Rohstoff-Trading / 17.06.2020 | 10:03:01 Werbung

Brent: trendbestätigende Korrektur oder Beginn einer neuen Abwärtswelle?

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

OPEC+-Allianz sendet wichtiges Signal an die Terminmärkte!

Die aus der OPEC und weiteren führenden Ölproduzenten außerhalb des Ölkartells wie Russland bestehende Zweckgemeinschaft OPEC+ hat sich Anfang des Monats erwartungsgemäß auf weitergehende Stützungsmaßnahmen geeinigt. Demnach werden die Produktionskürzungen von 9,7 Millionen Barrel pro Tag auch im Juli unverändert fortgesetzt, nachdem ursprünglich zunächst nur für Juni eine Produktionskürzung in diesem Umfang geplant war. Mit der neuen Vereinbarung sendet die OPEC+-Allianz ein wichtiges Signal, da sich die 23 Unterzeichnerstaaten außerdem zu einer strikten Einhaltung der Stützungsmaßnahmen verpflichten. Im Vorfeld hatten einige der OPEC+-Staaten die Produktionskürzungen nicht in vollem Umfang eingehalten, was an den Terminmärkten zeitweise für Verunsicherungen gesorgt hatte.

 

Verhaltener Ausblick der Fed und Coronavirus-Pandemie belasten

Für Ernüchterung sorgte Mitte vergangener Woche die US-Notenbank, nachdem Fed-Chef Jerome Powell im Rahmen der jüngsten Notenbanksitzung die Erwartungen an eine rasche, V-förmige Erholung der US-Wirtschaft gedämpft hatte. Entsprechend gaben die Notierungen an den Terminmärkten nach dem dynamischen Anstieg der vergangenen Wochen etwas nach, zumal die zuletzt wieder angestiegene Zahl der Neuinfektionen in den USA und China Angst vor einer zweiten Coronavirus-Pandemiewelle geschürt hatten. Der weiter forcierte Ramp-up der Wirtschaft in den USA, Europa und vor allem in China sollte die Ölnachfrage nach Einschätzung vieler Marktbeobachter jedoch weiter stabilisieren. Hinzu kommt, dass das Flug- und Verkehrsaufkommen im Zuge der Aufhebung der Quarantänemaßnahmen wieder anzieht, was mit einer Erholung der Nachfrage bei Benzin und Kerosin einhergeht. Auch von der Angebotsseite kamen zuletzt überwiegend positive Signale. Neben den in Kraft getretenen Produktionskürzungen der OPEC+-Allianz deuten auch die jüngsten US-Daten auf eine weitere Entspannung hin. Laut einer Erhebung des Ölfeldservice-Dienstleisters Baker Hughes wurde bei der Zahl der aktiven Ölförderplattformen in der vergangenen Woche ein weiterer Rückgang um 16 auf 222 ausgewiesen.

 

Trading-Taktik

Die Ölpreisnotierungen hatten zuletzt vom Verlaufshoch im Bereich der Marke von 43 USD über mehrere Handelstage korrigiert. Bullisch zu werten ist unserer Einschätzung nach die Tatsache, dass die Supportzone oberhalb der Marke von 38 USD zuletzt auf Schlusskursbasis erfolgreich verteidigt werden konnte. Gelingt es Brent erneut, Stärke aufzubauen, sollte der übergeordnete Aufwärtstrend u.E. weiter fortgesetzt werden. Es bietet sich an, den Stop-Loss bei bestehenden Long-Positionen auf 33 USD nachzuziehen.

Die DZ BANK hat eine Vielzahl an interessanten Hebelprodukten auf Brent im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

> Hebelprodukte auf Brent

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 17.06.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 5)

News / Brent Crude Future Contract

14.07.2020 | 07:38:15 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken und haben damit an den schwachen Wochenauftakt angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,91 US-Dollar. Das waren 81 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 87 Cent auf 39,23 Dollar.

Am Markt wurde auf eine trübe Anlegerstimmung an führenden Börsen verwiesen, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und China zuletzt verstärkt hatten. Im Zuge der allgemeinen Kursverluste gerieten auch die Ölpreise unter Druck.

Die US-Regierung hatte chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer formell zurückgewiesen. Außerdem hat sich die Corona-Krise in den USA erneut zugespitzt. Wegen rasch ansteigender Neuinfektionen wurden im wichtigen Bundesstaat Kalifornien viele Lockerungen der Auflagen rückgängig gemacht.

Darüber hinaus werden die Ölpreise weiter durch Spekulationen auf die künftige Förderpolitik wichtiger Ölstaaten belastet, die in der sogenannten "Opec+“ zusammengefasst sind. Zuletzt hat es Hinweise gegeben, dass die Staaten der Opec+ beginnen könnten, die aktuell geltende Förderbeschränkung wieder ein Stück weit aufzuweichen./jkr/jha/

13.07.2020 | 17:43:09 (dpa-AFX)
Ölpreise unter dem Strich stabil
13.07.2020 | 13:09:02 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen frühe Verluste etwas aus
13.07.2020 | 07:53:36 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach - Spekulationen über Fördermenge der Opec+
10.07.2020 | 17:38:56 (dpa-AFX)
Ölpreise legen nach anfänglichen Verlusten zu
10.07.2020 | 12:55:06 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken weiter - Corona-Entwicklung in den USA belastet
10.07.2020 | 11:59:50 (dpa-AFX)
IEA erwartet starke Erholung der Ölnachfrage nach Corona-Einbruch

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