Rohstoff-Trading / 11.10.2017 | 09:34:43 Werbung

Brent triggert nach Konsolidierung Einstiegs-Level!

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Ölpreisnotierungen zeigten in den vergangenen Wochen eine schöne Aufwärtsdynamik. Neben externen Faktoren wie den unwetterbedingten Ausfällen bei Ölförderanlagen in den USA sorgte auch die sich abzeichnende Erholung der globalen Ölnachfrage für positive Impulse. Technisch macht Brent weiterhin einen bullischen Eindruck, wobei unser zuletzt skizziertes Szenario für einen antizyklischen Long-Einstieg mit dem Rücksetzer in den Bereich der Marke von 56 USD nun getriggert wurde.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

US-Öllagerbestände geben überraschend nach

Die Lage am US-Ölmarkt bleibt weiterhin von Verwerfungen durch die jüngsten Unwetterkatastrophen gekennzeichnet. Dies belegen die jüngst veröffentlichten wöchentlichen Daten zur Entwicklung der Öllagerbestände. Hier wurde ein überraschend deutlicher Rückgang von 1,8 Millionen Barrel verzeichnet, während Analysten im Vorfeld angesichts der zu Ende gegangenen „Driving Season“ mit einem Plus von mehr als 3,4 Millionen Barrel gerechnet hatten. Dies deutet laut Marktbeobachtern darauf hin, dass die Ölnachfrage angesichts der nach den Wirbelstürmen mittlerweile wieder größtenteils instand gesetzten Raffinerieanlagen zumindest in den kommenden Monaten weiter überdurchschnittlich hoch bleiben dürfte. Da die Sturmschäden an den Förderanlagen im US-Bundesstaat Texas und anderen US-Bundesstaaten längst nicht behoben sind, kommt es immer wieder zu massiven Beeinträchtigungen, was eine Verknappung des Ölangebots mit sich bringt. Entsprechend sehen die Experten von CMC Markets mittelfristig eine nachhaltige Stabilisierung der Angebots- und Nachfragesituation in den USA.

 

Politische Unsicherheiten stützen

Auch außerhalb der USA hellt sich der Newsflow bei Brent Crude Oil weiter auf. So sorgten politische Turbulenzen zwischen der Türkei und Anrainerstaaten wie dem Irak für Support. Angesichts der ungelösten Kurden-Problematik drohte die Türkei mit einem dauerhaften Einfuhrembargo für irakisches Öl durch das Pipeline-Netzwerk der Türkei zu den angeschlossenen Seehäfen. Sollte sich der Konflikt zwischen dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan und den nach Autonomie strebenden Kurden im Nordirak weiter zuspitzen, hätte dies zur Folge, dass Erdöllieferungen mit einem Volumen von 600.000 Barrel pro Tag dauerhaft vom Markt ausgeschlossen bleiben. In Verbindung mit der sich abzeichnenden Belebung der globalen Ölnachfrage sollte dies in den kommenden Wochen für weiteren Support bei Brent sorgen. Denn laut EIA sind viele Industriestaaten angesichts der zur Neige gehenden Lagerbestände über kurz oder lang zu höheren Ölimporten gezwungen.

 

Analysten sehen Trendwechsel bei Angebot und Nachfrage

Damit könnte sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage schneller als erwartet schließen, prophezeien unter anderem die Experten von Merrill Lynch. In einer kürzlich veröffentlichten Research Note des Analystenhauses heißt es, dass die OPEC ihr Ziel, durch die Förderkürzungen einen nachhaltigen Trendwechsel am Ölmarkt herbeizuführen, fast erreicht habe. Jüngste Kommentare des russischen Präsidenten Putin, der eine längere Drosselung der Ölproduktion über die bis März 2018 laufende Vereinbarung hinaus ins Spiel gebracht hatte, zeigen, dass sich mittelfristig ein Konsens über eine von vielen Analysten empfohlene Verlängerung des Abkommens abzeichnen dürfte. Alles in allem hat sich die Ausgangssituation bei Brent nach unserer Einschätzung weiter stabilisiert, wobei sich hier nicht nur aus fundamentaler Sicht eine Trendwende andeutet. Auch das Sentiment der Marktteilnehmer unterstreicht diese Einschätzung, zumal positive Nachrichten zuletzt mit Kursaufschlägen bedacht wurden, während negative Nachrichten kaum für größere Abschläge gesorgt hatten.

 

Trading-Taktik: Nach dem jüngsten Kursanstieg bei Brent kam es zuletzt bei Kursen oberhalb der Marke von 59 USD erwartungsgemäß zu leichten Gewinnmitnahmen. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist jedoch weiterhin intakt. Nachdem unser Szenario für einen Long-Einstieg bei 56,00 USD getriggert wurde, bietet sich hier eine enge Risikotoleranz im Bereich der Marke von 52,50 USD an.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell 48,132 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 09.10.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Long 48,156 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD1C8E / DE000DD1C8E4 //
Quelle: DZ BANK: Geld 11.12. 11.12., Brief 11.12. 11.12.
DD1C8E DE000DD1C8E4 // Quelle: DZ BANK: Geld 11.12. 11.12., Brief 11.12. 11.12.
13,99
Geld in EUR
14,03
Brief in EUR
8,03%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 65,11 USD
Quelle: ICE Fut Eur, 03:24:01
  • Basispreis 48,156 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 26,04%
  • Knock-Out-Barriere 48,156 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 26,04%
  • Hebel 3,91x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

11.12.2017 | 17:35:11 (dpa-AFX)
Pipeline-Notschließung treibt Brent-Öl auf höchsten Stand seit 2015

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag an die Gewinne der Vorwoche angeknüpft und sind weiter gestiegen. Am Nachmittag legte der Preis für Brent-Öl in kurzer Zeit kräftig zu und erreichte nach Meldungen über die Schließung wichtiger Pipelines in der Nordsee den höchsten Stand seit etwa zweieinhalb Jahren.

Am späten Nachmittag wurde ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar bei 64,71 US-Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015. Im Vergleich zum Freitag ist das ein Zuwachs um 1,31 Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg dagegen nur vergleichsweise leicht um 34 Cent auf 57,70 Dollar.

Am Nachmittag hatte das petrochemische Unternehmen Ineos mitgeteilt, dass ein System von Ölpipelines vor der Küste Schottland geschlossen werden musste. Bei einer Leitung, die Nordsee-Öl befördert, wurden Risse entdeckt. Die Meldungen platzten in einen zuvor eher impulsarmen Handel am Ölmarkt.

Bis zum Nachmittag hatten noch jüngste Zahlen vom US-Ölfelddienstleister Baker Hughes die Preise belastet. Das Unternehmen hatte einen abermaligen Anstieg der aktiven Ölfelder in den USA gemeldet.

"Die Zunahme der Bohraktivität in den letzten Wochen deutet auf einen weiteren Produktionsanstieg hin", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank die Baker-Huges-Daten. Dies könnte dem Bemühen des Ölkartells Opec entgegenstehen, die Ölpreise mit Förderkürzungen anzuheben./jkr/das

11.12.2017 | 12:58:52 (dpa-AFX)
Ölpreise wenig bewegt
11.12.2017 | 12:41:21 (dpa-AFX)
Korbpreis für Opec-Rohöl deutlich gestiegen
11.12.2017 | 08:17:24 (dpa-AFX)
Ölpreise geben leicht nach
08.12.2017 | 18:14:22 (dpa-AFX)
Ölpreise legen deutlich - Chinas Ölimporte beflügeln
08.12.2017 | 13:30:18 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu
08.12.2017 | 07:38:44 (dpa-AFX)
Ölpreise wenig bewegt

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