aufgrund des wieder anziehenden Reiseverkehrs spürbar steigen, argumentieren die Analysten. Auch auf der Angebotsseite rechnet Goldman Sachs mit weiter positiven Impulsen. Während sich die US-Fracking-Industrie nur schleppend von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie erholen dürfte, sollten die weiter fortgesetzten Stützungsmaßnahmen der OPEC+-Allianz für Support sorgen. Die jüngst veröffentlichten Daten stützen diese These, zumal sich die Unterzeichnerstaaten nach der Umsetzung schärferer Compliance-Regelungen der OPEC+-Allianz, die die Einhaltung der Stützungsmaßnahmen gewährleisten sollen, mittlerweile weitestgehend an die Vereinbarungen halten. So hat der Irak seine Ölexporte im August um 6% reduziert und gleichzeitig zusätzliche Förderkürzungen in Höhe von 400.000 Barrel pro Tag angekündigt. Auch Nigeria und das OPEC-Schwergewicht Saudi-Arabien hatten zuletzt weitere zusätzliche Kürzungen angekündigt, um die Ölpreise nach der von der OPEC+-Allianz planmäßig umgesetzten Verringerung der Förderkürzungen von 9,7 auf 7,7 Millionen Barrel pro Tag weiter zu stützen.

 

Trading-Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Aus technischer Sicht hat sich die Lage beim Ölpreis zuletzt etwas eingetrübt. Nachdem die Notierungen im Bereich des Verlaufshochs bei 46 USD mehrfach abverkauft wurden, absolvierte der Ölpreis zuletzt eine dreitägige Korrekturbewegung. Die Tatsache, dass Kurserholungen im Tagesverlauf zuletzt zum Abverkauf genutzt wurden, lässt auf eine kurzfristige Fortsetzung der Konsolidierung schließen, was einen Test der psychologisch wichtigen Marke von 40 USD erwarten lässt. Gelingt es den Notierungen, sich in diesem Bereich wieder zu stabilisieren, bleibt die bullische Ausgangssituation unserer Einschätzung nach weiter intakt. Es bietet sich an, bestehende Long-Positionen mit einem Stop-Loss im Bereich knapp unterhalb der Marke von 40 USD abzusichern.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,191 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,191 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 09.09.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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Endlos Turbo Long 36,771 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFM8M0 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 28.09., Brief 28.09.
DFM8M0 // Quelle: DZ BANK: Geld 28.09., Brief 28.09.
5,24 EUR
Geld in EUR
5,25 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 42,63 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 07:40:33
  • Basispreis
    36,771 USD
  • Abstand zum Basispreis in %
    13,74%
  • Knock-Out-Barriere
    36,771 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %
    13,74%
  • Hebel 7,00x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

28.09.2020 | 18:16:04 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Gewinnzone

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag leicht gestiegen. Nach einem schwächeren Wochenauftakt schafften die Notierungen im Zuge einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten den Sprung in die Gewinnzone. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 42,28 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 20 Cent auf 40,45 Dollar.

Die Situation am Rohölmarkt hat sich in den vergangenen Tagen wenig verändert. Entsprechend bewegen sich die Ölpreise in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Auf der Angebotsseite sorgt der Ölverbund Opec+ seit längerem für eine gedeckelte Förderung. Allerdings wurde die Produktion Anfang August etwas angehoben. Auch gibt es vermehrt Diskussionen, weil sich nicht alle Verbundmitglieder gleichermaßen an die Fördergrenze halten.

Aus Sicht des Rohstoffexperten Eugen Weinberg von der Commerzbank stützt außerdem ein hohes Interesse der Anleger die Ölpreise. Seiner Einschätzung nach ist ein stärkerer Preisrückgang beim Brent-Öl durch spekulative Verkäufe unwahrscheinlich.

Allerdings bleibt die Nachfrage nach Erdöl in der Corona-Krise weiterhin eher schwach. Gedämpft wird sie vor allem durch den ungewissen Fortgang der Pandemie. Russlands Energieminister Alexander Nowak äußerte am Wochenende die Erwartung, dass die Erholung lange dauern und in kleinen Schritten vonstatten gehen werde./jkr/he

28.09.2020 | 12:31:26 (dpa-AFX)
Ölpreise geben moderat nach
28.09.2020 | 08:02:59 (dpa-AFX)
Ölpreise geben moderat nach
25.09.2020 | 17:41:00 (dpa-AFX)
Ölpreise erneut gefallen - Opec-Förderdisziplin lässt nach
25.09.2020 | 12:58:30 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken wieder - Opec-Förderdisziplin lässt nach
25.09.2020 | 12:57:19 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl leicht gefallen
25.09.2020 | 07:58:02 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich etwas

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